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Hotelprojekt am Bahnhof: Leserbrief von Dr. Helmreich Eberlein

Bahnhofswald: Das Flensburger Naturhabitat beherbergt über 140 Jahre alte Bäume und geschützte Fledermäuse und soll für den Bau eines Hotels und Parkhauses der Axt zum Opfer fallen. – Foto Marco Johns

Diese Pläne werden unseren Bahnhof entwerten!

Es ist wirklich erschütternd, wie in Flensburg mit den geringen Resten an wertvollem Naturerbe umgegangen wird. Und dass ausgerechnet die Grünen dem so wenig Bedeutung beimessen, dass sie mit dem Bahnhofswald ein innerstädtisches Kleinod und Refugium streng geschützter Tiere opfern wollen, ausgerechnet für ein Parkhaus, das die Mobilitätsvorstellungen der Vergangenheit bedient, aber die der Zukunft eher behindert. Sie argumentieren damit, dass das Parkhaus den Flensburger Bahnhof aufwerten würde und das Einsteigen von Autofahrern bei der Bahn erleichtern soll. Aber das wird es bestimmt nicht tun, im Gegenteil!

Das Parkhaus soll nach dem Willen des Rates die Voraussetzung dafür schaffen, dass die kostenlosen Parkplätze am Bahnhof verschwinden können. Ja, glaubt man denn, die Autofahrer zahlen bereitwillig die Parkgebühren zusätzlich zum Bahnticket? Sie werden erst recht nach kostenlosen Parkplätzen in der Umgebung suchen! Die Rude zuparken, die Waitzstraße und Munketoft usw. Und dann wird sich herumsprechen, dass man in Flensburg für eine Reise in die Ferien 60 € fürs Parken berappen muss, und wird in Tarp oder Schleswig oder Pattburg einsteigen! Wenn man nicht gleich mit dem Auto fährt. Das heißt, der Flensburger Bahnhof wird erst recht Zusteiger-Zahlen verlieren. Er wird abgewertet statt aufgewertet werden.

Abwenden kann man das nur durch ein ganz anderes Konzept. Die kostenlosen Parkplätze auf der Exe kann man durch einen Shuttle-Dienst an den Bahnhof anbinden. Den Haltepunkt Weiche kann man wiedereröffnen und dort kostenlosen Parkraum schaffen. Eine Förde-S-Bahn, wie sie vor 2 Jahren von den Grünen ins Gespräch gebracht wurde, kann Autofahrer dazu bringen, gar nicht erst mit dem Auto zum Bahnhof fahren zu wollen. Warum verfolgen die Grünen dieses Konzept nicht? Die Bundesregierung hat gerade viele Milliarden Zuschüsse für so etwas freigemacht. Es wäre eine wirklich gute Investition in die Zukunft. Diese unseligen Parkhaus– und Hotel-Pläne am Bahnhofswald sind es nicht.

Niemand sollte glauben, dass die Akzeptanz der Pläne gestiegen ist – im Gegenteil, dem Widerstand dagegen laufen  immer mehr Menschen zu. Und die nächste Kommunalwahl kommt schon im kommenden Jahr.

Dr. med. Helmreich Eberlein

Weitere Beiträge und Infos zum Thema Bahnhofswald und Hotelprojekt gibt es hier

 

Bürgerinitiative “Bahnhofsviertel Flensburg” gegründet

Bahnhofswald in Flensburg – Foto Marco Johns

Bürgerinitiative will sich für den Erhalt des Bahnhofswalds einsetzen und sich in die städtebaulische Neuplanung für das Bahnhofsviertel einmischen

Bei ihrem ersten Treffen im Aktivitetshuset beschlossen ca. 30 engagierte Bürger*innen die Gründung der Bürgerinitiative “Bahnhofsviertel Flensburg”.
Anlass hierfür sind die Planungen der Stadt für die Errichtung eines Hotels und eines Parkhauses auf dem Waldgelände an der Bahnhofsstraße. Erklärtes Ziel der Initiative ist der Erhalt des Bahnhofswaldes. Dieses Kleinod sei ein Stück Natur, dessen herausragenden Wert für Flora, Fauna und das Stadtklima
zahlreiche Gutachten und Stellungnahmen betonen würden.
Die Mitglieder der BI sehen das bestehende Ökosystem durch das geplante Bauvorhaben unmittelbar bedroht. Sie widersprechen energisch der von den Investoren verbreiteten Darstellung, wonach ein Großteil der Flensburger Bürger dem Projekt inzwischen positiv gegenüberstehe. Richtig sei, dass die Planungen aufgrund vorgebrachter Einwände verändert wurden, aber auch nach diesen Anpassungen soll ein großer Teil des Grüngebietes verschwinden, werde der Wald entwertet.
Die Bürgerinitiative will sich für eine Gesamtgestaltung des Bahnhofsviertels einsetzen, die den Namen “nachhaltig” verdient. Insbesondere aus verkehrspolitischen Gründen seien zukunftsfähige Lösungen gefragt, die im Einklang stehen mit den Zielen des Flensburger Klimapakts. Ein Parkhaus an dieser Stelle sei kontraproduktiv, es bedeute unvermeidlich ein mehr an Autoverkehr im Bahnhofsumfeld.

Sprecher der Bürgerinitiative sind Christiane Schmitz-Strempel und Günter Strempel.

Das nächste Treffen der Bürgerinitiative ist am Dienstag, 25. Februar 2020 um 17.30 Uhr im Gemeinderaum von St. Nikolai, Südermarkt 15.
Interessierte Bürger*innen sind herzlich willkommen.

Hier geht es zur Homepage der BI: https://bahnhofsviertelflensburg.wordpress.com/

und auf Facebook: https://www.facebook.com/BahnhofsviertelFlensburg/

Weitere Beiträge und Infos zum Thema Bahnhofswald und Hotelprojekt gibt es hier

 

Grünes Ja zum Hotelprojekt am Bahnhofswald: Offener Brief von Boje Maaßen an die Flensburger Grünen

Bahnhofswald in Not: Die Grünen Ausschussmitglieder Irene Zeppenfeld und Stefan Thomsen sichern mit ihrer Zustimmung im Flensburger Umwelt- und Planungsausschuss die Mehrheit für das Hotelprojekt – Foto Marco Johns

Scharfe Kritik am Abstimmungsverhalten der Grünen im Umwelt- und Planungsausschuss

Grüne Stimmen sichern Mehrheit für das umstrittene Hotelprojekt am Bahnhof und die Abholzung des Bahnhofswalds

In der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses gab es gestern eine Mehrheit für den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan 303 Hauptpost und das Hotelprojekt am Bahnhof. SPD, CDU und FDP votierten geschlossen für den Beschluss, die Vertreter von WiF, Flensburg Wählen und Die Linke ebenso geschlossen dagegen. Vom SSW stimmten zwei der drei Ausschussmitglieder gegen den Aufstellungsbeschluss. Entscheidend waren somit die Stimmen der Grünen, sie bildeten das Zünglein an der Waage. Während Arndt Scherdin mit einer lupenreinen, grünen Begründung gegen die Beschluss-Vorlage stimmte, sicherten die beiden Grünen Ausschussmitglieder Stefan Thomsen und  Irene Zeppenfeld mit ihrer Zustimmung die notwendige Stimmen-Mehrheit für das umstrittene Hotelprojekt und die damit verbundene drohende Abholzung des Bahnhofswalds. Hätten die beiden dagegen gestimmt, wäre das Projekt bei Stimmengleicheit im Umwelt- und Planungsausschuss gescheitert.

Aus dem Kommunalwahlprogramm der Flensburger Grünen 2018, S. 23: Alles nur Schall und Rauch?

Das Abstimmungsverhalten hat in der Öffentlichkeit, bei den Naturschützern und Hotelprojekt-Gegnern für große Wut und Enttäuschung gesorgt. Zumal die Grünen im Kommunalwahlkampf 2018 versprochen hatten, innerstädtisches Grün zu erhalten und Stefan Thomsen ebenso ausdrücklich in einer Wahlkampfbroschüre versprach, sich dafür einzusetzen:

„Ich kandidiere um der Natur in Flensburg eine starke Stimme zu geben. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass wir in der wachsenden Stadt nicht alles zubauen und asphaltieren.“

Das steht im krassen Gegensatz zu seinem Abstimmunsgverhalten im Umwelt- und Planungsausschuss am Dienstagabend.

Ebensowenig nachvollziehbar war die zum Teil bizarre und zynische Begründung von Stefan Thomsen für sein eigenes Abstimmungsverhalten und desssen Folgen, so schob er unter anderem die Verantwortung für die mögliche Abholzung des Bahnhofswaldes auf die Forstbehörde. Am Ende seiner Rede warf er den Wald- und Umweltschützern sogar wahrheitswidrig vor, sich bei anderen Bauprojekten wie z. B. für den Krankenhausneubau am Peelwatt, nicht für den Erhalt dortiger Naturbiotope eingesetzt zu haben, und stellte die Frage, warum sie sich jetzt ausgerechnet für den Erhalt des Bahnhofswalds einsetzen würden.  Für viele Gäste und Beobachter der Ausschuss-Sitzung  im rappelvollen Paul-Ziegler-Zimmer waren diese Ausführungen ein trauriger Höhepunkt der „grünen“ Selbstoffenbarung.

Grund genug für Boje Maaßen in einem Offen Brief an die Flensburger Grünen dies, siehe unten, ebenso scharf zu kritisieren. Nun sollte man wissen, dass Boje Maaßen nicht irgendwer ist. Er ist Mitbegründer der Grünen, war Mitglied im Kreistag in Nordfriesland und ist seit Jahrzehnten aktiver Naturschützer. Er forschte und arbeitete lange Zeit auch als Dozent an der Universität Flensburg und promovierte dort zum Thema Naturerleben. (Mehr zu ihm auch auf wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Boje_Maa%C3%9Fen)

Offener Brief von Boje Maaßen

Werte Grüne,

gestern war ich auf der Gründung der Bürgerinitiative „Für den Erhalt des Bahnhofwaldes!“ und war sehr angetan, von dem kompetenten Engagement für ökologische Belange. Allerdings nicht angetan war ich von dem, was ich von den Grünen Flensburgs hören musste.

Bevor ich das erläutere, einige Erläuterungen zu mir: Zur Kommunalwahl 1978 in Schleswig-Holstein hatten sich im Kreis Steinburg und Nordfriesland zwei ökologische Gruppierungen unter dem Namen „Grüne Liste“ gebildet. Beide kamen in die jeweiligen Kreistage, also zum ersten Mal als ökologische Partei. Ich war im Kreistag NF Fraktionsvorsitzender. Habe dann alle Gründungsversammlungen der Grünen im Bundesgebiet aktiv mitgemacht. Ich gehörte zu den Realos, was aber eine vollkommene unsinnige Behauptung war, denn ich war gleichzeitig ökologischer Fundamentalist und in der Durchsetzung ökologischer Realist wie der sozialistische Flügel marxistisch, aber in der Durchsetzung Realos war.

Nach der Landtagswahl 1983 in SH, in der ich Spitzenkandidat für die Grünen war, bin ich aus den Grünen wegen der damals starken nicht-ökologischen Kräfte ausgetreten. Habe aber weiterhin primär in der Theorie und im privaten Bereich (so autofrei und keine Flugreisen) versucht, ökologisch weiterzudenken und zu handeln. Siehe „boje-maassen.de – Beiträge zur politischen Ökologie“, „Eigenbewegung (Anthropologie)“ und „Eigenbewegung (Anthropologie) Boje Maaßen“ und viele Beiträge in dem Online-Magazin „Iley“ und zahlreiche Leserbriefe im bis vor kurzem noch liberalen Flensburger Tageblatt. Praktisch politisch war ich eine Null. So kenne ich nach unserem Umzug von Föhr 1990 nicht inhaltlich und personal die Flensburger Szene. Hörte also erst gestern, dass Ihr auf der SUPA-Sitzung dem Bau des Hotels und des Parkhauses zugestimmt habt. Das ist keine ökologische Politik, weil Aufgabe des ökologischen Fundamentums. Natürlich könnt Ihr nicht unökologische Projekte verhindern, aber Ihr dürft Ihnen nicht zustimmen oder gar fordern. Der Hotelbau dient dem Wirtschaftswachstum, vielleicht auch der Vergrößerung Flensburgs, aber nicht der Ökologie, es ist übrigens auch keine soziales Projekt, sondern schlicht ein Weitermachen bisheriger Kommunalpolitik.

Ich bitte Euch, diese Einwände, auch wenn Ihr Empfänger sie nicht teilt, allen Mitgliedern der Grünen Flensburgs zukommen zu lassen, also einer grünen internen Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Mit ökologischen Grüßen, Boje“

Noch eine Bemerkung zu Marx: Er hatte, was Ausbeutung, anging uneingeschränkt Recht, aber er trug (konnte es damals wohl auch) nichts zur Lösung der ökologischen Problematik bei.

Herzlich Boje

Gründungsversammlung der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg” beschließt weiter für den Erhalt des Bahnhofswalds zu kämpfen – Möglichkeit des Bürgerentscheids soll geprüft werden

Fast 30 Gegner des Hotelprojekts haben sich noch am gleichen Tag im Aktivitetshuset in der Norderstraße getroffen, um eine Bürgerinitiative zum Erhalt des Bahnhofswalds zu gründen. Sie wollen trotz des Beschlusses im Umwelt- und Planungsausschuss weiter für den Erhalt des Bahnhofswalds kämpfen und sich zudem in die städtebaulische Neuplanung für das Bahnhofsviertel einmischen. Sie fordern eine ökologische Planung und einen sozialen und nachhaltigen Wohnungsbau im Bahnhofsviertel. Ebenso soll geprüft werden, ob es möglich ist einen Bürgerentscheid in Gang zu setzen.

Das nächste Treffen der Bürgerinitiative ist am Dienstag, 25. Februar 2020 um 17.30 Uhr im Gemeinderaum von St. Nikolai, Südermarkt 15.
Interessierte Bürger*innen sind herzlich willkommen.

Grüne Ausschussmitglieder votierten ursprünglich mehrheitlich gegen das Projekt

Es ist außerordentlich bemerkenswert, wie sich die beiden Grünen SUPA-Mitglieder dem Druck der Investoren und der Verwaltung gebeugt haben. Denn sehr wohl gab es schon einmal eine Ablehnung der Hotelpläne am Bahnhof im Umwelt- und Planungsausschuss, bzw. kam keine entsprechende Stimmen-Mehrheit für das Projekt zustande. Und zwar im Mai letzten Jahres. Deshalb haben Investoren und Lobby-Politiker, wie auch die Verwaltung enormen Druck gemacht und das nochmal auf die politische Agenda gesetzt, damit das gewünschte Ergebnis irgenwann und irgendwie zustande kommt. Und ursprünglich waren auch die Grünen Ausschussmitglieder mit guten Argumenten mehrheitlich dagegen. Dazu auch der AKOPOL-Beitrag vom 7. Mai 2019: Keine Mehrheit im Flensburger Planungsausschuss für Hotel- und Parkhausprojekt am Bahnhof unter: https://akopol.wordpress.com/2019/05/07/keine-mehrheit-im-flensburger-planungsausschuss-fuer-hotel-und-parkhausprojekt-am-bahnhof/

Zu den Argumenten der Waldschützer und Gegner des Hotelprojekts auch der AKOPOL-Beitrag vom 13.02.2020: Bahnhofswald in Flensburg: Anmerkungen von Cordelia Feuerhake zur Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses – Offener Brief mit Fragen und Appell an die Kommunalpolitiker
unter: https://akopol.wordpress.com/2020/02/13/bahnhofswald-in-flensburg-anmerkungen-von-cordelia-feuerhake-zur-sitzung-des-umwelt-und-planungsausschusses/

Weitere Beiträge und Infos zum Thema Bahnhofswald und Hotelprojekt gibt es hier

 

Greenpeace Flensburg kämpft weiter für den Erhalt des Bahnhofswaldes

Schriftliche Einwendungen bis 18. Oktober senden!

Mit einem Aufruf, den wir untenstehend dokumentieren, ruft die Flensburger Greenpeace-Gruppe alle Menschen dazu auf, Einwendungen gegen die geplante Abholzung des Bahnhofswaldes zu schreiben und zu versenden:

Rettet den Bahnhofswald! 🌳🌲🌳

Die Stadt Flensburg möchte lieber ein Hotel und ein großes Parkhaus bauen, statt einen lebenswichtigen Wald zu erhalten. Doch wir haben noch eine Chance, dies zu verhindern. Sendet eure Einwendungen gegen die Abholzung des Bahnhofswaldes unter folgendem Link ein: https://www.bob-sh.de/verfahren/21b183b5-9c88-11e9-94be-00505697774f/public/detail#procedureDetailsStatementsPublic
Dort könnt ihr den Bebauungsplan einsehen und Argumente dagegen setzen. Wenn ihr keinen eigenen Text verfassen möchtet, könnt ihr auch bereits geschriebene Einwendungen unterzeichnen. ➡️ Jede Stimme zählt!

Warum ist der Wald so wichtig für Flensburg und was spricht gegen eine Abholzung?

1. Der Wald verbessert die Luftqualität der Innenstadt maßgeblich.

2. Er beheimatet wichtige Arten, unter anderem zwei gefährdete Fledermausarten. Der Wald ist ein Biotop, welches zur Artenvielfalt beiträgt.

3. Jeder einzelne Wald ist für die Anpassung an den Klimawandel notwendig. Der Klimaeffekt von alten Bäumen ist weitaus höher, als der von Neupflanzen.

4. Die Abholzung würde gegen den Klimapakt sprechen, den Flensburg sich zum Ziel gesetzt hat.

5. Ein neues Hotel mit dazugehörigem Parkhaus würde gegen ein nachhaltiges Mobilitätskonzept arbeiten, welches wir so dringend benötigen.

6. Und Vieles mehr!

Helft mit, den Bahnhofswald zu retten, schreibt Einwendungen und teilt den Link! 🌳🌍🌳

#bahnhofswaldbleibt

Bei Facebook zu finden unter: : https://www.facebook.com/greenpeace.fl/photos/a.562957623735391/2580064035358063/?type=3&theater

Hotelprojekt am Flensburger Bahnhof: Öffentliche Stellungnahme von Greenpeace zur neuerlichen Beschlussvorlage von CDU und FDP

Deutliche Kritik an der Begründung der Beschlussvorlage

Zum angedachten Hotel- und Parkhaus-Neubau am Flensburger Bahnhof gibt es eine neue Beschlussvorlage der CDU- und FDP-Fraktion, über die sie am 18.6. im Planungsausschuss und am 27.6. in der Ratsversammlung abstimmen lassen wollen, obwohl das Projekt bereits am 7. Mai im Ausschuss keine Mehrheit fand. Zum Vorgehen von CDU und FDP und zu ihrer Beschlussvorlage hat die Flensburger Greenpeace-Gruppe eine außerordentlich kritische und umfangreiche Stellungnahme an den CDU-Fraktionsvorsitzenden Arne Rüstemeier und den CDU-Kreisverband veröffentlicht, die wir untenstehend dokumentieren. (Gibt es als PDF-Datei auch hier: https://akopol.files.wordpress.com/2019/06/oc2a8ffentliche-stellungnahme-an-cdu-fraktion-13.6.19.pdf). Zum Streit um das Hotelprojekt, den bedrohten Wald an der Bahnhostraße und die neue Beschlussvorlage ebenso der AKOPOL-Beitrag vom 8.6.2019: Hotelprojekt am Flensburger Bahnhof: CDU und FDP wollen Entscheidung in der Ratsversammlung erzwingen –
Mit „alternativen Fakten“ Stimmung für private Investoren machen?

unter: https://akopol.wordpress.com/2019/06/08/hotelprojekt-am-flensburger-bahnhof-cdu-und-fdp-wollen-entscheidung-in-der-ratsversammlung-erzwingen/

Hier geht es zur Beschlussvorlage_der_CDU- und FDP-Ratsfraktionen_RV-87-2019

Zum neuerlichen Versuch der CDU und FDP das Hotelprojekt doch noch durchzubekommen, auch der Leserbrief von Claus Kühne vom 12.6. als Antwort auf einen Beitrag des Flensburger Tageblatt vom 11.6. :

Mehr zum Thema hier:

AKOPOL-Beitrag vom 10.05.2019: Flensburger Bahnhofsquartier im Fadenkreuz der Bau- und Immobilienwirtschaft – Neues Projekt an der Bahnhofstraße?
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/05/10/flensburger-bahnhofsquartier-im-fadenkreuz-der-bau-und-immobilienwirtschaft/

AKOPOL-Beitrag vom 7.5.2019: Keine Mehrheit im Flensburger Planungsausschuss für Hotel- und Parkhausprojekt am Bahnhof
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/05/07/keine-mehrheit-im-flensburger-planungsausschuss-fuer-hotel-und-parkhausprojekt-am-bahnhof/

AKOPOL-Beitrag vom 6.5.2019 Drohende Rodung des Bahnhofswaldes: Leserbrief von Anwohner Claus Kühne
unter https://akopol.wordpress.com/2019/05/06/drohende-rodung-des-bahnhofswaldes-leserbrief-von-anwohner-claus-kuehne/

AKOPOL-Beitrag vom 3.5.2019: Stellungnahme des BUND zum Bauprojekt Hotel und Parkhaus an der Bahnhofstraße Hier finden sich auch andere Stellungnahmen und das von der Stadt Flensburg in Auftrag gegebene ökologische Gutachten
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/05/03/stellungnahme-des-bund-zum-bauprojekt-hotel-und-parkhaus-an-der-bahnhofstrasse/

AKOPOL-Beitrag vom 21.04.2019, da finden sich detaillierte und umfangreiche Infos und auch der komplette Plan für den drohenden Waldfrevel:
Waldstück an der Schleswiger Straße: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit vollendete Tatsachen schaffen?
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/04/21/waldstueck-an-der-schleswiger-strasse-unter-ausschluss-der-oeffentlichkeit-vollendete-tatsachen-schaffen-profit-vor-naturschutz-und-anwohnerinteressen/

Siehe dazu ebenfalls den AKOPOL-Beitrag vom 03.11.2018:
Waldstück an der Schleswiger Straße – Profit vor Naturschutz und Anwohnerinteressen? BürgerInnen kämpfen gegen drohende Abholzung und Hotelneubau
unter: https://akopol.wordpress.com/2018/11/03/waldstueck-an-der-schleswiger-strasse-profit-vor-naturschutz-und-anwohnerinteressen/

Mehr zum Thema, dem neuen Hotelprojekt und den Gefahren für Wald und Hang auch in dem AKOPOL-Beitrag vom 06.07.2018:
Geplanter Hotelneubau an der Bahnhofstraße sorgt weiter für Ärger – Stellungnahme von Anwohner Dr. Thomas Gädeke
https://akopol.wordpress.com/2018/07/06/geplanter-hotelneubau-an-der-bahnhofstrasse-sorgt-weiter-fuer-aerger/

Ebenso auch der AKOPOL-Beitrag vom 05.07.2018:
Hotelneubau an der Bahnhofstraße: Naturschutz in Flensburg – Nur eine Farce?
Scharfe Kritik am Bauvorhaben – Stellungnahme von Anwohner Claus Kühne
https://akopol.wordpress.com/2018/07/05/hotelneubau-an-der-bahnhofstrasse-naturschutz-in-flensburg-nur-eine-farce/

Zum Thema drei Beiträge auf shz.de:

Zum Problem des Hangs und der dortigen Häuser ein Beitrag auf shz.de. Da gibt es auch eine entsprechende Planskizze, die das Problem verdeutlicht. Carlo Jolly am 1. Febrauer 2018 auf shz.de Hotel und Parkhaus am Flensburger Bahnhof : Ohne Brücke zur Schleswiger Straße Quelle: https://www.shz.de/18964206 ©2018

Carlo Jolly am 28. Dezember 2017 auf shz.de Hotel- und Parkhaus-Planung in Flensburg : Es rumort am Hang des Mühlenteichs
Nachbarn an der Schleswiger Straße sind besorgt, dass eine geplante Parkpalette die Statik des sensiblen Geländes verändern könnte – Quelle: https://www.shz.de/18671291 ©2018

Joachim Pohl am 25. Juni 2018 auf shz.de Hotels in Flensburg : Steigenberger an der Bahnhofstraße
Von den drei aktuellen konkreten Hotel-Planungen ist das an der Bahnhofstraße das jüngste. Ebenso wie das am Rathaus geplante wird es das Quartier, in dem es vorgesehen ist, städtebaulich prägen. Die beiden Flensburger Investoren Ralf Hansen und Jan Duschkewitz haben es für das derzeit unbebaute Areal zwischen der Bahnhofstraße und dem Hang hinauf zur Schleswiger Straße vorgesehen.
Quelle: https://www.shz.de/20242492 ©2018

Ab heute kostenfrei schnelles Internet per WLAN in der Flensburger Innenstadt

Stadtwerke Flensburg und Stadtmarketing Flensburg e.V. mit schnellem WLAN für alle in der Flensburger Innenstadt

Pressemitteilung der Stadtwerke Flensburg: Ab dem 25. November 2016 bieten die Stadtwerke Flensburg und das Stadtmarketing e.V. kostenfrei schnelles Internet via WLAN in der Flensburger Fußgängerzone vom Norder- bis zum Südermarkt an.

Das Angebot können alle Besucher und Gäste der Flensburger Innenstadt nutzen. Stefan Thurner, Geschäftsführer Intersport Hans Jürgensen und Vorstandssprecher des Stadtmarketing Flensburg e.V. freut sich über den zusätzlichen Service: „Damit wird die Flensburger Innenstadt mit ihren zahlreichen Geschäften und Restaurants als Einkaufsstadt noch attraktiver für Gäste aus der Region und Skandinavien. Mit dem freien WLAN der Stadtwerke und des Stadtmarketings Flensburg möchten wir vor allem alle Touristen und Tagesgäste ansprechen, die unsere schöne Innenstadt besuchen.“
Die Kosten für die Investition in das Glasfasernetz (Tiefbau, Erschließung,…) als Basis für das WLAN tragen die Stadtwerke Flensburg. Der Betrieb des WLAN wird finanziert durch Mittel aus dem Projekt PACT 2 (Partnerschaft zur Attraktivierung von City-, Dienstleistungs- und Tourismusbereichen). Der Stadtmarketing Flensburg e.V. tritt hierbei als Projektrräger auf, der die Abgaben der Grundstückseigentümer im PACT-Gebiet in konkrete Projekte investiert. Das nun umgesetzte WLAN ist ein Teilprojekt, um die Erlebnisqualität des Shoppens in der Innenstadt zu unterstützen.
Heinz-Gerhard Gülck, Vertriebsleiter der Stadtwerke Flensburg sieht den Ausbau des schnellen Internets per Glasfaser in der City als Teil einer Gesamtstrategie: „Wir freuen uns sehr, dass wir den Flensburger Bürgern und den Besuchern Flensburgs gemeinsam mit dem Stadtmarketing e.V. das kostenfreie WLAN anbieten können. Dieses konnten wir auf Basis unseres eigenen Glasfasernetzes realisieren. Wir wollen in den nächsten Jahren ganz Flensburg mit schnellem Internet per Glasfaser ausstatten und damit zukunftssicher machen. Die Fußgängerzone ist hierbei ein ganz wichtiger Baustein unseres Projektes und ich freue mich, dass wir das WLAN zeitgleich mit dem Beginn des Weihnachtsmarktes aktivieren konnten.“

Der Zugang zum schnellen Surfen geht ganz unkompliziert: Einfach mit dem mobilen Endgerät anmelden, um dann maximal zwei Stunden kostenloses Internet zu genießen. Der Zugang zum WLAN ist damit uneingeschränkt möglich, eine Registrierung nicht erforderlich. Lediglich beim ersten Anmelden muss der Surfer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit Setzen eines Häkchens bestätigen.

Die installierte Digital-Technik erläutert Rainer Schoon, der bei den Stadtwerken das WLAN-Projekt technisch verantwortete: „Wir haben unser Hochleistungs-Glasfasernetz in der Fußgängerzone so flächendeckend erweitert, dass jetzt die komplette Innenstadt mit Glasfaserkabeln für schnelles Internet erschlossen ist. An unseren Glasfaser-Leitungen haben wir insgesamt neun WLAN-Antennen angeschlossen. Diese sind in den Häusern der Fußgängerzone vom Norder- bis zum Südermarkt platziert und senden Daten mit hoher Geschwindigkeit und Stabilität zum Surfen an die Nutzer.“

Mit dem komplettierten Glasfasernetz bieten die Stadtwerke allen Einwohnern und Geschäftsleuten der Innenstadt die Möglichkeit, sich zeitnah mit ihrem Hausanschluss an das Glasfasernetz anzuschließen, um mit hoher Geschwindigkeit im Internet surfen zu können. Privatkunden bietet der Energieversorger verschiedene Produkte an und für den geschäftlichen Bedarf werden individuell angepasste technische Lösungen offeriert.

Ulf Hansen, Geschäftsführer Bücher Rüffer und Vorstandsmitglied des Stadtmarketing Flensburg e.V: ergänzt: „Das WLAN-Projekt in der Innenstadt ist eine Kooperation zwischen den Stadtwerken Flensburg und dem Stadtmarketing Flensburg e.V.. Während die Stadtwerke für die gesamte Technik verantwortlich sind, hat das Stadtmarketing die Umsetzung organisatorisch in der Koordination mit der Innenstadt und auch finanziell unterstützt.“

Eine hervorragende Ergänzung zum kostenfreien WLAN der Stadtwerke ist das ebenfalls kostenfreie WLAN-Angebot der Stadtwerke-Tochter Aktiv Bus an den stark frequentierten Bushaltestellen ZOB, Dr.-Todsen-Str. und Bahnhof. Seit 15. Juli 2016 können dort Bürgerinnen und Bürger kostenlos und mit hoher Geschwindigkeit im Internet surfen. Während am Bahnhof und Dr.-Todsen-Str./Südermarkt jeweils ein Hotspot installiert wurde, sind es am ZOB gleich zwei Anlagen, die eine vollständige digitale Ausleuchtung des Geländes sicherstellen.

Die Inbetriebnahme des WLAN vom Norder- bis zum Südermarkt erfolgte am 25. November 2016.

Die Glasfasertechnik wird in den nächsten Jahren für jeden Flensburger Haushalt verfügbar sein, da die Stadtwerke ihr Glasfasernetz flächendeckend Stadtteil für Stadtteil ausbauen werden. Begonnen hat der Flensburger Energieversorger im Bereich Tarup. Dort war das Interesse groß und es haben bereits mehr als 200 Taruper einen Vertrag für den im Aktionszeitraum kostenlosen Stadtwerke-Glasfaseranschluss abgeschlossen. Diese Aktionsfrist läuft für Tarup noch bis zum 6. Dezember 2016.

Mehr dazu auch in einem Beitrag von Carlo Jolly vom 25.11.2016 auf shz.de Freies W-Lan in der Fußgängerzone: Stadtwerke und City-Kaufleute starten kostenloses Angebot zwischen Südermarkt und Nordermarkt unter http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/freies-w-lan-in-der-fussgaengerzone-id15449761.html

Neues Zuhause Flensburg – ein Jahr danach! – Vortrag und Diskussion am 10.9.2016 Aula auf dem Museumsberg

Neues Zuhause FlensburgSamstag, 10. September 2016, 19 Uhr
Aula des Hans-Christiansen-Hauses, Museumsberg 1, 24937 Flensburg

Flensburg geriet im Herbst 2015 in die Nachrichten. Nicht nur mussten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bahnhofs über Nacht mit Tausenden gestrandeten Durchreisenden umgehen lernen, auch die enorme Unterstützung durch Menschen aus Flensburg und der ganzen Region beiderseits der Grenze bahnte sich einen Weg. Ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte fanden nach und nach einen gemeinsamen Weg, der besonderen Situation mit dem letzten Bahnhof vor der skandinavischen Grenze zu begegnen.

Heute, ein Jahr später, möchte das Bündnis für ein Buntes Flensburg das Jahr Revue passieren lassen und den Blick auf Gegenwart und Zukunft lenken.

Neues Zuhause Flensburg – ein Jahr Willkommenskultur

Vortrag und Diskussion:
– Maximilian Ullrich, Reporter beim Radio Fritz des RBB Berlin, berichtet von seiner Reise mit Flüchtlingen auf der Balkanroute
– Flensburger Zufluchtsuchende und ihre Paten im Gespräch. Moderation: Kathrin Fischer

Der Eintritt ist kostenfrei.

Bereits am Freitag, dem 9. September, wird von Refugees Welcome Flensburg e.V. um 16 Uhr eine Ausstellung im Bahnhofsgebäude eröffnet, die das Wochenende über dort zu sehen sein wird. Auch hierzu laden wir herzlich ein.

Mehr auch unter Facebook unter: https://www.facebook.com/events/641553682681179/

Bau(ern)-Opfer – Das Ende eines traditionsreichen Flensburger Sportvereins

Gentrifizierung in Flensburg:

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Der traditionsreiche und 1921 gegründete VfB Nordmark Flensburg ist insolvent. Unabhängig von eigenen Fehlern des Vereins hat insbesondere das Gezerre um den Sportplatz des VfB und die ungeklärte Zukunft hinsichtlich eines neuen Standortes den Mitgliedern und dem Vorstand zuviel abverlangt Einige Kommunalpolitiker haben wacker für den Verein gekämpft, andere waschen ihre Hände in Unschuld. Und ein hoher Verwaltungsbeamter ist nun am Ziel seiner Wünsche. Endlich gibt es keine Hürden mehr den Sportplatz des VfB zu bebauen. Das freut auch stadtbekannte Bau- und Immobilienspezis. Die Strategie des Aushungerns und der Verunsicherung hatte also vollen Erfolg, ohne dass man nur einen Pfennig dazu zahlen musste….

Dabei hieß es noch im September 2011 in „Der VfB-Bote“: „Im Juni erreichte unseren 1. Vorsitzenden Herbert Sommerfeld ein Anruf von Flensborg Avis. Der Redakteur wollte wissen, was an den Gerüchten, dass „beim VfB im nächsten Jahr die Lichter ausgehen“, dran ist. Herbert hat dieses mit Erstaunen zur Kenntnis genommen und dem Redakteur versichert, dass er ihn sofort informieren würde, sollten diese Behauptungen zutreffen. Daraufhin haben wir das BEV (=Bundeseisenbahnvermögen) in Hamburg angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Mit Schreiben vom 3. August 2011 hat man uns dann mitgeteilt, dass unsere Sportstätte in den Planungen der Stadt Flensburg in das Gesamtkonzept mit eingebunden werden soll. Wie wir bereits berichtet haben, plant die Stadt Flensburg eine Umstrukturierung des gesamten Bahnhofviertels. In dieser Angelegenheit ist Herbert Sommerfeld bereits bei der Stadt vorstellig gewesen. Auszug aus dem Schreiben des BEV: „Wir gehen davon aus, dass der ESV Flensburg (hiermit ist der VfB gemeint) rechtzeitig eingebunden wird, sich in dieser Gesamtkonzeption wieder findet und somit dauerhaft gesichert bleibt. Die Stadt hat uns gebeten, bis zur Klärung der Zukunft im Jahre 2012 keine größeren Investitionen zu tätigen – weder der Verein noch das BEV -, sodass die bei unserem Gespräch aufgezeigten Unterhaltungsrückstände zunächst einmal nicht vom BEV bezuschusst, bzw. beseitigt werden können.“

Von „Einbindung“ kann insofern wohl nur gesprochen werden, als dass man in der Stadtverwaltung selbstredend davon ausging, dass der VfB den Sportplatz freiwillig räumen würde. Ein konkretes Alternativangebot der Stadt gab es übrigens nie (!), nach dem Motto „friss Vogel oder stirb“. Interessant ist, dass der Kollege von der Flensborg Avis die wahren Absichten einiger Verantwortlicher offensichtlich schon längst erkannt hatte und mit seiner Prophezeiung im Nachhinein goldrichtig lag. Eine „Klärung der Zukunft“, wie von der Stadtverwaltung formuliert, erübrigt sich nun.

 

Ebenso hierzu der Beitrag von Holger Ohlsen auf shz.de Abriss: VfB Nordmark ist Vergangenheit
Stadt seit Juli Eigentümerin des Bahngeländes am Mühlendamm / Eisenbahnerverein nach 95 Jahren in der Liquidation
Weiterlesen unter: http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/abriss-vfb-nordmark-ist-vergangenheit-id14805066.html

Da haben die Interessen der Investoren und Immobilienspekulanten Vorrang: Wo Flensburg wächst : 700 Wohnungen für das neue Bahnhofsviertel – Quelle: https://www.shz.de/17327051 ©2018

Mehr zur Geschichte des VfB Nordmark und seinem Ende in einem Beitrag der Flensborg Avis „VfB Nordmark Flensburg ganz kurz vor dem Aus“ vom 25.6.2014 unter: http://www.fla.de/artikel/VfB-Nordmark-Flensburg-ganz-kurz-vor-dem-Aus-17de9.html

und im Flensburger Tageblatt „VfB Nordmark: Das traurige Ende eines Traditionsvereins“ vom 26.6.2014  http://www.shz.de/sport/lokaler-sport/lokaler-sport-flensburger-tageblatt/das-traurige-ende-eines-traditionsvereins-id6960866.html

Gentrifizierung in Flensburg: Auch andere Vereine und Initiativen sind Zielscheibe der Bemühungen der Stadt Flensburg, das Bahnhofsumfeld „baureif“ zu bekommen. Hierzu auch ein Artikel im Flensburger Tageblatt vom 9.3.2013
„Kulturzentrum in Flensburg – Stadt setzt Kühlhaus unter Druck“ unter: http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/stadt-setzt-kuehlhaus-unter-druck-id4938.html

Zum gleichen Thema auch ein spannender Leserbrief aus dem letzten Jahr „Flensburger Bahnhofsumfeld: Stadtplanung nicht auf Kosten von Kühlhaus und VfB Nordmark! Offener Brief von Sönke Büsen“ unter https://akopol.wordpress.com/2013/05/13/flensburger-bahnhofsumfeld-stadtplanung-nicht-auf-kosten-von-kuhlhaus-und-vfb-nordmark/

Ebenfalls zum Thema:
Zielgruppenorientierte Wohnungsmarktanalyse Flensburg: Immer weniger Wohnungen für Menschen mit kleinen Einkommen
Zukünftig dramatische Verschärfung der Situation auf dem Flensburger Wohnungsmarkt – Studie fordert mehr Engagement im sozialen Wohnungsbau
https://akopol.wordpress.com/2013/04/06/zielgruppenorientierte-wohnungsmarktanalyse-flensburg-immer-weniger-wohnungen-fur-menschen-mit-kleinen-einkommen/

Flensburger Bahnhofsumfeld: Stadtplanung nicht auf Kosten von Kühlhaus und VfB Nordmark!

Offener Brief von Sönke Büsen:

Offener Brief – VFB Nordmark Flensburg

Eine Stadt ist kein Heimatmuseum, sondern in Ort der sich laufend den Bedürfnissen seiner Bürger anpassen sollte. Deshalb sind die Pläne einer Südstadt im Bereich Deutsches Haus — Brücke Peelwatt im Prinzip begrüßenswert. Die Frage die sich hier jedoch stellt ist, wessen Bedürfnisse / Interessen hier gefördert werden? Hinzu kommt, dass die Kombination (Güter)Bahnhof, Sportanlage und Kleingärten eine Art Kulturlandschaft darstellt, die durch eine bestimmte stätische Entwicklung, nicht nur in Flensburg, entstanden ist und somit auch ein Teil der Geschichte der Stadt Flensburg darstellt. Eine Kulturlandschaft welche in anderen Stäten schon zum Teil verschwunden ist. Soll diese Kulturlandschaft auch in Flensburg verschwinden?
Hier stellt sich wieder die Frage nach den Bedürfnissen und Interessen. Der VFB Nordmark Flensburg ist nicht nur ein Traditionsverein, der eine wichtige soziale Funktion im Stadtteil ausführt. Die Stadt schuldet dem Verein auch einen Dank, da der Verein auch die Stadt repräsentiert. Der VFB Nordmark spielte seinerzeit zusammen mit „08“ in die 4 klassige Landesliga und steht selbst heute in der Tabelle besser als der Gross-Verein TSB.
Welchen Stellenwert der Verein bei einigen Planern der Stadt hat, zeigte sich deutlich, als im Vorfeld anstelle von einer bedingungslosen Unterstützung, der Verein zur Fusion mit einem anderen Verein aufgerufen wurdel? Und jetzt, nach den gescheiterten Verhandlungen mit der Uni / Campus. Soll der Verein „ausgehungert“ werden? Der Verein wird unter den jetzigen Umständen Schwierigkeiten haben neue Mitglieder zu werben! Hoffen einige Vertreter der Stadt dass sich „das Problem“ von alleine löst?
Wenn in 10-15 Jahren für 700 Bürger in der Südstadt neuer Wohnraum geschaffen wurde, werden die Stadtväter und Mütter vielleicht einsehen, dass auch ein Sportplatz von Nöten ist! Soll dann ein neuer Verein gegründet werden? Vielleicht „Phönix Flensburg“?
Ich glaube nicht nur ich, sondern auch Bürger (und Wähler) der Stadt und andere Sportvereine, würden gerne wissen, wie die einzelnen Parteien zu der Frage des VFB Nordmark, dem Kühlhaus und dem Hundeverein Flensburg-Handewitt eigentlich stehen. Und welche Solidarität gibt es von anderen Vereinen? Heute VFB Nordmark, morgen IF Sternen und übermorgen Polizei SV? Deren Plätze sind ja auch attraktiv! Und was mit dem DGF — gleich an der Umgehungsstraße?

Sönke Büsen
Sonderburg , gebürtiger Flensburger. Kein Mitglied des VFB Nordmark / Kühlhaus
Hundeverein Flensburg Handewitt.

Siehe zum gleichen Thema auch den AKOPOL-Beitrag Bau(ern)-Opfer – Das Ende eines traditionsreichen Flensburger Sportvereins unter https://akopol.wordpress.com/2014/06/28/bauern-opfer-das-ende-eines-traditionsreichen-flensburger-sportvereins/

Erweiterung des ehemaligen Güterbahnhofes in Flensburg: BürgerInnen können bis zum 27.3.2013 Anregungen und Einwände einbringen

Öffentlichkeitsbeteiligung vor Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens

(Aus einer Pressemeldung der Stadt Flensburg) Am 2. April steht die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens für die Erweiterung des ehemaligen Güterbahnhofes um zwei Gebäude zur Entscheidung im Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung an. Vor der Entscheidung wird der Öffentlichkeit Gelegenheit gegeben, bis zum 27. März Anregungen und Einwände zu diesem Vorhaben einzubringen. Nähere Informationen gibt es im Internet unter http://www.flensburg.de/bauen-wohnen/aktuelle-bauanfragen/gueterbahnhof/index.php oder direkt bei der Stadt- und Landschaftsplanung im Technischen Rathaus, Am Pferdewasser 14.

Erweiterung GüterbahnhofFür den Bereich hinter dem ehemaligen Güterbahnhof wird eine Erweiterung um zwei weitere Gebäude für Gewerbe und Dienstleistungen beantragt. Die Gestaltung orientiert sich in der Materialwahl an dem vor wenigen Jahren sanierten Güterbahnhofsgebäude.

AKOPOL: Hände weg vom Kühlhaus und vom Sportplatz des VfB Nordmark!

Das Bahnhofsviertel darf nicht zur Spielwiese von Immobilienspekulanten werden!

Die AKOPOL-Fraktion steht diesem Bau-Projekt, wie auch den Bemühungen der Flensburger Stadtverwaltung das Kunst- und Kulturzentrum Kühlhaus zu „verlagern“ außerordentlich kritisch gegenüber. Insbesondere hätten wir uns gewünscht, dass im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eine öffentliche Informationsveranstaltung/ Bürgerversammlung stattfindet, auf der die BürgerInnen ihre Bedenken und Anregungen vortragen können. Die wird es nicht geben und deshalb bitten wir alle BürgerInnen, und vor allem auch die AktivistInnen des Kühlhauses sich umfänglich hierüber zu informieren und ggfs. Bedenken und Anregungen vorzubringen. Mehr zu dem umstrittenen Projekt auch in einem Bericht von Uwe Sprenger in der Flensborg Avis vom 8.3.2013 Ausbau-Plan scheidet die Geister unter: Erweiterung Güterbahnhof Flensborg Avis 8.3.2013

sowie zum Konflikt um´s Kühlhaus ein Bericht auf shz.de von Holger Ohlsen vom 8.3.2013 Kulturzentrum in Flensburg – Stadt setzt Kühlhaus unter Druck unter: http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/artikel/stadt-setzt-kuehlhaus-unter-druck.html

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