Archiv der Kategorie: Stadtplanung

Artikel zum Thema Stadtplanung, Stadterneuerung, Infrastruktur, Verkehr und Wohnen

Stadt Flensburg lädt zum öffentlichen Kita-Dialog am 29.11.2017 in die Bürgerhalle des Rathauses ein

Erste Bilanz und Perspektiven ein Jahr nach Einführung der Kita-Qualitätsoffensive

Flensburg. Am 19. November 2015 hatte die Ratsversammlung eine Qualitätsoffensive im Kitabereich beschlossen, um die Qualität der Kinderbetreuung in Flensburger Kindertagesstätten zu verbessern und damit gleichzeitig den Standort Flensburg für mögliche Wirtschaftsansiedlungen aufzuwerten. Mit der Umsetzung der Qualitätsoffensive durch u.a. die Anhebung des Betreuungsschlüssels insbesondere auch im heilpädagogischen Bereich war Anfang des Jahres 2017 begonnen worden.

Zum Ausklang des Jahres möchte die Stadt Flensburg nun gemeinsam mit Eltern, Fachkräften aus den Bereichen Verwaltung, Kita und Wissenschaft sowie Wirtschaftsvertretern eine erste Jahres-Bilanz ziehen und lädt daher alle interessierten Flensburgerinnen und Flensburger zu einem Kita-Dialog am 29. November um 19.30 Uhr in die Bürgerhalle des Rathauses ein.

Der Kita-Dialog informiert über die bereits gemachten Fortschritte und Perspektiven und bietet den Besuchern Gelegenheit, Fragen und Wünsche an die Experten auf dem Podium zu richten. Hier vertreten sein werden Oberbürgermeisterin Simone Lange, Fachbereichsleiter Bildung, Sport und Kultureinrichtungen Dr. Wolfang Sappert, Heiko Frost, Geschäftsführer von Adelby, Marlene Langholz-Kaiser, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Europa-Universität und Mitarbeiterin des mit Bundesmitteln finanzierten Projekts „Lebenszeit 4.0“ sowie Claudia Richter, Vorsitzende der Kreiselternvertretung. Durch den Abend führt Moderator Carsten Kock.

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Wohlergehen ohne Wachstum in Flensburg?

Stadt Flensburg und Europa-Universität Flensburg erhalten 530 000 Euro für einzigartiges Verbundprojekt

Flensburg. Die Stadt Flensburg und die Europa-Universität Flensburg (EUF) werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 530.000 Euro für drei Jahre gefördert. Sie erhalten das Geld für ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Unter der Überschrift „Entwicklungschancen und -hemmnisse einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung“ (EHSS) wollen Bürgermeister Henning Brüggemann sowie Michaela Christ und Bernd Sommer vom „Nobert Elias Center for Transformation Design & Research“ (NEC) der EUF erforschen, wie Flensburg sich zu einer klimawandelfesten, sozial gerechten und umweltfreundlichen Stadt entwickeln kann.
Die Besonderheit des gemeinsamen Projekts: Stadt und NEC fragen danach, wie diese Ziele durch eine „Politik der Suffizienz“ erreicht werden können, also dadurch, dass die Einwohnerinnen und Einwohner weniger Ressourcen verbrauchen, indem sie ihre sozialen Praktiken (Wohnen, sich ernähren, sich fortbewegen, einkaufen etc.) verändern. Das bedeutet: Im Mittelpunkt steht die politisch heikle Frage, wie Kommunalpolitik das Wohlergehen ihrer Einwohnerinnen und Einwohner ermöglichen kann, ohne dafür immer weiter wachsen zu müssen.
Dieser Projektfokus ist unter den 26 durch das BMBF geförderten Verbundprojekten einzigartig. Harald Welzer, Professor für Transformationsdesign an der EUF und Direktor des NEC, sieht das als besondere Stärke des Projekts: „Zukunft besteht im Moment hauptsächlich aus Schlagwörtern mit „smart“ davor: „Smart City“, „Smart Meter“ oder „Smart Grid“. Aber für technikgetriebene Einsparungen durch mehr Effizienz muss man immer erst mal Aufwand treiben, also zum Beispiel neue Geräte installieren. Das jetzt für Flensburg bewilligte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben geht einen anderen Weg. Es untersucht Maßnahmen, die darauf zielen, zugleich den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen, und zwar nicht durch mehr Technik, sondern durch mehr Intelligenz.“
Die transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Stadt und Uni soll innerhalb von drei Jahren in drei Arbeitspakten die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung theoretisch klären, eine deutschlandweite Bestandsaufnahme vergleichbarer Stadtentwicklungsprojekte liefern sowie ein konkretes Stadtentwicklungsprojekt, das der Suffizienzstrategie folgt, für Flensburg konzipieren und initiieren.
Michaela Christ vom NEC freut sich über diese enge Zusammenarbeit mit der Stadt: „In diesem Projekt werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Angestellte der städtischen Verwaltung gleichberechtigt im Team zu nachhaltiger Stadtentwicklung arbeiten. Nicht zuletzt diese enge Verzahnung aus Forschung und Praxis macht den besonderen Reiz unseres Vorhabens aus.“ Ihr Kollege Bernd Sommer ergänzt: „Das Norbert Elias Center steht seit längerer Zeit mit der Stadt Flensburg im Austausch. Ich freue mich, dass mit dem bewilligten Vorhaben unsere Zusammenarbeit für die nächsten drei Jahre einen konkreten Rahmen gefunden hat.“
Die Ergebnisse des Projekts sollen als wertvolles Transformationswissen öffentlich gemacht werden. Denn auch Bürgermeister Henning Brüggemann ist sich bewusst, dass der Suffizienz-Ansatz im Rahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung eine Besonderheit ist: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Universität, weil wir wissenschaftliche Erkenntnis – die ja nicht neu ist – ganz konkret und wohl dosiert in unserer kommunalen Praxis anwenden können. Bei diesem Thema ist das bundesweit schon einmalig. Einen Blick werden wir auf den bundes- und landesrechtlichen Rahmen für unser kommunales Handeln werfen. Hier werden zentrale Weichen für unsere Stadtentwicklung gestellt.“
Das Projekt „Entwicklungschancen und -hemmnisse einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung“ (EHSS) im Rahmen der Fördermaßnahme „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt: Forschung für klimaresiliente, sozial-ökologisch gerechte und lebenswerte Städte“ des BMBF ist im Oktober 2017 gestartet. Das Projekt läuft bis zum 31.7.2020.
Mit der Fördermaßnahme will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen Beitrag zur klimawandelfesten, sozial gerechten und umweltfreundlichen Stadt von morgen leisten. Die Fördermaßnahme setzt dabei bewusst auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Kommunen sowie weiteren Praktikerinnen und Praktikern der Stadtentwicklung: gemeinsam sollen innovative und praktikable Lösungen erarbeitet und so die Nachhaltigkeit vorangebracht werden. Die Fördermaßnahme spricht zentrale Themen der Zukunftsstadt wie Klimawandel, umweltverträgliche Mobilität sowie Migration und Integration an.
Zur Förderung ausgewählt wurden insgesamt 26 Verbundprojekte. Das BMBF stellt in den nächsten Jahren für diese Projekte rund 50 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung.

Treffen der IG Ostufer am 16.11.2017 in der Alten Apotheke Flensburg

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der IG Ostufer,

wir wollen uns am

Donnerstag, den 16. November um 19:00 Uhr in der Alten Apotheke in der Friesischen Straße 31 in Flensburg treffen, um zu erörtern,

1. welche formalen planungsrechtlichen Voraussetzungen überhaupt erfüllt sein müssen, bevor ein ehemaliges Industriegelände wie das Ostufer des Flensburger Hafens für eine Wohnbebauung freigegeben werden kann.

2. welche Flächen auf keinen Fall mit einer Wohnbebauung belegt werden dürfen. Entweder weil dadurch der gewerbliche Hafen gefährdet wird oder aber weil die Workshops ergeben haben, dass dort nicht gebaut werden soll.

3. wie die Stadtverwaltung auf unseren Antrag auf Anerkennung als Stadtteilforum reagiert hat.

4. Verschiedenes.

Für den Vorstand und
mit freundlichen Grüßen

Gerd Strufe

TBZ sorgt mit 700.000 Blumenzwiebeln für ein buntes Flensburg

Die Flensburger Bürgerinnen und Bürger können sich im nächsten Frühjahr auf eine bunte und blühende Stadt freuen. Das TBZ hat in den vergangenen Tagen insgesamt über 700.000 Blumenzwiebeln an acht Standorten in der Stadt einpflanzen lassen

Maschinelle Pflanzung von Blumenzwiebeln am Ochsenweg

Nach den positiven Erfahrungen der Pflanzung im vergangenen Jahr, hat das TBZ die Anzahl der eingesetzten Blumenzwiebeln um das zwanzigfache gesteigert. Insgesamt wurden am Alten Ochsenweg, Zur Exe, Museumsberg, Stadtpark, Carlislepark, Ballastbrücke, Mürwiker Straße und Waldstraße circa 3.500 Quadratmeter Fläche bepflanzt. Aufgrund der gestiegenen Anzahl erfolgte die Pflanzung mit maschineller Unterstützung.

Um eine längere Blühzeit zu erreichen und somit für ein dauerhaft buntes und attraktives Stadtbild zu sorgen, wurde in diesem Jahr eine Kombination verschiedener Blumenarten gepflanzt. Neben Krokussen und Narzissen wurden auch Tulpen und weitere Blumensorten eingesetzt, so dass insgesamt eine Blühperiode von über drei Monaten zu erwarten ist.

Das TBZ hat darüber hinaus bei der Auswahl der Blumen darauf geachtet, vornehmlich die Wildform und nur wenige Hybride zu verwenden. Dadurch sind die Blumen insektenfreundlicher.

EES e.V. lädt ein zum Round-Table-Gespräch mit Oberbürgermeisterin Simone Lange am 08.11.2017 im Flenburger Borgerforeningen

Mittwoch, den 8.11.2017 um 19:00 Uhr
Borgerforeningen, Holm 17, 24937 Flensburg

Liebe Mitglieder und Freunde des EES,

am 8.11. laden wir Euch alle ein, zu einem Round-Table Gespräch mit Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange, dem H2- Busexperten Uffe Borup, NEL, aus Dänemark und Experten aus der Region.

Wir haben die einmalige Chance für die Region Flensburg. Eine H2-Tankstelle soll im Herbst 2018 kommen.
Nun gilt es H2-Autos und H2-Busse für die Region privat und kommunal anzuschaffen. Statt Strom für 380 Millionen Euro wegzuwerfen, wollen wir ihn hier veredeln.
Wir wollen daraus Wasserstoff machen und damit unsere neuen H2-Fahrzeuge antreiben. Dafür brauchen wir eine H2-Technologie, die in der Region aufgebaut werden soll.
Das schaft viele Arbeitsplätze.
Damit kann die Region Flensburg zur Modellregion für erneuerbare Energien werden.

Liebe Grüße
Peter Helms

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung und den Aktivitäten des EES e.V. finden sich unter: http://ees-ev.de

 

Dokumentation zum Stand der Hafenostuferdiskussion liegt vor

Flensburg. Die Vorbereitenden Untersuchungen zum Hafenostufer werden öffentlich vorgestellt und diskutiert. Zur Öffentlichkeitsveranstaltung am  05.10.2017 im Robbe & Berking Yachting Heritage Center konnte der städtische Sanierungsträger FGS mehr als 150 interessierte Flensburgerinnen und Flensburger begrüßen. Unter Beteiligung der Oberbürgermeisterin Simone Lange wurde über laufende Projekte bzw. Projektansätze im Gebiet der VU Hafen-Ost von Projektentwicklern bzw. Investoren berichtet. Nach einer Einleitung zur Entwicklung des Gebietes durch den städtischen Sanierungsträger wurden insgesamt sieben Projekte präsentiert.
Jetzt liegt die Dokumentation über diese Öffentlichkeitsveranstaltung schriftlich vor und kann ab sofort auf der Homepage des städtischen Sanierungsträgers unter
www.ihrsan.de/hafen-ost.html
eingesehen werden.

Stadtwerke Flensburg installieren vier Photovoltaik-Anlagen auf Schuldächern

Sonnenenergie für nordfriesische Schüler

Flensburg: Gemeinsam haben der Schulverband Eiderstedt und die Stadtwerke Flensburg Photovoltaikanlagen auf den Dächern von vier Schulen installiert. Die Kooperation erfolgt über ein Pachtmodell. So erzeugen die Schulen umweltfreundlichen Strom aus regenerativer Energie, den sie auch selbst nutzen möchten.

Alle vier Photovoltaikanlagen der Schulen in den nordfriesischen Orten St.-Peter-Ording und Garding werden zusammen rund 100.000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr erzeugen. Der Gesamtverbrauch der Schulen liegt bei rund 133.000 kWh pro Jahr. Rein rechnerisch produzieren die Schulen so drei Viertel ihres Stromverbrauchs selbst vor Ort. Umweltfreundlich und ressourcenschonend.

Dazu Rainer Balsmeier, Schulverband Eiderstedt, „Mich freut es sehr, dass wir mit den von den Stadtwerken errichteten PV-Anlagen unseren Schülern das Energiesparen noch viel bewusster machen und auch praktisch zeigen können, wie das funktioniert. Damit leisten auch wir unseren Beitrag zur Schonung unserer Umwelt.“

Oliver Rein, Abteilungsleiter Dienstleistungen bei den Stadtwerken ergänzt: „Mit den PV-Anlagen sparen die Schulen jährlich rund 65.000 kg CO2 ein. Gleichzeitig entlasten sie durch die Produktion direkt vor Ort auch das stark belastete Stromnetz.“

Das Pachtmodell für Photovoltaikanlagen ist das passende Angebot für Geschäftskunden sowie öffentliche Einrichtungen. Es funktioniert über eine wechselseitige Pacht: Der Kunde überlässt den Stadtwerken das Dach seines Gebäudes zur Installation einer PV-Anlage. Diese pachtet er dann über einen festen Zeitraum und zahlt eine monatliche Pacht. Die produzierte Energie nutzt er für seinen eigenen Verbrauch und senkt somit seine Strombezugskosten. Überschüssigen Strom speist er in das Netz ein und erhält dafür eine festgelegte Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Stadtwerke übernehmen die Planung, den Bau und die Finanzierung der Anlage in Kooperation mit regionalen Partnern. Eine PV-Anlage rechnet sich insbesondere durch den Eigenverbrauch. Darum wird jede Anlage auf Basis der Verbrauchsstruktur des Kunden individuell geplant und auf eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote hin optimiert.

Bereits ab dem ersten Jahr senkt der Pächter fortan seine Energie-Kosten. Innerhalb der Vertragslaufzeit von 20 Jahren sind hohe Einsparungen bei den Strombezugskosten möglich. Der Clou: Nach Laufzeit-Ende kann die Anlage auf dem Dach des Pächters verbleiben und erzeugt weiter Strom. Da er dann keine Pacht mehr zahlt, produziert die Anlage quasi kostenlosen Strom und die Ersparnis steigt exponentiell an.

Ansprechpartner bei den Stadtwerken Flensburg ist Oliver Rein, Telefon 0461 – 487 1525.

Bürgerversammlung zur Entwicklung an der Schleswiger Straße 45 am 02.11.2017 im Technischen Rathaus

Auf ehemaligem Tankstellengrundstück sollen Wohnungen gebaut werden

Flensburg. Die Stadt Flensburg lädt zur öffentlichen Bürgerinformation am Donnerstag, 2. November um 18 Uhr im Technischen Rathaus, Schützenkuhle 26, Paul-Ziegler-Zimmer ein. Der Eingang (barrierefrei) erfolgt vom Hof aus, in dem einige Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Pläne können bereits ab 17.30 Uhr eingesehen werden.

Auf dem Grundstück Schleswiger Straße 45 befand sich bis 2015 eine mittlerweile abgebrochene Tankstelle. Der Eigentümer beabsichtigt den Bau von zwei vier- bzw. siebengeschossigen Gebäuden mit rund 27 Wohneinheiten und Flächen für nichtstörendes Gewerbe. Die Stellplätze sollen in einer Tiefgarage untergebracht werden. Für dieses Vorhaben ist Planrecht über einen Bebauungsplan erforderlich.
In diesem Zusammenhang soll auch ein Fluchtlinienplan aus dem Jahr 1957 aufgehoben werden. Dieser gibt für den Abschnitt der Schleswiger Straße zwischen der Kreuzung Eckernförder Landstraße / Zur Bleiche und der Brücke über die Bahnanlagen vor, dass Gebäude einen Abstand von 10 m zur Straße haben. Diese Regelung entspricht nicht der heute vorhandenen Bebauung und ist städtebaulich nicht erforderlich. Sie soll daher aufgehoben werden.

Vorgestellt und diskutiert werden sollen die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung und sich wesentlich unterscheidende Lösungen. Allen Anwesenden wird Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben.

Die Leitung der Bürgerversammlung erfolgt durch den Ratsherrn Axel Kohrt vom Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung.

Treffen der IG Ostufer am 19.10.2017 in der Alten Apotheke Flensburg

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der IG Ostufer,

Wir wollen uns am

Donnerstag, d. 19. Oktober um 19:00 Uhr in der Alten Apotheke in der Friesischen Str. 31

treffen, um folgende Themen zu besprechen:

1. Verlauf und Inhalt der Info-Veranstaltung des Sanierungsträgers am 5. Oktober in der Halle von Robbe und Berking.

2. Umgang der Rathausverwaltung mit unseren Anliegen, die wir am 11. September schriftlich und mit Fotos dokumentiert an Simone Lange übergeben haben, nämlich

a) Aufnahme der IG Ostufer in den Kreis der Stadtteilforen mit allen Rechten und Pflichten,
b) Verlagerung des Quartiers des Historischen Hafens von der Stiftstraße in die Gebäude um den Hübsch Silo, Harniskai 5.

Wie sollen wir weiter vorgehen?

3. Verschiedenes

Für den Vorstand und
mit freundlichen Grüßen

Gerd Strufe

Altersarmut in Schleswig-Holstein und Flensburg wächst dramatisch

Niedrige Renten und steigende Mieten – Immer mehr ältere Menschen brauchen Grundsicherung

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

In einem aufschlussreichen Leitartikel berichtete das Flensburger Tageblatt heute über den rasanten Anstieg der Altersarmut in Schleswig-Holstein. Dabei bezog sich Redakteur Frank Jung auf Zahlen, die das Kieler Sozialministerium im Rahmen einer Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Werner Kalinka präsentierte. Fast 40.000 Schleswig-Holsteiner beziehen demnach Grundsicherung im Alter nach dem SGB XII. Monatlich 404 Euro plus Kosten für Unterkunft und Heizung.  Seit 2003 hat sich zudem die Zahl der SGB XII-Leistunsgbezieher mehr als verdoppelt. In Deutschland nimmt Schleswig-Holstein damit einen der wenig beneidenswerten Spitzenplätze ein.

Deutlich mehr Empfänger/innen von Grundsicherung gibt es auch in Flensburg. Ende 2015 bezogen 5,8% der Menschen in der Altersgruppe 65 und älter Grundsicherung nach SGB XII. Binnen eines Jahres nahm ihre Anzahl um 5,4% auf 2.173 zu. Gegenüber 2011 beträgt der Anstieg sogar 29,6%. Ältere Menschen sind am häufigsten in der Nordstadt und Mürwik auf Grundsicherung angewiesen. Gleichzeitig gibt es eine hohe Dunkelziffer von älteren Menschen, die ihren berechtigten Anspruch auf Grundsicherung aus verschiedenen Gründen nicht geltend machen. ( Mehr zu den Flensburger Zahlen auch in dem AKOPOL-Beitrag: Sozialatlas 2016 für Flensburg liegt vor – Altersarmut nimmt weiter zu )

Zu geringe Renten, aber auch steigende Mieten seien, so der Bürgerbeauftragte des Landes, Samiah El Samadoni dafür verantwortlich, dass immer mehr ältere Menschen Grundsicherung beantragen müssen. Er fordert gleichzeitig das Land und die Kommunen auf mehr für die Bereitstellung preiswerter Wohnungen zu tun. Christian Schultz, Referent für Sozialpolitik in der Landesgeschäftsstelle des Sozialverbandes Deutschland spricht sogar davon, dass die Altersarmut zum Massenphänomen in Schleswig-Holstein werde.

Dass die Kommunalpolitiker in der Flensburger Ratsversammlung das Problem der Altersarmut in der Stadt trotz deutlicher Warnungen jahrelang mehr oder weniger ausgeblendet haben, ist mehr als bedenklich. Wichtige Weichenstellungen vor allem im Bereich des sozialen Wohnungsbaus hat es nur zögerlich oder nicht in ausreichendem Maße gegeben. Der Bau von preiswerten Sozialwohnungen in Flensburg hinkt dem Bedarf seit Jahren weit hinterher. Die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, die das federführend in die Hand nehmen könnte, wird von der Lobby der privaten Bau- und Immobilienwirtschaft in der Ratsversammlung und Stadtverwaltung nachhaltig behindert. Lieber baut man hochpreisige Miet- und Eigentumswohnungen für die zahlungskräftige Mittel- und Oberschicht und vergeudet dafür sogar ehemals im städtischen Besitz befindliche Flächen.

Aber vielleicht kann die Flensburger Bevölkerung bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr ja ein Zeichen setzen, können diejenigen, die ganz besonders auf bezahlbare Wohnungen angewiesen sind, das auch zum Wahlkampfthema machen und die Kommunalpolitiker unter Druck setzen und die entsprechenden Forderungen stellen.

Untenstehend dokumentieren wir den heutigen Beitrag von Frank Jung im Flensburger Tageblatt (die Onlineversion auf shz.de gibt es hier: https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/politik/hartz-iv-fuer-alte-zahl-der-bezieher-in-sh-explodiert-id18025126.html )

Flensburger Tageblatt vom 9.10.2017, S. 1

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