Archiv der Kategorie: Stadtplanung

Artikel zum Thema Stadtplanung, Stadterneuerung, Infrastruktur, Verkehr und Wohnen

Deutscher Fahrradpreis für die „Freien Lastenräder“ und die Flensburger „Fjordbeweger“

Das Flensburger Lastenrad-Projekt „Fjordbeweger“ hat im Rahmen des Deutschen Fahrradpreises auf dem Nationalen Radverkehrskongress gemeinsam mit 84 weiteren Lastenradinitiativen den 1. Platz in der Kategorie „Service“ belegt.

Gemeinsam für die Verkehrswende – das ist das Motto der „Freien Lastenräder“. Seit 2018 stehen durch die Zusammenarbeit des Klimaschutzmanagements der Stadt Flensburg, den Stadtteilforen, dem Projekt Klima Prima auf der Rude und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club mit viel ehrenamtlichen Engagement auch in Flensburg fünf freie Lastenräder zur Verfügung.
Die Idee der Freien Lastenräder startete 2013 mit dem von wielebenwir e.V. initiierten KASIMIR in Köln, dem ersten kostenfreien Lastenrad-Verleih-System. Mittlerweile hat sich das Konzept über die gesamte Bundesrepublik, teils auch schon nach Österreich und Ungarn ausgebreitet; der Zusammenschluss als „Forum Freie Lastenräder” hat das möglich gemacht.
Nun wurde das Projekt am 13.05.2019 auf dem Nationalen Radverkehrskongress in Dresden mit dem Deutschen Fahrradpreis mit dem 1. Platz in der Kategorie „Service“ ausgezeichnet.

In der Begründung der Jury hieß es: „Mit 85 Initiativen, mehr als 180 Rädern und mehr als 10.000 Nutzenden ist es das größte und in der Öffentlichkeit gut sichtbare Fahrrad- Verleihsystem, das kostenfrei den Bürger*innen zur Verfügung steht. Die Reproduzierbarkeit ist einzigartig und zeichnet sich durch eine nachhaltige Sharing- Infrastruktur aus.“
Nach dem „Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis Zeitzeichen“ (2017) und dem „Deutschen Mobilitätspreis (2018)“ ist dies bereits die dritte Auszeichnung für das Forum Freie Lastenräder.

Freie Lastenräder: Nachbarschaftlich und kostenfrei

Freie Lastenräder ermöglichen die kostenfreie Ausleihe von Lastenrädern für alle und stehen für die Idee der Gemeingüter: gemeinsame Nutzung statt individueller Konsum. Sie plädieren für ein Umdenken in der urbanen Mobilität — Ressourcenschonung und Verkehrsberuhigung.

Einladung zum Mitmachen: Quelloffene Software, geteiltes Wissen, starkes Netzwerk

Der Zusammenschluss „Forum Freie Lastenräder“ der Initiativen bietet alles, was zum Aufbau eines Projektes nötig ist: Nicht nur die Buchungssoftware „CommonsBooking“ ist OpenSource verfügbar, auch das Wissen wird im Handbuch für freie Lastenräder gemeinsam online gesammelt und so mit allen Interessierten geteilt. Bei der jährlichen Konferenz werden die Erfahrungen geteilt und gemeinsam Entscheidungen für weitere Projekte des Netzwerkes getroffen. 2020 findet die Konferenz in Hildesheim statt.
Von dem gesammelten Wissen des Forums der freien Lastenräder haben auch die Fjordbeweger profitiert und bringen sich bei den jährlichen Treffen ebenfalls mit ein.
„Es ist sehr toll zu erleben, was möglich ist, wenn Menschen ihr Wissen miteinander teilen, einander unterstützen und so an den verschiedensten Orten ein Stück Utopie für eine bessere Welt Realität werden lassen. Ich freue mich sehr darüber, dass das Bundesverkehrsministerium dieses großteils ehrenamtliche Engagement für die Verkehrswende nun mit dem Deutschen Fahrradpreis honoriert hat.”, so Stefano Kowalke von Arroba IT, der für die Fjordbeweger die Homepage und Buchungsplattform
ehrenamtlich betreut.

Alles zum „Freien Lastenrad“ mit einer Liste der Initiativen, Handbuch, Diskussionsforum:
www.dein-lastenrad.de
Alles zu den freien Lastenrädern in Flensburg, die Fjordbeweger:
www.lastenrad-flensburg.de

Den untenstehenden Flyer zum Download: 19-05-06_flyer_forum freie Lastenräder (1)

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Stadt Flensburg auf dem Weg zur „Smart City“

Foto Copyright: Stadt Flensburg

Flensburg. Mit großer Resonanz fand in der letzten Woche eine Auftaktveranstaltung zur Vernetzung der Stadt Flensburg und der digitalen Start-up-Szene im Technologiezentrum statt.

Die Digitalisierung wird nachhaltig unsere Welt verändert. Arbeitsformen und Arbeitsabläufe werden systemübergreifend auf Basis großer Datenmengen zu neuen, intelligenten Arbeitsprozessen führen. Hiervon wird auch die Stadtverwaltung in der Zukunft profitieren können, um sich von globalen Veränderungsprozessen nicht abkoppeln zu lassen.
Daher kam die Veranstaltungsidee aus dem Technologiezentrum gerade zur rechten Zeit.
Barbara Asmussen, Prokuristin der WiREG, führt aus: „Über sechzig Prozent der Unternehmen aus dem Technologiezentrum kommen aus der angewandten Informatik/Medieninformatik. Hier im Technologiezentrum ist ein breit aufgestelltes know how vorhanden und die Unternehmen haben viele Ideen und Anregungen, wie man innerhalb der Stadtverwaltung durch Automatisierung weiterhin Arbeitsprozesse vereinfachen kann.“ Dr. Marcus Ott, Leiter der städtischen Abteilung für Informations- und Kommunikationstechnik und gleichzeitig E-Government-Beauftragter der Stadt hat die Idee der Vernetzung sofort aufgenommen und sieht darin wichtige Impulse für beide Seiten: „Die Aufgaben des E-Governments und der Digitalisierung sind vielfältig und gerade im kommunalen Bereich komplex. Mit innovativen Partnern und ‚Querdenkern‘ aus der Start-up-Szene Flensburgs können wir die notwendigen Modernisierungen und Veränderungen aktiv diskutieren und dann mit informationstechnischer Kompetenz vor Ort auch umsetzen.“

Maria-Theresia Schlütter, Mitglied des Verwaltungsvorstandes der Stadt Flensburg, ergänzt: „Wir arbeiten daran ein Netzwerk aufbauen, in dem zwischen Wirtschaftsunternehmen, kommunalen Einrichtungen, Hochschule und den Inkubatoren aus der Gründerszene ein Austausch stattfindet, der den einzelnen Institutionen – und langfristig auch der gesamten Stadt zugutekommt.“

Daher war die Resonanz nicht nur bei den Teilnehmern aus dem Technologiezentrum, sondern auch seitens der Entscheidungsträger aus der Stadtverwaltung beachtlich. Über dreißig Teilnehmer und nahezu alle Fachbereichsleitungen waren vertreten und hörten den „Pitches“ der Unternehmen aus dem Technologiezentrum im Fünf-Minuten-Takt gespannt zu. Auch nach der Veranstaltung wurde noch kräftig „genetzwerkt“.

Krabat Rombach, Geschäftsführer der Fleno GmbH, zeigte sich beeindruckt von der Veranstaltung. „Die Smart City Veranstaltung gab uns und anderen „local heroes“ eine Möglichkeit, sich der Stadtverwaltung zu präsentieren und unser Potential für die digitale Transformation aufzuzeigen“.

Die Veranstaltung war als erster Kontakt zwischen Verwaltung und Start-up-Unternehmen angedacht, der zukünftig weitergeführt und ausgebaut werden soll.

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Flensburg und der Wireg

Umstrittene K8 für den Verkehr freigegeben

Umgehung Tarup fertiggestellt – Freie Fahrt ab 21. Mai

Pressemitteilung der Stadt Flensburg: Nach vielen Monaten Planungs- und Bauzeit ist der 4. Bauabschnitt der K8 pünktlich ab dem 21. Mai 2019 für den Verkehr nutzbar. Damit ist nun der lange geplante Lückenschluss in der Umfahrung der Ortsmitte Tarups endlich fertiggestellt. Im Zuge der Anbindung der K8 an die Taruper Hauptstraße kann nun auch die in den letzten Wochen erfolgte Sperrung der Taruper Hauptstraße (Bahnbrücke Tarup bis Neukrug) aufgehoben werden.
Lediglich im Bereich des kombinierten Geh- und Radweges und der Lärmschutzwand müssen noch abschließende Arbeiten durchgeführt werden.

Die Bauarbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen haben allen Verkehrsteilnehmern während der Bauzeit einiges an Geduld abverlangt. Hierfür möchte sich die Stadt Flensburg herzlich bedanken.

Der an der Nordseite befindliche gemeinsame Geh- und Radweg ermöglicht eine sichere und komfortable Nutzung der Strecke durch alle Verkehrsteilnehmer. Um die Lärmbelästigung der angrenzenden Wohngebiete zu verringern, wurden Lärmschutzwälle bzw. -wände errichtet. Zur Entwässerung wurde südlich des Straßenverlaufs ein Regenrückhaltebecken angelegt, das sich durch die Gestaltung optisch in die Landschaft einfügt.

„Die Fertigstellung der K8 war auch aus Sicht der Stadt ein bewegtes Thema. Ich bin froh, dass es gelungen ist, die Fertigstellung rechtzeitig zu realisieren, so dass die für das Projekt in Aussicht gestellten Fördergelder nicht gefährdet wurden. Insbesondere die Sicherung der Trasse und die damit in Verbindung stehenden Auseinandersetzungen bei den Grundstücksfragen geben jedoch keinen Grund zur Freude, weshalb wir auf eine Verkehrsfreigabe in größerem Rahmen verzichtet haben. Wir haben uns die Entscheidungen bezüglich der K8 nie leicht gemacht, bin aber froh, dass wir nun die wichtige Umfahrung von Tarup und den Lückenschluss der K8 nun fertigstellen konnten“, so Oberbürgermeisterin Simone Lange anlässlich der Verkehrsfreigabe.

Nach Abschluss der witterungsabhängigen Markierungsarbeiten, die für den kommenden Montag vorgesehen sind, wird die K8 für den Verkehr freigegeben.

Mehr zum umstrittenen Bau der K8:

K8-Trasse: Einmal mittenmang und großspurig durch die Ländereien von Bauer Ingo Knop

BAUERNLAND BLEIBT IN BAUERNHAND ! – Kein Weiterbau der K8 und Schluss mit dem Enteignungsverfahren gegen Bauer Knop! unter: https://akopol.wordpress.com/2018/02/27/bauernland-bleibt-in-bauernhand-kein-weiterbau-der-k8-und-schluss-mit-dem-enteignungsverfahren-gegen-bauer-knop/

Für B-Plan 272 fehlt ein Plan B – Innenministerium bremst Stadtverwaltung beim Bau der K 8 aus: Enteignungsantrag ist ungenügend begründet / Zum Bauen verdammt – Quelle: https://www.shz.de/16203461 ©2018

Ein ausführlicher Bericht von Jörg Pepmeyer mit Fotos von Henrik Johannsen zur Aktion am Samstag: K8: „Baustopp, Baustopp – ja!“ – Erfolgreiche Protestaktion und Menschenkette auf der Hofkoppel von Bauer Knop in Tarup unter https://akopol.wordpress.com/2018/02/25/k8-baustopp-baustopp-ja-erfolgreiche-protestaktion-und-menschenkette-auf-der-hofkoppel-von-bauer-knop-in-tarup/

Mehr zur Aktion am Samstag auf der Hofkoppel und den Weiden von Bauer Ingo Knop mit Videos und Fotos auch auf der Facebook-Seite der Bürgerinitiative Tarup https://www.facebook.com/groups/1287784634655825/

Zum Streit um die K8 und dem von der Stadt Flensburg veröffentlichten „Faktencheck“ zur K8 auch in dem Beitrag von Jörg Pepmeyer vom 16.2.2018 im AKOPOL-Blog: Neue Homepage der Stadt Flensburg zur K8: Nebelkerzen und postfaktische Wahrheiten? unter
https://akopol.wordpress.com/2018/02/16/neue-homepage-der-stadt-flensburg-zur-k8-nebelkerzen-und-postfaktische-wahrheiten/

Auf der Sitzung der Flensburger Ratsversammlung am 15.02.2018 gab es eine aktuelle Stunde zum Enteignungsverfahren und dem Streit über den Ausbau der K8. Zur Debatte dort und dem „Faktencheck“ der Stadt auch der Beitrag von Holger Ohlsen auf shz.de:  Enteigung von Bauer Knop : K 8: Stadt stellt Faktencheck online vom 19. Februar 2018 – Quelle: https://www.shz.de/19120456 ©2018

Ein Beitrag von Holger Ohlsen vom 29.1.2018 auf shz.de: Tarup-Umgehung Flensburg : K8: Baubeginn trotz Rechtsstreit – Quelle: https://www.shz.de/18945151 ©2018

Ein Beitrag von Antje Walther vom 9.11.2017 auf shz.de: Tarup-Umgehung Flensburg : Krokodilstränen für Bauer Knop – Quelle: https://www.shz.de/18276861 ©2018

In diesem Beitrag von Gunnar Domasch vom 17.06.2017 auf shz.de sind die alternativen Streckenführungen dargestellt: Für Ortsumgehung K8 : Enteignung in Tarup: Stadt fährt schweres Geschütz auf – Quelle: https://www.shz.de/17076086 ©2018

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer im AKOPOL-Blog vom 1.7.2015:  Tarup-Umgehung: Millionen in den Sand gesetzt? unter: https://akopol.wordpress.com/2015/07/01/tarup-umgehung-millionen-in-den-sand-gesetzt/

Mehr auch in dem Beitrag von Holger Ohlsen vom 1.7.2015 auf shz.de Tarup-Umgehung : Die K 8 auf dem Weg in die Sackgasse unter: http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/die-k-8-auf-dem-weg-in-die-sackgasse-id10106581.html

Einen zusammenfassenden Überblick zum Projekt K8 mit Zeitungsartikeln, Plänen etc. gibt es auf der Website der WiF unter: https://www.wir-in-flensburg.de/themen/strassen/k8

Ergebnisse der Flensburger Ratsversammlung vom 16.05.2019

Die Ratsversammlung beschließt mehrheitlich, sich dem Appell #ICANSavemeineStadt anzuschließen

Flensburg. Pressemitteilung Nr. 82

Beschlüsse der Ratsversammlung vom 16.05.2019
Die Ratsversammlung der Stadt Flensburg hat in ihrer Sitzung am 16. Mai 2019 zu den folgenden ausgewählten Tagesordnungspunkten die nachstehenden Beschlüsse gefasst:

Dringlichkeitsantrag zur Abschaffung der Straßenbaubeitragssatzung der Ratsfraktionen CDU, Linke, FDP und Wif.
Die erforderliche Mehrheit von zweidritteln der gesetzlichen Zahl der Mitglieder der Ratsversammlung (29Stimmen), um eine Behandlung im Rahmen der Dringlichkeit zu ermöglichen, wurde nicht erreicht.
Abgelehnt bei 20 Ja-Stimmen und 13 Nein-Stimmen.

Tagesordnungspunkt 8

Edition „Der Parlamentarische Rat 1948-49“ zum 70. Jubiläum des Grundgesetzes.
Die Ratsversammlung entscheidet auf Antrag der Fraktion Flensburg WÄHLEN! über die Anschaffung der oben genannten Edition.
Abgelehnt bei 1 Zustimmung.

Tagesordnungspunkt 9

Appell #ICANSave Flensburg
Die Ratsversammlung beschließt mehrheitlich, sich dem Appell #ICANSavemeineStadt anzuschließen, das den von der UN verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen begrüßt und die BRD zum Beitritt auffordert.
Angenommen bei 22 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen.

Tagesordnungspunkt 11

Die Ratsversammlung entscheidet über die Bestätigung der gemeinsam zwischen der Stadt Flensburg und den Krankenhausträgern erarbeiteten Interessen am neuen Krankenhausstandort Peelwatt und dem dortigen Krankenhausbetrieb. Die Verwaltung soll außerdem beauftragt werden, die formulierten Interessen in den anstehenden Vertragswerken zwischen der Stadt Flensburg und den Trägern zu sichern.
Hierbei geht es u.a. um die Bereiche Gemeinnützige Trägerschaft, das Aufgabenspektrum, die angemessene Beteiligung bei strukturellen/substantiellen Entscheidungen, den Wirtschaftsentwicklungsimpuls für das Sondergebiet 3, Wohnortnahe ambulante medizinische Versorgung sowie die bevorzugte Entwicklung der Altstandorte zu Wohnnutzung.
Einstimmig bei 1 Enthaltung angenommen.

Tagesordnungspunkt 12

Die Ratsversammlung entscheidet über den Abschluss eines Rahmenvertrages Schleswig-Holstein nach § 131 SGB IX zur Erbringung von Leistungen der Eingliederungshilfe und bevollmächtigt den Geschäftsführer des Städteverbands Schleswig-Holstein, Herrn Marc Ziertmann, zur Unterzeichnung des Rahmenvertrages im Namen der Stadt Flensburg.
Einstimmig bei 2 Enthaltungen angenommen.

Tagesordnungspunkt 13

Die Ratsversammlung der Stadt Flensburg entscheidet als Gesellschafter über den geänderten Gesellschaftsvertrag für die Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester GmbH. Die Änderungen sind erforderlich um den Austritt des Kreises Dithmarschen aus der Gesellschaft zu berücksichtigen.
Einstimmig bei 1 Enthaltung angenommen.

Tagesordnungspunkt 14

Nachweis über über- und außerplanmäßige Aufgaben/Aufwendungen für das Haushaltsjahr 2018
Die Ratsversammlung beschließt über die über- und außerplanmäßige Aufgaben/Aufwendungen über bzw. unter 25.000 €
Angenommen bei 29 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 2 Enthaltungen.

Tagesordnungspunkt 15

Stadtumbaumaßnahme Flensburg. Aufhebung der Gebietsfestlegung für das Teilgebiet „Ostlandstr./Fruerlundlücke“
Die Ratsversammlung entscheidet über Aufhebung der Gebietsfestlegung für das Teilgebiet „Ostlandstraße / Fruerlundlücke“. Hintergrund ist, dass das Gebiet als Stadtumbaugebiet aufgehoben und ausschließlich als Sanierungsgebiet „Fruerlund Süd“ fortgeführt werden soll. Die Einzelmaßnahme, „Neubau der Kita Fruerlund“,die hier durchgeführt werden soll ist in dieser Kulisse gesichert.
Bei 1 Enthaltung einstimmig angenommen.

Tagesordnungspunkt 16

Änderung des Bebauungsplanes „Tarup-Süd“ (Nr. 107)= – Teilaufhebung
Die Ratsversammlung befindet über die Teilaufhebung des Gebietes im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Tarup-Süd“ (Nr. 107). Hintergrund ist die Anpassung der Breite der Taruper Hauptstraße im Zuge der Umgehungsstraße K8 auf die Größe einer Wohnsammelstraße.
Bei 1 Enthaltung einstimmig angenommen.

Alle Vorlagen sind im Ratsinformationssystem der Stadt Flensburg (www.flensburg.de) zu finden.

Öffentliche Sitzung der Flensburger Ratsversammlung am 16.05.2019 um 16 Uhr

Sitzungen der Flensburger Ratsversammlung live im OK mitverfolgen:

Der Offene Kanal Flensburg überträgt regelmäßig über Kabel-TV die Sitzungen der Flensburger Ratsversammlung. In Flensburg wird der OK Flensburg im Kabelnetz auf dem Sonderkanal 8 ausgestrahlt. Gleichzeitig gibt es einen Live-Stream unter: http://www.okflensburg.de/fl/informieren/aktuelles/

Flensburg. Am Donnerstag, 16. Mai 2019, findet im Rathaus, Ratssaal, die 10. Sitzung der Ratsversammlung statt. Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 16.00 Uhr.

Tagesordnung öffentlicher Teil

1. Bestätigung der Tagesordnung
2. Einwohnerfragestunde
3. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 9. Sitzung vom 21.03.2019
4. Mitteilungen des Stadtpräsidenten
5. Mitteilungen der Oberbürgermeisterin
6. Umbesetzung von Ausschüssen und Gremien
6.1 BV: Umbesetzung von Ausschüssen und Gremien; Antrag der SSW-Ratsfraktion – RV-62/2019
6.2 BV: Umbesetzung von Ausschüssen und Gremien; Antrag der Ratsfraktion Die Linke – RV-72/2019
6.3 BV: Umbesetzung von Ausschüssen und Gremien; Antrag der FDP-Ratsfraktion – RV-73/2019
6.4 BV: Umbesetzung von Ausschüssen und Gremien; Antrag der Ratsfraktion Flensburg WÄHLEN !
RV-74/2019
6.5 BV: Umbesetzung von Ausschüssen und Gremien; Antrag der CDU-Ratsfraktion – RV-75/2019
7. Bestellung von städtischen Vertretungen
7.1 BV: Bestellung von städtischen Vertretungen – Aufsichtsrat der WiREG Flensburg/ Schleswig – RV-60/2019
7.2 BV: Vorschlagsliste für die Benennung von ehrenamtlichen Richterinnen und Richtern beim Sozialgericht Schleswig und beim Schleswig-Holsteinischen Landessozialgericht – RV-63/2019
8. BV: Edition „Der Parlamentarische Rat 1948-1949“ zum 70. Jubiläum des Grundgesetzes – Antrag der Ratsfraktion Flensburg WÄHLEN ! – RV-65/2019
9. BV: Appell #ICANSave Flensburg; Antrag der Ratsfraktion Die Linke, SSW, Bündnis 90/ Die Grünen vom 19.03.2019 – RV-56/2019
10. MV: – Bericht des Seniorenbeirates RV-68/2019
11. BV: Kommunale Interessen bezüglich des Krankenhausstandortes Peelwatt – RV-45/2019
11.1 BV: Kommunale Interessen bezüglich des Krankenhausstandortes Peelwatt, Beschlusslage des Hauptausschusses vom 02.04.2019 – RV-45/2019, 1. Ergänzung
12. BV: Abschluss eines Rahmenvertrages nach § 131 Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) – RV-71/2019
13. BV: Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester GmbH, hier: Änderung des Gesellschaftsvertrages – RV-69/2019
14. BV: 2. Nachweisung über- und außerplanmäßige Aufwendungen/Auszahlungen für das Haushaltsjahr 2018 – RV-54/2019
15. BV: Stadtumbaumaßnahme Flensburg, hier: Aufhebung der Gebietsfestlegung für das Teilgebiet „Ostlandstraße / Fruerlundlücke“ – RV-64/2019
16. BV: 6. Änderung des Bebauungsplans „Tarup-Süd“ (Nr. 107) – Teilaufhebung
a) Entscheidung über Anregungen
b) Satzungsbeschluss – RV-52/2019
17. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse

MV: Mitteilungsvorlage          B: Bericht            BV: Beschlussvorlage     AF: Anfrage

Die Vorlagen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten finden Sie unter: http://www.flensburg.de/politik-verwaltung/ratsinformationssystem/index.php

     

Flensburger Bahnhofsquartier im Fadenkreuz der Bau- und Immobilienwirtschaft

Neues Projekt an der Bahnhofstraße?

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Außerst knapp endete am letzten Dienstag die Abstimmung im Flensburger Planungsausschauss zum geplanten Bau eines Hotels und Parkhauses an der Bahnhofstraße. Das Scheitern des Projekts im Ausschuss bedeutet jedoch nicht, dass damit alles vorbei ist. Wie Insider nach der Ausschuss-Sitzung berichteten, hätten die beiden Investoren Ralf Hansen und Jan Duschkewitz bereits für die Planungen und den Kauf des Grundstücks so viel Geld investiert, dass sie offenbar bereit seien, ein neues Bauprojekt für das Gelände anzuschieben. Es bleibt also abzuwarten mit welch neuen Plänen sie in den nächsten Monaten versuchen werden, die Kommunalpolitiker doch noch für eine Bebauung des Geländes zu überzeugen.

Generell macht das Projekt der beiden Investoren jedoch deutlich, wie groß das Interesse der Flensburger Bau- und Immobilienwirtschaft mittlerweile am Bahnhofsquartier ist. Innenstadtnah, nicht weit von der Uni und verkehrlich gut erschlossen, verfügt es über große, zur Bebauung geeignete Flächen. So könnte dort in den nächsten Jahren ein komplett neuer Stadtteil entstehen. Dafür wurden von Stadt und Politik die Weichen bereits vor sechs Jahren gestellt.

Am 14.02.2013 schuf die Ratsversammlung mit der Zustimmung zur Vorlage RV-1/2013 Förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Südstadt, Bahnhofsumfeld“ und Zustimmung zum Rahmenplan die Voraussetzung für den großflächigen Umbau des Bahnhofsviertels. Ein erstes Opfer war im Rahmen dieses Beschlusses und seiner Folgen der traditionsreiche Eisenbahner-Sportverein VfB Nordmark (*). Das mehr als 3,5 Hektar große Gelände mit Fußballplatz, Tennisplätzen und Gebäuden, die der VfB Nordmark seit Jahrzehnten nutzte, wurden von der Bahn an die Stadt Flensburg verkauft und anschließend mit dem Bagger platt gemacht. Für den VfB Nordmark war es das Aus und der Verein meldete Insolvenz an. Auch das Kulturzentrum Kühlhaus geriet in den Fokus der städtischen Planungsabteilung mit ihrem damaligen Chef Dr. Peter Schroeders. Um attraktives Bauland für Investoren zu schaffen, sollte das Kühlhaus sein bisheriges Domizil am ehemaligen Güterbahnhof, das jedoch dem Trägerverein gehört, verlassen. (**)

In den nächsten Monaten dürfte das Bahnhofsquartier jedoch wieder verstärkt Thema der kommunalpolitischen Debatten und Entscheidungen werden. Angesichts der enormen Wohnungsnachfrage in der Stadt wächst der Druck auf die Kommunalpolitik, zügig für Projekte Baurecht zu schaffen. Dabei sollte aber unbedingt verhindert werden, dass das Bahnhofsumfeld und jetzige Sanierungsgebiet zum Spielplatz finanzkräftiger Investoren wird, denen es weniger um einen sozial ausgewogenen Wohnungsbau geht, als um eine höchstmögliche Rendite. Dafür bedarf es zwingend eines neuerlichen öffentlichen und kommunalpolitischen Diskurses, in dem demokratisch mit den Bürgern wohnungsbaupolitische Leitlinien formuliert, alternative und umweltschonende Entwicklungskonzepte für das Viertel erarbeitet und vorgestellt werden.  Das war in der bisherigen Bürgerbeteiligung leider etwas zu kurz gekommen. Und ebenso sollte planungsrechtlich sicher gestellt werden, dass der Bau von Sozialwohnungen dort Vorrang hat, hierfür eine entsprechende Quote festgelegt und ebenfalls die notwenige Infrastruktur bereitgestellt wird, die notwenig ist, um das „neue“ Stadtviertel für alle jetzigen und zukünftigen Bewohner lebendig und lebenswert zu machen.

* Siehe zum VfB Nordmark den shz-Beitrag vom 26. Juni 2014: VfB Nordmark: Das traurige Ende eines Traditionsvereins – Quelle: https://www.shz.de/6960866 ©2019

** Siehe zum Kühlhaus den shz.Beitrag vom vom 9.3.2013: Kulturzentrum in Flensburg: Stadt setzt Kühlhaus unter Druck – Quelle: https://www.shz.de/4938 ©2019

Mehr Infos und eine Chronologie zum Thema Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes auch hier: https://www.wir-in-flensburg.de/themen/siedlungsplanung/bahnhofsumfeld

Hier geht´s zur Seite der Stadt Flensburg mit Infos zum Bahnhofsumfeld und was bisher geschehen ist:  https://www.flensburg.de/Wohnen-Wirtschaft/Stadt-und-Landschaftsplanung/St%C3%A4dtische-Planungen/index.php?La=1&object=tx,2306.316.1&kat=&kuo=2&sub=0

 

Die Parklets sind wieder da

Flensburg. Die Parklets, die letztes Jahr als Leuchtturm-Projekte des Masterplans Mobilität vom Jugendaufbauwerk (JAW) gebaut und aufgestellt wurden, werden aktuell wieder im Flensburger Straßenraum platziert. Bei den Parklets handelt es sich um ansprechend gestaltete, begrünte Sitzgruppen, die den öffentlichen Raum als Lebensraum anstatt für parkende Autos nutzbar machen sollen.
Dieses Jahr steht eines auf dem Parkplatz Schiffbrücke, eines am nördlichen Ende der Neustadt und das größte – wie im letzten Jahr – in der Norderstraße. Die beiden ersten stehen bereits an der Schiffbrücke und in der Neustadt und wurden in den vergangenen Tagen bereits genutzt.
Das im letzten Jahr sehr beliebte Parklet in der Norderstraße ist jetzt natürlich auch wieder aufgestellt worden. Damit steht auch hier wieder eine Sitzgruppe anstelle von Parkplätzen zur Verfügung und lädt Menschen aus dem Quartier sowie Besucherinnen und Besucher ein zu verweilen und den Straßenraum als Lebensraum zu nutzen.

Keine Mehrheit im Flensburger Planungsausschuss für Hotel- und Parkhausprojekt am Bahnhof

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Der Flensburger Umwelt- und Planungsausschuss hat in seiner heutigen Sitzung über die Beschlussvorlage zur Änderung des Flächennutzungsplanes „Bahnhofstraße an der Hauptpost“ und Bebauungsplan „Hauptpost“ (Nr. 303) entschieden. (Die gibt´s hier: https://akopol.files.wordpress.com/2019/05/beschlussvorlage_supa-27-2019.pdf )

Eine mehrheitliche Zustimmung der Ausschussmitglieder wäre die Voraussetzung für den Bau eines Hotels und Parkhauses zweier Investoren an der Bahnhofstraße gewesen. Dem millionenschweren Bauvorhaben hätte dann allerdings auch eine geschützte Waldfläche mit über hundert Jahre alten Bäumen und seltenen Fledermäusen weichen müssen. Zudem gab es Bedenken, dass die Baumaßnahmen und die Rodung des Waldes die Stabilität des Hangs an der Schleswiger Straße und die Standsicherheit der dortigen Häuser gefährden würden. Im Vorfeld der Sitzung des Planungsausschusses hatte es deshalb schon seit Monaten massive Kritik von Umweltverbänden, Anwohnern der Schleswiger Straße und zahlreichen BürgerInnen an den Planungen gegeben. Dazu gab es mehrere, auch von der Stadt Flensburg in Auftrag gegebene Gutachten und Stellungnahmen, die der Waldfläche einen besonderen ökologischen und schützenswerten Status attestierten. Ebenso hatte sich das Kieler Umweltministerium gegen Eingriffe in den Wald ausgesprochen.

In der heutigen Debatte kam es denn auch zu einer lebhaften Diskussion, in der sich auf der einen Seite die Befürworter des Bauvorhabens von SPD, CDU und FDP und auf der anderen Seite die Kritiker von SSW, Flensburg Wählen, WiF und DIE LINKE gegenüber standen. Schlussendlich waren dann aber die Grünen das Zünglein an der Waage. Von den drei Grünen Ausschuss-Mitgliedern verweigerten zwei, Arndt Scherdin und Catarina Mierwald der Beschlussvorlage ihre Zustimmung, während Stefan Thomsen dafür stimmte. Am Ende stand ein Patt von 8:8 Stimmen. Damit war die Beschlussvorlage ohne Mehrheit und abgelehnt.

Wie es nun weitergeht, ist nicht ganz klar. Denkbar ist, dass trotz Scheitern der Vorlage im Auschuss einige Fraktionen versuchen werden, diese mit Änderungen in der kommenden Ratsversammlung nochmal zur Abstimmung zu stellen. Zwar entspräche das ganz und gar nicht den kommunalpolitischen Gepflogenheiten, aber Insider weisen darauf hin, dass es offensichtlich ein sehr großes Interesse einiger Lobbyisten gäbe, mit einer entsprechenden Mehrheit der Ratsversammlung das angedachte Hotel und Parkhaus doch noch realisieren zu können. Aufgrund des heutigen Abstimmungsverhaltens der Grünen dürfte das allerdings schwierig werden, zumal auch Rasmus Andresen, ebenfalls grünes Ratsmitglied und Landtagsabgeordneter, sich aufgrund des zu massiven Eingriffs in die Natur gegen die Planungen  ausgesprochen hat. CDU, SPD und FDP bräuchten aber die Stimmen der Grünen in der Ratsversammlung, um tatsächlich noch eine Mehrheit für das Projekt zustande zu bringen.  Es bleibt also abzuwarten, ob die Befürworter es auf eine Abstimmung in der Ratsversammlung ankommen lassen. Bis dahin wollen die Kritiker des Projekts jedoch weiterhin aktiv und wachsam bleiben.

Mehr zum Thema hier:

AKOPOL-Beitrag vom 6.5.2019 Drohende Rodung des Bahnhofswaldes: Leserbrief von Anwohner Claus Kühne
unter https://akopol.wordpress.com/2019/05/06/drohende-rodung-des-bahnhofswaldes-leserbrief-von-anwohner-claus-kuehne/

AKOPOL-Beitrag vom 3.5.2019: Stellungnahme des BUND zum Bauprojekt Hotel und Parkhaus an der Bahnhofstraße
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/05/03/stellungnahme-des-bund-zum-bauprojekt-hotel-und-parkhaus-an-der-bahnhofstrasse/

AKOPOL-Beitrag vom 21.04.2019, da finden sich detaillierte und umfangreiche Infos und auch der komplette Plan für den drohenden Waldfrevel:
Waldstück an der Schleswiger Straße: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit vollendete Tatsachen schaffen?
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/04/21/waldstueck-an-der-schleswiger-strasse-unter-ausschluss-der-oeffentlichkeit-vollendete-tatsachen-schaffen-profit-vor-naturschutz-und-anwohnerinteressen/

Siehe dazu ebenfalls den AKOPOL-Beitrag vom 03.11.2018:
Waldstück an der Schleswiger Straße – Profit vor Naturschutz und Anwohnerinteressen? BürgerInnen kämpfen gegen drohende Abholzung und Hotelneubau
unter: https://akopol.wordpress.com/2018/11/03/waldstueck-an-der-schleswiger-strasse-profit-vor-naturschutz-und-anwohnerinteressen/

Mehr zum Thema, dem neuen Hotelprojekt und den Gefahren für Wald und Hang auch in dem AKOPOL-Beitrag vom 06.07.2018:
Geplanter Hotelneubau an der Bahnhofstraße sorgt weiter für Ärger – Stellungnahme von Anwohner Dr. Thomas Gädeke
https://akopol.wordpress.com/2018/07/06/geplanter-hotelneubau-an-der-bahnhofstrasse-sorgt-weiter-fuer-aerger/

Ebenso auch der AKOPOL-Beitrag vom 05.07.2018:
Hotelneubau an der Bahnhofstraße: Naturschutz in Flensburg – Nur eine Farce?
Scharfe Kritik am Bauvorhaben – Stellungnahme von Anwohner Claus Kühne
https://akopol.wordpress.com/2018/07/05/hotelneubau-an-der-bahnhofstrasse-naturschutz-in-flensburg-nur-eine-farce/

Zum Thema drei Beiträge auf shz.de:

Zum Problem des Hangs und der dortigen Häuser ein Beitrag auf shz.de. Da gibt es auch eine entsprechende Planskizze, die das Problem verdeutlicht. Carlo Jolly am 1. Febrauer 2018 auf shz.de Hotel und Parkhaus am Flensburger Bahnhof : Ohne Brücke zur Schleswiger Straße Quelle: https://www.shz.de/18964206 ©2018

Carlo Jolly am 28. Dezember 2017 auf shz.de Hotel- und Parkhaus-Planung in Flensburg : Es rumort am Hang des Mühlenteichs
Nachbarn an der Schleswiger Straße sind besorgt, dass eine geplante Parkpalette die Statik des sensiblen Geländes verändern könnte – Quelle: https://www.shz.de/18671291 ©2018

Joachim Pohl am 25. Juni 2018 auf shz.de Hotels in Flensburg : Steigenberger an der Bahnhofstraße
Von den drei aktuellen konkreten Hotel-Planungen ist das an der Bahnhofstraße das jüngste. Ebenso wie das am Rathaus geplante wird es das Quartier, in dem es vorgesehen ist, städtebaulich prägen. Die beiden Flensburger Investoren Ralf Hansen und Jan Duschkewitz haben es für das derzeit unbebaute Areal zwischen der Bahnhofstraße und dem Hang hinauf zur Schleswiger Straße vorgesehen.
Quelle: https://www.shz.de/20242492 ©2018

„Tag der Städtebauförderung“ am 11. Mai 2019 in Flensburg: Stadt gewährt Einblick in zwei aktuelle Projekte

Altbaubestand im Sanierungsgebiet auf Duburg – Foto: Jörg Pepmeyer

Flensburg. Als Gemeinschaftsinitiative des Bundesbauministeriums, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes feiert der Tag der Städtebauförderung am 11. Mai 2019 Jubiläum. Bereits zum fünften Mal findet er mit Veranstaltungen rund um die Städtebauförderung in ganz Deutschland statt. Flensburg als eine der Städte in Schleswig-Holstein, die aktiv eine Vielzahl von Städtebauförderungsmaßnahmen durchführt, ist auch in diesem Jahr wieder mit zwei Veranstaltungen dabei und möchte dabei über Projekte informieren und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.

Das Programm

1. Veranstaltung: Spatenstich – Neugestaltung der Straßen Duburgs

Termin: 11.05.2019, um 13.00 Uhr, Duburg | Burgstraße, Flensburg.

Auf Duburg werden die Berg-, Burg-, Knappen-, Ritter- und Königstraße neugestaltet. Dies wird mit einem feierlichen Spatenstich gestartet. Das Sanierungsgebiet Duburg besteht seit 2005. Die Umgestaltung der Straßen ist die letzte große Maßnahme in diesem Sanierungsgebiet. Das Ziel der Maßnahme besteht in der Aufwertung und Neuordnung des Straßenraumes, Steigerung der Aufenthaltsqualität und der Attraktivität des öffentlichen Raumes. Es besteht die Erwartung, dass der Umbau der Straßen die Wahrnehmung dieses Stadtteils als attraktives, innenstadtnahes Wohnquartier mit historischem Flair erheblich stärken wird.

2. Veranstaltung: Neue Erkenntnisse zum Eckenerhaus / Alt-Flensburger Haus

Termin: 11.05.2019, um 14.00 Uhr, im Eckenerhaus, Norderstraße 8-10, Flensburg, mit einer Führung durch Eiko Wenzel.

Das Eckenerhaus ist eines der geschichtsträchtigen Gebäude in der Flensburger Altstadt. Die Bausubstanz geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Hier entstand einer der für die Altstadt typischen Kaufmannshöfe, das Vorderhaus erhielt im 18. Jahrhundert einen prächtigen Barockgiebel. Am Ende des 19. Jahrhunderts wuchsen hier Hugo und Alexander Eckener auf, die als Luftschiffer bzw. Maler und Grafiker berühmt wurden. 1914 wurde das Haus auf Initiative des Museumsdirektors Ernst Sauermann als historisches Bürgerhaus eingerichtet und erhielt den Namen „Alt-Flensburger Haus“.
Nachdem das Haus über Jahre leer stand und durch einen Wasserschaden in Mitleidenschaft gezogen war, hat es die Stadt Flensburg 2016 erworben, um es im Rahmen einer Städtebauförderungsmaßnahme im Sanierungsgebiet „Westliche Altstadt“ instand zu setzen und einer neuen Nutzung zuzuführen. Im Rahmen der Veranstaltung sollen die bisherigen denkmalpflegerischen Untersuchungen erläutert und die Frage der zukünftigen Nutzung diskutiert werden.

Der Tag der Städtebauförderung ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag sowie Deutschem Städte- und Gemeindebund. Beim vierten Tag der Städtebauförderung zeigen Städte und Gemeinden gemeinsam mit Ihren Bürgerinnen und Bürgern, was die Städtebauförderung mit ihren Programmen vor Ort verändert. Die Programme der Städtebauförderung sind: Soziale Stadt, Stadtumbau, Städtebaulicher Denkmalschutz, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Kleinere Städte- und Gemeinden und Zukunft Stadtgrün.

Mit ihnen sind auf ganz unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Stadtgesellschaft Veränderungen und Entwicklungen möglich. Die Bandbreite reicht von der Umgestaltung einer Fußgängerzone, einer Straße oder eines Quartiers, wie beispielsweise in Fruerlund-Süd, bis zum Bau von Spielplätzen, von der energetischen Sanierung einer Schule bis zur Umsetzung innovativer Mobilitätskonzepte oder dem barrierefreien Umbau von Gebäuden.

Mehr zum Tag der Städtebauförderung 2019 gibt es unter: https://www.tag-der-staedtebaufoerderung.de/startseite/

Bündnis zur Erhaltung des Bahnhofswaldes: Treffen am 12. Mai im Aktivitetshuset

Sonntag, den 12. Mai um 19 Uhr
im Aktivitetshuset
Norderstraße 49 – 24939 Flensburg

Bündnis zur Erhaltung des Bahnhofswaldes Kontakt: wald@fridux.de

Die Stadtverwaltung und Teile der Flensburger Politik wollen vor dem Bahnhof Raum für ein Parkhaus und ein siebenstöckigen Hotel schaffen und nehmen dafür die Zerstörung des Waldes zwischen der Bahnhofstraße und der Schleswiger Straße billigend in Kauf. Zudem sollen noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten zugunsten von Gewerbe geprüft werden. Sollte es nach den Wünschen der Investorinnen, Investoren und der Politik gehen, ist davon auszugehen, dass das gesamte Gebiet als wichtige, ökologische “grüne Lunge” der Stadt unwiederbringlich verloren geht. Die Erschließung des Hotels und des Parkhauses soll zudem über die Bahnhofsstraße erfolgen, was eine Zerstörung des Alleecharakters der Straße zufolge hätte. Der Vorschlag für eine Reduzierung des Baukörpers und einen damit angeblich verbundenen “sanfteren” Eingriff in die Natur überzeugt – auch aufgrund bisheriger Erfahrungen mit ähnlichen Vorhaben – zum aktuellen Zeitpunkt nicht. So zeigt beispielsweise die Erweiterung des Tagungshotels am Rathausvorplatz 2015, dass die ursprünglich geplante Höhe von 51,82 Metern durch einen Nachtrag 2017 auf  56,41 Meter angepasst worden ist.

Weiter kritisieren wir, dass eine – wenn auch im Verhältnis 1:3 stattfindende – Aufforstung außerhalb der Stadt, dem Stadtbild im Stadtkern schaden und dieses weiter verengen wird. Die Aufforstung durch sieben Linden in unmittelbarer Nähe kann in keiner Weise für den zerstörten Wald und den abhandenkommenden Alleecharakter entschädigen.
Obendrein ist unklar, wie es um die Festigung des Steilhanges bestellt ist; ob dieser ebenfalls weiter abgerodet werden muss, da er sonst womöglich eine Gefahr für die Gebäude darstellt, oder ob Hoffnung auf Erhalt besteht.
Klar ist jedoch, dass eine vierundzwanzigstündige Bewirtschaftung einen erheblichen Einfluss haben wird, beispielsweise auf die ansässigen Fledermäuse, die sich in ihrem hoffentlich noch verbleibenden Lebensraum durch die Beleuchtung und den kontinuierlichen Lärm stets gestört und bedroht fühlen werden. Wir fordern den langfristigen Erhalt des Waldbiotops in seiner jetzigen Form, damit er weiterhin als Habitat für Fledermäuse fortbestehen kann: Dies schließt den Erhalt des Waldes und der einzelnen Bäume ein, sowie die zusätzliche Versiegelung der Flächen aus.
Der Stadtpolitik obliegt die Verantwortung dafür, einen Alternativstandort für ein Hotel zu suchen, bei dem keine natürlichen Flächen versiegelt werden müssen!

Luca Grimminger | Tyll Reinisch | Dorothea Buescher | Nicolas Jähring

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