Archiv der Kategorie: Bürgerbeteiligung

Artikel zum Thema Bürgerbeteiligung, Demokratie, Öffentlichkeit und Transparenz

Museumsberg Flensburg: Veranstaltungsprogramm Juli 2022

Sonntag, 3. Juli, 11.00 Uhr
Würfelporträts
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 3. Juli, 11.30 Uhr
Der Weg zum Möbel aus handwerklicher Sicht
Führung mit Björn Grasmück

Sonntag, 10. Juli, 11.00 Uhr
Actionpainting
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 10. Juli, 11.30 Uhr
Stridsæble Flensborg / Zankapfel Flensburg
2-sprachige Führung mit Henrik Vestergaard

Sonntag, 17. Juli, 11.00 Uhr
Vorhang auf!
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 17. Juli, 11.30 Uhr
Gagel
Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 21. Juli, 18.00 Uhr
Kura
torenführung mit Dr. Michael Fuhr

PHOTO no SHOOTING!

Ukraine. Russland. Exil.

Ausstellungsdauer: noch bis 23. Oktober 2022

Юрий Косин Yuri Kosin

Der Museumsberg Flensburg widmet seine Sommerausstellung zwei Künstlern, die seit Jahrzehnten eine Freundschaft verbindet. Der Ukrainer Yuri Kosin und der Russe Dmitry Vyshemirsky thematisieren in ihren preisgekrönten Fotografien die Veränderungen seit dem Ende der Sowjetzeit: Landschaften, Gebäude, historische Ereignisse und vor allem den Alltag der Menschen in beiden Ländern. Beide leben heute im Exil, Dmitry Vyshemirsky aus politischen Gründen in Berlin, Yuri Kosin als Kriegsflüchtling in Polen. Sie stellen gemeinsam aus, um ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen und uns deutlich zu machen, was dadurch gerade verloren geht. Deswegen ist es so wichtig, diese Bilder jetzt und hier zu zeigen, begleitet von ukrainischer Musik und Literatur: Nur was man kennt, kann man verstehen und wertschätzen.

Yuri Kosin ist seit Jahrzehnten international bekannt durch seine bewegenden Fotografien aus Tschernobyl, aber auch von den Demonstrationen auf dem Maidan und dem Krieg im Donbass. Zugleich porträtiert er liebevoll seine Mitmenschen und die Landschaften der Ukraine, die dem Betrachter dadurch besonders nahekommen.

Dmitry Vyshemirsky

Für Dmitry Vyshemirsky ist es bedeutend, sich gerade als russischer Staatbürger im Exil gegen den Krieg zu stellen. Er wird zu der Ausstellung unter anderem eine aktuelle Fotoserie beisteuern, die im April in Berlin entstanden ist, und Demonstrationen gegen den Krieg genauso zeigt wie die täglich am Berliner Hauptbahnhof ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine.
Parallel zu dieser Ausstellung gibt es ein Rahmenprogramm, das ukrainische Kultur für die Menschen hier erlebbar macht.

Am 28. August spielt Leléka auf dem Museumsberg. Das multikulturelle Jazz-Quartett wurde 2016 in Berlin gegründet.

Eine Lesung ukrainischer Literatur ist für den 25. September als Benefiz-Veranstaltung vorgesehen. Außerdem sind ukrainisch-sprachige Führungen und Workshops für Kinder in Vorbereitung.

Sonntag, 24. Juli, 11.00 Uhr
Pustemonster
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 24. Juli, 11.30 Uhr
Zeitgenössische Kunst des Nordens
Führung mit Hendrik Heft

Sonntag, 31. Juli, 11.00 Uhr
Malen mit verlängertem Arm
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 31. Juli, 11.30 Uhr
Gestalter der Moderne
Führung mit Hendrik Heft

Ausstellungen:

  • PHOTO NO SHOOTING!
    Ukraine. Russland. Exil.
    noch bis 23. Oktober 2022
  • Gagel
    17. Juli – 13. November

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Für jeden Museumsbesuch gilt die 2G-Regel und Maske tragen ist erwünscht. Kinder ab 7 Jahren benötigen den Testnachweis der Schule.

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de Lies den Rest dieses Beitrags

Demonstration am 2. Juli ’22 in Berlin: NEIN zur Aufrüstung – JA zur zivilen, solidarischen Entwicklung!

Zu einer bundesweiten Demo gegen die Aufrüstungspolitik der Bundesregierung und für eine demokratische, zivile und soziale Zeitenwende haben friedenspolitische Gruppen, Organisationen, Parteiverbände und Einzelpersonen am 2. Juli in Berlin aufgerufen. Dazu ihr

Aufruf:

Wir zahlen nicht für eure Kriege! – 100 Milliarden für eine demokratische, zivile & soziale Zeitenwende!

Demonstration am Samstag, 2. Juli 2022 in Berlin, Bebelplatz ab 14 Uhr

Wir – Friedensbewegte in der BRD aus der ganzen Welt – rufen dazu auf, das angekündigte Aufrüstungspaket von 100 Milliarden Euro im Grundgesetz gemeinsam zu stoppen und für die Umwidmung der Mittel zum Ausbau des Sozialstaats zu kämpfen. Die Aufrüstungspolitik ist grundfalsch, hochgefährlich und zynisch, weil sie bedeutet, die gesellschaftliche Krise mit Militarismus zu beantworten statt mit sozialem Fortschritt zur Mehrung des Allgemeinwohls. Rüstungs- und Kriegspolitik stehen immer im Gegensatz zur solidarischen Kultivierung der Gesellschaft. Deswegen engagieren wir uns stattdessen für massive öffentliche Investitionen und dauerhafte Ausgabenerhöhungen für Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur und Klima – zur zivilen, demokratischen und sozialen Wohlentwicklung weltweit.

Die Waffen nieder!
Den Krieg in der Ukraine wird diese Aufrüstung weder stoppen noch verkürzen. Vielmehr hat das neue globale Wettrüsten der vergangenen Jahre die verschärfte Konfrontation der großen Machtblöcke mit verursacht und eskaliert sie weiter. Auch geht es bei dem Aufrüstungspaket nicht um Landesverteidigung, sondern um national eigenständige Kriegsbefähigung. Die auf der Einkaufsliste stehenden F35-Tarnkappenbomber und Drohnensysteme sind aggressives Angriffskriegsgerät und sollen zudem die atomare Teilhabe verstetigen. Dagegen ist der einzige Weg zum Frieden: Abrüstung, Deeskalation, internationale Diplomatie und soziale Gerechtigkeit weltweit!

Nie wieder Krieg!
Aufrüstung gehört nicht ins Grundgesetz. Im Gegenteil: Als Konsequenz aus zwei imperialistischen Weltkriegen, die von deutschem Boden ausgingen, sowie als Schlussfolgerungen aus der Befreiung vom deutschen Faschismus, flossen ins Grundgesetz das Gebot zum Frieden, zu Gewaltverzicht, Völkerverständigung, Asylrecht und Sozialstaat ein: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten sind verfassungswidrig“ (Art. 26). Ein bis heute und für heute gültiges Entwicklungsprogramm, damit nie wieder Krieg von Deutschland ausgehe!

Gemeinsame Entwicklung statt Aufrüstung
Mehr Waffen schaffen keinen Frieden und Sicherheit gibt es nur gemeinsam, nicht gegeneinander! Das Potential für zivile, demokratische und soziale Wohlentwicklung für alle ist vorhanden. Eine gerechte Ressourcenverteilung würde die Hungerkrisen insbesondere im globalen Süden beenden; der Umstieg auf erneuerbare Energien für eine nachhaltige Klimapolitik ist technologisch möglich; eine umfassende Gesundheitsversorgung kann für alle gewährleistet und solidarische Entfaltung durch vernünftige Arbeit, soziale Sicherheit und demokratisch-offene Bildung und Kultur für Alle geschaffen werden. All dies erfordert globale Kooperation, demokratische Aushandlung und kluge Investitionen für die gemeinsame Lösung von Problemen.

Gemeinsam sagen wir NEIN zur Aufrüstung und JA zur Zukunft!
Das Aufrüstungspaket ist gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung weltweit gerichtet. Es geht einher mit gesteigert unsozialer und autoritärer Politik, mit Nationalismus und Chauvinismus. Die ohnehin enorme Ungleichheit wächst weiter. Profiteure sind einzig die Chefetagen von Banken und Rüstungskonzernen. Statt dieser destruktiven Hinterzimmerpolitik braucht es eine tatsächlich demokratische, zivile und soziale Zeitenwende – hervorzubringen von uns Allen in Gewerkschaften, Schüler:innen- und Studierendenvertretungen, Friedens-, Antifa-, Umwelt- und sozialen Bewegungen, in Kirche und Kultur-, Bildungs-, Sozialeinrichtungen sowie in Parteien. Allein mit je 20 Milliarden in die öffentliche Energie- und Verkehrsinfrastruktur, in die Sanierung von Schulen und Hochschulen, in den personellen Ausbau des Gesundheitswesens, in sanktionsfreie soziale Mindestsicherungen und in die Förderung von Museen, Theatern, Kinos und Bücherhallen würde ein notwendiger Schritt zur Lösung der vordringlichsten Probleme der Mehrheit getan. Wir rufen daher auf, eine solche Kehrtwende gemeinsam durchzusetzen!

Kommt zur bundesweiten Demonstration
am Samstag, den 02.07.2022,
in Berlin!

NEIN zur Aufrüstung – JA zur zivilen, solidarischen Entwicklung!

Mehr Infos unter: https://zivilezeitenwende.de/

Workshop: „Ernährungspolitische Fragen und Forderungen zur OB-Wahl“ am 8. Juli im Aktivitaetshuset Flensburg

Fragen- und Forderungenworkshop für die Flensburger Ernährungspolitik

Jetzt anmelden!

am Freitag, den 8. Juli um 16:30 Uhr

Aktivitaetshuset, Norderstraße 49, Flensburg

Gratis

Was dich erwartet

Am 18. September (bzw. am 02. Oktober bei einer Stichwahl) finden in Flensburg die Oberbürgermeister*innenwahlen statt. Gegen die amtierende Oberbürgermeisterin Simone Lange, die von SPD und Grünen unterstützt wird, treten Fabian Geyer mit Unterstützung von CDU, FDP und der WiF (Flensburgs Freien Wählern), sowie Dr. Karin Haug vom SSW an.

Wir wollen die OB-Wahl nutzen, um unsere Fragen und Forderungen für die Flensburger Ernährungspolitik an die drei Kandidatininnen heranzutragen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer bioveganen und regionalen Vollversorgung in allen öffentlichen Kantinen in der Fördestadt? Und wie wollen die Kandidat*innen mit der inflationsverstärkten Ernährungsarmut in der Stadt umgehen, falls sie gewählt werden?

Daher laden wir alle Interessierten an einer nachhaltigen kommunalen Ernährungspolitik zu einem Fragen- und Forderungenworkshop ein, um gemeinsam unsere Anliegen an Lange, Geyer und Haug vorzubereiten und auszuformulieren und mögliche nächste Schritte zu planen.

Um Anmeldung wird gebeten unter: https://finchel.wandelkueche.de/events/ernahrungspolitik/

Neustadt-Jamsession am 28. Juni um 19 Uhr in der Neustadt 12 in Flensburg

Liebe Musiker, liebe Musikinteressierte,

am kommenden Dienstag, den 28. Juni treffen wir uns wieder um 19.00 Uhr zum gemeinsamen Musizieren in der Neustadt 12, Eingang zum Stadtteilhaus.

Wir, das sind Menschen mit unterschiedlichen musikalischen Traditionen und kulturellen Hintergründen.

Wir wollen ohne Leistungsdruck und ohne Auftrittsverpflichtung musizieren, jammen und Songs gemeinsam spielen, die wir alle mögen.
Bringt Eure Instrumente und wenn ihr Freunde und Bekannte habt, die Musik machen möchten, auch die mit. Wenn Ihr Songtexte, Akkorde oder Noten von Eurem Lieblingslied oder Liedern habt, am besten in mehrfacher Kopie ebenso mitbringen.

Uns stehen neben den Musikinstrumenten, die wir mitbringen, auch eine kleine PA mit Mischpult, Micros und ein E-Piano zur Verfügung. Wer also Lust hat in die Tasten zu hauen oder auch mit seinem E-Bass oder seiner E-Gitarre spielen möchte, kann die an die Anlage anschließen.

Teilnahme unter den geltenden Corona-Regeln.

Übrigens finden unsere Treffen regelmäßig jeden 2. und 4. Dienstag im Monat in der Neustadt 12 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

Jan Hinrich Haacke
Jörg Pepmeyer

Herausragende studentische Abschlussarbeiten ausgezeichnet

Flensburg, 24.06.2022. Strahlende Gesichter im gut gefüllten Audimax auf dem Flensburger Campus. Im Rahmen der diesjährigen Graduiertenfeier gab es Ehre und Anerkennung für drei junge Absolvent*innen der Hochschule Flensburg: Für ihre Abschlussarbeiten wurden sie mit dem VR Bank-Hochschulpreises ausgezeichnet.

Platz 1 für Franziska Lau. Michael Möller (re) und Christoph Jansen gratulieren zum VR Bank-Hochschulpreis. Foto: Gatermann

Es war keine leichte Aufgabe für die Jury: Alle neun Einreichungen waren mit mindestens 1,0 benotet. Alle waren relevant für Wirtschaft und Gesellschaft. Nach einer lebhaften Diskussion wurden schließlich drei Arbeiten mit dem VR Bank-Hochschulpreis ausgezeichnet. Bereits zum fünften Mal lobte die VR Bank Nord damit ein Preisgeld von 6000 Euro für herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten aus.

Den ersten Platz, der mit einem Preisgeld von 3000 Euro verknüpft ist, belegte Franziska Lau 4 mit ihrer Masterthesis „Nachhaltigkeit in Unternehmen des deutsch-dänischen Interreg-gebiets“. Betreuende Professoren waren Prof. Dr. rer. pol. habil. Marcus Brandenburg und Prof. Dr. Dirk Müller.

Der zweite, mit 2.000 Euro ausgezeichnete Platz, ging an die Bachelorthesis von Jan Frederik Frenz mit dem Titel „Überprüfung der Möglichkeit und Effizienz der Besegelung einer Fähre unter den in der Flensburger Förde gegebenen Randbedingungen“. Betreuer der Arbeit waren Moritz Lippmann, Master Mariner und Johann Müller., Master of Science. Leider konnte Jan Frederik Frenz nicht anwesend bei der Verleihung sein.

Platz 3 für Morten Roßberg. Michael Müller (li) und Christoph Jansen gratulieren zum VR Bank-Hochschulpreis. Foto: Gatermann

Dritter Preisträger in diesem Jahr ist Absolvent ist Morten Roßberg für seine Bachelorthesis „Untersuchung von alternativen nachhaltigen Antriebskonzepten im Regionalverkehr des Kreises Schleswig-Flensburg“. Roßberg erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Betreuende Professor*innen waren Prof.–Ing. Holger Watter und Prof. Dr.-Ing. habil. Claudia Werner.

Michael Möller, Vorstand der VR Bank Nord eG, ist immer wieder begeistert von der hohen Qualität der akademischen Arbeiten. Diese Leistung wolle man mit dem mit dem Hochschulpreis sehr gerne honorieren. „Die Preisverleihung ein wichtiges Signal für den Hochschulstandort Flensburg und den Fachkräftebedarf der Wirtschaft im nördlichen Landesteil. Die Region unterstützen und fördern ist uns ein großes Anliegen. Wir freuen uns sehr, diesen Preis gemeinsam mit der Hochschule Flensburg vergeben zu können“, so Möller.

Dr. Christoph Jansen, Präsident der Hochschule Flensburg, freut sich über die Anerkennung der studentischen Leistungen durch ein Unternehmen der Region. „Als Hochschule Flensburg verstehen wir uns auch als Innovationsmotor der Region. Die Wertschätzung, die die Preisträger hier durch die VR Bank erfahren, unterstreicht dabei einmal mehr die hohe Qualität unserer Ausbildung und unsere Relevanz für die Wirtschaft“, so Jansen.

Der VR Bank-Hochschulpreis ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule Flensburg und der VR Bank Nord eG. Die Bewertungskriterien des Preises lagen auf der technischen, der wirtschaftlichen und der gesellschaftlichen Relevanz der Ergebnisse für die Region, der innovativen Idee und der Interdisziplinarität.

Moin Zukunft! Graduierte der Hochschule gestalten die Welt von morgen 

Geschafft: Die Absolvent*innen der Hochschule Flensburg feiern ihren Abschluss. Foto: HSFL

Rund 100 Absolventinnen und Absolventen folgten der Einladung der Hochschule Flensburg zur Graduierungsfeier ins audimax. 

Wie bewegen wir uns künftig fort? Wie ernährt sich die Welt von morgen? Wie erzeugen wir in Zukunft die Energie? Es gibt noch viel mehr Herausforderungen, vor denen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik stehen. Lösungen gibt es aber auch. Und die Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Flensburg haben während ihres Studiums an den Antworten auf die Fragen, die die Zukunft stellt, mitgearbeitet.

Rund 150 Absolvent*innen mit ihren Angehörigen und Freunden waren der Einladung der Hochschule zur traditionellen Graduiertenfeier gefolgt. Mit der letzten erfolgreichen Prüfung erhalten die Studierenden heutzutage direkt ihre Abschlussurkunden, um sich auf dem Arbeitsmarkt bewerben zu können. Doch die Hochschule Flensburg pflegt seit Jahren die Tradition, die frischgebackenen Alumni in einer Feierstunde zu verabschieden.

„In unseren Studiengängen und Forschungsprojekten adressieren wir eine Vielzahl von Perspektiven und Aspekten die Zukunft betreffend. Mit Ihrem Bachelor- oder Masterabschluss in der Tasche können sie nun die Gesellschaft aktiv mitgestalten“, sagte Hochschulpräsident Dr. Christoph Jansen in seiner Rede. Besonders stolz könnten die Absolvent*innen sein, ihren Abschluss in einer so herausfordernden Zeit erfolgreich gemeistert zu haben. „Wer ein Studium unter diesen Umständen abschließt, hat zusätzlich zur fachlichen Qualifikation nach der Krise solide berufliche Perspektiven“, so Jansen.

Fester Bestandteil der Graduiertenfeier ist die Gastrede. In diesem Jahr wendete sich Dr. Gabriele Kötschau, Vorsitzende des Hochschulrates der Hochschule Flensburg an die Anwesenden: „Sie sind jetzt frei darin, Ihr Leben eigenständig zu gestalten. Die notwendigen Grundlagen für Ihren Erfolg haben Sie von Ihrer Hochschule erhalten. Wir wünschen Ihnen, dass Sie etwas daraus machen. Und dass Sie etwas machen können, was die Menschheit weiterbringt.“

Paritätischer kritisiert BAföG-Reform: Geplante Anhebung wird Armut von Studenten nicht verhindern

Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisiert die von der Bundesregierung geplante BAföG-Reform als viel zu niedrig angesetzt.

Berlin, Zum kommenden Wintersemester soll der BAföG-Satz um 5,75 Prozent angehoben werden. Darüber hinaus sollen Zuschläge etwa für Miete und Versicherungen sowie Freibeträge etwas erhöht werden. Der Paritätische verweist auf seine im Mai veröffentlichte Studie, nach welcher jede*r dritte Student*in arm ist und fordert weiterhin grundlegende Reformen.

„Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein“, kommentiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes die geplante Erhöhung der BAföG-Sätze. Angesichts der Inflationsentwicklung würde die sowieso schon bestehende Armutsspirale bei Studierenden sich noch schneller drehen. “Die Armutsquote bei Studierenden ist schon jetzt doppelt so hoch wie im Bevölkerungsdurchschnitt. Das ist dramatisch. Junge Menschen an der Uni müssen sich auf ihr Studium konzentrieren können. Ständige Existenzängste machen keine guten Akademiker*innen”, so Schneider weiter.

Nach Berechnungen der Paritätischen Forschungsstelle liegt fast jeder zweite Studierende mit BAföG-Bezug unter der allgemeinen Armutsschwelle. Demnach sind deutlich höhere als die jetzt geplanten Steigerungen nötig, um Studierendenarmut zu vermeiden. Nach Berechnungen der Paritätischen Forschungsstelle bräuchte es deutlich über 600 Euro, um das Existenzminimum zu sichern.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband

Der Paritätische ist ein Wohlfahrtsverband von eigenständigen Organisationen, Einrichtungen und Gruppierungen der Wohlfahrtspflege, die Soziale Arbeit für andere oder als Selbsthilfe leisten. Der ParitätischeGetragen von der Idee der Parität, das heißt der Gleichheit aller in ihrem Ansehen und ihren Möglichkeiten, getragen von Prinzipien der Toleranz, Offenheit und Vielfalt, will der Paritätische Mittler sein zwischen Generationen und zwischen Weltanschauungen, zwischen Ansätzen und Methoden sozialer Arbeit, auch zwischen seinen Mitgliedsorganisationen. Mehr unter:  https://www.der-paritaetische.de/verband/

Jugendberufsagentur Flensburg feierlich eingeweiht

Zukunftsperspektiven für junge Menschen aus einer Hand

Flensburg. Die Jugendberufsagentur Flensburg (JBA Flensburg) hat ihre Arbeit aufgenommen und ist heute von den kooperierenden Partnern Stadt Flensburg, Jobcenter, Agentur für Arbeit, Regionale Berufsbildungszentren, Schulamt Flensburg und Kreis Schleswig-Flensburg in einem großen Festakt eingeweiht worden.

Die Anlaufstelle der JBA Flensburg hat ihren Standort in der Großen Straße 21-23 in der Flensburger Innenstadt. Hier erhalten ab sofort junge Menschen im Alter von 14-25 Jahren Beratung aus einer Hand. In der JBA beraten Fachkräfte der Kooperationspartner gemeinsam und wortwörtlich unter einem Dach zu allen Fragen rund um die persönliche und berufliche Zukunft junger Menschen.

Kein junger Mensch soll auf dem Weg von der Schule in die Berufswelt verloren gehen – das ist die Vision der Partnerschaft in der JBA Flensburg.

Bei allen Herausforderungen und Sorgen im Übergang von der Schule in den Beruf können junge Menschen sich an die JBA Flensburg wenden. Von Fragen zur Berufsorientierung oder zur finanziellen Unterstützung, Begleitung bei den schulischen Angelegenheiten oder bei Stress zu Hause, im Job oder in der Schule sind junge Menschen in der JBA Flensburg genau richtig.

Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange zeigt sich vom Konzept der JBA überzeugt: „Die Jugendberufsagentur ist die ideale Anlaufstelle für junge Menschen. Wir wollen allen die bestmögliche Orientierung für die Berufswahl geben und das bietet die Jugendberufsagentur“.

„Wie notwendig unser gemeinsames Vorgehen hier vor Ort gefordert ist, verdeutlichen die aktuellen Daten. Im Mai 2022 waren in der Stadt Flensburg 378 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet. 309, also mehr als 80 Prozent davon ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Das sind 309 zu viel!“, so Thorben Sauck, Leiter der Arbeitsagentur Flensburg.

Die Anlaufstelle der JBA Flensburg hat ihren Standort in der Großen Straße 21-23 in der Flensburger Innenstadt

Claudia Remark, Geschäftsführerin Jobcenter Flensburg unterstreicht vor allem die Nierigchwelligkeit des Angebotes der neuen Jugendberufsagentur: „Die Jugendberufsagentur Flensburg steht jungen Menschen, die am Übergang von Schule zum Beruf Unterstützung benötigen, direkt und unkompliziert zur Verfügung. Mit der zentralen Anlaufstelle in der Großen Straße geht die gute und rechtkreisübergreifende Zusammenarbeit der Kooperationspartner in eine neue, noch besser vernetzte Ausbaustufe!“

Auch Andreas Zettl, Schulleiter der HLA – Die Flensburger Wirtschaftsschule, begrüßt die neue Einrichtung: „Die JBA ist eine wertvolle Ergänzung des Beratungsangebotes für unsere Schülerinnen und Schüler. Wir freuen uns über die Einrichtung der JBA Flensburg!“

Susanne Bechler, Schulrätin in der Stadt Flensburg, zeigt sich ebenso erfreut über das neue Angebot: „Je nach Bedarf gewährleistet die JBA eine perspektivische Unterstützung für die Schülerinnen und Schüler, die mit dem Verlassen der Schule Beratung für den Weg in Ausbildung, in den Beruf oder das Studium benötigen, damit diese auf dem Weg nicht verloren gehen. Dies begrüße ich aus Sicht der unteren Schulaufsicht sehr“.

Karin Carstensen, die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Kreises Schleswig-Flensburg hebt vor allem die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis hervor: „Wir freuen uns sehr, dass es über die Beteiligung an der Jugendberufsagentur Flensburg nun möglich ist, auch den jungen Menschen, die im nördlichen Kreisgebiet wohnen eine Anlaufstelle zu geben. Wie wichtig eine solche ist, zeigen nicht zuletzt die hohen Besucherzahlen der beiden bereits etablierten Jugendberufsagentur-Standorte in Schleswig und Kappeln“.

Die Ratsuchenden finden in der JBA Flensburg ganz niederschwellige, individuelle und schnelle Lösungen um in der Berufswelt Fuß zu fassen. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie und in der Aufholung nach Corona ist diese Kooperation ein wichtiger Schritt im Übergang von der Schule zum Beruf. Die gemeinsame Beratung versucht zu verhindern, dass junge Menschen zwischen den Institutionen und den Übergängen verloren gehen und eröffnet ihnen durch nur eine Kontaktaufnahme viele Türen.

Ziel ist es, gemeinsam mit den Betroffenen Zukunftsperspektiven zu entwickeln und keinen von ihnen auf diesem Weg zu verlieren. Das Angebot der JBA Flensburg richtet sich primär an junge Menschen. Auch Eltern und Erziehende können Beratungen in Anspruch nehmen.

Auch Jugendliche und junge Erwachsene aus den nahe liegenden Gebieten des Kreises Schleswig-Flensburg können hier Unterstützung von Kolleg*innen der JBA Schleswig-Flensburg erhalten.

Die JBA Flensburg nimmt nicht erst mit der Eröffnung am heutigen Tag die Arbeit auf; vielmehr hat die auf die heutige Kooperation unter einem JBA Dach ausgerichtete Zusammenarbeit aller Partner schon vor mehr als zwei Jahren begonnen, so dass man in den neuen Räumlichkeiten vom ersten Tag an für junge Menschen da sein konnte.

Die JBA hat Mo., Di, Mi, Fr. von 09.00 – 17.00 Uhr und Do. 09.00 – 17.30 Uhr geöffnet. Besucher*innen sind unter Einhaltung der gängigen Hygieneregelungen ohne Termin herzlich willkommen.

Kontaktdaten:
Große Str. 21-23
24937 Flensburg
Tel.: 0461 67 4343 41
E-Mail: info@jba-flensburg.de
Weitere Informationen auch online unter www.jba-flensburg.de

Deutliche Kritik des BUND SH am schwarz-grünen Koalitionsvertrag

Mehr Schatten als Licht – vorgelegter Koalitionsvertrag mit fetter schwarzer Handschrift

Kiel. Zum gestern vorgelegten Koalitionsvertrag der zukünftigen Landesregierung äußert sich der Bund für Umwelt- und Naturschutz e. V. (BUND SH) überwiegend kritisch. „Viele der dringend benötigten Weichen für eine lebenswerte Zukunft sind nicht gestellt worden oder verlieren sich in Worthülsen,“ so die Landesvorsitzende Claudia Bielfeldt. „Ein großer Lichtblick ist allerdings das Festhalten an der Biodiversitätsstrategie. Gegenüber der Energiewende verlieren die Bereiche Natur-, Klima- und Umweltschutz, insbesondere durch die Zerschlagung des MELUND, zukünftig an Relevanz und werden geschwächt. Augenfällig sind zudem die Bemühungen der Koalitionspartner, Bürger*innenrechte und Beteiligungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft weit über das Erträgliche hinaus zu beschneiden.“

„Ein zukunftsweisender Koalitionsvertrag ist dies nicht! Es zeigt sich eine dünne grüne und eine fette schwarze Handschrift in diesem Koalitionsvertrag. Dies wird auch bei den Zuschnitten der Ministerien erkennbar!“, stellt Ole Eggers, Geschäftsführer des BUND SH fest. „Es stehen dem Umwelt- und Naturschutz schwere Zeiten bevor, in denen wir Verbände wahrscheinlich laut werden müssen, um der Natur als ihr Anwalt eine Stimme zu geben!“ Das wird durch die vielfältigen Ansätze zur Planungsbeschleunigung bei Infrastruktur und kommunalen Vorhaben sehr erschwert werden, da es zu empfindlichen Einschränkungen der in EU-Normen festgelegten Beteiligungsrechte der Verbände kommen wird. „Das Ignorieren der über Jahrzehnte erkämpften bürgerlichen Beteiligungsrechte werden die Umweltverbände nicht stillschweigend hinnehmen“, so Eggers weiter.

Biodiversitätsstrategie: Der BUND SH kritisiert fehlende Vorgaben zur konkreten Umsetzung und will echte und verbindliche Lösungen zum Schutz der Natur – Foto: Jörg Pepmeyer

Dass die Biodiversitätsstrategie in ihrer Gesamtheit umgesetzt werden soll, ist eines der wenigen Highlights, die der BUND SH ausdrücklich begrüßt. Doch auch an dieser Stelle fehlen im Koalitionsvertrag klare Vorgaben zur Finanzierung und zur konkreten Umsetzung. Gerd Simon, Sprecher des Ausschusses für Natur- und Umweltpolitik (ANUp) kritisiert: „Auch wenn die Bedeutung des Naturschutzes genannt wird, wird der Koalitionsvertrag im Ganzen der tatsächlichen Wichtigkeit nicht gerecht. Wir wollen echte Lösungen zum Schutz der Natur, die verpflichtend sind!“ Florian Schulz, Sprecher des BUND Landesarbeitskreises (LAK) Land und Natur äußert sich ebenfalls skeptisch: „Trotz einer Vertragslänge von 240 Seiten finden sich Naturschutzthemen auf weniger als vier Seiten wieder. Allein der Begriff Biotopverbund fällt nur einmal. Die Realisierung des Biotopverbundes im ganzen Land ist nicht ernsthaft geplant. Die Rolle von Naturschutz, Biotopvernetzung, zugehöriger Flächensicherung sowie Artenschutz wird massiv geschwächt statt zielstrebig gestärkt.“

Die Zusammenlegung der Häuser Landwirtschaft und Naturschutz wurde vor vielen Jahren parteiübergreifend begrüßt. Damals standen neben den günstigen finanziellen Auswirkungen vor allem die organisatorischen Synergien im Vordergrund. Die Zerschlagung des Umweltministeriums ist deshalb inhaltlich, fiskalisch und organisatorisch ein Rückschritt. Zukünftig müssen nachgeordnete Verwaltungen wie das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR), das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR) und Integrierte Naturschutzstationen mit großem, auch finanziellem Aufwand, aufgeteilt werden. Dadurch besteht die Gefahr teurer und ineffizienter Doppelstrukturen. Der BUND befürchtet zudem, dass dies auf Kosten der Umsetzung der Biodiversitätsstrategie geht.

Es ist weiterhin zu vermuten, dass die fehlende zentrale Steuerung mit der einhergehenden Schwächung des flächigen Naturschutzes den Koalitionär*innen zumindest bewusst, wenn nicht beabsichtigt ist. Dies wirkt wie eine demoralisierende Klatsche für die grünen Verhandlungspartner*innen.

Beispielhaft zeigt sich dies an dem Grünen Band, dem historischen und schützenswerten Lebensraum mit herausragender Bedeutung an der Landesgrenze zu Mecklenburg: Während CDU und Grüne 2019 im Landtag noch gemeinsam einer Entwicklung zu einem Nationalen Naturmonument zugestimmt haben, ist nun keine Rede mehr davon. „Während wir in den vergangenen Jahren vor allem Stillstand in der Naturschutzpolitik des Landes wahrgenommen haben, was schlimm genug war, stellen wir jetzt fest, dass nun ein Rückfall in das vergangene Jahrhundert bevorsteht“, so Landesgeschäftsführer Eggers.

Grünes Band: Naturschutzgebiet Goldensee bei Ratzeburg. Der See liegt auf der Grenze zwischen dem Herzogtum Lauenburg und Nordwestmecklenburg. Foto:  Kate1kunst – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Bini Schlamann, BUND-Referentin für Biodiversitäts- und Agrarpolitik ist der Überzeugung: „Die Krise der Biodiversität ist entscheidend für unsere Zukunft! Und wir haben in dem Bereich ein gewaltiges Problem. Das darf kein Randthema bleiben, besonders die Landwirtschaft darf sich nicht wegducken. Eine Ökologisierung der Landnutzung rückt mit dem Koalitionsvertrag weiter in die Ferne. Sie ist jedoch ein dringend benötigter Hebel, um den Biodiversitätsverlust zu stoppen.“ Eine Verdopplung der Fläche des ökologischen Landbaus bewertet der BUND SH – auch im Bundesvergleich – als vollkommen unzureichendes Ziel. Es fehlen sowohl konkrete Förderprogramme und Fortbildungen als auch proaktive Umstiegsberatungen.

Pia Turowski, Sprecherin des LAK Land und Natur begrüßt die Weiterführung des Dialogprozesses zur Zukunft der Landwirtschaft. Denn dieser ist für den Wandel zu einer vielfältigen, resilienten, wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Landwirtschaft in Schleswig-Holstein unter Einbeziehung aller Akteure dringend geboten. „Wenn jedoch durch einen zu zögerlichen Strukturwandel die gesetzten Ziele nicht ausreichend erreicht werden, gefährdet das auch die Planungssicherheit und die Zukunft der Landwirt*innen. Um die Landwirtschaft bis 2040 klimaneutral aufzustellen, müssten unter anderem mindestens 8.000 Hektar Moorfläche jährlich wiedervernässt werden.“

Die verbindlich festgelegten Klimaschutzziele begrüßt der BUND SH. Auch konkrete Festlegungen im Bereich der Erneuerbaren Energien, wie beispielsweise bei Solarenergie an Gebäuden oder die geplante Überarbeitung des Photovoltaik-Beratungserlasses für den Bau von Solar-Freiflächenanlagen, lassen gute Ansätze erkennen. „Es fehlt jedoch der immens wichtige Hinweis, dass ein naturverträglicher Ausbau zu erfolgen hat, damit die Anlagen auch einen Beitrag zum Artenschutz liefern“, kritisiert Carl-Heinz Christiansen, stellvertretender Vorsitzender des BUND SH und Sprecher des LAK Energiewende. „Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien dürfen Klimaschutz und Naturschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden. Hierzu fehlen im Koalitionsvertrag klare Aussagen – genauso wie zur Steigerung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung.“

Die Notwendigkeit der Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren zur Umsetzung der Energiewende kann der BUND SH grundsätzlich nachvollziehen. Allerdings muss diese Beschleunigung EU-rechtskonform geschehen und darf die Rechtssicherheit des aktuellen Ausbaus nicht gefährden. „Bei entsprechender personeller Ausstattung der Verwaltung und der beteiligten Verbände, könnte eine bessere Organisation und die frühzeitige Beteiligung zu einem Beschleunigungspotential führen“, so Gerd Simon und fügt an, dass „dagegen die Beschleunigung auf keinen Fall zu Lasten des Artenschutzes und der bisherigen Beteiligungsrechte gehen darf.“

Dass die ehrenamtlich geführten Umweltverbände zu einer Verfahrensbeteiligung verpflichtet werden sollen, ist rechtlicher Kokolores. Das wäre ein unzulässiger Vertrag zu Lasten Dritter. Dies wäre nur vorstellbar, wenn die Landesregierung sich dazu verpflichtet, die Zivilgesellschaft mit angemessenen Mitteln zu befähigen, ihre Beteiligungsrechte auszuüben. Zudem darf eine Planungsbeschleunigung keinesfalls herangezogen werden, um langfristige Verträge im Zusammenhang mit fossilen Energieträgern zu rechtfertigen.

In diesem Zusammenhang ergänzt Norbert Prahlow, Mitglied im ANUp: „Der Koalitionsvertrag zeigt keine zeitliche Perspektive auf, wie das geplante schwimmende und das feste LNG-Terminal für die Nutzung grüner Energieträger überführt werden soll. Die mittelfristige weitere Einfuhr von fossilen Energien steht den gesetzlich festgeschriebenen Klimazielen entgegen. Dieses Ziel muss durch den möglichen Import von grünen Energieträgern ersetzt werden. Alle für die geplante Anmietung der schwimmenden und den Bau des festen LNG-Terminals zugesagten Investitionsmittel sollten zukunftsfest in den Bau und die Entwicklung von grünen Technologien gesteckt werden.“

Hinsichtlich der Umweltbildungsaspekte ist Annika Behrens, Jugendbildungsreferentin der BUNDjugend SH, folgender Ansicht: „Es ist begrüßenswert, dass die zukünftige Landesregierung Bildung für Nachhaltige Entwicklung als Bestandteil der schulischen Ausbildung ansieht. Wir als BUNDjugend erwarten, dass sie gerade auch die Arbeit der ökologischen Freiwilligen stark würdigen, indem sie die Finanzmittel für das freiwillige ökologische Jahr (FÖJ) deutlich aufstockt! Denn es sind gerade diese Freiwilligen, die genau diese Art von Bildungsarbeit exemplarisch schon seit Jahren außerschulisch leisten.

Der nun erstmals auch von grüner Seite geäußerte Willen zum Ausbau der A20 , dem laut Umweltbundesamt umweltschädlichsten Infrastrukturprojekts Deutschland, macht deutlich, wie weit der Weg zu einer nachhaltigen Mobilitätswende mit dieser Regierung noch sein wird. Unter klimatischen und naturschutzfachlichen Gesichtspunkten bleibt der geplante Ausbau durch 80 Kilometer Moorgebiete eine Katastrophe. Ganz zu schweigen von den finanziellen Risiken dieser milliardenschweren Fehlplanung.

„Für uns ist stets klar, dass wir in den Dialog treten wollen und ein unterstützendes Angebot im Sinne der Sache bieten. Wir setzen uns für die Zukunft ein und wollen klar ein Miteinander!“ meint auch Joachim Schulz, stellvertretender Sprecher des LAK Land und Natur. „Als Umweltverband werden wir einer Politik die Stirn bieten müssen, die mehr Grenzen als Brücken baut und die Sachverhalte gegeneinander ausspielen kann. Wir werden konsequent unsere Position als wachrüttelnder Teil der Zivilgesellschaft nutzen“, ergänzt Claudia Bielfeldt, Landesvorsitzende des BUND SH.

Hier gibt es den kompletten Koalitionsvertrag als PDF

Öffentliche Sitzung des Hauptausschusses am 28. Juni im Rathaus Flensburg

Flensburger LINKE-Ratsfraktion mit zwei Anträgen zur Kostenentlastung bei Energie und Buspreisen – Beschlussvorlagen von SPD und Grünen für eine Solidaritätspartnerschaft mit der Ukraine

Für die kommende Hauptausschuss-Sitzung hat die LINKE-Fraktion zwei Anträge vorbereitet, mit denen die von deutlichen Kostensteigerungen bei Strom und Fernwärme sowie beim Busfahren betroffenen Menschen entlastet werden sollen. Mehr dazu auch hier

Interessierte EinwohnerInnen können die Sitzung ab 18:45 Uhr im Ratssaal des Rathauses mitverfolgen. Zuvor finden die nichtöffentlichen Sitzungen der Gesellschafterversammlung der FGS mbH und der bequa GmbH statt.

Wichtige TOPs zum Thema:

  • Bericht des Pandemiemanagements

  • Status Durchführung Zensus 2022

  • Solidaritätspartnerschaft mit der Ukraine

  • Grundbedarf bei Strom- und Fernwärmeversorgung in Flensburg durch Preisobergrenzen sichern und Gefahr zunehmender Energiear-mut stoppen; Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE RV-64/2022

  •  „Rundum mobil“: Mit Fahrpreissenkungen den Busverkehr attraktiv, sozial und klimagerecht gestalten; Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE RV-65/2022

  • Photovoltaik-Initiative für die Stadtwerke

nichtöffentlich:

  • Beteiligung der Kommunalpolitik in den strategisch-investiven Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung und Stadtwerken

  • Bericht und Vorlagen der Beteiligungssteuerung

Stadt Flensburg                                                                                                             Flensburg, 20.06.2022
Der Vorsitzende des Hauptausschusses

Bekanntmachung
zur 69. Sitzung des Hauptausschusses
am Dienstag, 28.06.2022, 18:45 Uhr
Rathaus, Ratssaal

Hinweise:

Die Sitzung beginnt voraussichtlich um 18:45 Uhr. Zuvor finden die Sitzungen der Gesellschafterversammlungen der FGS mbH und der bequa GmbH statt.

Die unter „B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil“ aufgeführten Tagesordnungspunkte werden nach Maßgabe der Beschlussfassung des Hauptausschusses voraussichtlich nichtöffentlich bera-ten.
Unser Angebot für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen:

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Gäste mit einer Mobilitätseinschränkung um eine vorhe-rige Anmeldung unter der Telefonnummer 0461 85 2120 bzw.- der Mailadresse hauptausschuss@flensburg.de.

Tagesordnung

A. Voraussichtlich öffentlicher Teil

1. Bestätigung der Tagesordnung

2. Niederschriften
2.1 Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 67. Sitzung vom 17.05.2022
2.2 Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 68. Sitzung vom 31.05.2022

3. Mitteilungen
3.1 Bericht des Pandemiemanagements
3.2 Status Durchführung Zensus 2022

4. Solidaritätspartnerschaft mit der Ukraine Antrag der SPD-Ratsfraktion HA-38/2022
4.1 Solidaritätspartnerschaft mit der Ukraine Antrag der Ratsfraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen
HA-38/2022 1. Ergänzung

5. Grundbedarf bei Strom- und Fernwärmeversorgung in Flensburg durch Preisobergrenzen sichern und Gefahr zunehmender Energiear-mut stoppen; Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE RV-64/2022

6. „Rundum mobil“: Mit Fahrpreissenkungen den Busverkehr attraktiv, sozial und klimagerecht gestalten; Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE RV-65/2022

7. Photovoltaik-Initiative für die Stadtwerke Antrag der SPD-Ratsfraktion

8. Tourismus Agentur Flensburger Förde GmbH (TAFF) hier: Strategische Ausrichtung der TAFF RV-62/2022

9. MV: Vorlagencontrolling – Vereinheitlichung der Angaben zu Finanzie-rung und Folgekosten in Beschlussvorlagen; hier: Evaluierungsbericht FA-47/2022

10. Entscheidungsreife Ratsvorlagen einschl. Einwohnerfragestunde – öf-fentlicher Teil

11. Anfragen/Anregungen

12. Beschlusskontrolle

B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil

13. Niederschriften
13.1 Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 67. Sitzung vom 17.05.2022
13.2 Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 68. Sitzung vom 31.05.2022

14. Mitteilungen

15. Beteiligung der Kommunalpolitik in den strategisch-investiven Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung und Stadtwerken Antrag der SPD-Ratsfraktion

16. Personalangelegenheit HA-45/2022

17. Bericht und Vorlagen der Beteiligungssteuerung
17.1 Flensburger Friedhöfe AöR (FF) hier: Weisung zum Jahresabschluss 2021 HA-34/2022
17.2 Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft FL/SL mbH (WiREG); hier: Weisung zum Jahresabschluss 2021 HA-35/2022
17.3 RBZ Eckener Schule Flensburg AöR (ESF) hier: Weisung zum Jahresabschluss 2020 HA-39/2022
17.4 RBZ Handelslehranstalt Flensburg AöR (HLA) hier: Weisung zum Jahresabschluss 2020 HA-40/2022
17.5 Digitalagentur Smarte Grenzregion GmbH; hier: Tätigwerden der Gesellschaft als Koordinierungsstelle (Geschäftsführung) der kommunalen Arbeitsgemeinschaft im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit HA-42/2022
17.6 Digitalagentur Smarte Grenzregion GmbH hier: Weisung zur Eröffnungsbilanz HA-43/2022
17.7 Digitalagentur Smarte Grenzregion GmbH hier: Nachschüsse der Gesellschafter HA-44/2022

18. Entscheidungsreife Ratsvorlagen – nichtöffentlicher Teil

19. Anfragen/Anregungen

20. Beschlusskontrolle

C. Voraussichtlich öffentlicher Teil

21. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse

Für die Richtigkeit:
Arne Rüstemeier, Vorsitzender
Edgar Nordmann, Protokollführer

Alle Unterlagen und die Beschlussvorlagen zur Sitzung gibt es hier

 

Stefan Seidler gründet Parlamentskreis Minderheiten

„Dass heute Morgen meine Kollegin Denise Loop und ich gemeinsam mit Abgeordneten der SPD, Union, FDP, die Linke sowie Bündnis90/Die Grünen die konstituierende Sitzung des neuen Parlamentskreises Minderheiten durchführen konnten, ist ein großer Schritt für die Sichtbarkeit der vier autochthonen Minderheiten im Deutschen Bundestag“, so der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler.

Die vier nationalen Minderheiten – Friesen, Sorben, Roma und Sinti sowie Dänen – und ihre Bedürfnisse werden durch den überfraktionellen Parlamentskreis stärker in den Fokus der parlamentarischen Arbeit und der Öffentlichkeit gerückt.

„Die Themen werden uns so schnell nicht ausgehen“, ist sich Seidler sicher. „Wir müssen den ungleichen Umgang der jeweiligen Landesregierungen mit den Minderheiten debattieren, die Minority Safepack Initiative und den Kongress der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten am 29./30. September 2022 in Berlin. Wir suchen auch den Austausch mit dem Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus, Dr. Mehmet Daimagüler und der Beauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Natalie Pawlik. Unsere Stimme möchten wir aber auch hörbar machen bei Problemen wie der Senkung der Mittel für die deutsche Minderheit in Polen durch die dortige Regierung.“

Lesung mit Jan Michael Stümpert: „Ein Text sagt mehr als … Worte“ am 30. Juni im Café Isa in der Norderstraße

Donnerstag, 30. Juni 2022, Beginn 18:30 Uhr, Eintritt frei (Hutlesung)
Café Isa – Norderstraße 77, 24939 Flensburg

Mit 34 Jahren war der Wahl-Flensburger Jan Michael Stümpert bereits Koch, Journalist
und Student – in jedem Fall immer dabei: Stift und Papier.
Reime, Kurzgeschichten und Slamtexte entspringen seiner Feder, seit er in der Schule
das erste Mal ein Gedicht schreiben musste.

Seit nunmehr zwei Jahren teilt er seine Werke auf unterschiedlichsten Bühnen mit einem
Live-Publikum.

Die Gäste seines aktuellen Programms „Ein Text sagt mehr als … Worte“ im Café Isa
dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm ausgewählter Texte aus 20 Jahren
freuen.

 

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