Archiv der Kategorie: Gender

Beiträge zum Thema Gender, Gender Mainstream und Gleichstellung

„Was will DIE LINKE?“ – Bundestagskandidaten stellen am 23.08.2017 im Flensburger LINKEN BÜRO das Wahlprogramm vor

Lorenz Gösta Beutin und Herman U. Soldan stellen sich den Fragen und der Diskussion zu den Inhalten der Politik der LINKEN – am 23.08. um 18 Uhr im LINKEN BÜRO (Norderstr. 88)

Spitzenkandidat Lorenz Gösta Beutin

Fast 130 Seiten LINKES Wahlprogramm – das ist wohl nur etwas für die ganz Gründlichen! Deshalb findet am 23.08. um 18 Uhr im LINKEN BÜRO in der Norderstr. 88 ein Kandidaten-Treff statt, bei dem die politischen Inhalte im Gespräch deutlicher dargestellt und diskutiert werden können.

Lorenz Gösta Beutin, Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen LINKEN, und Herman U. Soldan, der für DIE LINKE als Direktkandidat in Flensburg-Schleswig antritt, werden die Gastgeber für diesen Abend sein. Sie werden die Gelegenheit nutzen, das Wahlmotto der LINKEN „Sozial. Gerecht. Frieden. Für alle.“ mit konkreten Inhalten zu füllen.

Herman U. Soldan,  Direktkandidat für den Wahlkreis 1, Flensburg-Schleswig

Eine gerechte Lohn-, Steuer-, Gesundheits- und Rentenpolitik wird ebenso beleuchtet wie sozialer Wohnungsbau oder eine solidarische Europa- und Friedenspolitik – Themen, bei denen DIE LINKE sich von den anderen Parteien oft sehr deutlich unterscheidet. Dies gilt für die Art der Forderungen, aber auch für die Finanzierung der LINKEN Wahlziele. Eine soziale Umverteilung von oben nach unten, durch die soziale Investitionen möglich werden, ist dabei ein zentraler Punkt für eine neue solidarische und zukunftsfähige Politik.

Wie das alles genau zusammenhängt, verdeutlichen Beutin und Soldan und stellen sich dabei den Fragen des Publikums. „Neben kurzen einführenden Statements zu unseren Wahlforderungen soll das Gespräch das Wichtigste an diesem Abend sein. Wir lassen uns gerne ausfragen und stellen uns ebenso gerne den Meinungen der Anwesenden“, fügt Herman U. Soldan hinzu.

Billiglohnland Schleswig-Holstein

DGB Nord: Niedriglohn schwächt Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein ist weiterhin eine Billiglohn-Zone im Bundesgebiet: Hier gibt es besonders viele Minijobber, Leiharbeiter, atypisch und befristet Beschäftigte mit Niedriglohn.

„Dem Norden drohen riesengroße Gefahren, für unser Gemeinwesen und die öffentlichen Haushalte, denn Niedriglohn führt zu immer mehr Ungleichgewichten und höheren Sozialhilfeausgaben – und er bewirkt nur Armutsrenten, die im Alter ebenfalls aufgestockt werden müssen. Das Regelarbeitsverhältnis muss unbefristet, sicher und tariflich entlohnt sein. Wir brauchen ein Comeback der Tarifkultur und des Sozialen in der Marktwirtschaft“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord. Das monatliche Bruttoarbeitsentgelt von Vollzeitbeschäftigten liegt in Schleswig-Holstein rund 400 Euro unter dem Durchschnitt der westdeutschen Bundesländer und rund 250 Euro unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Dass der Niedriglohnsektor im Norden Geringqualifizierten ein „Sprungbrett“ in den Arbeitsmarkt und in besser bezahlte Tätigkeiten biete, sei widerlegt, so der DGB-Vorsitzende: „Unser Wirtschaft geht es bombig, aber der Niedriglohnsektor wird trotzdem nicht kleiner. Ausgerechnet die ökonomische Großmacht Deutschland hat den größten Niedriglohnbereich in Westeuropa. Mehr als jeder fünfte Beschäftigte muss für weniger als 10 Euro die Stunde arbeiten. Die Normalarbeitsverhältnisse werden zerschlagen, immer mehr Menschen sind arm trotz Arbeit. Hier haben die Politiker eine riesige Baustelle – vor und nach der Bundestagswahl“, so Polkaehn.

Zwei Drittel der Niedriglohnbeziehenden haben nach DGB-Angaben eine abgeschlossene Berufsausbildung, weitere 10,5 Prozent sogar einen Hochschulabschluss. Auch die OECD hat wiederholt in ihren Länderberichten, zuletzt 2016, festgestellt, dass das Armutsrisiko in Deutschland durch den wachsenden Niedriglohnbereich gestiegen ist: „Die Aufwärtsmobilität von einkommensschwachen Arbeitskräften und Geringverdienern hat effektiv abgenommen“ (OECD 2014). Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) spricht von „Einsperreffekten“ atypischer Beschäftigung.

Quelle: DGB Nord und Destatis. Leider gibt es diese Zahlen nur mit Stand 2014

Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Mehr zum Thema, Daten, Zahlen und Vergleiche zu den Verdiensten in Deutschland und den Bundesländern gibt es in der im April 2017 erschienen Online-Broschüre des Statistischen Bundesamtes (Destatis) Verdienste auf einen Blick hier

Handelt endlich fair! – DGB-Veranstaltung am 1. Juli im Speicher Husum

Ein Nachmittag über die G20 Industrienationen und ihre Wertschöpfungsketten – am Beispiel der Textilproduktion

Sonnabend 01.07.2017, von 14:00 bis 16:00 Uhr
im Speicher in Husum, Hafenstraße 18

Sie tagen fast zeitgleich in Hamburg: die Regierungen der 20 größten Industrie­nationen der Welt. Dabei ist eines fast sicher: Ihr Treffen wird nicht dazu führen, dass die arbeitsteiligen weltweiten Arbeitsbedingungen endlich deutlich fairer und menschenwürdiger werden. Das ist für uns Anlass zu fragen: Wie steht es um die internationalen Produktions- und Wertschöpfungsketten, gibt es Ansatzpunkte für Hoffnung und konkretes Handeln?

Diesen Fragen wollen wir am Beispiel der Textilproduktion nachgehen:

14 – 15 Uhr: Faire Textilproduktion – wo stehen wir?

Wie sieht die Gegenwart in Ländern wie Bangladesh aus? Was hat sich verbes­sert, was macht das Bündnis für nachhaltige Textilien? Dazu wird Wirtschafts­journalistin Ines Burckhardt von FEMNET nach Husum kommen.

15 – 16 Uhr: Globale soziale Rechte – Anknüpfungspunkte für Verbesserun­gen?

Was es schon gibt und welche Möglichkeiten globale Rechte eröffnen, dazu wollen wir mit Dr. Michael Krennerich vom Nürnberger Menschenrecht­szentrum diskutieren.

Wir freuen uns auf euer, auf Ihr Kommen!

Veranstalter: DGB Schleswig-Holstein Nordwest, DGB Nordfriesland, attac Nordfriesland

www.sh-nordwest.dgb.de

 

Women´s March und Rainbow Walk am 17. Mai 2017 in Flensburg

Ganz oben – Ganz bunt – Ganz viele

Gemeinsam für Akzeptanz und Respekt

Am 17. Mai ist der internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie.

Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis mit mehr als 30 Organisationen und Verbänden in Flensburg ruft aus diesem Grund zur Teilnahme an einem Marsch der Vielfalt, gegen Rassismus und für Toleranz auf. Im Vorfeld wurde das Flensburger Manifest erstellt, das auf dem beigefügten Flyer zu finden ist.

Die VeranstalterInnen bitten alle FlensburgerInnen am 17. Mai an der Demo – „rainbow-walk und women’s march“ – teilzunehmen und phantasievoll unter dem Motto:
„Lasst uns zeigen, dass Flensburg eine bunte und tolerante Stadt ist“ gegen Rassismus, Sexismus, Nationalismus und für Toleranz und Gleichberechtigung einzutreten.

Eine Veranstaltung für Vielfalt und Toleranz mit tollen Aktionen, Bühnenprogramm, Info-Ständen, Open-Air-Musik und mehr …

Los geht es um 15.30 Uhr mit Hissen der Regenbogenflagge, die in diesem Jahr erstmalig eine ganze Woche vor dem Haupteingang des Flensburger Rathaus weht.
Zu diesem Anlass werden Gleichstellungsbeauftragte Verena Balve, Ratsfrau Ellen Kittel-Wegner und Andreas Witolla, Vorsitzender des Vereins Schwulen und Lesben-Veranstaltungen zur Förderung der Primärprävention, das Wort an das Publikum richten. Es wird das „Flensburger Manifest für Akzeptanz, Respekt und Selbstbestimmung gegen Diskriminierung, Sexismus und Rassismus“ verlesen und Frauenmantel e.V. trommelt für Akzeptanz und Respekt.
 
Ab 16.30 Uhr geht es dann weiter mit dem gemeinsamen Women’s March und RainbowWalk, bei dem die Demonstrant*innen solidarisch durch die Flensburger Innenstadt ziehen – für eine weltoffene, gewaltfreie und gleichberechtigte Gesellschaft. Alle Flensburger*innen sind herzlich eingeladen, sich anzuschließen.

Den krönenden Abschluss des Aktionstages bildet ab 18 Uhr das Fest am Südermarkt, wo auch der Demonstrationszug endet. Hier werden Oberbürgermeisterin Simone Lange (18.15 Uhr)  und Pröpstin Carmen Ralph (18.30 Uhr) zu den Festtagsgästen sprechen. Diese erwartet ein buntes Treiben mit Essen- und Getränkebuden, Infoständen, Spielmobil, Hüpfburg und Livemusik der Flensburger Pastorenband sowie der Band Crawlin Dust.

Ermöglicht wurde das bunte Programm des Tages durch den erstmaligen Schulterschluss der Initiative „Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten“ und des „Flensburger Frauenforums“. Alles weitere ist dem Flyer zu entnehmen: flyer_rainbowwalk_2017

Ein paar erklärende Infos: Der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (englisch International Day Against Homophobia, Transphobia and Biphobia, kurz IDAHO oder IDAHOT) wird seit 2005 jährlich am 17. Mai von Homosexuellen und später auch Trans- und Bisexuellen als Aktionstag begangen, um durch Aktionen, mediale Aufmerksamkeit und Lobbying auf die Diskriminierung und Bestrafung von Menschen hinzuweisen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen.

Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Im Unterschied dazu ist Transsexualität in dieser Klassifikation immer noch als psychische Störung eingestuft. Eine Änderung ist für 2018 (ICD-11) vorgesehen. Quelle: Wikipedia

* Homophobie (von griech. ὁμός homós:[1] gleich; φόβος phóbos: Angst, Phobie) bezeichnet eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion bzw. Feindseligkeit.

** Transphobie (von lat. trans „jenseitig“, „darüber hinaus“ und griech. φόβος phóbos = Angst, Furcht, Schrecken) bezeichnet gegen transidente, transgender (auch: trans*) oder transsexuelle Personen gerichtete Vorurteile, Ekel, Aggressionen oder irrationale Angst vor ihnen, ihren Lebensweisen und dem Ausdruck ihrer Geschlechtsidentitäten sowie ihre gesellschaftliche Diskriminierung.

*** Biphobie bezeichnet die Angst vor, Diskriminierung gegen oder Hass auf Bisexuelle, kann sich in der Praxis aber auch auf Pansexuelle ausdehnen. Die Biphobie muss nicht mit Homophobie oder Heterophobie einhergehen, da es über Bisexuelle eigene spezifische Stereotypen und Vorurteile gibt.

 

Frauengesundheitstag am 25.03.2017 im Ev. Gemeindezentrum Flensburg-Fruerlund

25.03.2017 | 09:30 – 17:00
Evangelisches Gemeindezentrum
Fruerlundhof 1

Anmeldung bis 20.03.2017 im Frauenwerk, Tel.: 0461-13901

Veranstalter: Ev. Frauenwerk des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg

Zum Abschluss der Flensburger Veranstaltungsreihe zum Internationalen Frauentag findet am 25.3.2017 unter dem Motto „Kommunikation von Herz zu Herz“ der Frauengesundheitstag statt .

Hier das Programm:

Workshop I am Vormittag:

„Worte können Gift enthalten oder Balsam – Eine Einladung zu gesunder Kommunikation“

Ungesunde Auseinandersetzungen kennen wir alle. Ist das Beziehungsporzellan erst zerschlagen, braucht es lange, bis die Wunden heilen. In einem Konflikt gibt es oft zwei Verlierer. Der Workshop I gibt hilfreiche Impulse, wie Sie diese Konflikte vermeiden oder entschärfen können. Dies führt zur Entspannung im Alltag, inFamilie und Beruf und vor allembei uns selbst.(Die Teilnahme am Vormittag ist Voraussetzung für die Nachmittagsveranstaltung.)

Workshop II am Nachmittag:

„Kommunikation fast ohne Worte – Mein Körper spricht mit“

Unser Körper hat die wunderbare Fähigkeit, sich zu erinnern. Alle Gefühlslagen, ob Glücksgefühle oder Unwohlsein, sind eng gekoppelt mit körperlichem Ausdruck. Wir nutzen das Körpergedächtnis, um das am Vormittag Gelernte in unseren Zellen zu verankern, um die Entscheidung für inneren und äußeren Frieden zu verinnerlichen.
So bleiben wir auch im Konflikt auf Augenhöhe miteinander und öffnen den Raum für gemeinsame Lösungen.

(Referentin der Workshops: Claudia Wunram)

Den Flyer zum Gesundheitstag gibt es hier

 

Internationaler Frauentag 2017 in Flensburg mit spannenden Veranstaltungen

Aus Anlass des Internationalen Frauentages am 8. März finden noch bis zum  25. März in Flensburg zahlreiche Veranstaltungen statt. Highlights der Veranstaltungsreihe sind wie immer das traditionelle Frauenfrühstück am 14.3. und das Internationale Frauenfest am 18.3. sowie der Frauengesundheitstag am 25.3.2017.

Untenstehend die Übersicht der Veranstaltungen. Das Ganze gibt es natürlich auch als PDF-Datei zum Ausdrucken hier: frauentag-2017-2-2

 

 

Internationales Frauenfest am 18.03.2017 in der Oase Treffpunkt Mürwik in Flensburg

Auch dieses Jahr laden das Flensburger Frauenforum und das Gleichstellungsbüro der Stadt Flensburg im Rahmen des Internationalen Frauentages wieder zum Internationalen Frauenfest ein. Ein Fest für Frauen und Mädchen ab 8 Jahren mit einem vielfältigen Programm in der Oase Treffpunkt Mürwik, Kielseng 30, Flensburg

Flensburg fördert Frauen- und Männerprojekte mit 9500 Euro

Projektträger können sich bis zum 13. März 2017 um Zuschüsse bewerben

Flensburg. Zur Förderung von Frauenprojekten stehen bei der Stadt Flensburg auch in diesem Jahr wieder 8100 Euro zum Abruf bereit. Unterstützt werden sollen damit Projekte und Maßnahmen, die der Frauenförderung dienen und die Gleichstellung von Frauen und Mädchen in Flensburg vorantreiben. Zu den förderfähigen Frauenprojekten zählen beispielsweise frauenspezifische Veranstaltungen oder Projekte, die zur Weiterbildung, Förderung von Bewusstseinsprozessen und zur Stärkung von Netzwerken beitragen. Grundsätzlich förderungsfähig sind außerdem Projekte, die sich die Stärkung der Elternschaft und der Familie zum Ziel gesetzt haben.

Auch für Männerprojekte gibt es wieder finanzielle Unterstützung. 1500 Euro sollen Verwendung finden für Projekte, die Jungen und Männer bei der Findung eines neuen Rollenbildes unterstützen. Neben dem Erlernen einer anderen Vater- und Vorbildrolle gegenüber Kindern geht es hierbei unter anderem um die Bereiche Gesundheitsvorsorge, Gewaltprävention und Umgang mit Lebenskrisen.

Zusammen bieten beide Fördertöpfe einen finanziellen Rahmen für die Umsetzung tatsächlicher Gleichstellung von Frauen und Männern.

Die Anträge sind unter www.flensburg.de/politik&verwaltung/stadtverwaltung/gleichstellungsbüro zu finden und können bis zum 13. März 2017 unter der Email-Adresse balve.verena@stadt.flensburg.de  gesendet werden.
Das Gleichstellungsbüro steht für Fragen gerne zur Verfügung. Tel. 0461-852806

Einladung zur Veranstaltung „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik – wir mischen mit!“ am 26.11.2016 im Flensburger Borgerforeningen

Veranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten des Landes mit Ministerin Anke Spoorendonk und der zukünftigen Oberbürgermeisterin Simone Lange

Flensburg. Die Stadt Flensburg lädt alle interessierten Flensburgerinnen zur Veranstaltung „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik – wir mischen mit “ am Samstag, 26. November um 14 Uhr im Gasthaus Borgerforeningen, Holm 17 ein.

Nach Begrüßung durch Bürgermeister Henning Brüggemann und Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa, diskutiert Verena Balve, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Flensburg, die Frage, warum Frauen in politischen Gremien immer noch deutlich unterrepräsentiert sind und mit welchen Maßnahmen dies auch in Anbetracht der 2018 in Schleswig-Holstein anstehenden Kommunalwahlen geändert werden kann.

Wie sie den Spagat im Spannungsfeld zwischen Beruf, Familie und politischem Engagement  geschafft hat, wird darauf die designierte Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg und ehemalige Landtagsabgeordnete Simone Lange erzählen.

Im Anschluss haben die Gäste die Möglichkeiten, sich bei Snack und Schnack mit den Referentinnen auszutauschen.

Über Anmeldungen zur kostenfreien Veranstaltung  freut sich Gleichstellungsbeauftragte Verena Balve unter balve.verena@flensburg.de oder unter 85-2963.

Im Rahmenprogramm der Veranstaltung wird ab sofort auch die Ausstellung „Wir mischen mit!“ mit Portraits politisch engagierter, erfolgreicher aktiver Frauen aus der Region in der Bürgerhalle des Rathauses gezeigt. Diese ist noch bis Ende der Woche zu Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen ebenso im Borgerforeningen am 26. November zwischen 13 und 16 Uhr.

Flensburger LINKEN-Antrag zur genderkorrekten Bezeichnung von Papierkörben und mehr

Eine satirische Replik auf die verbohrte Ignoranz der Kommunalpolitiker

Für viel öffentlichen Wirbel und ein reges Medienecho von BILD bis über den SPIEGEL sorgt derzeit ein Antrag der LINKEN-Fraktion für die nächste Sitzung der Flensburger Ratsversammlung. Die LINKE fordert eine genderkorrekte Bezeichnung der Büro- und Arbeitsgeräte, angefangen von Papierkörben, Lochern bis hin zu Scannern. Die Absicht dahinter ist, wie man der untenstehenden Pressemitteilung der LINKEN entnehmen kann, diesen Antrag als Anlass zu nehmen, den Focus der kommunalpolitischen Debatte stärker auf  die Benachteiligung von Frauen in Gesellschaft und Beruf zu richten und auf die äußerst schwierige Situation von alleinerziehenden Müttern in unserer Stadt.

Leider haben nur wenige Leserinnen und Leser die satirische Ironie des LINKEN-Antrages verstanden. Denn der ist unter anderem eine Replik auf einen Antrag der WiF-Fraktion für die kommende Sitzung der Ratsversammlung. Den WiFlern fällt offensichtlich kommunalpolitisch nicht mehr viel ein, weshalb sie sich nun mit einem Antrag zu genderkorrekten Bezeichnungen profilieren wollen, ohne das eigentliche Problem aber beim Namen zu nennen. Das ist so ähnlich, wie der völlig überflüssige WiF-Antrag zur Vorsorge hinsichtlich des durch den Klimawandel bedingten Meeresspiegel-Anstieges in Flensburg, über den Daniel Schmidt vom shz ja sehr süffisant berichtete.

Dabei gibt es neben der oben beschriebenen Situation vieler Frauen noch so viele wichtige Themen für die kommunalpolitische Debatte in Flensburg: Fehlende KITA-Plätze, kaputte Straßen, marode Schulen, fehlende Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen, eine besonders hohe Armutsquote in Flensburg mit einer entsprechend hohen Zahl von Hilfeempfängern und benachteiligten Kindern, die unzureichende Betreuung und Förderung der Flüchtlinge in unserer Stadt, usw. usf. Aber die große Koalition der wohlstandsverwöhnten Mittelschichtsparteien in der Ratsversammlung ist an solchen Debatten ja nicht interessiert. Stattdessen lässt sie lieber die Harniskaispitze räumen und setzt dabei 360.000 Euro Steuergelder in den Sand. Insofern bleibt oft nur die Satire und die Ironie, um sich gegen so viel verbohrte Ignoranz und Dummheit zu wehren.

Jörg Pepmeyer

Mehr zu dem Antrag auch in dem Beitrag von Holger Ohlsen vom 27.09.2016 auf shz.de  Gender-Debatte in Flensburg – Aufregung um eine Papierkörb/in: Linke will Antrag zurückziehen unter:
http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/aufregung-um-eine-papierkoerb-in-linke-will-antrag-zurueckziehen-id14939216.html

Siehe hierzu auch die Pressemitteilugn der Flensburger LINKEN-Fraktion vom 26.09.2016:

li-sh_-_kopiererinNicht jede/r mag Satire – aber in diesem Punkt sollten wir uns doch einig sein:

Ob Satire gelungen oder ist, darüber können wir gerne streiten. Dass von rechten Medien unterschlagen wurde, dass es sich beim Antrag der LINKE Flensburg um Satire handelt, ist verständlich. Dass viele andere Medien auf die Hetze der Zeitung, die weder jung noch frei ist, hereingefallen sind, ist arm.

Wir fragen uns aber: Warum solche Aufregung um eine Nebensächlichkeit? Warum keine Aufregung darüber, dass in Schleswig-Holstein Frauen überdurchschnittlich von Niedriglöhnen und prekärer Beschäftigung betroffen sind? Dass alleinerziehende Frauen häufig bei uns von ihrem Lohn nicht leben können und Grundsicherung beantragen müssen? Dass das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit in kaum einem anderen Staat Europas so mit Füßen getreten wird, wie in der Bundesrepublik?

Also mal wieder runter kommen vom Baum. Lasst uns über die Dinge sprechen, die wirklich zählen: Wie können wir das Prinzip gleicher Lohn für gleich(wertig)e Arbeit durchsetzen? Wie können wir gemeinsam, Männer und Frauen, für tatsächliche gesellschaftliche Gleichstellung kämpfen?

Das wäre doch mal eine spannende Diskussion, im Gegensatz zu dieser Panne-Diskussion, oder?!

Zum Hintergrund des Antrags der Flensburger Linksfraktion http://www.vice.com/de/read/der-die-staubsaugerin-die-linke-flensburg-trollt-rechte-medien-mit-gender-vorschlag

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