Archiv der Kategorie: Soziales

Artikel zum Thema Arbeit und Soziales, Armut, SGB II/III und „Hartz IV“, Sozialdaten, Sozialpolitik,Entwicklung des Arbeitsmarktes und Projekten bürgerschaftlicher Selbstorganisation.

Waldstück an der Schleswiger Straße: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit vollendete Tatsachen schaffen?

Plan für die Baumfällungen – betroffene Bäume sind mit X markiert

Hotelneubau an der Bahnhofstraße: Kahlschlag als „Waldumwandlung“?

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Die Planungen für ein neues Hotel in der Bahnhofstraße, das von der Steigenberger-Kette betrieben werden soll, sorgen weiterhin für Ärger bei Anwohnern und zahlreichen Bürgern. Die beiden Investoren Ralf Hansen und Jan Duschkewitz wollen einen siebenstöckigen Neubau mit über 38 Meter Höhe zwischen Bahnhofstraße und Schleswiger Straße platzieren und gleichzeitig auch ein ebenso hohes Parkhaus bauen. Auch die angrenzenden Flächen um das alte Postgebäude sollen umgekrempelt werden.
Insbesondere für das Parkhaus müssten die Investoren allerdings bis hinauf in den Hang zur Schleswiger Straße bauen. Damit sind nicht nur erhebliche Risiken für die Hangstatik und angrenzenden Häuser an der Schleswiger Straße verbunden. Am Hang zwischen der Schleswiger Straße und der Bahnhofstraße befindet sich zudem auch ein Waldstück, in dem es noch einen Teil der Valentiner Allee gibt. Diese wurde um 1880 geplanzt und verlief einst am inzwischen zugeschütteten Mühlenteich entlang. Für den Neubau des Hotels und des Parkhauses sollen zahlreiche Bäume gefällt werden. Dagegen laufen die betroffenen Anlieger an der Schleswiger Straße bereits seit anderthalb Jahren Sturm.

Auch ein von der Stadt Flensburg in Auftrag gegebenes Gutachten vom Biologenbüro GGV macht deutlich, dass es sich bei dem Wald um ein besonders wertvolles und schützenswertes Biotop handelt. Das ökologische Gutachten vom 14. September 2018 kommt sogar zu dem Schluss: „Das Plangebiet hat eine lokal bedeutsame ökologische Funktion für Fledermäuse und stellt innerhalb der Stadt Flensburg mit vier nachgewiesenen Arten ein schützenswertes Habitat dar.“ Und weiter heißt es im Gutachten: „Nicht ausgeglichen werden kann der Biotopverbund, daher muss ein möglichst breiter Gehölzbereich erhalten bleiben.“ Das Kieler Umweltministerium hatte schon am 28. Mai 2018 in einer Antwort auf ein Schreiben von Anwohner Claus Kühne deutlich gemacht, dass es sich bei dem genannten Gebiet um eine Waldfläche handelt, die nach dem Landeswaldgesetz unter besonderem Schutz stehen würde.  Diesen Status aufzuheben sei sehr schwierig, zumal der Wald für die Erholung der Bevölkerung von wesentlicher Bedeutung sei. Einen Eingriff in den Wald und die Fällung von Bäumen befürwortet das Ministerium daher nicht.

Da sich weder die Parteien noch die Stadt Flensburg von den Gutachten beeindrucken ließen, starteten Claus Kühne und seine Mitstreiter neben einer Petition auf Papier eine Online-Petition (zu der geht es hier: http://www.grain.one/schuetztunserealtenriesen/ ) mit dem Ergebnis, dass sich inzwischen über 77.000 Bundesbürger für den Erhalt des Waldes ausgesprochen haben. Ebenso hat Claus Kühne  Oberbürgermeisterin Simone Lange in einem Brief über die Petition informiert. Frau Lange scheine aber die Kritik an dem geplanten Bauvorhaben und dem drohenden Kahlschlag am Hang nicht besonders ernst zu nehmen, erklärt Claus Kühne.

Obwohl der NABU, Greenpeace, der BUND, der Umweltbeirat mit Uwe Maßheimer und der einberufene Gestaltungsbeirat sich ebenfalls frühzeitig gegen das geplante Bauvorhaben ausgesprochen haben, unterstützen die meisten Ratsfraktionen weiterhin den Bau des Hotels und Parkhauses. Erstaunlicherweise haben die Flensburger Grünen und ihre Ratsmitglieder bisher noch keine klare Position. Bisher haben sie nicht deutlich gemacht, ob oder wie sich sich für den Wald einsetzen wollen.

Da bestimmte Abstandsgrenzen zu dem Wald eingehalten werden müssen, soll das Bauvorhaben realisiert werden, will man nun versuchen den Schutzstatus für dem Wald aufzuheben bzw. auf bestimmte Flächen einzuschränken. Damit könnten dann alle mit einem „X“ gekennzeichneten Bäume gefällt werden, wie man diesem Plan entnehmen kann. Im technischen Rathaus spricht man allerdings nicht von Kahlschlag, sondern weist daraufhin, dass für einige Teile des Hangs im Gegenzug eine „Waldumwandlung“ vorgesehen sei. Was nur bedeutet, dass dort lediglich auf Fällungen verzichtet wird.

Dennoch hält man bei der Stadt aber in diesem Zusammenhang von Transparenz und Bürgerbeteiligung nicht viel. Denn jüngst wurden die Mitglieder des Stadtplanungsausschusses von Carsten Barz vom Fachbereich Stadtentwicklung und Klimaschutz der Stadt Flensburg zu einer Ortsbesichtigung am Dienstag, den 23.04.2019 um 14.45 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem Postgebäude eingeladen. Dort sollen die Planungen erläutert werden.

Besonders pikant dabei ist, dass dieser Termin ausschließlich Ausschussmitgliedern vorbehalten ist. Eine Begleitung der Ausschussmitglieder durch Presse und Öffentlichkeit ist nicht vorgesehen. Da stellt sich unweigerlich nicht nur für Claus Kühne die Frage, was hat das Planungsamt, was haben Herr Barz, seine Mitarbeiter und die Kommunalpolitiker zu verbergen?

Ein Grund mehr für alle interessierten und kritischen Bürger am kommenden Dienstag ebenfalls auf dem Treffen zu erscheinen und ihre Bedenken den Kommunalpolitikern und Mitarbeitern des Planungsamtes vorzutragen.

Siehe dazu ebenfalls den AKOPOL-Beitrag vom 03.11.2018:
Waldstück an der Schleswiger Straße – Profit vor Naturschutz und Anwohnerinteressen?BürgerInnen kämpfen gegen drohende Abholzung und Hotelneubau
unter: https://akopol.wordpress.com/2018/11/03/waldstueck-an-der-schleswiger-strasse-profit-vor-naturschutz-und-anwohnerinteressen/

Mehr zum Thema, dem neuen Hotelprojekt und den Gefahren für Wald und Hang auch in dem AKOPOL-Beitrag vom 06.07.2018:
Geplanter Hotelneubau an der Bahnhofstraße sorgt weiter für Ärger – Stellungnahme von Anwohner Dr. Thomas Gädeke
https://akopol.wordpress.com/2018/07/06/geplanter-hotelneubau-an-der-bahnhofstrasse-sorgt-weiter-fuer-aerger/

Ebenso auch der AKOPOL-Beitrag vom 05.07.2018:
Hotelneubau an der Bahnhofstraße: Naturschutz in Flensburg – Nur eine Farce?
Scharfe Kritik am Bauvorhaben – Stellungnahme von Anwohner Claus Kühne
https://akopol.wordpress.com/2018/07/05/hotelneubau-an-der-bahnhofstrasse-naturschutz-in-flensburg-nur-eine-farce/

Zum Thema drei Beiträge auf shz.de:

Zum Problem des Hangs und der dortigen Häuser ein Beitrag auf shz.de. Da gibt es auch eine entsprechende Planskizze, die das Problem verdeutlicht. Carlo Jolly am 1. Febrauer 2018 auf shz.de Hotel und Parkhaus am Flensburger Bahnhof : Ohne Brücke zur Schleswiger Straße Quelle: https://www.shz.de/18964206 ©2018

Carlo Jolly am 28. Dezember 2017 auf shz.de Hotel- und Parkhaus-Planung in Flensburg : Es rumort am Hang des Mühlenteichs
Nachbarn an der Schleswiger Straße sind besorgt, dass eine geplante Parkpalette die Statik des sensiblen Geländes verändern könnte – Quelle: https://www.shz.de/18671291 ©2018

Joachim Pohl am 25. Juni 2018 auf shz.de Hotels in Flensburg : Steigenberger an der Bahnhofstraße
Von den drei aktuellen konkreten Hotel-Planungen ist das an der Bahnhofstraße das jüngste. Ebenso wie das am Rathaus geplante wird es das Quartier, in dem es vorgesehen ist, städtebaulich prägen. Die beiden Flensburger Investoren Ralf Hansen und Jan Duschkewitz haben es für das derzeit unbebaute Areal zwischen der Bahnhofstraße und dem Hang hinauf zur Schleswiger Straße vorgesehen.
Quelle: https://www.shz.de/20242492 ©2018

 

Werbeanzeigen

Ostermarsch Flensburg 2019: Über 150 TeilnehmerInnen demonstrierten für Abrüstung und Frieden auf der Welt

Fotostrecke vom Ostermarsch Flensburg am 20.04.2019:

Fotos von Jörg Pepmeyer

Startpunkt des Ostermarsches ist der Platz am Nordertor mit einer Ansprache eines Vertreters der LINKEN.

Dann geht es weiter zur Flensburger Dépendance des Rüstungskonzerns Rheinmetall. Dort spricht ein Vertreter der DFG-VK.

Der  Demonstrationszug auf der Schiffbrücke

Auf dem Nordermarkt. Es spricht ein Vertreter der Grünen.

Die Demonstranten vor dem Hebroni-Denkmal, das an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnert, gegenüber vom Polizeigebäude. Khaled spielt auf der Oud.

Ein Vertreter von aufstehen spricht in der Großen Straße.

Vor dem Deserteurs-Denkmal von Miloudi Assila spricht ein Vertreter von Fridy for Future.

Und die Pröbstin des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg.

Stylianos und Khaled vom Intercultural music project Neustadt setzen den Schluss-Akkord unter die  Veranstaltung.

Rainbow Cinema vom 25.04. bis 01.05.2019 in Flensburg

Im Vorfeld der Rainbow Days 2019 – #Flensbunt (10. – 17. Mai) startet am 25. April das Rainbow Cinema im 51 Stufen Kino – Im Deutschen Haus in Flensburg. Gezeigt werden drei Filme zur Einstimmung der bunten Tage in Flensburg jeweils um 20:30 Uhr:

25.04. Der verlorene Sohn
26.04. Rafiki
27.04. Alle Farben des Lebens
28.04. Der verlorene Sohn
29.04. Rafiki
30.04. Alle Farben des Lebens
01.05. Der verlorene Sohn

Wir möchten mit den Filmen neben der LSBTIQ Thematik auch aktuelle politische Diskussionen (z.B. Konversionstherapien, Frauenrechte, Diskriminierung) aufgreifen und zum Austausch anregen. Dazu werden wir vor und nach den Filmen vor Ort sein und für Fragen und Informationen zur Verfügung stehen.

Die Filmreihe findet in Kooperation des 51 Stufen Kinos mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Flensburg, des Lesben- und Schwulenverbandes in Schleswig-Holstein und dem Arbeiskreis Vielfalt statt.

Der offene Arbeitskreis Vielfalt besteht aus einer Vielzahl an Flensburger Institutionen, Vereinen, Initiativen und Privatpersonen, die sich regelmäßig treffen, um geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sichtbar zu machen, Diskriminierung und Vorurteile abzubauen und Akzeptanz und Respekt zu fördern. Maßgeblich unterstützt wird der Arbeitskreis vom Verein SL-Veranstaltungen zur Förderung der Primärprävention e.V. aus Flensburg, dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD Schleswig-Holstein e.V.) und dem Gleichstellungsbüro der Stadt Flensburg.

Programminfos auch auf Facebook unter: https://www.facebook.com/events/269584457309825/?event_time_id=269584480643156

 

Bauprojekt „Westlich der Friedenskirche Weiche“: DIE LINKE fordert Nachbesserungen

Mindestens 30% geförderter Wohnraum

Die Flensburger Ratsfraktion DIE LINKE spricht sich in einer Antragsvorlage für den Planungsausschuss für eine Neubeurteilung des Bauprojektes „Westlich der Friedenskirche Weiche“ aus. Sie fordert darin die Verwaltung auf, die bestehende Beschlussvorlage zurückzunehmen und eine Neuverhandlung mit dem Investor aufzunehmen mit dem Ziel, eine Quote von mindestens 30% geförderten Wohnraum zu erreichen.

Sollte dieses Verhandlungsergebnis nicht erreicht werden, fordert die Fraktion das Projekteinzustellen, das Grundstück zurückzukaufen und in letzter Konsequenz ein städtisches Wohnprojekt an dieser Stelle zu realisieren.

Frank Hamann, bürgerschaftliches Mitglied des Planungsausschusses teilt dazu mit: „Das in den Leitlinien zum Wohnungsbau der Stadt gesteckte Ziel von 15% geförderten Wohnraums über den gesamten Flensburger Wohnungsbestandes ist schon jetzt kaum zu realisieren. Umso wichtiger ist es, die knapp gewordene Ressource Baufläche unter strenger Beachtung der gesetzten Ziele achtsam zu nutzen“.

Das Projekt „Westlich der Friedenskirche“ ist nur der Auftakt zu weiteren Bauvorhaben in dem Quartier. Insgesamt sollen dort 555 Wohnungen entstehen. Daher, so Hamann, müsse nun der Grundstein gelegt werden für eine angemessene und wirksame Quote für bezahlbares Wohnen.

DIE LINKE untermauert vor diesem Hintergrund ihre Forderung nach einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Der Markt allein könne den wachsenden Bedarf an günstigem Wohnraum nicht bereitstellen. Hier müsse die öffentliche Hand regulierend eingreifen. Wohnen, so die Ratsfraktion DIE LINKE, sei ein Menschenrecht.

HIER kann man den Antrag der Flensburger Ratsfraktion DIE LINKE einsehen: Beschlussvorlage_LINKE_RV-49-2018_1._Ergaenzung

Was ist eigentlich Rojava? – Vortragsabend des Solidaritätskomitee Rojava am 25.04.2019 in der Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg

Die Ethnologin Anja Flach und der Politologe Axel Gehring berichten über die gesellschaftlichen Entwicklungen und die aktuelle Situation in Kurdistan

am Donnerstag, den 25. April um 19:00 Uhr
in der Theaterwerkstatt Pilkentafel
Pilkentafel 2 · Flensburg

„Rojava? Ist das nicht was mit Frauen an Waffen, einer Revolution und dauernden Konflikten mit der Türkei?“

Für alle, die sich einen umfassenden, vielseitigen und lebendigen Einblick in die Thematik wünschen, wird es an diesem Abend zwei Vorträge geben. Axel Gehring, Politologe, wird auf die geo- und außenpolitische Lage mit folgenden Fragen eingehen: Wie steht es um die türkische Invasion? Was bedeutet der Abzug der USA für Rojava? Wie agiert die türkische Außenpolitik?

Anja Flach, Ethnologin und Internationalistin in Kurdistan, die bis vor kurzem selbst vor Ort war, legt den Fokus auf das tägliche Leben, gesellschaftliche Entwicklungen und vor allem die Frauenbewegung in Rojava.

Stadion am Volkspark: Kein Geld aus Berlin für den Ausbau und die Sanierung

Erhoffte Förderung für das Flensburger Stadion bleibt aus

Flensburg. Anfang August 2018 wurde das Förderprogramm des Bundes zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ mit einem Fördervolumen von 100 Mio. € veröffentlicht.

Die Stadt Flensburg sah die Chance, mit diesen Fördermitteln, die bereits in der Sportentwicklungsplanung benannten und mit den Nutzervereinen des Stadions weiter ausgearbeiteten Maßnahmen für das Stadion am Volkspark anzumelden. Neben den Maßnahmen zur Aufwertung des Stadions (Sanierung der Tribünen und Leichtathletikanlagen, Errichtung von Kunstrasenplätzen…), wurden Ideen zur Ertüchtigung des Volksparkes (Verbesserung der Wegenetze und Beleuchtung, Barrierefreiheit; Spiel- und Bewegungsangebote) mit dem Antrag eingereicht.
Insgesamt wurden Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von ca. 5,5 Mio. beantragt, der Eigenanteil der Stadt Flensburg hätte ca. 550.000 € betragen.

Mit Mail vom 16.04.2019 erhielt die Stadt folgende Informationen:
Insgesamt sind rund 1.300 Interessenbekundungen eingegangen. Damit wurde die aktuelle Förderrunde 13-fach überzeichnet. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 10. April 2019 die Förderung von 186 kommunalen Projekten beschlossen. Derzeit stehen im Rahmen des Bundesprogramms 200 Millionen Euro zur Verfügung.

Vom Projektträger wurde, im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, die Liste der bewilligten Projekte übersandt. Leider ist das Projekt der Stadt Flensburg nicht in dieser Liste enthalten. Eine Förderung aus dem o.a. Programm erfolgt daher nicht.

Flensburgs Sportdezernent Stephan Kleinschmidt bedauert die Entscheidung, macht aber deutlich, dass die Stadt an der Umsetzung der Maßnahmenplanung für das Stadion und den Volkspark weiter festhält: „Die Förderung hätte bedeutet, dass wir zeitnah einen großen Schritt zur Entwicklung des Stadions hätten nehmen können. Selbstverständlich bekennen wir uns aber zu den Zielen der Sportentwicklungsplanung und müssen die geplanten Maßnahmen jetzt bei der Fortschreibung der Investitionsplanung berücksichtigen. Mir ist vor allem wichtig, dass wir die anstehenden Schritte im engen Dialog mit dem Trägerverein des Stadions angehen“, so Sportdezernent Kleinschmidt weiter.

Sanierungsgebiet „Duburg“: Beeinträchtigungen während der Baumaßnahmen

Neugestaltung der Berg-, Burg, Knappen-, Ritter- und Königstraße ab Mai 2019

Bauabschnitte im Sanierungsgebiet Duburg: Voraussichtlicher Baubeginn und -ende

Flensburg. Das Sanierungsgebiet „Duburg“ besteht seit 2005. Die Umgestaltung der o. g. Straßen ist die letzte große Erschließungsmaßnahme. Das Ziel der Neugestaltung besteht in der Aufwertung und Neuordnung des Straßenraums, Steigerung der Aufenthaltsqualität und der Attraktivität des öffentlichen Raumes.
Die Baumaßnahme wird am 2 Mai 2019 beginnen. Als erstes werden im Jahr 2019 bis ca. Mai 2020 der südliche Teil der Burgstraße – beginnend bei der Kreuzung Am Burgfried bis zur Kreuzung Ritterstraße – sowie die Knappenstraße im Jahr 2019 umgesetzt. Der nördliche Teil der Bergstraße – Ecke Knappenstraße bis Ritterstraße – soll Mitte 2019 begonnen werden, anschließend der südliche Teil der Bergstraße – Ecke Knappenstraße bis Knuthstraße.
Ab Januar 2020 soll die Ritterstraße – in Abschnitt Ost und West unterteilt – umgesetzt werden. Der nördliche Teil der Burgstraße wird ca. ab dem 3. Quartal 2020 umgesetzt.
Die Königstraße wird voraussichtlich Anfang 2021 in Angriff genommen werden.
In der gesamten Zeit ist die Befahrbarkeit sowie das Parken in den jeweiligen Straßenzügen leider nicht möglich. In der Duburger Straße wird die ehemalige Bushaltestelle für die Anwohner mit Parkausweis sowie der Parkplatz Neustadt 26 als Ausweichfläche geschaffen.
Die angegeben Ausführungszeiträume sind gerade in den Wintermonaten stark witterungsabhängig, sollten sich starke Terminverschiebungen ergeben, wird rechtzeitig informiert.

Studio 15│25 – Neuer Workshop am 27. und 28. April auf dem Flensburger Museumsberg

Jetzt Tickets sichern!

Studio 15|25 startet am 27. April mit einem weiteren Workshop für 15-25-Jährige auf dem Museumsberg Flensburg. „Hemd oder Hose“, das ist die Frage bei Sakir Gökcebag. Der international renommierte Hamburger Künstler erzielt mit einfachen Materialien verblüffende Ergebnisse. „Was gerade neben mir steht, kann genau das richtige Objekt sein“, erklärt Sakir. Seine Sicht auf Gegenstände ist stets humorig, nie banal. Gearbeitet wird auch im Workshop mit bekannten Alltagsmaterialien – mit Hemden und Hosen. Wem das zu einfach klingt, der sollte sich überraschen lassen, was man aus diesem Material so alles zaubern kann. Kunst muss nicht kompliziert sein! Gemeinsam mit dem Künstler experimentieren die TeilnehmerInnen mit dem Einfachen und gehen auf eine poetisch-humorvolle Entdeckungsreise. Dabei entstehen eigene Kunstwerke und Installationen. Sakirs Motto ist: „Die Kreativität gehört nicht nur dem Künstler, sondern allen Leuten!“ Der Workshop läuft am Samstag, dem 27. April von 11-16 und am Sonntag, 28. April von 10-15 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 €, die Verpflegung ist inbegriffen. Tickets gibt es an der Museumskasse oder unter www.studio15-25.de.

Kunst für und mit uns! Das ist die Devise beim Studio 15 │ 25. Zehn Workshops mit Künstlern aus Schleswig-Holstein, Dänemark, Hamburg und Berlin finden in extra eingerichteten Studioräumen statt. Die Räume sind Atelier und Ausstellungsraum zugleich. Hier entsteht eine sich ständig verändernde Ausstellung unter aktiver Mitarbeit der teilnehmenden 15–25-Jährigen.

„Wir sagen Tschüss!“ am 20. April auf der Flensburger Exe

Samstag, 20. April um 13:00 Uhr
Parkplatz Exe · Flensburg

Die rechtspopulistische Band Frei.Wild hat für den 20. April von 13-14.30 Uhr eine Kundgebung auf der Exe in Flensburg angemeldet und ihren Fans eine Veranstaltung der besonderen Art versprochen. Im Anschluss wird das Publikum ab 16 Uhr mit Bussen zum Ausweichkonzert in Pahlen transportiert. Es werden viele Fans erwartet und die Band macht keinen Hehl daraus, dass diese Veranstaltung als Vergeltungsschlag für das abgesagte Konzert zu verstehen ist.

Frei.Wild ignoriert die geschichtliche Verantwortung Flensburgs und die Bedenken bezüglich des gewählten Veranstaltungsdatums. Selbst wenn das Datum zufällig gewählt sein sollte, erscheint es zynisch, dass ausgerechnet am 130. Geburtstag Hitlers ein Treffen in Flensburg stattfinden soll, das auch ein rechtsextremes Publikum anspricht. Denn allein die Tatsache, dass die Band immer wieder ihr Publikum dazu anweist, bei den Konzerten auf verbotene Symbole und Parolen zu verzichten, spricht für sich: Die Inhalte der Band sind auch für extreme Rechte anschlussfähig, diesbezügliche Äußerungen und Handlungen sollen aber vermieden werden, um den Schein in der medialen Außenwirkung zu wahren.

Völkisches Gedankengut ist keine arglose Kunst und Nationalismus keine harmlose Meinung. Die von Frei.Wild propagierte Ideologie trägt aktiv zu Verstärkung von Vorurteilen und Feindbildern und einer weiteren Polarisierung der Gesellschaft bei. Bei unseren bisherigen Gesprächen mit den Fans ist sehr deutlich geworden, dass Frei.Wild mit ihrer Botschaft gerade bei jungen Menschen mit weniger politischem und geschichtlichem Hintergrundwissen aktiv zur Meinungs- und Identitätsbildung beiträgt und dabei vorhandene Ressentiments legitimiert und verstärkt.

Am 20. April beginnt um 11 Uhr am Nordertor mit dem jährlichen Ostermarsch eine der wichtigsten Veranstaltungen in Flensburg für Frieden und wertschätzendes Miteinander. Der Demonstrationszug endet am Deserteursdenkmal. Beteiligt euch am Ostermarsch!
Im Anschluss geht es zur Exe, um gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt in Flensburg zu setzen! Bringt eure Freund*innen und Familie sowie Gesangslaune mit!

Wir sagen Tschüss! Kein Forum für Nationalismus! Nicht am 20. April, nicht in Flensburg, nicht in Zukunft und nicht anderswo!

Veranstalter: Diversity Zone

Am Abend des 20. April gibt es zudem eine Veranstaltung mit dem Titel:

„Keine Party für Nationalismus“ – Konzert und Party

im Tableau Kulturcafé
Kurze Straße 1, 24937 Flensburg

Wir möchten gemeinsam das bunte Miteinander in Flensburg feiern und laden euch hiermit herzlich zu einer Party für Vielfalt mit Hutkonzert ein. Freut euch auf erstklassige Livemusik, viele unterschiedliche Menschen und einen schönen Abend!
(Details zum Konzert folgen)
Einlass ab 18 Uhr.

Nationalismus und die damit einhergehende Abwertung und Ausgrenzung von Menschen, die »nicht dazu gehören« stellt eine der größten Verhinderungen eines gelingendes Miteinanders dar. Der Wunsch nach einem gleichberechtigten Zusammenleben in Vielfalt wird aber glücklicherweise immer noch von sehr breiten gesellschaftlichen Kreisen getragen. Diese Breite spiegelt sich auch in unserem Bündnis wider, dem neben den vielen Bands, Projekten, Vereinen, Parteien und anderen Organisationen auch viele Einzelpersonen aus Kultur, Kirche und Politik angehören.

Gastgeber: Diversity Zone

Streit um Frei.Wild-Konzert in Flensburg – Das zur historischen Verantwortung Flensburgs:

Inferno und Befreiung: Der letzte Spuk

Drei Wochen zwischen Größenwahn und Terror: In Flensburg versucht Hitlers Nachfolger Großadmiral Karl Dönitz noch bis zum 23. Mai 1945, das Deutsche Reich aufrechtzuerhalten. Ein Chronik von Gerhard Paul. Weiterlesen unter:
https://www.zeit.de/2005/19/A-Flensburg

Sozialsprechstunde der Bürgerbeauftragten am 25.04.2019 von 11-15 Uhr im Flensburger Rathaus

Beratung bei allen Fragen rund um das Sozialrecht und bei Problemen mit Behörden und Dienststellen

Um telefonische Anmeldung unter 0431/988-1240 wird gebeten

Mehr zu Samiah El Samadoni auch hier: https://www.landtag.ltsh.de/beauftragte/bb/

Flensburg. Probleme bei Hartz IV, wie zum Beispiel mit der Übernahme der Kosten für Miete oder Heizung, mit der Hilfe zum Lebensunterhalt, dem Wohngeld oder auch mit Leistungen der Krankenkassen oder Schwierigkeiten beim Kindergeld – die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein, Samiah El Samadoni, hilft bei allen Fragen rund um das Sozialrecht. Darüber hinaus berät die Bürgerbeauftragte auch als Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Landes und als Ombudsperson in der Kinder- und Jugendhilfe im Rahmen dieser Sprechstunde. Zudem ist die Bürgerbeauftragte auch Beauftragte für die Landespolizei und damit Ansprechpartnerin für Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern und Eingaben von Polizeibediensteten.
Die Bürgerbeauftragte berät unabhängig und kostenlos am
Donnerstag, den 25. April von 11 bis 15 Uhr Rathaus der Stadt Flensburg, Rathausplatz 1, 24937 Flensburg.

Um Wartezeiten zu vermeiden, wird um eine telefonische Anmeldung unter 0431/988-1240 gebeten. Unter dieser Telefonnummer können Interessierte auch jederzeit telefonische Beratungstermine vereinbaren (Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr, Mittwoch bis 18.30 Uhr).

Die Bürgerbeauftragte Samiah El Samadoni vertritt als unabhängige Stelle die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber den Behörden, Dienststellen und Einrichtungen im Lande. Das spezialisierte Team im Büro der Bürgerbeauftragten bearbeitet jährlich rund 3500 Beschwerden von hilfesuchenden Bürgerinnen und Bürgern auf dem Gebiet des Sozialrechts. Dabei geht es um die Erteilung von Auskünften, eine ausführliche Beratung zu den Leistungen, die beantragt werden können, die Rechte der Bürgerinnen und Bürger und auch um die Überprüfung von behördlichen Entscheidungen. Im Konfliktfall nimmt die Bürgerbeauftragte Kontakt zur Behörde auf und kann Einsicht in den Verwaltungsvorgang nehmen. Wenn es gewünscht ist, kann auch die Kommunikation mit der Behörde unterstützt werden.

Als Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Landes hilft Samiah El Samadoni auch bei Benachteiligungen im Arbeitsleben und im Zivilrechtsverkehr auf der Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Auf Wunsch sucht sie das Gespräch mit diskriminierenden Arbeitgebern und Unternehmen.

Die Bürgerbeauftragte ist auch Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen sowie Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Personensorgeberechtigte bei Fragen zum SGB VIII sowie Problemen mit dem Jugendamt. Auch Fragen zu diesen Themen können im Rahmen der Sprechstunde vortragen werden.

Zudem hat die Bürgerbeauftragte seit dem 1. Oktober 2016 auch die Aufgabe als Beauftragte für die Landespolizei übernommen. In dieser Funktion können sich gleichermaßen Bürgerinnen und Bürger und Polizistinnen und Polizisten an sie wenden. Beschwerden und Eingaben können auch in dieser Sprechstunde vorgebracht werden.

Wo kann die Bürgerbeauftragte helfen?

Die Bürgerbeauftragte kann helfen und unterstützen in sozialen Angelegenheiten wie zum Beispiel:

  • Arbeits- und Ausbildungsförderung
  • Grundsicherung für Arbeitsuchende (Hartz IV)
  • Gesetzliche Krankenversicherung
  • Gesetzliche Renten- und Unfallversicherung
  • Soziale Pflegeversicherung
  • Sozialhilfe, einschließlich Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
  • Behindertenrecht
  • Soziales Entschädigungsrecht
  • Kinder- und Elterngeld
  • Wohngeld
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

Mehr zum Thema Sozialrecht und „Hartz IV“ auch im AKOPOL-Blog unter: https://akopol.wordpress.com/hartz-iv/

%d Bloggern gefällt das: