Archiv der Kategorie: Soziales

Artikel zum Thema Arbeit und Soziales, Armut, SGB II/III und „Hartz IV“, Sozialdaten, Sozialpolitik,Entwicklung des Arbeitsmarktes und Projekten bürgerschaftlicher Selbstorganisation.

Treffpunkt Haithabu: Wortschmiede bei den Häusern am 21.09.2018

„Grettir der Starke“ mit Volker Karl Lindenberg am 21. September

Foto: Volker Karl Lindenberg erzählt aus isländischen Sagas. © Wikinger Museum Haithabu 2018

Im Versammlungshaus in Haithabu wird ein wärmendes Feuer entfacht, wenn Volker Karl Lindenberg am Freitag, 21. September, von 17.30 bis 19 Uhr zu seiner Wortschmiede einlädt.

Im Mittelpunkt des Abends steht Grettir, der Gesetzlose, der Held und Wikinger aus der gleichnamigen Isländer Saga. Wer zur damaligen Zeit geächtet wurde, musste schon über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen, um sich gegen seine Feinde und Verfolger zu behaupten und um in den unwirtlichen Gebieten Islands zu überleben. Zum Helden wird Grettir vor allem deshalb, weil er immer wieder stellvertretend für andere gegen Geister und Trolle kämpft. Mit diesen und anderen Geschichten verzaubert Volker Karl Lindenberg seine Zuhörer und nimmt sie an diesem historischen Ort mit auf seine literarische Zeitreise.

Veranstaltung bei den Wikinger Häusern Haithabu. Fußweg vom Parkplatz bis zu den Wikinger Häusern zirka 20 Minuten.

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro

Für Zuhörer ab 8 Jahren

 

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Bundesarbeitsminister kündigt Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze für 2019 an

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet sollen die monatlichen Zahlungen für den Lebensunterhalt von Hartz-IV-Empfängern zum Jahresanfang 2019 um acht Euro auf 424 Euro für alleinstehende Erwachsene erhöht werden.

Regelbedarfe für das Jahr 2019 / Anhebung des Regelsatzes um 2,02 Prozent
Laut Aussagen des Arbeitsministers Hubertus Heil, sollen die RB’s nächstes Jahr wie folgt erhöht werden:

RB 1 auf 424 EUR von 416 EUR
RB 2 auf 382 EUR von 374 EUR
RB 3 auf 339 EUR von 332 EUR
RB 4 auf 322 EUR von 316 EUR
RB 5 auf 302 EUR von 296 EUR
RB 6 auf 245 EUR von 240 EUR

Derzeit handelt es sich bei der ALG II – Erhöhung um einen Vorschlag des Bundesarbeitsministeriums. Das Bundeskabinett wird diese Woche darüber entscheiden, eine Zustimmung gilt als sicher.

Laut Anlage zu § 28 SGB XII gelten die vorgenannten Regelbedarfe für folgende Personen:
Regelbedarfsstufe 1:
Für eine erwachsene leistungsberechtigte Person, die als alleinstehende oder alleinerziehende Person einen eigenen Haushalt führt; dies gilt auch dann, wenn in diesem Haushalt eine oder mehrere weitere erwachsene Personen leben, die der Regelbedarfsstufe 3 zuzuordnen sind.
Regelbedarfsstufe 2:
Für jeweils zwei erwachsene Leistungsberechtigte, die als Ehegatten, Lebenspartner oder in eheähnlicher oder lebenspartnerschaftsähnlicher Gemeinschaft einen gemeinsamen Haushalt führen.
Regelbedarfsstufe 3:
Für eine erwachsene leistungsberechtigte Person, die weder einen eigenen Haushalt führt, noch als Ehegatte, Lebenspartner oder in eheähnlicher oder lebenspartnerschaftsähnlicher Gemeinschaft einen gemeinsamen Haushalt führt.
Regelbedarfsstufe 4:
Für eine leistungsberechtigte Jugendliche oder einen leistungsberechtigten Jugendlichen vom Beginn des 15. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.
Regelbedarfsstufe 5:
Für ein leistungsberechtigtes Kind vom Beginn des 7. bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres.
Regelbedarfsstufe 6:
Für ein leistungsberechtigtes Kind bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres.
Seit Anfang 2017 erhalten nicht-erwerbsfähige oder behinderte erwachsene Sozialhilfeempfänger 100 statt 80 Prozent der Grundsicherung. Wenn sie zum Beispiel bei den Eltern oder in einer WG leben, gehören sie zur Regelbedarfsstufe 1.

Mehr zu geplanten Hart IV-Erhöhung: Heil – Hartz-IV-Monatszahlung steigt 2019 auf 424 Euro unter: https://de.reuters.com/article/deutschland-arbeit-heil-idDEKCN1LR1I7

Streitgespräch am 19.09.2018 im Jüdischen Museum Rendsburg: „Gibt es jüdische Kunst?“

Mittwoch, 19. September, 18 Uhr, im Jüdischen Museum, Prinzessinstraße 7-8 in Rendsburg

Das Jüdische Museum lädt am Mittwoch, 19. September, um 18 Uhr zu einem Streitgespräch ein. Thema: „Gibt es jüdische Kunst?“ Das Museum nimmt die aktuelle Meidner-Sonderausstellung zum Anlass, diese Frage mit den Besuchern zu diskutieren. Museumspädagogin Dr. Silke Ettling und Museumsleiter Dr. Carsten Fleischhauer stellen ausgewählte Kunstwerke in der Sonderausstellung und in der Dauerausstellung des Museums vor, hinterfragen die gängigen Einordnungen und tauschen kontroverse Argumente aus. Alle Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen.

Die aktuelle Sonderausstellung zeigt Werke des expressionistischen Künstlers Ludwig Meidner. Dieser kann mit einigem Grund als ein „jüdischer Künstler“ bezeichnet werden, da er sich zeitlebens intensiv mit seinen jüdischen Wurzeln, mit religiösen Themen und der Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Religion beschäftigt hat. Dagegen war etwa der große Impressionist Max Liebermann zwar ebenfalls ein bekennender Jude – aber in seiner Kunst hat das nie einen erkennbaren Niederschlag gefunden. Noch einmal anders sieht es bei Meidners Zeitgenossen Felix Nussbaum aus, der erst durch die Verfolgung der Nationalsozialisten dazu gezwungen wurde, sich mit jüdischer Identität auseinanderzusetzen. Auch die Werke vieler anderer Künstlerinnen und Künstlern haben das Attribut „jüdisch“ eher als Fremdzuschreibung erhalten. Aber wodurch wird ein Kunstwerk eigentlich zu „jüdischer Kunst“? Und gibt es die überhaupt?

Kosten: 2 € zzgl. Museumseintritt

Noch bis zum 21. Oktober läuft im Jüdischen Museum die Ausstellung:

„Ludwig Meidner. Im Nacken das Sternemeer“

Ludwig Meidner (1884-1966) wurde durch ein doppeltes Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Die Ausstellung zeigt die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges ebenso wie die subtilen Selbstbildnisse und die Portraits von Künstlerfreunden aus der Zeit der Weimarer Republik.

Weitere Schwerpunkte sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit im englischen Exil. Bis 21. Oktober 2018 sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen.

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

http://www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum

 

DFB-Pokalspiel kann leider nicht in Flensburg stattfinden – Stattdessen am 31.10. auf der Lübecker Lohmühle

Gemeinsame Erklärung des SC Weiche Flensburg 08 und der Stadt Flensburg:

Flensburg. Das DFB – Pokalspiel am Mittwoch, 31. Oktober 2018, um 18:30 Uhr kann entgegen aller Bemühungen des SC Weiche Flensburg 08 und der Stadt Flensburg leider nicht im Manfred Werner-Stadion stattfinden.
Unter Beteiligung von Polizei, Verkehr- und Umweltbehörden war versucht worden an diesem Tag ein Spiel zu ermöglichen, dass neben Spielern, Verein und Fans auch den Anwohnern rund um den Spielort gerecht wird. Dabei mussten Fragen zu den Bereichen Licht, Lärm, Sicherheit und Verkehr geklärt werden und sie werden auch weiterhin konstruktiv miteinander diskutiert.
„Wir waren zu dem Entschluss gekommen, die Durchführung des Spiels in Flensburg durch den Einsatz einer mobilen Flutlichtanlage zu realisieren. Doch es hat sich leider herausgestellt, dass diese Anlage nicht die technischen Voraussetzungen besitzt, um bei jeder Wetterlage eingesetzt werden zu können“, erläutert Stephan Kleinschmidt, zuständiger Dezernent bei der Stadt Flensburg
Ab einer bestimmten Windstärke ist der Einsatz dieser Flutlichtanlage aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich. Es wurde festgestellt, dass der Wind im stürmischen Flensburg in den vergangenen 10 Jahren am 31. Oktober diesen Grenzwert immer überschritten hat.
Das Spiel gegen Werder Bremen wird nun auf der Lübecker Lohmühle stattfinden. Dem VfB Lübeck und seinen Verantwortlichen gilt ein ganz besonderer Dank für ihr Entgegenkommen.
„Es ist sehr schade, dass das Spiel trotz der gemeinsamen Anstrengungen von Stadt und Verein jetzt doch nicht in Flensburg stattfinden kann. Wir dachten eine Lösung gefunden zu haben, aber die Sicherheit der Zuschauer hat natürlich immer oberste Priorität. .Doch bin ich mir sicher, dass die Fans des SC Weiche Flensburg 08 dafür Verständnis haben und auch auf der Lohmühle das Spiel zu einem Heimspiel machen werden nach dem Motto: ‚Wo wir sind, ist Flensburg!‘ „, erklärt Sportdezernent Kleinschmidt.
SC Weiche Flensburg 08 Geschäftsführer Harald Uhr sagt dazu: „Wir sind traurig, dass wir dieses Spiel für unsere Jugend und alle Fußballfans aus Flensburg und Umgebung leider nicht zu Hause durchführen können. Wir werden versuchen, für unsere Fans so wenig Unannehmlichkeiten wie möglich entstehen zu lassen, und setzen darauf, dass unsere Fans uns auch in Lübeck nicht im Stich lassen werden, damit wir für die nächste Pokalsensation sorgen können.“
Für die Fahrt nach Lübeck werden zahlreiche Sonderbusse bereitgestellt werden. Für Jugendliche bis 16 Jahre wird die Fahrt nichts kosten, Erwachsene zahlen 2,50 Euro.
Alle weiteren Informationen zum Kartenverkauf folgen so schnell wie möglich.
Der Verein und die Stadt Flensburg bitten um das Verständnis der Fans und werden weiterhin gemeinsam daran arbeiten, die Situation zu verbessern.

Gottorfer Expertenrat: „Ist das Kunst oder…?“ am 22.09.2018 auf Schloss Gottorf

Sonnabend, 22. September, 14 bis 17 Uhr

Der Expertenrat auf Schloss Gottorf ist gefragt © Landesmuseen Schloss Gottorf

Die Gottorfer Kunsthistoriker Dr. Uta Kuhl, Ulrike Ernemann und Thekla Hansen nehmen am Sonnabend, 22. September, von 14 bis 17 Uhr Schätze der Besucher unter die Lupe. Unter dem Motto „Ist das Kunst oder…?“ können sich Privatmenschen eine fachlich fundierte Einschätzung ihrer Stücke einholen. Von 14 bis 17 Uhr besteht die Gelegenheit, die Objekte von den drei Experten begutachten zu lassen.

So manche Kostbarkeit schlummert verborgen auf dem Dachboden, heißgeliebte Kunstwerke entpuppen sich als billige Kopie…oder umgedreht? Ob Antiquität, Kunstwerk, Erbstück oder kurioser Flohmarktfund – Besucher können die Stücke mitbringen, sie in der Galerie des 19. Jahrhunderts den Kunsthistorikern zur Begutachtung vorlegen und interessante Details zu ihren Schätzen erfahren.

Kosten pro Person: 2,00 € (zzgl. Eintritt bei Museumsbesuch)

Informationen unter Tel. 0 46 21-813 222 oder E-Mail service@landesmuseen.sh

Landesmuseen Schleswig-Holstein
Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 |service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

http://www.schloss-gottorf.de/

Große Einweihungsfeier des Indianer-Spielplatzes in Groß Tarup am 19.09.2018 um 15.00 Uhr

„Howgh – Wir haben gesprochen!“

Flensburg. Ein neuer Marterpfahl erhebt sich. Der städtische Kinderspielplatz in Groß Tarup wurde nun fertiggestellt.
In einem Beteiligungsprozess vor knapp einem Jahr hat das Spielmobilteam des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Flensburg gemeinsam mit Kindern und Eltern eine Vision entstehen lassen. Als Motto für diesen Spielplatz hat sich das Thema „Indianer“ durchgesetzt.

Nun findet am Mittwoch, den 19.09.2018 ab 15:00 Uhr auf dem Spielplatz an der Straße „Norderfeld“ die Einweihung des Indianerspielplatzes statt. Das Spielmobilteam des Kinder- und Jugendbüros lädt alle Kinder, Eltern und Interessierte herzlich ein, gemeinsam zu feiern und zu spielen. Freut euch auf Stockbrot und viele tolle Spielaktionen rund um das Thema Indianer.

DFG-VK Flensburg mit scharfer Stellungnahme zu einem möglichen Kampfeinsatz der Bundeswehr in Syrien

In der Debatte um einen möglichen Kampfeinsatz deutscher Truppen und insbesondere der deutschen Luftwaffe in Syrien hat sich nun auch die Flensburger Gruppe der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFGVK) zu Wort gemeldet. Hier ihre Stellungnahme:

Wenn die Bundeswehr sich an den Vergeltungsangriffen in Syrien beteiligt verstößt sie gegen geltendes Recht.

Die Bombardierungen in Syrien in Folge des angeblichen Giftgasangriffes im April 2018 waren völkerrechtswidrig.

Eine Studie des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages hat bereits im April 2018 die Bombardierungen der USA, Großbritanniens und Frankreichs in Syrien wegen eines angeblichen Angriffes mit Giftgas, als völkerrechtswidrig eingestuft.

Ihre Begründung lautete, dass militärische Vergeltungsschläge immer gegen das Völkerrecht verstoßen, auch dann, wenn mit Giftgasangriffen zuvor gegen das Völkerecht verstoßen worden wäre.

Die Bundesrepublik Deutschland hatte sich an den Bombardierungen der USA, Großbritanniens und Frankreichs im April auch nicht beteiligt.

Jetzt droht wieder eine Beteiligung der Bundeswehr an einem völkerrechts- und grundgesetzwidrigen Kampfeinsatz

Jetzt wird erneut im Verteidigungsministerium geprüft, ob sich die Bundeswehr an der „Vergeltungsaktion“ nach einem angeblich erneuten Giftgasangriff zusammen mit den USA, Großbritannien und Frankreich in Syrien beteiligen soll. Die Rechtslage hat sich aber nicht geändert, auch in diesem Zusammenhang haben die Wissenschaftler des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages darauf hingewiesen, dass so eine „Vergeltungsaktion“ auch grundgesetzwidrig ist.

Nach Einschätzung der Wissenschaftler des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages dürfte deshalb das Verteidigungsministerium oder die Bundesregierung dem Parlament einen solchen Einsatz gar nicht erst zur Abstimmung vorlegen.

Denn auch das Mandat für so einen Bundeswehreinsatz würde sich damit erübrigen, da der Bundestag „nur Bundeswehreinsätzen im Ausland zustimmen darf, „die auf einer tragfähigen verfassungs- und völkerrechtlichen Grundlage beruhen“.

Die Beteiligung der Bundeswehr an diesen „Vergeltungsschlägen“ ist mit dem Grundgesetz unvereinbar, weil ein völkerrechtswidriger Einsatz der Bundeswehr niemals mit dem Grundgesetz vereinbar sein kann, meinen die Wissenschaftler.

Bereits die logistisch-militärische Unterstützung dieses Kampfeinsatzes wäre gesetzeswidrig

Auch eine militärische Unterstützung der „Vergeltungsschläge“ durch militärische Aufklärung mit den bereits in Syrien eingesetzten Tornados oder der Eurofighter der Bundeswehr wäre grundgesetz- und völkerrechtswidrig. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Tornados oder Eurofighter der Bundeswehr sich bewaffnet an den Bombardierungen beteiligen oder andere militärische Unterstützung leisten. „Auch die bloße militärisch-logistische Unterstützung eines solchen Militäreinsatzes wäre nach dem Recht der Staatenverantwortlichkeit als Unterstützung eines völkerrechtswidrigen Handelns selbst völkerrechtswidrig“, heißt es in der Stellungnahme der Wissenschaftler des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages.

Diese Einschätzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, dass es nicht nur völkerrechtswidrig sondern auch grundgesetzwidrig ist, einen „Vergeltungsschlag“ zu unterstützen, ist ein neuer Aspekt.

Bundesdeutsche Politikerinnen und Politiker widersetzen sich damit dem Völkerrecht und dem Grundgesetz.

Dennoch haben sich mehrere Politiker*innen der Parteien Bündnis 90/Die Grünen, der FDP und der Unionsparteien für eine Beteiligung an der „Vergeltungsaktion“ ausgesprochen. Deutschland müsse  „die Bitten der Freunde“ um militärische Unterstützung ernsthaft prüfen, „insbesondere, wenn unsere Fähigkeiten angefragt werden“, meint der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion.

Es handelt sich wohl um falsche Freunde, wenn sie zu rechtswidrigem Handeln verleiten wollen.

Die Argumentation, es handle sich um eine „humanitäre Intervention“ zum Schutz der Zivilbevölkerung vor möglichen Angriffen mit Giftgas, weisen die Wissenschaftler des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags mit der Argumentation zurück, dass es bei den Bombardierungen in erster Linie darum gehen soll, das Verbot des Einsatzes von Chemiewaffen durchzusetzen und nicht um den Schutz der Bevölkerung. Die Durchsetzung von internationalem Recht mit den Mitteln der Kriegsführung sei nach dem Völkerrecht aber nicht vorgesehen.

Wie könnte auch die Bevölkerung durch noch mehr Bombeneinsatz in Syrien geschützt werden?

Wenn sich Soldatinnen und Soldaten auf rechtmäßige Entscheidungen der Parlamentarier nicht mehr verlassen können, müssen sie eigenverantwortlich handeln.

Deswegen rufen wir die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr dazu auf:

Wenn Ihr den Befehl bekommt, Euch an  den „Vergeltungsschlägen“ der USA, Großbritanniens und Frankreichs in Syrien zu beteiligen, dann sagt „Nein“.

Wenn Ihr den Befehl bekommt, durch Eure militärische logistische Tätigkeit diesen Einsatz zu unterstützen, dann sagt „Nein“.

Denn als Staatsbürger*innen  in Uniform ist es Eure Pflicht, Euch grundgesetz-und völkerrechtswidrigen Einsätzen zu  verweigern, sonst seid Ihr im juristischen Sinne Straftäter*innen (§11 Soldatengesetz).

Eine Verweigerung solcher rechtswidriger Befehle kann Euch nicht zum Nachteil ausgelegt werden, da es nach §11 Soldatengesetz Eure Pflicht ist, sie zu verweigern.

DFG-VK Gruppe Flensburg
Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Dazu auch die Stellungnahme des Bundesverbandes der DFG-VK vom 12.09.2018:

Keine Beteiligung Deutschlands an Luftangriffen in Syrien unter: https://www.dfg-vk.de/unsere-themen/kriege-und-konflikte/keine-beteiligung-deutschlands-an-luftangriffen-in-syrien

sowie ein Video der DFG-VK: MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien

Neue Fenster für Wasserturm Mürwik – eingeschränkte Öffnungszeiten

Flensburg: Bis zum 30. September ist der Mürwiker Wasserturm der Stadtwerke noch für die Öffentlichkeit geöffnet. Allerdings mit eingeschränkten Öffnungszeiten.

Warum? Ein kompletter Austausch der Wasserturm-Fenster ist dringend notwendig. Die alten Fenster sind zum Teil undicht, lassen Regenwasser durch und beschlagen häufig. Außerdem ist der klare Blick durch die Fenster schon etwas getrübt.

Gerold Kraschon, Abteilungsleiter Labor/Wasserwerk bei den Stadtwerken, erklärt wann und warum der Wasserturm für den Fenstertausch kurzfristig geschlossen werden muss: „Wir können die neuen Fenster nur einbauen, wenn das Wetter dies zulässt. Das ist naturgemäß schwer planbar und wir wollen immer sofort loslegen wenn die Wetterlage gut ist, um noch vor dem Winter fertig zu werden. Es darf nicht regnen und, noch wichtiger, der Wind darf nicht zu stark wehen. Es sind relativ große und schwere Fensterelemente, die wir mit einem Kran nach oben befördern müssen. Und was passiert, wenn der Wind zu stark ist, kann sich jeder gut vorstellen.“

Auch wenn der Wasserturm noch bis 30. September für Besucher geöffnet, kann es sein, dass er kurzfristig je nach Wetterlage, geschlossen werden muss. Die Stadtwerke bitten um Verständnis und raten vor einem Besuch kurzfristig telefonisch nachzufragen, ob der Turm geöffnet hat.

Telefonnummer: 0461 487 1502

Unabhängig davon sind die „normalen“ Öffnungszeiten für den Wasserturm Mittwoch bis Sonntag von 11:00 bis 13:00 und 15:00 – 18:00 Uhr. Montags und dienstags bleibt der Wasserturm geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Wasserturm MürwikDer Blick vom Wasserturm ist fantastisch und reicht bei gutem Wetter bis nach Dänemark. Die Schiffswerft, die Stadtwerke Flensburg, die Kirchtürme von St. Nikolai, St. Marien und St. Jürgen, die Schiffbrücke und die schöne Hügellandschaft Angelns sind dann gut zu sehen.

Zur Aussichtsplattform in 26 m Höhe gelangen Besucher über eine Treppe oder den Aufzug. Oben führt ein Rundgang um den großen Wasserspeicher, in dem 1,5 Mio. Liter Trinkwasser bester Flensburger Qualität gespeichert sind. Die Wassertürme in Mürwik und auf der Westlichen Höhe sind wichtige Bestandteile der Flensburger Wasserversorgung. Sie sorgen für einen konstanten Wasserdruck im Leitungssystem und stehen auf den beiden höchsten Punkten im Westen und Osten der Stadt 77 Meter über Normalnull. Außerdem dienen ihre Wasservorräte als Reserven für Spitzenverbräuche, wie sie an heißen Sommertagen auftreten können.

Solo Piano Konzert mit Julia Kadel am 22.09.2018 in der Musikschule Flensburg

Samstag, 22. September 20:00 – 23:00

Emmi Leisner Saal
Musikschule Flensburg
Marienkirchhof 1

Jetzt Karten reservieren: Tickets

Julia Kadel wurde 1986 in Berlin geboren und begann im Alter von sieben Jahren Klavier zu spielen. Nach Jahren der klassischen Ausbildung entdeckte sie mit Fünfzehn ihre Leidenschaft für den Jazz.
Bis 2016 studierte sie Jazzklavier an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Seither ist die Pianistin deutschlandweit in zahlreichen Projekten als Pianistin, Komponistin und Arrangeurin aktiv.

Im Frühjahr 2013 erhielt sie das einjährige Deutschlandstipendium ihrer Hochschule zur Förderung ihrer künstlerischen Tätigkeiten.
Das Debütalbum des Julia Kadel Trios “Im Vertrauen” erschien 2014 bei Blue Note/Universal Music.

Damit nominierten sich Kadel und ihr Klaviertrio für den deutschen Echo Jazz 2015 in zwei Kategorien – Kadel als “Instrumentalist des Jahres national Piano” und das Trio als “Newcomer des Jahres”. 2016 erschien das zweite Album des Trios.

Von 2016 bis 2017 arbeitete sie in ihrem Duoprojekt mit dem türkisch-französischen Cellisten Anil Eraslan, mit dem sie  das Album „Noise Cloud“ (Strasbourg, 2016) aufnahm.

Seit 2015 wirkt Kadel ebenfalls im neu gegründeten Quartett der Free Jazz-Legende Günter Baby Sommer zusammen mit Friedhelm Schönfeld (sax/clar) und Walburga Walde (voc) mit. Darin begegnen sich zwei Generationen an Musikern, nämlich solche „Vor der Mauer – nach der Mauer“.

2018 gründete sie ihr Duo mit dem deutschen Komponisten und Cellisten Thilo Thomas Krigar, mit dem sie sich in die Bereiche der improvisierten sowie Neuen Musik hineinbewegt.

Kadel spielte seither zahlreiche nationale wie internationale Konzerte in Ländern wie Frankreich, England, Norwegen, Italien, Ungarn, Russland, Tschechische Republik und der Türkei.

2016 startete sie ihr Soloprojekt, mit dem sie bereits auf zahlreichen Festivals zu hören war.

Sanierungstreff Duburg am 19.09.2018 im Technischen Rathaus II in Flensburg

Flensburg. Der städtische Sanierungsträger IHR San lädt alle Interessierten zum Sanierungstreff Duburg am Mittwoch, 19. September um 19 Uhr ins Paul-Ziegler-Zimmer des Technischen Rathauses II, Schützenkuhle 26 ein.

Altbaubestand in der Burgstraße im Sanierungsgebiet Duburg  Foto: Jörg Pepmeyer

Auf der Agenda stehen die Ermittlung von Anfangs- und Endwerten für Grundstücke im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet durch den unabhängigen Gutachterausschuss sowie der weitere Ablauf der Sanierung.

Besucher haben die Möglichkeit, mit Kommunalpolitikerinnen und -politikern, Mitgliedern des Sanierungsbeirates sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Technischen Rathauses und des Sanierungsträgers über die genannten Themenbereiche, aber auch über andere Fragen der Stadterneuerung zu sprechen.

Hier der Veranstaltungsflyer:

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