Archiv der Kategorie: Soziales

Artikel zum Thema Arbeit und Soziales, Armut, SGB II/III und „Hartz IV“, Sozialdaten, Sozialpolitik,Entwicklung des Arbeitsmarktes und Projekten bürgerschaftlicher Selbstorganisation.

Film + Gespräch: „Man bleibt immer ich“ – 100 Jahre Leben – 29.11.2017 um 18 Uhr im Capitol in Schleswig

Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt herzlich ein  zu Filmvorführung und Gespräch

„Man bleibt immer ich“ – 100 Jahre Leben

am Mittwoch, 29.November 2017, 18.00 Uhr
im Capitol Filmpalast, Capitolplatz 4, 24837 Schleswig

100 Plus: Die Generation der Hochbetagten in Deutschland wächst stetig an, aktuell sind über 17.500 Menschen im „vierten“ Lebensabschnitt angekommen. Den 100-und-mehr-Jährigen ist der Dokumentarfilm „Ü100“ von Regisseurin Dagmar Wagner gewidmet. Die Portraitreihe gibt einen raren Einblick in den Alltag von Hochbetagten, jenseits von Klischees und Verklärung.

Zum Gespräch über Alters- und Rollenbilder im Wandel haben wir Dagmar Wagner gemeinsam mit Birte Pauls eingeladen. Diskutieren Sie mit, was in Gesellschaft, Politik und Forschung geschehen muss, damit Senioren, Angehörige und Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitssektor unterstützt werden. Die Moderation übernimmt Michael Radtke, Publizist.

Birte Pauls ist Mitglied des Landtages in Schleswig-Holstein, stellv. Vorsitzende der SPD-Fraktion und Sozialpolitische Sprecherin u.a. für Pflege und Senioren.

Dagmar Wagner, ist Kommunikationswissenschaftlerin und Regisseurin. Sie arbeitet als Privatbiografin und ist beratend tätig zum Querschnittsthema „Älterwerden“.

„Ü 100“ – acht über Hundertjährige und ihre Lebenswelt, Buch + Regie: Dagmar Wagner, D, 2016, 83 min.

Bitte melden Sie sich an per Email hamburg@fes.de  oder unter: www.fes.de/lnk/31r

Diese Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Einladung an Interessierte weiterleiten!

Friedrich-Ebert-Stiftung

www.julius-leber-forum.de

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Friedensaktivisten protestierten am Wochenende vor dem Fliegerhorst Schleswig

Protest-Transparente am Zaun des Fliegerhorstes

Am 18.11.2017 versammelten sich im Rahmen eines Aktionstages Friedensbewegte, Antimilitaristen und Kriegsdienstgegner vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel, um gegen die Aufrüstung der Bundeswehr, gegen Cyberkrieg, Drohnen und Elektronische Kampfführung zu protestieren. Aufgerufen zu der Aktion hatte die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK).

Drei vor Zwölf – Am Haupteingang des Fliegerhorst Schleswig

Start war eine Mahnwache um „Drei vor Zwölf“ vor dem Haupttor des Fliegerhorstes, der Drohnen- und Tornadostandort ist. Mit diesem symbolhaften Zeitpunkt wollten die Friedensaktivisten deutlich machen, dass die Welt der Vernichtung durch Krieg noch näher gekommen sei, als zum Zeitpunkt der Stationierung atomarer Erstschlagswaffen und während des „Kalten Krieges“ zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt in den achtziger Jahren. Detlef Mielke (DFG-VK Oldesloe) wies angesichts der Weltklimakonferenz darauf hin, dass schon die Explosion von 50 Nuklear-Sprengköpfen ausreichen könnte, die Erdtemperatur um acht Grad zu senken, und dieser nukleare Winter das Überleben der Menschheit massiv gefährden würde.

Siglinde Cüppers (DFG-VK) berichtet

Dr. Ralf Cüppers (DFG-VK Flensburg) berichtete über die Einrichtung der neuen sechsten Teilstreitkraft der Bundeswehr für den Cyberkrieg. Danach berichtete Siglinde Cüppers (DFG-VK Flensburg) über die „Vernetzte Operationsführung“, die deutlich mache, dass die auf dem Fliegerhorst Schleswig stationierten und bewaffnungsfähigen Drohnen in ein hochtechnologisches Kriegführungskonzept mit Cyberkrieg und Elektronischer Kampfführung eingebunden sind.

Während der Mahnwache war das Tor zum Fliegerhorst Schleswig/Jagel faktisch blockiert. Einige Teilnehmer blockierten im Anschluss an die Mahnwache um 14 Uhr dann auch noch das Südtor Mielberg, das die Initiatoren des Protestes mit einer von der Gesundheitspädagogin Petra-Ilona Teulecke professionell angeleiteten Meditationsübung zu einem „Tor der Stille“ gegen den Fluglärm umfunktioniert hatten.

Meditation am „Tor der Stille“

Die Meditation wurde jedoch von der Standortleitung des Fliegerhorstes als friedlicher Protest gegen das Militär respektiert, es gab keine Polizeipräsenz und auch nicht den Versuch einer Räumung der Blockade. Dies gilt auch für die Aktion am Haupttor. Gegen 15 Uhr wurde dann der Aktionstag von den TeilnehmerInnen beendet. Am 16. Dezember soll eine weitere Mahnwache vor dem Fliegerhorst mit Musik und Tanz folgen.

Wohlergehen ohne Wachstum in Flensburg?

Stadt Flensburg und Europa-Universität Flensburg erhalten 530 000 Euro für einzigartiges Verbundprojekt

Flensburg. Die Stadt Flensburg und die Europa-Universität Flensburg (EUF) werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 530.000 Euro für drei Jahre gefördert. Sie erhalten das Geld für ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Unter der Überschrift „Entwicklungschancen und -hemmnisse einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung“ (EHSS) wollen Bürgermeister Henning Brüggemann sowie Michaela Christ und Bernd Sommer vom „Nobert Elias Center for Transformation Design & Research“ (NEC) der EUF erforschen, wie Flensburg sich zu einer klimawandelfesten, sozial gerechten und umweltfreundlichen Stadt entwickeln kann.
Die Besonderheit des gemeinsamen Projekts: Stadt und NEC fragen danach, wie diese Ziele durch eine „Politik der Suffizienz“ erreicht werden können, also dadurch, dass die Einwohnerinnen und Einwohner weniger Ressourcen verbrauchen, indem sie ihre sozialen Praktiken (Wohnen, sich ernähren, sich fortbewegen, einkaufen etc.) verändern. Das bedeutet: Im Mittelpunkt steht die politisch heikle Frage, wie Kommunalpolitik das Wohlergehen ihrer Einwohnerinnen und Einwohner ermöglichen kann, ohne dafür immer weiter wachsen zu müssen.
Dieser Projektfokus ist unter den 26 durch das BMBF geförderten Verbundprojekten einzigartig. Harald Welzer, Professor für Transformationsdesign an der EUF und Direktor des NEC, sieht das als besondere Stärke des Projekts: „Zukunft besteht im Moment hauptsächlich aus Schlagwörtern mit „smart“ davor: „Smart City“, „Smart Meter“ oder „Smart Grid“. Aber für technikgetriebene Einsparungen durch mehr Effizienz muss man immer erst mal Aufwand treiben, also zum Beispiel neue Geräte installieren. Das jetzt für Flensburg bewilligte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben geht einen anderen Weg. Es untersucht Maßnahmen, die darauf zielen, zugleich den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen, und zwar nicht durch mehr Technik, sondern durch mehr Intelligenz.“
Die transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Stadt und Uni soll innerhalb von drei Jahren in drei Arbeitspakten die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung theoretisch klären, eine deutschlandweite Bestandsaufnahme vergleichbarer Stadtentwicklungsprojekte liefern sowie ein konkretes Stadtentwicklungsprojekt, das der Suffizienzstrategie folgt, für Flensburg konzipieren und initiieren.
Michaela Christ vom NEC freut sich über diese enge Zusammenarbeit mit der Stadt: „In diesem Projekt werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Angestellte der städtischen Verwaltung gleichberechtigt im Team zu nachhaltiger Stadtentwicklung arbeiten. Nicht zuletzt diese enge Verzahnung aus Forschung und Praxis macht den besonderen Reiz unseres Vorhabens aus.“ Ihr Kollege Bernd Sommer ergänzt: „Das Norbert Elias Center steht seit längerer Zeit mit der Stadt Flensburg im Austausch. Ich freue mich, dass mit dem bewilligten Vorhaben unsere Zusammenarbeit für die nächsten drei Jahre einen konkreten Rahmen gefunden hat.“
Die Ergebnisse des Projekts sollen als wertvolles Transformationswissen öffentlich gemacht werden. Denn auch Bürgermeister Henning Brüggemann ist sich bewusst, dass der Suffizienz-Ansatz im Rahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung eine Besonderheit ist: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Universität, weil wir wissenschaftliche Erkenntnis – die ja nicht neu ist – ganz konkret und wohl dosiert in unserer kommunalen Praxis anwenden können. Bei diesem Thema ist das bundesweit schon einmalig. Einen Blick werden wir auf den bundes- und landesrechtlichen Rahmen für unser kommunales Handeln werfen. Hier werden zentrale Weichen für unsere Stadtentwicklung gestellt.“
Das Projekt „Entwicklungschancen und -hemmnisse einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung“ (EHSS) im Rahmen der Fördermaßnahme „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt: Forschung für klimaresiliente, sozial-ökologisch gerechte und lebenswerte Städte“ des BMBF ist im Oktober 2017 gestartet. Das Projekt läuft bis zum 31.7.2020.
Mit der Fördermaßnahme will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen Beitrag zur klimawandelfesten, sozial gerechten und umweltfreundlichen Stadt von morgen leisten. Die Fördermaßnahme setzt dabei bewusst auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Kommunen sowie weiteren Praktikerinnen und Praktikern der Stadtentwicklung: gemeinsam sollen innovative und praktikable Lösungen erarbeitet und so die Nachhaltigkeit vorangebracht werden. Die Fördermaßnahme spricht zentrale Themen der Zukunftsstadt wie Klimawandel, umweltverträgliche Mobilität sowie Migration und Integration an.
Zur Förderung ausgewählt wurden insgesamt 26 Verbundprojekte. Das BMBF stellt in den nächsten Jahren für diese Projekte rund 50 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung.

Jazz mit dem Heiko Fischer Quartett am 24.11.2017 im Kühlhaus Flensburg

am Freitag, den 24.11.2017  um 20.00 Uhr

Kühlhaus, Mühlendamm 25

Echo Jazz Preisträger Heiko Fischer meldet sich zurück mit neuer Band, neuem Album und neuem Sound. Und das ist ein Jazz Highlight.
Der Wahlhamburger hat sich seit seinem letzten Werk Gateway satte 3 Jahre Zeit gegeben, um zu forschen und sich neu zu justieren.
Herausgekommen ist ein Album, das in seiner Aktualität, Tiefe und ganz eigenen Klangart neue Wege gehen will.
Fischer hat hier versucht, den Klang einer akustischen Jazz Band einer elektronischen Klangkomponente gegenüber zu stellen, die sich ganz an der Aktualität moderner Indie-/Elektroproduktionen orientiert.
Dies gelang ihm, ohne in abgegriffene Fusionkontexte abzudriften.
Hier wurde nicht der Versuch unternommen, die Genres zueinander passend zu machen, vielmehr wurden sie authentisch in ihrer Welt gegenüber gestellt, um so eine neue zerbrechliche Musik zum Leben zu erwecken, die ihre ganz eigene Dynamik entwickelt.
Hier ist wieder ein typisch untypisches Stück Jazz based in Germany heran gereift.Der studierte Physiker versucht mit seinem Album „General Relativity“, benannt nach der großen Einstein’schen Theorie, einmal auf musikalische Weise zu ergründen, was Musik und Physik gemein haben und was sie vielleicht grade auch unterscheidet.
Warum dabei jedes Stück den Titel eines physikalischen Phänomens oder einer Teildisziplin trägt, wird nicht zuletzt auf den Konzerten beantwortet werden.
Inhaltlich lehnt sich das Album an die Soundästhetik moderner Indie-Künstler wie James Blake an.Heiko Fischer ist in Flensburg kein Unbekannter. Er spielte auf dem allersersten Midtsommerjazz am Ostseebad und danach auf Einladung des Vereins 8001 mehrmals in der Walzenmühle, immer vor begeistertem Publikum.
Heute, etliche Jahre sind vergangen, erleben wir die konsequente Fortführung des Heiko Fischer Sounds.

Ein Muss für alle Heiko Fischer Fans und ein Muss für alle, die neuen deutschen Jazz hören wollen.

Abendkasse 15,-/11,– Euro

Vorverkauf

Mehr Informationen auf der Website: www.8000eins.de

PS.: Der Verein 8001 hat die Aktion „SOJA“ ins Leben gerufen. Die Abkürzung steht für „SocialJazz“ und ermöglicht Menschen, die einen Sozialpass haben,  an der Abendkasse kostenfreie Eintrittskarten zu bekommen.
Die Anzahl ist begrenzt, dieses mal auf 10 Stück.
Also, wenn das für sie selbst in Frage kommt oder sie jemanden kennen……

Informationsveranstaltung des Betreuungsverein Flensburg e.V. am 21.11.2017 im Stadtteiltreff „Komm ´rein“ in der Apenrader Straße

„Vorsorgen – um die eigene Zukunft zu gestalten“

Flensburg. Die Fachstelle 50plus lädt alle interessierten Flensburgerinnen und Flensburger zur Informationsveranstaltung „Vorsorgen – um die eigene Zukunft zu gestalten“ am Dienstag, 21. November um 16 Uhr im Stadtteiltreff „Komm ´rein“, Apenrader Straße 148 ein.

Niemand möchte in eine Situation kommen, in der er nicht mehr in der Lage ist, alltägliche oder sogar lebenswichtige Entscheidungen zu treffen. Dennoch weiß jeder, wie schnell und unerwartet, beispielsweise durch einen Unfall oder eine schwere Erkrankung, eine derartige Situation eintreten kann. Dann ist es notwendig, dass jemand da ist, der Entscheidungen in unserem Namen und in unserem Sinne trifft.
Was viele nicht wissen: Auch Familienangehörige dürfen nicht entscheiden. Ehegatten und Kinder können nur mit ausdrücklicher Vollmacht für den anderen handeln oder wenn sie als gesetzlicher Betreuer vom zuständigen Betreuungsgericht eingesetzt wurden. Um spätere Lebensentscheidungen auf jeden Fall mitzubestimmen, kann man entsprechende Vorsorge treffen.
Der Betreuungsverein Flensburg e.V. informiert über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Vorsorge.
Der Vortrag findet im Rahmen des Projektes „SelbstBestimmt im Alter“ statt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert, die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. ist Kooperationspartnerin.

Philosophie mittenmang: „Schutz der Privatsphäre oder Post-Privacy?“ am 22.11.2017 in Flensburg

Vortrag mit Prof. Dr. Anne Siegetsleitner, Universität Innsbruck

Schutz der Privatsphäre oder Post-Privacy?

Beim persönlichen und gesellschaftlichen Umgang mit Privatheit handelt es sich zweifelsohne um eines der großen Themen unserer Zeit, nicht zuletzt im Zusammenhang mit immer neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. Auch europäische Staaten schnüren neue Sicherheitspakte mit erweiterten Zugriffen und Millionen Menschen geben in Online-Netzwerken, Suchmaschinen, E-Mails usw. bedenkenlos vieles über sich und andere preis. In diesem Vortrag soll deshalb aus philosophischer Sicht danach gefragt werden, worum es beim Schutz der Privatsphäre geht und ob bzw. wann Privatheit aus moralischer Sicht als etwas Wertvolles und Schützenswertes anzusehen ist. Oder ist in dieser Hinsicht ohnehin bereits alles verloren und wir sollten uns ohne Bedauern lieber auf eine Ära nach der Privatsphäre, auf Post-Privacy, einstellen

Mittwoch 22. November, 18-20.00 Uhr

Big-Brother-Raum Europa-Universität Flensburg, 24944 Flensburg, Raum MAD, Munketoft 3b

IST MAN MITTENDRIN.

Bei „Philosophie mittenmang“ , der Veranstaltungsreihe des Philosophischen Seminars der EUF, diskutieren Philosophinnen und Philosophen mit allen Interessierten über aktuelle und bewegende Themen aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft. Dazu gehen sie mittenmang in die Stadt, dorthin, wo sich drängende Fragen stellen: ins Museum, in den Big-Brother-Raum, ins Kulturzentrum.

Eine Veranstaltungsreihe des
Philosophischen Seminars der
Europa-Universität Flensburg.
Organisation:
Prof. Dr. Anne Reichold
Prof. Dr. David P. Schweikard
philosophie@uni-flensburg.de
www.uni-flensburg.de/philosophie

Stadtwerke Flensburg: Neue Preise für Strom, Wasser und Fernwärme

Strompreis sinkt – Fernwärmepreis steigt

Flensburg: Der Strompreis für die Grundversorgung sinkt im nächsten Jahr ab 1. Januar um 4,5%. Der Wasserpreis geht erstmals nach vier Jahren ohne Anpassung leicht nach oben. Nachdem der Fernwärmepreis in 2017 konstant blieb, steigt er in 2018 um rund 2,8%. In der Summe bleiben die Energiekosten für 2018 stabil.

Der Grund für den sinkenden Strompreis sind vorrangig die gesunkenen, vorgelagerten Netznutzungsentgelte. Diese werden von den großen, überregionalen Stromnetzbetreibern erhoben, um die Stromnetze zu betreiben und neue Leitungen zu bauen. Die Kosten dafür werden über die Netzentgelte über den regionalen Stromanbieter an den Verbraucher weitergegeben. Während die Steuern und Umlagen u.a. auch die für die Förderung der erneuerbaren Energien sich zum nächsten Jahr nur leicht verändern und sich alle Abgaben und Umlagen unter dem Strich nahezu ausgleichen, gehen die vorgelagerten Netznutzungsentgelte deutlich nach unten. Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke will diese Senkung komplett weitergeben: „Wir können die vorgelagerten Netznutzungsentgelte zwar nicht beeinflussen, aber wir können entscheiden, wie wir damit umgehen. Wir wollen und werden die signifikante Senkung dieser Entgelte 1:1 durchreichen und komplett an unsere Kunden weitergeben, sodass wir damit den Strompreis senken können.“ Heinz-Gerhard Gülck, Vertriebsleiter der Stadtwerke ergänzt: „Je nach Größe des Haushaltes sinken dadurch im nächsten Jahr die Stromkosten um rund 30 bis 60 Euro. Ich möchte hier auch noch einmal herausstellen, dass wir mit diesem Arbeitspreis unter dem Niveau des Jahres 2013 liegen.“

Im Detail geht der Arbeitspreis für Strom in der Grundversorgung von 29,96 Ct/kWh auf 28,41 Ct/kWh nach unten. Der Grundpreis bleibt konstant.

Nachdem die Stadtwerke den Wasserpreis vier Jahre lang konstant halten konnten, wird dieser für 2018 leicht angepasst werden. Er geht um 3 Ct für 1.000 Liter (=1 m³) Wasser nach oben. In Zahlen sind das 1,69 Euro pro m³ in 2018 im Vergleich zu 1,66 Euro für die Jahre 2014 bis 2017. Der Grundpreis bleibt hier wie beim Strom konstant.

Für die Fernwärme hatten die Stadtwerke den Preis im Jahr 2017 nicht verändert. Die Ausgaben für den Substanzerhalt in den Netzen und in der Energieerzeugung machen hier eine Anpassung für 2018 notwendig. So steigt der Grundpreis für Fernwärme um 1%. Die Arbeitspreise für das Primär- und Sekundärnetz gehen um 3,5% nach oben (Primär: von 62,30 auf 64,48 und Sekundär von 63,70 auf 65,93 Euro/MWh). Das macht bei einer Wohnung 1,43 Euro pro Monat und bei einem Haus 5,45 Euro mehr.

In Summe werden Wohnungsinhaber im nächsten Jahr für Strom, Fernwärme und Trinkwasser 0,93 Euro weniger und Hausbesitzer 0,62 Euro mehr ausgeben. Prozentual sind das -0,72 bzw. 0,2 %.

Volkstrauertag: Ehrung der Opfer von Faschismus und Krieg am 19.11.2017 in Flensburg

Niederlegung von Blumengebinden am Sonntag, 19. November 2017

11.00 Uhr am Denkmal für die Opfer des Faschismus, Norderhofenden (bei der Polizei)

12.00 Uhr am Deserteursdenkmal am Platz der Gärtner

Wir wollen die Kriegsdienstverweigerer, Deserteure und Opfer aller vergangenen und gegenwärtigen Kriege ehren. Diese Ehrung soll zur Mahnung beitragen, daß wir Kriege beenden und Militär weltweit und die Bundeswehr hier abschaffen, um den Krieg insgesamt abzuschaffen.

Veranstalter:

DFG-VK Gruppe Flensburg,  Ralf & Siglinde Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.

 

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

VVN/BdA Gruppe Flensburg c/o Ludwig Hecker, Schulze-Delitzsch-Straße 43, 24943 Flensburg

Treffen der IG Ostufer am 16.11.2017 in der Alten Apotheke Flensburg

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der IG Ostufer,

wir wollen uns am

Donnerstag, den 16. November um 19:00 Uhr in der Alten Apotheke in der Friesischen Straße 31 in Flensburg treffen, um zu erörtern,

1. welche formalen planungsrechtlichen Voraussetzungen überhaupt erfüllt sein müssen, bevor ein ehemaliges Industriegelände wie das Ostufer des Flensburger Hafens für eine Wohnbebauung freigegeben werden kann.

2. welche Flächen auf keinen Fall mit einer Wohnbebauung belegt werden dürfen. Entweder weil dadurch der gewerbliche Hafen gefährdet wird oder aber weil die Workshops ergeben haben, dass dort nicht gebaut werden soll.

3. wie die Stadtverwaltung auf unseren Antrag auf Anerkennung als Stadtteilforum reagiert hat.

4. Verschiedenes.

Für den Vorstand und
mit freundlichen Grüßen

Gerd Strufe

Die Ganze Bäckerei zeigt den Dokumentarfilm: „Die Waffen nieder – Schwerter zu Pflugscharen.“ am 17.11.2017 in Flensburg

Eine kleine Geschichte der Friedenbewegung 1981-2017

Freitag, d. 17.11.2017 um 18.00 Uhr
Die Ganze Bäckerei
Hafermarkt 10, 24943 Flensburg

Mit dem Autoren des Films, Nils-Holger Schomann.

Dokumentarfilm-Essay mit Vielen und von Nils-Holger Schomann

Laufzeit: ca. 91 Minuten in HD & Stereoton

Die Lage in der Welt spitzt sich zu, neben laufenden Kriegen wird immer häufiger mit Gewalt und Krieg gedroht, um vermeintlich damit Probleme zu lösen oder die eigenen Interessen durchzusetzen.

Aufrüstung wird von allen Seiten vorangetrieben. Jüngst stimmte Deutschland gegen die mehrheitlich in der UNO beschlossene Ächtung von Atomwaffen und hat über die atomare Teilhabe der NATO sogar einen teilweisen Zugang zu Atomwaffen, die im Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern und von dort aus mit deutschen Tormado-Flugzeugen eingesetzt werden sollen.

Deja vu? Nicht nur der Lübecker Filmemacher Nils-Holger Schomann fragt: wo ist die Friedensbewegung in dieser Situation?

Und geht auf Spurensuche:

Beginnend etwa 1981, da war er schon in Bonn mit der Kamera dabei, als hundertausende gegen die Aufstellung von Pershing II-Atomraketen in Deutschland protestierten. Das Filmmaterial von damals zeigt: die Friedensbewegung hatte weltweiten Einfluß und schon wenige Jahre später werden die zunächst aufgestellten Raketen von den Großmächten wieder abgebaut.

Spurensuche heute: einige hundert Menschen marschieren Ostern 2016 vor dem Fliegerhorst in Büchel/Pfalz gegen die dort gelagerten 20 Atombomben. Die örtliche Friedensbewegung ist seit vielen Jahren sehr aktiv. Auch in Lübeck gibt es wieder Ostermärsche.

Nils-Holger Schomann ist mit der Kamera dabei wie auch im gleichen Jahr bei den Mahnwachen vor dem Fliegerhorst Jagel, von dort werden Drohneninsätze in der ganzen Welt geplant und später auch gesteuert.
Am 21.08.2017 blockieren etwa 120 Menschen, darunter 70 Musiker der Gruppe Lebenslaute sämtliche Einfahrten des Fliegerhorstes.
Sie werden immer wieder von Polizisten mit ihren Instrumenten weggetragen und setzen sich wieder vor die Kasernentore, während sie musizieren- eine ungewöhnliche, aber gewaltfreie Form des Protestes.
Die Parole: „Schlußakkord für Drohnenmord“ , denn die in Jagel stationierten Drohnen sollen zukünftig nicht nur Luftbilder machen, sondern bald auch bewaffnet werden.
Überall wo die Bundeswehr wirbt, sind Pazifisten vor Ort und sagen: Kein Werben fürs Sterben- Bundeswehr abschaffen!
Ist es ein Zufall, daß die deutsche Armee ausgerechnet in Mali/Afrika eingesetzt wird, genau dort, wo die wichtigsten und größten Uranvorkommen lagern und abgebaut werden?
Der Filmemacher fragt Aktivisten: haben sie das Gefühl, etwas beeinflussen zu können und wird die Friedensbewegung in diesen Zeiten wieder sichtbarer und einflußreicher werden?
Freunde, Bekannte, Aktivisten geben Auskunft und SchauspielerInnen wie Rolf Becker lesen Texte dazu:
Was ist Frieden? Gibt es einen gerechten Frieden? Ist Frieden mehr als die Abwesenheit von Krieg?
Wo steht die Friedensbewegung gerade und kann sie wieder größer und einflußreicher werden ? Gibt es noch andere Fragen, die sich nach Meinung des Publikums stellen? Welche neuen Aktionsformen sprechen die Menschen auf das Thema Krieg und Frieden an ?

Ein Film von und mit:

NILS-HOLGER SCHOMANN (Idee, Bildgestaltung & Montage)

Rolf Becker, Schauspieler (Sprechtexte/Zitate)

Detlef Mielke (Friedensaktivist)

Evelyn Luka (Regie/Redaktion Sprechtexte)

Thore Schomann (Originalton)

Ronald Mehling, Michael Schulze von Glaßer (Kamera)

Gruppe Lebenslaute (mit Musik u.a.von Ton-Steine-Scherben)

Originaltöne & Zitate im Film von Coretta King, Petra Kelly, Berthold Brecht, Karl Marx, Harry Belafonte, Erich Mühsam und vielen Anderen.

Hier gibt es eine kleine Preview https://vimeo.com/channels/1315763

Weitere Infos zur Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/161356971270429/

 

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