Archiv der Kategorie: Inklusion und Integration

Artikel und Posts zum Thema Inklusion und Integration

Online Stammtisch des SDS Flensburg am 10.12.2020

Donnerstag, 10. Dezember 2020 um 19:00 Uhr
Online-Veranstaltung
https://videokonferenz.die-linke.de/b/nic-1qk-wwl-bbo

Gastgeber: DIE LINKE. Flensburg und SDS Flensburg

Besondere Zeiten brauchen besondere Lösungen. Wir laden Euch ein zu einem offenen Online-Stammtisch. Wir wollen in lockerer Atmosphäre über aktuelle Politik diskutieren und uns gegenseitig kennen lernen. Unsere Themen gehen von Anti-Kapitalismus bis Feminismus und vielfältige politische Sachverhalte. Aber wir kotzen uns auch über das Studium aus und zu späterer Stunde planen wir die Weltrevolution!

Wir haben ein aktivistisches Verständnis von Politik, das sich in der Mitarbeit in Bündnissen und sozialen Bewegungen äußert. Wir verstehen uns als offene Gruppe von Studierenden aller Fachrichtungen, die sich vorgenommen haben, den Campus wieder von links zu politisieren. Als SDS sind wir Teil eines Verbandes von über 40 Hochschulgruppen in ganz Deutschland, die in der Tradition der Studierendenbewegung der 68er stehen.

Schalte dich dazu – Wir freuen uns auf dich!

Sozialatlas Flensburg 2020: Mehr Geburten – Bevölkerungszahl steigt auf 96.920 Personen

Über 20.000 FlensburgerInnen brauchen staatliche Transferleistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes

Kinderarmut – Ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren lebt in Armutshaushalten. Und jedes zweite Kind in der Neustadt (48,8%)

27.362 Menschen mit Migrationshintergrund, 28,2% Anteil an der Gesamtbevölkerung

Mit dem Sozialatlas 2020 liegt die 19. kleinräumige Fortschreibung von Sozialstrukturdaten für die Stadt Flensburg und ihre 13 Stadtteile vor, heißt es in der Mitteilungsvorlage für die Sitzung des Jugendhilfeausschuss am 16.12.2020 und weiter:

Im Folgenden die zentralen Ergebnisse mit Fokus auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen

Geburtenzahl:

Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl der Geburten in 2019 um 10,5% auf insgesamt 1.007 (+96). Damit liegt der Wert deutlich über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre: zwischen 2009 und 2018 waren es durchschnittlich 843 Geburten pro Jahr. Die Geburtenquote steigt auf 51,4 Geburten je 1.000 Frauen im Alter von 15 bis unter 45 Jahren (+4,5 ggü. 2018). Die Geburtenquoten liegen in 2019 in allen Stadtteilen, außer dem Sandberg, über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

Entwicklung der Altersgruppe der u.18-Jährigen:

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren steigt weiterhin an, wenn auch etwas weniger stark als in den Vorjahren (+210 ggü. 2018). In 2019 waren es insgesamt 14.737 Flensburger*innen unter 18 Jahren. Damit bildet die Gruppe der Kinder und Jugendlichen einen Anteil von 15,2% an der Gesamtbevölkerung. In den meisten Stadtteilen zeigt sich eine positive Entwicklung der Altersgruppe. Lediglich in Engelsby geht die Zahl der Kinder und Jugendlichen zurück.

Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund:

Besonders viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund leben in den Stadtteilen Nordstadt (1.221), Mürwik (868) und Weiche. Anteilig zu der Gesamtzahl der u.18-Jährigen in den Stadtteilen wohnen besonders viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Neustadt (66,5%), Nordstadt (59,0%) und Südstadt (51,3%).

Beratungsfallzahlen der Fachstelle für Wohnhilfen und Schuldnerberatung:

In 2019 wurden insgesamt 1.296 Haushalte von der Fachstelle für Wohnhilfen und Schuldnerberatung der Stadt Flensburg betreut. In 317 der Haushalte leben Kinder, das ist fast jeder 4. betroffene Haushalt. In 42,3% davon ist die Mutter alleinerziehend.

Empfänger*innen von Sozialleistungen:

In 2019 beträgt die Zahl der Regelleistungsberechtigten nach SGB II insgesamt 11.435 Personen. Von den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sind 14,5% alleinerziehend (1.190). Vergleichsweise hohe Zahlen liegen für die Nordstadt (231), Fruerlund (124) und Mürwik (211) vor.

Anteil der nichterwerbsfähigen Leistungsberechtigten unter 15 Jahren:

Die Zahl der nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten unter 15 Jahren steigt weiterhin an und umfasst in 2019 insgesamt 3.063 Personen. Dies entspricht einem Anteil von 24,7% an der Bevölkerung unter 15 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 3,0% (+88).

In der Schuldnerberatung beratene Personen 2019:

In 2019 suchten insgesamt 2.250 Personen eine Schuldnerberatung auf. Darunter waren 496 Paare mit Kindern (22,0%), 307 alleinerziehende Frauen (13,6%) sowie 5 alleinerziehende Männer (0,2%).

Anzahl der Hilfen zur Erziehung:

In 2019 wurden insgesamt 600 Hilfen zur Erziehung geleistet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 4,5% zurückgegangen (bzw. -28). Den größten Anteil bilden nach wie vor die Fallzahlen in den Bereichen sozialpädagogische Familienhilfe (25,7% bzw.154 Fälle), Eingliederungshilfen nach §35a (23,5% bzw. 141 Fälle), Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform nach §34 SGB VIII (20,0% bzw. 120 Fälle) sowie Vollzeitpflege nach §33 SGB VIII (17,7% bzw. 106 Fälle).

Im Vergleich zu 2015 ist die Zahl der Eingliederungshilfen (+42) sowie der sozialpädagogischen Famili-enhilfe (+25) besonders gestiegen. In den Bereichen Vollzeitpflege (-38) sowie soziale Gruppenarbeit (-20) sind die Zahlen seit 2015 besonders zurückgegangen.

Die Präsentation des Sozialatlas für die Sitzung des  Sitzung des Jugendhilfeausschuss am 16.12.2020 gibt es hier

Die Präsentation des Sozialatlas für die Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses am 7.12.2020 gibt es hier

Weitere Ergebnisse:

Zum Download des Sozialatlas Doppelklick auf das Bild

Bevölkerungswachstum hält an

Mit 96.920 Einwohner*innen am 31.12.2019 erreicht Flensburg den höchsten Bevölkerungsstand seit fast 60 Jahren (+ 0,74% ggü. 2018).
Insbesondere Mürwik (+286 bzw. 1,9%) und Tarup (+188 bzw. 3,8%) sind im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich gewachsen.
Zu einem deutlichen Rückgang der Einwohner*innen kommt es in den Stadtteilen Engelsby (-94 ggü. 2018) und Westliche Höhe (-49 ggü. 2018).

Anstieg der Geburtenzahl in 2019

Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl der Geburten in 2019 um 10,5% auf insgesamt 1.007 (+96). Damit liegt der Wert deutlich über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre: zwischen 2009 und 2018 waren es durchschnittlich 843 Geburten pro Jahr.
Die Geburtenquote steigt auf 51,4 Geburten je 1.000 Frauen im Alter von 15 bis unter 45 Jahren (+4,5 ggü. 2018).
Die höchsten Geburtenquoten sind in den Stadtteilen Mürwik (64,5), Tarup (62,2) und Nordstadt (60,8) zu verzeichnen.
Am niedrigsten fallen die Geburtenquoten in den Stadtteilen Sandberg (32,7) und Altstadt (39,1) aus.

Die Geburtenquoten liegen in 2019 in allen Stadtteilen, außer dem Sandberg, über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

Altersstruktur konstant

Insgesamt ist in allen Altersgruppen eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Gleichzeitig zeigen sich die jeweiligen Anteile an der Gesamtbevölkerung konstant.
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren steigt auf insgesamt 14.737 an (+210 ggü. 2018). Sie bildet damit einen Anteil von 15,2% an der Gesamtbevölkerung.
In 2019 beläuft sich die Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter (18-u.65 Jahre) auf insgesamt 63.137 Personen (+ 286 ggü. 2018). Der Anteil der Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung liegt bei 65,1%.
Die Zahl der ü.65-Jährigen steigt auf 19.046 Menschen in 2019 an (+220 ggü. 2018). Das sind 19,7% der Gesamt-bevölkerung.
Ein besonders dynamisches Wachstum zeigt sich für die Gruppe der Hochaltrigen (ü.80 Jahre), deren Zahl im Vergleich zu 2009 um 32,9% angestiegen ist (+1.465).
Insgesamt ist in allen Altersgruppen eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Gleichzeitig zeigen sich die jeweiligen Anteile an der Gesamtbevölkerung konstant. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren steigt weiterhin an, wenn auch etwas weniger stark als in den Vorjahren (+210 ggü. 2018).

In 2019 waren es insgesamt 14.737 Flensburger*innen unter 18 Jahren. Damit bildet die Gruppe der Kinder und Jugendlichen einen Anteil von 15,2% an der Gesamtbevölkerung. In den meisten Stadtteilen zeigt sich eine positive Entwicklung der Altersgruppe. Lediglich in Engelsby geht die Zahl der Kinder und Jugendlichen zurück.

In 2019 beläuft sich die Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter (18-u.65 Jahre) auf insgesamt 63.137 Personen.
Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 286 Personen (+0,5%). Der Anteil der Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung liegt bei 65,1%. Die Zahl der ü.65-Jährigen steigt auf 19.046 Menschen in 2019 an (+220 ggü. 2018). Das sind 19,7% der Gesamtbevölkerung. Ein besonders dynamisches Wachstum zeigt sich für die Gruppe der Hochaltrigen (ü.80 Jahre), deren Zahl im Vergleich zu 2009 um 32,9% angestiegen ist (+1.465).

Der Altersdurchschnitt für Flensburg liegt bei 42,4 Jahren. Der Altenquotient steigt im Vergleich zum Vorjahr leicht an und liegt in 2019 bei 31,3.

27.362 Menschen mit Migrationshintergrund

Zum Jahresende 2019 weisen insgesamt 27.362 Menschen in Flensburg einen Migrationshintergrund auf. Dies entspricht einem Anteil von 28,2% an der Gesamtbevölkerung.
Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl um 5,1% (+1.323). Etwas mehr als die Hälfte der Menschen mit Migrationshintergrund (54,4% bzw. 14.872 Personen) verfügen über eine ausländische Staatsangehörigkeit, etwas weniger als die Hälfte über die deutsche (45,6% bzw. 12.490 Personen). Die Zahl der Personen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit ist seit 2009 um 8.443 Personen gewachsen und hat sich damit mehr als verdoppelt. Die Zahl der Einbürgerungen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Insgesamt wurden 128 Menschen eingebürgert.

Anstieg der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt weiter an und beläuft sich in 2019 auf insgesamt 32.982 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um 2,5% bzw. 798 Personen. Im 5-Jahres-Rückblick zeigt sich ein Anstieg der Beschäftigungsquote um 12,2% (+3.591).

Die Arbeitslosenquote* geht im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (-0,5%-Punkte). Zum 30.06.2019 liegt der Anteil der Arbeitslosen an der Bevölkerung im Alter von 18 bis unter 65 Jahren bei 6,4%. Im Vergleich zu 2015 ist die Zahl der Arbeitslosen um 16,4% zurückgegangen.
(*Anteil der Arbeitslosen an der Bevölkerung im Alter von 18 bis unter 65 Jahren.)

Zahl der Empfänger*innen von Sozialleistungen stagniert auf hohem Niveau

In 2019 beziehen insgesamt 11.035 Personen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren Leistungen nach SGB II, III und XII. Dies entspricht einem Anteil von 16,9% an der erwerbsfähigen Bevölkerung (15-u.65 Jahre). Im Vergleich zum Vorjahr geht die Zahl leicht zurück (-2,0% bzw. -225 Personen).

Anzahl der nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten unter 15 Jahren steigt
Die Zahl der nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten unter 15 Jahren steigt weiterhin an und umfasst in 2019 insgesamt 3.063 Personen. Dies entspricht einem Anteil von 24,7% an der Bevölkerung unter 15 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 3,0% (+88).
Die Zahl der nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten variiert je nach Stadtteil teilweise sehr stark. Besonders hohe Quoten sind in der Neustadt (48,8%), Nordstadt (37,3%) sowie in der Südstadt (39,1%) zu verzeichnen.

Zahl der Empfänger*innen von Grundsicherung konstant
In 2019 beziehen insgesamt 2.402 Personen Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB XII. Dies entspricht dem Vorjahresniveau (2.388 in 2018).

Zahl der Wohngeldempfänger*innen geht zurück
Im Vergleich zum Vorjahr geht die Zahl der Wohngeldempfänger*innen um 5,9% zurück. So sind es in 2019 insgesamt 3.470 Menschen, die Wohngeld beziehen. Dies entspricht einem Anteil von 3,6% an der Gesamtbevölkerung. Die höchsten Zahlen an Wohngeldempfänger*innen sind in der Nordstadt (571) sowie in Mürwik (569) zu verzeichnen.

Ausführlichere Daten, Zahlen und Fakten gibt es im  Sozialatlas 2020

Zum Anliegen des Sozialatlas

Aus der Einleitung:

Ziel: kontinuierliche Beobachtung der sozialen Lage

Mit dem Sozialatlas 2020 liegt die neunzehnte kleinräumige Fortschreibung von Sozialstrukturdaten für die Stadt Flensburg und ihre 13 Stadtteile vor. Das Ziel ist eine differenzierte Beobachtung von relevanten Indikatoren, die Aufschluss über die soziale Lage in Flensburg geben. Der Sozialatlas liefert damit wichtige Grundinformationen für Planungen, wie z.B. in der Jugendhilfe, im Bereich älterer Menschen oder der

Stadtplanung. Orientierung nach Stadtteilen

Der Sozialatlas ist eine dauerhafte Aufgabe. Die Orientierung nach Sozialräumen – in diesem Fall nach Stadtteilen – bedeutet, dass kleinräumige, sozioökonomische und demografische Daten im Hinblick auf die soziale Lebensrealität der Bewohner*innen untersucht und analysiert werden. Durch die Fortschreibung können langfristig kleinräumige Veränderungen nachgezeichnet werden, z.B. in der Altersstruktur der Bevölkerung, der Erwerbstätigkeit oder im Bezug von Sozialleistungen. Dabei erfolgt die Darstellung der Entwicklung der Bevölkerungsdaten in einem 10-Jahresvergleich. Die themenspezifischen Informationen werden in der Regel in einem 5-Jahresrückblick betrachtet.

Stichtag 31.12.2019

Der Sozialatlas zum Stichtag 31.12.2019 ist in fünf Kapitel unterteilt: 1. Bevölkerung, 2. Arbeitsmarkt und Beschäftigung, 3. Wohnen, 4. Soziale Sicherung und 5. Hilfen zur Erziehung. Den Kapiteln ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse vorangestellt.
Die umrandeten Textblöcke weisen auf allgemeingültige Informationen hin. Am Ende befinden sich kurze Steckbriefe für die Stadt Flensburg und die 13 Stadtteile. Sofern nicht anders angegeben, handelt es sich bei allen Abbildungen und Tabellen um Darstellungen des Fachbereichs Soziales und Gesundheit auf Basis von Daten der Statistikstelle der Stadt Flensburg. Daten für die Jahre vor 2015 wurden in der Regel aus vorhergehenden Sozialatlanten übernommen.

Flensburger Sozialatlas 2010/11/12/13/14/15/16/17/18/19/20

Der Flensburger Sozialatlas mit Daten zur sozialen Situation der Bevölkerung in Flensburg

Wer sich einen Überblick über die Entwicklung der Flensburger Sozialdaten und deren Veränderung in den letzten Jahren verschaffen möchte, dem sei auch ein Blick  in den Sozialatlas der Jahre 2010/11/12/13/14/15/16/17/18/19/20 empfohlen. Hier geht´s zum Flensburger Sozialatlas 2010 , Sozialatlas_2011Sozialatlas 2012 , Sozialatlas_2013 , Sozialatlas 2014 , Sozialatlas 2015, Sozialatlas 2016 , Sozialatlas_2017 , Sozialatlas 2018 , Sozialatlas 2019 , Sozialatlas 2020

Neue Ausstellung auf dem Museumsberg Flensburg

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden viele Kulturveranstaltungen im Dezember nicht stattfinden können. Deshalb empfiehlt es sich bei den Veranstaltern nachzufragen, ob diese überhaupt noch stattfinden oder wie und in welchem Umfang diese nachgeholt werden.

Lena Kaapke – de manufactis

vom 5. Dezember 2020 bis 28. Februar 2021

Die 1989 in Flensburg geborene, vielfach ausgezeichnete Künstlerin Lena Kaapke sammelt Farben, Orte, Vorgänge und Beziehungen. Seit ihrem Master-Abschluss an der Muthesius Kunsthochschule 2015 im Fach Freie Kunst und Keramik, widmet sich Lena Kaapke intensiv der künstlerischen Forschung. Sie untersucht die Welt unter eigenen Fragestellungen und nähert sich unter anderem Dingen, Produktionsprozessen und den produzierenden Menschen.

Ofentopografie, Schalenedition, 2019 – Foto: © Lena Kaapke

In der Ausstellung auf dem Museumsberg sind Arbeiten zu erleben, die nicht nur das Handgefertigte thematisieren, sondern auch deren Herstellungsorte in China, verschiedenen europäischen Ländern und unserer Region. Dabei geht die konzeptuelle Klarheit der Installationen Lena Kaapkes mit der hohen sinnlichen Präsenz ihrer Arbeiten aus Keramik, Papier und diversen anderen Materialien Hand in Hand.

Produktionslinie, Ausschnitt 2019 – Foto: © Lena Kaapke

Neben vielbeachteten Arbeiten, wie der „Produktionslinie“, präsentiert die Künstlerin in ihrer ersten musealen Einzelausstellung auch ganz neue Installationen, die aus ihrer dreimonatigen künstlerischen Residenz 2019 in der chinesischen Stadt Jingdezhen resultieren. Das Künstlerinnenbuch Manufacientes, das den seit über 1000 Jahren für die Produktion hochwertiger Keramik berühmten Ort und sein Einwohner thematisiert, wird in der Ausstellung erstmals öffentlich präsentiert. Zugleich hat die Künstlerin das Buch auch als wandfüllende Installation umgesetzt.

Aktuell hat sich Lena Kaapke auch mit der Sammlung und dem Archiv des ursprünglich als Kunstgewerbemuseum gegründeten Flensburger Museums beschäftigt. In den Mittelpunkt ihrer konzeptuellen Arbeit stellt sie die kunstvollen historischen Klöppelspitzen und vor allem ihre Herstellerinnen, die in der Geschichte des Museums bislang unbeachtet geblieben sind.

Im Januar 2021 erscheint ein Katalog mit aktuellen Fotografien der Installationen in den Ausstellungsräumen sowie Texten von Lena Kaapke und der Kuratorin der Ausstellung, Dörte Ahrens.

Eine übliche Eröffnungsfeier lassen die behördlichen Vorgaben leider nicht zu. Am Samstag, dem 5. Dezember kann daher bei freiem Eintritt die Ausstellung besucht werden.

Unter Beachtung aller Hygienemaßnahmen und mit eingeschränkten Öffnungszeiten von 11.30 bis 17.00 Uhr sind in Zukunft wieder beide Häuser zu besichtigen. Für den Museumsbesuch ist wie überall eine Alltagsmaske erforderlich. Es wird ebenso darum gebeten, bargeldlos zu zahlen.

Weitere Infos und Einblicke in die Veranstaltungen und Ausstellungen sind auf www.museumsberg.de zu finden. Kontakt: Tel. 0461 85 2956 oder museumsberg@flensburg.de

 

Gemeinsamer Einsatz für Coronainformationen auf dänisch und friesisch

Der Landesverband des SSWUngdom und die GRÜNE JUGEND Flensburg setzen sich für dänisch- und friesischsprachige Informationen zum Coronavirus ein.

Bisher gibt es auf dem Internetportal der Stadt Flensburg zwar mehrsprachige Informationen zum Coronavirus, diese gibt es jedoch lediglich auf Englisch, Arabisch, Persisch, Französisch, Italienisch und Türkisch. Die Sprachen der größten Minderheiten in der Region, Dänisch und Friesisch, sind dabei nicht vorzufinden. Auch auf der Informationsseite des Landes Schleswig-Holstein sind Informationen bspw. zur Einreise aus ausländischen Risikogebieten weder auf Dänisch noch auf Friesisch verfügbar.

Till Hölzl vom Landesvorstand des SSWUngdom erklärt: „Die dänische und friesische Minderheit sind gerade bei uns in Flensburg stark vertreten und allein die dänische Minderheit bildet mit etwa 20% einen großen Anteil der Stadtbevölkerung. Zudem leben hier auch viele Reichsdäninnen und Reichsdänen. Wir sind enttäuscht, dass vielen den Zugang zu Informationen, gar zu solch wichtigen wie zum Coronavirus, verwehrt wird. Wir appellieren an die Verwaltung und die Ratsversammlung, sich umgehend dafür einzusetzen, dass Informationen auch auf diesen Sprachen zugänglich werden.“

Leon Bossen, Vorsitzender der GRÜNEN JUGEND Flensburg, ergänzt: „In einer schweren Krise wie der Corona-Pandemie ist es unumgänglich, dass Informationen und Anleitungen für alle transparent und zugänglich sind. Es ist deshalb unser klares Ziel, dass Sprachbarrieren abgebaut werden. Es sollte deshalb auch für die dänische und friesische Minderheit, die einen Großteil der Bevölkerung ausmachen, wie auch für die vielen dänischen Staatsbürger*innen, die hier leben, möglich sein, wichtige Corona-Informationen digital nachvollziehen zu können. Das wäre ein geringer Verwaltungsaufwand mit großem Effekt.“

Öffentliche Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses am 07.12.2020 im Flensburger Rathaus

Wichtige TOPs zum Thema: Sachstand Corona-Pandemie, Haushalt des Fachbereiches Soziales und Gesundheit für 2021/2022, Projekt „Psychosoziale Beratung für Geflüchtete“,  Weiterentwicklung der Obdachlosenarbeit

Interessierte Einwohner*innen sind herzlich willkommen!

Anmeldung erbeten

Stadt Flensburg                                                                                                           Flensburg, 27.11.2020
Der/Die Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses

Bekanntmachung
zur 22. Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses
am Montag, 07.12.2020, 16:00 Uhr, Rathaus, Ratssaal

Bitte beachten Sie die nachstehenden Hinweise für die Öffentlichkeit:
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist die Anmeldung für eine Gästeliste erforderlich, da nur begrenzte Kapazitäten an Plätzen für Gäste zur Verfügung stehen. Sollten darüber hinaus noch Plätze frei sein, kann auch unangemeldeten Gästen bis zum Erreichen der Kapazitätsgrenze Einlass gewährt werden. Die Anmeldung erfolgt telefonisch unter 0461/85 4230 oder per Mail an Peters.Jan-Erik@Flensburg.de. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Gäste mit einer Mobilitätseinschränkung um einen Hinweis bei der Anmeldung. Ferne beachten Sie bitte folgende Hinweise:

– Gemäß der aktuellen Corona-Verordnung sind wir verpflichtet, Ihre Kontaktdaten zu erheben

– Der Zugang für alle Gäste erfolgt ausschließlich über den Haupteingang „Am Pferdewasser“

– Bitte denken Sie an Ihre Mund-Nasen-Bedeckung!

Die unter „B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil“ aufgeführten Tagesordnungspunkte werden nach Maßgabe der Beschlussfassung des Sozial- und Gesundheitsausschusses voraussichtlich nichtöffentlich beraten.

Tagesordnung
A. Voraussichtlich öffentlicher Teil

1. Bestätigung der Tagesordnung

2. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse der letzten Sitzung

3. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 21. Sitzung vom 19.10.2020

4. Sachstand Corona-Pandemie

5. Haushalt 2021/2022 – Entwurf des Fachbereiches Soziales und Gesundheit SUG-11/2020

6. Weiterführung des Projektes „Psychosoziale Beratung für Geflüchtete“ FA-102/2020

7. Bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Obdachlosenarbeit Hier: Veränderung der Betreuungsstruktur FA-101/2020

8. Bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Obdachlosenarbeit Hier: „Betreutes Wohnen“ in eigener Wohnung FA-104/2020

9. Haushaltsplan der rechtsfähigen Stiftung Söhrnsen-Stift für das Haushaltsjahr 2021 RV-148/2020

10. MV: Sozialatlas 2020 SUG-12/2020

11. Zustimmung zu außer-/überplanmäßigen Aufwendungen /Auszahlungen

12. Mitteilungen und Anfragen

13. Beschlusskontrolle

B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil

14. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 21. Sitzung vom 19.10.2020

15. Mitteilungen und Anfragen

16. Beschlusskontrolle

Für die Richtigkeit:
Gez. Edgar Möller, Vorsitzender
Gez. Asta Simon, Stv. Fachbereichsleiterin

Die Sitzungsunterlagen und Beschlussvorlagen findet man hier

Filmreihe Zukunft(s)gestalten: „The Human Scale“ am 02.12.2020 – Kostenfreie Online-Vorstellung

Zwei Filme zum Thema ‚Mensch Stadt Moderne‘ im Dezember

— english version below —

Am Mittwoch, den 2. Dezember zeigen wir im Rahmen der Filmreihe Zukunft(s)gestalten den zweiten Film dieser Auflage: „The Human Scale“ – wieder digital. Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit den Perspektiven des Architekten und Stadtplaners Jan Gehl, der sich seit Jahrzehnten dafür einsetzt, die Lebensqualität in Städten zu erhöhen, indem er die Menschen (wieder) in den Mittelpunkt der Stadtplanung rückt. 

Begleitet wird der Abend von der partizipativ arbeitenden Raumstrategin und Landschaftsarchitektin Marion Kleine-Onnebrink

Der Film ist Teil der dritten Auflage unserer Filmreihe „Zukunft(s)gestalten – Filme zum gesellschaftlichen Wandel“, die sich diesmal dem Thema ‚Mensch Stadt Moderne‘ widmet. Mit der Filmreihe möchten wir dazu beitragen, dass Menschen die diversen, miteinander verflochtenen Krisen der Gegenwart besser verstehen lernen. Viele fühlen sich ihnen gegenüber ohnmächtig. Zu komplex, so scheint es, sind die Probleme. Es fehlt an Mut, Ideen und Visionen für eine bessere Zukunft. Wir möchten Mut machen, zeigen, dass es auch anders geht. In unseren Filmen zeigen wir inspirierende Persönlichkeiten: Menschen die alles anders machen, die zeigen, dass eine andere Welt nicht nur nötig, sondern auch möglich  ist.

02.12.: The Human Scale – Original mit engl. Untertiteln – Beginn 18:30

Link zur Veranstaltung: tiny.cc/zukunftsgestalten
Der Filmabend findet über WebEx und Vimeo statt. Dafür ist keine Registrierung oder Installation nötig. 

Bei Fragen oder Problemen schreibt eine Mail an film@transformwerk.org

Der Eintritt ist frei. 

Veranstalter: Transformatives Denk- und Machwerk e.V. (https://transformwerk.org)

In der kommenden Woche könnt ihr euch außerdem freuen auf: 

09.12. — Why We Cycle — OmU, Dokumentation

Wir freuen uns auf alle Teilnehmenden!
Das Team der Filmreihe Zukunft(s)gestalten in Kooperation mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein und demTransformatives Denk- und Machwerk. 

— english version —

On Wednesday Devember 2, we will show the movie “The Human Scale” as part of the film series Zukunft(s)gestalten – again online. The documentary portrays perspectives of Jan Gehl, architect and city planner, who has been working on (re)centering urban planning around the needs of humans for decades. 

The evening will be accompanied by the landscape architect Marion Kleine-Onnebrink.

The film is part of the third round of the film series Zukunft(s)gestalten, this time dedicated to the topic of city planning. The series aims to help people understand the diverse and intertwined crises of our society better. Many feel overwhelmed in the face of these crises, the problems seem too complex and we’re lacking the courage, ideas and visions for a better future. The films we choose for the series take this as a leverage and show how things could be different. 

02.12. — The Human Scale — Original with english subtitles — start 18:30 

Link to the event: tiny.cc/zukunftsgestalten
The event will happen online via WebEx and Vimeo. There is no registration or installation needed. 

If you have any questions or technical problems, you can contact us here: film@transformwerk.org

Free admission.

The Human Scale – Trailer

Veranstaltungen und Ausstellungen im Dezember 2020 auf dem Museumsberg Flensburg

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden viele Kulturveranstaltungen im Dezember nicht stattfinden können. Deshalb empfiehlt es sich bei den Veranstaltern nachzufragen, ob diese überhaupt noch stattfinden oder wie und in welchem Umfang diese nachgeholt werden.

Für die obigen Veranstaltungen wird aufgrund der begrenzten Teilnehmer*innenzahl unter Tel. 0461 85 2956 oder museumsberg@flensburg.de um Anmeldung gebeten.

Unter Beachtung aller Hygienemaßnahmen und mit eingeschränkten Öffnungszeiten von 11.30 bis 17.00 Uhr sind in Zukunft wieder beide Häuser zu besichtigen. Für den Museumsbesuch ist wie überall eine Alltagsmaske erforderlich. Es wird ebenso darum gebeten, bargeldlos zu zahlen.

Weitere Infos und Einblicke in die Veranstaltungen und Ausstellungen sind untenstehend und auf www.museumsberg.de zu finden.

Lena Kaapke – de manufactis

5. Dezember 2020 bis 28. Februar 2021

Die 1989 in Flensburg geborene, vielfach ausgezeichnete Künstlerin Lena Kaapke sammelt Farben, Orte, Vorgänge und Beziehungen. Seit ihrem Master-Abschluss an der Muthesius Kunsthochschule 2015 im Fach Freie Kunst und Keramik, widmet sich Lena Kaapke intensiv der künstlerischen Forschung. Sie untersucht die Welt unter eigenen Fragestellungen und nähert sich unter anderem Dingen, Produktionsprozessen und den produzierenden Menschen.

Ofentopografie, Schalenedition, 2019 – Foto: © Lena Kaapke

In der Ausstellung auf dem Museumsberg sind Arbeiten zu erleben, die nicht nur das Handgefertigte thematisieren, sondern auch deren Herstellungsorte in China, verschiedenen europäischen Ländern und unserer Region. Dabei geht die konzeptuelle Klarheit der Installationen Lena Kaapkes mit der hohen sinnlichen Präsenz ihrer Arbeiten aus Keramik, Papier und diversen anderen Materialien Hand in Hand.

Produktionslinie, Ausschnitt 2019 – Foto: © Lena Kaapke

Neben vielbeachteten Arbeiten, wie der „Produktionslinie“, präsentiert die Künstlerin in ihrer ersten musealen Einzelausstellung auch ganz neue Installationen, die aus ihrer dreimonatigen künstlerischen Residenz 2019 in der chinesischen Stadt Jingdezhen resultieren. Das Künstlerinnenbuch Manufacientes, das den seit über 1000 Jahren für die Produktion hochwertiger Keramik berühmten Ort und sein Einwohner thematisiert, wird in der Ausstellung erstmals öffentlich präsentiert. Zugleich hat die Künstlerin das Buch auch als wandfüllende Installation umgesetzt.

Aktuell hat sich Lena Kaapke auch mit der Sammlung und dem Archiv des ursprünglich als Kunstgewerbemuseum gegründeten Flensburger Museums beschäftigt. In den Mittelpunkt ihrer konzeptuellen Arbeit stellt sie die kunstvollen historischen Klöppelspitzen und vor allem ihre Herstellerinnen, die in der Geschichte des Museums bislang unbeachtet geblieben sind.

Im Januar 2021 erscheint ein Katalog mit aktuellen Fotografien der Installationen in den Ausstellungsräumen sowie Texten von Lena Kaapke und der Kuratorin der Ausstellung, Dörte Ahrens.

Eine übliche Eröffnungsfeier lassen die behördlichen Vorgaben leider nicht zu. Am Samstag, dem 5. Dezember gewähren wir deshalb freien Eintritt in die Ausstellung.

Perspektivwechsel 2020 – 100 Jahre Grenzgeschichten noch bis 14.03.2021

Grenzzollstelle Kupfermühle Krusua 1922

Mit der Ausstellung „Perspektivwechsel 2020“ – der aufwendigsten Ausstellung, die je in Flensburg entwickelt und gezeigt wurde – leistet die Stadt Flensburg den größten Einzelbeitrag zum Jubiläumsjahr in Schleswig-Holstein.

Ein neuartiger Ansatz überlässt dabei niemandem die alleinige Deutungshoheit, sondern stellt die Vielfalt und die Entwicklung der Grenzregion in den Mittelpunkt. Der Blick ist dabei nicht nur, wie sonst in Museen üblich, rückwärts gerichtet.
Vielmehr stehen mit Themen wie Identität, Transit und Flüchtlingen auch die Gegenwart und die Zukunft der Grenze im Fokus.

Die Ausstellungsmacher treten dabei bewusst in den Hintergrund. Wo irgend möglich kommen Augenzeugen und Betroffene selbst zu Wort und erzählen aus ihrer persönlichen Perspektive Grenzgeschichten aus den 100 Jahren seit der Volksabstimmung vom 14. März 1920. Ungewöhnliche Objekte, Bilder und Videos illustrieren diese Geschichten anschaulich.

Flaggenkampf: Flensburg 1920

Die Ausstellung beginnt mit der Frage nach der Entstehung der heutigen Grenze mit ihren positiven und negativen Auswirkungen auf Flensburg und die Grenzregion. Besonderes Augenmerk gilt dem wichtigen Thema der Identität von Mehrheiten und Minderheiten. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Grenze als Transit-Raum, dem aktuellen Thema Flüchtlinge und der Grenze auf dem Wasser. Wie die Zukunft der Grenze aussehen könnte, zeigen uns deutsche und dänische Kinder und Jugendliche in Form von Bildern und Videos.

Wer seine eigene Geschichte erzählen oder seine persönliche Perspektive teilen möchte, ist dazu an einer der interaktiven Mitmachstationen der Ausstellung oder in der App FLEO2020 herzlich eingeladen.
„Perspektivwechsel 2020“ wird an drei verschiedenen Standorten in Flensburg gezeigt: auf dem Museumsberg, im Flensburger Schifffahrtsmuseum und in der Dänischen Zentralbibliothek. Später kommt noch eine weitere Station im Sonderburger Multikulturhaus dazu.

Entwickelt wurde das Ausstellungskonzept unter der Leitung des Museumsdirektors Dr. Michael Fuhr vom Hamburger Büro gwf-Ausstellungen, mit fachlicher Unterstützung von einem interdisziplinär besetzten Expertenbeirat und den Teams der beteiligten Häuser.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Träger der Ausstellung ist die Stadt Flensburg. Finanziell gefördert wurde das Projekt durch die Kommune Sønderborg, das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Landesregierung Schleswig-Holsteins, die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und die Nord-Ostsee Sparkasse.

Infos und Geschichten zur Volksabstimmung finden Sie bei FLEO2020.

Mehr zur Ausstellung: https://www.museumsberg-flensburg.de/de/ausstellungen/details/perspektivwechsel-2020-100-jahre-grenzgeschichten.html

„Perspektivwechsel 2020“ im Film

Auf Schleswig-Holstein.de und youtube ist ein Filmbeitrag zur Ausstellung „Perspektivwechsel 2020 – 100 Jahre Grenzgeschichten“ zu sehen.

Bevor Sie durch Anklicken des Links das Video im externen Fenster bei youtube.com öffnen, beachten Sie bitte den Hinweis zu Youtube-Videos in der Datenschutzerklärung.

Video auf youtube.com ansehen

 

SSW: Mehr Frauenhäuser für Schleswig-Flensburg und Nordfriesland!

Das Schweigen brechen!

Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen fordert das „Frauenpolitische Forum“ des SSW in einer Stellungnahme mehr Unterstützung und Schutz für Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind:

Jeder zweiten Frau in Deutschland, die von häuslicher Gewalt betroffen ist, bleibt die Flucht ins Frauenhaus verwehrt. Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem eigenen Partner ermordet. Oft schweigen Frauen aus Scham oder mentaler Abhängigkeit vom Mann. Und für jene, die ihr Schweigen brechen, stehen im Norden des Landes nur wenige Schutzunterkünfte Frauenhäuser zur Verfügung. Das muss sich ändern!

Deshalb haben der SSW und das Frauenpolitische Forum der Partei sich in den vergangenen Jahren besonders für die Errichtung von Frauenhäusern in den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland eingesetzt.

Auch in Schleswig-Holstein sind viele Frauen von häuslicher Gewalt betroffen, sagt Jette Waldinger-Thiering, frauenpolitische Sprecherin des SSW im Landtag. „Die Problematik macht auch hier nicht halt.“ Die SSW-Landtagsabgeordnete setzt sich stark dafür ein, dass nun vor allem im nördlichen Landesteil der immer lauter werdende Ruf nach zusätzlichen Frauenhäusern bei der Landesregierung Gehör findet.

2019 wurde das Schweigen symbolisch gebrochen, wo es lange Jahre den Eindruck machte, dass laute Rufe nicht auf Gehör trafen. Mit Initiativen der Kreistagsfraktionen Schleswig-Flensburg, vertreten durch Susanne Heiland, und Nordfriesland, vertreten durch Sybilla Nitsch.

In Schleswig-Flensburg hat der Kreistag Landrat Wolfgang Buschmann einstimmig den Auftrag mit auf den Weg gegeben, sich beim Land für die Errichtung eines Frauenhauses im Kreis einzusetzen. Neben der Arbeit in den Fachausschüssen hat sich auch eine AG Frauenhaus gegründet, die an einer Lösung arbeitet. Neben der Bedarfsermittlung des Landes, dessen Ergebnisse Ende des Jahres erwartet werden, ist bereits eine eigene Erhebung gemacht worden, wie Susanne Heiland berichtet. „Wir befassen uns dabei grundsätzlich mit der Suche nach einem geeigneten Standort, der Bedarfsermittlung und der Form der Trägerschaft für ein Frauenhaus.“

„Das Thema der Gewalt an Frauen hat einen neuen politischen Tenor bekommen«, sagt Sybilla Nitsch, die den SSW im Kreistag in Nordfriesland vertritt. Dort gibt es mit einem geeinten Kreistag jetzt klare politische Signale für die Errichtung eines Frauenhauses. „Das ist ein großer Erfolg“, so Nitsch.

Entsprechende Beschlüsse wurden 2020 gefasst, und Landrat Florian Lorenzen hat gegenüber dem zuständigen Ministerium in Kiel das Interesse des Kreises an einem Frauenhaus bekundet. Nitsch: „Es findet ein reger fachlicher Austausch statt, und für 2021 sollen konkrete Taten folgen.“

Der SSW setzt sich nicht nur für Schutzunterkünfte ein, sondern auch für bezahlbaren Wohnraum für betroffene Frauen. „Zudem muss die Präventionsarbeit an den Schulen gefördert werden. Wir müssen dieses Thema auch in die sozialpädagogische Ausbildung integrieren und dort Instrumente schaffen, um präventiv vorgehen zu können,“ sagt Jette Waldinger-Thiering.

Im SSW wird die Arbeit weiterhin fortgeführt. „Das erforderliche politische Handeln für die Hilfesysteme für von Gewalt betroffene Frauen muss immer wieder laut auf die Tagesordnung gesetzt werden. Wir müssen das Schweigen brechen“, mahnt die SSW-Abgeordnete.

Öffentliche Sitzung des Gleichstellungsausschusses am 02.12.2020 im Flensburger Rathaus

TOPs unter anderem zu den Themen: Konzept zur Sicherstellung des Angebotes der Schwangerschaftsabbrüche in Flensburg, Plan zur Frauenförderung und Gleichstellung

Stadt Flensburg                                                                                                     Flensburg, 19.11.2020
Die Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses

Bekanntmachung
zur 14. Sitzung des Gleichstellungsausschusses
am Mittwoch, 02.12.2020, 16:00 Uhr,
Rathaus, Europaraum (E 67)

Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung:
Wir weisen darauf hin, dass beim Fortbewegen in den Räumlichkeiten Rathauses eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist. Am Platz darf diese abgelegt werden.

Kinderbetreuung:
Wir weisen darauf hin, dass ehrenamtlich Tätige nach §24 Abs. 1 Nr. 4 Gemeindeordnung Anspruch auf Erstattung der nachgewiesenen Kosten einer entgeltlichen Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen haben.

Sollte Unterstützung bei der Organisation der Kinderbetreuung benötigt werden, melden Sie sich bitte mit einer Vorlaufzeit von mindestens 24 Stunden bei der für den Ausschuss zuständigen Geschäftsführung. Für zukünftige Ausschusssitzungen bereiten wir außerdem ein darüber hinausgehendes Angebot vor.

Bitte beachten Sie die nachstehenden Hinweise für die Öffentlichkeit:
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist die Anmeldung für eine Gästeliste erforderlich, da nur be-grenzte Kapazitäten an Plätzen für Gäste zur Verfügung stehen. Sollten darüber hinaus noch Plätze frei sein, kann auch unangemeldeten Gästen bis zum Erreichen der Kapazitätsgrenze Einlass gewährt werden. Die Anmeldung erfolgt telefonisch unter 0461/85 2806 oder per Mail an Gleichstellungsausschuss@flensburg.de. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Gäste mit einer Mobili-tätseinschränkung um einen Hinweis bei der Anmeldung. Ferne beachten Sie bitte folgende Hinweise:
– Gemäß der aktuellen Corona-Verordnung sind wir verpflichtet, Ihre Kontaktdaten zu erheben
– Der Zugang für alle Gäste erfolgt ausschließlich über den Haupteingang „Am Pferdewasser“
– Bitte denken Sie an Ihre Mund-Nasen-Bedeckung!

Die unter „B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil“ aufgeführten Tagesordnungspunkte werden nach Maßgabe der Beschlussfassung des Gleichstellungsausschusses voraussichtlich nichtöffentlich beraten.

Tagesordnung

A. Voraussichtlich öffentlicher Teil

1. Bestätigung der Tagesordnung

2. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse der letzten Sitzung

3. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 12. Sitzung vom 23.09.2020

4. Plan zur Frauenförderung und Gleichstellung RV-103/2020
4.1 MV: Plan zur Frauenförderung und Gleichstellung: Stellungnahme der Ratsfraktionen CDU, SSW, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Die Linke RV-137/2020
4.2 MV: Plan zur Frauenförderung und Gleichstellung: Beantwortung der Stellungnahme der Ratsfraktionen CDU, SSW, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Die Linke RV-137/2020 1. Ergänzung

5. Haushalt 2021/2022 des Gleichstellungsbüros (Teilhaushalt 6) GA-3/2020

6. MV: Konzept zur Sicherstellung des Angebotes der Schwangerschaftsabbrüche in Flensburg HA-68/2020

7. Mitteilungen, Anfragen und Anregungen

8. Beschlusskontrolle

B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil

9. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 12. Sitzung vom 23.09.2020

10. Vergabe von Fördermitteln aus dem Titel „Geschlechterspezifische Projekte und Genderförderung“

11. Mitteilungen, Anfragen und Anregungen

12. Beschlusskontrolle

 

Für die Richtigkeit:

Dr. Karin Haug
Vorsitzende

Verena Balve
Gleichstellungsbeauftragte

Die Vorlagen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten finden Sie hier

Gespräch des Flensburger Initiativenbündnisses mit Stadtpräsident Hannes Fuhrig und Oberbürgermeisterin Simone Lange

Besetzung des Bahnhofswalds: Auch Thema beim Gespräch der Bürgerinitiativen mit Stadtpräsident Hannes Fuhrig und Oberbürgermeisterin Simone Lange – Foto: Jörg Pepmeyer

SprecherInnen Flensburger  Bürgerinitiativen mahnen mehr Bürgerbeteiligung und Mitspracherechte an

Ein Beitrag der Bürgerinitiative Flensburger Hafen

Liebe Flensburgerinnen und Flensburger,

            Wir  Bürger sind die demokratische Macht und …….

viele von uns wollen nicht länger hinnehmen, dass die von uns beauftragten Treuhänder = Ratsmitglieder und die Oberbürgermeisterin  unabgestimmt wichtige Planungs- und Investitionsentscheidungen treffen.

Weil aber die bisherigen Proteste einzelner Bürgergruppen ergebnislos verpuffen gibt es jetzt den Trend, dass diese sich zusammenschließen, beispielsweise in dem Netzwerk FLiB ( klicken Sie bitte hier ) und öffentlich darstellen was sie zu beanstanden haben. Der Oberbürgermeisterin hat dieses demokratische Selbstbewusstsein nicht gefallen und darum hatte sie Vertreter des Netzwerkes FLiB (also auch uns ) zu einer Aussprache eingeladen.

Wie die verlaufen ist:  ……. lesen Sie hier und Sie können sich dann Ihre eigene Meinung bilden:

Gedächtnisprotokoll vom 20.10.2020

Am 20.10.2010 ab 16:00 Uhr trafen sich die Vertreter des BI Bündnisses FLiB, (12 Personen) auf Einladung der Oberbürgermeisterin Simone Lange zu einem Meinungsaustausch in Sachen Demokratieverständnis, Transparenz und Bürgerbeteiligung bei wichtigen politischen Entscheidungen. 

Teilnehmer*innen:

Hanna Kalkutschke – Bunnies Ranch, 

Christiane Schmitz-Strempel, Helmreich Eberlein, Sabine Scholl – BI Bahnhofsviertel 

Jens Boysen – BI Hafen 

Uschi Thomsen-Marwitz, Lea Niedrich – Bündnis Fossilfreies Flensburg 

Ralf Strobach – Aktionsgruppe Klima 

Jule Niedrich, Isabel Preiss – Fridays for Future 

Thomas Gädeke – Verschönerungsverein 

Cordelia Feuerhake – BI Flensburger Norden und Verschönerungsverein 

Simone Lange – Oberbürgermeisterin 

Herr Fuhrig – Stadtpräsident und Herr Carstensen – Referent für Bürgerbeteiligung 

Der Zeitrahmen wurde von der Oberbürgermeisterin auf 18.00 Uhr festgelegt. 

Herr Fuhrig und Herr Carstensen verließen die Gesprächsrunde schon vor 18.00 Uhr, die dann doch noch bis gegen 19.00 dauerte. 

Der Stadtpräsident führte aus, dass seiner Meinung nach die repräsentative Demokratie, auch wenn die Wahlbeteiligung nur bei 35 % lag, von den ehrenamtlichen Ratsmitgliedern zufriedenstellend umgesetzt wird und konnte keine Defizite erkennen. Den interessierten Bürger*innen bliebe die Beteiligung in Parteien, so dass sie hier mit abstimmen könnten. 

Herr Fuhrig zitierte den Vorwurf der Korruption aus dem offenen Brief. Dies ist eine häufig gehörte Aussage in Gesprächen mit Passanten. Herr Fuhrig ordnete es als unsere Einschätzung zu, verstand offenbar wieder nicht, dass Bürger*innen zu derartigen Schlüssen kommen können, wenn Fragen ignoriert und Widersprüche nicht aufgeklärt werden. 

Vom Bündnis fossilfreies Flensburg wurde angeregt, einmal den Begriff Repräsentative Demokratie bei Gelegenheit gründlich zu definieren. Zentrale Aussage ist: „alle Macht geht vom Volke aus“. 

Jule Niedrich (FFF) wies darauf hin, dass sie als unter 18-Jährige nicht einmal Wahlrecht habe, aber massiv betroffen von den heutigen Entscheidungen sei. 

Helmreich Eberlein machte darauf aufmerksam, dass die Parteien von der Verfassung her kein Monopol auf Meinungsbildung haben, und dass die 65% der Bürger, die in Flensburg von den Parteien nicht repräsentiert werden, selbstverständlich auch ihr demokratisches Recht auf Gehör und Beteiligung haben, und zwar zu den Themen, die sie interessieren und für die sie sich einsetzen wollen. Es gilt dafür Formate zu finden, wo der Einfluss reell ist und nicht nur Einbahnstraßen-Information durch die Verwaltung/Parteien. 

Herr Carstensen war der Meinung das die Bürgerbeteiligung auf allen Ebenen vorschriftsmäßig durchführt worden ist. 

Dem wurde besonders im Laufe der Diskussion von der BI Bahnhofswald und BI Flensburger Hafen und allen anderen BI’s heftig widersprochen. 

Von der BI Bahnhofsviertel kam ein konstruktiver Vorschlag, wie die Mängel bei der Abwägung von Einwendungen künftig vermieden werden können. Bisher schreibt die Verwaltung die Abwägungsvorschläge, die von den Ausschussmitgliedern praktisch immer unhinterfragt abgenickt werden. Die Einwender selbst können sich über sachlich falsche, irreführende, unlogische und nicht nachvollziehbare Behauptungen in diesen Abwägungsvorschlägen nur ärgern, aber nicht darauf reagieren. Besser wäre es, wenn VOR einer Beschlussfassung dazu ein Erörterungstermin im Beisein der Ausschussmitglieder stattfinden würde, in dem jede Einwendung Punkt für Punkt mit dem Abwägungsvorschlag vorgelesen wird und dann der/die jeweilige Einwender/in darstellen kann, ob die Antwort zufriedenstellend ist und wenn nicht, warum. Dabei würden all diese Fehler deutlich, so dass die Ratsmitglieder auf Nachbesserung bestehen können. Der Vorschlag wurde notiert, Herr Carstens regte an, ihn auch in der „Ideen- und Beschwerdestelle“ des Rathauses vorzubringen, was inzwischen geschehen ist. 

Im Laufe der Diskussion versuchte die Oberbürgermeisterin „ihre Hände in Unschuld zu waschen“. Sie hätte im Falle des Bauprojekts Bahnhofshotel keinen Einfluss genommen. Sie musste sich die Frage gefallen lassen, ob ihr Brief an die Obere Forstbehörde, den Bahnhofswald entgegen des Beschlusses der Unteren Forstbehörde doch entwidmen zu lassen, keine Einflussnahme gewesen sei. Dieser Vorwurf der Einflussnahme (Kiel) wurde in der Diskussion mehrmals eingebracht, u.a. auch in Verbindung mit den Fridays, die ein Glaubwürdigkeitsproblem mit Frau Lange und deren Wirken aussprachen. Worte und Taten würden nicht zusammenpassen. 

Außerdem vertrat Frau Lange die Ansicht das Bauprojekt Bahnhofshotel sei klimafreundlich, weil es ja Ausgleichsflächen für den Bahnhofswald gäbe. (Gelächter) Es gebe nun (durch das Bauprojekt?) auch endlich bald eine vernünftige Lösung für Radfahrende zum Bahnhof. 

Seitens der FLiB wurde geäußert, dass man sich durch die Argumentation, wie Projekte von der Stadt begründet und verteidigt werden, verhöhnt fühlt. 

Die Oberbürgermeisterin machte längere Ausführungen über ihre schwierige Situation als Verwaltungschefin und Oberbürgermeisterin. Sie meinte aber, die Verwaltung würde eine gute Arbeit machen. 

Der Vorsitzender der BI Flensburger Hafen widersprach dieser Aussage heftig. 

Durch Planungsmängel würden beantragte Fördermittel der Stadt im Jahr zwischen 2 und 3 Mio € Strafzinsen kosten. Mehrere Bürgerinitiativen in Flensburg hätten nun die mangelhafte Arbeit der Verwaltung aufgezeigt und gingen rechtlich gegen Bauvorhaben vor. 

Außerdem hat das Oberverwaltungsgericht bei der Befassung mit der Normenkontrollklage gravierende Formfehler der Stadtverwaltung Flensburg in der Hafenangelegenheit festgestellt. Die Klage hätte gute Aussichten auf Erfolg. Die Aussage von Stadtsprecher Teschendorf, dass sich die Sache durch die Verabschiedung einer neuen Satzung leicht heilen ließe, sei grob beschönigend und würde den Tatsachen in keinster Weise gerecht. Weiterhin blieb die Stadtverwaltung Antworten auf unsere Fragen und Einwendungen schuldig. Erst nachdem die BI Hafen mit einer eigenen Broschüre provoziert habe, gebe der Sanierungsträger durch Herrn Pahl sich die Mühe, Fragen zu beantworten. 

Hanna Kalkutschke (Bunnies Ranch) wies mit Hinblick auf die aktuelle Diskussion in der Politik, Künstler*innen und Kulturschaffende durch vereinfachten Zugang zu Zwischennutzungen für bezahlbaren Raum für Übungs- und Atelierräume zu unterstützen, darauf hin, dass das Kunst- und Kulturprojekt Bunnies Ranch die Stadt als neue Eigentümerin des Grundstücks bittet, das seit 10 Jahren bestehende Mietverhältnis mit der Bunnies Ranch bis auf weiteres (genauer: bis eine weitere Verwertung des Grundstücks seitens der Stadt feststeht) fortzuführen, anstatt im Bahnhofsviertel eine weitere, wahrscheinlich viele Jahre bestehende Brachfläche zu eröffnen. Durch ein fortgesetztes Mietverhältnis könnte dieser Raum für Kunst- und Kulturschaffende wie bisher sinnvoll und im öffentlichen Interesse genutzt werden. 

Die BI Flensburger Hafen erinnerte an den Kampf für den Erhalt des Hafenwerkes, als nur durch großen Druck erreicht werden konnte, dass die Oberbürgermeisterin für die Rücknahme der Kündigung sorgte. Der Kündigungsgrund, nämlich die Baufälligkeit des Gebäudes, war vom Kündiger (Stadtwerke Flensburg, Tochterunternehmen der Stadt FL) selbst zu verantworten, und musste auch als reiner Hohn verstanden werden. 

Im Fall der Bunnies Ranch zog sich Frau Lange schnell auf die formale Ebene zurück (Vertragsrecht und Zwischennutzung), stritt vehement ab, dass Teilräumungen und andere Maßnahmen angekündigt wurden, was die Bewohner mangels alternativer Möglichkeiten, einen Platz zum Wohnen zu haben, sehr unter Druck brachte. 

Frau Lange wurde gefragt, weshalb Projekte dieser Art nicht in die Entwicklung eines Stadtviertels integriert werden können, das sei schließlich auch eine Art Bürger*innenbeteiligung. So könnte auch die Bunnies Ranch ein Teil des Viertels werden und es mit Leben füllen. Andere Projekte und Strukturen, die von Bürger*innen entwickelt werden, ebenso. Daraufhin wich Frau Lange auf das Sultan Markt Gebäude aus, wo ja z.B. Kultur auch Platz fände, durch Unterstützung der Stadt. Die Frage aufs Bahnhofsviertel bezogen wurde somit nicht beantwortet. 

Thomas Gädecke erinnerte an die lange Geschichte und Verdienste des Verschönerungsvereins und forderte, bei der Stadtentwicklung mehr auf Ansehnlichkeit zu achten. Er erwähnte die Pläne am Museumsberg und das neue Geländer an der Serpentine und erneuerte die Kritik des VV an der phantasielosen Gestaltung der Fassaden bei neuen Bauvorhaben, insbesondere auch beim Bahnhofshotel. Geldmangel sei kein neues Phänomen, trotzdem haben unsere Vorfahren uns eine schöne Stadt hinterlassen. 

Im Ergebnis gab es keine Einsichten oder gar Betroffenheit bei der Oberbürgermeisterin in Bezug auf die Kritikpunkte von FLiB und schon gar keine Frage, was seitens der Stadtverwaltung verbessert werden könnte. Ihr persönlicher Einfluss sei sehr gering, „die Politik“ entscheide. Hier wurde wieder an Frau Langes Einwirken über die Behörde in Kiel erinnert. 

Die Tendenz war die Nivellierung der geäußerten Kritikpunkte mit den organisatorischen Sachzwängen beim Zusammenspiel von Verwaltung und Ratsversammlung, die sich nicht ändern lassen würden. 

Von Seiten der FLIB gab es den dringenden Appell, sich um die Menschheitskrisen Artensterben und Klimawandel prioritär zu kümmern. Dazu gehöre auch, alte Bauvorhaben auf den Prüfstand zu stellen, ob sie sich in der aktuellen ökologischen Situation noch verantworten lassen. 

Uschi Thomsen-Marwitz (B3F) brachte ein, dass im neugegründeten Wirtschaftsbeirat der Stadt, der alle drei Monate tagen und dem Hauptauschuss vorgeschaltet werden soll, Begleitpersonen zu den Themen Klima- Arten, Natur- und Gesundheitsschutz nicht vorkommen und dringend Sprecher*innen der BI`s auf Augenhöhe eingebunden werden müssen. Auf die Frage von Simone Lange, wie dies geschehen solle, antwortete Uschi Thomsen-Marwitz: FLIB werde schon eine Lösung finden, müssten erstmal in den Kreis hineinkommen. Simone Lange will dies im Hauptausschuss ansprechen. 

Ferner wurde mehr Transparenz gefordert, nämlich Infoveranstaltungen, die keine Einbahnstraße, sondern Dialog seien, die rechtzeitig angekündigt werden und Vor- und Nachteile offen darstellten. 

Fähigkeiten und Erfahrung aktiver Bürger*innen sollten auf Augenhöhe einbezogen werden, anstatt die Initiativen als Störenfriede zu sehen. 

Auf den Einwand der BI Bahnhofsviertel, die Verwaltung hätte wiederholt ein Gutachter-Institut beauftragt, das nachweislich schlampig gearbeitet hat, reagierte Frau Lange heftig, wies auf eine mögliche strafrechtliche  Verfolgung dieser Behauptung hin. Sie zählte auf, wer alles bei der Quelle gewesen sei (auch nachts!), leider nicht Bio Consult, aber das wollte Frau Lange nicht bestätigen, obwohl sie darauf hingewiesen wurde, dass diese Tatsache im Bericht des Unternehmens selbst dargestellt wurde. 

OB*in Lange versprach im Klimapakt anzusprechen, ob das Bündnis als Vollmitglied mit Null- Beitrag im Klimapakt aufgenommen werden könne. 

Besprochen wurde die Möglichkeit, dass die FLiB einen Termin mit dem Ältestenrat der Stadt bekommen sollte. Dies will die OB*in Lange arrangieren. 

OB*in Lange blieb bis kurz nach 19:00 Uhr, als seitens einiger FLiB-Mitglieder um eine Beendigung des Treffens gebeten wurde. 

Flensburg, den 27.10.2020 

gez. Netzwerk Flensburg in Bewegung (FLIB 

 

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative Flensburger Hafen e.V.

Der Vorstand

Sollten Sie das Bedürfnis haben, mit einem Ratsmitglied oder einer Fraktion Kontakt aufzunehmen, dann klicken Sie bitte auf diesen Link: https://www.flensburg.de/index.php?NavID=2306.424

Dann klicken Sie in der Mitte der Seite auf Ratsfraktionen und wählen Sie die gewünschte Fraktion aus.

Schilderaktion der Stadt Flensburg

Auftauchen gegen Rassismus und für Toleranz und Respekt

Flensburg. Um ein Zeichen gegen Rassismus und für mehr Respekt und Toleranz im Miteinander zu setzen, verteilt die Stadt Flensburg im Rahmen einer Aktion gegen Rassismus Schilder an diverse Institutionen im Stadtgebiet. Hierzu zählen bisher unter anderem die Flüchtlingshilfe, verschiedene Schulen und das Rathaus. Am gestrigen Donnerstag wurde auch der Hochschule Flensburg ein Schild übergeben. „Mit unserer Beteiligung an der Aktion möchten wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung, anti-rassistisch zu handeln, die sich auch in unserem Leitbild widerspiegelt, ein weiteres Zeichen setzen. Wer den Campus der Hochschule betritt, betritt einen Ort, an dem Rassismus nicht willkommen ist!“, sagt Dr. Christoph Jansen, Präsident der Hochschule Flensburg.

Flensburg zeigt sich damit als internationale Stadt, in der sämtliche Kulturen und Religionen einen Platz finden. Mit der Aktion gibt die Fördestadt ein deutliches Signal um Rassismus die Stirn zu bieten und sich öffentlich zu Respekt und Toleranz zu bekennen.

„Fremdenfeindlichkeit, Stigmatisierungen und Rassismus gehören leider noch immer unserem Alltag an“, betont Oberbürgermeisterin Simone Lange. „Für eine Aktion gegen Rassismus brauchen wir deshalb keinen Anlass. Deshalb müssen wir alle jeden Tag aufs Neue hinschauen und hinhören, wenn Menschen rassistisch behandelt werden. Dann nämlich müssen wir uns einmischen, die Stimme erheben und dagegenhandeln. Für uns ist klar, dass wir immer wieder durch verschiedene Aktionen auf das Thema aufmerksam machen wollen. Machen Sie doch mit, bekennen auch Sie sich zu Toleranz und Respekt, machen Sie es sichtbar mit diesem Schild an Ihrer Tür.“

Die Stadt Flensburg würde es begrüßen, wenn sich noch weitere Einrichtungen der Aktion anschließen würden. Weitere Schilder sind bei der Stadtverwaltung erhältlich.

Filmreihe Zukunft(s)gestalten – „Slums: Cities of Tomorrow“ am 25.11.2020 – Kostenfreie Online-Vorstellung

Drei Filme zum Thema ‚Mensch Stadt Moderne‘ im November und Dezember

Am Mittwoch, den 25.11. zeigen wir im Rahmen der Filmreihe Zukunft(s)gestalten den Film „Slums: Cities of Tomorrow“ – diesmal digital. Der Dokumentarfilm zeigt informelle Siedlungen weltweit und dort lebende Menschen. Dabei wird nicht nur ein düsteres Bild von Slums gezeichnet, sondern ein anderer Blickwinkel eröffnet: informelle Siedlungen als Orte sozialer Gemeinschaften, die auf Kooperation beruhen.

Der Abend wird begleitet von Dr. Hiram Fernandes, der in Deutschland und Brasilien zu informellen Siedlungen und Recht auf Stadt forscht.

Der Film leitet die dritte Auflage unserer Filmreihe „Zukunft(s)gestalten – Filme zum gesellschaftlichen Wandel“ ein, die sich diesmal dem Thema ‚Mensch Stadt Moderne‘ widmet. Mit der Filmreihe möchten wir dazu beitragen, dass Menschen die diversen, miteinander verflochtenen Krisen der Gegenwart besser verstehen lernen. Viele fühlen sich ihnen gegenüber ohnmächtig. Zu komplex, so scheint es, sind die Probleme. Es fehlt an Mut, Ideen und Visionen für eine bessere Zukunft. Wir möchten Mut machen, zeigen, dass es auch anders geht. In unseren Filmen zeigen wir inspirierende Persönlichkeiten: Menschen die alles anders machen, die zeigen, dass eine andere Welt nicht nur nötig, sondern auch möglich  ist.

25.11.: Slums: Cities of Tomorrow – Original mit englischen Untertiteln – Beginn 18:30 

Link zur Veranstaltung: tiny.cc/zukunftsgestalten
Der Filmabend findet über WebEx und Vimeo statt. Dafür ist keine Registrierung oder Installation nötig.

Bei Fragen oder Problemen schreibt eine Mail an film@transformwerk.org

Der Eintritt ist frei. 

In den kommenden Wochen könnt ihr euch außerdem freuen auf:

02.12. — The Human Scale — Englisch, Dokumentation

09.12. — Why We Cycle — OmU, Dokumentation

Wir freuen uns auf alle Teilnehmenden!
Das Team der Filmreihe Zukunft(s)gestalten in Kooperation mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein und dem Transformatives Denk- und Machwerk.

— english version —

On Thursday November 25, we will show the movie “Slums: Cities of Tomorrow” as part of the film series Zukunft(s)gestalten – this time digitally. The documentary shows informal settlements and their inhabitants worldwide. The images drawn are not just gloomy but open up new perspectives: informal settlements as places of social communities based on cooperation.

The evening will be accompanied by Dr. Hiram Fernandes, who does research on informal settlements and right to the city movements in Germany and Brazil.

The film marks the beginning of the third round of the film series Zukunft(s)gestalten, this time dedicated to the topic of city planning. The series aims to help people understand the diverse and intertwined crises of our society better. Many feel overwhelmed in the face of these crises, the problems seem too complex and we’re lacking the courage, ideas and visions for a better future. The films we choose for the series take this as a leverage and show how things could be different.

25.11. — Slums: Cities of Tomorrow — Original with english subtitles — start 18:30 

Link to the event: tiny.cc/zukunftsgestalten
The event will happen online via WebEx and Vimeo. There is no registration or installation needed.

If you have any questions or technical problems, you can contact us here: film@transformwerk.org

Free admission.

We are happy about anybody who wants to join!
The team of the film series Zukunft(s)gestalten in cooperation with the Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein and the Transformatives Denk- und Machwerk.

Slums: Cities of tomorrow – Trailer VA

%d Bloggern gefällt das: