Archiv des Autors: akopol

Corona-Zahlen in Flensburg: Inzidenz jetzt bei 1.109,7

Tagesmeldung Corona vom 24.01.2022

Flensburg. Die Gesundheitsdienste der Stadt Flensburg melden für heute, den 24.01.2022 folgende aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie:

Positive gesamt: 6.816 (plus 111 zu gestern)
– aktive Infektionen: 1.377
– verstorben: 51
– genesen: 5.388

Der Inzidenzwert für morgen beträgt 1109,7.

Ein am 22.01. irrtümlich gemeldeter Fall wurde aus der Statistik herausgenommen.
Ein am 23.01. gemeldeter Fall hat sich als falsch positiv herausgestellt und wurde ebenfalls aus der Statistik herausgenommen.

Die Pandemie wär’s nicht!

Kollaps des Gesundheitssystems? – Ab 16. März 2022 droht allen im Gesundheitswesen tätigen Ungeimpften ein Beschäftigungsverbot.

DKP Flensburg

Kundgebung am Burgplatz vpor dem Krankenhaus im Coronaabstand zum Tag der Pflege 12.5.2020

Ab 16. März 2022 droht allen im Gesundheitswesen tätigen Ungeimpften ein Beschäftigungsverbot. Das sind nach Angaben des öffentlich rechtlichen Rundfunks MDR geschätzt 35 % der im Gesundheitswesen beschäftigten. Bei gut informiertem Fachpersonal gibt es weniger Impfwillige als in der nicht ausgebildeten Bevölkerung. Es sind Menschen, die als es noch keine „Impfstoffe“ gab, in direktem Kontakt an jedem Arbeitstag Patient*innen versorgt und gepflegt hatten. Die Versorgung der Corona-Patient*innen war damit sichergestellt. Andere Berufsgruppen haben beschützt im Homeoffice gearbeitet.

Die Versorgung von Patient*innen und pflegebedürftigen Menschen wird durch das Beschäftigungsverbot ab dem 16. März bedroht. Nicht die Pandemie hat die Versorgung gefährdet, sondern die politischen Maßnahmen werden zu massiven Engpässen führen.

Erste Kündigungen sind bereits ausgesprochen und medizinisches Fachpersonal geht schon jetzt vor der erwarteten Kündigungswelle freiwillig.

Medizinisch ausgebildetes Fachpersonal ist belastbar, qualifiziert und findet auch außerhalb der Pflege…

Ursprünglichen Post anzeigen 797 weitere Wörter

Sozialverband VdK lehnt Pläne der Bundesregierung zur Aktienrente ab

VdK-Präsidentin Bentele: Brauchen sofort Neustart in der Rente

  • Verena Bentele: „Weder Aktienrente noch ein höheres Renteneintrittsalter sind die Lösung“

  • VdK: Beamte, Selbstständige und Politiker müssen künftig endlich auch in die gesetzliche Rente einzahlen

Berlin, 24.01.2022. Die neue Bundesregierung will mit zehn Milliarden Euro einen Kapitalfonds zur Entlastung der gesetzlichen Rentenversicherung anschieben. Das Institut der deutschen Wirtschaft kritisiert, dass diese Pläne nicht ausreichen, um die drohende Finanzlücke zu schließen. Es fordert unter anderem, die Lebensarbeitszeit weiter zu verlängern.

Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele:

„Ja, wir brauchen sofort einen Neustart in der Rente. Wenn die Babyboomer in den kommenden Jahren in Rente gehen, hat dies Auswirkungen auf die Finanzierung der Rentenversicherung. Aber weder Aktienrente noch ein höheres Renteneintrittsalter sind die Lösung. Sie werden die Altersarmut nur vergrößern. Stattdessen brauchen wir dringend mehr Erwerbstätige, die in die Rentenversicherung einzahlen, das heißt: Beamte, Selbstständige und Politiker müssen künftig endlich auch in die gesetzliche Rente einzahlen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss verbessert werden, damit mehr Frauen Vollzeit arbeiten können. Und wir brauchen einen Mindestlohn von mindestens 13 Euro, nur so bekommen Geringverdiener eine Rente oberhalb des Existenzminimums.“

Über den Sozialverband VdK

Der Sozialverband VdK setzt sich mit seinen mehr als 2 Millionen Mitgliedern für soziale Gerechtigkeit ein. VdK-Mitglieder profitieren von der kompetenten Beratung im Sozialrecht. Als größter Sozialverband Deutschlands vertritt der VdK wirksam die sozialpolitischen Interessen aller Bürgerinnen und Bürger: unabhängig – solidarisch – stark. Mehr unter www.vdk.de.

Abwasser soll neues Quartier Hafen Ost in Flensburg klimaneutral mit Wärme versorgen

Flensburger Wirtschaftshafen und Sanierungsgebiet Hafen-Ost – Foto: Jörg Pepmeyer

Studie der Stadtwerke Flensburg soll den Einsatz von Wärmepumpen am Klärwerk untersuchen

Die Stadt Flensburg wird in den nächsten Jahren am Ostufer des Flensburger Hafens das Neubau- und Sanierungsgebiet „Hafen-Ost“ erschließen. Rund 1.000 Wohneinheiten für mehrere tausend Menschen und eine Gewerbeansiedlung sollen entstehen. Diese müssen auch mit Wärme versorgt werden. Möglichst klimaschonend.

Das wollen auch die Stadtwerke. Sie werden dazu im Rahmen einer Studie den Einsatz von großtechnischen Wärmepumpen am Klärwerk des Technischen Betriebszentrums Flensburg (TBZ) untersuchen, dass direkt neben dem Neubaugebiet liegt. Für die Wärmegewinnung soll die Abwärme aus dem gereinigten Abwasser des Klärwerks genutzt werden.

Ziel ist eine nahezu vollständig CO2-freie Fernwärmeversorgung des gesamten Erschließungsgebietes. Das Wärmenetz wird dafür als Wärmeinsel mit Niedertemperaturnetzbetrieb im Bereich von 55°C Vorlauf- und 35°C Rücklauftemperatur geplant. So werden Wärmeverluste in den Fernwärmeleitungen auf ein Minimum reduziert.

Das Projekt hat Zukunft sagt Dr. Dirk Wernicke, Geschäftsführer der Stadtwerke: „Die Wärmeversorgung für ein Neubau- und Sanierungsgebiet auf Basis von Großwärmepumpen unter der Nutzung von gereinigtem Abwasser eines Klärwerks als Wärmequelle abzubilden, ist ein sehr innovativer Ansatz. Das kann bei entsprechenden Studienergebnissen ein Baustein auf unserem Weg zur Dekarbonisierung werden wie wir es in unserer Strategie festgeschrieben haben.“
Laut einer Vorstudie liegt der gesamte Leistungsbedarf des neuen Baugebietes bei maximal 8 Megawatt (MW) und der Wärmebedarf für das Erschließungsgebiet bei etwa 15.000 Megawattstunden (MWh) pro Jahr. Zum Vergleich: Das Flensburger Heizkraftwerk hat eine maximale Heizleistung von 375 MW, der Flensburger Wärmeabsatz liegt bei rund 950.000 MWh pro Jahr.

Karsten Müller-Janßen, Geschäftsbereichsleiter Anlagenbau & Projekte bei den Stadtwerken erklärt: „Wir möchten mit dieser Machbarkeitsstudie Voruntersuchungen durchführen. So können wir Erfahrungen zu einem Projekt mit Modellcharakter sammeln und schauen, wie sich Großwärmepumpen generell in die Flensburger Wärmeerzeugung einbinden lassen. In einem weiteren Schritt könnten so auch andere Teile der Wärmeerzeugung im Heizkraftwerk innovativ und nachhaltig klimaneutral gestaltet werden.“

Die Studie führen die Stadtwerke nicht allein durch. Die Hochschule Flensburg wird sie wissenschaftlich mit dem Themenschwerpunkt „Betriebsoptimierung“ beratend begleiten. Weiter einbezogen sind das TBZ mit dem Klärwerk, der Sanierungsträger IHRSan und die Stadtplanung der Stadt Flensburg, die für die Erschließung der Hafen-Ostseite verantwortlich sind.

Finanziell unterstützt wird die Studie vom Land Schleswig-Holstein, von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH). Gefördert wird die Studie aus dem Landesprogramm Wirtschaft 2014 – 2020 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 43.000 Euro. Der Hälfte der Studienkosten.

Profite durch Corona

DKP Flensburg

Die Weigerung, in Deutschland wirksame Impfstoffe zuzulassen, verschlimmert die Pandemie.

Corona-Demonstration in Essen, https://www.unsere-zeit.de/leichtes-spiel-fuer-omikron-164724/

Die Balken für den 4. und 7. Monat nach dem Booster sind nur Schätzwerte mit der Halbwertszeit auf der Grundlage der bislang vorliegenden Daten

Im Beitrag „Verkaufte Hoffnung“, (siehe unten), wurde dargestellt, daß der in Westeuropa und den USA favorisierte mRNA-Impfstoff bei weitem nicht das hält, was versprochen wurde. bereits im vierten Monat nach vollständiger Impfung sinkt die Relative Risiko Reduktion RRR auf unter 50%. Impfstoffe mit einer derart schlechten Wirkung dürften gar nicht zugelassen sein. Wenn man für die Eilzulassung mangels Alternativen trotz der damit verbundenen Risiken noch Verständnis aufbrächte, hätte die Zulassung nach Bekanntwerden der fehlenden Langzeitwirkung widerrufen werden müssen. Das ist nicht geschehen, statt dessen wird das Boostern propagiert, wohl ebenfalls ohne dauerhafte Wirkung. Warum sonst sind die Inzidenzen im Biontechpfizerland so hoch wie sie es noch nicht einmal zu dem Zeitpunkt waren…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.015 weitere Wörter

Corona-Kundgebungen am heutigen Samstag – Abschlussmeldung der Polizei Flensburg

Veranstaltungen mit insgesamt rund 350 Teilnehmern

Flensburg (ots) In der Flensburger Innenstadt kam es am Samstagnachmittag (22.01.22) erneut zu mehreren Versammlungen. In der Zeit von 14.00 Uhr bis 17.40 Uhr wurden deshalb bereits im Vorwege Verkehrssperrungen in der Innenstadt veranlasst, so dass an verschiedenen Einfahrtstraßen der Verkehr abgeleitet wurde. Die Polizei und Vertreter der Versammlungsbehörde der Stadt Flensburg waren ebenfalls vor Ort und haben die Versammlungen begleitet, die weitestgehend störungsfrei verliefen.

Eine angemeldete Versammlung war zuvor unter dem Thema „Mit Maske gegen die Impfpflicht“ bei der Versammlungsbehörde der Stadt Flensburg angezeigt worden. Nach einer Auftaktkundgebung um 14 Uhr an der Hafenspitze setzte sich der Aufzug mit ca. 150 Personen gegen 14.25 Uhr auf der im Kooperationsgespräch vereinbarten Route über die Schiffbrücke, Neue Straße, Fußgängerzone in Bewegung. Dort wurde der Aufzug kurzfristig durch eine Sitzblockade von fünf Gegendemonstranten aufgehalten, welche jedoch von Polizeikräften geräumt wurde. Es ging dann weiter in Richtung Südermarkt, Rote Straße zum Rathausplatz. Über die Friesische Straße, Angelburger Straße, Süderhofenden ging es dann zurück zur Hafenspitze. Nach einer Abschlusskundgebung wurde diese Versammlung um 15.55 Uhr beendet. An dieser angemeldeten Versammlung nahmen in der Spitze ca. 200 Personen teil, wovon der ganz überwiegende Teil der Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes und des Einhaltens von Mindestabständen nachkam.

Zeitgleich fand eine nichtangemeldete Protestveranstaltung am Rathaus statt, wo sich ca. 150 Personen einfanden. Dabei handelte es sich um eine Gruppierung, welche der Corona-Maßnahmen kritisch gegenübersteht. Die teilnehmenden Personen wurden per Lautsprecherdurchsage aufgefordert, einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Dieser Aufforderung kam der größte Teil der Anwesenden nach. Gegen 14.30 Uhr setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Aufzug in Bewegung über die Rote Straße in Richtung Süderhofenden. Dort teilte sich der Aufzug. Die eine Hälfte ging weiter in Richtung Hafenspitze, die andere in Richtung Südermarkt. Von dort aus bewegten sich diese Gruppierungen durch die Innenstadt. Sowohl diese, als auch eine Zusammenkunft von ca. 15 Gegendemonstranten wurden von der Versammlungsbehörde als Versammlungen deklariert. Dies wurde den jeweiligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern per Lautsprecherdurchsage verkündet.

Bis ca. 17.00 Uhr bewegten sich die verschiedenen Versammlungen, mittlerweile deutlich in der Personenzahl dezimiert, durch das Stadtgebiet. Dabei kam es zu verbalen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten. Weitere Auseinandersetzungen wurden durch das starke Polizeiaufgebot verhindert. Die Verkehrssperrungen wurden um 17.40 Uhr aufgehoben. Der Polizeieinsatz wurde gegen 17.45 Uhr beendet.

Corona-Zahlen in Flensburg: Inzidenz bei 1.063,0 – Zwei geeimpfte Personen verstorben

Tagesmeldung Corona vom 22.01.2022

Flensburg. Die Gesundheitsdienste der Stadt Flensburg melden für heute, den 22.01.2022 folgende aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie:

Positive gesamt: 6.604 (plus 148 zu gestern)
– aktive Infektionen: 1.439
– verstorben: 51
– genesen: 5.114

Der Inzidenzwert für morgen beträgt 1.063,0.

Leider müssen wir zwei weitere Todesfälle mitteilen:
Am 21.01. verstarb eine 82jährige Person (geimpft).
Am 22.01. verstarb eine 61jährige Person (2x geimpft).

Corona-Zahlen in Flensburg: Inzidenzwert klettert auf 1.049,7

Tagesmeldung Corona vom 21.01.2022

Flensburg. Die Gesundheitsdienste der Stadt Flensburg melden für heute, den 21.01.2022 folgende aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie:
Fallzahl insgesamt: 6.456 (+ 191 zu gestern)

aktive Infektionen: 1.397
Verstorbene: 49
Genesene: 5.010

Der Inzidenzwert für morgen beträgt 1.049,7.
Je ein am 18.01.2022 und 20.01.2022 irrtümlicherweise aufgenommener Fall wurde aus der Statistik herausgenommen.

Flensburg mit Rekordeinnahme bei der Gewerbesteuer

Oberbürgermeisterin bestätigt gute Wirtschaftsentwicklung in Flensburg

Flensburg. Nicht nur der Kämmerer ist zufrieden. Die Oberbürgermeisterin freut sich über die positive Wirtschaftsentwicklung in Flensburg und sieht dies als Bestätigung der bisherigen Strategie an.

Oberbürgermeisterin Simone Lange freut sich über die Rekordeinnahme bei der Gewerbesteuer – Foto: Jörg Pepmeyer

Bei den Gewerbesteuereinnahmen ist 2021 mit 55 Mio. € ein neuer absoluter Höchststand erreicht worden, nachdem bereits in den Jahren zuvor die Gewerbesteuereinnahmen stetig gewachsen sind.

Das Haushaltsjahr 2022 ist mit 56 Mio.€ geplant und die Vorauszahlungen haben sich von 38 Mio. (2021) auf 40 Mio.€ (2022) ebenfalls erhöht. Das zeigt deutlich, dass die Stadt diese Entwicklung richtig eingeschätzt hat.

Oberbürgermeisterin Simone Lange: „Ich freue mich natürlich über dieses hohe Steueraufkommen. Es trägt zur Entspannung unserer städtischen Finanzlage bei, zeigt aber auch, dass die Flensburger Wirtschaft der Pandemie getrotzt hat, solide dasteht und dass wir auf eine erfolgreiche Standortpolitik der letzten Jahre schauen können. Viele verschiedene Faktoren haben dazu beigetragen, dass wir neue Unternehmen ansiedeln, Erweiterungsmöglichkeiten für ansässige Unternehmen realisieren konnten und dass wir in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den Wirtschaftsverbänden die Herausforderungen gemeistert haben.

Diese Bestätigung erfahren wir nun auch durch das aktuelle Ergebnis des Standort-Rankings des Informationsnetzwerkes der DDW, „Die deutsche Wirtschaft”, worüber wir uns ebenfalls freuen.“

Und Simone Lange abschließend: „Wir dürfen jetzt nicht locker lassen, denn für weiterhin gute Wirtschaftsentwicklungen brauchen wir Spielräume und innovative Lösungen. Unsere Stadt hat die besten Voraussetzungen, sich wirtschaftlich weiterhin erfolgreich zu entwickeln. Als die beiden Schwerpunkt sehe ich weiterhin die Ansiedelung von produzierendem Gewerbe und die Bestandspflege der ansässigen Unternehmen.”

Streit in Schwurblistan: „Spaziergang“ oder Demo? –  Ein Rückblick auf Samstag, den 15.01.22

Ein Beitrag von subtilus.info 18. Januar 2022

Seit Anfang Dezember 2021 erleben wir jeden Samstag einen größeren, als „Spaziergang“ bezeichneten Aufmarsch von Coronaleugner*innen, Verschwörungsgläubigen, Impfgegner*innen und Nazis in Flensburg. Eine rechtsoffene Mischung sehr unterschiedlicher Menschen ist gemeinsam auf der Straße. Nachdem die Stadt Flensburg vor allem ein Problem damit zu haben schien, dass diese Aufmärsche unkontrollierbar waren, weil sie flexibel, unangemeldet und ohne klare Zentrale stattfanden, stellt für uns v.a. die Rechtsoffenheit ein Problem dar. 

Um auch Menschen die Teilnahme an den Protesten zu ermöglichen, denen ein klar legaler Rahmen wichtig ist und weil die Spaziergänge in den letzten Wochen zum Teil zu polizeilichen Großaufgeboten führten, (deren Ziel allerdings in erster Linie die antifaschistischen Proteste waren, aber das steht auf einem anderen Blatt), entschied sich also für diesen Samstag eine bisher nicht in Erscheinung getretene Jenny Raeder, nun doch eine Demonstration anzumelden. Innerhalb der Flensburger Schwurbel-Szene sorgte das für Unmut und es gab Anfeindungen gegen die Anmelderin.

Im Resultat traf sich eine diffuse Gruppe „Spaziergänger*innen“ am ZOB und an der Hafenspitze formierte sich um 15 Uhr eine legale Demo. Diese führte dann am Hafen entlang, durch die Innenstadt, bis zum Rathaus und wieder zum Hafen zurück. Der NDR berichtet von 450 Menschen auf der angemeldeten Demo und weiteren 400 als diffuse „Spaziergänger*innen„ im Stadtgebiet, unseren Zählungen nach sind diese Zahlen eher zu hoch gegriffen, doch mehrere hundert waren es definitiv jeweils.

Die Anmelderin selbst redete nur sehr kurz am Anfang der Demonstration und betonte, sie sei für freie Impfentscheidung und Berufsfreiheit. Weitere Redebeiträge gab es nicht. Doch die von Leif Hansen (zentrale Person der Schwurblerdemos aus Eckernförde, der auch mehrfach Redner bei Pegida war) abgespielte Musik machte auch hier wieder unmissverständlich deutlich, dass es eben nicht um eine mehr oder weniger rationale Maßnahmenkritik geht, sondern um weitaus mehr. „Wir sind das Volk“ (Taylor) und „Deutschland zeig dein Gesicht“ (Alex Olivari) hieß es da und in einem Teil der Songs wurde die Pandemie geleugnet „The disease is not existing, it is not there“ bzw „There are no dead people“. (DJ Antigen „Ping Pong“).

Jenny Reader

Anmelderin Jenny Raeder und Unterstützer Leif Hansen „Es geht hier nicht mehr um Gesundheit – Bitte wacht auf und denkt nach!“ oder „Wahlreform – Neuwahlen“ oder „Ich entscheide für mich, nicht gegen dich – Wahrheit und Liebe“ stand auf Warnwesten und Schildern zu lesen und in einer umgedichteten Version von Bella Ciao wurde der Verlust der Freiheit besungen. „Stop Coronoia“ zierte ein T-Shirt und neben dem Hannah-Arendt-Zitat, keiner habe das Recht zu gehorchen stand „Das hatten wir schonmal – nie wieder!“ . Unterschwellige bis offene Vergleiche der jetzigen Situation mit dem Faschismus sind auf den Demos an der Tagesordnung – geschichtsrevisionistische Verharmlosungen eines Systems, in dem Millionen von Menschen gezielt ermordet wurden.

Einige Demoteilnehmenden wünschten sich „Normalität“ zurück, andere trugen durchgestrichene „Pandemie“-Schilder und warben auf Flyern für die „Akzeptanz der Meinung jedes Einzelnen ohne Sanktionen“. Wir fragen uns ob mit dieser genannten Akzeptanz, auch die Positionen von Jan Petersen-Brendel von der AfD gemeint waren, der erneut vor Ort war? „Antifa Presse kriegt gleich auf die Fresse“ rief er diesmal einer Pressevertreterin zu.

Oder die des Flensburger Rappers Twanie, der mit Antisemit Xavier Naidoo kooperiert und regelmäßiger Teilnehmer der „Spaziergänge“ ist? Oder vielleicht galt der geforderte „Respekt für alle Meinungen“ auch den Angehörigen der faschistischen Eso-Gruppierung „Akademie Engelsburg“, die ebenfalls zum festen Kern der Spaziergänge gehören. Der sog. „Respekt für alle Meinungen“ scheint bei den Spaziergänger*innen sehr weit in die rechte Richtung zu reichen, denn „Wir sind das Volk!“ Rufe oder mehrfach gesehene Hitlergrüße der Teilnehmenden, stellte für den Rest der Anwesenden kein Problem da.

Doch all das wollen die Mitlaufenden auf den Demos nicht wahrhaben. Diejenigen unter ihnen, die zumindest in Ansätzen ein Problem mit rechten Tendenzen haben oder es jedenfalls behaupten, bemühen sich, es so darzustellen, als würden die Proteste vereinzelt von einigen wenigen Rechten unterwandert. Diese Betrachtung blendet vollkommen aus, wie zentral einige der rechten bis rechtsoffenen Akteur*innen in der Schwurbelszene sind. In Sachsen ist bespielsweise die rechtsradikale Kleinstpartei „Freie Sachsen“ zu einer zentralen Organisation der Proteste geworden und auch in Flensburg wird im gleichnamigen Chat „Freie Flensburger“ zu den Protesten aufgerufen und antifaschistische Proteste als „faschistische Jugend“ bezeichnet – ein klassischer Nazijargon.

Ohnehin bieten die verschiedenen Schwurbel Kanäle auf Telegramm täglich neue Infos und Diskussionen aus der rechts(offenen) Bubble. Im Mürwiker Stadtteilchat wurde ein Video geteilt, in dem der Holocaust geleugnet wurde und in einem Chat aus Harrislee wurde diskutiert, ob die Reichsfahne mitgenommen werden sollte auf die samstäglichen Proteste. Im lokalen Chat der Coronarebellen werden Q-Anon-Inhalte geteilt und behauptet, der antisemitische und rechte, tödliche Anschlag in Halle 2019, sei „von den Herrschenden inszeniert“ worden.  

Und der Spitzenkandidat der Partei „die Basis„ für die Landtagswahl für Schleswig-Holstein David Claudio Siber postet regelmäßig Links zu rechten und rechtsoffenen Portalen und der Flensburger Spitzenkandidat Reinhold Majeske, ebenfalls von  „die Basis“, teilt zahlreiche Beiträge der AfD und rechtspopulistische Bilder. Nichtzuletzt ruft der Direktkandidat der AfD für FL / SL Jan Petersen-Brendel dazu auf, den samstäglichen „Spaziergängen“ beizuwohnen: “ Gestern erneut mit vielen Parteifreunden und aufrechten Bürgern in Flensburg auf der Straße gewesen…… für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung. Kommt einfach mit und zeigt so wie ich euer Gesicht“ (Zitat von seiner FB Seite).

In der Mitte: Jan Petersen Brendel Dritte von links und zweite von rechts: Mitglieder der „Akademie Engelsburg“ Daher hieß es auch heute: Wer mit Rechten spaziert, wird blockiert!  Und so wurde die Demonstration und der „Spaziergang“, unter anderem in der Fußgängerzone und am ZOB von antifaschistischen Gegenprotesten blockiert und gestört, die (unsanft, aber nicht so brutal wie letzte Woche) schleunigst von der mal wieder aus Eutin herbeigerufenen Hundertschaft geräumt wurden. 

Lese– bzw Fernsehtipps: https://taz.de/Corona-Proteste/!5828287/https://www.br.de/mediathek/video/booster-fuer-rechtsextreme-neonazis-setzen-auf-impfgegner-av:61e09cbd89a66600089e938b 

Corona in Flensburg: Gesundheitsamt informiert über Schwerpunkte bei der Pandemiebekämpfung

Schutz von Einrichtungen und vulnerablen Gruppen im Fokus

Flensburg. Das Flensburger Gesundheitsamt hat auf die unverändert hohen und in Zukunft wohl noch steigenden Fallzahlen mit einer weiteren Ausweitung des Personals und einer stärkeren Schwerpunktsetzung reagiert. Ziel sei es, so Gesundheitsdezernentin Karen Welz-Nettlau, auch weiterhin einen kontinuierlichen Überblick zu gewährleisten, auf Infektionsschwerpunkte zu reagieren und zugleich die Einzelfälle weiterhin verlässlich zu bearbeiten.
„Das gelingt dem Team auch in dieser besonderen Zeit sehr gut. Jede Flensburgerin und jeder Flensburger mit einem positiven PCR-Test wird noch am Tag des Laborbefundes, spätestens am Folgetag angerufen und mit den wesentlichen Informationen zur Quarantäne ihrer bzw. seiner Kontakte versorgt“, so Welz-Nettlau.

So sei sichergestellt, dass diese Informationen die Kontaktpersonen dann auch rasch über den Ausgangsfall erreichen. Für den Fall weiter steigender Fallzahlen werde alle Infos auch unter www.flensburg.de veröffentlicht, so dass Infizierte auch ohne Anruf loslegen könnten.
Wichtig ist die eigenverantwortliche Umsetzung der Quarantänen durch die Kontaktpersonen des jeweiligen Betroffenen. Diese sollen ihren Arbeitgeber, ihre Ausbildungsstätte oder ihre Schule informieren und am Ende ihrer jeweiligen Quarantäne dann auch den Ablauf ihres Freitestens und die Rückkehr zur Arbeit oder zum Unterricht abstimmen.

Den Nachweis der Quarantäne, d.h. eine entsprechende Bescheinigung, können Betroffene nach Ablauf der Quarantäne online über ein auf www.flensburg.de zur Verfügung gestellten Formular beantragen.
„Das Formular fragt alle wichtigen Infos strukturiert ab. Nach Bearbeitung wird die Bescheinigung im Laufe von einigen Tagen zur Verfügung gestellt“, so die Dezernentin.

Und sie macht deutlich, was dem Gesundheitshaus daneben ganz wichtig ist – der Schutz von Einrichtungen und der Schutz vulnerabler Gruppen.
„Damit meinen wir zum einen Kitas mit zahlreichen ungeimpften Kindern aus vie­len verschiedenen Familien sowie den Bereich der Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung. Unsere Ärztinnen und Ärzte begleiten Kitas bei auftretenden Infektionen. Und ebenso halten wir eine enge Verbindung zu Einrichtungen und Diensten für Pflegebedürftige und Menschen mit Behin­derung. Da geht es ebenfalls viel um Beratung und im Einzelfall um gezielte Maßnahmen zur Vermeidung größerer Ausbrüche“, erläutert Welz-Nettlau.

Dabei müsse aber klar sein, dass das nur auf der Ebene von Einrichtungen gelinge. „Bei der großen Zahl an Fällen schaffen wir es nicht, jede einzelne und jeden einzelnen individuell zu beraten. Aber dafür dürften angesichts der aktuellen Werte sicher die allermeisten Verständnis haben“, meint Karen Welz-Nettlau.

Die Corona-Hotline der Stadt Flensburg weitet ihr Serviceangebot aus. Ab kommender Woche steht sie unter 0461 85 8585 montags bis freitags von 08:00 – 18:00 Uhr für Fragen „rund um Corona“ zur Verfügung.
Nutzen Sie auch gerne unseren Rückrufservice: Senden Sie dazu bitte eine Mail mit Ihrer Telefonnummer an coronapost@flensburg.de.

Öffentliche/digitale Sitzung des Flensburger Umwelt- und Planungsausschusses am 1. Februar

Eine Übertragung der Sitzung in Echtzeit erfolgt auf der Homepage der Stadt Flensburg unter www.flensburg.de. Interessierte EinwohnerInnen, die keine entsprechende Infrastruktur vorhalten, können die Übertragung der Sitzung ab 16 Uhr in der Bürgerhalle des Rathauses mitverfolgen. Es gelten jedoch Corona-bedingte Zugangsbeschränkungen (3G), mehr dazu untenstehend in der Tagesordnung.

Wichtige TOPS zum Thema:

  • Einführung von Leitlinien für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung in Flensburg
  • Bebauungsplan „Behördenzentrum Twedter Mark“
  • Berufung von Mitgliedern des Sanierungsbeirates
  • Sanierungsgebiet Westliche Altstadt Fortschreibung der Förderkriterien für private Modernisierungsmaßnahmen
  • Bericht 2021 über Projekte der Verkehrsplanung für den Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr)

Stadt Flensburg                                                                                                         Flensburg, 21.01.2022
Der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt,
Planung und Stadtentwicklung

Bekanntmachung
zur 65. Sitzung des Ausschusses für
Umwelt, Planung und Stadtentwicklung
am Dienstag, 01.02.2022, 16:00 Uhr,
Digitale Sitzung. Eine Übertragung erfolgt auf der Homepage unter www.flensburg.de

Rathaus

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Fallzahlen wird die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung gemäß § 35a Gemeindeordnung Schleswig-Holstein i. V. m. § 12 unserer Hauptsatzung digital abgehalten.

Die unter „B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil“ aufgeführten Tagesordnungspunkte werden nach Maßgabe der Beschlussfassung des Ausschusses voraussichtlich nichtöffentlich beraten.

Bitte beachten Sie die nachstehenden Hinweise für die Öffentlichkeit:
Gemäß § 35 Absatz 1 Satz 1 ist die Öffentlichkeit durch zeitgleiche Übertragung von Bild und Ton in einen öffentlich zugänglichen Raum und durch eine Echtzeitübertragung herzustellen. Eine Übertragung der Sitzung erfolgt auf der Homepage der Stadt Flensburg unter www.flensburg.de. Für Personen, die keine entsprechende technische Infrastruktur vorhalten, bieten wir die Möglichkeit an, eine Übertragung in der Bürgerhalle des Rathauses zu verfolgen.

Für Ihren Besuch im Rathaus beachten Sie bitte folgende Hinweise:
Der Zugang für alle Gäste erfolgt ausschließlich über den Haupteingang „Am Pferdewasser“.
Bitte halten Sie Ihren Nachweis für die 3GRegelung und Ihr Ausweisdokument (Personal-
ausweis oder Reisepass) für die Einlasskontrolle bereit.

Beim Fortbewegen in den Räumlichkeiten des Rathauses ist eine MundNasenBedeckung zu
tragen. Am Platz darf diese abgelegt werden

Tagesordnung

A. Voraussichtlich öffentlicher Teil

1. Bestätigung der Tagesordnung

2. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 63. Sitzung vom 14.12.2021

3. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 64. Sitzung vom 18.01.2022

4. Einführung von Leitlinien für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung in Flensburg RV-1/2022

5. Bebauungsplan „Behördenzentrum Twedter Mark“ (Nr. 304) a) Entscheidung über Anregungen b) Satzungsbeschluss RV-5/2022

6. Berufung von Mitgliedern des Sanierungsbeirates SUPA-4/2022

7. Sanierungsgebiet Westliche Altstadt Fortschreibung der Förderkriterien für private Modernisierungsmaßnahmen SUPA-9/2022

8. Mitteilungen
8.1 MV: Bericht 2021 über Projekte der Verkehrsplanung für den Umwelt-verbund (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) SUPA-10/2022
8.2 MV: Beschlusskontrolle HA Halbjährlicher Bericht zu Interkommunaler Zusammenarbeit und WEG (Bezug: HA-40/2019 und HA-49/2019) HA-2/2022
8.3 Informationen über laufende und anstehende Projekte der Abteilung Strategische Projekte, Verkehr und Umwelt

9. Beschlusskontrolle

10. Beantwortung früherer Anfragen

11. Anfragen/Anregungen

B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil

12. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 63. Sitzung vom 14.12.2021

13. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 64. Sitzung vom 18.01.2022

14. Mitteilungen

15. Beschlusskontrolle

16. Beantwortung früherer Anfragen

17. Anfragen/Anregungen

Für die Richtigkeit:

Axel Kohrt, Vorsitzender
Carsten Barz, Protokoll

Alle Unterlagen und die Beschlussvorlagen zur Sitzung gibt es hier

%d Bloggern gefällt das: