Archiv der Kategorie: Kultur

Artikel zum Thema Kultur, Kulturinstitutionen, Kulturplanung und Kulturveranstaltungen

Campusbad-Ermäßigungen: DIE LINKE fordert unbürokratische Lösung

Das Flensburger Campusbad soll ein Bad für alle sein und besonders auch für jene Personengruppen die einen Sozialpass oder einen Schwerbehindertenausweis haben. Derzeit erreichen den Linke-Kreisverband jedoch Zuschriften von Menschen die berichten, dass die Ermäßigungen derzeit nicht akzeptiert würden. In einer E-Mail der Verwaltung, die der Partei DIE LINKE. vorliegt, wird darauf verwiesen, dass es aufgrund der plötzlichen Umstellung technisch bisher noch nicht möglich ist, Vergünstigungen bei der Online-Buchung zu berücksichtigen.

LINKE-Vorsitzender Luca Grimminger

Der Kreisvorstand der Links-Partei kritisiert scharf, dass Formalismus und Bürokratie Vorrang haben, anstatt allen Flensburger*innen, eben auch sozial schwachen Menschen, den vergünstigten Zugang zum Campusbad zu gewährleisten. Die Coronakrise habe gezeigt, dass schnelle Hilfen und beschleunigte Behördenabläufe möglich sind. So müsse es doch auch möglich sein, Menschen mit erfüllten Voraussetzungen für eine Ermäßigung, den vergünstigten Eintritt zu gewährleisten. Der Kreisvorsitzende Luca Grimminger dazu: „Es kann nicht sein, dass Menschen mit geringen Einkommen oder einer Schwerbehinderung vom Badebetrieb ausgeschlossen werden und die Stadtverwaltung auf eine Lösung erst nach den Sommerferien vertröstet.“ DIE LINKE fordert das Campusbad auf, möglichst schnell eine Lösung herbeizuführen und das Misstrauen gegenüber den Besucher*innen abzulegen.

Lesung mit Caoilinn Hughes aus ihrem Debütroman „Orchidee & Wespe“ am 04.08.2020 in der StadtBibliothek Flensburg

Literatursommer Schleswig-Holstein 2020 – Länderschwerpunkt Irland

04.08.2020 um 19.30 Uhr
Stadtbibliothek Flensburg
Flensburg Galerie, 2. OG
Eintritt 10.- /ermäßigt 8.- Euro
Der Kartenvorverkauf startet am 13.07.2020 in der StadtBibliothek Flensburg.

Wegen der Hygiene- und Abstandregelungen steht nur eine begrenzte Zahl an Plätzen zur Verfügung.

Flensburg. Der diesjährige Literatursommer widmet sich der Literatur aus Irland. Der Beitrag eines so kleinen Landes zur Literaturgeschichte ist schon verblüffend. Die Werke von Autoren wie Oscar Wilde, Samuel Beckett und James Joyce gehören längst zur Weltliteratur.
Die Lesungen des Literatursommers werden gefördert von dem Land Schleswig-Holstein, dem Landesbeauftragten für politische Bildung SH, Culture Ireland, der Botschaft Irlands und der Förde Sparkasse.

Lesung mit Caoilinn Hughes aus ihrem Debütroman „Orchidee & Wespe“

Die Autorin hat sich eine schlagfertige Hochstaplerfigur als Heldin ihres Debütromans auserkoren. Dieser sind alle Mittel recht, um ihre dysfunktionale Familie vor der Finanzkrise in Irland 2008 zu bewahren.

Zum Inhalt:
Gael Foess ist ein Adrenalin-Junkie, ehrgeizig, hochintelligent, so groß- wie kaltschnäuzig und wild entschlossen, ihr Leben ganz zu ihren eigenen Bedingungen zu führen. Ihre Eltern hat sie früh schon für untauglich befunden, sie und ihren labilen, künstlerisch begabten Bruder Guthrie angemessen großzuziehen.

Als Gaels Vater, ein Banker, Frau und Kinder während der Finanzkrise 2008 verlässt, droht die Familie unter die Räder zu kommen. Ihre Mutter, einst eine gefeierte Dirigentin, verliert ihren Lebensmut und ihre Position. Guthrie steht mit siebzehn plötzlich ohne Schulabschluss, aber mit Zwillingen da. Dass ihre Familie ein Opfer irgendwelcher Umstände werden soll, damit will Gael sich nicht abfinden. Sie verlässt Dublin, lernt in der koksgeschwängerten Finanzwelt Londons ein paar wichtige Lektionen und landet schließlich in New York. Im Gepäck fünf Bilder ihres Bruders und eine bestechende, wenn auch nicht ganz legale, Geschäftsidee…

Die Autorin liest auf Englisch, sie wird von der Moderatorin und Literaturübersetzerin Karen Nölle begleitet. Die deutschen Textstellen liest die Schauspielerin Jule Nero aus Kiel.

Über die Autorin:
Caoilinn Hughes, geboren 1985 in Galway, siedelte nach ihrem Masterabschluss an der Queen’s University of Belfast nach Neuseeland um, wo sie bei Google arbeitete, eine Firma gründete und an der Victoria University of Wellington in Englischer Literatur promovierte.
Für ihr erstes Buch, den Gedichtband Gathering Evidence, wurde sie mit zahlreichen Preisen geehrt. Orchidee & Wespe ist ihr erster Roman. Caoilinn Hughes unterrichtet in den Niederlanden.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Literaturhaus SH in Kiel.

LocalAIR: Friederike Thomaschki mit „MindestANstand“ vom 15. – 17. Juli 2020 in der NORDER147

Während die Installation Gerd Brockmanns noch die Schaufenster und eine große Wand der NORDER147 bespielt, bereitet sich die vorläufig letzte LocalAIR-Künstlerin, Friedrike Thomaschki, auf ihre Residenz von Mittwoch, 15. bis Freitag,  17. Juli vor.

LocalAIR – Friederike Thomaschki – MindestANstand

Der Ausgangspunkt meines bildnerischen Handelns ist in der Regel das starke Reagieren auf alles Materialhafte und Stoffliche. Aus der lustvollen und intensiven Auseinandersetzung entwickelt sich eine Idee, die meinem Handeln und Forschen schlussendlich ein übergeordnetes Thema gibt. Der Impulsgeber für meinen Arbeitsaufenthalt in der Norder 147 war jedoch ein Wort –         MindestANstand.

Es bildete sich als Reaktion auf die sich unter uns Menschen verändernde Umgangsweise der letzten Monate und die Möglichkeit, dieses Thema in den Räumen der Norder 147 zu bearbeiten. Der Ausgangspunkt dieser Arbeit wird das Fotografieren von Paaren in zufälliger oder gewollter Zusammensetzung sein, die ihren persönlichen „Zusammen-Hang“ auf 1,5 m Abstand gestisch gestaltend beschreiben. Die Fotos oder Kopien derselben dienen mir zur weiteren, malerischen und druckgrafischen Bearbeitung. Dabei interessiert mich insbesondere das künstlerische Umgehen, Sichtbarmachen und Verwandeln des sogenannten Negativraums, also des Raums zwischen den beiden Personen.

Für mich wird es eine Herausforderung sein, mit etwas Statischem wie einem Foto zu beginnen.

Am Mittwoch, 15. Juli, zwischen 15 und 18 Uhr freue ich mich über Freiwillige, die sich von mir in ihren Positionen zueinander im Raum der NORDER147 fotografieren lassen und mir die Erlaubnis geben, mit den Ergebnissen künstlerisch umzugehen. Eingeladen sind immer zwei Menschen in individueller Zusammensetzung: Jung und älter, groß und klein, geplant, spontan.

Über ein mitgebrachtes oder vor Ort entstehendes Wort, das die jeweilige persönliche Interaktion beschreibt, freue ich mich sehr. Fragen und Wörter bitte an: info@kunstfried.de

Freitag zwischen 16- und 18 Uhr freue ich mich über Besuch und Gespräch.

www.kunstfried.de

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

Kino 51 Stufen in Flensburg: Filmprogramm ab Donnerstag, den 16. Juli 2020

SIBERIA

Donnerstag, 16.07.20 bis Mittwoch, 22.07.2020 – jeweils um 20.30 Uhr

Clint (Willem Dafoe) ist ein vom Leben gezeichneter Mann. Um endlich seinen inneren Frieden zu finden, hat er sich in eine einsame Hütte in den verschneiten Bergen zurückgezogen. Dort betreibt er ein kleines Café, in das sich nur selten Reisende oder Einheimische verirren. Aber selbst in der Abgeschiedenheit findet Clint keine Ruhe. Eines schicksalhaften Abends bricht er mit seinem Hundeschlitten auf, getrieben von der Hoffnung, sein wahres Ich zu finden. Eine Reise durch seine Träume, Erinnerungen und Fantasien beginnt

Genre: Drama
Jahr: 2020
Spieldauer: 95min
Altersfreigabe: ab 16 J
Sprache: D
Darsteller: Willem Dafoe, Nicolas Cage, Isabelle Huppert

Trailer anschauen

LA VÉRITÉ – LEBEN UND LÜGEN LASSEN

Donnerstag, 16.07.20 bis Mittwoch, 22.07.2020 – jeweils um 18.00 Uhr

Die französische Filmdiva Fabienne (Catherine Deneuve) mimt in ihren Memoiren vortrefflich die Rolle der hingebungsvollen, liebenden Mutter. Ihre Tochter Lumir (Juliette Binoche) hingegen hat ganz andere Erinnerungen an die Kindheit mit einer Frau, die sich stets im Licht der Öffentlichkeit sonnte. Als die Drehbuchautorin mit Ehemann Hank (Ethan Hawke) und dem gemeinsamen Kind aus New York nach Paris zurückkehrt, versucht sie, ihre Mutter mit den verdrehten Wahrheiten in deren Autobiographie zu konfrontieren.

Genre: Drama
Jahr: 2020
Spieldauer: 107min
Altersfreigabe: ab 12 J
Sprache: D
Darsteller: Catherine Deneuve, Juliette Binoche, Ethan Hawke

Am Mittwoch, den 22.07.2020, in der OmU-Version

Trailer anschauen

ZU WEIT WEG – ABER FREUNDE FÜR IMMER!

Donnerstag, 16.07.20 bis Mittwoch, 22.07.2020 – jeweils um 16.00 Uhr

Da sein Heimatdorf einem Braunkohletagebau weichen soll, müssen Ben (12) und seine Familie in die nächstgrößere Stadt umziehen. In der neuen Schule ist er erst mal der Außenseiter. Und auch im neuen Fußballverein laufen die Dinge für den talentierten Stürmer nicht wie erhofft. Zu allem Überfluss gibt es noch einen weiteren Neuankömmling an der Schule: Tariq (11), Flüchtling aus Syrien, der ihm nicht nur in der Klasse die Show stehlt, sondern auch noch auf dem Fußballplatz punktet. Wird Ben im Abseits bleiben – oder hat sein Konkurrent doch mehr mit ihm gemeinsam als er denkt?

Genre: Drama, Family
Jahr: 2020
Spieldauer: 88min
Altersfreigabe: ab 0 J
Sprache: D
Darsteller: Yoran Leicher, Sobhi Awad, Anna König

Trailer anschauen

NEW YORK – DIE WELT VOR DEINEN FÜSSEN

Donnerstag, 16.07.20 bis Mittwoch, 22.07.2020 – jeweils um 14.00 Uhr

15.000 Kilometer – das ist die Distanz, die Matt Green seit 2012 zu Fuß zurückgelegt hat. Das entspricht ungefähr der Entfernung zwischen Deutschland und Australien. Nur ist Matt Green diese Strecke ausschließlich in einer einzigen Stadt gelaufen – in seiner Wahlheimat New York City. Für seine Mission hat Green fast alles aufgegeben – seinen Job als Ingenieur, seine Beziehung, selbst seine Wohnung. Dafür erlebt er die Stadt auf eine Weise wie noch niemand vor ihm.

Genre: Dokumentarfim
Jahr: 2020
Spieldauer: 95min
Altersfreigabe: ab 12 J
Sprache: D

Trailer anschauen

MARIE CURIE – ELEMENTE DES LEBENS

Donnerstag, 23.07.20 bis Mittwoch, 29.07.2020 – jeweils um 20.30 Uhr

Sie veränderte die Welt: Marie Curie, visionäre Wissenschaftlerin und zweifache Nobelpreisträgerin, entdeckte die Radioaktivität und ebnete den Weg zur Moderne. Paris, Ende des 19. Jahrhunderts: In der akademischen Männerwelt der Universität Sorbonne hat Marie Sklodowska (Rosamund Pike) als Frau und auf Grund ihrer kompromisslosen Persönlichkeit einen schweren Stand. Allein der Wissenschaftler Pierre Curie (Sam Riley) ist fasziniert von ihrer Leiderschaft und Intelligenz und erkennt ihr Potential. Er wird nicht nur Maries Forschungspartner sondern auch ihr Ehemann und die Liebe ihres Lebens. Für ihre bahnbrechenden Entdeckungen erhält Marie Curie als erste Frau 1903 gemeinsam mit Pierre den Nobelpreis für Physik. Sein plötzlicher Tod erschüttert sie zutiefst, aber Marie gibt nicht auf. Sie kämpft für ein selbstbestimmtes Leben und für ihre Forschung, deren ungeheure Auswirkungen sie nur erahnen kann und die das 20. Jahrhundert entscheidend prägen werden.

Genre: Drama, Romanze
Jahr: 2020
Spieldauer: 103min
Altersfreigabe: ab 12 J
Sprache: D
Darsteller: Rosamund Pike, Sam Riley

Am Mittwoch, den 29.07.2020, in der OmU-Version

Trailer anschauen

GIPSY QUEEN

Donnerstag, 23.07.20 bis Mittwoch, 29.07.2020 – jeweils um 18.00 Uhr

Die stolze, selbstbewußte Ali (Alina Serban) hätte sich vor einigen Jahren nicht träumen lassen, als alleinerziehende Mutter in Hamburg zu landen und mit Gelegenheitsjobs ihr Leben zu fristen. War sie doch einst als Nachwuchsboxerin, die „schwebt wie ein Schmetterling und sticht wie eine Biene“, der ganze Stolz ihres Vaters und ihrer Roma-Familie weit im Osten Europas. Von ihrem Clan verstoßen, hat sie die Handschuhe an den Nagel gehängt. Als sie auf den abgehalfterten Boxtrainer Tanne (Tobias Moretti) trifft, wagt sie ein Comeback. Mit der Kraft der Verzweiflung kämpft sie um eine bessere Zukunft für ihre Kinder.

Genre: Drama
Jahr: 2020
Spieldauer: 118min
Altersfreigabe: ab 12 J
Sprache: D
Darsteller: Alina Serban, Tobias Moretti, Irina Kurbanova

Trailer anschauen

UNSERE CORONA-REGELN FÜR EINEN SICHEREN KINOBESUCH

Kartenreservierung:
Wir nehmen den Spielbetrieb derzeit mit einer reduzierten Besucheranzahl auf. Bitte reserviert Euch Karten daher im Vorfeld (T 0461 31802-184 od info@51stufen.de) oder bestellt diese bestenfalls online (www.51stufen.de). Für die Nachverfolgung potentieller Infektionsketten sind wir dazu gezwungen Euren Namen, Eure Anschrift sowie Telefonnummer und Email abzufragen und vorläufig zu speichern.

online Tickets kaufen

Besucherführung:
Zur Kontaktminimierung trennen wir die Besucherströme über gesonderte Ein- und Ausgänge. In den Kinosaal gelangt Ihr wie gewohnt – als Ausgang nutzt jedoch bitte den Notausgang links der Leinwand. Dort könnt Ihr auch Euer Leergut abstellen. Bitte beachtet die entsprechenden Hinweisschilder.

Tragen von Alltagsmasken:
Im Foyer, an der Kasse und auf dem Weg zur Toilette bzw. aus dem Kinosaal bitten wir Euch vorsichtshalber eine Alltagsmaske zu tragen. Wenn Ihr auf Eurem Platz sitzt könnt Ihr diese gern wieder abnehmen.

Handhygiene:
Im Foyer sowie auf dem Weg zu den Toiletten haben wir für Euch Desinfektionsspender aufgestellt.
Nach dem Toilettengang wascht Eure Hände bitte für 20 bis 30 Sekunden ausgiebig mit Wasser und Seife.

Abstandsregelung:
Wir haben weiterhin freie Platzwahl – bitte lasst zur nächsten Personengruppe im Kinosaal zwei Plätze frei und berücksichtigt die von uns vorgenommen Sperrungen einiger Sitzplätze und Reihen. Bitte haltet auch überall anders, wie z. B. im Foyer, Treppenhaus und auf den Toiletten mind. 1,5 m Abstand. Entsprechende Hilfspunkte und -Linien sind für Euch eingezeichnet.

kontaktloses Zahlen:
Zur Verminderung der Kontaktpunkte zahlt bitte an der Kino-/Kioskkasse, wenn möglich, bargeldlos mit Eurer EC-Karte. Kontaktloses Zahlen ist dabei bis zu einem Betrag von 50,00 € freigeschaltet.

Kartenkontrolle:
Zur weiteren Kontaktminimierung findet bei den Kinokarten lediglich eine Sichtkontrolle statt. Bitte zeigt diese am Kinokiosk vor und reiht Euch in die Schlange ein, auch wenn Ihr nichts Weiteres kaufen wollt.

Nies- & Hustenetikette:
Bei Erkältungserscheinungen bitten wir Euch zu Hause zu bleiben. Solltet Ihr Husten oder Niesen müssen, so haltet bitte die Nies- & Hustenetikette ein – also hustet bzw. niest in die Armbeuge.

Kino 51 Stufen, Friedrich-Ebert-Str. 7, 24937 Flensburg, Telefon: 0461 31802 184  http://www.51stufen.de/

 

Freiheit für Julian Assange! – Mahnwache am 18. Juli an der Holmnixe in Flensburg

Freiheit für Julian Assange

Whistleblower
Enthüller / Aufdecker
schützen!

Das Demokratische Café lädt ein zur Mahnwache an der Holmnixe:

Samstag, den 18. Juli ab 12.00 Uhr

Julian Assange,

Gründer von Wikileaks, deckte vor Jahren US-amerikanische Kriegsverbrechen und politischen Machtmissbrauch auf.

Zurzeit befindet sich Julian Assange (Australischer Staatsbürger) in einem Hochsicherheitsgefängnis in Belmash/ London in Einzelhaft.
Seine Gesundheit ist stark bedroht und seine Prozessvorbereitungen werden stark behindert.

Die Vereinigten Staaten haben Großbritannien um Auslieferung von Assange ersucht. Die US-Anklageschrift vom 23. Mai 2019 umfasst siebzehn Punkte. Auf alle Anklagepunkte steht eine theoretische Maximalstrafe von 175 Jahren Haft.

Alle drei schwedischen Sexualdelikt-Verfahren (wegen desselben Vergewaltigungsvorwurfs) wurden im November 2019 eingestellt, neuneinhalb Jahre nach Einleitung des ersten Verfahrens.

Auch nach Verbüßung der fünfzigwöchigen Haftstrafe im September 2019 muss Assange wegen des Auslieferungsantrages der Vereinigten Staaten in Haft bleiben. Der Auslieferungsprozess wurde vom 18. Mai 2020 auf September 2020 verschoben.

lhm droht mit Beginn der Verhandlungen die Auslieferung an die USA und dortige Aburteilung.

Quellen:

wikipedia Julian Assange: https://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Assange

Mathias Bröckers / www.broeckers.com
Nils Melzer / UN Sonderbericherstatter

Veranstalter: Das Demokratische Café Flensburg, c/o Peter Walpurgis

Brauereiumzug: Kleingärtnern an der Westerallee wird ohne Rücksicht auf die Folgen gekündigt

Ein Beitrag von Cordelia Feuerhake

Gestern haben wir – die BI Bahnhofsviertel – auf dem Südermarkt wieder Flyer verteilt zum Erhalt des
Bahnhofswaldes und dazu unser Banner gezeigt.
Man kommt ins Gespräch mit PassantInnen und auch mit MarktbeschickerInnen. Die
überwiegende Mehrheit möchte natürlich den Wald erhalten und empört sich mehr oder weniger
über die städtischen bzw. politischen Entscheidungen.

In diesem Zusammenhang wird auch das Thema Brauereiumzug an die Westerallee angesprochen
und das Thema Kleingartenkolonie, und da wird erzählt:
Alle KleingärtnerInnen aus der betroffenen Kolonie an der Westerallee haben bereits ihre
Kündigung erhalten. Dass dadurch menschliche Tragödien entstehen können, wird wenig
thematisiert. Da gibt es Parzellen, die von Menschen seit Jahrzehnten bewirtschaftet, gepflegt
und geliebt werden, die seit langem Freizeit- , Zufluchts- und Heimatort geworden sind! Wie
schrecklich für die Betroffenen, dass sie das alles recht kurzfristig aufgeben müssen – sie sind
traurig, niedergeschlagen, auch entsetzt …. Für manche verliert ihr Leben einen wesentlichen
Sinn…

Werden diese Auswirkungen von Planung am Schreibtisch eigentlich ausreichend bedacht? Auf
dem Plan kann man leicht feststellen, dass Kleingartenkolonien nicht vollständig belegt sind, dass
man Parzellenbelegungen einfach von hier nach da verschieben kann, dass man einfach
Standorte wirtschaftlich optimal konzentrieren kann…. Aber fast jede Parzelle ist ein persönlicher
Ort von Menschen, von BürgerInnen unserer Stadt, Menschen mit Gefühlen, die respektiert
werden wollen, denen man auf diese Weise überhaupt nicht gerecht wird! Denen man einfach ihre
Parzelle, ihre „Scholle“ wegnimmt, weil ja alle Kleingartenparzellen – der Grund und Boden gehört
nämlich der Stadt – im Planerverständnis Verfügungsfläche für „wichtige“ Stadtentwicklungen
sind….

Ich bin davon sehr berührt … kann Planung nicht besser und mehr auf die Betroffenen vor Ort
Rücksicht nehmen? Kleinteiligere, differenziertere und alternative Lösungen suchen? So, wie man
z.B. im Sanierungsgebiet teilweise mit jedem einzelnen Hausbesitzer/In persönlich verhandelt?

 

Veranstaltung am 15.07.2020 im Hafermarkt Flensburg: Räumungen – Abschiebungen – Faschisierung

Veranstaltung zur aktuellen Situation selbstverwalteter Orte und Projekte in Berlin

Mittwoch 15.07 / 19:00 Uhr / Hafermarkt Flensburg

Die Veranstaltung findet draußen statt!

Überall sind linke und selbstverwaltete Orte vor Verdrängung und Räumung bedroht. In Berlin sind es nicht weniger als 4 Projekte, die innerhalb der nächsten Monate drohen mit einem massiven Bullenaufgebot „offiziell“ geräumt zu werden.
Die Kollektivkneipen „Meuterei“ und „Syndikat“, das autonome Jugendzentrum „Potse“, das anarcha-feministische Hausprojekt „Liebig 34“ samt Veranstaltungsraum „XB-Liebig“ und dem antifaschistischen „Infoladen Daneben“ haben sich zusammengeschlossen und bilden mit anderen Aktiven ein Netzwerk namens „Interkiezionale Solidarität“. Der erste anberaumte Räumungstermin steht nun für den 7. August (9 Uhr) fest. Es soll das „Syndikat“ treffen.

Doch auch abseits „rechtssicherer“ Räumungstitel, gehen die Angriffe auf selbstverwaltete Strukturen weiter.
Wie bereits 2016, drangen die Cops am 9.7. mit einem Großaufgebot in die Rigaer94 ein, begleitet von Bautrupps und Securities.

1Aug20DemoMit der offiziellen Begründung der Beweissicherung in 2 Wohnungen,  wird bis dato das gesamte Projekt belagert und vermeintlich besetzte Teilflächen geräumt.

Damit dieser Frontalangriff von Staat & Kapital nicht unbeantwortet bleibt, wird nun bundesweit zu einem „wütenden Räumungsauftakt“ am 1. August um 20 Uhr nach Berlin-Neukölln mobilisiert.

Wie wichtig es ist diese Orte mit allen Mitteln zu verteidigen, was die drohende Räumung mit den gesellschaftlichen Faschisierungstendenzen zu tun hat und warum wir dort alle hinfahren sollten, wollen wir am 15.07.2020, um 19:00 Uhr mit den Projekten aus Berlin und euch diskutieren.

Bis das geschieht, lest und verbreitet den Aufruf zur bundesweiten Demonstration: Räumungen – Abschiebungen – Faschisierung – Raus aus der Defensive // Demonstration am 01.08.2020 – 20 Uhr – Herrfurthplatz – Berlin/Neukölln

Räumungen – Abschiebungen – Faschisierung – Raus aus der Defensive // Demonstration am 01.08.2020 – 20 Uhr – Herrfurthplatz – Berlin/Neukölln

Raus aus der Defensive“ // Demonstration am 01.08.2020 in Berlin

https://de.indymedia.org/node/91172


black mosquito – duburgerstr. 47 – 24939 flensburg

https://black-mosquito.org/

 

Flensburg.Kauft.Kunst.: Führungen auf dem Museumsberg am Samstag, den 11. Juli

Auf dem Museumsberg Flensburg endet die Solidaritätsausstellung „Flensburg. Kauft. Kunst.“ am kommenden Sonntag.

Zuvor sollten Kauf- und Kunstinteressierte noch die Chance nutzen an einer der Führungen am Samstag teilzunehmen. Um 12, 13.30 und 15 Uhr führt die Kunsthistorikerin Almut Rix durch die Schau mit Werken Flensburger Künstler. Eintritt und Führung ist kostenlos.

Teilnahme mit Mindestabstand und Mund-Nase-Bedeckung.

Mehr zur Ausstellung hier: https://www.museumsberg-flensburg.de/de/ausstellungen/details/flensburg-kauft-kunst.html

Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956

museumsberg@flensburg.de

https://www.museumsberg-flensburg.de/de/

Neustadt-Jamsession am Dienstag 14. Juli um 19 Uhr in der Neustadt 12 in Flensburg

Liebe Musiker, liebe Musikinteressierte,

am kommenden Dienstag, den 14. Juli treffen wir uns wieder um 19.00 Uhr zum gemeinsamen Musizieren in der Neustadt 12, Eingang zum Stadtteilhaus.

Wir, das sind Menschen mit unterschiedlichen musikalischen Traditionen und kulturellen Hintergründen.

Wir wollen ohne Leistungsdruck und ohne Auftrittsverpflichtung musizieren, jammen und Songs gemeinsam spielen, die wir alle mögen.
Bringt Eure Instrumente und wenn ihr Freunde und Bekannte habt, die Musik machen möchten, auch die mit. Wenn Ihr Songtexte, Akkorde oder Noten von Eurem Lieblingslied oder Liedern habt, am besten in mehrfacher Kopie ebenso mitbringen.

Es ist jedoch eine Anmeldung unter Telefon 0461-505 94 55 erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Teilnahme mit Mindestabstand und Mund-Nase-Bedeckung.

Übrigens finden unsere Treffen regelmäßig jeden 2. und 4. Dienstag im Monat in der Neustadt 12 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

Jan Hinrich Haacke
Jörg Pepmeyer

Doppel-Benefizkonzert mit José Andrés Garcia und Gabriel Macaya am 10. und 11. Juli im Kulturhof Flensburg

2 Termine · 10. Juli – 11. Juli

Freitag 10. Juli um 18:30 Uhr
Samstag 11. Juli um 18:30 Uhr
Kulturhof Flensburg
Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Endlich ist es soweit: Der Kulturhof lädt ein und freut sich auf Benezifkonzerte an zwei auf einander folgenden Tagen.

José Andrés Garcia Gonzales, Seemann und Musiker von den Kanaren und der Musiker Gabriel Macaya aus Chile verzaubern den Hof und die Gäste mit Gitarrenklängen.

José Garcia lebt seit 8 Jahren in Flensburg, Gabriel Macaya seit ca. 2019. Beide sind Meister auf der Gitarre und spielen im Hof das erste Mal gemeinsam.

Gabriel Macaya beginnt um 18:30 Uhr mit seiner Musik, danach folgt ein Teil mit beiden Musikern. In der Pause geht der Hut rum.

Anschließend folgt der 2. Teil

Da auch wir durch die Corona-Zeit finanzielle Einbußen erlitten haben, freuen wir uns über eine Spende für unsere Miete und Nebenkosten.

Wir wünschen viel Vergnügen! 🙂

Aktuelle Termine und weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr auch bei Facebook https://www.facebook.com/Kulturhof.Flensburg/ und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Was ist der Kulturhof Flensburg e. V.?

Gegründet wurde unser Verein am 15.9.16 im Brasseriehof, wo seit Sommer 2015 die ersten Cafés (Familiennetzwerk „Mit uns für Alle“) stattfanden. Seit 28.2.17 ist er offiziell eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Wir fördern laut Satzung die Völkerverständigung und die Flensburger Stadtkultur.

Was machen wir?

Jede/r kann bei uns ein Café ausrichten und seine Kultur vorstellen. In Flensburg gibt es Menschen aus ca. 130 Kulturen, sodass ein buntes Programm möglich ist. Bisher gab es im Brasseriehof-Café u. a. folgende Cafés: iranisch, syrisch-orientalisch, kurdisch, türkisch, mexikanisch, kamerunisch, ghanaisch. Wenn auch DU Deine Kultur in Form von köstlichen Speisen und mehr vorstellen möchtest, bist Du herzlich willkommen.

Neben den Cafés, die meist nachmittags stattfinden, veranstaltet der Verein auch Konzerte, bietet Lesungen, Themenabende mit Diskussionen und Ausstellungen an.

Ein besonderes Anliegen ist uns, für den Einbau eines behindertengerechten WCs zu sammeln. Insbesondere die Spenden aus den Hutkonzerten sind dafür vorgesehen.

Außerdem unterstützen wir das Projekt „Foodsharing“.

Wir freuen uns über neue Mitglieder uns weitere spannende Veranstaltungen im Kulturhof Flensburg! Möchtest Du ab und an einen selbstgebackenen Kuchen spenden? Den Schaukasten monatlich gestalten oder die Räumlichkeiten sauber halten?

Dann schaue einfach mal während der Öffnungszeiten herein.

Kulturhof Flensburg e. V., im Brasseriehof, Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

„It’s All In The AIR…Baby!“ – Gerd G.M. Brockmann vom 8. – 10. Juli 2020 in der NORDER147

Die 14te „Local Artist In Residence“ der NORDER147… Was für eine Reise!

Von Mittwoch, dem 8. bis Freitag, dem 10. Juli könnt ihr zwischen 16 und 22 Uhr sehen und erleben, in welcher der möglichen, flüchtigen Formen Gerd G.M Brockmann künstlerisch zum Thema Luft arbeitet!

Gerd G. M. Brockmann – Local Artist In Residence

Konzept: It’s All In The AIR…Baby! (2015-2016) ©artprojectbrockmann 2020

Was bedeutet Luft heute? – IT’S ALL IN THE AIR…BABY!

Lebensrettendes Elixir oder existentielle Bedrohung?
Aufgrund der aktuellen Geschehnisse spielt Luft erneut eine entscheidende janusköpfige Rolle. Social-Distancing, Isolation und der Mangel an Beatmungsgeräten verdeutlichen die Lebensnotwendigkeit von Luft.
Sie genießt unsere Aufmerksamkeit und hat also erneut Gewicht, und das nicht nur durch die Berechnung der molaren Masse. Es zeigen sich Auswirkungen im Bereich der Luftverschmutzung. Erste Aufnahmen der Europäischen Weltraumorganisation ESA zeigen: Klima und die Luftqualität verbessern sich.

Was bedeutet Luft für den Organismus? Luft als Medium, Struktur, Volumen…? Das sind zentrale Fragen meiner interdisziplinären Arbeitsweise bei der Entwicklung einer Installation in Zeiten der Isolation.
Meine künstlerischen Antworten darauf sehen sie im Projektraum Norder147. Diese Intervention ist ein Teil meines Forschungsprozesses „IT’S ALL IN THE AIR…BABY!“, das im Jahr 2015 begann.

Das Thema begegnete mir erstmalig bei der Istanbul Design Biennale 2012. Hier erlebte ich die Installation “In Love We Trash“ des Künstler-Kollektivs „Basurama“.

Folgende Frage inspirierte mich: Wie ist Luft als Installation, als ephemere Skulptur oder raumgreifende Arbeit für den Betrachter erfahrbar? 2013 zeigte Christo seine Installation „Big AIR Package“ im Gasometer in Oberhausen. Er konfrontierte mich erneut mit Luft als Kunstwerk. Christo installierte bereits 1968 seine erste Luftskulptur „5.600 Kubikmeter-Paket“ in Kassel und dient mit seinen Arbeiten, neben den Werken von Otto Piene („Luftarbeiten“) und den Ballon-Installationen des Künstlers HansHemmert, als Anstoß für mein Projekt.
Im Rahmen eines „Artist in Residence“ Programms Ende 2015 und Anfang 2016 im Flensburger Projektraum Modul 1 entwickelte ich das „IT´S All IN THE AIR…BABY!“ Konzept. Entwürfe dieser Arbeiten sind seit 2015 auf meinen digitalen Kanälen zu sehen. Die Arbeit im Norder147 soll dem Betrachter ein Bewusstsein für eine Materie geben, die wir zu selten wahrnehmen und die trotzdem allgegenwärtig und lebenswichtig ist.
In diesem Sinne: LocalAIR !

Begleitmedien: Instagram Artist Live Sessions / Ergebnis-Dokumentation auf digitalen Kanälen / Artist Talk / IG Stories
www.artprojectbrockmann.com

Gerd G.M. Brockmann Local Artist In Residence @NORDER147 04/2020
Konzept: It’s All In The AIR…Baby! (2015-2016) ©artprojectbrockmann 2020

Hinweise zur Luft:
Als Luft bezeichnet man das Gasgemisch der Erdatmosphäre
Gewicht Luft: 1,3 Gramm pro Liter

Luftmessstation Flensburg:
https://www.schleswigholstein.de/DE/Fachinhalte/L/luftqualitaet/Messstationen/Flensburg.html

Luftverschmutzung Flensburg: Echtzeit
https://aqicn.org/map/germany/schleswig-holstein/flensburg/de/

Die Luftverschmutzung der Welt: Echtzeit-Luftqualitätsindex
https://waqi.info/de/

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

Schöne Aussichten! – Offener Brief von Frauke Himmerkus

Bahnhofswald: Das Flensburger Naturhabitat beherbergt über 140 Jahre alte Bäume und geschützte Fledermäuse und soll für den Bau eines Hotels der Axt zum Opfer fallen. – Foto: Marco Johns

„Nachhaltigkeit“ dieser vielbenutzte Begriff in Zeiten des Klimawandels hat in Flensburg eine ganz eigene Definition gefunden. Nachhaltig soll ein Hotelneubau samt Parkhaus sein, nur steht dem leider ein Wald im Weg. Nachhaltig ist hier lediglich Eins: Die Zerstörung dieses intakten Ökosystems. Ob Bahnhofswald, baumreiche Anlage um das Schwedenheim (Helenenallee) oder Spielplatz plus kleine Grünanlage Waitzstraße/Mühlendamm – die alten Bäume müssen weichen.

Im Falle des Kindergartens  Schwedenheim, eingebettet in eine parkartige Anlage mit alten Japanischen Kirschen, plant der SBV in vier Jahren einen Blockbau und der Erweiterung der Feuerwache fällt der Spielplatz und die kleine Grünanlage Mühlendamm zum Opfer. Für die Bewohner des Bahnhofsviertels heißt das, Beton statt Wald oder Grünanlage.

Schaut man sich in Flensburg, unserer noch grünen Stadt um, stellt man fest, dass immer mehr Grün schwindet. Spaziert man von Fahrensodde Richtung Meierwik haben sich die Hänge in den letzten Jahren gelichtet. „Schöne Aussichten“ für die Bewohner der Villen an der Förde.  Alter Baumbestand ist verschwunden, auch wenn damit Strafen verbunden waren. Vielleicht aber auch eine Win-win -Situation: freier Blick / Stadt kassiert?

Nächstes prominente Opfer des Gestaltungswillen der Stadt wird der Christiansen-park/ Museumsberg. Laut Planung werden  ca. vierzig alte Bäume ihren Platz verlieren. Geld steht bereit und egal ob sinnig oder nicht, die Stadt will es ausgeben, sie will gestalten.

6D38FFE1-8D57-40AE-925D-7DDD6EE6F010

Baumbestand an der Valentiner Allee – Foto Frauke Himmerkus

Wer ein Beispiel für die Gestaltung öffentlichen Raumes braucht, der schaue sich bitte die Serpentine am Bahnhof an. Nackter verzinkter Stahl flankiert nun den An bzw. -abstieg. In der langen Doppelkurve zieht sich das Geländer den Hang hinauf, wie ein deplatziertes Abflussrohrsystem.  Nicht einmal eine Treppe hat man eingebaut, um den Menschen, die den kurzen Weg bevorzugen, Rechnung zu tragen. Es bleibt weiterhin eine Rutschpartie!

Gestaltung bedeutet Herzblut und Ästhetik, hat mit Sinn für die Umwelt zu tun und geht mit der Schaffung einer lebenswerten Umgebung einher.  Gehen unsere Politiker verantwortlich mit der Gestaltung unserer Stadt um? Erkennen sie die Zeichen der Zeit?

Für Flensburg scheint es keinen Klimawandel zu geben, kein Umdenken zum Erhalt von wertvollen Naturressourcen!  Corona hat nichts bewegt! All die Aufrufe und Durchhalteparolen der Politiker haben nicht zu Verantwortungsbewusstsein ihrerseits geführt .

Leider haben wir eine Oberbürgermeisterin, die zwar bei Markus Lanz öffentlich für Transparenz und  Nachhaltigkeit eintritt, aber in ihrer Stadt diese Forderungen von Seiten der Bürger nicht erfüllt. Da wurde persönlich Einfluss genommen auf die Entscheidung der Unteren Forstbehörde und somit eine direkte Lösung zur Umwandlung des Bahnhofswalds möglich gemacht. Damit ist der Weg frei für das Intercityhotel plus Parkhaus. In der Planung sind in unserem Stadtteil allerdings nebenbei das Hilton am Rathaus, der Umbau mit Erweiterung des Centralhotels und gegenüber der Serpentine ein Hotel Garni. Man staune!  Brandaktuell ging heute durch die Nachrichten, dass das Parkhaus von Karstadt nicht ausgelastet war und dies mit ein Grund zur Standortschließung der Hauses sei. Brauchen wir am Bahnhof ein weiteres Parkhaus dieser Art? Wann wacht die Politik auf aus ihrem Siebzigerjahreklotzbaudornröschenschlaf und findet einen Weg gemeinsam mit seinen Bürgern und im Einklang mit der Natur?

Das wären wirklich „Schöne Aussichten“!

Frauke Himmerkus

%d Bloggern gefällt das: