Archiv der Kategorie: Kultur

Artikel zum Thema Kultur, Kulturinstitutionen, Kulturplanung und Kulturveranstaltungen

„Wildes Herz“ am 29.10.2018 in der Campelle auf dem Hochschulcampus Flensburg

Der Film porträtiert nicht nur die Punkband FEINE SAHNE FISCHFILET. Er geht auch dem Rechtsruck im Osten auf den Grund – und zeigt, wie wichtig Engagement ist.

Filmvorführung am Montag, 29. Oktober um 18.00 Uhr in der Campelle auf dem Hochschulcampus Flensburg

Kostenfreier Eintritt

Wildes Herz ist ein deutscher Dokumentarfilm von Charly Hübner und Sebastian Schultz aus dem Jahr 2017 über die deutsche Punkband Feine Sahne Fischfilet aus Mecklenburg-Vorpommern und ihren Frontmann Jan Gorkow. Seine Weltpremiere hatte der Film am 31. Oktober 2017 beim 60. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm. Deutscher Kinostart war am 12. April 2018.

Die Band Feine Sahne Fischfilet engagiert sich öffentlich gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie. Der Film zeigt das Spannungsfeld von Politik, rechter und linker Gewalt, ausgehend von der Jugend Jan Gorkows in Jarmen über die Ultra-Szene des F.C. Hansa Rostock, dem Beginn seiner Politisierung und damit einhergehenden Konflikten mit der Polizei und seinen Eltern, eine Zahnärztin und ein Bauingenieur. Als die Band nach dem ersten Album (2009) und den darauf folgenden Auftritten feststellte, dass sich bei ihren Konzerten auch Nazis wohlfühlten, nahm sie eine offene Haltung gegen Rechtsextremismus ein. Der Film begleitet Feine Sahne Fischfilet und ihre Mitglieder drei Jahre lang. Wegen des Vorwurfs einer anti-staatlichen Haltung wurde sie vom Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern beobachtet und war wiederholt im Verfassungsschutzbericht des Landes erwähnt. (aus Wikipedia )

Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „erinnern um zu lernen — gedenken um zu verändern“ mit der Wanderausstellung: „Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein“, die vom 25. Oktober bis 21. November 2018 in Flensburg stattfindet.

Aus dem zugehörigen Einladungsflyer: „Zerstörte Synagogen und verwüstete Geschäfte mit zerschlagenen Fensterscheiben gaben der „Reichskristallnacht“ vom 9. November 1938 ihren verharmlosenden Namen. Mit einer Ausstellung und einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm wollen wir an das Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung im Nazi-Deutschland erinnern und darauf hinwirken, dass sich solch ein gesellschaftliches Verbrechen nicht wiederholt.

Die Ausstellung

Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein zeigt das jüdische Leben von der Jahrhundertwende bis zu seiner Zerstörung durch die Gräuel der Nazizeit. Sie wurde von Prof. Dr. Gerhard Paul, EUF, in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung (jetzt Landesbeauftragter für politische Bildung) erarbeitet und vom Landesarchiv Schleswig-Holstein konzipiert
und gestaltet. Die Ausstellung erzählt durch Bilder und Texte vom Schicksal schleswig-holsteinischer Familien jüdischen Glaubens und stellt so facettenreich die Schrecknisse der Reichspogromnacht dar.“

Untenstehend die Veranstaltungsübersicht

Den Programm- und Veranstaltungsflyer gibt es zum Ausdrucken hier

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Treffen des Bündnisses zur Umbenennung des Hindenburgdamms am 25.10.2018 um 19:30 Uhr im Speicher Husum

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe MitstreiterInnen und Mitstreiter,

am 04. Oktober wurde im „Speicher Husum“ in einem sehr instruktiven Vortrag des Historikers Dr. K. Bästlein aus Berlin die facettenreiche antidemokratische Grundhaltung und das daraus resultierende Agieren des Namensgebers für den Sylter Damm, P. Hindenburg, beleuchtet. Dabei wurde erneut deutlich. Hindenburg war nicht nur gegenüber der demokratischen Bewegung ablehnend und feindlich eingestellt, er war maßgeblich an der Vorbereitung und Machtübertragung an Hitler und die NSDAP beteiligt (neben verschiedenen Vertretern der Großindustrie war er wesentlicher „Steigbügelhalter Hitlers“). Die Umbenennung des Damms ist also überfällig, ein Gebot der Stunde.

In vielen bundesdeutschen Städten – auch in Schleswig-Holstein – wurden bereits Hindenburgstrassen und -plätze umbenannt. Soll Nordfriesland in dieser Hinsicht weiterhin eine unrühmliche Ausnahme bleiben? Wir sagen Nein!

Der Hindenburgdamm vom Festland nach Sylt hat zudem eine überregionale Bedeutung. Dies sollte für unser Anliegen, die Umbenennung zügig zu erreichen, sowohl Verpflichtung als auch Ansporn sein. Dafür ist ein breites Bündnis zumindest förderlich, wahrscheinlich eher notwendig.  Über die Frage des weiteren Vorgehens wollen wir uns nun austauschen und Handlungsoptionen erarbeiten.

Wie in der oben erwähnten Veranstaltung bereits angekündigt, treffen wir uns zu unserem 1. Gespräch am

Donnerstag 25.10.18 um 19:30 Uhr im Husumer Kulturzentrum „Speicher“ (2. OG)

Mit freundlichen Grüßen

Niki Müller

BgR – Bündnis gegen Rechts Nordfriesland

Im BgR-Bündniss gegen Rechts beschäftigen wir uns im Rahmen der „Geschichtswerkstatt Nordfriesland“ auch mit der unbewältigten Vergangenheit in der Region. Schleswig-Holstein war nach ’45 ja Tummelplatz (letzter Rückzugsort) für viele Faschisten. Hier mal die Webadresse:

http://www.geschichtswerkstatt-nordfriesland.de/

„1918. Kriegsende und Revolution in Flensburg“ – Vortrag und Buchpräsentation am 01.11.2018 im Europasaal des Rathauses

Die Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte lädt ein

am Donnerstag, 01.11.2018 um 19.00 – 20.30 Uhr
Rathaus/Europasaal, Rathausplatz 1, 24937 Flensburg

Buchpräsentation mit Dr. Harald Hohnsbehn aus Anlass der 100 Jahre zurückliegenden November-Revolution 1918
Einführung und Buchverkauf samt Signierung durch den Autor. Mitglieder- u. Präsentations-Preis: 18,00 Euro
Buchhandelspreis: 24,90 Euro

Alle sind willkommen.

Fest der Kulturen am 27.10.2018 im Deutschen Haus in Flensburg

Sonnabend, 27. Oktober,
14.00 – 18.00 Uhr

Deutsches Haus,
Berliner Platz 1, Flensburg

Seit vielen Jahren organisieren Vereine und Organisationen die interkulturellen Wochen.

Das gegenseitige Anerkennen von Kultur, Werten und Lebensstilen auch in der neuen Heimat ist wesentliche Grundlage erfolgreicher Integration und wird durch die Flensburger „Interkulturellen Wochen“ seit Jahren gefördert. Jedes Jahr stellt daher der Arbeitskreis „Interkulturelle Wochen“ in Kooperation mit der städtischen Koordinierungsstelle für Integration ein buntes, internationales Programm zusammen.

Höhepunkt der Veranstaltungsreihe bildet wie in den Vorjahren das „Fest der Kulturen“ am Samstag, 27. Oktober 2018, das mit jeder Menge Tanz, Musik & Gesang, Kinderaktionen und vielen Speisen aus aller Welt von 14 – 18 Uhr im Deutschen Haus stattfindet. Der Eintritt ist frei!

 

 

Praxistag „Globales Lernen“ 2018: Perspektivwechsel im Museum

Konferenz auf Schloss Gottorf am 12. November, 10 bis 16 Uhr – jetzt anmelden!

Der Praxistag Globales Lernen „Perspektivwechsel im Museum“ am Montag, 12. November, zeigt von 10 bis 16 Uhr, welche Möglichkeiten und welche Beispiele es für Globales Lernen an und mit Museen in Schleswig-Holstein gibt.

Foto: Stefanie Groß, Bildungsreferentin im Grünen Haus in Eckernförde, und Nicole Gifhorn bereiten den Praxistag auf Schloss Gottorf vor (v.l.) © Landesmuseen Schloss Gottorf 2018

Die Konferenz richtet sich an Museumspädagogen, Vermittler in der kulturellen Bildung und Lehrer und findet in Kooperation mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig Holstein im Museum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottorf statt.

Der erste Teil des Praxistages beschäftigt sich mit der Bedeutung der kulturellen Bildung für eine gesellschaftliche Transformation und der Rolle Museen in diesem Rahmen. Nach einem theoretischen Input werden Beispiele aus Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern vorgestellt.
Im zweiten Teil werden Projekte und Angebote aus Schleswig-Holstein vorgestellt, die praxisnah einen Perspektivwechsel auf Inhalte und Formate ermöglichen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen und Anmeldung bei Nicole Gifhorn, Promoterin für Globales Lernen bei der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen: nicole.gifhorn@landesmuseen.sh, Tel. 04621-813-160, Mobil: 0151-21753715.

Jazzwerk Orchester feat. Donata Jan am 21.10.2018 auf dem Scheersberg

Sonntag 21. Oktober um 19:00 Uhr
Internationale Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg
Scheersberg 2, 24972 Steinbergkirche

In diesem Jahr freuen wir uns über die Zusage von Donata Jan, die zusammen mit dem Scheersberger Jazzwerk Orchester, unter der Leitung von Fynn Großmann, auftreten wird. Die Arrangements für das Orchester werden exklusiv für diese Besetzung und diesen Abend von Fynn Großmann angefertigt und gemeinsam mit der Violinistin Suleika Bauer einstudiert.

Donata Jan wurde in eine musikalische Familie in Litauen hineingeboren und wechselte im Alter von 15 Jahren von der Klassik zum Jazz. Nach ihrem ersten Abschluss als Jazzpianistin studiert sie jetzt Jazzgesang an der Hochschule für Musik, Theater
und Medien in Hannover und arbeitet auf ihr zweites Album hin.

Sie hat bereits mit zahlreichen Künstlern zusammengearbeitet, wie zum Beispiel Lutz Krajenski oder James A. Simpson und ist seit kurzem in einem Trio mit den Partnern des verstorbenen Roger Cicero – Herve Jeanne und Matthias Meusel – aktiv. Sie tourte bereits erfolgreich durch die baltischen Staaten und gewann einen
Sonderpreis für ihre Arrangements beim Jazzwettbewerb des Vilnius Jazz Festivals und wird nun auf dem Scheersberg zu Gast sein.

Man kann sich auf eine spannende Mischung aus Interpretationen von Jazzstandards und Eigenkompositionen freuen sowie auf Klangfarben eines Orchesters, vereint mit einem klassischen Jazzquartett, das sich aus Pianist Marko Djurdjevic, Bassist Peter Schwebs und Schlagzeuger Tim Nicklaus zusammensetzt.

Gastgeber: IBJ Scheersberg und Scheersberg: Musik & Tanz

Aus Bombengut geborgen – Die Eisenkunstguss-Sammlung von Ewald Barth

Abendvortrag im Eisenkunstguss Museum Büdelsdorf am 24. Oktober, 19 Uhr

Standuhr, Königlich-Preußische Gießereien, um 1820-30, Bildnachweis: Museum für Stadtgeschichte Dessau, Foto: Ulrich Lange

Karin Weigt vom Museum für Stadtgeschichte Dessau referiert am Mittwoch, 24. Oktober, um 19 Uhr über das wechselvolle Schicksal der Eisenkunstguss-Sammlung von Dr. Ewald Barth, die in den Wirren des 2. Weltkrieges verloren ging und heute wieder in Dessau zu finden ist.

Von den 1920er Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg trug der Dessauer Zahnarzt Ewald Barth (1898-1968) unterschiedliche Objekte zusammen, die allesamt aus Eisen gegossen waren. Darunter funktionale Gebrauchsgegenstände, Medaillen und filigraner Schmuck, aber auch Statuetten und Büsten nach Entwürfen bedeutender Künstler wie Christian Daniel Rauch und Karl Friedrich Schinkel. Seine Sammlung umfasste schließlich 1800 Objekte und galt in ihrer Zeit als herausragendste Privatsammlung von Eisenkunstguss im deutschen Raum. Im Kriegsjahr 1944 aus der Rüstungs- und Industriestadt Dessau ausgelagert, beginnt die abenteuerliche Geschichte von Verlust, Rettung und Rückkehr der Sammlung in die Stadt ihrer Entstehung und deren bis heute andauernden Aufarbeitung und Restaurierung.

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Anmeldungen werden erbeten unter +49 (0)4331 43370-22 oder via service@landesmuseen.sh

Jüdisches Museum Rendsburg verlängert Ludwig Meidner-Ausstellung „Im Nacken das Sternemeer“

Werke aus der Sammlung Bönsch noch bis zum 2. Dezember 2018 zu sehen

Das Jüdische Museum in Rendsburg, das in diesem Jahr sein 30. Jubiläum begeht, verlängert die Ausstellung des expressionistischen Künstlers Ludwig Meidner (1884 –1966) bis zum 2. Dezember. Das Museumsteam um Dr. Carsten Fleischhauer hat entschieden, die gelungene und beim Publikum beliebte Ausstellung während der Jubiläumsfeierlichkeiten weiter laufen zu lassen. Seit 6. Juli sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen. Eigentlich sollte an diesem Sonntag, 21. Oktober, die Ausstellung enden.

Meidner wurde durch sein Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Als bildender Künstler ebenso wie als Schriftsteller und Dichter setzte Ludwig Meidner sich mit dem Krieg auseinander. 1916 bis 1918 diente er als Dolmetscher in einem Kriegsgefangenenlager und verarbeitete seine Erlebnisse in eindringlicher Weise – vor allem in Grafiken, die heute überraschend modern und karikaturesk wirken.

Unmittelbar nach dem Krieg veröffentlichte Ludwig Meidner zwei Bände mit expressionistischer Prosa. Die Lithographien, mit denen er diese Publikationen illustrierte – „Im Nacken das Sternemeer“ (1918) und „Septemberschrei“ (1920) – bilden einen der Schwerpunkte der Ausstellung. Sie zeigt darüber hinaus die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, Selbstbildnisse sowie Portraits von Künstlerfreunden aus der Weimarer Republik. Weitere Themen sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit des englischen Exils.

Seit 2016 sind Schloss Gottorf und die Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch miteinander verbunden. Mit der Ausstellung zu Ludwig Meidner ist der Schauplatz nun erstmals das Jüdische Museum in Rendsburg. Fast 15 Jahre nach der ersten Meidner-Ausstellung – damals lag der Schwerpunkt auf den Ölgemälden – hat sich Museumsleiter Dr. Carsten Fleischhauer bewusst dafür entschieden, gerade diesem Künstler die große Ausstellung im Jubiläumsjahr zu widmen.

Inwieweit Kunstausstellungen zu einem Jüdischen Museum passen und welchen spezifischen Beitrag sie zum Verständnis jüdischer Kultur und Geschichte zu leisten vermögen – das ist immer wieder auch Gegenstand von Debatten. Ludwig Meidner ist einer der wenigen Künstler, bei dem derartige Fragen praktisch gegenstandslos sind. Man kann ihn mit großer Berechtigung als einen „jüdischen Künstler“ bezeichnen, ohne damit eine Fremdzuschreibung vorzunehmen oder sein Werk zu verkürzen.

Öffnungszeiten

Di – Sa 12 – 17 Uhr, So 10 – 17 Uhr (Sonntags freier Eintritt)
Für Schulklassen ist ein Besuch auch am Vormittag möglich.

Ausführlichere Informationen zur Ausstellung gibt es zum Download hier

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

http://www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum

 

Brandbrief und Hilferuf: Sportverein Roter Stern Flensburg e.V. hat „Platzangst“

Der Sportverein Roter Stern Flensburg e.V. wendet sich mit einer Mail und einem Aufruf an verschiedene Flensburger Organisationen und die Flensburger Öffentlichkeit, um auf seine problematische Situation aufmerksam zu machen:

Liebe Damen und Herren,

mit dieser Mail wendet sich der Roter Stern Flensburg e.V. an verschiedene Flensburger Organisationen, um auf unsere problematische Situation aufmerksam zu machen. Mittlerweile existiert der Verein seit fast zehn Jahren und steht immer noch ohne eigenen Platz, Umkleiden, ausreichende Trainingszeiten und ohne ein Vereinsheim dar. Weitere Informationen und die von uns angedachten Lösungen entnehmen Sie bitte dem ausführlichen Unterstützer*innenschreiben und dem kürzeren Flyer. (Untenstehend)

Wir freuen uns, wenn Sie sich über unsere Situation durch die angehängten Schriftstücke informieren und freuen uns über jede Reaktion darauf. Wenn Sie unsere Platzangstkampagne unterstützen wollen, setzen wir Sie gerne auf die Unterstützer*innenliste. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Mail an: platzangst@rotersternflensburg.de.

Auch über finanzielle oder ideologische Unterstützung freuen wir uns sehr. Außerdem möchten wir unser Anschreiben explizit als Gesprächsangebot verstanden wissen. Gerne treffen wir uns persönlich mit Ihnen.

Mit sportlichen Grüßen

Johannes Wollny
1. Vorsitzender Roter Stern Flensburg e.V.
www.rotersternflensburg.de

Das untenstehende Unterstützer_innen-Schreiben gibt es hier zum Weitergeben und Download

Roter Stern Flensburg e.V.
Norderstraße 37
24937 Flensburg
platzangst@rotersternflensburg.de
Flensburg, den 17.10.2018

Roter Stern Flensburg e.V. hat „Platzangst“

Geschichte des Roten Sterns:

2009 gründete sich der alternative Sportverein Roter Stern Flensburg e.V., der sich für leistungsdruckbefreiten Sport frei von Rassismus und Sexismus, sowie einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt einsetzt. Die Mitgliedszahl verzehnfachte sich in den letzten 10 Jahren von 20 Mitgliedern auf 223 Mitglieder dieses Jahr. Bot der Verein 2009 lediglich die Sportarten Fußball und Kickboxen an, gehören nun auch Rugby, Tischfußball, Dart, Akrobatik und Hula-Hoop, Basketball, Ultimate Frisbee, E-Sports, Skateboarding und Tischtennis zum festen Angebot.

Da zu den Anfangszeiten des Roten Sterns keine Platzzeiten in Flensburg zu bekommen waren, wichen die Fußballer nach Glücksburg aus. Später wurde dem Roten Stern die Sportanlage der Comenius-Schule in Flensburg stark zeitlich begrenzt zugesprochen. An diesem Standort fühlt sich der Verein zu Hause, da der Rote Stern Flensburg sich stark sozial engagiert und für Integration einsetzt.
In diesem Stadtteil gibt es keinen vergleichbaren Sportverein, sodass der Rote Stern dort Strukturen schafft und weiter schaffen wird. Das Training im Winter findet allerdings auch heute noch in Glücksburg statt, wenn die Sportfläche an der Comenius-Schule unbespielbar ist. Die dadurch entstehenden Kosten muss der Verein selbst tragen.

Aktuelle Situation:

Die Fußballsparte des Roten Sterns darf den Platz der Comenius-Schule wöchentlich viermal 90 min nutzen. Diese Regelung gilt allerdings nicht in denFerienzeiten, im Spätherbst, im Winter, zum Frühlingsbeginn und bei Regen. Der Rote Stern Flensburg darf die Kabinen, Duschen und Toiletten der Comenius-Schule während der Trainingszeiten nicht in Anspruch nehmen. Diese stehen nur während der Heimspiele zur Verfügung, allerdings kommt es nicht selten vor, dass die Spielerinnen und Spieler sich in der Aula der Schule umziehen müssen, um den Gastteams eine eigene Kabine anbieten zu können.
Die genehmigte Platznutzungszeit für alle Sparten beträgt sechs Stunden. Hinzu kommen drei Stunden auf dem Kunstrasenplatz des TSB am Schützenhof. Der tatsächliche Bedarf des Vereins ist etwa dreimal so hoch und beträgt mindestens 18 Stunden für die drei Rasensportsparten Fußball, Rugby und Ultimate Frisbee.

Außerdem würde der Rote Stern gerne ein Junior*innentraining anbieten, welches aufgrund der fehlenden Infrastruktur bisher nicht möglich ist. Dieses würde ebenfalls einmal pro Woche 60 min benötigen. Die Diskrepanz zwischen tatsächlich genehmigter Platznutzungszeit und dem realen Bedarf ist somit immens hoch.

Im Jahr 2018 suchte zudem eine Maulwurfsfamilie den Rasenplatz der Comenius-Schule heim, sodass der Platz für viele Monate nicht bespielbar war. Das Heimrecht für die Spiele der Fußballer*innen musste abgegeben werden, sodass zusätzliche Kosten durch Fahrten entstanden sind. Ein Training war häufig nicht möglich, da nicht immer alternative Plätze gefunden werden konnten.
Die derzeitige Situation gestaltet sich so, dass die zwei Herrenteams mit 30 bis 40 Leuten auf dem Kunstrasenplatzes des TSB unterkommen. Eine sinnvolle Unterteilung dieser großen Trainingsgruppe ist auf Grund der geringen Platzzeiten nicht möglich. Für die Old Boys und das Frauenteam konnten bisher keine Trainingsmöglichkeiten für den Winter realisiert werden. Die Rugby- und Frisbeesparte trainieren beide auf öffentlichen Grünflächen oder am Strand, da diese bisher keine bzw. zu wenig Platzzeiten bekommen konnten. Auch ihre Situation wird sich im Winter extrem verschlechtern.

Seit Vereinsgründung ist der Rote Stern Flensburg zusätzlich auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für ein Vereinsheim, dieses sollte im besten Falle auch die Dartsparte beherbergen können, da deren aktuelle Räumlichkeiten in naher Zukunft nicht mehr genutzt werden können. Wie sich die Situation der Dartsparte in den kommenden Monaten gestalten wird, ist leider weiterhin vollkommen offen.

Forderungen:

Neben dem aktuellen Sportplatz der Comenius-Schule soll der Neubau der Schule Ramsharde entstehen. Bisher wurde der Rote Stern Flensburg in die Planungsprozesse nicht mit einbezogen. Um den Verein für neue Mitglieder attraktiv zu gestalten und den Trainings-, sowie den Spielbetrieb aller Teams aufrecht erhalten zu können, fordert derVerein:

1) Den Einbezug in die Planungsprozesse der Schule Ramsharde
2) Einen Kunstrasenplatz
3) Eine Flutlichtanlage
4) Den Zugang zu Umkleiden, Duschen und Toiletten auch zu den Trainingszeiten
5) Ein Vereinsheim in Platznähe

Der Rote Stern Flensburg fordert als Mitnutzer der angrenzenden Anlagen eine Einbeziehung in die laufenden Planungsprozesse der Schule Ramsharde. Ein Kunstrasenplatz ist in unseren Augen die einzige Möglichkeit, den hohen Belastungen der vielen Trainingszeiten Stand zu halten. Dadurch wäre das ganze Jahr über ein Trainings- und Spielbetrieb gesichert.
Durch eine Flutlichtanlage wäre es auch im Winter möglich, auf dem eigenen Platz zu trainieren und Trainingsausfahrten nach Glücksburg könnten der Vergangenheit angehören.
Der Zugang zu Umkleiden, Duschen und Toiletten während der Trainingszeiten ist normalerweise eine Selbstverständlichkeit.
Ein Vereinsheim sollte jedem Verein zur Verfügung stehen und auch der Rote Stern Flensburg benötigt ein solches, um das Vereinsleben zu stärken und nicht in fremde Räume in Flensburg ausweichen zu müssen.

Unterstützung für den Roten Stern Flensburg

Die Nordstadt braucht einen integrationsfördernden und strukturstärkenden Verein wie den Roten Stern, welcher für Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem sozialen Status offen steht!
Auch der erste Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) betonte gegenüber der SHZ: „Ein Verein wie der Rote Stern Flensburg, der sich gerade in der aktuellen Situation in Deutschland um die Integration von Flüchtlingen bemüht, hat sportpolitisch eine hohe Strahlkraft“. Eben diese uns so wichtige Integrationsarbeit wird durch fehlende Infrastruktur stark erschwert!

Seit 10 Jahren ist der Rote Stern Flensburg der einzige Verein in der Stadt Flensburg, der für das Fußballtraining keinen festen Trainingsplatz mit Kabinen hat und deshalb auf der ständigen Suche nach Trainingsorten, sowie Zeiten ist.

Durch die steigenden Mitgliederzahlen und das vergrößerte Spartenangebot wird die Gesamtsituation immer schlechter für den Verein. Der Mitgliedsbeitrag des Roten Sterns ist günstig und fair, sodass unabhängig vom Einkommen eine Mitgliedschaft ermöglicht werden kann.
Daher haben wir uns entschlossen, in der Öffentlichkeit nach Unterstützung zu suchen. Der Rote Stern Flensburg möchte nicht nur für die Mitglieder attraktiv bleiben, sondern auch für neue Mitglieder und die Nachbarschaft in der Neustadt ein wichtiger Bezugspunkt bleiben.

Unsere Öffentlichkeitskampagne und die von uns aufgestellten Forderungen kosten nicht nur Arbeit, sondern auch Geld. Dafür benötigen wir finanzielle Unterstützung!

Unterstützen Sie uns:
IBAN DE45 2175 0000 0186 0084 54
BIC NOLADE21NOS
Verwendungszweck: Platzangst

Die Unterstützungsmöglichkeiten für Privatpersonen bestehen in einer Unterschriftenliste, einer Fördermitgliedschaft im Verein, die Teilnahme an der Solipartyreihe, dem Kauf eines Soli-T-Shirts oder dem Besuch von Ligaspielen der Fußballteams. Vereine, Initiativen, Firmen und andere Gruppierungen können ihre Unterstützung mit ihrer Unterschrift zeigen, unser Infomaterial auslegen oder an den Verein spenden.

Mit sportlichen Grüßen

Johannes Wollny
1. Vorsitzender Roter Stern Flensburg e.V.
www.rotersternflensburg.de

Hier gibt es das untenstehende und kürzere Informationsschreiben zum Weitergeben und -senden als Flyer zum Download

 

Sonntagsführung auf der Gottorfer Museumsinsel am 21.10.: „Die Gottorfer Herzöge – Aufstieg und Fall einer Dynastie“ und Führung durch die Fußmann-Ausstellung

Umfangreiches Programm auf der Museumsinsel am 21. Oktober

Aufstieg und Fall einer Dynastie und eine der letzten Führungen durch die Fußmann-Ausstellung: der kommende Sonntag, 21. Oktober, bietet interessante Veranstaltungen auf der Gottorfer Museumsinsel.

Porträt Herzog Adolf von SH Gottorf um 1550 © Landesmuseen Schloss Gottorf

Los geht es am Vormittag um 11 Uhr mit einer wissenschaftlichen Sonntagsführung zum Thema „Die Gottorfer Herzöge  – Aufstieg und Fall einer Dynastie“. Als der dänische König Christian III. 1544 zwei seiner Brüder abfinden musste, hielt er es für eine gute Idee, Schleswig-Holstein unter sich, Adolf und Johann aufzuteilen.  Mit Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf beginnt 1544 die Geschichte des Schlosses als Residenz der Herzöge. Bis 1713 prägen Krieg, Machtkämpfe und Verluste das Bild, aber auch glückliche Zufälle, grandiose Erfolge und ein Sinn für Kunst, Kultur und Fortschritt sind bemerkbar.  Die Führung bringt Licht in die zum Teil verworrene Entwicklung und geht der „Gottorfer Frage“ auf den Grund. Anmeldung ist nicht erforderlich.

Um 14 Uhr startet in der Reithalle eine öffentliche Führung durch Sonderausstellung „Klaus Fußmann. Von Anfang an“. Die Ausstellung endet am 28. Oktober, so dass diese Führung eine der letzten Gelegenheiten ist, sich den Arbeiten unter Anleitung zu nähern. Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf zeigt aus Anlass des 80. Geburtstages von Klaus Fußmann eine umfassende Einzelausstellung in der Reithalle, Anmeldung nicht erforderlich.

Anmeldung für beide Veranstaltungen ist nicht erforderlich. Preis jeweils 2 Euro zuzüglich Eintritt.

Landesmuseen Schleswig-Holstein
Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 |service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

http://www.schloss-gottorf.de/

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