Archiv der Kategorie: Ökologie

Artikel zum Thema Umwelt, regenerative Energien, umweltfreundliche Stadtplanung und nachhaltiges Wirtschaften

** SAVE THE DATE: Zukunft(s)gestalten 2020 vom 14. bis 16. Januar in Flensburg **

Wie können wir gemeinsam eine gute Zukunft für alle gestalten? Wie können Varianten einer Zukunft aussehen, die den sozial-ökologischen Krisen unserer Zeit begegnen?

Über diese Themen möchten wir, die Studierenden des Masters Transformationsstudien der Europa-Universität Flensburg, mit Ihnen und Euch ins Gespräch kommen. Dazu organisieren wir zum zweiten Mal die Konferenz „Zukunft(s)gestalten“, die vom 14. bis 16. Januar 2020 in Flensburg stattfinden wird. Wir laden Sie und Euch schon heute ein, sich den Termin vorzumerken.

Die Konferenz wird von uns Studierenden selbst organisiert und besteht aus unseren Vorträgen und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm, das zum Austausch und Handeln anregen soll.

Das Programm und die Referent*innen werden im Dezember auf unserer Webseite bekanntgegeben, die sich aktuell im Aufbau befindet. Es bleibt also spannend! Anmeldungen sind ab Mitte Dezember möglich und für alle kostenfrei.
Diese Einladung kann gerne an alle Interessierten in sämtlichen Verteilern weitergeleitet werden!

Herzliche transformative Grüße!

Zukunft(s)gestalten 2020 –
Keine Zukunft ist auch keine Lösung
Eine Konferenz des 3. Semesters M.A. Transformationsstudien
Universität Flensburg
Auf dem Campus 1
24943 Flensburg

Foodsharing Frühstück am 24.11.2019 im Kulturhof Flensburg

Sonntag, 24. November 2019 von 9:00 bis 13:00
Kulturhof Flensburg
Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Keine Brötchen zuhause? Keine Lust, alleine zu frühstücken?

Du wolltest schon länger mal wissen, was foodsharing ist, wie wir uns organisieren, was wir so machen, wer wir sind?

Oder hast einfach Lust auf ein gemütliches, ausgedehntes Sonntagsfrühstück?

Dann komm rum! Foodsharing Flensburg lädt ein auf gerettete Brötchen und andere Leckereien. Dafür müsst ihr rein gar nichts mitbringen außer euch selbst.

Falls ihr Lust habt, etwas zum Buffet beizutragen, könnt ihr das aber natürlich gern tun. Das Frühstück wird vegan-freundlich sein.

Wir freuen uns, euch kennenzulernen,

Eure foodsharing-Lebensmittelretter*innen

Aktuelle Termine und weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr auch bei Facebook https://www.facebook.com/Kulturhof.Flensburg/ und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Was ist der Kulturhof Flensburg e. V.?

Gegründet wurde unser Verein am 15.9.16 im Brasseriehof, wo seit Sommer 2015 die ersten Cafés (Familiennetzwerk „Mit uns für Alle“) stattfanden. Seit 28.2.17 ist er offiziell eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Wir fördern laut Satzung die Völkerverständigung und die Flensburger Stadtkultur.

Was machen wir?

Jede/r kann bei uns ein Café ausrichten und seine Kultur vorstellen. In Flensburg gibt es Menschen aus ca. 130 Kulturen, sodass ein buntes Programm möglich ist. Bisher gab es im Brasseriehof-Café u. a. folgende Cafés: iranisch, syrisch-orientalisch, kurdisch, türkisch, mexikanisch, kamerunisch, ghanaisch. Wenn auch DU Deine Kultur in Form von köstlichen Speisen und mehr vorstellen möchtest, bist Du herzlich willkommen.

Neben den Cafés, die meist nachmittags stattfinden, veranstaltet der Verein auch Konzerte, bietet Lesungen, Themenabende mit Diskussionen und Ausstellungen an.

Ein besonderes Anliegen ist uns, für den Einbau eines behindertengerechten WCs zu sammeln. Insbesondere die Spenden aus den Hutkonzerten sind dafür vorgesehen.

Außerdem unterstützen wir das Projekt „Foodsharing“.

Wir freuen uns über neue Mitglieder uns weitere spannende Veranstaltungen im Kulturhof Flensburg! Möchtest Du ab und an einen selbstgebackenen Kuchen spenden? Den Schaukasten monatlich gestalten oder die Räumlichkeiten sauber halten?

Dann schaue einfach mal während der Öffnungszeiten herein.

Kulturhof Flensburg e. V., im Brasseriehof, Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

Flensburg hat wieder eine Linksjugend

Lucian Hummel, Initiator der Solid-Gründung in Flensburg

Am Sonntag trafen sich junge Menschen, die sich für eine linke Politik interessieren und der Partei Die Linke nahe stehen. Sie beschlossen eine neue Basisgruppe der Linksjugend Solid in Flensburg zu gründen. Die Linksjugend Solid ist ein sozialistischer, antifaschistischer, basisdemokratischer und feministischer Jugendverband, der mit Forderungen einer sozial gerechten, friedlichen Welt an die Öffentlichkeit tritt.

In Zukunft will sich die Flensburger Gruppe zwei Mal im Monat treffen, um in lockerer Atmosphäre über linke Jugendpolitik zu sprechen und für die kommenden Monate Aktionen zu planen. Erste Forderungen sind die längst überfällige  Entkriminalisierung von Cannabis und die Erhaltung des Bahnhofswaldes als einen Teil der grünen Lunge der Stadt Flensburg.

Der Flensburger Kreisvorstand der LINKEN begrüßt die Neugründung der Linksjugend Solid in Flensburg. „Die Gründung einer Linksjugend ist ein richtiger Schritt! Besonders freut mich der große Zulauf, widerlegt eben dieser doch die Mär der  unpolitischen Jugend. Als Kreisverband empfinden wir die Gründung als  Stärkung und Signal, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Zusammen mit dem SDS haben wir nun eine breit aufgestellte Jugend – die wir kräftig  unterstützen werden!“ freut sich Vorstandssprecher Luca Grimminger. Zudem hat sich im letzten Monat der Arbeitskreis für Ökologie und Umwelt im Kreisverband der Linken gegründet. Jeder junge Mensch, der sich für Politik interessiert und etwas gegen den zunehmenden Rechtsruck unternehmen möchte, sei herzlich eingeladen mitzumachen.

Das nächste Treffen findet am Mittwoch, den 27.11. um 17 Uhr statt. Treffpunkt ist das Linkenbüro in der Norderstraße 88.

Kontakt über linksjugend@linke-fl.de

Umzug der Flensburger Brauerei an die Westerallee: Kritische Stellungnahme von Cordelia Feuerhake zur Veranstaltung im Rathaus

Zum Ablauf der Bürger*innenversammlung im Rathaus am 13.11. und zur Berichterstattung darüber erreichte uns ein Kommentar von Cordelia Feuerhake. Sie ist unter anderem Mitglied im Flensburger Naturschutzbeirat, der sich nachdrücklich gegen die Planungen an der Westerallee ausgesprochen hatte. Frau Feuerhake begründet untenstehend sehr ausführlich und nachvollziehbar ihre Kritik am Ablauf der Veranstaltung und dem Vorhaben an der Westerallee.

Kommentar

Zur Organisation:

Von 18 Uhr bis ca 19.45 Uhr wurden Vorträge gehalten zum Planungsverlauf – seitens der Politik ( Chronologie der Planung und Öffentlichkeitsbeteiligung , dargestellt vom Vorsitzenden des Supa ), der Verwaltung (dto, insbesondere Verlauf der Alternativen-Prüfung), der Brauerei ( Historie, Produktionsabläufe, Prognose der Bedarfe) – und Vorstellung der Gutachten zum Lärmschutz, zum Verkehr und zum Naturschutz…

Fast 2 Stunden mussten die Anwesenden zuhören. Vieles  hätte kürzer dargestellt werden können u.a. die Gutachten.  Gutachten sind im Planungsprozess vorgeschrieben, sie ergründen die Probleme bei Durchführung des Projekts und bieten Lösungen bzw. Ausgleiche. Selten bis nie wird ein Projekt dadurch verhindert…  (fast) alles kann ausgeglichen werden…

So auch hier:

Bzgl. Verkehr gibt es laut Gutachten gar kein Problem – eine sehr stark befahrene Straße kann noch ein bisschen obendrauf vertragen. Genauso hätte der Gutachter seinen Bericht ausführen können, nämlich mit einem Satz. Dass er ein – akademischer – Fachmann auf seinem Gebiet ist und natürlich die entsprechenden fachspezifischen Methoden anwendet, ist eigentlich klar und muss nicht durch Erläuterung von Messmethoden, Tabellen etc bewiesen werden.

Bzgl. Lärm kann das Problem gelöst werden: Ein Satz hätte genügt: „ Ich habe mich eingearbeitet in die Lärmemissionen einer Brauerei und komme zum Ergebnis, dass der Lärm am Tag durch Lärmschutzwände o.ä. an dieser Stelle auf das gesetzlich erlaubte Maß reduziert werden kann und dass bei Nachtbetrieb – weil dann die gesetzlichen Grenzwerte niedriger liegen – etwas mehr an baulichen Vorkehrungen erfolgen muss z.B. Einhausung. Bzgl. der Fachkenntnis des Gutachters – s.o.

Dto bzgl. Naturschutz – Fauna und Flora…. keine ernsthaften Schädigungen von Tier- und Pflanzenarten..

Diskussionsrunde danach: Mangelhafte Mikrofone, vieles konnte nur schlecht oder gar nicht verstanden werden, die Redenden mussten mehrere Anläufe nehmen, wurden unterbrochen von der Versammlungsleitung – ein unschöner Verlauf….

Und dann zweimal das Glockenschellen mit Durchsage – Ende, Rathausschließung –  was für ein Niveau für eine wichtige Einwohnerversammlung!

Zum Inhalt:

Die Brauerei wächst und braucht absehbar mehr Fläche: Gefordert werden 10 ha. Und die neue Fläche soll  in der Nähe des Altstandorts sein, damit über einen Zeitraum von ca. 10 Jahren beide Standorte benutzt und mit den LKWs gegenseitig angefahren werden können, bis dann – voraussichtlich – ein Gesamtumzug ab 2035 stattfindet.

Sollte man – die Politik – den gewünschten Flächenbedarf  hinterfragen?  Könnte man bei einer anderen räumlichen Organisation weniger Fläche beanspruchen??  Sollte vielleicht auch hinterfragt werden, ob der Wunsch bzw. die Planung angemessen ist, mehr als 10 Jahre lang zwei Standorte logistisch zu bedienen mit Zwischenverkehren, die bei einem Standort wegfallen würden – im Hinblick auf Verkehrsminimierung, Schadstoff-Ausstoß von LKWs, Klimaschutz usw… ?? Der schrittweise Umzug der Brauerei hat betriebswirtschaftliche Gründe – Abschreibung von Investitionen am Altstandort, die eben erst nach 10 bis 12 Jahren erfolgt sein werden. Aber sind die Umwelt-Nachteile  -s.o. Verkehr – nicht viel gewichtiger und sollten von der Stadt d.h. der Politik entsprechend gewertet werden mit der Forderung an die Brauerei, den Umzug in einem Schritt durchzuführen?     Und damit  wären Standortalternativen möglich  auch außerhalb der Stadtgrenzen….

Angedachte Fläche an der Westerallee: Änderung des Landschaftsplans, um ein Teil des Landschaftsschutzgebiets zu Bauland machen zu können

Die Vorstellung der von der Stadtplanung gefundenen Standort-Alternativen innerhalb des Stadtgebiets und der Wertungskriterien für diese ist zu hinterfragen. Es gäbe wahrscheinlich mehr und andere Wertungskriterien, die zu anderen Ergebnissen bzgl. des Standorts geführt hätten.  Schon bei der Standort-Suche und den Kriterien für eine Bewertung der möglichen Flächen hätte die Öffentlichkeit eingebunden werden können, was möglicherweise weitere und ganz andere Erkenntnisse erbracht hätte…

Die vorgesehene Fläche an der Westerallee ist Landschaftsschutzgebiet und teilweise Kleingartenfläche, sie gehört der Stadt.  Leider ist sie damit die allereinfachste Verfügungsfläche. Aber können wir – die Politik – es verantworten beim jetzigen  Erkenntnis-Stand zur Klimaproblematik – übrigens Thema im gleichen Raum am Abend vorher , vorbildliches Flensburg mit seinem Klimapakt … – , weiterhin bei entsprechender Nachfrage eines Investors die noch vorhandenen Grün- und Freiflächen in der Stadt, viele aus gutem Grund mit einem Schutzstatus versehen, einfach so aufzugeben, den Schutzstatus aufzuheben – was ist der dann eigentlich wert ?? – die Kleingärtner zu vergraulen nach dem Motto, es gäbe in allen Kolonien einen gewissen Leerstand, also bitte umziehen und konzentrieren, bis die nächste „Verfügungsfläche Kleingarten“ dran kommt??  Frischluftschneisen u.ä. kann man ja bei dieser Denkweise auf wenige  Meter  Breite verkleinern und praktischerweise neben die B200 legen, wo sowieso im Abstandsstreifen nicht gebaut werden kann.

Vorschlag: Der Klimapakt der Stadt Flensburg, e.v., bekommt  ein sinnvolles neues Projekt, nämlich die Kleingartennutzung zu fördern und zu bewerben mit naturnah bewirtschafteten Parzellen! Würde allerdings die Verfügbarkeit für neue Bauflächen reduzieren…. aber klimanützlich wäre es auf jeden Fall!

Der Naturschutzbeirat wurde von einem Zuhörer erwähnt, dieser habe sich gegen die Planung ausgesprochen.  Das ist richtig – ich bin Mitglied im Naturschutzbeirat – , es nützt nur leider in der Regel gar nichts. Die Politik lässt sich davon nicht beirren, und der Beirat hat reine Beratungsfunktion. Die drei hauptberuflichen Naturschutzfachleute der unteren Naturschutzbehörde im Rathaus sind auch im Beirat. Diese Fachleute haben sich ebenfalls gegen die Planung ausgesprochen. Die Leitung dieser unteren Naturschutzbehörde hat gemäß Kommunalrecht der / die OberbürgermeisterIn. Und sie hat gegen den fachlichen Rat ihrer Mitarbeiter für die Planung votiert – als Chefin der unteren Naturschutzbehörde – natürlich in Abwägung vieler Aspekte, nicht nur der naturschutzbezogenen…

Zum Verkehrsgutachten wird angemerkt: Der ermittelte geringe Anteil von ca 5%  LKW am Gesamtverkehr auf der Hauptverkehrsachse B199  würde geringfügig und damit vernachlässigbar durch 17 weitere LKW pro Stunde erhöht. Bei dieser Zählung und Einschätzung werden LKW mit PKW eins zu eins gleichgesetzt. Die Belastung durch Lärm, Straßenverschleiß, Menge an Abgasen und Platzbedarf auf der Fahrbahn ist aber um ein Vielfaches höher als beim PKW. Das hätte korrekterweise eingerechnet werden müssen und würde zu einem viel höheren Prozentsatz an Belastungs-Anteil durch die LKWs führen!

Zur konkreten Planung der Gebäude wird angemerkt: 35 m Höhe für das Hochregal-Lager – ist das mal visualisiert worden? Sämtliche Maßstäbe für die Gegend würden gesprengt werden, die Halle, falls sie so gebaut würde,  wahrscheinlich als „neues Wahrzeichen „ Flensburgs alles andere optisch überragen  und auf der gesamten westlichen Stadtseite von weitem gesehen werden ….

Und überhaupt:

Die PolitikerInnen, die den Standort Westerallee mitentschieden haben, hätten vor dem versammelten Publikum stehen müssen, statt die Verteidigung der Planung der Verwaltung zu überlassen. Auch wenn es bzgl. der Entscheidungsverläufe bestimmt Querverbindungen gibt – trotzdem ist die Politik zuständig für alle Beschlüsse. Die Politik kann diese Planung stoppen oder weiterlaufen lassen. Die Politik entscheidet, ob die Flensburger Klimaziele konkrete Konsequenzen vor Ort haben, ob Naturschutz und Reduzierung von Verkehrsbelastung im konkreten Fall  Priorität haben, ob überhaupt Maßstäbe gewahrt werden – oder nicht…. Plastikhüllen  und Einwegbecher vermeiden und Lastenfahrräder anschaffen –das ist zu einfach!

Und zum Abschluss:

Der Versammlungsleiter Axel Kohrt wies am Ende zur Beruhigung der Gemüter darauf hin, dass ja überhaupt erst einmal ein Aufstellungsbeschluss gefasst worden sei und damit sei ja noch gar nichts entschieden.  Damit widerspricht er sich selbst. Ich zitiere: Axel Kohrt : „Es liegt in der Natur der Sache, dass es nicht mehr so grün sein wird wie vorher. Das haben wir aber schon beim Aufstellungsbeschluss gewußt.“ Artikel in der Flensborg Avis 1.11.2019 Überschrift „Kleingartenanlage wird Wohnquartier“

Cordelia Feuerhake           15.11.2019

Siehe dazu auch den AKOPOL-Beitrag vom 16.11.2019: Umzug Flensburger Brauerei: Turbulente Bürger*innenversammlung in der Bürgerhalle des Rathauses
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/11/16/umzug-flensburger-brauerei-turbulente-buergerinnenversammlung-in-der-buergerhalle-des-rathauses-2/

 

Umzug Flensburger Brauerei: Turbulente Bürger*innenversammlung in der Bürgerhalle des Rathauses

Mögliche Alternativflächen am Flughafen Schäferhaus

Für den 13.11. hatte die Stadt Flensburg zum Thema „Gewerbeentwicklung an der Westerallee“ zu einer Bürger*innenversammlung in die Bürgerhalle des Rathauses eingeladen. Tatsächlich ging es bei dem eher unscheinbaren Thema um die Verlagerung von wichtigen Betriebsteilen der Flensburger Brauerei an die Westerallee. Die will angesichts wachsender Produktionszahlen und Platzmangel an ihrem alten Standort, an der Westerallee auf einem noch in städtischem Besitz befindlichen Gelände ihr neues Logistik- und Abfüllzentrum bauen.

Geltungsbereich Bebauungsplan

Vorab hatte die Ratsversammlung Anfang November die entscheidenden Weichen für das Bauprojekt gestellt. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde mit Ratsbeschluss am 7. November auf einen erweiterten Geltungsbereich umgestellt, gleichzeitig wurde die Änderung von Landschaftsplan und Flächennutzungsplan auf den Bereich nördlich des Wittenberger Wegs beschränkt. Für das im Vorjahr begonnene Bauleitplanverfahren sollte nun auf der Bürger*innenversammlung unter Leitung des SUPA-Vorsitzenden Axel Kohrt der aktuelle Sachstand vorgestellt werden. Dazu gehörten die derzeit vorliegenden Ergebnisse verschiedener fachlicher Untersuchungen zu den Themen Verkehr/Schall oder Umwelt-/Artenschutz sowie ein erster Entwurf für einen Bebauungsplan. Allen Anwesenden sollte zugleich Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben werden. (Nähere Infos zum Projekt an der Westerallee auch online in der „Gläsernen Akte“)

Rund 200 Interessierte, vornehmlich aus dem Stadteil Westliche Höhe, folgten dann am Mittwochabend der Einladung. Und die machten sehr schnell ihrem Unmut über die Pläne und den Umgang der Stadt mit den Bürger*innen lautstark deutlich. Stein des Anstoßes war dabei auch der angedachte Bau eines knapp 35 Meter hohen Hochregallagers und die möglichen Auswirkungen durch den erhöhten LKW-Verkehr im Stadtteil Westliche Höhe. Besonders kritisert wurde, dass damit auch die Luftqualität leiden würde. Viel entscheidender war aber, dass Teilnehmer darauf hinwiesen, dass es geeignete Ausweichflächen in der Nähe des Flensburger Flugplatzes Schäferhaus gäbe. Die waren sogar schon mal in einer Vorauswahl, befinden sich jedoch in Privatbesitz und gehören Bauer Bernd Andresen. Der war ebenso auf der Versammlung und betonte, dass er weiterhin verkaufswillig sei, jedoch sei ihm in Vorverhandlungen mit der Stadt ein derartig niedriger Preis für sein Land angeboten worden, den er nicht akzeptieren konnte und mochte. Schlussendlich bot die Stadt der Brauerei das Gelände an der Westerallee an, auf dem sich früher auch einmal Kleingärten befanden.

Dass trotz anderweitig verfügbarer Flächen die Brauerei zum Günstigpreis ein in städtischem Besitz befindliches Gelände erhalten soll, ist dabei nicht nachvollziehbar.  Es ist ebenso unverständlich, warum an der Westerallee angesichts drängender Wohnungsnot keine Wohnungen entstehen sollen, sondern der Brauerei für ihr Vorhaben der Vorzug gegeben werden soll.

Für die Versammlung in der Bürgerhalle war somit viel Klärungs- und Informatiosbedarf vorhanden. Die Diskussion wurde jedoch sehr schnell immer hitziger und die Veranstaltung stand kurz vor dem Abbruch. Dies lag vor allem auch daran, dass Axel Kohrt, Flensburger SPD-Ratsherr und Vorsitzender des Umwelt- und Planungsausschusses mit der Leitung und Moderation völlig überfordert war. Sein autoritäres Bemühen angesichts der überaus scharfen Kritk der Bürger*innen die Kontrolle über den Ablauf der Versammlung zu behalten, sorgten für großen Unmut und Protest bei den Anwesenden. Zudem verhedderten er und die Verwaltung sich in widersprüchlichen Aussagen zum  Stand des Projekts.

Schlußendlich gab es Zusicherungen der Verwaltung, die Kritik der Versammlungsteilnehmer*innen bei den weiteren Projekt-Planungen zu berücksichtigen. Richtig beruhigen konnte das die Gemüter aber offenbar nicht. Und ebenso wurde deutlich, dass es zukünftig bei solchen Veranstaltungen umso notwendiger ist, die Leitung und Moderation in geeignetere Hände zu legen.

Berichtigung: In einer ersten Version des obigen Beitrages hieß es, dass Oberbürgermeisterin Simone Lange an der Veranstaltung teilgenommen habe. Das ist nicht richtig. Frau Lange möchte jedoch, wie auch dem untenstehenden shz-Artikel von Julian Heldt zu entnehmen ist, hinsichtlich eines Verkaufs der oben erwähnten Flächen am Flugplatz Schäferhaus noch einmal das Gespräch mit Bauer Andresen suchen.

Siehe dazu auch den Beitrag vom 16.11.2019:
Umzug der Flensburger Brauerei an die Westerallee: Kritische Stellungnahme von Cordelia Feuerhake zur Veranstaltung im Rathaus
Zum Ablauf der Bürger*innenversammlung im Rathaus am 13.11. und zur Berichterstattung darüber erreichte uns ein Kommentar von Cordelia Feuerhake. Sie ist unter anderem Mitglied im Flensburger Naturschutzbeirat, der sich nachdrücklich gegen die Planungen an der Westerallee ausgesprochen hatte. Frau Feuerhake begründet sehr ausführlich und nachvollziehbar ihre Kritik am Ablauf der Veranstaltung und dem Vorhaben an der Westerallee.
Weiterlesen unter https://akopol.wordpress.com/2019/11/16/umzug-der-flensburger-brauerei-an-die-westerallee-kritische-stellungnahme-von-cordelia-feuerhake-zur-veranstaltung-im-rathaus/

Mehr zum Ablauf der turbulenten Bürgerversammlung ebenso in einem Beitrag von Julian Heldt vom 15.11.2019 im Flensburger Tageblatt:

Brauerei-Umzug

Und am 14.11.2019 auf shz-Online:

Umzug der Flensburger Brauerei : Eine emotional aufgeladene Bürgerversammlung und eine Überraschung

Die Bürgerversammlung war geprägt von gegenseitigen Beschimpfungen und viel Polemik, brachte jedoch neue Erkenntnisse

unter : https://www.shz.de/26346712 ©2019

 

Filmreihe Zukunft(s)gestalten: „Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ am 20.11.2019 um 19 Uhr Volksbad Flensburg – Eintritt frei

November-Schwerpunkt ‚Unverfügbarkeit‘

Die Filmreihe „Zukunft(s)gestalten – Filme zum gesellschaftlichen Wandel“ knüpft im November an die Veranstaltungsreihe ‚Eine Uni – Ein Buch‘ an und setzt sich filmisch mit dem Thema ‚Unverfügbarkeit‘ auseinander. Dabei setzen sie zwei unterschiedliche Schwerpunkte: Im ersten Film geht es um den Verlust von Zeit durch soziale Beschleunigung. In der darauffolgenden Woche beschäftigen wir uns mit einer Genschere, die ein Kontrolle der grundsätzlichen Bausteine des Lebens ermöglicht.

20.11. (Mittwoch) — SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit — Deutsch, Dokumentation

28.11. (Donnerstag) — Human Nature: Die CRISPR Revolution — OmU, Dokumentation

Einlass je ab 19:00, Beginn 19:30

Im Volksbad Flensburg (Schiffbrücke 67)

Wir möchten mit der Filmreihe dazu beitragen, dass Menschen die diversen, miteinander verflochtenen Krisen der Gegenwart besser verstehen lernen. Viele fühlen sich ihnen gegenüber ohnmächtig. Zu komplex, so scheint es, sind die Probleme. Es fehlt an Mut, Ideen und Visionen für eine bessere Zukunft. Wir möchten Mut machen, zeigen, dass es auch anders geht. In unseren Filmen zeigen wir inspirierende Persönlichkeiten: Menschen die alles anders machen, die zeigen, dass eine andere Welt nicht nur nötig, sondern auch möglich ist.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Marie, Rebekka & Bendix (M.A. Transformationsstudien), in Kooperation mit: Transformatives Denk- und Machwerk, mit freundlicher Unterstützung vom AStA.
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SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Wir sparen ständig Zeit. Trotzdem haben wir am Ende immer weniger davon. Im Takt der elektronischen Kommunikationsmittel hetzen wir von einem Termin zum anderen. Doch für die wirklich wichtigen Dinge, wie Freunde und Familie scheint die Zeit nicht mehr zu reichen. Und das obwohl wir mit all den neuen Technologien und Effizientmodellen doch mühsam Zeit eingespart haben. Warum ist das so? Wer oder was treibt diese Beschleunigung an? Ist sie ein gesellschaftliches Phänomen oder liegt alles nur am mangelhaften Zeitmanagement des Einzelnen? Und sind Alternativen möglich?

Filmtrailer:

Human Nature: Die CRISPR Revolution

Extrahiert aus bakteriellen Immunsystemen ermöglicht die Genschere CRISPR-CAS9 eine nie dagewesene Kontrolle über die grundsätzlichsten Bausteine des Lebens. So öffnen sich Wege, um Krankheiten zu heilen, die gesamte Biosphäre umzugestalten und letztlich auch unsere eigenen Kinder zu designen. Die Setzung ethischer Grenzen hinkt diesem rasanten Fortschritt hinterher. Was sind die Implikationen einer solchen Technologie? Wie wird diese neue Macht die menschliche Beziehung zur Natur verändern? Was bedeutet das für die menschliche Evolution? Und wie weit darf Forschung überhaupt gehen?

Dazu auch eine ausgezeichnete Film-Rezension in der Wochenzeitung DIE ZEIT:
„Human Nature“: Crispr verstehen, bevor es zu spät ist
Ein Dokumentarfilm handelt vom neuen Lieblingstool der Gentechniker: Crispr. Nerdig? Schon. Aber jeder sollte „Human Nature“ sehen. Es geht um die Zukunft der Menschheit.
Eine Rezension von Alina Schadwinkel 7. November 2019 unter:
https://www.zeit.de/kultur/film/2019-10/human-nature-crispr-revolution-gentechnik-film

 

Neugründung der Linksjugend [’solid] Flensburg am 17.11.2019 um 14 Uhr im Linkenbüro in der Norderstraße

Am Sonntag, den 17 November gründet sich die Linksjugend [’solid] Flensburgs neu. Das Ganze findet im Parteibüro der LINKEN Flensburg statt, in der Norderstrasse 88.
Eingeladen dazu ist jede*r, welche*r sich der Flensburger Jugend zugehörig fühlt. Bei dem Treffen werden vor allem über die Themen der Neugründung und worauf wir uns fokussieren und wie wir uns aufstellen sollten, geredet. Es wird aber auch von möglichen Aktionen und eben über breitgefächerte Themen des linken Spektrums handeln.

Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen!

Würden Sie Ihren Kühlschrank über 3 Monaten offen stehen lassen…?! – Klimaschützer kritisieren Eisbahn an der Flensburger Hafenspitze

In einem Leserbrief kritisiert Ralf Detlev Strobach im Namen der Aktionsgruppe KLIMA Flensburg den Aufbau der Eisbahn an der Hafenspitze. Hintergrund sind zwei Beiträge im Flensburger Tageblatt „Klimamotor vor dem Kollaps“ vom 8.11.19, Rubrik Politik, Seite 2 und „Flensburg wagt sich aufs Eis“ vom 9.11.19, Seite 7

Würden Sie Ihren Kühlschrank über 3 Monaten offen stehen lassen…?!                                            – Nein, denn das verbraucht unnötig Energie und ist teuer!

Natürlich ist Eislaufen etwas Schönes, das in die kalte Jahreszeit passt und sicherlich ein gewisser Magnet für Flensburg  sein wird.   Aber wir können doch nicht allen Ernstes erst das Klima vor die Wand fahren mit dem sichtbaren Effekt, dass kaum noch ein Winter lang und kalt genug ist, um Eisbildung  – und damit Eislaufen – auf natürlichen Gewässern zu ermöglichen – s. hierzu Artikel „Klimamotor vor dem Kollaps“ vom letzten Freitag –  und dann diesen Effekt auch noch dadurch beschleunigen, dass wir derartige EISBAHN-KLIMAKILLER  installieren und die Politik dazu auch noch laut Hurra schreit.

Der Dezernent ist begeistert von der weihnachtlichen Stimmung – Anfang November! – und relativiert Umweltbedenken mit modernster Technik und Öko-Strom.  Von „isolierten Kälteleitungen“ ist die Rede. Frage an den Dezernenten: Klima-Hausaufgaben bei der Wärme-Sanierung der öffentlichen Gebäude in der Stadt überall gemacht und alles gut isoliert…?!   Ja, auf „zertifizierten Ökostrom“ wird hingewiesen… – Haben wir den alle schon in unseren Haushalten?! Öko-Strom macht zur Zeit – leider! – nur einen Teil am bundesdeutschen Strom-Mix aus…, und so steht der hier verbrauchte Öko-Strom eben anderswo nicht zur Verfügung und muss als konventioneller Kraftwerkstrom zugekauft werden. Nein, die Eisbahn und das drohende Bahnhofshotel mit der befürchteten Abholzung des Bahnhofwäldchens sind die falschen Signale in dieser Zeit, in der der „Klimamotor vor dem Kollaps“ steht! In dieser Zeit sind wir tatsächlich alle nach Rücksicht, Weniger, Kleiner, Langsamer, Bescheidener und Lokaler gefragt. Dafür gibt es unendlich viel zu retten an Artenvielfalt, Schutz der Wälder und Ozeane und der Lebensgrundlage der Menschen im globalen Süden… nein,letztlich der gesamten Menschheit… !

Ach ja, die Eisbahn… Ich bin dafür , dass sie gebaut, betrieben und mit Strom versorgt wird. Aber erst als Belohnung für uns alle, wenn wir mit einer großen gemeinsamen Kraftanstrengung das 1,5 Grad-Klima-Ziel von Paris erreicht haben.

Ralf-Detlev Strobach für die
Aktionsgruppe KLIMA Flensburg – A K F
Friedrichshöh 11
24939 Flensburg

Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice, Schutz und Ordnung am 13.11.2019 im Europa-Raum des Rathauses

Stadt Flensburg                                                                                           Flensburg, 01.11.2019
Der Vorsitzende des Ausschusses für
Bürgerservice, Schutz und Ordnung

Bekanntmachung
zur 10. Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice, Schutz und Ordnung
am Mittwoch, 13.11.2019, 16:00 Uhr,
Rathaus, Europa-Raum (E 67)

Die unter „B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil“ aufgeführten Tagesordnungspunkte werden nach Maßgabe der Beschlussfassung des Ausschusses für Bürgerservice, Schutz und Ordnung voraussichtlich nichtöffentlich beraten.

Tagesordnung
A. Voraussichtlich öffentlicher Teil

1. Bestätigung der Tagesordnung

2. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse der letzten Sitzung

3. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 9. Sitzung vom 02.10.2019

4. Über- außerplanmäßige Erträge/ Aufwendungen

5. Silvesterfeuerwerk Antrag der SPD Fraktion ASO-20/2019

6. Fahrzeugersatzbeschaffungskonzept Feuerwehr und Katastrophenschutz der Stadt Flensburg 2020 – 2032 FA-101/2019

7. Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Weiche FA-82/2019

8. Vorgriffsbesetzung zum Stellenplan Nachtrag 2020 Hier: Produkt 313901 „Asylbewerberleistungen“ Planstelle 01287 FA-100/2019

9. MV: Öffentliche Toiletten in Flensburg/ Sachstand ASO-19/2019

10. MV: Haushalt/ Teritialbericht zum 31.08.2019 des Fachbereiches Einwohnerservice, Schutz und Ordnung ASO-22/2019

11. Mitteilungen aus dem Fachbereich Einwohnerservice, Schutz und Ordnung
11.1 Bericht zur aufsuchenden Jugendsozialarbeit

12. Anfragen an den Fachbereich Einwohnerservice, Schutz und Ordnung

13. Beschlusskontrolle

B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil

14. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 9. Sitzung vom 02.10.2019

15. Mitteilungen aus dem Fachbereich Einwohnerservice, Schutz und Ordnung

16. Anfragen an den Fachbereich Einwohnerservice, Schutz und Ordnung

17. Beschlusskontrolle

Für die Richtigkeit:
Frank Hamann, Vorsitzender
Gesa Lamp, Geschäftsführung

Alle Unterlagen und die Beschlussvorlagen zur Sitzung gibt es hier: https://ratsinfo.flensburg.de/tops/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZSsQWG1ub11C6e0WtQhr5XM

 

Dritte Beweidungsaktion im Jahr 2019

Ab Samstag, den 09.11., weiden wieder Schafe im Naturschutzgebiet Twedter Feld

Hunde dürfen im Naturschutzgebiet nur angeleint mitgeführt werden

Flensburg. Ab dem 09.11.2019 beweidet wieder eine Herde aus ca. 600 Schafen (Heidschnucken) und Ziegen die ökologisch hochwertigen Offenlandbereiche im Flensburger Naturschutzgebiet Twedter Feld. Die in der Nähe der Osterallee vorkommenden Trocken- und Magerrasenbiotope sowie Heidebestände mit vielen Rote-Liste-Arten sind selten, licht- und wärmebedürftig sowie auf Nährstoffarmut angewiesen. Die Maßnahmen im Naturschutzgebiet werden vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung finanziert.
Durch die bereits im 11. Jahr stattfindende Beweidungsaktion werden diese Biotope von Gehölzen freigehalten und dadurch in ihrem Bestand gesichert. Dies geschieht dreimal im Jahr. Die Schäferin Angela Dornis kommt mit ihrer Herde und den altdeutschen Hütehunden jeweils für etwa eine Woche in das Flensburger Naturschutzgebiet. Die Wanderschafherde im Twedter Feld ist ein lohnendes Ausflugsziel gerade mit Kindern und bietet schöne Fotomotive.
Für einen unbeschwerten Ausflug zu den Schafen im Naturschutzgebiet Twedter Feld weist die Stadtverwaltung vorsorglich darauf hin, dass die Schafe sich von anderen Hunden schnell bedroht fühlen und die Hütehunde aggressiv auf andere Hunde reagieren können.
Hunde dürfen – auch deshalb – im Naturschutzgebiet nur angeleint mitgeführt und das Gebiet nur auf den offiziellen Wegen betreten werden. Die Wege im westlichen Teil sollten während der Beweidungsphase möglichst nur ohne Hund betreten werden. Wer dennoch mit seinem vierbeinigen Freund die Herde ansehen möchte, sollte ausreichend Abstand zur Herde halten.
Zur weiteren Unterstützung der natürlichen Entwicklung des Naturschutzgebietes werden 2019 wieder schwerpunktmäßig Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen in den genannten Biotopflächen umgesetzt. Daneben ist die zum Erhalt der heimischen Pflanzenvielfalt erforderliche Reduzierung von nicht heimischen und standortfremden Pflanzen – so genannten Neophyten – Ziel. Diese Pflanzen wandern leider oft durch illegale Entsorgung von Gartenabfällen in das Schutzgebiet ein und verdrängen die heimischen Arten. Daher bittet die Stadtverwaltung nachdrücklich darum, keinerlei Pflanzen, Gartenabfälle oder sonstige Stoffe in das Schutzgebiet einzubringen!
Die Beweidungsaktion ist für ca. eine Woche vorgesehen.

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