Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Artikel zum Thema Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsförderung und Unternehmen. Strukturdaten, Zahlen und Fakten zur regionalen Wirtschaft, Wirtschaftsentwicklung und -struktur

Bürgerversammlung zur Wohngebietsentwicklung an der Osterallee am 25.09.2018 im Technischen Rathaus

Neubau von bis zu 110 Wohnungen geplant

Flensburg. Die Stadt Flensburg lädt zur öffentlichen Bürgerinformation am Dienstag, 25. September um 18 Uhr im Technischen Rathaus, Schützenkuhle 26, Paul-Ziegler-Zimmer ein. Der Eingang (barrierefrei) erfolgt vom Hof aus, in dem einige Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Pläne können bereits ab 17.30 Uhr eingesehen werden.

Für das Gebiet zwischen dem Autohaus und der in Bau befindlichen Wohnbebauung an der Osterlücke ist eine weitere Wohnentwicklung vorgesehen, für die ein Bebauungsplan aufgestellt wird. Der Planbereich umfasst vor allem ein unbebautes Grundstück, bezieht auf der gleichen Straßenseite aber auch bestehende Wohnbebauung, Gewerbebauten und die Tankstelle ein. Vorgesehen sind bis zu 110 Wohnungen, von denen etwa die Hälfte als öffentlich geförderter Wohnraum angeboten werden soll. Die Planungsüberlegungen umfassen auch eine Kinderbetreuungseinrichtung und ein Angebot für Wohngruppen.

Vorgestellt und diskutiert werden sollen die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung und sich wesentlich unterscheidende Lösungen. Allen Anwesenden wird Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben.

Die Leitung der Bürgerversammlung erfolgt durch Herrn Ron Jeromin vom Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung.

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Bundesarbeitsminister kündigt Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze für 2019 an

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet sollen die monatlichen Zahlungen für den Lebensunterhalt von Hartz-IV-Empfängern zum Jahresanfang 2019 um acht Euro auf 424 Euro für alleinstehende Erwachsene erhöht werden.

Regelbedarfe für das Jahr 2019 / Anhebung des Regelsatzes um 2,02 Prozent
Laut Aussagen des Arbeitsministers Hubertus Heil, sollen die RB’s nächstes Jahr wie folgt erhöht werden:

RB 1 auf 424 EUR von 416 EUR
RB 2 auf 382 EUR von 374 EUR
RB 3 auf 339 EUR von 332 EUR
RB 4 auf 322 EUR von 316 EUR
RB 5 auf 302 EUR von 296 EUR
RB 6 auf 245 EUR von 240 EUR

Derzeit handelt es sich bei der ALG II – Erhöhung um einen Vorschlag des Bundesarbeitsministeriums. Das Bundeskabinett wird diese Woche darüber entscheiden, eine Zustimmung gilt als sicher.

Laut Anlage zu § 28 SGB XII gelten die vorgenannten Regelbedarfe für folgende Personen:
Regelbedarfsstufe 1:
Für eine erwachsene leistungsberechtigte Person, die als alleinstehende oder alleinerziehende Person einen eigenen Haushalt führt; dies gilt auch dann, wenn in diesem Haushalt eine oder mehrere weitere erwachsene Personen leben, die der Regelbedarfsstufe 3 zuzuordnen sind.
Regelbedarfsstufe 2:
Für jeweils zwei erwachsene Leistungsberechtigte, die als Ehegatten, Lebenspartner oder in eheähnlicher oder lebenspartnerschaftsähnlicher Gemeinschaft einen gemeinsamen Haushalt führen.
Regelbedarfsstufe 3:
Für eine erwachsene leistungsberechtigte Person, die weder einen eigenen Haushalt führt, noch als Ehegatte, Lebenspartner oder in eheähnlicher oder lebenspartnerschaftsähnlicher Gemeinschaft einen gemeinsamen Haushalt führt.
Regelbedarfsstufe 4:
Für eine leistungsberechtigte Jugendliche oder einen leistungsberechtigten Jugendlichen vom Beginn des 15. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.
Regelbedarfsstufe 5:
Für ein leistungsberechtigtes Kind vom Beginn des 7. bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres.
Regelbedarfsstufe 6:
Für ein leistungsberechtigtes Kind bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres.
Seit Anfang 2017 erhalten nicht-erwerbsfähige oder behinderte erwachsene Sozialhilfeempfänger 100 statt 80 Prozent der Grundsicherung. Wenn sie zum Beispiel bei den Eltern oder in einer WG leben, gehören sie zur Regelbedarfsstufe 1.

Mehr zu geplanten Hart IV-Erhöhung: Heil – Hartz-IV-Monatszahlung steigt 2019 auf 424 Euro unter: https://de.reuters.com/article/deutschland-arbeit-heil-idDEKCN1LR1I7

Sanierungstreff Duburg am 19.09.2018 im Technischen Rathaus II in Flensburg

Flensburg. Der städtische Sanierungsträger IHR San lädt alle Interessierten zum Sanierungstreff Duburg am Mittwoch, 19. September um 19 Uhr ins Paul-Ziegler-Zimmer des Technischen Rathauses II, Schützenkuhle 26 ein.

Altbaubestand in der Burgstraße im Sanierungsgebiet Duburg  Foto: Jörg Pepmeyer

Auf der Agenda stehen die Ermittlung von Anfangs- und Endwerten für Grundstücke im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet durch den unabhängigen Gutachterausschuss sowie der weitere Ablauf der Sanierung.

Besucher haben die Möglichkeit, mit Kommunalpolitikerinnen und -politikern, Mitgliedern des Sanierungsbeirates sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Technischen Rathauses und des Sanierungsträgers über die genannten Themenbereiche, aber auch über andere Fragen der Stadterneuerung zu sprechen.

Hier der Veranstaltungsflyer:

„System Error – Wie endet der Kapitalismus?“ Filmvorführung und Filmgespräch am 13.09.2018 im Kino 51 Stufen in Flensburg

Filmscreening und anschließend Filmgespräch mit Regisseur Florian Opitz

Donnerstag, 13. September 15:00 – 17:00
51 Stufen Kino – Im Deutschen Haus
Friedrich-Ebert-Str. 7, 24937 Flensburg

System Error – Wie endet der Kapitalismus? Der neue Dokumentarfilm von Grimme-Preisträger Florian Opitz wird in Kooperation mit der Europa Universität Flensburg und dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. – BEI am 13.9. noch einmal um 15 Uhr im 51 Stufen Kino – Im Deutschen Haus gezeigt.

Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Regisseur Florian Opitz statt.In seinem neuen Dokumentarfilm SYSTEM ERROR macht sich der zweifache Grimme Preis-Träger Florian Opitz (SPEED, DER GROSSE AUSVERKAUF) auf die Suche nach einer Erklärung für einen der großen Widersprüche unserer Zeit: Warum sind wir so besessen vom Wirtschaftswachstum, obwohl wir wissen, dass es uns am Ende schadet?

SYSTEM ERROR beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen – einem System, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab – so wie es Karl Marx schon vor 150 Jahren prophezeit hat. Die Frage ist: Sind wir tatsächlich bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

TRAILER zum Film:
https://www.youtube.com/watch?v=_SbJOHvlXLY

Infos zu aktuellen Spielzeiten und Events auch auf der Facebookseite von System Error sowie auf der Website: http://www.systemerror-film.de

Frisches vom Feld: Tag der Landwirtschaft am 09.09.2018 im Freilichtmuseum Molfsee

Sonntag 9. September 2018: Programm zum Thema Ernte und Obstverarbeitung

Freilichtmuseum Molfsee: Meierei unter Dampf

Im Freilichtmuseum Molfsee werden am kommenden Sonntag, 9. September, die Kartoffeln aus der Erde geholt: Für kleines Geld können Beutel erworben und die Erdäpfel direkt vom Feld gesammelt werden – nur eine von vielen Aktionen am „Tag der Landwirtschaft“ im Freilichtmuseum. Das Museum hat von 9 bis 18 Uhr geöffnet, letzter Einlass um 17 Uhr.

Beim Schaumosten erleben Besucherinnen und Besucher live mit, wie aus den Museumsäpfeln frischer Most und Saft hergestellt wird. Der wird direkt verköstigt und verkauft. Im Haus aus Großharrie gibt es frische Eier und der Geflügelzüchterverband informiert rund um das liebe Federvieh.

Die frisch geernteten Feldfrüchte sehen aber nicht nur lecker aus. Sie schmecken auch. Das stellt Emily Meining vom Meiereicafé Emil und Lies’chen unter Beweis. Bei ihr gibt es neben selbst gebackenen Torten, Kuchen und Käsestullen auch Pellkartoffeln mit Quark. Außerdem können die Gäste bei Rübenmus und Grillwurst sowie Pulled Pork direkt aus dem Smoker auf dem Gelände kräftig zuschlagen.

Auch das Rumflachsen soll an diesem Tag nicht zu kurz kommen. Zum Thema Flachs singt und erzählt Jan Graf. Er zeigt alte Techniken zur Verarbeitung und erklärt, warum man sich eigentlich „verhaspelt“. Zu sehen ist das Ganze jeweils um 13 und 15 Uhr.

Von 13 bis 15 Uhr wird an der Meierei gebuttert und auch der Kessel wird ab 11 Uhr bei „Meierei unter Dampf“ angeheizt. Um 14 Uhr haben Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, bei einer Führung die vielfältigen Gartenlandschaften des Museums kennenzulernen. Treffpunkt ist am Torhaus.

Freilichtmuseum Molfsee
Hamburger Landstraße 97
24113 Molfsee

https://freilichtmuseum-sh.de/

Stadtverwaltug Flensburg: Henning Dunken neuer Leiter des Fachbereichs Finanzen

Flensburg. Die Stadt Flensburg freut sich, dass Henning Dunken vor rund einem Monat die Leitung des städtischen Fachbereichs Finanzen übernommen hat. Der aus Braunschweig stammende Diplom-Kaufmann konnte sich am Ende eines eintägigen Auswahlverfahrens gegen zwei seiner Mitbewerber durchsetzen.

Zahlreiche Qualifikationen und Erfahrungen im Bereich Finanzen hatte der 49-jährige Dunken bereits während seines gesamten beruflichen Werdegangs erworben.
Nach seiner Ausbildung zum Steuerfachgehilfen, absolvierte Dunken ein wirtschaftswissenschaftliches Studium an der Universität Göttingen. Im Anschluss folgte der Umzug zu seiner Familie nach Flensburg. Hier war Dunken übergangsweise als Prüfungsassistent in einer Flensburger Wirtschaftsprüfungskanzlei angestellt.
Im Bereich Finanzen der Flensburger Stadtverwaltung ist Dunken kein unbeschriebenes Blatt. Eingestiegen war der seit Jahren geschätzte Kollege und Mitarbeiter bereits im Jahre 2000. Als Diplom-Betriebswirt baute er hier später das städtische Beteiligungscontrolling auf, welches er bis zum Schluss leitete.

Mit der Leitung des gesamten Fachbereichs, der zusätzlich die Verantwortung für die Abteilungen Finanzwirtschaft, Finanzbuchhaltung und Vollstreckung sowie Steuern umfasst, konnte Dunken sich während seiner Karriere bei der Stadtverwaltung vertraut machen. Seit 2007 übernahm Dunken diese bereits stellvertretend und seit dem plötzlichen Tod Bernd Ulrichsens im März 2018 auch kommissarisch.

„Ich bin froh, dass wir mit Henning Dunken einen kompetenten neuen Leiter für diesen wichtigen Fachbereich finden konnten. Henning Dunken steht sowohl für fachliche Kompetenz, für frisches Denken aber auch für Kontinuität, da er den Fachbereich seit Jahren kennt und mit den Flensburger Strukturen und Besonderheiten gut vertraut ist“, so Bürgermeister und Kämmerer Henning Brüggemann. „Für die kommenden Aufgaben im Bereich Haushalt, Steuern, Finanzmanagement sowie dem Beteiligungsmanagement sind wir mit Henning Dunken gut aufgestellt. Ich freue mich auf die kommende Zusammenarbeit“, so Brüggemann weiter.

Für ein faires Tariftreue- und Vergabegesetz! – DGB und BEI in Schleswig-Holstein starten Petition – UNTERSCHREIBT MIT!

+++ DGB und BEI in Schleswig-Holstein starten Petition + „Kein Steuergeld für Kinder- und Zwangsarbeit. Für Umweltschutz und faire Arbeit – hier und weltweit“ + Für ein gutes Tariftreue- und Vergabegesetz + UNTERSCHREIBT MIT! +++

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

schon seit einigen Wochen sind viele von uns aktiv: für ein faires Tariftreue- und Vergabegesetz in Schleswig-Holstein. Denn tatsächlich Verantwortung zu übernehmen für Umwelt, gute Arbeit und Menschenrechte geht nicht ohne verbindliche Regelungen, die für alle – das Land und die Kommunen – gelten. Das wollen das „Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V.“ (BEI) und die Gewerkschaften den Landtagsabgeordneten vor ihrer Beschlussfassung über ein neues Vergabegesetz mit einer Petition klar machen – mit eurer Unterstützung!

Die Abgeordneten sollen für Regelungen im Gesetz sorgen, die die Einhaltung von ökologischen und sozialen Kriterien sowie der Menschenrechte entlang der globalen Lieferkette verbindlich machen und die dies auch kontrollieren. Auch das geplante Einfrieren des Mindestlohns soll verhindert werden. Tariftreue muss das erklärte Ziel des Gesetzes bleiben!

Bitte unterstützt die Petition hier!

Viele weitere Informationen findet ihr hier.

Ein ganz herzliches DANKE dafür,

Susanne Uhl

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Dr. Susanne Uhl
Regionsgeschäftsführerin
DGB Schleswig-Holstein Nordwest
Telefon: 0461 – 1444010

Neuer Vorsitz im Flensburger Sanierungsbeirat

Flensburg. Am Mittwoch, 29.August hat der Sanierungsbeirat der Stadt Flensburg in seiner 143. Sitzung seinen langjährigen Vorsitzenden Herrn Kurt Neumann auf dessen eigenen Wunsch verabschiedet. Herr Neumann hatte als Vertreter des „Regionalen Arbeitskreises freischaffende Architekten und Ingenieure Flensburg“ am 16. April 1986 erstmals an einer Sitzung des Sanierungsbeirats teilgenommen. Als Nachfolger des damaligen Vorsitzenden Herrn Hans-Georg Carstens wurde Herr Neumann in der Simon 57. Sitzung am 21. November 1991 erstmals zum Vorsitzenden des Sanierungsbeirats gewählt. Seit dem ist Herr Neumann insgesamt bei drei Wahlen, am 9. November 1999, am 13. Mai 2003, sowie letztmalig am 2. Dezember 2008 als Vorsitzender einstimmig bestätigt worden. Für Herrn Neumann endet somit eine 32-jährige Mitgliedschaft im Sanierungsbeirat, für den er mehr als 27 Jahre lang den Vorsitz innehatte. Als seine Nachfolgerin ist mit Frau Dipl.-Ing. Tina Zitzmann ebenfalls eine Vertreterin des „Regionalen Arbeitskreises freischaffender Architekten und Ingenieure Flensburg“ einstimmig gewählt worden. Der Sanierungsbeirat dankte Herrn Neumann für die langjährige gute Arbeit und beglückwünschte Frau Zitzmann zur Übernahme des Amtes.

Flensburger Arbeitslosenquote steigt im August 2018 auf 8,3 %

4.353 Menschen ohne Beschäftigung, 38 mehr als im Vormonat – Arbeitslosenquote durch verdeckte Arbeitslosigkeit in Flensburg weitaus höher

Zahl der Flensburger SGB II-Regelleistungsberechtigten („Hartz IV“) sinkt im August um 83 auf 11.558 Personen

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg stieg die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Agentur für Arbeit Flensburg im Berichtsmonat August 2018 im Vergleich zum Vormonat um 38 (0,9 Prozent) auf 4.353 Personen.  Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Arbeitslosen um 353 (-7,5 Prozent).
Die offizielle Arbeitslosenquote für den August 2018 lag damit bei 8,3 Prozent (Vormonat 8,2 Prozent, August 2017: 9,3 Prozent)

Entwicklung des Arbeitsmarktes im Agenturbezirk Flensburg

Quelle: Bundesagentur für Arbeit / Agentur für Arbeit Flensburg

Arbeitslosigkeit in Flensburg nach Rechtskreisen:

• SGB III: 1.261 Personen = 2,4 Prozent, Vormonat 2,4 Prozent, Vorjahresmonat 2,7 Prozent
• SGB II: 3.092 Personen = 5,9 Prozent, Vormonat 5,8 Prozent, Vorjahresmonat 6,6 Prozent

Arbeitskräftenachfrage:

73 offene Stellen weniger als im Vormonat – 108 weniger als im August 2017

Freie Arbeitsstellen in Flensburg / Quelle: Agentur für Arbeit Flbg.

Es gab im August 829 freie Arbeitsstellen, 73 weniger, als im Juli diesen Jahres. 175 sozialversicherungspflichtige Stellen wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagenturen Flensburg und dem Jobcenter Flensburg im August neu gemeldet. 49 weniger, als im Vormonat. Die Nachfrage der Arbeitgeber nach Personal lag in der Stadt Flensburg im August unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-108). Besonders bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleitungen, dem Handel und im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen wird Personal gesucht.

Ausbildungsstellenmarkt:

• aktuell unbesetzte Ausbildungsstellen: 155 / +7- oder +4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
• aktuell unversorgte Bewerber/-innen: 158 / -24 oder -13,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Top Ten der unbesetzten Ausbildungsstellen im August

Fachmann /-frau -Systemgastronomie 22 Ausbildungsstellen
Kaufmann/-frau im Einzelhandel 18 Ausbildungsstellen
Verkäufer/in 17 Ausbildungsstellen
Fachkraft Gastgewerbe 11 Ausbildungsstellen
Handelsfachwirt/in (Ausbildung) 7 Ausbildungsstellen
Fachverk.-Lebensm.handwerk – Fleischerei 7 Ausbildungsstellen
Fleischer/in 6 Ausbildungsstellen
Fachkraft – Kurier-/Express- Postdienstl. 5 Ausbildungsstellen
Koch/Köchin 4 Ausbildungsstellen
Anlagenmech. – Sanitär-/Heiz.-Klimatech. 4 Ausbildungsstellen

Tatsächliche Arbeitslosenquote in Flensburg aufgrund der verdeckten Arbeitslosigkeit bei mindestens 12 Prozent

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten jedoch nicht die Menschen, die sich in der verdeckten Arbeitslosigkeit oder sog. „Unterbeschäftigung“ befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.
Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftlich bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden.

Komponenten der Unterbeschäftigung: Zahlen für den gesamten Agenturbezirk Flensburg

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im August 2018 eine fast konstante Zahl von 14.427  Arbeitslosen (Vormonat 14.330), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es jedoch  18.724 (Vormonat  18.821).

Nicht inbegriffen bei der Berechnung der offiziellen Arbeitslosenzahlen und -quote sind aber auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und/oder in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen.

Arbeitsuchende:

Nicht  enthalten sind ebenso die erwerbsfähigen Arbeitslosen, die nicht im Leistungsbezug des ALG I oder II stehen, keinen Rechtsanspruch darauf haben oder auf Inanspruchnahme derartiger Leistungen verzichten und sich dennoch als arbeitsuchend gemeldet haben. Zur Gruppe der Arbeitsuchenden gehören neben den offiziell registrierten Arbeitslosen auch 1-Euro-Jobber sowie Teilnehmer staatlich finanzierter Weiterbildungs- oder Trainingsmaßnahmen. Arbeitsuchende sind gemäß § 15 Satz 2 SGB III Personen, die nach einer Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen.

Es ist zu beachten, dass die Zahl der Arbeitsuchenden neben den Arbeitslosen auch Erwerbstätige beeinhaltet, die in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen oder eine selbständige Tätigkeit ausüben können. So gehören dazu auch versicherungspflichtig beschäftigte Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, und die sich nach § 38 SGB III spätestens 3 Monate vor der Beendigung bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden müssen. Erfahren sie erst später von der Beendigung, müssen sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes arbeitssuchend melden. Bei befristeten Arbeitsverhältnissen hat die Arbeitsuchendmeldung mindestens drei Monate vor Fristablauf zu erfolgen. Leider wird in der untenstehenden Aufstellung der Arbeitsagentur nicht genau dargestellt, wie viele von den Arbeitsuchenden in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen und wie viele nicht. Allgemeine Schätzungen zur Zahl der Nichtleistungsempfänger bei den erwerbslosen Arbeitsuchenden bzw. ihrem Anteil: „Arbeitslosigkeit ohne Arbeitslosengeld – Jede vierte arbeitslose Person im Versicherungssystem ist betroffen“ finden sich hier: arbeitsmarkt-aktuell-04-2014-1

Sie alle gelten nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne und werden somit bei der Berechnung der Arbeitslosenquote nicht berücksichtigt.

Dazu die Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst.

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Geschäftsstellenbereich Flensburg

Die Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftstellenbereich Flensburg sinkt im August nur leicht um 73 (-0,6%) auf 11.331 Personen.

Das sind zur  Zahl der gemeldeten Arbeitslosen von 6.436 im Geschäftsstellenbereich Flensburg noch mal 4.895 Personen zusätzlich (siehe Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201808 (1) S. 20-22).

Damit dürfte auch die eigentliche Zahl der „Arbeitslosen“ in Flensburg im August 2018 nicht 4.353 betragen haben, sondern lag hochgerechnet bei mehr als 6.000 Personen und die Arbeitslosenquote weiterhin bei mindestens 12 Prozent.

Mehr Arbeitsuchende im Agenturbezirk

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im August  2018 die Zahl der Arbeitsuchenden inklusive der statistisch registrierten Arbeitslosen bei 24.859 Personen und damit um 85 (1,3%) über der vom Juli 2018 mit 24.774 Personen (siehe  Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201808 (1) S. 6). Dies sind im Vergleich zu den für den Agenturbezirk offiziell gemeldeten Arbeitslosenzahl von 14.427 aber immer noch 10.432 Personen zusätzlich. Darunter fallen ebenfalls wieder die Arbeitslosen, deren Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben oder die auf Inanspruchnahme derartiger Leistungen verzichten. Sie gelten daher ebenso nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne und tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Und die von der Agentur für den August 2018 offiziell gemeldete Arbeitslosenquote liegt im gesamten Agenturbezirk Flensburg bei 5,7 Prozent. (Vorjahr 6,6 Prozent, Vormonat 5,7 Prozent). Diese Quote dürfte aber angesichts der vorangegangenen Erläuterungen ebenso erheblich höher liegen

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Agenturbezirk Flensburg

Die August-Zahlen des Jobcenter Flensburg

Die Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften sinkt um 58
Die Zahl der Regelleistungsberechtigten (Hartz IV) sinkt um 83

Das Jobcenter Flensburg betreute im August 2018 3.092 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 45 Personen mehr als im Vormonat (+1,5%) bzw. 245 Personen (-7,3%) weniger als im Vorjahresmonat und der geringste Wert in einem August seit Bestehen des Jobcenters.

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften fiel im August im Vergleich zum Vormonat um 58 auf 6.641 (- 0,9%) und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 57 (-0,8%).

Die Zahl der Regelleistungsberechtigten fiel im Vergleich zum Vormonat um 83 auf 11.558 (-0,7%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg sie um 23 (+0,2%).

Die vorjahresbezogene Steigerung bei den Regelleistungsberechtigten ist in erster Linie auf den Personenkreis der Zufluchtsuchenden zurückzuführen.

 

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Zum Thema verdeckte Arbeitslosigkeit und „Stille Reserve“ ein Beitrag auf Spiegel-Online vom 01.03.2017: Statistiktricks – So wird die Arbeitslosigkeit schöngerechnet

Zeichnet die offizielle Statistik ein geschöntes Bild vom Arbeitsmarkt? Tatsächlich gelten viele nicht als arbeitslos, obwohl sie Arbeit suchen. Verschwiegen werden sie nicht – aber man muss nach ihnen suchen. Unter: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitslosenstatistik-so-hoch-ist-die-verdeckte-arbeitslosigkeit-a-1133354.html

Ein Beitrag des ZDF vom 2.11.2017: Eine Million Arbeitslose mehr – Wie die Arbeitslosenzahl schöngerechnet wird

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgezählt. Unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Fundsachenversteigerung im Flensburger Rathaus am 04.09.2018

Spaß und Schnäppchen im Rathauskeller

Flensburg. Die nächste Fundsachenversteigerung findet am Dienstag, 4. September  um 14 Uhr in Raum K 18 (Kellergeschoss) des Rathauses statt.

Versteigert werden wieder Gegenstände, die länger als sechs Monate im Fundbüro aufbewahrt wurden, da die Eigentümer sich nicht gemeldet haben.

Unter anderem befinden sich 13 Fahrräder, 13 Handys, darunter zehn Smartphones, Schmuck, darunter ein 585-er Gold-Ring, eine Powerbank, ein Geldspielgerät und ein Rollstuhl unter den zu versteigernden Fundsachen.

Die komplette Versteigerungsliste kann im Internet unter http://db.flensburg.de/formular/Versteigerungsliste.pdf eingesehen werden.

Weitere Informationen bekommen Sie unter der Tel.-Nr. 85-1826

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