Archiv der Kategorie: Bildung

Artikel zum Thema, Bildung, Schule und Hochschule

Familienführung auf Schloss Gottorf: „Moorleichen – Menschen der Eisenzeit“ am 17.02.2019

Moorleiche von Windeby © Landesmuseen Schloss Gottorf

Sonntag, 17. Februar, 11 Uhr: Familienführung „Moorleichen – Menschen der Eisenzeit“

Bei der Führung dreht sich alles um das Geheimnis der 2000 Jahre alten Moorleichen: Wer waren diese Menschen? Wie sind sie dorthin gekommen? Besonders Familien sind eingeladen um zu erfahren, was Forscher über das Moor wissen und warum die eisenzeitlichen Moorleichen so gut erhalten sind.

Preis: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung nicht erforderlich

Treffpunkt: Kasse Museumsinsel

Landesmuseen Schleswig-Holstein
Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 |service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

http://www.schloss-gottorf.de/

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Spitzenpflege „made in Flensburg“

Die „Pflegerunde“ von links nach rechts, hintere Reihe: Martin Wilde (Diako), Pastor Boten (Diako), Christoph Jansen (Hochschule FL), Klaus Deitmaring (Malteser) vordere Reihe: Bosco Lehr (Hochschule FL), Uta Wroblewski (Malteser, Pflegedirektorin), Frauken Laß (ÖBIZ), Werner Reinhart (EUF) und OBin Simone Lange – Foto: Stadt Flensburg

Neues Bündnis für die Pflegeausbildung

Flensburg. Nicht nur geografisch sondern auch wenn es um die Pflegeausbildung geht, will Flensburg ganz oben in Deutschland sein.
Ein Bündnis aus den beiden großen Krankenhäusern St. Franziskus und DIAKO, dem ÖBIZ, der Europauniversität, der Hochschule Flensburg und der Stadt will Flensburg zu einem Topstandort für die Pflegeausbildung machen.
Damit reagiert Flensburg nicht nur auf den immer höher werdenden Pflegebedarf einer älter werdenden Gesellschaft, sondern will auch auf die Forderung nach einer akademisierten Pflegeausbildung vorbereitet sein.
Die Bündnispartner sind sich einig: Die Voraussetzungen für einen Top-Pflege-Standort sind in Flensburg bestens. Ein hohes Maß an Fachkompetenz, Wissen und Erfahrung, bereits heute eine enge Verzahnung und gute Kooperation von Hochschulen mit Klinikverbund. Dazu entsteht in Flensburg eines der modernsten Krankenhäuser Deutschlands, das in sieben Jahren fertig gestellt sein wird.

Das gemeinsame Signal an die Landesregierung lautet:
„Wenn ihr bei der Pflegeausbildung akademisieren wollt, dann macht es mit uns. Macht es bei uns hier in Flensburg“, sagt Oberbürgermeisterin Simone Lange, die versichert, dass die Partner innerhalb der ersten sechs Monate dieses Jahres ein umfassendes Konzept auf den Weg bringen werden.
Es ist in höchstem Maße sinnvoll die Ausbildungskompetenz der Hochschulen mit der medizinischen und pflegerischen Fachkompetenz der Krankenhäuser zu vereinen und damit einen hohen Synergieeffekt zu generieren, betonen Klinikgeschäftsführer und Hochschulpräsidenten unisono.

Öffentliche Sitzung des Gestaltungsbeirats der Stadt Flensburg am 15.02.2019 im Technischen Rathaus II

Errichtung eines Intercity-Hotels mit Parkhaus, Leitlinien von Natursteinstraßen und mehr

Flensburg. Am Freitag, 15. Februar 2019 findet im Technischen Rathaus II, Schützenkuhle 26, Paul-Ziegler-Zimmer, die 132. Sitzung des Gestaltungsbeirats statt. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 15 Uhr.

Auf der Tagesordnung stehen:

1) Die Errichtung eines Intercity-Hotels und eines Parkhauses auf dem Gelände der Bahnhofstraße 40. Das Vorhaben wird von Architekt Ulrich Huber, Fa. IGA-Haus, Flensburg, vorgestellt.

2) Die Evaluierung der Leitlinien zur Gestaltung von Natursteinstraßen, mit der SUPA die Verwaltung beauftragt hatte und zu der Gestaltungsbeirat um eine Empfehlung gebeten wurde.

3) Die Genehmigung des Protokolls der 131. Sitzung vom 23.11.2018 und Anregungen der Beiratsmitglieder, Bericht über bereits beratene Vorhaben.

 

Für bestmögliche Empfehlungen für Planungen und Bauvorhaben in Flensburg braucht es einen unabhängigen Blick von außen gepaart mit örtlicher Fachkenntnis. Das hat die Flensburger Ratsversammlung im Dezember 2017 beschlossen. Mit der Neufassung der Geschäftsordnung soll die Arbeit des Beirates auf eine neue Grundlage gestellt werden. Während die Beratung bislang nichtöffentlich war, sollen die vier bis sechsmal im Jahr stattfindenden Sitzungen zukünftig in der Öffentlichkeit stattfinden. Dies trägt dem Anspruch Rechnung, dass Baugestaltung ein in hohem Maße öffentliches Thema ist, das alle berührt.
Zu den fünf stimmberechtigten Mitgliedern, die nicht in Flensburg ansässig sein dürfen, gehören auch bis zu vier Flensburger Mitglieder, die insbesondere Kenntnisse über die Baugeschichte, über die Baukultur und das Stadtbild Flensburgs haben.
Dabei sind die vier ortsansässigen Mitglieder nicht stimmberechtigt, sollen sich aber als Experten oder Sachverständige in die Diskussion einbringen. Hierfür werden sie durch den Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt (SUPA) in den Gestaltungsbeirat berufen werden.

Mitglieder des Gestaltungsbeirates der Stadt Flensburg

Stimmberechtigte

Nicole Stölken, Stölken Schmidt Architekten, BDA, Hamburg

Rikke Martinusen TEGNESTUEN MEJERIET A/S Haderslev, Dänemark

Peter Köster, arbos Freiraumplanung GmbH, Hamburg

Prof. Frank Schwartze, Fachhochschule Lübeck

Dr. Nils Meyer, Landesamt für Denkmalpflege Schleswig- Holstein, Kiel

Nicht-Stimmberechtigte

Dr. Peter Schroeders, Stadt Flensburg, Fachbereich Stadtentwicklung und Klimaschutz

Inga Momsen, Flensburg

Christine Krämer, Landschaftsarchitekten Kessler Krämer, Flensburg

Bernd Köster, Flensburg

Thomas Messerschmidt, Kunsthandlung Messerschmidt,Flensburg

Geschäftsführung

Eiko Wenzel, Stadt Flensburg, Fachbereich Stadtentwicklung und Klimaschutz

Flensburger Norden macht mobil gegen Hafenverlegung – Info- und Diskussionsveranstaltung am 12.02.2019 in der Aula der Petrischule

Der Verein Flensburger Norden e.V. lädt ein zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung und einer eventuellen Unterschriftensammlung gegen die Hafenverlegung:

am Dienstag, den 12.02.2019 um 19:00 Uhr
in der Aula der Petrischule
Apenrader Straße 164, 24939 Flensburg

Themen der Veranstaltung

Städtische Planung für das Hafen-Ostufer: Geplante Verlegung des Wirtschaftshafens von der Hafen-Ostseite an die Hafen-Westseite an den Stadtwerke Kai

1. Vorstellung der städtischen Planung: Handlungskonzept des städtischen Sanierungsträgers IHRSAN

Referent: n. n. (Vertreterin von IHRSAN angefragt)

2. Prognostizierte Auswirkungen für den Flensburger Norden, wenn das Konzept umgesetzt wird

Referent: Rüdiger Speth

3. Kritische Anmerkungen zu diesem Konzept unter verschiedenen Aspekten wie:

Langfristige Perspektiven für einen Hafen am Stadtwerke-Kai.
Hinterfragung der Prognosen für den geplanten Wohnungsbau.
Weitere vorhersehbar Probleme.
Fördermittel

Referenten: Gerda Brau, Andreas Zech

4. Mögliche Alternativen für die Ostufer-Planung – Visionen

Referenten: Gerda Brau, Andreas Zech

5. Fragen und Diskussion

Eventuell wird es eine Unterschriftensammlung gegen die Verlegung des Hafens gehen

Cordelia Feuerhake

„Es geht auch anders: Alternativen gegen die Alternativlosigkeit“

Siehe zum Thema auch folgende Beiträge

vom 08. Februar 2019: Wirtschafshafen Flensburg: DIE LINKE, SSW, Flensburg wählen und WIF gegen voreilige Entscheidung der Ratsversammlung
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/02/08/wirtschafshafen-flensburg-die-linke-ssw-flensburg-waehlen-und-wif-gegen-voreilige-entscheidung-der-ratsversammlung/

vom 6. Februar 2019: Informationsveranstaltung des SSW: „Entwicklung Hafen Flensburg“ am 13.02.2019 um 19 Uhr im Flensborg Hus
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/02/06/informationsveranstaltung-des-ssw-entwicklung-hafen-flensburg-am-13-02-2019-um-19-uhr-im-flensborg-hus/

vom 25. Januar 2019: Mögliches Aus für den Flensburger Wirtschaftshafen: CDU schlägt Hafen-Umzug vor
unter https://akopol.wordpress.com/2019/01/25/moegliches-aus-fuer-den-flensburger-wirtschaftshafen-cdu-schlaegt-hafen-umzug-vor/

Burgwälle im Bernsteinland – Wintervortrag am 12.02.2019 am Museum für Archäologie Schloss Gottorf

Zehn Jahre ZBSA in Schleswig

Wintervortragsreihe geht weiter am Dienstag, 12. Februar, 19 Uhr

Foto: Timo Ibsen, Igor Machkin und Maks Soltikov bei Bohruntersuchungen des Burgwalls Diewens im Kaliningrader Gebiet Russlands © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ T. Ibsen

In einem Vortrag gibt das Museum für Archäologie auf Schloss Gottorf Einblick in die Arbeit des Zentrums für Baltische und Skandinavische Archäologie.

Am Dienstag, 12. Februar, um 19 Uhr berichtet Dr. Timo Ibsen von „Burgwällen im Bernsteinland“.

Im ehemaligen Ostpreußen haben Archäologen seit Beginn der Forschungen im frühen 19. Jahrhundert rund 450 monumentale Burgwälle registriert. Sie sind überwiegend von der prussischen Urbevölkerung etwa ab der Mitte des ersten nachchristlichen Jahrtausends angelegt und dann bis zur Übernahme der bernsteinreichen Landschaften durch den Deutschen Orden im 13. Jahrhundert zur Verteidigung genutzt worden.

Trotz der guten Erhaltung vieler Anlagen sind sie jedoch kaum untersucht. Insbesondere der nördliche Teil des ehemaligen Ostpreußens, das heute zu Russland gehörende Kaliningrader Gebiet, ist in dieser Hinsicht ein Forschungsdesiderat.

Im Rahmen eines größeren Forschungsprojektes, das die alten vorkriegszeitlichen Ausgrabungsergebnisse anhand der Aufzeichnungen der deutschen Archäologen mit den Resultaten der Nachkriegsforschung kombiniert, stehen die Burgwälle nun im Mittelpunkt siedlungsarchäologischer Untersuchungen. Dabei kommt eine neue Methode zum Einsatz, die durch Bohrungen mit einem geologischen Motorhammer Holzkohleproben zur Radio-Karbon-Datierung gewinnt.

Der Vortrag erläutert die Ziele des Gesamtprojektes und präsentiert erste Ergebnisse der Burgenforschung im Samland, der bernsteinreichsten Region der Welt. Die Veranstaltung ist Teil der Winter-Vortragsreihe des Museums für Archäologie. Sie steht im Zeichen des zehnten Jubiläums des Zentrums für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) in Schleswig.

 

Landesmuseen Schleswig-Holstein
Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 |service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

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„Erklärung der Vielen“ – Aufruf des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein e.V.

Die Erklärung der Vielen startete am 9. November letzten Jahres in Berlin als Schutz- und Öffentlichkeitskampagne gegen rechtsextreme und populistische Einflussnahme auf die Kunst und Kultur Deutschlands. Die Hoffnung des Vereins DieVielen e.V., dem unter anderem der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats Olaf Zimmermann angehört, ist eine weitreichende Verbreitung der Bewegung zum Erhalt der Freiheit von Kunst und Kultur. Bereits am 4. Dezember hat der Landeskulturverband Schleswig-Holstein e.V. in koordinierender Zusammenarbeit mit einer Vielzahl aktiver Kulturschaffender, Wissenschaftler*innen und Institutionen eine eigene Erklärung für Schleswig-Holstein verfasst. Bis heute zählt die stetig wachsende Unterzeichner*innenliste weit über 100 Zeilen. Es ist uns gelungen, in kurzer Zeit ein aktives Netzwerk gegen die Einflussnahme auf und die Einschränkung von unserer bunten und freien Kultur im Land zu etablieren, das sich nun durch Zusammenhalt und gegenseitigen Austausch festigt. Auch der Landeskulturverband blieb während der laufenden Arbeit an der Kampagne für Schleswig-Holstein nicht vor Anfeindungen von rechts bewahrt. Bisher ist es unseres Wissens nach in Schleswig-Holstein erst zu wenigen Zwischenfällen gekommen: Seltsamen Nachfragen zu Programmlinien einzelner Kulturinstitutionen, von Drohungen gegenüber Theatern und Kinos. Durch die Kampagne der Vielen und die netzwerkstiftende „Erklärung der Vielen für Schleswig-Holstein“ bleiben die Versuche der Einflussnahme keine Einzelfälle und wir können sie nun zusammentragen. Nun sind wir Viele, die die Freiheit von Kunst und Kultur in unserem Land beschützen..

Diese Erklärung für Schleswig-Holstein wird heute zusammen mit einer umfassenden Unterzeichner*innenliste auf der Website des Vereins DieVielen e.V. zusammen mit vielen weiteren Erklärungen anderer Bundesländer veröffentlicht. Im Mai wird es in vielen Städten Demonstrationen und Veranstaltungen geben, um weiter auf die bereits heute bedrohlichen Zustände im Kampf um die Freiheit von Kunst und Kultur aufmerksam zu machen. Bis dahin und darüber hinaus bleiben wir wachsam und setzen uns gemeinsam dafür ein, dass Schleswig-Holstein bunt bleibt.

Interessierte können sich jederzeit für weitere Informationen oder zur Teilnahme an der Erklärung der Vielen für Schleswig-Holstein an dievielen@landeskulturverband-sh.de wenden.

Informationsveranstaltung des SSW: „Entwicklung Hafen Flensburg“ am 13.02.2019 um 19 Uhr im Flensborg Hus

Flensburger Wirtschaftshafen am Ostufer: Im Fadenkreuz der Bau- und Immobilienspekulanten

Wohin soll die Reise gehen?

Informations und Diskussionsveranstaltung rund um den Flensburger Hafen.

SSW Flensburg Centrum West und Nord laden ein.

Mittwoch 13.02.2019 um 19:00 Uhr

Flensborg Hus, Norderstraße 76 in Flensburg 

Alle FlensburgerInnen sind eingeladen. IHR Sanierungsträger stellt das geplante Konzept vor und stellt sich den Fragen und Anregungen der Bürger. Kritische Fragen erwünscht!

Programm:

1. Vorstellung der Leitlinien und Sanierungsziele von Herrn Pahl von IHR Sanierungsträger

2. Præsentation der Planungen für den Stadtspeicher durch Herrn Koch von Bauplan Nord

3. Fragen und Diskussion

 

Dazu ein Beitrag von Jörg Pepmeyer (AKOPOL):

Mögliches Aus für den Flensburger Wirtschaftshafen: Durchsichtige Strategie der CDU

Schon seit Jahren gibt es in Flensburg einen heftigen Streit um die Zukunft des Wirtschaftshafens am Ostufer. Dabei stehen sich zwei Gruppen gegenüber: Zum einen die im Hafen ansässigen Unternehmen, die eine Zukunftsperspektive und Planungssicherheit für sich und ihre Beschäftigten brauchen, zum anderen finanzstarke Investoren und Vertreter der lokalen Immobilien- und Bauwirtschaft. Die würden gerne am Ostufer neu bauen. Was mit den Werftkontor-Häusern und Klarschiff begann, soll sich nach ihren Plänen und in Erwartung üppiger Renditen in den nächsten Jahren schick und teuer bis an die Harniskaispitze fortsetzen. Eine Voraussetzung dafür, die Umwidmung der Hafenflächen.

Im Dezember 2017 verabschiedete die Ratsversammlung deshalb mit einer Mehrheit von CDU, SPD, FDP und Grünen gegen die Stimmen des SSW, der WiF und der Linken die Beschlussvorlage_RV-160-2017-1 zur Nutzungsänderung am Ostufer und zur Festlegung des Kernbereichs des Wirtschaftshafens. Der Beschluss bedeutet eine massive Verkleinerung des Hafens und beinhaltet für die Rest-Fläche lediglich eine Bestandsgarantie von 5 Jahren (jetzt noch 4 Jahre). Auch für die dort ansässigen Betriebe bedeutet das absehbar das Aus.

Es ist deshalb bemerkenswert, wie engagiert sich vor allem der SSW immer noch für den Erhalt des Flensburger Wirtschaftshafens einsetzt. Im Vordergrund der Bemühungen des SSW steht dabei die Weiterentwicklung des Hafens, die Existenzsicherung der dort ansässigen Betriebe und der Erhalt Hunderter Arbeitsplätze in der Hafenwirtschaft. Der SSW stützt sich dabei auch auf das Hafen-Gutachten der IHK Flensburg vom 27. April 2018, das dem Flensburger Wirtschaftshafen enorme Wachstumspotentiale bescheinigt.
Im Gegensatz dazu steht jedoch das politische und strategische Handeln der CDU Flensburg, die das Aus für den Wirtschaftshafen und die dortigen Unternehmen billigend in Kauf nimmt und am Ende das Ostufer zum Tummelplatz profithungriger Investoren macht. Dafür scheut man sich auch nicht der Öffentlichkeit massiv Sand in die Augen zu streuen und so zu tun, als wolle man tatsächlich etwas für die Hafenwirtschaft und gegen die Wohnungsnot tun.
So trommelte der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Arne Rüstemeier, vor zwei Wochen medienwirksam für einen Umzug des Wirtschaftshafens vom Ost- an das Westufer. Das dürfte allerdings aufgrund fehlender Kai-Flächen, notwendiger Um- und Neubauten am Westufer und zeitnah kaum zu bewerkstelligen sein. Ganz davon abgesehen, dass man hierfür enorm viel Geld in die Hand nehmen müsste. Woher das kommen soll, ist völlig unklar. Und auch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz kritisiert in einer Stellungnahme den angedachten Hafen-Umzug. Dazu unten gleich mehr.

Gleichzeitig versprachen Rüstemeier und der planugspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Joachim Schmidt-Skipiol, dass dann am Ostufer Wohnungen für bis zu 2.800 neue EinwohnerInnen gebaut werden könnten. Geradezu irreführend dazu war allerdings der Vorschlag, dass mittels Übertragung von Sozialwohnungskontingenten für jede nicht im neuen Hafen-Ost-Quartier entstehende Sozialwohnung drei Bestandswohnungen (also keine Neubau-Wohnungen) im Stadtgebiet mit einer neuen oder verlängerten Sozialbindung versehen werden sollten. Nur zwingen kann man keinen Hausbesitzer, seine  Mietwohnungen umzuwidmen. Und durch eine (weitere) Sozialbindung wären die Mieten und mögliche Erhöhungen für Jahre gedeckelt. Warum sollte man als Hausbesitzer auf höhere Mieterträge verzichten, wenn der derzeit äußerst angespannte Flensburger Wohnungsmarkt das locker hergibt?
Und das
von Rüstemeier und Schmidt-Skipiol offenbar in´s Auge gefasste und förderrechtlich fragwürdige „Wohnungs-Downgrade für Sozialmieter“ zugunsten der Schaffung hochpreisiger Neubau-Wohnungen war bereits Thema in der Tagespresse (Quelle: https://www.shz.de/18486736 ©2019). Es erntete jedoch viel öffentliche Kritik, so auch durch den Flensburger Mieterverein und dessen Vorsitzenden Rechtsanwalt Detlev Gutsch.
Wie viele wirklich neue und bezahlbare Sozialwohnungen für Geringverdiener denn nun tatsächlich durch das Ostufer-Projekt geschaffen werden sollen, diese Antwort blieben Arne Rüstemeier und sein Fraktionskollege somit der Flensburger Öffentlichkeit schuldig.

Währenddessen scharren die stadtbekannten und üblichen Verdächtigen schon mit den Füßen, um endlich das Okay für den Bau von teuren Büros und Luxuswohnungen am Ostufer zu bekommen, dessen Hafenflächen zum Großteil ja noch in städtischem Besitz sind. Dabei ist es wie bereits dargestellt geradezu unwahrscheinlich, dass es zukünftig an dieser exponierten Stelle eine nennenswerte Zahl von Sozialwohnungen geben wird. Und wenn der Wirtschaftshafen erst einmal verschwunden ist, wird er sicher nicht wieder auferstehen. So bleibt der Verdacht, dass die CDU mit aller Macht und wenig sozialverträglich versucht, das Terrain für ihre Freunde aus der Bau- und Immobilienwirtschaft so schnell wie möglich vorzubereiten. Hierzu auch der Beitrag der Flensborg Avis vom 23.01.2019:

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz lehnt Hafen-„Umzug“ ab

Allerdings steht Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz diesem Ansinnen äußerst kritisch gegenüber und warnt nicht zum ersten Mal vor einem Aus für den Flensburger Wirtschaftshafen. Dem von der CDU-Fraktion angedachten „Umzug“ kann er nichts Positives abgewinnen und hält ihn mehr oder weniger für eine Mogelpackung: „Damit würde der Wirtschaftshafen möglicherweise seiner Zukunft beraubt, und langfristig könnte es das Aus für diesbezüglich jegliche Hafenaktivitäten bedeuten“. Und weiter bemängelt er, dass man in Flensburg die Abwicklung und das Ende des Hafens offenbar billigend in Kauf nimmt und sich der Potenziale des Hafens nicht bewusst sei. Der Fokus offenbar eher auf Abwicklung, denn auf Entwicklung liege, so Buchholz in einer Stellungnahme gegenüber der Flensburg Avis.  Mehr dazu in dem untenstehenden Beitrag der Avis vom 23.01.2019:

Zum Beschluss der Ratsversammlung und dem Streit um die Zukunft des Flensburger Wirtschaftshafens auch folgender Beitrag vom 10.01.2018: Scharfe Kritik der IG Ostufer am Beschluss der Ratsversammlung zum Aus des Flensburger Wirtschaftshafens unter: https://akopol.wordpress.com/2018/01/10/scharfe-kritik-der-ig-ostufer-am-beschluss-der-ratsversammlung-zum-aus-des-flensburger-wirtschaftshafens/

Ebenso zum Thema ein Beitrag vom 14.06.2018: Gutachten der IHK zum Flensburger Wirtschaftshafen: Eine Ohrfeige für die Immobilienspekulanten und ihre Helfershelfer unter: https://akopol.wordpress.com/2018/06/14/gutachten-der-ihk-zum-flensburger-wirtschaftshafen-eine-ohrfeige-fuer-die-immobilienspekulanten-und-ihre-helfershelfer/

Sonntagsführung auf Schloss Gottorf: „Von Großsteingräbern und Moorleichen“ am 10.02.2019

Sonntag, 10. Februar, 11 Uhr: Sonntagsführung „Von Großsteingräbern und Moorleichen“

Bestattung in der Bronzezeit © Landesmuseen Schloss Gottorf

In der Sonntagsführung geht es auf eine Zeitreise durch 3000 Jahre – von der Steinzeit bis zur Eisenzeit.
Die Besucher erfahren vieles über Einzel- und Gemeinschaftsgräber, den Glauben an das Jenseits und über Grabbeigaben, die Rückschlüsse zu Herkunft, Stellung oder Wohlstand der Menschen zulassen.

Preis: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung nicht erforderlich

Treffpunkt: Kasse Museumsinsel

Landesmuseen Schleswig-Holstein
Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 |service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

http://www.schloss-gottorf.de/

Fridays for Future – Demo in Flensburg am 08.02.2019 um 10 Uhr an der Hafenspitze

Hallo Leute

Dass etwas für den Klimaschutz getan werden muss, ist offensichtlich! Genauso unverkennbar ist aber leider, dass noch viel zu wenig dafür getan wird.

Die Klimaschutzziele, die der Bundestag 2010 verabschiedet hat, werden definitiv nicht erreicht, solange Deutschland nicht aus der Kohleenergie aussteigt. Ein Plan dafür, wie der Treibhausgasausstoß in Einklang mit den EU-Zielen um 80-95% reduziert werden kann, liegt noch in weiter Ferne. Dies hat gravierende Folgen für unsere Umwelt und wirft die essentielle Frage auf: Wie steht es um unsere Zukunft auf einem Planeten, der auf eine Klima- und Umweltkatastrophe zuläuft?

Es geht um unsere Zukunft! Daher stehen wir auf und tun was für sie! Unter dem Motto „Friday for Future“ gehen tausende Schülerinnen und Schüler weltweit auf die Straße und streiken, um die Klimaziele durchzusetzen und für den Umweltschutz zu kämpfen. Auch wir sind gefragt! Seid ihr dabei?

Wir fordern alle Flensburger Schülerinnen und Schüler auf, am Freitag den 8. Februar 2019 mit uns auf die Straße zu gehen und genau diese Message zu verbreiten: #DontGiveAFuck #ItIsOurFuture

Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Hafenspitze – jede Person ist wertvoll (auch wenn du kein*e Schüler*in/Student*in bist)!

Haben Gedenkstätten ein politisches Mandat? – Vortrag und Diskussion mit Dr. Marcus Meyer am 07.02.2019 in Husum

Donnerstag, 07.02.2019 um 19:30 Uhr

im Kommunikationszentrum „Speicher Husum“

25813 Husum, Hafenstraße 17

Welche Rolle sollen und können Gedenkstätten in diesen Diskussionen einnehmen? Sind sie eine Art Museum oder haben sie ein politisches Mandat? Sind sie beschränkt auf die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit oder haben sie eine Rolle auch in gegenwärtigen Debatten? Diesen Fragen wird Dr. Marcus Meyer, Leiter des Denkortes Bunker Valentin in Bremen-Farge, in seinem Vortrag mit anschließender Diskussion nachgehen.

Eine Kooperation des „Bündnis gegen Rechts Nordfriesland“ und des Speicher Husum.

Keine Eintritt, Spenden sind sehr willkommen!

Siehe zur Geschichte des Nationalsozialismus in Nordfriesland auch die Website der Geschichtswerkstatt Nordfriesland unter: http://www.geschichtswerkstatt-nordfriesland.de/

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