Archiv der Kategorie: Bildung

Artikel zum Thema, Bildung, Schule und Hochschule

Mahnwache mit Musik und Tanz am 15.12.2018 vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel

Tanz auf dem Vulkan

Vom Fliegerhorst Jagel bei Schleswig geht Krieg aus. In Afghanistan, Mali, dem Irak und Syrien beteiligen sich SoldatInnen des Luftwaffengeschwaders mit Drohnen und Kampfflugzeugen am Kriegsgeschehen. Wir begegnen Tod und Zerstörung, die von Jagel ausgehen mit unserer Lebensfreude, mit Musik und
Tanz.

Das Geschwader vom Fliegerhorst Jagel kann nicht mehr heimlich Krieg führen

Seit dreieieinhalb Jahren können die Bundeswehrspione vom Fliegerhorst Jagel nicht mehr ohne öffentliche Proteste Krieg führen. Etwa monatlich erklären KriegsgegnerInnen aus der Region auf Mahnwachen vor der Hauptzufahrt zum Fliegerhorst, wie sich das dortige Bundeswehrgeschwader an Kriegen beteiligt.
Im Afghanistankrieg lenken SoldatInnen aus Jagel seit 2010 Großdrohnen. Davor lieferten sie mit Tornados Zielkoordinaten – das Bombardieren übernahmen dann die Verbündeten aus Großbritannien und den USA. Auch im Malikrieg spionieren SoldatInnen aus Jagel mit Großdrohnen Ziele aus – die Bildauswertung für diesesKriegsgebiet geschieht auf dem Fliegerhorst Jagel.

Wir wissen um die Grausamkeiten, die vom Fliegerhorst Jagel ausgehen – und dennoch lassen wir uns unsere Lebensfreude nicht nehmen, wir singen und tanzen.

Angeleitete Volkstänze aus Europa

Auf der Jahresabschlussmahnwache am 15. Dezember 2018 wollen wir vor dem Tor zum Fliegerhorst gemeinsam tanzen.

Gemeinsame Fahrt zur Tanzmahnwache in Jagel

Anfahrt mit dem Auto: Autobahn 7 Abfahrt Schleswig-Jagel, B77 Richtung Jagel. Knapp 1km hinter dem Autohof Jagel geht es rechts zum Flughafen.

Von Hamburg aus fahren einige KriegsgegnerInnen gemeinsam mit der Bahn. Anmeldung per E-Mail: erikarudolph@gmx.de.

Wer von Flensburg aus eine Mitfahrgelegenheit benötigt, meldet sich bitte bei flensburg@bundeswehrabschaffen.de an. Weitere Informationen bei:
www.jagel.bundeswehrabschaffen.de

Mahnwachen gegen Krieg und Militär: Regelmäßig protestieren KriegsgegnerInnen mit unterschiedlichen Aktionen am Fliegerhorst. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden. Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

Den Einladungsflyer für den 15.12. mit der Anfahrtskizze zum Fliegerhorst gibt es hier

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Flensburg
Dr. Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

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Das Netzwerk der Identitären – Lesung und Diskussion mit Andreas Speit am 12.12.2018 in Flensburg

Mittwoch 12.12.18 um 19:00 Uhr im Volksbad Flensburg, Schiffbrücke 67

Sie besteht zwar nur aus einer Aktivistengruppe von etwa 800 Mitgliedern, wird aber von Zehntausenden finanziell unterstützt. Ihre rechtsextremen Inhalte verbindet sie geschickt mit einem popkulturellen Habitus. Zentrales Thema: die angebliche Islamisierung des Abendlandes. Die gesamte Neue Rechte begrüßte die agilen Jugendlichen »ohne Migrationshintergrund«, die mit Aktionsformen der 68er-Bewegung auf sich aufmerksam machen. An dem Abend wird Andreas Speit das Netzwerk aufzeigen, Protagonisten vorstellen und Positionen hinterfragen.

Eine Veranstaltung mit dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Flensburg des AWO Landesverbands S-H e.V. und dem Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Links zur Veranstaltung:

https://www.facebook.com/events/938793982976481

Ergänzend noch ein Verweis auf die Antwort der Bundesregierung vom 22.08.2018 zu der Kleinen Anfrage der Partei Die Linke über Verbindungen der extrem rechten „Identitären Bewegung“ in Deutschland und Österreich

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/039/1903913.pdf

Das Netzwerk der Identitären – Lesung und Diskussion mit Andreas Speit am 11.12.2018 in Husum

Dienstag 11.12.18 um 19:00 Uhr im Husumer Kulturzentrum „Speicher“ 

„Sie besteht zwar nur aus einer Aktivistengruppe von etwa 800 Mitgliedern, wird aber von Zehntausenden finanziell unterstützt. Ihre rechtsextremen Inhalte verbindet sie geschickt mit einem popkulturellen Habitus. Zentrales Thema: die angebliche Islamisierung des Abendlandes. Die gesamte Neue Rechte begrüßte die agilen Jugendlichen »ohne Migrationshintergrund«, die mit Aktionsformen der 68er-Bewegung auf sich aufmerksam machen. An dem Abend wird Andreas Speit das Netzwerk aufzeigen, Protagonisten vorstellen und Positionen hinterfragen.

Eine Veranstaltung mit dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Flensburg des AWO Landesverbands S-H e.V..“

Eintritt: Spende

Links zur Veranstaltung:

http://speicher-husum.de/programm/events/das-netzwerk-der-identitaeren.html

https://www.facebook.com/events/1914790268640833

Ergänzend noch ein Verweis auf die Antwort der Bundesregierung vom 22.08.2018 zu der Kleinen Anfrage der Partei Die Linke über Verbindungen der extrem rechten „Identitären Bewegung“ in Deutschland und Österreich

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/039/1903913.pdf

 

Sonntagsführung auf Schloss Gottorf: „Ein Schiff für die Götter – das Nydamboot“

Das Nydamboot © Landesmuseen Schloss Gottorf

Sonntagsführung am 9. Dezember, 11 Uhr

Am 17. August 1863 entdeckte Conrad Engelhardt im Nydam Moor bei Sonderborg die Überreste eines Ruderbootes, das heute weltweit bekannt ist und zu den bedeutendsten Exponaten auf der Museumsinsel gehört.

Die Führung am Sonntag, 9. Dezember, berichtet ab 11 Uhr über Details zum Fundplatz, in dem neben dem Nydamboot zwei weitere Schiffe und zahlreiche Gegenstände wie Waffen und Schmuck geopfert wurden. Eine Auswahl von diesen Opfergaben ist in der Ausstellung zu sehen. Die Entdeckungsgeschichte, der eisenzeitliche Schiffbau und die Seeschifffahrt sowie die Rezeptionsgeschichte des Bootes werden ebenfalls thematisiert.

Preis: 2 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung zur Führung ist nicht erforderlich.

Treffpunkt: Kasse Museumsinsel

Landesmuseen Schleswig-Holstein
Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 |service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

http://www.schloss-gottorf.de/

Jedem dritten Beschäftigten in Deutschland droht eine Mini-Rente – In Flensburg fast 20.000 ArbeitnehmerInnen betroffen

NGG legt Rentenprognose vor – 12,8 Millionen ArbeitnehmerInnen unter der Grundsicherung

Hamburg, 3. Dezember 2018

Deutschland droht Altersarmut – in einem größeren Ausmaß als bislang angenommen. Das befürchtet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). 12,8 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden – so, wie sie heute arbeiten – nur eine Rente unterhalb der staatlichen Grundsicherung bekommen. Und das, wenn sie nach immerhin 45 Berufsjahren in den Ruhestand gingen. Das sind bundesweit 42 Prozent aller Beschäftigten, die in Vollzeit, Teilzeit oder ausschließlich geringfügig arbeiten.

Die Schwelle für „Alters-Hartz-IV“ liegt im Bundesschnitt bei aktuell 785 Euro im Monat. Dabei sind insbesondere die Kosten fürs Wohnen berücksichtigt. Dies geht aus einer Renten-Analyse des Pestel-Instituts hervor. Die Wissenschaftler aus Hannover haben dabei für die Gewerkschaft NGG amtliche
Statistiken ausgewertet.
Demnach könnte die Zahl armutsgefährdeter Rentner in Deutschland künftig noch deutlich steigen – nämlich dann, wenn die durchschnittliche Rente bis zum Jahr 2030 auf nur noch 43 Prozent des Einkommens abfallen sollte. Dann gäbe es mehr als 16 Millionen Menschen, die nach 45 Beitragsjahren bei einer Rente unterhalb der Grundsicherung landen, so das Pestel-Institut. Claudia Tiedge, stellvertretende NGG-Vorsitzende, spricht von „alarmierenden Zahlen“. Wer ein Leben lang gearbeitet habe, müsse später auch von seiner Rente leben können, betont sie: „Am Ende steht hier das Vertrauen in die staatliche Altersvorsorge und damit der gesellschaftliche Zusammenhalt auf dem Spiel.“ Die Bundesregierung hat eine Sicherung des Rentenniveaus bei 48 Prozent lediglich bis 2025 vereinbart. „Das reicht nicht aus“, so Tiedge. Die Große Koalition müsse das Rentenniveau längerfristig stabilisieren und möglichst anheben.

Zugleich sieht die NGG die Arbeitgeber in der Pflicht. „Klar ist, dass aus Mini-Löhnen keine Spitzen-Renten werden“, betont Tiedge. Gerade in Branchen wie dem Gastgewerbe und Bäckerhandwerk müssten viele Beschäftigte im Alter aufstocken. „Dabei haben Hoteliers, Gastronomen und Bäckermeister bei der Bezahlung durchaus Spielraum. Anstatt auf Aushilfen mit wenigen Wochenstunden zu setzen, sollten sie reguläre Vollzeitstellen schaffen – und zwar bezahlt nach Tarif“, so die Gewerkschafterin.

Viele Beschäftigte hätten zwar das Glück, dass der Partner mehr verdiene und so die Haushaltskasse im Rentenalter aufbessere. Doch häufig sei das Geld selbst dann sehr knapp. Gerade wer einen Teilzeit oder Minijob habe, müsse sich auf einen „extrem mageren Rentenbescheid“ einstellen. Frauen seien davon besonders häufig betroffen. Sogar knapp 29 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten haben nach Berechnungen des Pestel-Instituts aktuell einen Rentenanspruch von weniger als 1.000 Euro monatlich – nach 40 Arbeitsjahren.

Eine gute tarifliche Altersvorsorge könne zwar dabei helfen, dass im Alter etwas mehr übrig bliebe. „Aber Zusatzrenten sind nicht dafür da, ein immer geringeres Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung auszugleichen“, so Tiedge. Ihr Fazit: „Der Staat muss die gesetzliche Rente sichern. Alle Beschäftigten sind auf sie angewiesen. Und die Arbeitgeber müssen bei Löhnen, Arbeitszeiten und Zusatzvorsorge viel mehr tun, damit die Menschen ihren Lebensabend genießen können.“

Dazu auch Zahlen aus Flensburg in dem Beitrag vom 3.12.2018 auf shz.de:

Gewerkschaft: Vielen Flensburgern droht Altersarmut

Flensburg | Vielen Flensburgern droht die Altersarmut. Das befürchtet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Rund 20.000 Arbeitnehmer in Flensburg würden – so, wie sie heute arbeiten – nur eine Rente unterhalb der staatlichen Grundsicherung bekommen. Und das, wenn sie nach immerhin 45 Berufsjahren in den Ruhestand gingen. Das sind 39 Prozent aller Beschäftigten in der Stadt, erklärt die Gewerkschaft. Weiterlesen

Quelle: https://www.shz.de/21850097 ©2018

Adventsprogramm am 8.12. für Kinder auf Schloss Gottorf: Die Wichtel sind los!

Vorweihnachtszeit auf der Museumsinsel am 8. Dezember – jetzt anmelden!

Weihnachtswichtel auf Schloss Gottorf © Landesmuseen Schloss Gottorf

Das Adventsprogramm auf Schloss Gottorf für Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren geht weiter am kommenden Sonnabend, 8. Dezember. Von 11 bis 13 Uhr sind die Wichtel los. An ihren roten Zipfelmützen und weiten Umhängen sind sie zu erkennen, wenn sie auf leisen Wichtelsohlen durch die Gänge des Schlosses schleichen. Auf ihrem Weg durch die prächtigen Säle kommen sie Geheimnissen auf die Spur, probieren spannende Spiele aus und lassen es sogar im Hirschsaal schneien! Abgerundet wird der Nachmittag mit Kakao, Keksen und weihnachtlichen Geschichten im historischen Gewölbekeller.

Letzte Möglichkeit in diesem Jahr, mit den Weihnachtswichteln auf Entdeckungstour im Schloss zu gehen, besteht am Sonnabend, 15. Dezember, 11 bis 13 Uhr. Dafür sind auch schon Anmeldungen möglich.

Treffpunkt: Kasse Museumsinsel

Preis: 8 Euro

Anmeldung: 04621-813 333, service@landesmuseen.sh

Landesmuseen Schleswig-Holstein
Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 |service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

http://www.schloss-gottorf.de/

 

Flensburger Arbeitslosenquote im November 2018 bei 7,5 %

3.952 Menschen offiziell ohne Beschäftigung, 100 weniger als im Vormonat – Arbeitslosenquote durch verdeckte Arbeitslosigkeit in Flensburg bei rund 12%

Zahl der Flensburger SGB II-Regelleistungsberechtigten („Hartz IV“) sinkt im November lediglich um 9 auf 11.399 Personen

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg sank die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Agentur für Arbeit Flensburg im Berichtsmonat November 2018 im Vergleich zum Vormonat um 100 auf 3.952 Personen. Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Arbeitslosen um 441 (-10,0 Prozent) Personen.
Die offiziell gemeldete Arbeitslosenquote für den November 2018 lag damit bei 7,5 Prozent (Vormonat 7,7 Prozent, November 2017: 8,7 Prozent)

Entwicklung des Arbeitsmarktes im Agenturbezirk Flensburg

Quelle: Bundesagentur für Arbeit / Agentur für Arbeit Flensburg

Arbeitslosigkeit in Flensburg nach Rechtskreisen:

• SGB III: 1.208 (-2) Personen = 2,3 Prozent, Vormonat 2,3 Prozent, Vorjahresmonat 2,5 Prozent
• SGB II: 2.744 (- 98) Personen = 5,2 Prozent, Vormonat 5,4 Prozent, Vorjahresmonat 6,2 Prozent

Arbeitskräftenachfrage:

35 offene Stellen weniger als im Vormonat – 46 mehr als im November 2017

Freie Arbeitsstellen in Flensburg / Quelle: Agentur für Arbeit Flbg.

Die Nachfrage nach Personal in der Stadt Flensburg sank gegenüber dem Vormonat Oktober leicht (-35), lag im November aber über dem Niveau des Vorjahresmonats (+46).  Im November 2018 waren 857 offene Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Flensburg und des Jobcenters Flensburg insgesamt 2.782 sozialversicherungspflichtige Stellen angezeigt.
Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen.

Unterbeschäftigung: Tatsächliche Arbeitslosenquote in Flensburg aufgrund der verdeckten Arbeitslosigkeit weiter bei rund 12 Prozent

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beinhalten jedoch nicht die Menschen, die sich in der verdeckten Arbeitslosigkeit oder sog. „Unterbeschäftigung“ befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.
Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftlich bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden. Leider gibt es nur Zahlen zur Unterbeschäftigung für den gesamten Agenturbezirk. Insofern muss für das Flensburger Stadtgebiet von diesen Zahlen ausgehend die tatsächliche Arbeitslosenquote entsprechend hochgerechnet bzw. geschätzt werden.

Komponenten der Unterbeschäftigung: Zahlen für den gesamten Agenturbezirk Flensburg

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im November 2018 eine Zahl von 13.055  Arbeitslosen (Vormonat 13.557), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es jedoch  17.801 (Vormonat  18.158). Das sind noch einmal zusätzlich 4.746 Arbeitslose.

Nicht inbegriffen bei der Berechnung der offiziellen Arbeitslosenzahlen und -quote sind aber auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und/oder in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen.

Arbeitsuchende:

Ebenso wenig enthalten sind die erwerbsfähigen Arbeitslosen, die nicht im Leistungsbezug des ALG I oder II stehen, keinen Rechtsanspruch darauf haben oder auf Inanspruchnahme derartiger Leistungen verzichten und sich dennoch als arbeitsuchend gemeldet haben. Zur Gruppe der Arbeitsuchenden gehören neben den offiziell registrierten Arbeitslosen auch 1-Euro-Jobber sowie Teilnehmer staatlich finanzierter Weiterbildungs- oder Trainingsmaßnahmen. Arbeitsuchende sind gemäß § 15 Satz 2 SGB III Personen, die nach einer Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen.

Es ist zu beachten, dass die Zahl der Arbeitsuchenden neben den Arbeitslosen auch Erwerbstätige beeinhaltet, die in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen oder eine selbständige Tätigkeit ausüben können. Es gehören dazu auch versicherungspflichtig beschäftigte Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, und die sich nach § 38 SGB III spätestens 3 Monate vor der Beendigung bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden müssen. Erfahren sie erst später von der Beendigung, müssen sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes arbeitssuchend melden. Bei befristeten Arbeitsverhältnissen hat die Arbeitsuchendmeldung mindestens drei Monate vor Fristablauf zu erfolgen. Leider wird in der untenstehenden Aufstellung der Arbeitsagentur nicht genau dargestellt, wie viele von den Arbeitsuchenden in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen und wie viele nicht. Allgemeine Schätzungen zur Zahl der Nichtleistungsempfänger bei den erwerbslosen Arbeitsuchenden bzw. ihrem Anteil: „Arbeitslosigkeit ohne Arbeitslosengeld – Jede vierte arbeitslose Person im Versicherungssystem ist betroffen“ finden sich hier: arbeitsmarkt-aktuell-04-2014-1

Sie alle gelten nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne und werden somit bei der Berechnung der Arbeitslosenquote nicht berücksichtigt.

Dazu die Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst:

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Geschäftsstellenbereich Flensburg – Arbeitsuchende

Die Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftstellenbereich Flensburg sinkt im November nur leicht um 13 auf 11.061 Personen.

Das sind zur  Zahl der gemeldeten Arbeitslosen von 6.629 im Geschäftsstellenbereich Flensburg noch mal 4.432 Personen zusätzlich (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, November 2018, S. 18).

Damit dürfte auch die eigentliche Zahl der „Arbeitslosen“ in Flensburg im November 2018 nicht 3.952 betragen haben, sondern lag hochgerechnet immer noch bei mehr als 6.000 Personen und die tatsächliche Arbeitslosenquote weiterhin bei rund 12 Prozent.

Zahl der Arbeitsuchenden im Agenturbezirk steigt

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im November 2018 die Zahl der Arbeitsuchenden inklusive der statistisch registrierten Arbeitslosen bei 25.145 Personen und damit um 261 (+1,0%) über der vom Oktober 2018 mit 24.884 Personen (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, November 2018, S. 5). Dies sind im Vergleich zu den für den Agenturbezirk offiziell gemeldeten Arbeitslosenzahl von 13.055 aber immer noch 12.090 Personen zusätzlich. Darunter fallen ebenfalls wieder die Arbeitslosen, deren Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben oder die auf Inanspruchnahme derartiger Leistungen verzichten. Sie gelten daher ebenso nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne und tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Und die von der Agentur für den November 2018 offiziell gemeldete Arbeitslosenquote liegt im gesamten Agenturbezirk Flensburg bei 5,2 Prozent. (Vorjahr 6,3 Prozent, Vormonat 5,4 Prozent). Diese Quote dürfte aber angesichts der vorangegangenen Erläuterungen ebenso erheblich höher liegen

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Agenturbezirk Flensburg – Arbeitsuchende

Die November-Zahlen des Jobcenter Flensburg

Die Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften sinkt um 28
Die Zahl der Regelleistungsberechtigten (Hartz IV) sinkt lediglich um 9 Personen

Das Jobcenter Flensburg betreute im November 2018 2.744 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 98 Personen weniger als im Vormonat (- 3,4%) bzw. 374 Personen (-12,0%) weniger als im Vorjahresmonat und der geringste Wert seit Bestehen des Jobcenters (2005).

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im November im Vergleich zum Vormonat um 28 auf 6.480 (- 0,4%) und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 139 (-2,1%).

Die Zahl der Regelleistungsberechtigten sank im Vergleich zum Vormonat um 9 auf 11.399 (-0,1%), im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken sie um 43 (-0,4%).

Quelle: Jobcenter Flensburg

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Zum Thema verdeckte Arbeitslosigkeit und „Stille Reserve“ ein Beitrag auf Spiegel-Online vom 01.03.2017: Statistiktricks – So wird die Arbeitslosigkeit schöngerechnet

Zeichnet die offizielle Statistik ein geschöntes Bild vom Arbeitsmarkt? Tatsächlich gelten viele nicht als arbeitslos, obwohl sie Arbeit suchen. Verschwiegen werden sie nicht – aber man muss nach ihnen suchen. Unter: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitslosenstatistik-so-hoch-ist-die-verdeckte-arbeitslosigkeit-a-1133354.html

Ein Beitrag des ZDF vom 2.11.2017: Eine Million Arbeitslose mehr – Wie die Arbeitslosenzahl schöngerechnet wird

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgezählt. Unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Einladung zum Tag der offenen Tür „Schön fremd“ am 5. Dezember um 18 Uhr im ADS Jugendtreff Speicher

Projekte „Culture Master“ und „Culture Lady“

Flensburg. Alle Interessierten sind herzlich zum Tag der offenen Tür „schön fremd“ der Projekte „Culture Master“ und „Culture Lady“ am Mittwoch, 5. Dezember um 18 Uhr in den ADS Jugendtreff Speicher, Segelmacherstraße 15, 24939 Flensburg eingeladen.

Ab 17 Uhr öffnen die Projekte ihre Türen und möchten mit allen Interessierten, ob alt oder jung, über die Frage „warum macht das „Fremde“ eigentlich Angst?“ diskutieren.

Dazu konnten Udo Gerigk, Rawan Najjar und Waleed Azadsoi von KAST e.V. aus Kiel eingeladen werden. Diese Experten werden zu diesem Thema einen interaktiven Input anbieten.

Neben dem thematischen Impuls gibt es Besichtigungen des Jugendtreffs auf vier Etagen, Ausstellungen zu den Themen Werte und Normalität sowie zu den Ergebnissen aus den Projekten, Gespräche im ganzen Haus sowie freie Kost. Einlass ab 17:00 Uhr und Start des Themeninputs ab 18:00 Uhr.

Die Beteiligten der Projekte „Culture Master“ und „Culture Lady“ sind junge Menschen ab 16 Jahren. Sie treffen sich regelmäßig und diskutieren über Werte sowie Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Diese Projekte werden vom ADS Kinder- und Jugendtreff Speicher und vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Flensburg begleitet.

After-Work-Führung mit dem Steinzeitexperten Harm Paulsen am 05.12.2018 auf Schloss Gottorf

Mittwoch, 5. Dezember, 18 Uhr: „Warum wir nicht ausgestorben sind“

Abbildung: Harm Paulsen beim Bogenschießen © Landesmuseen Schloss Gottorf

Die körperlich stärksten Lebewesen waren die Menschen nie. Dennoch entwickelten sie sich prächtig. Warum das funktionierte, was die Ernährung damit zu tun hatte und noch vieles mehr, erläutert der bekannte Experimentalarchäologe Harm Paulsen am Mittwoch, 5. Dezember, ab 18 Uhr in seiner After-Work-Führung ab 18 Uhr  informativ und spannend.

Treffpunkt: Schlossportal Museumsinsel

Preis: 9 Euro, ermäßigt 6 Euro (inkl. Begrüßungsgetränk)

 

Landesmuseen Schleswig-Holstein
Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 |service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

http://www.schloss-gottorf.de/

flurgespräche: Was ist los beim shz? – Veranstaltung des DGB am 13.12.2018 im Gewerkschaftshaus Flensburg – jetzt anmelden!

Donnerstag, den 13. Dezember 2018, 12-14 Uhr, Gewerkschaftshaus Flensburg, Rote Straße 1

flurgespräche…

erhellen oft mehr als offizielle Termine. Zum Kennennenlernen und Austauschen für Streitbares und Versöhnliches.

Und ein Thema in Kurzbeiträgen – diesmal: „Carlo Jolly, Holger Ohlsen und Joachim Pohl übernehmen andere redaktionelle Aufgaben.“ Nach dieser Ansage aus dem Flensburger Tageblatt vom 3. September 2018 fragen wir uns: Was ist los beim shz?

Mit Rüdiger Otto von Brocken, Betriebsrat beim shz und Martin Dieckmann, ver.di Fachbereichsleiter Medien, Kunst, Industrie

Selbstverständlich gehört dazu – wie immer – ein Mittagsimbiss.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

Um Anmeldung wird gebeten, per E-Mail: flensburg@dgb.de oder Telefon unter: 0461-1444010.

Diese Veranstaltung berechtigt eine Freistellung nach § 37(2) BetrVG und nach § 37(2) MBG Schl-H..

V.i.S.d.P.: Stadtverband Flensburg im DGB Schleswig-Holstein Nordwest, Susanne Uhl, Rote Straße 1, Flensburg.

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