Archiv der Kategorie: Bildung

Artikel zum Thema, Bildung, Schule und Hochschule

Politischer Weihnachtsschnack mit Robert Habeck & Rasmus Andresen am 19.12.2017 im Yachting Heritage Center in Flensburg

Die GJ-Basisgruppen Flensburg, Husum und Schleswig laden Euch zu ihrer politischen Weihnachtsfeier ein.

Schnackt mit unseren Gästen über die Themen, die euch auf der Zunge brennen oder lehnt euch bei Snacks und Getränken entspannt zurück und verbringt einfach einen gemütlichen Abend zusammen. Komm vorbei und nimm am besten noch einen Freund mit!
Vize-Ministerpräsident und Umweltminister Robert Habeck und Vize-Landtagspräsident Rasmus Andresen beantworten Euch eure Fragen zur aktuellen politischen Lage in Deutschland und natürlich auch zu allen anderen politischen Themen, die euch gerade interessieren.

Wann: Dienstag, 19. Dezember 18:00 – 21:00
Wo: Am Industriehafen 5, Yachting Heritage Center , 24937 Flensburg – Raum „Spinx“
Wie komm ich da hin: Buslinie 5B Richtung Sünderup – 17:04/24/44 ab Flensburg Bahnhof oder 17:10/30/50 ab Flensburg ZOB

Ihr kommt von weiter weg? Dann schreibt in die Veranstaltung und bildet eine Fahrgemeinschaft mit Bus oder Bahn!

– Diese Veranstaltung ist öffentlich für alle bis 28 Jahre –

Gastgeber: GRÜNE JUGEND Schleswig , GRÜNE JUGEND Flensburg und Rasmus Andresen

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Mahnwache mit Musik und Tanz vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel am 16.12.2017 um drei vor zwölf

Das Geschwader vom Fliegerhorst Jagel kann nicht mehr heimlich Krieg führen

Seit zweieinhalb Jahren können die Bundeswehrspione vom Fliegerhorst Jagel nicht mehr ohne öffentliche Proteste Krieg führen. Etwa monatlich erklären KriegsgegnerInnen aus der Region auf Mahnwachen vor der Hauptzufahrt zum Fliegerhorst, wie sich das dortige Bundeswehrgeschwader an Kriegen beteiligt.
Im Afghanistankrieg lenken SoldatInnen aus Jagel seit 2010 Großdrohnen. Davorlieferten sie mit Tornados Zielkoordinaten – das Bombardieren übernahmen dann die Verbündeten aus Großbritannien und den USA. Auch im Malikrieg spionieren die „Immelmänner“ mit Großdrohnen Ziele aus – die Bildauswertung für dieses Kriegsgebiet geschieht auf dem Fliegerhorst Jagel.

Für das Leben, gegen Tod und Zerstörung

Dieser Beteiligung der Soldaten an Tod und Zerstörung begegnen wir KriegsgegnerInnen mit Lebensfreude. Vor der Hauptzufahrt zum Fliegerhorst, dem „Tor zum Tod“ organisieren wir Konzerte, halten Vorträge, und tauschen uns aus und bilden ein regionales Netzwerk gegen Krieg. Auf der Jahresabschlussmahnwache am 16.Dezember 2017 wollen wir vor dem Tor zum Fliegerhorst gemeinsam tanzen.

Das nächste Mal findet die Mahnwache am Samstag, den 16.12.2017 um 11.57 Uhr in Jagel vor dem Haupteingang des Fliegerhorstes an der B77 statt.

Dem Militär auf der Nase herumtanzen

Bei dieser letzten Mahnwache des Jahres 2017 gibt es Musik und Tanz. Tanzbegeisterte Friedensfreund*innen sind herzlich eingeladen, denn Musikgenuss muss friedlich sein!

Mahnwachen gegen Krieg und Militär: Regelmäßig protestieren KriegsgegnerInnen mit unterschiedlichen Aktionen am Fliegerhorst. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden. Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

Den Einladungsflyer für den 16.12. mit der Anfahrtskizze zum Fliegerhorst gibt es hier

DFG-VK Gruppe Flensburg
Dr. Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
v.i.S.d.P-: Siglinde Cüppers, Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Flensburg Pestizid und Glyphosatfrei machen!

Dass der Einsatz von Pestiziden und insbesondere Glyphosat außerordentlich gefährlich für die Umwelt ist und auf Dauer auch für den Menschen, hat mittlerweile viele Kommunen bewogen, bei der Pflege ihrer Grünanlagen darauf ganz oder teilweise zu verzichten.

Untenstehend möchten wir deshalb zum Thema auf einen entsprechenden Beitrag in der Zeitschrift DEMO und auf die Initiative des BUND hinweisen:

Umweltschutz – Kein Glyphosat in den Kommunen

Karin Billanitsch • 05. Dezember 2017 in DEMO – Die Fachzeitschrift für Kommunalpolitik

Bisher haben sich 90 Städte und Gemeinden entschieden, ihre Grünflächen ohne Pestizide oder mindestens ohne Glyphosat zu bewirtschaften. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland unterstützt diese Aktivitäten und hat einen Ratgeber „Die pestizidfreie Kommune“ erarbeitet. Er zeigt Alternativen auf.

Von der Stadt Saarbrücken im Südwesten bis Schenefeld im Landkreis Pinneberg im Norden haben sich bereits rund 90 Städte und Gemeinden dafür entschieden, auf Pestizide oder mindestens Glyphosat bei der Pflege ihrer Grün- und Freiflächen zu verzichten. In Kommunen werden diese chemischen Substanzen häufig eingesetzt, um Straßen, Wege und Plätze frei von unerwünschtem Bewuchs durch Kräuter und Gräser zu halten. Auch auf Beeten, Begrünungen, Parks und Rasenflächen kommen Insektizide oder Fungizide zum Einsatz, zum Beispiel in Rosengärten gegen Pilzkrankheiten und Blattläuse. Weiterlesen hier

Die Initiative des BUND:

Pestizidfreie Kommunen: Es tut sich was

Städte und Gemeinden setzen Pestizide häufig ein, um Straßen, Wege sowie Spiel- und Sportplätze frei von Kräutern und Gräsern zu halten – je nach Standpunkt wird der unerwünschte Bewuchs als „Unkraut“, „Wildkraut“ oder „Beikraut“ bezeichnet. Die Pestizide gelangen dann oft in Gewässer oder die Kläranlage. Das muss nicht sein!

Bisher haben sich 90 Städte und Gemeinden entschieden, ihre Grünflächen ohne Pestizide oder mindestens ohne Glyphosat zu bewirtschaften. Der BUND unterstützt diese Aktivitäten und hat deshalb einen Ratgeber „Die pestizidfreie Kommune erarbeitet. In ihm wird das „Grundkonzept“ einer pestizidfreien Kommune erläutert. Ebenso werden die wichtigsten pestizidfreien deutschen Kommunen vorgestellt. Die Broschüre kann heruntergeladen oder über den BUNDladen portofrei bestellt werden. Weiterlesen hier

Teilnehmerrekord bei den Integrationskursen in Flensburg

Start des 22. Integrationskurses an der vhs Flensburg – Endspurt 2017 mit neuem Rekord

Flensburg. In dieser Woche hat die vhs Flensburg ihren 22. Integrationskurs im Jahr 2017 an den Start gebracht. Somit lernen aktuell an den drei Unterrichtsorten in der Stadt insgesamt rund 440 Teilnehmer in 27 Klassen zeitgleich im Anfängerbereich Deutsch. Vormittags, nachmittags und abends sind dafür 23 lizenzierte Lehrkräfte im Einsatz.
Die vhs Flensburg hat damit auch im laufenden Jahr auf den weiterhin hohen Bedarf an Integrationskursen für Zuwanderer reagiert. Insbesondere wuchs der Alphabetisierungsbereich von einst drei auf nunmehr sieben Gruppen an. Das Kursangebot bleibt folglich auf dem hohen Niveau von 2016, in dem insgesamt 25 Integrationskurse parallel liefen und damit bereits schon doppelt so viele wie in den Vorjahren.

Die Integrationskurse führt die vhs Flensburg im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) seit 2005 durch. Ein Integrationskurs besteht aus 600 Stunden Sprachkurs und 100 Stunden Orientierungskurs, in dem die Teilnehmer etwas über das politische System, die Geschichte und Kultur Deutschlands lernen.
Sobald die Teilnehmer im Integrationskurs das Sprachniveau B1 erreicht haben, können viele in ebenfalls vom BAMF geförderte berufsbezogenene Sprachkurse wechseln. Auch davon hat die vhs Flensburg 2017 insgesamt 13 Kurse mit rund 260 Teilnehmern angeboten – Tendenz steigend.

Leif Mensing, Leiter der vhs Flensburg: „Ich bin ungeheuer stolz auf das gesamte vhs Team. Dass wir dieses umfangreiche Kursangebot für neue Flensburger Mitmenschen auch 2017 anbieten konnten, war ein hartes Stück Arbeit.“

„Wir erleben, dass die Beratung der Teilnehmer zunehmend zeitintensiver wird. Zudem werden die Durchführungsvorgaben des Bundesamtes immer komplexer“, ergänzt die pädagogische Leitung, Anke Wigger.

8 Mio. Euro Fördermittel für den neuen „Kinder-Campus“ in Fruerlund

Flensburg. Große Freude im Rathaus löste die Nachricht aus, dass die Errichtung eines Kindercampus an der Schule Fruerlund durch das Programm von Bund und Land „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ mit einer Summe von 8.000.000 € gefördert wird. Eine wegweisende Entscheidung für die Schule und den Stadtteil Fruerlund. Es handelt sich zudem um das einzige Projekt aus Schleswig-Holstein, dass sich über eine Förderzusage im Jahr 2017 freuen konnte. Damit kann nach jahrelanger Planung eines der zentralen Bildungsprojekts in der Stadt Flensburg in Angriff genommen werden.
Der Neubau der Kita als Teil des geplanten Bildungszentrums wurde zur Förderung im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Stadtumbau West“ angemeldet. Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration hat der Aufnahme der Maßnahme Kindertagesstätte Fruerlund am 14.09.2016 zugestimmt.
„Was für eine tolle Nachricht. Ich freue mich wirklich sehr, denn jetzt kommen wir dem Bildungszentrum Fruerlund nach vielen, vielen Jahren einen wirklich großen Schritt näher“, sagt Oberbürgermeisterin Simone Lange.
Das Projekt sieht vor, die seit langem sanierungsbedürftige Grundschule Fruerlund einschließlich der Sporthalle, einer Mensa, der Außenanlagen und mit den ergänzender Funktionen des geplanten Bildungszentrums, am Standort der heutigen Grundschule in Fruerlund, Bohlberg 56/58, durch einen Neubau zu ersetzen, um den zukünftigen Anforderungen insbesondere im pädagogischen und energetischen Bereich gerecht werden zu können. Vollständig wird das neue Bildungszentrum schließlich durch die im Rahmen des Programms „Stadtumbau West“ mit 4.200.200 € geförderte Kindertagesstätte.

Diskussionsveranstaltung am 13.12.2017 im Gemeindehaus St. Nikolai: Faire Bedingungen in der Bekleidungsindustrie…

… und was das Textilbündnis damit zu tun hat.

am Mittwoch, 13. Dezember 2017 um 19.00 Uhr
Gemeindehaus St. Nikolai
Südermarkt 15, Flensburg

Fashiontrends wechseln schnell, ständig ist neue Mode auf dem Markt. Man kommt mit dem Shoppen gar nicht hinterher…
Seit dem Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes mit 1.250 Toten sind neben den Modetrends auch die Arbeitsbedingungen in der textilen Industrie im Blickpunkt der Öffentlickeit. Verbraucherlnnen wollen, dass die Näherinnenvon ihrem Lohn leben, sich gewerkschaftlich organisieren können und vor Brandkatastrophen geschützt sind. Faire Bedingungen entlang der gesamten Lieferkette in der Textilproduktion – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung will auch das vom Entwicklungsminister gegründete „Bündnis für nachhaltige Textilproduktion“. Wer macht da eigentlich mit, welche Probleme und welche Fortschritte gibt es auf dem Weg hin zu einem Siegel „Made in Würde“?

Darüber berichtet uns:

Frank Zach, beim DGB-Bundesvorstand in der Abt. Internationales zuständig für Osteuropa, Asien-Pazifik und Mitglied im Textilbündnis.

V.i.S.d.P.:  DGB-Frauen, Perke Heldt, DGB S-H Nordwest, Rote Straße 1, 24937 Flensburg
In Zusammenarbeit mit Ute Morgenroth vom Ev. Frauenwerk Schleswig-Flensburg

Vortrag „Fitness und Wohlbefinden bis ins hohe Alter“ am 07.12.2017 im Café des vhs-Zentrum

Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der Pflegestützpunkt informiert“

Flensburg. Der Pflegestützpunkt in der Stadt Flensburg lädt alle interessierten Flensburgerinnen und Flensburger zum Vortrag „Fitness und Wohlbefinden bis ins hohe Alter“ am Donnerstag, 07. Dezember um 15 Uhr im Café des vhs-Zentrum, Nikolaikirchof 3 ein.

Dass es möglich ist, bis ins hohe Alter fit zu bleiben und welche vier Aspekte für ein gesundes Altern wesentlich sind, wird Chefarzt Dr. Klaus Weil der Klinik für Geriatrie und Frührehabilitation am Malteser Krankenhaus St. Franziskus Hospital in seinem Vortrag erläutern und im Anschluss individuelle Fragen beantworten.

Flensburger Arbeitslosenquote steigt im November 2017 auf 8,7 %

Über 2.000 Flensburger Arbeitslose tauchen in der Statistik nicht auf – Verdeckte Arbeitslosigkeit bei 13%

Zahl der SGB II-Regelleistungsberechtigten (Hartz IV) auf konstant hohem Niveau

Arbeitsmarkt:

Aus der Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Flenburg: „Im Stadtgebiet Flensburg stieg die Zahl der Arbeitslosen im November 2017 um leicht 61 (1,4 Prozent) auf 4.393 Personen im Vorjahresvergleich, im Vergleich zum Vormonat um 40 (0,9 Prozent).
Die Arbeitslosenquote stieg auf 8,7 Prozent (November 2016: 8,6 Prozent; Vormonat 8,6 Prozent). 722 sozialversicherungspflichtige Stellen waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 28 oder 4,0 Prozent mehr als vor einem Jahr, 44 oder -14,1 Prozent weniger als im Oktober 2017. Der größte Bedarf bestand bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (184), im Handel (171), im Gesundheits- und Sozialwesen (165) sowie in der Produktion und Fertigung (159).“

Verdeckte bzw. tatsächliche Arbeitslosigkeit bei rund 13 %

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten jedoch nicht die Menschen, die sich in der sog. verdeckten Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im November 2017 somit ein Anstieg um 500 Personen und eine Zahl von  15.706 Arbeitslosen (Vormonat  15.206), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es 20.538  (Vormonat 19.835). Nicht inbegriffen in der offiziellen Arbeitslosenstatistik sind auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen. Entsprechend sind prozentual auch die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen in Flensburg erheblich höher. Mehr dazu im Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201711 auf bzw. ab Seite 9.

Komponenten der Unterbeschäftigung

Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, November 2017, S. 9

Über 2.000 Arbeitslose tauchen in der Flensburger Statistik der Arbeitsagentur nicht auf

Zum Vergleich untenstehend Zahlen der „arbeitslosen Kunden“ des Jobcenter Flensburg aus dem Juli 2017, die einen Eindruck über den Anteil derjenigen Arbeitslosen geben, die in der Flensburger Arbeitslosenstatistik nicht berücksichtigt werden.

Grafik aus der Dokumentation des Jobcenter Flensburg für die Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschuss am 13.11.2017 Foto: Heinz-Werner Jezewski

Allein 1.260 Arbeitslose befanden sich demnach in bereits oben genannten Maßnahmen. 695 waren krank gemeldet, 258 waren Ältere mit Sonderregelungen und 1.175 Personen waren zwar sozialversicherungspflichtig erwerbstätig, brauchten aber dennoch Hilfeleistungen, da unter anderem ihr Einkommen zur Existenzsicherung nicht reichte (z.B. Teilzeitjobber / Geringverdiener). 736 Personen wurden aufgrund von Schule oder Studium, 626 aufgrund von Pflege und Erziehung und 310 Personen aufgrund sonstiger Gründe nicht als arbeitslos gezählt.  Somit bleiben netto rund 2.200 Arbeitslose, die in der offiziellen Arbeitslosenstatistik der Flensburger Arbeitsagentur nicht auftauchen. Damit dürfte die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen im November 2017 nicht 4.393.betragen haben, sondern lag bei etwa 6.600 und die Arbeitslosenquote bei rund 13%.  Rechnet man noch die Arbeitslosen und Arbeitsuchenden dazu, die aus dem Leistungsbezug des ALG I rausgefallen sind und keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, dürfte die Quote sogar noch höher liegen.

Zahl der Arbeitsuchenden konstant

Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug im November 2017 im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst,  11.400 Personen, im Vormonat waren es  11.402 (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, November 2017, S. 19) .

Steigende Zahlen im Agenturbezirk: Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im November 2017 die Zahl der Arbeitsuchenden bei 26.787 Personen und damit um 320 über der des Vormonats von 26.467   Personen (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, November 2017, S. 6). Dies sind im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Arbeitslosen über 11.000 Personen zusätzlich. Darunter fallen unter anderem auch Arbeitslose, deren Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist und die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben, nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne gelten und daher in der Arbeitslosenstatistik nicht auftauchen.

Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften bleibt nahezu konstant – Im Jahresvergleich erheblicher Anstieg der Zahl der Leistungsberechtigten

Jobcenter:

Das Jobcenter Flensburg betreute im November 2017 3.118 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 4 Personen weniger als im Vormonat (-0,1%) bzw. 117 Personen (-3,6 %) weniger als im Vorjahresmonat.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ging im November im Vergleich zum Vormonat um 37 auf 6.525 (- 0,6%) zurück; im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 198 (+3,1%).
Die Zahl der Regelleistungsbezieher verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 49 auf 11.355 (-0,4%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 781 (+7,4%). Die Steigerungen bei den Bedarfsgemeinschaften und den Regelleistungsbeziehern zum Vorjahr sind in erster Linie auf den Personenkreis der Geflüchteten zurückzuführen.

Arbeitsmarktreport Jobcenter Flensburg November 2017

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Ein Beitrag des ZDF vom 2.11.2017: Eine Million Arbeitslose mehr – Wie die Arbeitslosenzahl schöngerechnet wird

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgezählt. Unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Sascha Denzer liest aus „Das grüne Herz“ am 30.11.2017 um 19 Uhr im Kulturhof Flensburg

Autorenlesung: Weihnachten am Amazonas

Ein Abenteuerroman aus wahrer Begebenheit. Die tief berührende, unterhaltsame und lehrreiche Geschichte eines mutigen Weges in die Tiefen des brasilianischen Urwaldes und der Seele.
Ein 26-jähriger Musiker will zu den Indianern aussteigen?
Am Ende der Welt findet er neuen Lebenssinn und Bewusstseinserweiterung, ganz ohne Drogen. Außergewöhnliche Natur-Erfahrungen, wundersame Abenteuer und die Begegnung mit schönen Menschen und Naturweisheit bringen ihn weiter.
Das Geheimnis um Licht und Farbe tut sich als wissenschaftliches Wunder und spirituelle Wahrheit auf.

Do. 30.11.2017 um 19 Uhr
Kulturhof e. V. im Brasseriehof, Große Straße 42 – 44

Tipp:
Seminar mit Übungen zur Naturwahrnehmung,
Sa. 2. Dez., 10 -13:30 Uhr.
Tondernweg 5, mit freiwilligem Kostenbeitrag.

Weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen des Kulturhof e.V. finden Sie bei Facebook https://www.facebook.com/brasseriehof.cafe/events und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Was ist der Kulturhof Flensburg e. V.?

Gegründet wurde unser Verein am 15.9.16 im Brasseriehof, wo seit Sommer 2015 die ersten Cafés (Familiennetzwerk „Mit uns für Alle“) stattfanden. Seit 28.2.17 ist er offiziell eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Wir fördern laut Satzung die Völkerverständigung und die Flensburger Stadtkultur.

Was machen wir?

Jede/r kann bei uns ein Café ausrichten und seine Kultur vorstellen. In Flensburg gibt es Menschen aus ca. 130 Kulturen, sodass ein buntes Programm möglich ist. Bisher gab es im Brasseriehof-Café u. a. folgende Cafés: iranisch, syrisch-orientalisch, kurdisch, türkisch, mexikanisch, kamerunisch, ghanaisch. Wenn auch DU Deine Kultur in Form von köstlichen Speisen und mehr vorstellen möchtest, bist Du herzlich willkommen.

Neben den Cafés, die meist nachmittags stattfinden, veranstaltet der Verein auch Konzerte, bietet Lesungen, Themenabende mit Diskussionen und Ausstellungen an.

Ein besonderes Anliegen ist uns, für den Einbau eines behindertengerechten WCs zu sammeln. Insbesondere die Spenden aus den Hutkonzerten sind dafür vorgesehen.

Ebenso kann man bei uns dienstags nachmittags via die „Marktschwärmer“ bestelltes Gemüse abholen. Außerdem unterstützen wir das Projekt „Foodsharing“.

Aktuelle Termine befinden sich auf unserer Facebook-Seite Brasseriehof-Café https://www.facebook.com/brasseriehof.cafe/events und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Wir freuen uns über neue Mitglieder uns weitere spannende Veranstaltungen im Kulturhof Flensburg! Möchtest Du ab und an einen selbstgebackenen Kuchen spenden? Den Schaukasten monatlich gestalten oder die Räumlichkeiten sauber halten?

Dann schaue einfach mal während der Öffnungszeiten herein.

Kulturhof Flensburg e. V., im Brasseriehof, Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

Philosophie mittenmang: „Die Freiheit zu gehen – kann man aus kulturellen Gruppen aussteigen?“ am 06.12.2017 im Kühlhaus in Flensburg

Vortrag mit Prof. Dr. Dagmar Borchers, Universität Bremen

Die Freiheit zu gehen – kann man aus kulturellen Gruppen aussteigen?

Die Freiheit, gehen zu können, wenn wir wollen, spielt für unser Lebensgefühl und unser Selbstverständnis eine große Rolle. Aber nicht aus allen Kontexten kann man einfach so aussteigen. In der Politischen Philosophie hat es eine Diskussion darüber gegeben, ob und in welcher Weise man ggf. aus kulturellen Gruppen aussteigen kann. Das Recht dazu ergibt sich u.a. aus der Meinungs-, Versammlungs-, Religions- und Gewissensfreiheit. Aber de facto kann ein Ausstieg schwierig oder gar unmöglich erscheinen. Ist dann auch der liberale Rechtsstaat in der Pflicht, dieses Recht zu gewährleisten? Im Vortrag und im Austausch mit dem Auditorium möchte Dagmar Borchers diese Diskussion vorstellen und kritische Fragen dazu erörtern.

Mittwoch 6. Dezember, 18-20.00 Uhr

„Kühlhaus“, Mühlendamm 25, 24937 Flensburg

IST MAN MITTENDRIN.

Bei „Philosophie mittenmang“ , der Veranstaltungsreihe des Philosophischen Seminars der EUF, diskutieren Philosophinnen und Philosophen mit allen Interessierten über aktuelle und bewegende Themen aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft. Dazu gehen sie mittenmang in die Stadt, dorthin, wo sich drängende Fragen stellen: ins Museum, in den Big-Brother-Raum, ins Kulturzentrum.

Eine Veranstaltungsreihe des
Philosophischen Seminars der
Europa-Universität Flensburg.
Organisation:
Prof. Dr. Anne Reichold
Prof. Dr. David P. Schweikard
philosophie@uni-flensburg.de
www.uni-flensburg.de/philosophie

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