Offener Brief der BI Bahnhofsviertel zum Bauvorhaben auf dem Gelände der KITA Schwedenheim und ehemaligen Fahrschule Simonsen

Offener Brief

Flensburg, 02.09.2022

Droht der nächste Kahlschlag ?

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Simone Lange,

wir wenden uns an Sie mit einer dringenden Frage: Was steckt hinter der Information in der shz vom 01.09.22, dass nicht nur auf dem Gelände der Fahrschule Simonsen,  sondern auch in der angrenzenden Helenenallee 15-17, dem jetzigen Standort der städtischen Kita Schwedenheim, gebaut werden soll?

Wird die Stadt auch dieses Gelände wieder an Investoren veräußern, die sich dann auf das Baurecht berufen und den nächsten wertvollen innerstädtischen Baumbestand abholzen – während gleichzeitig die Stadt und ihre Repräsentanten von sich behaupten, extrem nachhaltig und klimabewusst zu handeln? Für die Natur lässt der Umfang des  Bauvorhabens jedenfalls das Schlimmste befürchten.

Haben Sie, Frau Lange, nichts aus dem Drama um den Bahnhofswald gelernt und muten der „Stadtgesellschaft“ die nächste Zerreißprobe zu? In Zeiten globaler Überhitzung und  des allgegenwärtigen Klimawandels hat der Grünflächenerhalt und die Rettung des Baumbestandes allerhöchste Priorität, sodass eine Umplanung erfolgen muss. Suchen sie einen Ersatzstandort, z.B. im Schwarzenbachtal, an dem keine weitere Naturzerstörung in  Kauf zu nehmen ist.

Die Verantwortlichen dieser Stadt dürfen das Grundstück Helenenallee 15 – 17 nicht verkaufen und die wunderschönen Bäume den Motorsägen zum Fraß vorwerfen.

Mit freundlichen Grüßen
Christiane Schmitz-Strempel
Günter Strempel (Sprecherin u. Sprecher der BI Bahnhofsviertel)

PS: Als Anlage drei Fotos, die zeigen, um welche Naturschätze es hier geht

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Veröffentlicht am 2. September 2022, in Ökologie, Bahnhofsviertel, Bahnhofswald Flensburg, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Rat & Ausschüsse, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Bürgerinitiative Bahnhofsviertel, danke!
    Das Zerfalldatum für Ihren Offenen Brief ist leider schon der 3. Oktober.
    Lieber Herr Geyer, falls Sie hier mitlesen, akzeptieren Sie bitte die Notwendigkeit Ihrer Antwort an die Bürgerinitiative vor diesem Datum. Eingepreist in das öffentliche Gedächtnis haben sich bekanntlich die lockeren Sprüche anderer, wie „Was stört mich mein Geschwätz von gestern“

    Meine mich zu erinnern, dass 2020 das LLUR Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume die Quelle des Bahnhofswaldes richtig als anerkannte Sickerquelle bezeichnete und das Quellgebiet „Angeln“ sei, also vor den Toren Flensburgs.
    Das Wesen einer Quelle ist nun mal seine (unaufhörliche) Kontinuität, die ist nicht aufzuhalten…
    Oder, was für einen Hotelbau (versiegeln) nötig wäre, sie zu verrohren, aber das ist zum Glück nicht mehr naturverträglich anerkannt.
    Und, lieber Herr Geyer, mit Umweltsünden zu beginnen, würden Sie keinem Kandidaten empfehlen, da bin ich sicher.

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