Archiv der Kategorie: Bahnhofsviertel

Beiträge zum Thema Flensburger Bahnhofsviertel, Bahnhofswald und das Hotelprojekt

Offener Brief der BI Bahnhofsviertel an Fabian Geyer

Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg
c/o Günter Strempel/ Christiane Schmitz-Strempel
Tiesholz 1
24941 Flensburg

Offener Brief

Flensburg, den 27.09.2022

Moin sehr geehrter Herr Geyer,

auf dem Parking Day haben Sie unserem Mitglied Helmreich Eberlein gegenüber gesagt: „Der Weg zu dem Ratsbeschluss (über den B-Plan 303 Hauptpost) war unehrlich und falsch.“ Wir danken Ihnen für diese so klare und treffende Aussage. Sie stimmt ja in mehrfacher Hinsicht, ganz besonders aber in Bezug auf die im Baugebiet vorhandene Quelle. Deren Existenz wurde von der Verwaltung zu Beginn jener Ratssitzung geleugnet. Und dies, obwohl die beiden Stellungnahmen, auf die sich Frau Takla-Zehrfeld berief, ohne erneute Ortsbesichtigung abgegeben worden waren; man entschied nach Aktenlage, wobei die Akten das Feuchtgebiet gar nicht erwähnt hatten und zahlreiche Zeugenaussagen den früher hier entspringenden Bach bezeugten.

Inzwischen ist ja viel geschehen; unter anderem wegen der übersehenen Sickerquelle klagt der BUND gegen die Baugenehmigung für das Hotel. Die Investoren haben in einem Akt der Verzweiflung das ganze Quellgebiet mit Ausnahme des anerkannten periodisch fördernden Quelltopfes abgebaggert und mit Sand bedeckt. Vergeblich: Wie jede/r sehen kann, sind die Quellorte nur um so deutlicher geworden, denn sie fördern ständig, auch während der langen Trockenperiode im Sommer und während der Zeit, in der laut Zeitungsbericht der Lautrupsbach ausgetrocknet war. Der anerkannte Quellenexperte, Herr Dr. Peter Martin, schreibt in einer fachlichen Stellungnahme nach Ortsbesichtigung:

„Zusammenfassend spricht viel für die Annahme, dass die Quellbereiche die fachlichen Kriterien einer gesetzlich geschützten Quelle erfüllt haben. Ihre baubedingten Beschädigungen sind schwerwiegend. Eine Renaturierung ist möglich, jedoch kann es je nach den Bedingungen im Umfeld lange dauern, bis sich wieder naturnahe Bedingungen einstellen werden. Weitere Maßnahmen auf der Fläche sollten unbedingt vermieden werden, wenn eine solche Renaturierung gelingen soll.“

Das Verwaltungsgericht Schleswig hat nach dem zerstörerischen Eingriff der Investoren einen vorläufigen Baustopp bis zur Hauptverhandlung verhängt. Gegen diesen Beschluss haben sowohl die Investoren wie auch die Verwaltung vor dem Oberverwaltungsgericht Beschwerde eingelegt.

Deshalb möchten wir Ihnen folgende Fragen stellen:

– Werden Sie im Falle Ihrer Wahl als Oberbürgermeister dem Naturschutz den Stellenwert einräumen, der ihm in einer Stadt mit hoher Versiegelungsrate und immer weniger Grünflächen gebührt ?

– Sind Sie in Zeiten des massiv voranschreitenden Klimawandels bereit, innerstädtische Biotope zu erhalten?
Dann hätten Sie sofort die Chance dazu, nämlich den Verkauf des Kita-Grundstückes in der Helenenallee zu stoppen und die geplante Bebauung auf das Gelände der Fahrschule Simonsen in der Bahnhofsstraße zu beschränken. (siehe Anhang: Offener Brief an die Oberbürgermeisterin Simone Lange).

– Werden Sie die Beschwerde der Stadt gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts, mit dem der Baustopp am Bahnhofswald verfügt wurde, vor dem OVG Schleswig zurückziehen (sofern das OVG bis dahin noch nicht entschieden hat)?

Mit freundlichen Grüßen
Christiane Schmitz-Strempel u. Günter Strempel

Verbände fordern mehr Schiene für Flensburg

„Die Allianz Pro Schiene und der Verband der Verkehrsunternehmer schlagen die Reaktivierung von allein drei Bahnstrecken in und um Flensburg vor. Dies muss ein Weckruf für die alte Oberbürgermeisterin oder den neuen Oberbürgermeister sein. Denn es ist nicht mehr hinnehmbar, wie die Stadt bisher diese Potenziale für einen modernen innovativen Verkehr ungenutzt lässt!“ kommentiert SSW-Bundestagsabgeordneter Stefan Seidler die am Montag von beiden Verbänden vorgestellten Liste von zu reaktivierenden Schienenstrecken.

„Zwei Wochen nach dem wir die Strecke in Flensburg begangen haben, freut es mich besonders, dass beide Verbände die Reaktivierung der Westufer-Hafenbahn empfehlen. Wie von den Verbänden gefordert, muss eine solche Reaktivierung in ein innovatives Bahn-Bus Konzept integriert werden. Hier steht die Stadt in einer Bringschuld“, so Seidler.

„Alle in und um Flensburg zu reaktivierenden Strecken würden erheblich zur besseren Entlastung bestehender Verkehrswege beitragen. Es wäre ein Schritt hin zu klimaschonender Mobilität in unserer Stadt und das mit geringen Aufwendungen. Worauf wartet die Stadt also noch?“ so der Bundestagsabgeordnete abschließend.

Hier ist die Broschüre der beiden Verbände abrufbar:
https://www.allianz-pro-schiene.de/wp-content/uploads/2022/09/Reaktivierung-von-Eisenbahnstrecken_2022_3_Auflage.pdf

Flensburger Tage der Stadtnatur 2022: Spaziergang „Eichen sollst Du weichen?“ am 1. Oktober

| En tur til byens træer | Town tree tour | şehir ağaçları

Samstag, 01. Oktober 2022 um 14.00 Uhr  – 15.00 Uhr

Eichen sollst Du weichen ?

…und Buchen sollst Du suchen? Warum denn eigentlich? Dieser Spaziergang mit Gudrun Beuck vom BUND Flensburg durchs Scherrebektal geht dieser und anderen Sachen auf den Grund und nimmt die Spurensuche nach dem Baum des Jahres 2022 auf – Fahndungserfolg garantiert! Keine Anmeldung erforderlich – einfach kommen!
Treffpunkt: Straßenmeisterei Husumer Str. 153, Flensburg

Flensburger Tage der Stadtnatur 2022: Apfeltag in Flensburg-Kauslund am 1. Oktober

Samstag, 01. Oktober 2022 um 11.00 – 17.00 Uhr

 | Æbler, honning og bier | Apples, honey and bees | Elma, bal ve arı

Hier gibt es eine Verkostung und Verkauf von leckerem Kauslunder Apfelsaft, Äpfel von der Streuobstwiese , Honig sowie eine Besichtigung des Bienenstands. Keine Anmeldung erforderlich – einfach kommen!

Imkervein Flensburg e.V., Gerd Autzen
Ort:  Am Osterfeld, 24943 Flensburg

Mehr auch auf http://www.stadtnatur-flensburg.de

Flensburger Tage der Stadtnatur 2022: Zwei Workshops am 30.9. & 1.10.

Jetzt schnell noch anmelden!

Von der Natur inspiriert: Generative Computergrafik

| Generative computer graphics |

Freitag, 30. September 2022 um 15.00 Uhr – 19.00 Uhr

Roald Christesen von [SoundCodes~ bietet einen Workshop zur Programmierung von Grafiken mit der Pflanzen- und Tierwelt als Inspirationsquelle. Welche Form hat ein Blatt? Wie verästelt sich ein Baum? Wie sind die Blätter einer Blüte angeordnet?
Wir betrachten Pflanzen und versuchen, diese oder ähnliche Formen zu generieren und zu variieren.
Vorausgesetzt wird nur das Interesse und keine fortgeschrittenen Computerkenntnisse: Alle können mitmachen.
Wegen der begrenzten Raumgröße bitten wir um Ihre Anmeldung.
Treffpunkt: Am Nordertor 2, 24939 Flensburg
(= Eckgebäude ggü. Nordertor)

Der Klang des Bahnhofstals: Field Recording und Souncollagen

| Banegårdsdalens klang | The sound of the station valley | Vadinin sesi 

Sonntag, 02. Oktober 2022 um 10.00 Uhr – 16.00 Uhr

Field Recording und Soundcollagen mit Roald Christesen von [SoundCodes~ : Es werden Audioaufnahmen in der Umgebung des Bahnhofs gemacht, mit kleinen Aufnahmegeräten oder auch mit dem Handy. Wir gehen auf Beobachtung und suchen die Geräusche des Quartiers. Diese werden dann direkt am Computer weiter verarbeitet und zu Musikstücken und Klangkunst aufbereitet.
Wegen der begrenzten Raumgröße bitten wir um Ihre Anmeldung .
Treffpunkt: Kulturwerkstatt Kühlhaus, Mühlendamm 25 

Öffentliche Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses am 27. September im Rathaus Flensburg

Wichtige TOPs zum Thema:

  • Integriertes Freiraumkonzept für die Strandbäder Ostseebad und Solitüde
  • Mitfinanzierung zum Erhalt der dänischen Linie 110 (Sønderborg – Flensburg)
  • Neubau Erschließungsstraße im Bebauungsplan „Gewerbegebiet südlich der Westerallee“ (Nr. 311)
  • Mitteilungen: Neubau eines Mehrfamilienhauses als Anbau an das Gebäude Gertrudenstraße 10

nichtöffentlich:

  • keine relevanten TOPS

Interessierte EinwohnerInnen können die Sitzung ab 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses mitverfolgen.

Stadt Flensburg                                                                                                         Flensburg, 16.09.2022
Der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt,
Planung und Stadtentwicklung

Bekanntmachung
zur 78. Sitzung des Ausschusses für
Umwelt, Planung und Stadtentwicklung
am Dienstag, 27.09.2022, 16:00 Uhr,
Rathaus, Ratssaal

Rathaus

Die unter „B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil“ aufgeführten Tagesordnungspunkte werden nach Maßgabe der Beschlussfassung des Ausschusses voraussichtlich nichtöffentlich beraten.

Unser Angebot für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen:
Aus organisatorischen Gründen bitten wir Gäste mit einer Mobilitätseinschränkung um eine vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 0461 – 85 28 86 bzw.- der Mailadresse planungsausschuss@flensburg.de .

Tagesordnung

A. Voraussichtlich öffentlicher Teil

1. Bestätigung der Tagesordnung

2. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse der letzten Sitzung

3. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 77. Sitzung vom 13.09.2022

4. Integriertes Freiraumkonzept für die Strandbäder Ostseebad und Solitüde ASO-20/2022

5. Mitfinanzierung zum Erhalt der dänischen Linie 110 (Sønderborg – Flensburg) FA-64/2022

6. Neubau Erschließungsstraße im Bebauungsplan „Gewerbegebiet südlich der Westerallee“ (Nr. 311) SUPA-69/2022 2. Lesung

7. Mitteilungen
7.1 MV: Neubau eines Mehrfamilienhauses als Anbau an das Gebäude Gertrudenstraße 10 SUPA-72/2022

8. Beschlusskontrolle

9. Beantwortung früherer Anfragen

10. Anfragen/Anregungen

B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil

11. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 77. Sitzung vom 13.09.2022

12. Mitteilungen

13. Beschlusskontrolle

14. Beantwortung früherer Anfragen

15. Anfragen/Anregungen

Für die Richtigkeit:

Axel Kohrt, Vorsitzender
Carsten Barz, Protokoll

Alle Unterlagen und die Beschlussvorlagen zur Sitzung gibt es hier

Geyer verhindern.

Ein Beitrag von Judith Michelsen

Simone Lange hat spätestens seit dem Bahnhofswalddesaster bei einigen an Zustimmung eingebüßt, insbesondere in sozial-ökologisch orientierten Kreisen in Flensburg. Fabian Geyer wird daher als ernsthafter Konkurrent gehandelt, scheinbar parteilos und unabhängig lächelt er uns von jedem zweiten Laternenpfahl, aus dem Briefkasten oder von der Leuchtreklame entgegen. Bei einigen, mit denen ich rede oder von denen ich lese, scheint der Frust über Simone Lange so groß, dass eine Wahl von Fabian Geyer eine ernsthafte Alternativ darzustellen scheint. Doch Vorsicht: wer progressive, sozial-ökologisch gerechte Politik für Flensburg möchte, ist bei Geyer an der falschen Adresse.

Wer nicht gerade ein eigenes Unternehmen führt, der*dem dürfte der Name Fabian Geyer vor seiner Kandidatur vermutlich wenig gesagt haben. Er ist Geschäftsführer des Unternehmerverbandes, was sich auch in seiner Politik zeigt. Zwar schmücken zwei schöne grüne Blätter seine Werbeartikel, doch stellen die wohl eher die Überbleibsel von fallenden Bäumen dar. Ganz unverhohlen ruft er die Bereitstellung von Gewerbeflächen für expansionswillige Unternehmen als großes wirtschaftspolitisches Ziel aus. Wo diese Flächen entstehen sollen, bleibt mir, wie vieles bei Fabian Geyer, unklar. Zu vermuten ist, dass er nicht Parkplätze reduzieren und Gewerbeflächen nachverdichten, sondern Kleingärten platt machen und Landschaftsschutzgebiete umwandeln wird – eben auf der „grünen Wiese“ bauen wird, von der wir in Flensburg nicht mehr viel haben. Vor diesem Hintergrund liest sich Geyers Ankündigung, die Standortsicherung der Flensburger Brauerei habe „oberste Priorität“, mit der Sorge, dass andere als wirtschaftliche Interessen in dieser Frage zu wenig Beachtung erfahren könnten. In Sachen Sportförderung sieht Geyers „Flensburgplan“ vor, für den schon erfolgreichen Spitzensport der SG Flensburg-Handewitt und des SC Weiche 08  „Geld in die Hand nehmen“ zu wollen. Die Infrastruktur des Amateur- und Breitensports vieler junger Menschen und Freizeitsportler*innen zu stärken, bleibt hier stattdessen als Leerstelle zurück. Eine solche Politik verwundert auch nicht, ist Fabian Geyer doch seit Jahren näher an den Geschäftsführer*innen der Unternehmen dran als an der breiten Masse der Flensburger*innen. Angesichts dieser Verstrickungen wundert mich auch seine sehr material- und kostenintensive Kampagne nicht mehr.

Klimaschutz scheint bei Fabian Geyer gegenüber der Wirtschaftspolitik zu einer Nebensache zu verkommen, die allein technisch zu lösen ist. Er möchte einen Plan für eine Flensburger Kreislaufwirtschaft entwickeln, klingt toll, wie das aussehen soll, bleibt vollständig offen. Dass der Aufbau einer effektiven Kreislaufwirtschaft den Kompetenzbereich eines Oberbürgermeisters komplett überschreitet und wohl eher eine bundesdeutsche oder europäische Aufgabe ist, ignoriert Fabian Geyer geflissentlich. Lösungen, die schon längst auf dem Tisch liegen und sofort umgesetzt werden könnten, wie die Reduktion des Autoverkehrs in der Innenstadt oder die Vermeidung von Neubau – Mieten ließen sich auch anders begrenzen – bleiben von ihm unbeachtet.

Fabian Geyer gibt vor, unabhängig und parteilos zu sein und sieht die Aufgabe des Oberbürgermeisters als „politik-freien Raum“. Indirekt wirft er Simone Lange dabei vor zu viel gestaltet, zu viel Politik gemacht zu haben. Aber was sind seine Vorschläge denn anderes als Politik? Ein Oberbürgermeisteramt gestaltet die Prozesse einer Stadt immer mit und ist damit immer politisch. Sich davon scheinbar frei zu machen, passt zu der neoliberalen Vorstellung der „unsichtbaren Hand des Marktes“, die komplett unpolitisch sei, es faktisch aber niemals ist.

So sehr man sich über Simone Lange ärgern kann, Fabian Geyer, der Kandidat der FDP und CDU, würde aus meiner Sicht für die Zukunft Flensburgs und unserer Kinder definitiv den größeren Schaden anrichten. Deswegen gilt für mich: Geyer verhindern.

Öffentliche Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses am 13. September im Rathaus Flensburg

Wichtige TOPs zum Thema:

  • Querungshilfe K8 Munketoft Höhe Freiland Antrag der Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
  • Radverkehrsführung Friedrich- Ebert- Str./ Dr.-Todsen- Str./ Bahn-hofstr. Antrag der Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
  • 2. Änd. des Bebauungsplans „Alter Kupfermühlenweg“ (Nr. 26) a) Entscheidung über Anregungen b) Satzungsbeschluss
  • Maßnahmenbeschlüsse ÖPNV-Infrastruktur der Stadt Flensburg zum Sondervermögen Infrastruktur 2023
  • Neubau Rad-/Gehwegverbindung zwischen Wohnpark „Am Knick“ und der Ringstraße, parallel der DB-Strecke FL-KI
  • Neubau Erschließungsstraße im Bebauungsplan „Gewerbegebiet südlich der Westerallee“ (Nr. 311)

nichtöffentlich:

  • Grundstücksangelegenheit RV-88/2022

Interessierte EinwohnerInnen können die Sitzung ab 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses mitverfolgen.

Stadt Flensburg                                                                                                         Flensburg, 02.09.2022
Der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt,
Planung und Stadtentwicklung

Bekanntmachung
zur 77. Sitzung des Ausschusses für
Umwelt, Planung und Stadtentwicklung
am Dienstag, 13.09.2022, 16:00 Uhr,
Rathaus, Ratssaal

Rathaus

Die unter „B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil“ aufgeführten Tagesordnungspunkte werden nach Maßgabe der Beschlussfassung des Ausschusses voraussichtlich nichtöffentlich beraten.

Unser Angebot für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen:
Aus organisatorischen Gründen bitten wir Gäste mit einer Mobilitätseinschränkung um eine vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 0461 – 85 28 86 bzw.- der Mailadresse planungsausschuss@flensburg.de .

Tagesordnung

A. Voraussichtlich öffentlicher Teil

1. Bestätigung der Tagesordnung

2. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse der letzten Sitzung

3. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 76. Sitzung vom 30.08.2022

4. Querungshilfe K8 Munketoft Höhe Freiland Antrag der Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen SUPA-66/2022

5. Radverkehrsführung Friedrich- Ebert- Str./ Dr.-Todsen- Str./ Bahn-hofstr. Antrag der Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen SUPA-67/2022

6. 2. Änd. des Bebauungsplans „Alter Kupfermühlenweg“ (Nr. 26) a) Entscheidung über Anregungen b) Satzungsbeschluss RV-77/2022

7. Maßnahmenbeschlüsse ÖPNV-Infrastruktur der Stadt Flensburg zum Sondervermögen Infrastruktur 2023 SUPA-65/2022

8. Neubau Rad-/Gehwegverbindung zwischen Wohnpark „Am Knick“ und der Ringstraße, parallel der DB-Strecke FL-KI SUPA-68/2022

9. Neubau Erschließungsstraße im Bebauungsplan „Gewerbegebiet südlich der Westerallee“ (Nr. 311) SUPA-69/2022

10. Mitteilungen
10.1 Radweg Werftstraße / Schiffbrücke / östliche Hafenspitze

11. Beschlusskontrolle

12. Beantwortung früherer Anfragen

13. Anfragen/Anregungen

B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil

14. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 76. Sitzung vom 30.08.2022

15. Grundstücksangelegenheit RV-88/2022

16. Mitteilungen

17. Beschlusskontrolle

18. Beantwortung früherer Anfragen

19. Anfragen/Anregungen

Für die Richtigkeit:

Axel Kohrt, Vorsitzender
Carsten Barz, Protokoll

Alle Unterlagen und die Beschlussvorlagen zur Sitzung gibt es hier

Scharfe Kritik des SSW: Schwarz-Grün greift in die direkte Demokratie ein!

Lars Harms „Planungen scheitern nicht an Bürgerbegehren. Sie scheitern höchstens am Planungsrecht.“ 

Lars Harms, Vorsitzender der SSW-Fraktion, in der Landtagsdebatte zum TOP 31 – Kein Ausschluss von Themen bei Bürgerbegehren (Drs. 20/139)

Wenn man den Koalitionsvertrag von Schwarz-Grün liest, könnte man den Eindruck gewinnen, Bürgerbegehren wären populistisch und destruktiv. Nur, um das einmal klarzustellen. Sie sind das Gegenteil. Sie sind aktives politisches Handeln und demokratische Teilhabe. Ein Bürgerbegehren ist der Antrag der Bürgerinnen und Bürger an die Gemeindevertretung, einen Bürgerentscheid durchzuführen. Dieser Bürgerentscheid wiederum ist die direkte Abstimmung über eine kommunalpolitische Sachfrage. Die Bürgerinnen und Bürger haben durch Bürgerbegehren die Möglichkeit, unmittelbar Einfluss auf die Kommunalpolitik zu nehmen.
Und hier sollen nun Regelungen neu eingeführt werden, die die Umsetzung von Bürgerbegehren erschweren. Schwarz-Grün baut hier enorme Hürden auf.

Sie haben zum einen angekündigt, die Zahl der Unterschriften, die für Bürgerbegehren nötig sind, für Städte und Gemeinden ab 10.000 Einwohnern anzuheben und für kassatorische Bürgerbegehren, also solche die sich gegen einen bestehenden Beschluss der Kommune richten, eine Frist von drei Monaten einzuführen. Zum anderen sollen es bei bestimmten Themen überhaupt gar keine Möglichkeit mehr für Bürgerbegehren geben. Als SSW haben wir generell große Sympathien dafür, bei der Umsetzung von Windparks und Solarparks oder auch dem Klinik-, Krankenhaus-, Schul-, Kita- oder Wohnungsbau schneller voranzukommen. Aber nicht auf Kosten von demokratischen Errungenschaften!
Sie nutzen hier also Ihre Mehrheit dazu, in die direkte Demokratie einzugreifen. Und ich wundere mich darüber, denn weitere Erschwerungen planen Sie ja bereits im Wahlrecht für kleine Fraktionen und kleine Gemeinden.

Ich wundere mich außerdem sehr über das Bild, das Sie scheinbar von den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes haben. Meine Damen und Herren, nicht diese sind das Problem, nicht demokratische Teilhabe, nicht Bürgerbegehren oder Bürgerentscheide. Es ist das Planungsrecht, das zu kompliziert ist.

Gerade Bürgerentscheide sorgen doch für eine breite öffentliche Debatte, die ansonsten in kommunalpolitischen Entscheidungen oftmals nur schwer zu erzeugen ist. Gerade in den großen Kommunen bekommen umstrittene Themen, die die Menschen direkt vor Ort betreffen, auf diesem Wege eine riesengroße Aufmerksamkeit. Und ich sage Ihnen eins: es kommt einfach auf die Argumente an. Bürgerentscheide verlieren auch durchaus in der Sache. Und zwar dann, wenn die kommunale Selbstverwaltung ihre Beschlüsse transparent und schlüssig darlegt.
Akzeptanz für kontroverse kommunalpolitische Entscheidungen lässt sich so sogar steigern!

Planungen scheitern nicht an Bürgerbegehren. Sie scheitern höchstens an ihren Grundlagen.
Sich in diese einzubringen, sie zu begleiten und gegebenenfalls auch zu bremsen oder zu verändern ist das gute Recht der Menschen, die hier leben. Wir als SSW wollen ihnen dieses Recht nicht nehmen. Im Gegenteil, wir sind stolz darauf, dass wir mit unseren Rahmenbedingungen in Schleswig-Holstein bisher eines der fortschrittlichsten Länder waren. Bürgerbegehren sind ein hohes Gut der Demokratie.

Wir haben das doch aktuell gerade erst in Rendsburg-Eckernförde beobachten können: es gibt gefühlt keinen Café-Besuch, ohne dass am Nebentisch die möglichen Szenarien für die Imland-Kliniken heiß debattiert werden. Hier geht es schließlich darum, die Grund- und Regelversorgung, Gynäkologie, Geburtshilfe und Altersmedizin am Standort Eckernförde, sowie die Psychiatrie am Standort Rendsburg aufrecht zu erhalten. Die gesamte Region Rendsburg-Eckernförde ist von diesem Bürgerentscheid betroffen. Und die Bürgerinnen und Bürger werden sich diese Entscheidung nicht einfach machen. Sie müssen abwägen, welche Wege man werdenden Müttern zumutet, aber auch ob die erforderliche fachärztliche Besetzung der Abteilungen sichergestellt werden kann. Das Interesse an der Kreistagsdebatte dazu im Februar war so groß, dass mehrfach die Live-Übertragung zusammengebrochen ist, weil sich zu viele Menschen zugeschaltet haben. Das zeigt, wie stark sich die Menschen einbringen wollen, wenn sie es den dürfen.

Abschließend möchte ich noch einen Gedanken äußern: Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass der Verein „Mehr Demokratie“ bereits angekündigt hat, bei tatsächlicher Umsetzung der schwarz-grünen demokratieeinschränkenden Pläne ein Volksbegehren starten zu wollen. Den SSW können Sie jedenfalls an Ihrer Seite wissen!

Wegweiser für das Bahnhofstal – Mitmachaktion vom 5. bis 7. September

Vom 5. bis zum 7. September findet im Flensburger Bahnhofstal eine Beteiligungsaktionen statt, bei der Vorschläge für neue Schilder im Quartier eingebracht werden können.

„Wenn Du die Möglichkeit hättest einen Wegweiser aufzustellen, worauf würdest Du besonders hinweisen?“ lautet die Frage. „Wir erhoffen uns Hinweise auf Besonderheiten, etwas über die Geschichte von Orten, aber auch auf Dinge die Einwohner*innen besonders schätzen oder stören“, erklärt die Künstlerin Sarah Kürzinger, die zusammen mit der Kulturwerkstatt Kühlhaus e. V. hinter der Aktion steht. Diese Aktion ist der erste Schritt, denn im kommenden Jahr werden ausgewählte Schilder in Holz geschnitzt und an drei Orten. Diesen Teil übernehmen dann Schüler*innen der Werkkunstschule Flensburg.

Die Aktion findet an drei Orten im Bahnhoftal statt:

Montag 5.9, von 14 – 17 Uhr an der Ecke Helenenallee/Bahnhofstraße

Dienstag 6.9., von 8.30 – 11.30 Uhr an der Ecke Munketoft/Bahnhofstraße

Mittwoch, 7.9., von 9 – 12 Uhr im Carlislepark gegenüber Post.

Am Samstag den 10.9. um 15 Uhr werden erste Ergebnisse im Carlisle Park präsentiert, begleitet durch eine Body Painting Performance der Künstlerin Kara Kuckoo.

Weiter Infos auf www.kuehlhaus.net/wegweiser/

Offener Brief der BI Bahnhofsviertel zum Bauvorhaben auf dem Gelände der KITA Schwedenheim und ehemaligen Fahrschule Simonsen

Offener Brief

Flensburg, 02.09.2022

Droht der nächste Kahlschlag ?

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Simone Lange,

wir wenden uns an Sie mit einer dringenden Frage: Was steckt hinter der Information in der shz vom 01.09.22, dass nicht nur auf dem Gelände der Fahrschule Simonsen,  sondern auch in der angrenzenden Helenenallee 15-17, dem jetzigen Standort der städtischen Kita Schwedenheim, gebaut werden soll?

Wird die Stadt auch dieses Gelände wieder an Investoren veräußern, die sich dann auf das Baurecht berufen und den nächsten wertvollen innerstädtischen Baumbestand abholzen – während gleichzeitig die Stadt und ihre Repräsentanten von sich behaupten, extrem nachhaltig und klimabewusst zu handeln? Für die Natur lässt der Umfang des  Bauvorhabens jedenfalls das Schlimmste befürchten.

Haben Sie, Frau Lange, nichts aus dem Drama um den Bahnhofswald gelernt und muten der „Stadtgesellschaft“ die nächste Zerreißprobe zu? In Zeiten globaler Überhitzung und  des allgegenwärtigen Klimawandels hat der Grünflächenerhalt und die Rettung des Baumbestandes allerhöchste Priorität, sodass eine Umplanung erfolgen muss. Suchen sie einen Ersatzstandort, z.B. im Schwarzenbachtal, an dem keine weitere Naturzerstörung in  Kauf zu nehmen ist.

Die Verantwortlichen dieser Stadt dürfen das Grundstück Helenenallee 15 – 17 nicht verkaufen und die wunderschönen Bäume den Motorsägen zum Fraß vorwerfen.

Mit freundlichen Grüßen
Christiane Schmitz-Strempel
Günter Strempel (Sprecherin u. Sprecher der BI Bahnhofsviertel)

PS: Als Anlage drei Fotos, die zeigen, um welche Naturschätze es hier geht

Nachhaltigkeitswerkstatt am 3. September in Flensburg: „Deine Stadt, deine Ideen, unsere Zukunft!“

Herzliche Einladung: Nachhaltigkeitswerkstatt am Samstag, den 3.9. im Modehaus aachener (ehemals Karstadt) – „Deine Stadt, deine Ideen, unsere Zukunft!“

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Flensburger*innen,

wir laden Sie herzlich zur
Nachhaltigkeitswerkstatt „Deine Stadt, deine Ideen, deine Zukunft!“
am
Samstag, den 3.9.2022 von 10:00 – 17:00 Uhr
im Modehaus aachener (ehemals Karstadt), Holm 7, 21937 Flensburg, ein.

An diesem Tag wollen wir gemeinsam die Grundpfeiler für ein nachhaltiges Leben in Flensburg zum Wohle aller legen – denn das ist das Ziel unserer neuen Stadtentwicklungsstrategie Flensburg 2030. Die Strategie stellt die Weichen für eine grüne, gerechte und produktive Stadt.

Wir würden uns außerdem sehr freuen, wenn Sie in Ihren Netzwerken auf die Veranstaltung hinweisen. Die Veranstaltung wird ganztägig in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Außerdem ist der Zugang zum Veranstaltungsort barrierefrei (mit Ausnahme der Toiletten).

Das komplette Tagesprogramm finden Sie untenstehend

Herzliche Grüße vom

Team rund um die Strategie Flensburg 2030 aus der Stadt Flensburg
und den Agenturen polidia und Ramboll

 

%d Bloggern gefällt das: