Archiv der Kategorie: Flensburg News

Hier finden sich alle Nachrichten nicht nur zu aktuellen kommunalpolitischen Geschehnissen und Terminen in Flensburg

Genussvoll älter werden: Neuer Online-Wegweiser der Verbraucherzentrale

Kritischer Blick auf Werbeversprechen

Wie sinnvoll sind laktose- oder glutenfreie Lebensmittel? Was bringen Nahrungsergänzungsmittel? Sind proteinangereicherte Produkte hilfreich? Antworten auf solche Fragen finden Verbraucher*innen im Internet unter www.verbraucherzentrale.de/genussvoll-aelter-werden. Dort bietet die Verbraucherzentrale Wissenswertes rund ums Essen und Trinken im Alter. Neben Warenkunden finden Verbraucher*innen Tipps zu vielen Themen wie gesunden Durstlöschern, zur Bedeutung von Fett in der Seniorenernährung und zu Kennzeichnungsvorschriften bei Lebensmitteln.

Das Portal liefert Anregungen für einen abwechslungsreichen Speiseplan und entlarvt Tricks, mit denen Lebensmittel-Hersteller versuchen, Verbraucher*innen beim Einkaufen zu beeinflussen. Außerdem finden Nutzer dort Informationen zu Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum, Auswahlkriterien für Menüdienste sowie wichtige Adressen und Links zu Rezeptsammlungen.

Das neue Informationsangebot ist Teil eines Projekts der Verbraucherzentralen und wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finanziert.

Aktuelle Online-Seminare

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein bietet außerdem kostenfreie Online-Seminare zur Ernährung im Seniorenalter, zu Nahrungsergänzungsmitteln und anderen Themen rund um Lebensmittel und Genuss an.

·  Ernährungstipps für Senior*innen: Gesund essen und leben, 29. Juli, 10 – 11 Uhr

·  Online auf der DiWoKi: Tipps für Senior*innen zum Online-Einkauf von Lebensmitteln, 08. September, 14 – 15 Uhr

·  Online auf der DiWoKi: Tipps für Senior*innen zum Online-Einkauf von Lebensmitteln auf türkisch, 10. September, 14 – 15 Uhr

Weitere Informationen und Termine zu den aktuellen Online-Seminaren gibt es hier: https://www.verbraucherzentrale.sh/online-seminare-sh

Ausgezeichnetes Badewasser an den Flensburger Stränden – Wassertemperatur 18 °C

Badewasserqualität ausgezeichnet

Flensburg. Die Gesundheitsdienste teilen mit:

Die Flensburger Badestellen Ostseebad und Solitüde werden auch in diesem Jahr wieder von den städtischen Gesundheitsdiensten nach der Badegewässerverordnung überwacht. Vierzehntägig erfolgen Beprobungen zur Feststellung der Badewasserqualität.

Probenahme am 14. Juli 2020
Solitüde:
Ergebnis: ausgezeichnete Badewasserqualität
Wassertemperatur: 18 °C

Probenahme am 14. Juli 2020
Ostseebad:
Ergebnis: ausgezeichnete Badewasserqualität
Wassertemperatur: 18 °C

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Gesundheitsdienste unter Telefon 85 2600 bzw. per E-Mail: Gesundheitsdienste@Flensburg.de

Campusbad-Ermäßigungen: DIE LINKE fordert unbürokratische Lösung

Das Flensburger Campusbad soll ein Bad für alle sein und besonders auch für jene Personengruppen die einen Sozialpass oder einen Schwerbehindertenausweis haben. Derzeit erreichen den Linke-Kreisverband jedoch Zuschriften von Menschen die berichten, dass die Ermäßigungen derzeit nicht akzeptiert würden. In einer E-Mail der Verwaltung, die der Partei DIE LINKE. vorliegt, wird darauf verwiesen, dass es aufgrund der plötzlichen Umstellung technisch bisher noch nicht möglich ist, Vergünstigungen bei der Online-Buchung zu berücksichtigen.

LINKE-Vorsitzender Luca Grimminger

Der Kreisvorstand der Links-Partei kritisiert scharf, dass Formalismus und Bürokratie Vorrang haben, anstatt allen Flensburger*innen, eben auch sozial schwachen Menschen, den vergünstigten Zugang zum Campusbad zu gewährleisten. Die Coronakrise habe gezeigt, dass schnelle Hilfen und beschleunigte Behördenabläufe möglich sind. So müsse es doch auch möglich sein, Menschen mit erfüllten Voraussetzungen für eine Ermäßigung, den vergünstigten Eintritt zu gewährleisten. Der Kreisvorsitzende Luca Grimminger dazu: „Es kann nicht sein, dass Menschen mit geringen Einkommen oder einer Schwerbehinderung vom Badebetrieb ausgeschlossen werden und die Stadtverwaltung auf eine Lösung erst nach den Sommerferien vertröstet.“ DIE LINKE fordert das Campusbad auf, möglichst schnell eine Lösung herbeizuführen und das Misstrauen gegenüber den Besucher*innen abzulegen.

Stadt Flensburg treibt Ausstattung der Schulen für das digitale Lernen voran

750.000 Euro aus dem Digitalpakt 2.0

Flensburg. Wenn ab dem kommenden Montag die Mittel aus dem „Sofortausstattungsprogramm“ für digitales Lernen des Bundes und des Landes“ (Digitalpakt 2.0) bereitstehen und durch die Schulträger abgerufen werden können, hat die Stadt Flensburg ihre Hausaufgaben schon gemacht und die Endgeräte, Laptops und Tabletts mit denen die Schulen ausgestattet werden sollen, bereits bestellt. Flensburg erhält ca. 750.000€ aus dem Digitalpakt 2.0 für seine allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen.
„Wir wollen eine schnelle Ausstattung der Schulen in Flensburg nach Möglichkeit schon zum Beginn des neuen Schuljahres sicherstellen. Damit unterstützen wir gerade Schülerinnen und Schüler mit Leihgeräten von ihren Schulen, die in der aktuellen Situation sonst benachteiligt wären. Darum hatten wir den Bedarf bereits vor einigen Wochen erfasst, die Bestellung auf den Weg gebracht und werden am Montag umgehend die dazu erforderlichen Mittel aus dem Digitalpakt über das Online-Portal abrufen“, sagt die Leiterin des Fachbereichs Bildung, Sport, Kultur, Ellen Kittel.

Flensburger Werft: Kaum noch Hoffnung auf Rettung

Eröffnung des Insolvenzverfahrens für die FSG: Gläubiger werden aus den Verkaufserlösen des Werfteigentums bedient, zu dem auch die noch nicht fertiggestellte RoRo-Fähre Honfleur gehört. – Foto: Jörg Pepmeyer

700  Beschäftigte sollen in Transfergesellschaft überführt werden

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Nach Pressemeldungen werden für die Werft die nächsten Schritte im Rahmen des Insolvenzverfahrens eingeleitet. Auf einer Betriebsversammlung informierte die Geschäftsführung der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft die Belegschaft über den Stand der Dinge. Bisher konnte noch kein Käufer für die Werft gefunden werden. Zwar gebe es entsprechende Verhandlungen mit der deutsch-russischen Pella Sietas Gruppe, die hätten aber bisher noch zu keinem Ergebnis geführt. Es sei ebensowenig absehbar, ob es überhaupt zu einem Verkauf kommt.

Ab 1. August wird das Amtsgericht Flensburg voraussichtlich das Insolvenzverfahren für die Werft eröffnen. Dies würde bedeuten, dass das Eigentum der Werft einzeln verkauft werden kann. Dazu gehört auch die noch nicht fertiggestellte RoRo-Fähre Honfleur, für die es bisher noch keinen Käufer gibt. Aus den Erlösen würden dann die Gläubiger der Werft bezahlt.

Gleichzeitig soll für die rund 700 von Arbeitslosigkeit bedrohten Beschäftigten die Gründung einer Transfergesellschaft vorbereitet werden.

Mehr dazu auch in einer Meldung des NDR vom 14.07.2020: Nächste Stufe der Insolvenz – FSG bereitet sich vor unter:  https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Naechste-Stuefe-der-Insolvenz-FSG-bereitet-sich-vor,fsg328.html

Lesung mit Caoilinn Hughes aus ihrem Debütroman „Orchidee & Wespe“ am 04.08.2020 in der StadtBibliothek Flensburg

Literatursommer Schleswig-Holstein 2020 – Länderschwerpunkt Irland

04.08.2020 um 19.30 Uhr
Stadtbibliothek Flensburg
Flensburg Galerie, 2. OG
Eintritt 10.- /ermäßigt 8.- Euro
Der Kartenvorverkauf startet am 13.07.2020 in der StadtBibliothek Flensburg.

Wegen der Hygiene- und Abstandregelungen steht nur eine begrenzte Zahl an Plätzen zur Verfügung.

Flensburg. Der diesjährige Literatursommer widmet sich der Literatur aus Irland. Der Beitrag eines so kleinen Landes zur Literaturgeschichte ist schon verblüffend. Die Werke von Autoren wie Oscar Wilde, Samuel Beckett und James Joyce gehören längst zur Weltliteratur.
Die Lesungen des Literatursommers werden gefördert von dem Land Schleswig-Holstein, dem Landesbeauftragten für politische Bildung SH, Culture Ireland, der Botschaft Irlands und der Förde Sparkasse.

Lesung mit Caoilinn Hughes aus ihrem Debütroman „Orchidee & Wespe“

Die Autorin hat sich eine schlagfertige Hochstaplerfigur als Heldin ihres Debütromans auserkoren. Dieser sind alle Mittel recht, um ihre dysfunktionale Familie vor der Finanzkrise in Irland 2008 zu bewahren.

Zum Inhalt:
Gael Foess ist ein Adrenalin-Junkie, ehrgeizig, hochintelligent, so groß- wie kaltschnäuzig und wild entschlossen, ihr Leben ganz zu ihren eigenen Bedingungen zu führen. Ihre Eltern hat sie früh schon für untauglich befunden, sie und ihren labilen, künstlerisch begabten Bruder Guthrie angemessen großzuziehen.

Als Gaels Vater, ein Banker, Frau und Kinder während der Finanzkrise 2008 verlässt, droht die Familie unter die Räder zu kommen. Ihre Mutter, einst eine gefeierte Dirigentin, verliert ihren Lebensmut und ihre Position. Guthrie steht mit siebzehn plötzlich ohne Schulabschluss, aber mit Zwillingen da. Dass ihre Familie ein Opfer irgendwelcher Umstände werden soll, damit will Gael sich nicht abfinden. Sie verlässt Dublin, lernt in der koksgeschwängerten Finanzwelt Londons ein paar wichtige Lektionen und landet schließlich in New York. Im Gepäck fünf Bilder ihres Bruders und eine bestechende, wenn auch nicht ganz legale, Geschäftsidee…

Die Autorin liest auf Englisch, sie wird von der Moderatorin und Literaturübersetzerin Karen Nölle begleitet. Die deutschen Textstellen liest die Schauspielerin Jule Nero aus Kiel.

Über die Autorin:
Caoilinn Hughes, geboren 1985 in Galway, siedelte nach ihrem Masterabschluss an der Queen’s University of Belfast nach Neuseeland um, wo sie bei Google arbeitete, eine Firma gründete und an der Victoria University of Wellington in Englischer Literatur promovierte.
Für ihr erstes Buch, den Gedichtband Gathering Evidence, wurde sie mit zahlreichen Preisen geehrt. Orchidee & Wespe ist ihr erster Roman. Caoilinn Hughes unterrichtet in den Niederlanden.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Literaturhaus SH in Kiel.

LocalAIR: Friederike Thomaschki mit „MindestANstand“ vom 15. – 17. Juli 2020 in der NORDER147

Während die Installation Gerd Brockmanns noch die Schaufenster und eine große Wand der NORDER147 bespielt, bereitet sich die vorläufig letzte LocalAIR-Künstlerin, Friedrike Thomaschki, auf ihre Residenz von Mittwoch, 15. bis Freitag,  17. Juli vor.

LocalAIR – Friederike Thomaschki – MindestANstand

Der Ausgangspunkt meines bildnerischen Handelns ist in der Regel das starke Reagieren auf alles Materialhafte und Stoffliche. Aus der lustvollen und intensiven Auseinandersetzung entwickelt sich eine Idee, die meinem Handeln und Forschen schlussendlich ein übergeordnetes Thema gibt. Der Impulsgeber für meinen Arbeitsaufenthalt in der Norder 147 war jedoch ein Wort –         MindestANstand.

Es bildete sich als Reaktion auf die sich unter uns Menschen verändernde Umgangsweise der letzten Monate und die Möglichkeit, dieses Thema in den Räumen der Norder 147 zu bearbeiten. Der Ausgangspunkt dieser Arbeit wird das Fotografieren von Paaren in zufälliger oder gewollter Zusammensetzung sein, die ihren persönlichen „Zusammen-Hang“ auf 1,5 m Abstand gestisch gestaltend beschreiben. Die Fotos oder Kopien derselben dienen mir zur weiteren, malerischen und druckgrafischen Bearbeitung. Dabei interessiert mich insbesondere das künstlerische Umgehen, Sichtbarmachen und Verwandeln des sogenannten Negativraums, also des Raums zwischen den beiden Personen.

Für mich wird es eine Herausforderung sein, mit etwas Statischem wie einem Foto zu beginnen.

Am Mittwoch, 15. Juli, zwischen 15 und 18 Uhr freue ich mich über Freiwillige, die sich von mir in ihren Positionen zueinander im Raum der NORDER147 fotografieren lassen und mir die Erlaubnis geben, mit den Ergebnissen künstlerisch umzugehen. Eingeladen sind immer zwei Menschen in individueller Zusammensetzung: Jung und älter, groß und klein, geplant, spontan.

Über ein mitgebrachtes oder vor Ort entstehendes Wort, das die jeweilige persönliche Interaktion beschreibt, freue ich mich sehr. Fragen und Wörter bitte an: info@kunstfried.de

Freitag zwischen 16- und 18 Uhr freue ich mich über Besuch und Gespräch.

www.kunstfried.de

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

Kino 51 Stufen in Flensburg: Filmprogramm ab Donnerstag, den 16. Juli 2020

SIBERIA

Donnerstag, 16.07.20 bis Mittwoch, 22.07.2020 – jeweils um 20.30 Uhr

Clint (Willem Dafoe) ist ein vom Leben gezeichneter Mann. Um endlich seinen inneren Frieden zu finden, hat er sich in eine einsame Hütte in den verschneiten Bergen zurückgezogen. Dort betreibt er ein kleines Café, in das sich nur selten Reisende oder Einheimische verirren. Aber selbst in der Abgeschiedenheit findet Clint keine Ruhe. Eines schicksalhaften Abends bricht er mit seinem Hundeschlitten auf, getrieben von der Hoffnung, sein wahres Ich zu finden. Eine Reise durch seine Träume, Erinnerungen und Fantasien beginnt

Genre: Drama
Jahr: 2020
Spieldauer: 95min
Altersfreigabe: ab 16 J
Sprache: D
Darsteller: Willem Dafoe, Nicolas Cage, Isabelle Huppert

Trailer anschauen

LA VÉRITÉ – LEBEN UND LÜGEN LASSEN

Donnerstag, 16.07.20 bis Mittwoch, 22.07.2020 – jeweils um 18.00 Uhr

Die französische Filmdiva Fabienne (Catherine Deneuve) mimt in ihren Memoiren vortrefflich die Rolle der hingebungsvollen, liebenden Mutter. Ihre Tochter Lumir (Juliette Binoche) hingegen hat ganz andere Erinnerungen an die Kindheit mit einer Frau, die sich stets im Licht der Öffentlichkeit sonnte. Als die Drehbuchautorin mit Ehemann Hank (Ethan Hawke) und dem gemeinsamen Kind aus New York nach Paris zurückkehrt, versucht sie, ihre Mutter mit den verdrehten Wahrheiten in deren Autobiographie zu konfrontieren.

Genre: Drama
Jahr: 2020
Spieldauer: 107min
Altersfreigabe: ab 12 J
Sprache: D
Darsteller: Catherine Deneuve, Juliette Binoche, Ethan Hawke

Am Mittwoch, den 22.07.2020, in der OmU-Version

Trailer anschauen

ZU WEIT WEG – ABER FREUNDE FÜR IMMER!

Donnerstag, 16.07.20 bis Mittwoch, 22.07.2020 – jeweils um 16.00 Uhr

Da sein Heimatdorf einem Braunkohletagebau weichen soll, müssen Ben (12) und seine Familie in die nächstgrößere Stadt umziehen. In der neuen Schule ist er erst mal der Außenseiter. Und auch im neuen Fußballverein laufen die Dinge für den talentierten Stürmer nicht wie erhofft. Zu allem Überfluss gibt es noch einen weiteren Neuankömmling an der Schule: Tariq (11), Flüchtling aus Syrien, der ihm nicht nur in der Klasse die Show stehlt, sondern auch noch auf dem Fußballplatz punktet. Wird Ben im Abseits bleiben – oder hat sein Konkurrent doch mehr mit ihm gemeinsam als er denkt?

Genre: Drama, Family
Jahr: 2020
Spieldauer: 88min
Altersfreigabe: ab 0 J
Sprache: D
Darsteller: Yoran Leicher, Sobhi Awad, Anna König

Trailer anschauen

NEW YORK – DIE WELT VOR DEINEN FÜSSEN

Donnerstag, 16.07.20 bis Mittwoch, 22.07.2020 – jeweils um 14.00 Uhr

15.000 Kilometer – das ist die Distanz, die Matt Green seit 2012 zu Fuß zurückgelegt hat. Das entspricht ungefähr der Entfernung zwischen Deutschland und Australien. Nur ist Matt Green diese Strecke ausschließlich in einer einzigen Stadt gelaufen – in seiner Wahlheimat New York City. Für seine Mission hat Green fast alles aufgegeben – seinen Job als Ingenieur, seine Beziehung, selbst seine Wohnung. Dafür erlebt er die Stadt auf eine Weise wie noch niemand vor ihm.

Genre: Dokumentarfim
Jahr: 2020
Spieldauer: 95min
Altersfreigabe: ab 12 J
Sprache: D

Trailer anschauen

MARIE CURIE – ELEMENTE DES LEBENS

Donnerstag, 23.07.20 bis Mittwoch, 29.07.2020 – jeweils um 20.30 Uhr

Sie veränderte die Welt: Marie Curie, visionäre Wissenschaftlerin und zweifache Nobelpreisträgerin, entdeckte die Radioaktivität und ebnete den Weg zur Moderne. Paris, Ende des 19. Jahrhunderts: In der akademischen Männerwelt der Universität Sorbonne hat Marie Sklodowska (Rosamund Pike) als Frau und auf Grund ihrer kompromisslosen Persönlichkeit einen schweren Stand. Allein der Wissenschaftler Pierre Curie (Sam Riley) ist fasziniert von ihrer Leiderschaft und Intelligenz und erkennt ihr Potential. Er wird nicht nur Maries Forschungspartner sondern auch ihr Ehemann und die Liebe ihres Lebens. Für ihre bahnbrechenden Entdeckungen erhält Marie Curie als erste Frau 1903 gemeinsam mit Pierre den Nobelpreis für Physik. Sein plötzlicher Tod erschüttert sie zutiefst, aber Marie gibt nicht auf. Sie kämpft für ein selbstbestimmtes Leben und für ihre Forschung, deren ungeheure Auswirkungen sie nur erahnen kann und die das 20. Jahrhundert entscheidend prägen werden.

Genre: Drama, Romanze
Jahr: 2020
Spieldauer: 103min
Altersfreigabe: ab 12 J
Sprache: D
Darsteller: Rosamund Pike, Sam Riley

Am Mittwoch, den 29.07.2020, in der OmU-Version

Trailer anschauen

GIPSY QUEEN

Donnerstag, 23.07.20 bis Mittwoch, 29.07.2020 – jeweils um 18.00 Uhr

Die stolze, selbstbewußte Ali (Alina Serban) hätte sich vor einigen Jahren nicht träumen lassen, als alleinerziehende Mutter in Hamburg zu landen und mit Gelegenheitsjobs ihr Leben zu fristen. War sie doch einst als Nachwuchsboxerin, die „schwebt wie ein Schmetterling und sticht wie eine Biene“, der ganze Stolz ihres Vaters und ihrer Roma-Familie weit im Osten Europas. Von ihrem Clan verstoßen, hat sie die Handschuhe an den Nagel gehängt. Als sie auf den abgehalfterten Boxtrainer Tanne (Tobias Moretti) trifft, wagt sie ein Comeback. Mit der Kraft der Verzweiflung kämpft sie um eine bessere Zukunft für ihre Kinder.

Genre: Drama
Jahr: 2020
Spieldauer: 118min
Altersfreigabe: ab 12 J
Sprache: D
Darsteller: Alina Serban, Tobias Moretti, Irina Kurbanova

Trailer anschauen

UNSERE CORONA-REGELN FÜR EINEN SICHEREN KINOBESUCH

Kartenreservierung:
Wir nehmen den Spielbetrieb derzeit mit einer reduzierten Besucheranzahl auf. Bitte reserviert Euch Karten daher im Vorfeld (T 0461 31802-184 od info@51stufen.de) oder bestellt diese bestenfalls online (www.51stufen.de). Für die Nachverfolgung potentieller Infektionsketten sind wir dazu gezwungen Euren Namen, Eure Anschrift sowie Telefonnummer und Email abzufragen und vorläufig zu speichern.

online Tickets kaufen

Besucherführung:
Zur Kontaktminimierung trennen wir die Besucherströme über gesonderte Ein- und Ausgänge. In den Kinosaal gelangt Ihr wie gewohnt – als Ausgang nutzt jedoch bitte den Notausgang links der Leinwand. Dort könnt Ihr auch Euer Leergut abstellen. Bitte beachtet die entsprechenden Hinweisschilder.

Tragen von Alltagsmasken:
Im Foyer, an der Kasse und auf dem Weg zur Toilette bzw. aus dem Kinosaal bitten wir Euch vorsichtshalber eine Alltagsmaske zu tragen. Wenn Ihr auf Eurem Platz sitzt könnt Ihr diese gern wieder abnehmen.

Handhygiene:
Im Foyer sowie auf dem Weg zu den Toiletten haben wir für Euch Desinfektionsspender aufgestellt.
Nach dem Toilettengang wascht Eure Hände bitte für 20 bis 30 Sekunden ausgiebig mit Wasser und Seife.

Abstandsregelung:
Wir haben weiterhin freie Platzwahl – bitte lasst zur nächsten Personengruppe im Kinosaal zwei Plätze frei und berücksichtigt die von uns vorgenommen Sperrungen einiger Sitzplätze und Reihen. Bitte haltet auch überall anders, wie z. B. im Foyer, Treppenhaus und auf den Toiletten mind. 1,5 m Abstand. Entsprechende Hilfspunkte und -Linien sind für Euch eingezeichnet.

kontaktloses Zahlen:
Zur Verminderung der Kontaktpunkte zahlt bitte an der Kino-/Kioskkasse, wenn möglich, bargeldlos mit Eurer EC-Karte. Kontaktloses Zahlen ist dabei bis zu einem Betrag von 50,00 € freigeschaltet.

Kartenkontrolle:
Zur weiteren Kontaktminimierung findet bei den Kinokarten lediglich eine Sichtkontrolle statt. Bitte zeigt diese am Kinokiosk vor und reiht Euch in die Schlange ein, auch wenn Ihr nichts Weiteres kaufen wollt.

Nies- & Hustenetikette:
Bei Erkältungserscheinungen bitten wir Euch zu Hause zu bleiben. Solltet Ihr Husten oder Niesen müssen, so haltet bitte die Nies- & Hustenetikette ein – also hustet bzw. niest in die Armbeuge.

Kino 51 Stufen, Friedrich-Ebert-Str. 7, 24937 Flensburg, Telefon: 0461 31802 184  http://www.51stufen.de/

 

Freiheit für Julian Assange! – Mahnwache am 18. Juli an der Holmnixe in Flensburg

Freiheit für Julian Assange

Whistleblower
Enthüller / Aufdecker
schützen!

Das Demokratische Café lädt ein zur Mahnwache an der Holmnixe:

Samstag, den 18. Juli ab 12.00 Uhr

Julian Assange,

Gründer von Wikileaks, deckte vor Jahren US-amerikanische Kriegsverbrechen und politischen Machtmissbrauch auf.

Zurzeit befindet sich Julian Assange (Australischer Staatsbürger) in einem Hochsicherheitsgefängnis in Belmash/ London in Einzelhaft.
Seine Gesundheit ist stark bedroht und seine Prozessvorbereitungen werden stark behindert.

Die Vereinigten Staaten haben Großbritannien um Auslieferung von Assange ersucht. Die US-Anklageschrift vom 23. Mai 2019 umfasst siebzehn Punkte. Auf alle Anklagepunkte steht eine theoretische Maximalstrafe von 175 Jahren Haft.

Alle drei schwedischen Sexualdelikt-Verfahren (wegen desselben Vergewaltigungsvorwurfs) wurden im November 2019 eingestellt, neuneinhalb Jahre nach Einleitung des ersten Verfahrens.

Auch nach Verbüßung der fünfzigwöchigen Haftstrafe im September 2019 muss Assange wegen des Auslieferungsantrages der Vereinigten Staaten in Haft bleiben. Der Auslieferungsprozess wurde vom 18. Mai 2020 auf September 2020 verschoben.

lhm droht mit Beginn der Verhandlungen die Auslieferung an die USA und dortige Aburteilung.

Quellen:

wikipedia Julian Assange: https://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Assange

Mathias Bröckers / www.broeckers.com
Nils Melzer / UN Sonderbericherstatter

Veranstalter: Das Demokratische Café Flensburg, c/o Peter Walpurgis

Flensburger Bürgerinitiativen verbünden sich

Der geplante Umzug des Flensburger Wirtschaftshafens war eines der Themen auf dem Treffen der Bürgerinitiativen – Foto: Jörg Pepmeyer

Scharfe Kritik am Handeln von Politik und Verwaltung

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Am 9.7. trafen sich mehr als 20 VertreterInnen Flensburger Bürgerinitiativen und zivilgesellschaftliche AkteurInnen zu einem Vernetzungsgespräch. Jens Boysen, Aktivist der Bürgerinitiative Flensburger Hafen, hatte zusammen mit seiner Frau Jutta und weiteren BIs zu dem abendlichen Treffen auf dem Kümo „Unterelbe“ im Flensburger Hafen eingeladen. Unter den Gästen auch KommunalpolitikerInnen, wie die Linke-Ratsfrau Gabi Ritter, aber auch Gerda Brau, die für die WiF in mehreren Ausschüssen der Ratsversammlung sitzt.

Zu Beginn des Treffens schilderten die TeilnehmerInnen in einem sehr offenen Meinungsaustausch ihre persönliche Sicht der aktuellen Entscheidungen der Ratsversammlung und der politischen Situation in Flensburg. Deutlich formuliert wurde die Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Zustand der Kommunalpolitik und die Kritik an der Bürgerbeteiligung. Vor allem beim Hotelprojekt am Bahnhofswald, der geplanten Verlagerung des Wirtschaftshafens und des Umzugs der Flensburger Brauerei an die Westerallee seien Bürgerbedenken und Proteste von der Politik und Verwaltung systematisch übergangen oder regelrecht weggewischt worden. Beteiligungsverfahren hätten lediglich dazu gedient, politische Vorab-Entscheidungen und Investoreninteressen abzusichern. Wichtige Informationen würden der Öffentlichkeit vorenthalten oder sehr einseitig präsentiert, kritische Fakten unterschlagen oder als irrelevant dargestellt.

Ebensowenig gebe es eine öffentliche Debatte über die Risiken der derzeitigen Investitionspolitik der Stadtwerke und den weiteren Einsatz von fossilen Brennstoffen im Flensburger Kraftwerk. Entscheidungen von enormer Tragweite, auch für kommende Generationen, würden getroffen, ohne dass die BürgerInnen daran beteiligt würden.

Konstatiert wurde auf dem Treffen daher ein seit Jahren wachsendes Demokratiedefizit in der Stadt, sowie eine fehlende Transparenz bei den politischen Entscheidungen in den Ausschüssen und der Ratsversammlung. Noch schlimmer, es gebe das Bemühen vieler KommunalpolitikerInnen, die BürgerInnen von wichtigen und rechtlich verbrieften Beteiligungsmöglichkeiten auszuschließen. Symptomatisch sei hierfür der Streit um die neue Geschäftsordnung der Ratsversammlung und die Einwohnerfragestunde gewesen. Auch die Ratsversammlung am 25.6. habe gezeigt, dass ohne Rücksicht auf Verluste umstrittene Projekte regelrecht durchgepeitscht werden, um so schnell wie möglich vollendete Tatsachen zu schaffen, den bürgerschaftlichen Widerstand zu brechen und Resignation zu erzeugen.
Gleichzeitig gebe es einen Klüngel in der Stadt, würden derartige Entscheidungen gemeinsam von bestimmten Ratsparteien und der Verwaltung vorbereitet, um wirtschaftlich starke Interessengruppen zu bedienen. Dabei würden selbst in den Bürgerbeteiligungsrunden gemachte Versprechen und Vereinbarungen gebrochen.

Kritik gab es in dieser Hinsicht auch an Simone Lange, die diesem Treiben kein Ende setze und ihr Amt und ihre eigenen politischen Ambitionen vermenge. Natürlich sei es schwierig, so eine Sprecherin auf dem BI-Treffen, diesen gut organisierten Netzwerken etwas entgegen zu setzen, sei dies auch ein strukturelles Problem. Allerdings habe es in dieser Hinsicht entsprechende Erwartungen der Zivilgesellschaft in Flensburg bei der Wahl Simone Langes zur OB gegeben, die diese bisher leider nicht erfüllt habe.
Aus diesem Grund hatten mehrere Bürgerinitiativen bereits schon vor zwei Wochen einen Offenen Brief an Simone Lange geschrieben und sie zu einem Gespräch aufgefordert. Simone Lange hat sofort zugesagt und das Ganze soll am 5. August stattfinden. Die TeilnehmerInnen des Treffens auf der „Unterelbe“ machen sich mehrheitlich jedoch keine besonders große Hoffnungen, dass sich kurzfristig etwas ändert. Sie wollen aber zumindest das Gespräch nutzen, um die derzeitigen Konflikte zum Thema zu machen und klare Forderungen an die OB, wie auch den Stadtpräsidenten zu stellen. Gleichzeitig wollen sie deutlich machen, dass sie ein „Weiter so“ der Kommunalpolitik und Verwaltung nicht mehr akzeptieren und verstärkt zivilgesellschaftlichen Widerstand organisieren werden.

Ebenso wollen sie verstärkt für eine größere Mitwirkung und Beteiligung der FlensburgerInnen bei wichtigen politischen Entscheidungen kämpfen. Dazu will man sich auch mit verschiedenen Beteiligungsverfahren beschäftigen, ist daran gedacht mit dem Verein „Mehr Demokratie e.V.“ eine entsprechende Info-Veranstaltung in Flensburg zu organisieren. Im Vordergrund soll dabei stehen, welche Instrumente zur Bürgerbeteiligung in Flensburg genutzt werden können und sollten.

Für den 21.8. planen die Bürgerinitiativen eine gemeinsame Aktion auf dem Südermarkt. Dort wollen sie sich und ihr Anliegen ab 15 Uhr einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. Auch andere Initiativen und Stadteilforen sind herzlich eingeladen sich daran zu beteiligen. Zugleich will man eine Broschüre erstellen und verteilen, in der die unterschiedlichen BIs und ihre Zielsetzungen vorgestellt werden, aber auch ihre Kritik gegenüber Stadt und Kommunalpolitik.

Schließlich wurde in dem fast dreistündigen Gespräch deutlich, dass die versammelten AktivistInnen der BIs, wie auch die anwesenden KommunalpolitikerInnen trotz unterschiedlicher Zielsetzung und Aufgabenstellung viele Gemeinsamkeiten haben. Die wollen sie zukünftig nutzen, um vereint für ein demokratisches, ökologisches, soziales und lebenswertes Flensburg zu streiten.

Nächstes Vernetzungstreffen der BIs am Mittwoch, den 12.8. um 19 Uhr auf dem Kümo „Unterelbe“

Kontakt E-Mail: redaktion.BISFL@bi-flensburger-hafen.de

Brauereiumzug: Kleingärtnern an der Westerallee wird ohne Rücksicht auf die Folgen gekündigt

Ein Beitrag von Cordelia Feuerhake

Gestern haben wir – die BI Bahnhofsviertel – auf dem Südermarkt wieder Flyer verteilt zum Erhalt des
Bahnhofswaldes und dazu unser Banner gezeigt.
Man kommt ins Gespräch mit PassantInnen und auch mit MarktbeschickerInnen. Die
überwiegende Mehrheit möchte natürlich den Wald erhalten und empört sich mehr oder weniger
über die städtischen bzw. politischen Entscheidungen.

In diesem Zusammenhang wird auch das Thema Brauereiumzug an die Westerallee angesprochen
und das Thema Kleingartenkolonie, und da wird erzählt:
Alle KleingärtnerInnen aus der betroffenen Kolonie an der Westerallee haben bereits ihre
Kündigung erhalten. Dass dadurch menschliche Tragödien entstehen können, wird wenig
thematisiert. Da gibt es Parzellen, die von Menschen seit Jahrzehnten bewirtschaftet, gepflegt
und geliebt werden, die seit langem Freizeit- , Zufluchts- und Heimatort geworden sind! Wie
schrecklich für die Betroffenen, dass sie das alles recht kurzfristig aufgeben müssen – sie sind
traurig, niedergeschlagen, auch entsetzt …. Für manche verliert ihr Leben einen wesentlichen
Sinn…

Werden diese Auswirkungen von Planung am Schreibtisch eigentlich ausreichend bedacht? Auf
dem Plan kann man leicht feststellen, dass Kleingartenkolonien nicht vollständig belegt sind, dass
man Parzellenbelegungen einfach von hier nach da verschieben kann, dass man einfach
Standorte wirtschaftlich optimal konzentrieren kann…. Aber fast jede Parzelle ist ein persönlicher
Ort von Menschen, von BürgerInnen unserer Stadt, Menschen mit Gefühlen, die respektiert
werden wollen, denen man auf diese Weise überhaupt nicht gerecht wird! Denen man einfach ihre
Parzelle, ihre „Scholle“ wegnimmt, weil ja alle Kleingartenparzellen – der Grund und Boden gehört
nämlich der Stadt – im Planerverständnis Verfügungsfläche für „wichtige“ Stadtentwicklungen
sind….

Ich bin davon sehr berührt … kann Planung nicht besser und mehr auf die Betroffenen vor Ort
Rücksicht nehmen? Kleinteiligere, differenziertere und alternative Lösungen suchen? So, wie man
z.B. im Sanierungsgebiet teilweise mit jedem einzelnen Hausbesitzer/In persönlich verhandelt?

 

Bahnhofswald: Zeitzeugen bestätigen Existenz von Bach und Quellen

Feuchtbiotop mit Quellen im Bahnhofswald. Ursprünglich führte sogar eine Bach durch das Gebiet, der später verrohrt wurde. Nach Ansicht der Stadt Flensburg nicht schützenswert. – Foto: Dr. Helmreich Eberlein

In der Einwohnerfragestunde zur Ratsversammlung am 25.6. gab es mehrere Fragen von Bürger*innen zum Thema Hotelprojekt am Bahnhofswald, die von der Leiterin der städtischen Planungsabteilung, Claudia Takla Zehrfeld beantwortet wurden. Darunter auch eine Frage zur Existenz eines Feuchtbiotops und von Quellen im Bahnhofswald. Die Bürgerinitiative Bahnhofsviertel hatte mehrmals darauf hingewiesen, dass es sich dabei um ein möglicherweise naturschutzrechtlich geschütztes Biotop handele, das nicht durch den Bau des geplanten Hotels zerstört werden dürfe. Frau Takla Zehrfeld verneinte dies und verwies bei ihrer Antwort auf eine nicht näher erläuterte gutachterliche Einschätzung.

Nun berichten drei ältere Zeitzeugen, dass es in der Vergangenheit einen nicht verrohrten Bach und sehr wohl auch Quellen gab. Einer der Zeitzeugen, Gert Hagel, hat sogar seine Erinnerungen daran schriftlich festgehalten. Wir veröffentlichen untenstehend seine

Kindheitserinnerungen an die „Schweizerhalle“

von Gert Hagel, Flensburg

Der Umstand, dass meine elterliche Wohnung auf der Rude in der Diblerstraße lag und mein zweites Zuhause der Kiosk am Neumarkt war, der durch meine Mutter viele Jahre geführt wurde, hatte zur Folge, dass der Weg zwischen diesen Orten fast täglich zu bewältigen war.

Da meine Mutter schon frühzeitig alleinerziehend war, wurde ich zuerst von meinem Kindermädchen begleitet, ab einem gewissen Alter durfte ich dann am fruhen Abend allein zur Wohnung gehen.

Der Vorgabe meiner Mutter, den direkten Weg über die Schleswiger Straße zu nehmen, wurde nicht immer gefolgt, weil der alternative Weg an der Brauerei vorbei durch die „Schweizerhalle“ der fraglos spannendere war.

Es wartete zuerst der Spielplatz, im Sommer dann die Mirabellenbäume, der Bolzplatz und die Schafe, die neben der Gaststätte „Schweizerhalle“ grasten.

Für viele Kinder aus dem Einzugsgebiet Rude, Teichstraße, Mittelstraße war es das Paradies.

lm Sommer, wenn wir nach stundenlangem Fussballspielen verschwitzt unseren Durst löschen wollten, füllten wir unsere Trinkflaschen mit frischem Wasser aus der Quelle auf, die sich im Wäldchen am Hang neben der Gaststätte befand.

Wenn wir allzu verdreckt waren, war der kleine Bach auch unser Waschplatz.

Dadurch, dass die Mutter des gleichaltrigen Nachbarsjungen in der Gaststätte gearbeitet hatte, war es in der warmen Jahreszeit unserer Abenteuerplatz. Es gab immer etwas zu entdecken.

Bäume erklettern, oder auch mal im versteckten Sumpf versinken, Libellen und Frösche beobachten.

Vom oberen Teil des abfallenden südlichen Zuganges zur „Schweizerhalle“, der im Winter unsere Rodelbahn war, hatte man Einblick auf diesen feuchten Teil des Wäldchens.

Stadtmodell aus den 1950er Jahren mit Bach und „Schweizerhalle“, links die Schleswiger Straße, rechts die Bahnhofstraße. Claus Kühne schreibt dazu: Im Rathaus befindet sich ein Modell der Stadt, auf dem klar der Bach zu erkennen ist, wenn auch nicht ganz richtig, denn meiner Meinung nach entsprang dieser noch weiter südlich und mehr an der Hangsole. Auch in nördlicher Richtung ist der Bach falsch eingezeichnet, denn dieser verlief bis fast zur Brauerei. Um zum kleinen Ausflugslokal „Schweizerhalle“ zu kommen, musste man über eine kleine Brücke gehen. Foto: Claus Kühne

 

 

%d Bloggern gefällt das: