Archiv der Kategorie: Daten und Zahlen

Hier finden sich Beiträge zu wichtigen überregionalen, regionalen und kommunalen Daten, Zahlen und Fakten aus verschiedenen Bereichen, Schuldensituation, Einkommen, Arbeitslosigkeit, Wirtschafts- und Sozialdaten etc., die auch von kommunalpolitischer Bedeutung sind.

Ausgezeichnetes Badewasser an den Flensburger Stränden – Wassertemperatur 18 °C

Badewasserqualität ausgezeichnet

Flensburg. Die Gesundheitsdienste teilen mit:

Die Flensburger Badestellen Ostseebad und Solitüde werden auch in diesem Jahr wieder von den städtischen Gesundheitsdiensten nach der Badegewässerverordnung überwacht. Vierzehntägig erfolgen Beprobungen zur Feststellung der Badewasserqualität.

Probenahme am 14. Juli 2020
Solitüde:
Ergebnis: ausgezeichnete Badewasserqualität
Wassertemperatur: 18 °C

Probenahme am 14. Juli 2020
Ostseebad:
Ergebnis: ausgezeichnete Badewasserqualität
Wassertemperatur: 18 °C

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Gesundheitsdienste unter Telefon 85 2600 bzw. per E-Mail: Gesundheitsdienste@Flensburg.de

Campusbad-Ermäßigungen: DIE LINKE fordert unbürokratische Lösung

Das Flensburger Campusbad soll ein Bad für alle sein und besonders auch für jene Personengruppen die einen Sozialpass oder einen Schwerbehindertenausweis haben. Derzeit erreichen den Linke-Kreisverband jedoch Zuschriften von Menschen die berichten, dass die Ermäßigungen derzeit nicht akzeptiert würden. In einer E-Mail der Verwaltung, die der Partei DIE LINKE. vorliegt, wird darauf verwiesen, dass es aufgrund der plötzlichen Umstellung technisch bisher noch nicht möglich ist, Vergünstigungen bei der Online-Buchung zu berücksichtigen.

LINKE-Vorsitzender Luca Grimminger

Der Kreisvorstand der Links-Partei kritisiert scharf, dass Formalismus und Bürokratie Vorrang haben, anstatt allen Flensburger*innen, eben auch sozial schwachen Menschen, den vergünstigten Zugang zum Campusbad zu gewährleisten. Die Coronakrise habe gezeigt, dass schnelle Hilfen und beschleunigte Behördenabläufe möglich sind. So müsse es doch auch möglich sein, Menschen mit erfüllten Voraussetzungen für eine Ermäßigung, den vergünstigten Eintritt zu gewährleisten. Der Kreisvorsitzende Luca Grimminger dazu: „Es kann nicht sein, dass Menschen mit geringen Einkommen oder einer Schwerbehinderung vom Badebetrieb ausgeschlossen werden und die Stadtverwaltung auf eine Lösung erst nach den Sommerferien vertröstet.“ DIE LINKE fordert das Campusbad auf, möglichst schnell eine Lösung herbeizuführen und das Misstrauen gegenüber den Besucher*innen abzulegen.

Flensburger Werft: Kaum noch Hoffnung auf Rettung

Eröffnung des Insolvenzverfahrens für die FSG: Gläubiger werden aus den Verkaufserlösen des Werfteigentums bedient, zu dem auch die noch nicht fertiggestellte RoRo-Fähre Honfleur gehört. – Foto: Jörg Pepmeyer

700  Beschäftigte sollen in Transfergesellschaft überführt werden

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Nach Pressemeldungen werden für die Werft die nächsten Schritte im Rahmen des Insolvenzverfahrens eingeleitet. Auf einer Betriebsversammlung informierte die Geschäftsführung der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft die Belegschaft über den Stand der Dinge. Bisher konnte noch kein Käufer für die Werft gefunden werden. Zwar gebe es entsprechende Verhandlungen mit der deutsch-russischen Pella Sietas Gruppe, die hätten aber bisher noch zu keinem Ergebnis geführt. Es sei ebensowenig absehbar, ob es überhaupt zu einem Verkauf kommt.

Ab 1. August wird das Amtsgericht Flensburg voraussichtlich das Insolvenzverfahren für die Werft eröffnen. Dies würde bedeuten, dass das Eigentum der Werft einzeln verkauft werden kann. Dazu gehört auch die noch nicht fertiggestellte RoRo-Fähre Honfleur, für die es bisher noch keinen Käufer gibt. Aus den Erlösen würden dann die Gläubiger der Werft bezahlt.

Gleichzeitig soll für die rund 700 von Arbeitslosigkeit bedrohten Beschäftigten die Gründung einer Transfergesellschaft vorbereitet werden.

Mehr dazu auch in einer Meldung des NDR vom 14.07.2020: Nächste Stufe der Insolvenz – FSG bereitet sich vor unter:  https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Naechste-Stuefe-der-Insolvenz-FSG-bereitet-sich-vor,fsg328.html

Flensburger Bürgerinitiativen verbünden sich

Der geplante Umzug des Flensburger Wirtschaftshafens war eines der Themen auf dem Treffen der Bürgerinitiativen – Foto: Jörg Pepmeyer

Scharfe Kritik am Handeln von Politik und Verwaltung

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Am 9.7. trafen sich mehr als 20 VertreterInnen Flensburger Bürgerinitiativen und zivilgesellschaftliche AkteurInnen zu einem Vernetzungsgespräch. Jens Boysen, Aktivist der Bürgerinitiative Flensburger Hafen, hatte zusammen mit seiner Frau Jutta und weiteren BIs zu dem abendlichen Treffen auf dem Kümo „Unterelbe“ im Flensburger Hafen eingeladen. Unter den Gästen auch KommunalpolitikerInnen, wie die Linke-Ratsfrau Gabi Ritter, aber auch Gerda Brau, die für die WiF in mehreren Ausschüssen der Ratsversammlung sitzt.

Zu Beginn des Treffens schilderten die TeilnehmerInnen in einem sehr offenen Meinungsaustausch ihre persönliche Sicht der aktuellen Entscheidungen der Ratsversammlung und der politischen Situation in Flensburg. Deutlich formuliert wurde die Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Zustand der Kommunalpolitik und die Kritik an der Bürgerbeteiligung. Vor allem beim Hotelprojekt am Bahnhofswald, der geplanten Verlagerung des Wirtschaftshafens und des Umzugs der Flensburger Brauerei an die Westerallee seien Bürgerbedenken und Proteste von der Politik und Verwaltung systematisch übergangen oder regelrecht weggewischt worden. Beteiligungsverfahren hätten lediglich dazu gedient, politische Vorab-Entscheidungen und Investoreninteressen abzusichern. Wichtige Informationen würden der Öffentlichkeit vorenthalten oder sehr einseitig präsentiert, kritische Fakten unterschlagen oder als irrelevant dargestellt.

Ebensowenig gebe es eine öffentliche Debatte über die Risiken der derzeitigen Investitionspolitik der Stadtwerke und den weiteren Einsatz von fossilen Brennstoffen im Flensburger Kraftwerk. Entscheidungen von enormer Tragweite, auch für kommende Generationen, würden getroffen, ohne dass die BürgerInnen daran beteiligt würden.

Konstatiert wurde auf dem Treffen daher ein seit Jahren wachsendes Demokratiedefizit in der Stadt, sowie eine fehlende Transparenz bei den politischen Entscheidungen in den Ausschüssen und der Ratsversammlung. Noch schlimmer, es gebe das Bemühen vieler KommunalpolitikerInnen, die BürgerInnen von wichtigen und rechtlich verbrieften Beteiligungsmöglichkeiten auszuschließen. Symptomatisch sei hierfür der Streit um die neue Geschäftsordnung der Ratsversammlung und die Einwohnerfragestunde gewesen. Auch die Ratsversammlung am 25.6. habe gezeigt, dass ohne Rücksicht auf Verluste umstrittene Projekte regelrecht durchgepeitscht werden, um so schnell wie möglich vollendete Tatsachen zu schaffen, den bürgerschaftlichen Widerstand zu brechen und Resignation zu erzeugen.
Gleichzeitig gebe es einen Klüngel in der Stadt, würden derartige Entscheidungen gemeinsam von bestimmten Ratsparteien und der Verwaltung vorbereitet, um wirtschaftlich starke Interessengruppen zu bedienen. Dabei würden selbst in den Bürgerbeteiligungsrunden gemachte Versprechen und Vereinbarungen gebrochen.

Kritik gab es in dieser Hinsicht auch an Simone Lange, die diesem Treiben kein Ende setze und ihr Amt und ihre eigenen politischen Ambitionen vermenge. Natürlich sei es schwierig, so eine Sprecherin auf dem BI-Treffen, diesen gut organisierten Netzwerken etwas entgegen zu setzen, sei dies auch ein strukturelles Problem. Allerdings habe es in dieser Hinsicht entsprechende Erwartungen der Zivilgesellschaft in Flensburg bei der Wahl Simone Langes zur OB gegeben, die diese bisher leider nicht erfüllt habe.
Aus diesem Grund hatten mehrere Bürgerinitiativen bereits schon vor zwei Wochen einen Offenen Brief an Simone Lange geschrieben und sie zu einem Gespräch aufgefordert. Simone Lange hat sofort zugesagt und das Ganze soll am 5. August stattfinden. Die TeilnehmerInnen des Treffens auf der „Unterelbe“ machen sich mehrheitlich jedoch keine besonders große Hoffnungen, dass sich kurzfristig etwas ändert. Sie wollen aber zumindest das Gespräch nutzen, um die derzeitigen Konflikte zum Thema zu machen und klare Forderungen an die OB, wie auch den Stadtpräsidenten zu stellen. Gleichzeitig wollen sie deutlich machen, dass sie ein „Weiter so“ der Kommunalpolitik und Verwaltung nicht mehr akzeptieren und verstärkt zivilgesellschaftlichen Widerstand organisieren werden.

Ebenso wollen sie verstärkt für eine größere Mitwirkung und Beteiligung der FlensburgerInnen bei wichtigen politischen Entscheidungen kämpfen. Dazu will man sich auch mit verschiedenen Beteiligungsverfahren beschäftigen, ist daran gedacht mit dem Verein „Mehr Demokratie e.V.“ eine entsprechende Info-Veranstaltung in Flensburg zu organisieren. Im Vordergrund soll dabei stehen, welche Instrumente zur Bürgerbeteiligung in Flensburg genutzt werden können und sollten.

Für den 21.8. planen die Bürgerinitiativen eine gemeinsame Aktion auf dem Südermarkt. Dort wollen sie sich und ihr Anliegen ab 15 Uhr einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. Auch andere Initiativen und Stadteilforen sind herzlich eingeladen sich daran zu beteiligen. Zugleich will man eine Broschüre erstellen und verteilen, in der die unterschiedlichen BIs und ihre Zielsetzungen vorgestellt werden, aber auch ihre Kritik gegenüber Stadt und Kommunalpolitik.

Schließlich wurde in dem fast dreistündigen Gespräch deutlich, dass die versammelten AktivistInnen der BIs, wie auch die anwesenden KommunalpolitikerInnen trotz unterschiedlicher Zielsetzung und Aufgabenstellung viele Gemeinsamkeiten haben. Die wollen sie zukünftig nutzen, um vereint für ein demokratisches, ökologisches, soziales und lebenswertes Flensburg zu streiten.

Nächstes Vernetzungstreffen der BIs am Mittwoch, den 12.8. um 19 Uhr auf dem Kümo „Unterelbe“

Kontakt E-Mail: redaktion.BISFL@bi-flensburger-hafen.de

Stadt kämpft für den Erhalt von Karstadt in Flensburg

Soll geschlossen werden: Flensburger Karstadt-Filiale auf dem Holm – Foto: Jörg Pepmeyer

Oberbürgermeisterin in direktem Kontakt mit Karstadt-Generalbevollmächtigten

Flensburg. „So lange man noch miteinander im Gespräch ist, ist die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen“, konstatiert Oberbürgermeisterin Simone Lange, die auch aus dem Urlaub heraus Kontakt zu allen Beteiligten in der Karstadt-Sache hält. Die Oberbürgermeisterin hält unter anderem den direkten Kontakt zum Generalbevollmächtigten des Konzerns Galeria-Karstadt.

„Es gilt jetzt unsere Stärken auszuspielen. Flensburgs Stärke war immer ein überdurchschnittlicher Einzelhandelsfaktor und eine starke wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die uns im Vergleich der 4 kreisfreien Städte nach Kiel an 2. Stelle führte. Die Coronakrise fordert nun unsere Handlungsfähigkeit heraus und die können wir zeigen, indem wir zum Beispiel mit einer kurzfristig neuen Verkehrsplanung, die Innenstadt und damit auch den Karstadtstandort stärken.”, so die Oberbürgermeisterin.

In der Diskussion um den Flensburger Standort ist u.a. die bisher geringe Auslastung des Parkhauses als Argument angeführt worden. Hier ließe sich recht kurzfristig etwas ändern. Für die Verkehrsführung im Bereich Rathausstraße/ZOB liegt der Stadt ein Gutachten vor, das eine Veränderung vorschlägt, die die Zufahrt zum Karstadt-Parkhaus und damit den Zugang zur Innenstadt insgesamt verbessern würde.

Die Problematik der Frequentierung des Parkhauses ist der Stadt Flensburg seit einiger Zeit bekannt. Daher wurde in Abstimmung mit dem Parkhausbetreiber ein Planungsbüro damit beauftragt, Verbesserungsmöglichkeiten zur verkehrlichen Anbindung des Parkhauses aufzuzeigen. Hierzu liegt nunmehr das entsprechende Gutachten vor, welches auch den Anliegern im Rahmen einer Online-Präsentation vorgestellt worden ist. Ausserdem wurde es abgestimmt mit Akivbus und der Polizei. Die Präsentation und das Gutachten sowie ergänzende Informationen befindet sich auf unserer Website: https://www.flensburg.de/zob

Nach Einschätzung der Gutachter und nach Ansicht der Flensburger Verkehrsplanung kann durch eine vorgeschlagene Variante eine signifikante Steigerung der Nutzungszahlen des Parkhauses erreicht werden, insbesondere unter Berücksichtigung unserer dänischen Gäste. Kern der neuen Verkehrsplanung ist, die Einbahnstraße vor dem Karstadt-Parkhaus umzukehren und die Fahrtrichtung auf der zum Parkhaus führenden Straße zu ändern. Damit würde das Ansteuern des Parkhauses erleichtert und der Zu- und Abfluss erheblich optimiert. Dafür notwendig würde eine veränderte Verkehrsführung in der Rathausstraße, die dann nur noch für Lieferverkehre, den ÖPNV sowie Fußgänger und Radfahren offen steht.

Dieser verkehrslenkende Lösungsvorschlag wird jetzt dem Karstadt-Konzern vorgestellt, um das Argument des nicht ausgelasteten Parkhauses zu entkräften.

„Das Gutachten hatte zwar eine Karstadt-Lösung nicht als Ziel, aber auf diese Weise haben wir etwas in der Schublade, das wir Karstadt vorschlagen können. Wenn das für das Unternehmen eine vielversprechende Option ist, können wir diese Lösung als verkehrslenkende Maßnahmen kurzfristig umsetzen. Die Flensburger Kommunalpolitik wird dann entsprechend einbezogen“, sagt Bürgermeister Henning Brüggemann.

Mehr dazu auch in einem Beitrag des NDR vom 19.06.2020: Galeria Karstadt Kaufhof will vier Filialen in SH schließen unter: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Galeria-Karstadt-Kaufhof-will-vier-Filialen-in-SH-schliessen,karstadtkaufhof126.html

Hochschule Flensburg forscht zu nachhaltiger Textilindustrie in Schwellenländern

Das Projektteam bei einem Besuch der äthiopischen Partner*innen an der Hochschule Flensburg im vergangenen November. Foto: Gatermann

Beispiel Äthiopien: Nachhaltige Textilindustrie in Schwellenländern

An der Hochschule Flensburg gehen Forscher*innen der Frage nach, wie die Nachhaltigkeit von Lieferketten in Schwellenländern gesteigert werden kann.  

Der Ruf nach fair und nachhaltig produzierter Kleidung wird immer wieder – nicht nur nach Skandalen in der Textilindustrie – laut. Jüngste Anstrengungen, Missständen entgegenzuwirken, stellen Zertifikate dar wie z. B. das Textilsiegel „der grüne Knopf“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Es soll nachhaltige Lieferketten in der Bekleidungsproduktion kennzeichnen und berücksichtigt dabei neben Umweltschutz auch Arbeitsbedingungen in den Herstellungsländern. Doch wie sieht die Praxis aus? Ein Projekt der Hochschule Flensburg beschäftigt sich mit der Nachhaltigkeit von Textillieferketten am Beispiel Deutschland und Äthiopien.

Warum dient gerade das ostafrikanische Land als Beispiel? „Die Textil- und Bekleidungsindustrie gewinnt für Äthiopien enorm an Bedeutung“, sagt Marcus Brandenburg. „Umgekehrt steigt auch die Relevanz Äthiopiens als Standort in globalen Textillieferketten.“ Der Professor für Logistik und Supply Chain Management an der Hochschule Flensburg leitet das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst umfänglich geförderte Projekt „Sustainable Textile Supply Chains in Ethiopia and Germany“. Brandenburg sieht die Fortsetzung eines Offshoring, nun von ehemaligen in neue Schwellenländer. Wurde die Produktion zunächst aufgrund des steigenden Lohnniveaus von Zentral- und Osteuropa nach Fernost verlagert, so befördert der ökonomische Aufschwung von China, Indien und Co. nun die Verlagerung der Fabrikation nach Afrika.

Bis Ende 2022 untersuchen Brandenburg und sein Team, welche Faktoren in Schwellenländern die Nachhaltigkeitspraxis beeinflussen. Orientiert man sich an bestehenden Arbeitsschutzstandards oder geht man gar einen Schritt weiter? Welche Anreize haben Firmen in Äthiopien, ihre Produktion nachhaltig zu gestalten? Drohen ihnen gar Sanktion in Form von Kundenverlusten wegen steigender Preise? Soziale und ökologische Abwägungen spielen eine große Rolle. „Aus unserer Sicht gleichwohl schwierige Verhältnisse in Firmen sorgen oftmals dafür, dass arme Menschen überhaupt Arbeit haben und so der existenzbedrohenden Armut entfliehen können“, sagt Brandenburg. Dies sind lediglich einige Aspekte eines komplexen Zusammenspiels aus politischen, gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Anforderungen in unterschiedlichen Unternehmen und verschiedenen Branchen.

Mit dem Fokus auf Äthiopien als afrikanischem Schwellenland und Deutschland als situiertem Markt in Mitteleuropa hoffen Brandenburg und sein Team aus Wissenschaftler*innen äthiopischer und deutscher Hochschulen, am Ende des Projekts Rückschlüsse für Forschung und Praxis zu ziehen. Wo herrschen Optimierungspotenziale, wo liegen Schwachstellen und wo drohen Fehler? „Letztlich“, so der Wirtschaftsprofessor, „wollen wir der Wissenschaft weitere Denkanstöße geben und dem Management konkrete Verbesserungspotenziale aufzeigen.“

Doppel-Benefizkonzert mit José Andrés Garcia und Gabriel Macaya am 10. und 11. Juli im Kulturhof Flensburg

2 Termine · 10. Juli – 11. Juli

Freitag 10. Juli um 18:30 Uhr
Samstag 11. Juli um 18:30 Uhr
Kulturhof Flensburg
Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Endlich ist es soweit: Der Kulturhof lädt ein und freut sich auf Benezifkonzerte an zwei auf einander folgenden Tagen.

José Andrés Garcia Gonzales, Seemann und Musiker von den Kanaren und der Musiker Gabriel Macaya aus Chile verzaubern den Hof und die Gäste mit Gitarrenklängen.

José Garcia lebt seit 8 Jahren in Flensburg, Gabriel Macaya seit ca. 2019. Beide sind Meister auf der Gitarre und spielen im Hof das erste Mal gemeinsam.

Gabriel Macaya beginnt um 18:30 Uhr mit seiner Musik, danach folgt ein Teil mit beiden Musikern. In der Pause geht der Hut rum.

Anschließend folgt der 2. Teil

Da auch wir durch die Corona-Zeit finanzielle Einbußen erlitten haben, freuen wir uns über eine Spende für unsere Miete und Nebenkosten.

Wir wünschen viel Vergnügen! 🙂

Aktuelle Termine und weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr auch bei Facebook https://www.facebook.com/Kulturhof.Flensburg/ und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Was ist der Kulturhof Flensburg e. V.?

Gegründet wurde unser Verein am 15.9.16 im Brasseriehof, wo seit Sommer 2015 die ersten Cafés (Familiennetzwerk „Mit uns für Alle“) stattfanden. Seit 28.2.17 ist er offiziell eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Wir fördern laut Satzung die Völkerverständigung und die Flensburger Stadtkultur.

Was machen wir?

Jede/r kann bei uns ein Café ausrichten und seine Kultur vorstellen. In Flensburg gibt es Menschen aus ca. 130 Kulturen, sodass ein buntes Programm möglich ist. Bisher gab es im Brasseriehof-Café u. a. folgende Cafés: iranisch, syrisch-orientalisch, kurdisch, türkisch, mexikanisch, kamerunisch, ghanaisch. Wenn auch DU Deine Kultur in Form von köstlichen Speisen und mehr vorstellen möchtest, bist Du herzlich willkommen.

Neben den Cafés, die meist nachmittags stattfinden, veranstaltet der Verein auch Konzerte, bietet Lesungen, Themenabende mit Diskussionen und Ausstellungen an.

Ein besonderes Anliegen ist uns, für den Einbau eines behindertengerechten WCs zu sammeln. Insbesondere die Spenden aus den Hutkonzerten sind dafür vorgesehen.

Außerdem unterstützen wir das Projekt „Foodsharing“.

Wir freuen uns über neue Mitglieder uns weitere spannende Veranstaltungen im Kulturhof Flensburg! Möchtest Du ab und an einen selbstgebackenen Kuchen spenden? Den Schaukasten monatlich gestalten oder die Räumlichkeiten sauber halten?

Dann schaue einfach mal während der Öffnungszeiten herein.

Kulturhof Flensburg e. V., im Brasseriehof, Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

Schöne Aussichten! – Offener Brief von Frauke Himmerkus

Bahnhofswald: Das Flensburger Naturhabitat beherbergt über 140 Jahre alte Bäume und geschützte Fledermäuse und soll für den Bau eines Hotels der Axt zum Opfer fallen. – Foto: Marco Johns

„Nachhaltigkeit“ dieser vielbenutzte Begriff in Zeiten des Klimawandels hat in Flensburg eine ganz eigene Definition gefunden. Nachhaltig soll ein Hotelneubau samt Parkhaus sein, nur steht dem leider ein Wald im Weg. Nachhaltig ist hier lediglich Eins: Die Zerstörung dieses intakten Ökosystems. Ob Bahnhofswald, baumreiche Anlage um das Schwedenheim (Helenenallee) oder Spielplatz plus kleine Grünanlage Waitzstraße/Mühlendamm – die alten Bäume müssen weichen.

Im Falle des Kindergartens  Schwedenheim, eingebettet in eine parkartige Anlage mit alten Japanischen Kirschen, plant der SBV in vier Jahren einen Blockbau und der Erweiterung der Feuerwache fällt der Spielplatz und die kleine Grünanlage Mühlendamm zum Opfer. Für die Bewohner des Bahnhofsviertels heißt das, Beton statt Wald oder Grünanlage.

Schaut man sich in Flensburg, unserer noch grünen Stadt um, stellt man fest, dass immer mehr Grün schwindet. Spaziert man von Fahrensodde Richtung Meierwik haben sich die Hänge in den letzten Jahren gelichtet. „Schöne Aussichten“ für die Bewohner der Villen an der Förde.  Alter Baumbestand ist verschwunden, auch wenn damit Strafen verbunden waren. Vielleicht aber auch eine Win-win -Situation: freier Blick / Stadt kassiert?

Nächstes prominente Opfer des Gestaltungswillen der Stadt wird der Christiansen-park/ Museumsberg. Laut Planung werden  ca. vierzig alte Bäume ihren Platz verlieren. Geld steht bereit und egal ob sinnig oder nicht, die Stadt will es ausgeben, sie will gestalten.

6D38FFE1-8D57-40AE-925D-7DDD6EE6F010

Baumbestand an der Valentiner Allee – Foto Frauke Himmerkus

Wer ein Beispiel für die Gestaltung öffentlichen Raumes braucht, der schaue sich bitte die Serpentine am Bahnhof an. Nackter verzinkter Stahl flankiert nun den An bzw. -abstieg. In der langen Doppelkurve zieht sich das Geländer den Hang hinauf, wie ein deplatziertes Abflussrohrsystem.  Nicht einmal eine Treppe hat man eingebaut, um den Menschen, die den kurzen Weg bevorzugen, Rechnung zu tragen. Es bleibt weiterhin eine Rutschpartie!

Gestaltung bedeutet Herzblut und Ästhetik, hat mit Sinn für die Umwelt zu tun und geht mit der Schaffung einer lebenswerten Umgebung einher.  Gehen unsere Politiker verantwortlich mit der Gestaltung unserer Stadt um? Erkennen sie die Zeichen der Zeit?

Für Flensburg scheint es keinen Klimawandel zu geben, kein Umdenken zum Erhalt von wertvollen Naturressourcen!  Corona hat nichts bewegt! All die Aufrufe und Durchhalteparolen der Politiker haben nicht zu Verantwortungsbewusstsein ihrerseits geführt .

Leider haben wir eine Oberbürgermeisterin, die zwar bei Markus Lanz öffentlich für Transparenz und  Nachhaltigkeit eintritt, aber in ihrer Stadt diese Forderungen von Seiten der Bürger nicht erfüllt. Da wurde persönlich Einfluss genommen auf die Entscheidung der Unteren Forstbehörde und somit eine direkte Lösung zur Umwandlung des Bahnhofswalds möglich gemacht. Damit ist der Weg frei für das Intercityhotel plus Parkhaus. In der Planung sind in unserem Stadtteil allerdings nebenbei das Hilton am Rathaus, der Umbau mit Erweiterung des Centralhotels und gegenüber der Serpentine ein Hotel Garni. Man staune!  Brandaktuell ging heute durch die Nachrichten, dass das Parkhaus von Karstadt nicht ausgelastet war und dies mit ein Grund zur Standortschließung der Hauses sei. Brauchen wir am Bahnhof ein weiteres Parkhaus dieser Art? Wann wacht die Politik auf aus ihrem Siebzigerjahreklotzbaudornröschenschlaf und findet einen Weg gemeinsam mit seinen Bürgern und im Einklang mit der Natur?

Das wären wirklich „Schöne Aussichten“!

Frauke Himmerkus

Ausgezeichnetes Badewasser an den Flensburger Stränden – Wassertemperatur 21 °C

Badewasserqualität ausgezeichnet

Flensburg. Die Gesundheitsdienste teilen mit:

Die Flensburger Badestellen Ostseebad und Solitüde werden auch in diesem Jahr wieder von den städtischen Gesundheitsdiensten nach der Badegewässerverordnung überwacht. Vierzehntägig erfolgen Beprobungen zur Feststellung der Badewasserqualität.

Probenahme am 30. Juni 2020
Solitüde:
Ergebnis: ausgezeichnete Badewasserqualität
Wassertemperatur: 21 °C

Probenahme am 30. Juni 2020
Ostseebad:
Ergebnis: ausgezeichnete Badewasserqualität
Wassertemperatur: 21 °C

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Gesundheitsdienste unter Telefon 85 2600 bzw. per E-Mail: Gesundheitsdienste@Flensburg.de

 

 

Politisches Abendgebet der Aktionsgruppe Klima Flensburg am 6. Juli 2020 um 18 Uhr vor St. Nikolai

… verspricht etwas Besonderes zu werden.

Charlotte Dase, Studiengang „Transformation“ wird uns zum Mitdenken anregen zum Thema „Wie geht Veränderung?“
Da es uns ja bei den Politischen Abendgebeten um Vernetzung und gegenseitige Unterstützung von unterschiedlichen Initiativen und auch Altersgruppen geht, auf dem Weg zu einer solidarischeren Gesellschaft, freuen wir uns besonders über neue Interessierte, die sich sonst eher nicht in einen kirchlichen Rahmen begeben.
Bei gutem Wetter wieder draußen vor St. Nikolai, am Montag, den 6. Juli um 18 Uhr!

Einhaltung der Corona-Regeln: Präsenzkontrollen im Stadtgebiet

Kooperation der Stadt Flensburg mit privatem Sicherheitsunternehmen

Flensburg. Die zunehmende Lockerung der Corona-Regeln macht es notwendig, dass zum Aufrechterhalten des Infektionsschutzes die weiter bestehenden Regeln sorgfältig befolgt werden. Das ist leider nicht immer der Fall, so dass die Stadt sich entschlossen hat, hier intensiver zu kontrollieren.

Die Stad Flensburg wird ab 01.07.2020 einfache Kontrollen in Schwerpunktbereichen des Stadtgebietes durchführen. Ziele der Kontrollen sind:

  1. Kontrollen an allen Tagen in der Woche auch zu Abend- und Nachtzeiten
  2. Überwachung der Regelungen zur Einhaltung von Mindestabständen und Ansammlungen im öffentlichen Raum („Corona-Regeln“)
  3. Kontrollen zum Umgang mit Müll und anderen gefährlichen „Hinterlassenschaften“ wie z.B. Grillkohle, Flaschen, Verpackungen oder ähnliches
  4. Freundliche und einfache Ansprache in Fällen, in denen Regeln nicht eingehalten werden.

„Für einen wirksamen Infektionsschutz muss auf die Einhaltung der Regeln geachtet werden. Hierfür bedarf es einer Präsenz und Kontrolle im öffentlichen Raum, die durch diesen Streifendienst insbesondere an den Hotspots erweitert werden soll. Die bisherigen Kontrollen durch das Ordnungsamt werden dadurch ergänzt“, erklärt der zuständige Dezernent Stephan Kleinschmidt.

Die Aufgaben der Präsenz-Streifen sind deeskalierend und zurückhaltend definiert. Sie werden erhebliche Verstöße gegen Corona-Regeln oder das Müllbeseitigungsgebot an die zuständigen Stellen weitermelden. Dazu erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei, dem TBZ und der Ordnungsverwaltung.

Insgesamt werden drei Streifen im Stadtgebiet mit jeweils 2 Personen eingesetzt. Dabei kooperiert die Stadt Flensburg mit einem privaten Flensburger Sicherheitsunternehmen.

Die Präsenz-Streifen haben ausdrücklich keine weiteren Eingriffsbefugnisse oder Kontrollaufgaben wie z.B. im ruhenden Verkehr, Lärm oder anderes. Dies ist den zuständigen Stellen in der Ordnungsverwaltung und der Polizei vorbehalten.

Die Stadt Flensburg bittet alle EinwohnerInnen, sich an die Regelungen des Infektionsschutzes zu halten. Dazu gehören Mindestabstände und das Verbot von Ansammlungen von mehr als 10 Personen im öffentlichen Raum.

Feiern und Freizeit an öffentlichen Plätzen darf nicht dazu führen, dass Bereiche verschmutzt und gefährlich werden.

Für den Fall, dass im Rahmen der Kontrollen Personen angesprochen werden, bitten wir dringend darum, auf die Informationen zu achten und Regeln einzuhalten. Gemeinsam gelingt es dann, dass der Aufenthalt an den Stränden und in der Stadt zu einem tollen Erlebnis für alle wird!

Photovoltaik-Anlagen lohnen sich weiterhin für Eigentümer – kein 52-Gigawatt-Deckel

  • Das befürchtete Ende der Einspeisevergütung kommt nun doch nicht. Der Bundestag hat die Abschaffung des 52-Gigawatt-Deckels beschlossen.
  • Verbraucher*innen erhalten weiterhin Geld für den Strom, den sie in das Netz einspeisen.
  • Bei der Planung einer Photovoltaik-Anlage ist der Rat eines unabhängigen Energieberaters empfehlenswert.

Einspeisevergütung bleibt erhalten

Der Bundestag hat beschlossen, den Photovoltaik-Deckel abzuschaffen. Für Verbraucher*innen bedeutet das: Sie bekommen weiterhin Geld für selbst erzeugten und ins öffentliche Netz eingespeisten Sonnenstrom. Diese Einspeisevergütung beträgt zur Zeit je nach Größe der Anlage 7 bis 9,17 Cent pro Kilowattstunde. Besitzer von Photovoltaik-Anlagen profitieren neben der Vergütung auch vom günstigen Strom für den eigenen Haushalt. Bis zu 30 Prozent des eigenen Strombedarfs deckt eine private Photovoltaik-Anlage ab. Diesen Strom müssen Verbraucher nicht teuer vom Energieversorger beziehen und sparen damit Geld. Zudem bietet eine Photovoltaik-Anlage die Möglichkeit, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Ein Haushalt mit vier Personen und einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden kann bis zu 900 Kilowattstunden Strom selbst erzeugen und den jährlichen CO2-Ausstoß um etwa 500 Kilogramm senken. Zudem sind die Preise für Photovoltaik-Anlagen in den vergangenen Jahren gesunken. So lässt sich eine neue Anlage kostendeckend oder mit Gewinn betreiben, obwohl die Einspeisevergütung schrittweise verringert wird. Eine Anlage mit 10 Kilowatt Peak Spitzenleistung für ein Einfamilienhaus kostet 14.000 bis 18.500 Euro. Ein passender Speicher für den selbst erzeugten Sonnenstrom kostet 4.000 bis 7.000 Euro.

Bei Batteriespeichern zählen Anschaffungskosten und Lebensdauer

Ein Batteriespeicher erhöht den Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms erheblich. Dennoch verschlechtert sich die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher häufig. Gründe sind die Anschaffungskosten für Batteriespeicher sowie die begrenzte Lebensdauer der Batterien. „Wer sich dennoch einen Batteriespeicher anschaffen will, sollte darauf achten, dass dieser die richtige Größe hat und auf den Strombedarf des Haushaltes abgestimmt ist“, empfiehlt Carina Vogel von der Energieberatung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt aktuell die Anschaffung von Batteriespeichern. Informationen dazu gibt es hier.

Photovoltaik-Anlagen zum Aufladen von Elektroautos

Wer ein Elektroauto mit eigenem Solarstrom betankt, kann den Eigenverbrauch ebenfalls erhöhen. Am besten laden Verbraucher*innen ihr Elektroauto mithilfe einer intelligenten Ladestation tagsüber direkt aus dem Überschuss der Photovoltaik-Anlage und nicht aus einem Batteriespeicher. Haus-Batteriespeicher sind für das Laden von Elektroautos ungeeignet, da die Fahrzeugbatterien deutlich mehr Strom speichern können.

Bei der Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage ist eine detaillierte Planung wichtig. Unterstützung dabei bietet der Eignungs-Check-Solar der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Dabei prüft der Energieberater zunächst, ob das Haus die Voraussetzungen für den Betrieb einer Photovoltaikanlage erfüllt. Er oder sie gibt Empfehlungen zur Größe der geplanten Photovoltaik-Anlage und des Speichers. Mehr Informationen gibt es auf verbraucherzentrale-energieberatung.de oder telefonisch unter 0431/59 099 40.

%d Bloggern gefällt das: