Archiv der Kategorie: Daten und Zahlen

Hier finden sich Beiträge zu wichtigen überregionalen, regionalen und kommunalen Daten, Zahlen und Fakten aus verschiedenen Bereichen, Schuldensituation, Einkommen, Arbeitslosigkeit, Wirtschafts- und Sozialdaten etc., die auch von kommunalpolitischer Bedeutung sind.

Stadtwerke Flensburg: Glasfaser für alle – ab Januar im Süden von Mürwik

Online-Infoveranstaltung am 31. Januar

Der flächendeckende Glasfaserausbau der Region geht weiter, damit bald jeder seinen Glasfaseranschluss hat. Ab 31. Januar 2022 ist dieser für die Mürwiker buchbar. Schnelle Entscheider sparen bis zum 13. März die Anschlussgebühr von rund 1.000 Euro.

So sieht´s drinnen aus

Passend zur aktuellen Lage findet die Informationsveranstaltung der Stadtwerke Flensburg für den Süden von Mürwik und Engelsby Dorf online statt: Am Montag dem 31. Januar ab 19:30 Uhr. Natürlich interaktiv, d.h. jeder kann bequem von Zuhause oder unterwegs Fragen stellen und erhält umgehend seine Antwort.

Wie´s geht? Einfach den YouTube-Kanal der Stadtwerke www.youtube.com/StadtwerkeFlensburg aufrufen. Besondere Soft- oder Hardware ist nicht notwendig.

Während der sechswöchigen Aktionsphase bis zum 13. März bieten die Stadtwerke weitere Beratungstermine per Telefon oder Video an. Buchbar über den Verfügbarkeits-Check auf der Stadtwerke-Glasfaser-Website http://www.swfl-glasfaser.de oder per E-Mail an service@swfl-glasfaser.de.

Ganz ohne Termin geht´s auch. Unter 487-44-77 berät die Telefon-Hotline montags bis freitags von 8:00 – 20:00 Uhr. Im Kundencenter in der Nikolaistraße sind die Stadtwerke montags bis freitags von 9:00 – 16:00 Uhr für alle Interessenten da. Aus Rücksicht auf Besuchende und Mitarbeitende hat dort immer nur eine Person Zutritt. So kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Dr. Dirk Wernicke, Geschäftsführer der Stadtwerke betont die Vorteile der Glasfaser: „Bei Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Datentransports ist die Glasfaser bis ins eigene Heim Spitzenreiter. Sie ist heute schon unverzichtbar für das Berufs- und Privatleben, Tendenz steigend. Das funktioniert am besten, wenn jede Wohnung und jedes Haus einen eigenen Glasfaseranschluss hat wie wir ihn anbieten.“

Ersatzneubau des “Katharinen Hospiz am Park” kann beginnen

Finanzierung nun sichergestellt

Flensburg. Die Unsicherheit über die Finanzierung des schon lange geplanten Ersatzbaus für das „Katharinen Hospiz am Park” ist endlich beendet. Die beiden Träger der Einrichtung, die Stadt Flensburg und der Förderverein gewährleisten gemeinsam das Bauvorhaben. Mit den ersten vorbereitenden Maßnahmen für den Neubau kann nun endlich begonnen werden.

Eigentlich sollte es bereits im Jahr 2021 losgehen, als im April 2021 die plötzliche Nachricht der Landesregierung eintraf, dass die palliative Versorgung zukünftig im neuen MDK-Klinikum stattfinden sollte. Durch die Gesetzesvorgabe des Bundes war es dem Land nicht möglich die angekündigte Förderung auszuschütten. Der Investitionskostenzuschuss von 2,5 Mio EUR der Landesregierung wird damit Bestandteil der Gesamtförderung des Klinikneubaus am Peelwatt.

Die Malteser und die DIAKO als Gesellschafter des Katharinen Hospiz am Park entschieden daraufhin als Ergänzung zum palliativen Versorgungsangebot im MDK-Klinikum zusätzlich ein stationäres Hospiz zu betreiben. Der Neubau des Katharinen Hospiz am Christiansenpark wird 12 Betten für die stationäre Hospizpflege und -betreuung beherbergen. Für die Baufinanzierung des Hospizneubaus fehlten aber nun die bisher vom Land in Aussicht gestellten Fördermittel.

Oberbürgermeisterin Simone Lange hatte sich in dieser Angelegenheit mehrfach an den Ministerpräsidenten des Landes und an Mitglieder des Landtages gewandt und um Unterstützung gebeten.

„Ein Hospiz-Ersatzbau am heutigen Standort ist seit Jahren geplant. Wir als Stadt begleiteten dies von Anfang an mit sehr intensiven Diskussionen mit der Kommunalpolitik“, so Frau Lange. Nach monatelangem Engagement zur Finanzierung des Hospizbaus ist es jetzt gelungen, eine Lösung für die Finanzierungslücke herbei zu führen und alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Dabei haben sich die beiden Träger, die Stadt Flensburg und der Förderverein verständigt, die finanzielle Verantwortung in Kooperation zu übernehmen. Die Stadt hat gemeinsam mit der Kommunalpolitik eigens dafür einen städtischen Zuschuss in Höhe von 250.000 EUR beschlossen“, erläutert Oberbürgermeisterin Simone Lange.

Das Katharinen Hospiz ist für die Stadt Flensburg eine unverzichtbare Einrichtung, Sie hat eine besondere Bedeutung für die betroffenen Menschen. Mit dem hohen Niveau in palliativmedizinischer und pflegerischer Versorgung hat das Katharinen Hospiz einen ausgezeichneten Ruf auch über die Stadtgrenzen hinaus.

„Wir sind uns in Flensburg nicht nur der dringenden Notwendigkeit des Ersatzbaus, sondern auch des besonderen Ansehens dieser Einrichtung in der Bevölkerung bewusst. Umso wichtiger war es uns deshalb, gemeinsam mit den beiden Trägern und dem Förderverein schnell zu einer Lösung zu finden und dabei auch unseren finanziellen Beitrag zu leisten. Jetzt hoffen wir, dass die Witterungsbedingungen eine schnelle Aufnahme der ersten Arbeiten zulassen und es dann zu einem zügigen Baufortschritt beim Ersatzbau kommt“, stellt die Oberbürgermeisterin fest und setzt fort: „Ich bin dankbar, dass nun eine zügige Realisierung des Projektes Ersatzbau Katharinen Hospiz gelingen kann.“

Lie-in der Aktionsgruppe KLIMA Flensburg am 29. Januar ab 11.53 Uhr auf der Rathausstraße

Am kommenden Samstag, den 29.01.2022 veranstaltet die Aktionsgruppe KLIMA
Flensburg, AKF, von 11.53 – 12.02 Uhr ein Lie-in auf der Kreuzung
Holm/Rathausstr.

Sie bezieht damit Stellung für die von der Stadtverwaltung veranlasste Sperrung der Straße.
Jede vom PKW-Verkehr zurückgewonnene, innerstädtische Straße, die der Allgemeinheit, Fußgängern, Radfahrern und dem ÖPNV zurückgegeben wird, ist ein Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität in unseren Städten und zur Verkehrswende, so die Aktionsgruppe KLIMA Flensburg. Und hier bestehe großer Nachholbedarf, ist doch der Verkehrssektor in den letzten Jahrzehnten seinen Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise mehr als schuldig geblieben! Immer zahlreicher, größer und immer stärker motorisiert sind v.a. die SUVs, die vollkommen überflüssigen Stadtgeländewagen, heißt es weiter in einer Stellungnahme der Gruppe.

Verbunden mit dieser Aktion setzt sich die Gruppe ein für den Ausbau des Radwegenetzes, für Tempo 30 in der Innenstadt und, in Abstimmung mit der Deutschen Umwelthilfe, für Tempo 100 auf Autobahnen. Letzteres hat nach der Raserei eines tschechischen Milliardärs mit 417 km/h auf der A2 ganz besondere Aktualität. Vor und nach dem Lie-In werden als Zeichen für lebenswerte Innenstädt Blumen und Info-Blätter verteilt.

Weitere Informationen auf der Homepage der Aktionsgruppe Klima Flensburg https://aktionsgruppeklimaflensburg.de/

Kindertagesstätte Fruerlund in Flensburg kann gebaut werden

Innenministerium gibt 7,36 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel frei

KIEL, 28.01.2022. Das nächste große Bauprojekt in Flensburg kann beginnen. Für den Bau der Kindertagesstätte Fruerlund hat das Innenministerium insgesamt 7,36 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel freigegeben. Die Kosten übernehmen Bund, Land und Stadt zu je einem Drittel.

In der Kindertagesstätte gibt es neben Räumen für insgesamt sechs Gruppen in Zukunft auch eine zweistöckige Mensa. Der Außenbereich wird ebenfalls neu gestaltet.

Hier in Flensburg entsteht ein komplett neues und modernes Bildungszentrum, von dem Familien mit ihren Kindern in den kommenden Jahren erheblich profitieren werden. Wir freuen uns, mit der Förderung der Kindertagesstätte einen wichtigen Baustein unterstützen zu können und so dazu beizutragen, dass die Attraktivität von Fruerlund erheblich steigt„, erklärt Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack.

Die Kindertagesstätte wird Teil des Bildungszentrums Fruerlund. Das Bildungszentrum ersetzt in zwei Bauabschnitten den bisherigen und nicht mehr sanierungsfähigen Schulkomplex.

Für die Grundschule mit integrierter Zweifeldsporthalle, einer Schulmensa mit Frischeküche und einem Familienzentrum hat das Innenministerium bereits zuvor im Rahmen des „Investitionspaktes Soziale Integration im Quartier“ 13,5 Millionen Euro Fördermittel bewilligt.

Städtebauliche Gesamtmaßnahme „Stadtumbau“

2004 wurde die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Stadtumbau“ in das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau West“ aufgenommen. Mit dem Kita-Neubau wird die letzte bedeutende Einzelmaßnahme umgesetzt. Bisher wurden Mittel in Höhe von 15,2 Millionen Euro, jeweils ca. 5 Millionen Euro von Bund, Land und Stadt, zur Verfügung gestellt.

Schleswig-Holsteinischer Landtag diskutiert steigende Energiepreise

Energiewendeminister Albrecht zur Landtagdebatte: „Die Preise sind eine enorme Belastung für Menschen und Wirtschaft in unserem Land. Die aktuelle Situation an den Energiemärkten ist das Ergebnis einer zu langsamen und zu wenig konsequenten Energiewende.“

KIEL, 27.01.2022. Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht hat im schleswig-holsteinischen Landtag angesichts steigender Energiepreise für eine schnellere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern geworben. Hierin liege die Hauptursache für den enormen Preisanstieg. Im Jahr 2021 sei die Nachfrage nach Kohle und Erdgas weltweit stark gestiegen. Hinzu komme die kurzfristige Abschaltung französischer Atomkraftwerke sowie geopolitische Spannungen in Osteuropa. „Die aktuelle Situation an den Energiemärkten ist nicht das Ergebnis der Energiewende. Sie ist das Ergebnis einer zu langsamen und zu wenig konsequenten Energiewende“, so Albrecht. „Die CO2-Bepreisung hat nur einen kleinen Anteil an der so deutlichen Erhöhung der Strom- und Gaspreise. Wir müssen den Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv vorantreiben.

Albrecht warb zudem für eine soziale Abfederung der Energiepreise, insbesondere für Geringverdienende und forderte den Bund auf, die Regelsätze unverzüglich anzupassen.

„Ich begrüße auch ausdrücklich, dass auf Bundesebene überlegt wird, geplante finanzielle Entlastungen im Energiebereich vorzuziehen. Dazu gehört die zügige Abschaffung der EEG-Umlage sowie einen Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfängerinnen und Wohngeldempfänger.“

Kein Verständnis zeigte Albrecht gegenüber Energieversorgungsunternehmen, die mit sehr hohen Preisen für Neukunden in der aktuellen Situation reagieren. Mehrere Stromanbieter hatten zuletzt wegen stark gestiegener Preise die Lieferungen an ihre Kunden mit Sonderverträgen eingestellt. Damit fielen diese automatisch in die Grundversorgung. Grundversorger stehen dann vor der Herausforderung, kurzfristig in einem sehr teuren Umfeld für diese Kunden Strom zu beschaffen.

Albrecht kündigte an, dass die Kartellbehörde für Energie Schleswig-Holstein jede auffällige Tarifgestaltung in der Grund- und Ersatzversorgung auf missbräuchliches Verhalten prüfen werde.

Viele Fertigprodukte und Gewürze mit Ethylenoxid belastet – erhöhtes Krebsrisiko bei Verzehr

Tipps und Hinweise der Verbraucherzentrale

Fast täglich rufen Hersteller Lebensmittel zurück, weil diese mit dem krebserregenden und erbgutverändernden Schadstoff Ethylenoxid belastet sind. Betroffen sind verschiedene Produkte wie Müsliriegel, Fertiggerichte oder Joghurt. Wie viele Produkte belastet sind und wie groß das Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher ist, bleibt unklar.

Die Lebensmittelwarnungen betreffen meist Produkte mit Sesam, Guarkern- und Johannisbrotkernmehl oder Gewürzen wie Zimt. Diese Zutaten sind in diversen Lebensmitteln enthalten. Auch Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin- oder Mineralstofftabletten sind häufig betroffen. Verbraucher finden die aktuellen Warnungen auf der Internetseite lebensmittelwarnung.de, im europäischen Schnellwarnsystem (RASFF) und zum Teil auf Aushängen in Lebensmittelgeschäften. Laut Berichten von Öko-Test wurden Rückstände von Ethylenoxid auch in bio-zertifizierten Produkten nachgewiesen.

Nachbesserungsbedarf bei Veröffentlichung von Lebensmittelwarnungen
Verbraucher können von einem Rückruf oder einer öffentlichen Warnung betroffene Lebensmittel in den Verkaufsstellen zurückgeben oder entsorgen. Wer das Risiko verringern will, verzichtet am besten auf verarbeitete Fertigprodukte und meidet Lebensmittel mit den Zusatzstoffen Johannisbrotkernmehl (E410) und Guarkernmehl (E412). Die Verbraucherzentrale sieht bei der Veröffentlichung von Lebensmittelwarnungen Nachbesserungsbedarf. „Lebensmittelwarnungen müssen die Verbraucher schneller und besser erreichen. Veröffentlichungen auf Internetseiten oder Aushänge genügen nicht“, so Selvihan Benda, Referatsleiterin Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Ethylenoxid ist in der EU verboten
Ethylenoxid ist ein farbloses, süßlich riechendes Gas. Aufgrund seiner krebserregenden und erbgutverändernden Eigenschaften ist es als Begasungsmittel in der Lebensmittelerzeugung seit 1991 in der Europäischen Union (EU) verboten. In Indien, den USA und Kanada wird Ethylenoxid als Begasungsmittel eingesetzt, um Schimmelpilze und Bakterien in hitzeempfindlichen Lebensmitteln zu entfernen. Für diesen Schadstoff ist keine tägliche Aufnahmemenge ohne gesundheitlichen Risiken festgelegt. Deshalb sollten potenziell belastete Lebensmittel nicht verzehrt werden. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gelten jegliche Rückstände des Stoffes in Lebensmitteln als unerwünscht. Grundsätzlich sind Lebensmittel, in denen zu hohe Ethylenoxidgehalte nachgewiesen werden, nicht verkehrsfähig und müssen vom Markt genommen werden. Sie dürfen in der EU nur dann verkauft werden, wenn Ethylenoxid nicht nachgewiesen werden kann (unter 0,05 mg pro Kilogramm Lebensmittel).

Weitere Informationen bietet die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein auf ihrer Internetseite, aktuelle Warnungen sind in den Social Media-Kanälen Twitter, Facebook und Mastodon zu finden.

Beschlüsse der Flensburger Ratsversammlung vom 27.01.2022

Kommunalpolitik in Flensburg

Flensburg. Die Ratsversammlung der Stadt Flensburg hat in ihrer 33. Sitzung am 27. Januar zu den folgenden ausgewählten Tagesordnungspunkten die nachstehenden Beschlüsse gefasst:

11. Kernhaushalt 2022 – RV-173/2021 und dazu die 1. und 2. Ergänzung
Die Ratsversammlung beschließt den 1. und den 2. Nachtragshaushalt 2022. Wegen Kürzungen der Investitionsmittel, höherer Zuwendungen bei den Schlüsselzuweisungen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs und aufgrund einer positiven Gewerbesteuerentwicklung wurden ergänzende Beschlüsse notwendig.
Angenommen bei 32 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 5 Enthaltungen.

12. Teilnahme am Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ – RV-2/2022
Die Ratsversammlung entscheidet über einem Antrag der Stadtverwaltung zur Teilnahme der Stadt „Zukünftigen Innenstädte und Zentren“ des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat (BMI)
Einstimmig angenommen.

13. Bebauungsplan „Hauptfeuerwehrwache“ (Nr.298) Erneuter Aufstellungsbeschluss – RV-140/2021
Bei 1 Enthaltung einstimmig angenommen.

14. Berufung der Mitglieder des Beirates für Naturschutz bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Flensburg für die Amtszeit 2021 bis 2025 – RV-180/2021
Die Ratsversammlung nimmt die Berufung der neuen Mitglieder für den Beirat zur Kenntnis.

15. Reduzierung der Elternbeiträge für Kitas und Kindertagespflege aufgrund der Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes (KitaG) – RV-169/2021
Die Änderung des KITA-Gesetzes zieht eine Beitragsänderung nach sich, die die Ratsver-
sammlung beschließt.
Einstimmig angenommen.

16. Bestellung von städtischen Vertretungen im Aufsichtsrat Tourismus Agentur Flensburger Förde GmbH (TAFF) – RV-4/2022
Die Ratsversammlung beschließt, wer die Stadt im Aufsichtsrat der TAFF vertritt.
Bei 2 Enthaltungen einstimmig angenommen

17. Wahl des Gemeindewahlausschusses für die Wahl einer Oberbürgermeisterin/eines Oberbürgermeisters im Jahr 2022 – RV-11/2022
Die Ratsversammlung wählt den Wahlausschuss für die kommende Oberbürgermeisterin/ Oberbürgermeister-Wahl
Einstimmig angenommen.

18. Beratung und Beschlussfassung über die Gründung und Beteiligung an der zukünftigen Digitalagentur Smarte Grenzregion GmbH – RV-7/2022
Die Ratsversammlung beschließt über die Gründung der Agentur und die Bereitstellung der nötigen Mittel.
Bei 5 Enthaltungen einstimmig angenommen.

Alle Unterlagen und die Beschlussvorlagen zur 33. Sitzung der Ratsversammlung gibt es hier

VdK-Präsidentin: „Bundessozialgerichts-Urteil benachteiligt Krankenversicherte mit wenig Geld“

  • Sozialverband legt Verfassungsbeschwerde gegen geänderte Rechtsprechung zur „Genehmigungsfiktion“ ein

  • Krankenkassen können seit Mai 2020 Anträge für medizinische Leistungen leichter verzögern

Der Sozialverband VdK hat am 20.01.2022 Verfassungsbeschwerde gegen eine geänderte Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) eingelegt, die den Druck von Krankenkassen nimmt, innerhalb einer bestimmten Frist notwendige medizinische Leistungen zu genehmigen.

„Seit der neuen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts können sich nur noch wohlhabende Versicherte ein Vorstrecken der oft sehr hohen Kosten etwa für Hilfsmittel wie Rollstühle leisten. Menschen mit kleinen Einkommen müssen auf solche Hilfsmittel, aber auch auf dringend benötigte Therapien oder Operationen verzichten. Das verstößt gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, was wir für verfassungswidrig halten“, kritisierte Verena Bentele ein BSG-Grundsatzurteil vom 26. Mai 2020, das die sogenannte Genehmigungsfiktion abgeschafft hatte.

Diese sah vor, dass eine vom Krankenversicherten beantragte Leistung automatisch als genehmigt galt, wenn die Krankenkasse nach Ablauf einer dreiwöchigen Frist – bei einer erforderlichen gutachterlichen Stellungnahme nach fünf Wochen – nicht über den Antrag entschieden hatte. Die Genehmigungsfiktion sollte langsame Verwaltungsverfahren beschleunigen. Nach Ablauf der Frist konnten Versicherte sich die Leistung selbst beschaffen und die Kosten von der Krankenkasse erstatten lassen oder als Sachleistung von der Krankenkasse beanspruchen. Ein Antrag auf Sachleistung kann nun auch nach Ablauf der drei- beziehungsweise fünfwöchigen Frist von der Krankenkasse abgelehnt werden.

„Das benachteiligt alle Menschen, die nicht genug Geld haben, über einen ungewissen Zeitraum eine große Summe vorzustrecken, ohne zu wissen, ob sie es überhaupt erstattet bekommen. Studien zeigen sehr deutlich, dass der Gesundheitszustand von Menschen mit wenig Geld schlechter ist. Mit dieser Entscheidung des BSG werden daher wissentlich die Unterschiede zwischen Arm und Reich zementiert, die soziale Spaltung im Land vertieft sich weiter“, sagte Bentele. Ziel der Verfassungsbeschwerde sei, die Genehmigungsfiktion wieder voll herzustellen.

Über den Sozialverband VdK

Der Sozialverband VdK setzt sich mit seinen mehr als 2 Millionen Mitgliedern für soziale Gerechtigkeit ein. VdK-Mitglieder profitieren von der kompetenten Beratung im Sozialrecht. Als größter Sozialverband Deutschlands vertritt der VdK wirksam die sozialpolitischen Interessen aller Bürgerinnen und Bürger: unabhängig – solidarisch – stark. Mehr unter www.vdk.de.

VdK-Präsidentin: „Vergleiche der Gegenwart in Deutschland mit NS-Gräueltaten sind Volksverhetzung“

  • Sozialverband VdK appelliert anlässlich des heutigen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus an jeden einzelnen, sich für Demokratie einzusetzen

  • „Wir dürfen Menschenfeindlichkeit niemals akzeptieren“, sagt Verena Bentele

KZ Auschwitz, Ankunft ungarischer Juden, 1944. Foto: Wikimedia Commons / Bundesarchiv, Bild 183-N0827-318; CC-BY-SA 3.0.

Berlin, 27.1.2022. Am 27. Januar wird deutschlandweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht, den Millionen von Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, Kriegsgefangenen, Andersdenkenden und Menschen mit Behinderungen, die dem Rassenwahn und dem Vernichtungswillen zum Opfer fielen. An jenem Tag vor 77 Jahren befreiten die Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.

Anlässlich dieses Gedenktages sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele:

„Wer Menschen aufgrund ihrer Behinderung, Herkunft, Religion, ihrer Ansichten oder ihres Geschlechts verbal oder körperlich angreift, sie ablehnt oder abwertet, überschreitet rote Linien. Das gilt heute genauso wie gestern. Vorurteile, Verblendung und Hass waren die Grundlage für Verfolgung und beispiellose Gräueltaten.

Die Lehre aus dieser Vergangenheit muss sein, dass wir Menschenfeindlichkeit, egal, ob politisch, religiös oder ideologisch motiviert, niemals akzeptieren und legitimieren. Sie muss aber auch sein, dass wir jeden Versuch aufs Schärfste zurückweisen, diese Gräueltaten der Vergangenheit durch Vergleiche mit der Gegenwart in Deutschland zu verharmlosen, wir müssen sie als das bezeichnen, was sie sind: Volksverhetzung. Die Demokratie gilt es zu schützen.

Jede und jeder einzelne ist gefordert, sich dafür einzusetzen. Der Sozialverband VdK fühlt sich dieser Lehre aus unserer Vergangenheit verpflichtet.“

Über den Sozialverband VdK

Der Sozialverband VdK setzt sich mit seinen mehr als 2 Millionen Mitgliedern für soziale Gerechtigkeit ein. VdK-Mitglieder profitieren von der kompetenten Beratung im Sozialrecht. Als größter Sozialverband Deutschlands vertritt der VdK wirksam die sozialpolitischen Interessen aller Bürgerinnen und Bürger: unabhängig – solidarisch – stark. Mehr unter www.vdk.de.

„Tolle Erfahrung“: Student der Hochschule Flensburg wird für seine Bachelorarbeit ausgezeichnet

Justus Börms hat sich mit dem Entstehungsprozess von Aerogelen beschäftigt – und wurde dafür ausgezeichnet. Foto: Hochschule Flensburg

In seiner Abschlussarbeit beschäftigt sich Maschenbaustudent Justus Börms mit einer Anlage zur Herstellung von Aerogelen – und wird dafür von der Prof. Dr. Werner-Petersen-Stiftung ausgezeichnet.

Zugegeben: Der Titel kommt recht sperrig daher. Das gibt auch Justus Börms zu, wenn er sagt, womit er sich in seiner Bachelor-Arbeit beschäftigt hat. Nämlich mit der „Auslegung und Planung einer Anlage für den Lösungsmittelaustausch bei der Herstellung von Aerogelen“. Der Jury der Prof. Dr. Werner-Petersen-Stiftung allerdings ist sofort klar, worum es geht – und zeichnet den Maschinenbaustudenten der Hochschule Flensburg mit dem zweiten Platz des Petersen-Preises der Technik aus.

Was genau Aerogele sind, war Justus Börms anfangs auch nicht ganz klar. „Es ist noch ein Nischenthema“, sagt er. Aber die Firma, bei der er als Werksstudent tätig war, beschäftigt sich mit der Herstellung dieser hochporösen Festkörper, die oft zur Wärmeisolation eingesetzt werden. Das Unternehmen ARCTOS Industriekälte AG schlug dem Studierenden vor, in seiner Abschlussarbeit Größe und Ausmaße einer Anlage auszulegen, die den Austausch von Wasser mit einem anderen Lösungsmittel – der bei der Produktion von Aerogelen unter enormen Druck eine zentrale Rolle spielt – effizient gestaltet. Die Berechnung und Simulation der Prozesse war dem Studenten des Maschinenbaus, zumal mit der Vertiefung Verfahrenstechnik, schon vertrauter. „Es war am Ende des Studiums eine tolle Erfahrung. Ich konnte nochmal so viel dazu lernen“, sagt Börms.

So habe seine Ansprechpartnerin im Unternehmen fachlich und auch mit Kontakten in die Forschungsszene unterstützt. Bei seinem betreuenden Professor konnte er sich immer wieder Feedback zum Fortgang seiner Arbeit holen. Prof. Dr. Thies Langmaack war es auch, der die Bachelor-Thesis bei der Dr. Werner-Petersen-Stiftung einreichte.

Die wissenschaftliche Arbeit bringt ihn auch in Zukunft voran, ist sich Börms sicher. Eine Simulation zu schreiben, sei universell anwendbar und wichtige Grundlage im Ingenieursbereich. Und so wendet sich Justus Börms in seinem Masterstudium einer anderen ingenieurswissenschaftlichen Fachrichtung zu: Er beschäftigt sich mit nachhaltigen Energiesystemen. „Ich möchte weiterhin meinen Horizont erweitern.“

Streit im Flensburger Bündnis solidarische Stadt

Ratsherr Andreas Zech und vier bürgerschaftliche Mitglieder verlassen Bündnis-Fraktion

Das mit viel Elan und Optimismus im April letzten Jahres in die Kommunalpolitik gestartete Bündnis solidarische Stadt droht zu scheitern. Am Freitag hat Ratsher Andreas Zech seinen Austrttt aus der Bündnis-Fraktion erklärt. Er begründete das in einer E-Mail an die Fraktionsmitglieder mit massiven Kommunikationsproblemen und Konflikten innerhalb der Fraktion. Er werde jedoch sein Mandat behalten und als fraktionsloses Ratsmitglied kommunalpolitisch weiter aktiv sein.

Gabi Ritter Andreas Zech Original 2

Ein Bild aus harmonischeren Tagen: Fraktionvorsitzende Gabi Ritter und Ratsherr Andreas Zech vom Bündnis solidarische Stadt

Bereits Anfang Dezember hatten der ehemalige Ratsherr Jörg Pepmeyer und Christiane Schmitz-Strempel, Aktivistin der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel, ihren Austritt aus der Bündnis-Fraktion erklärt. Beide saßen als bürgerschaftliche Mitglieder für die Fraktion in verschiedenen Ausschüssen. In einer Stellungnahme vom 1. Dezember begründete Jörg Pepmeyer seinen Rückzug insbesondere mit dem „völligen Kontrollverlust“ der Fraktionsvorsitzenden Gabi Ritter auf einer Fraktionssitzung Ende November und „ihrer verantwortungslosen und nicht hinnehmbaren verbalen Aggressionen“ ihm gegenüber.

Dass das Klima und der Umgangston nach seinem Ausstieg nicht besser wurden und das Verhalten von Gabi Ritter weiterhin im Mittelpunkt des Fraktions-Geschehens standen, machten dann auch die  Austritte der bürgerschaftlichen Mitglieder Franziska von Gadow und Marie Rosa im Januar deutlich. Franziska von Gadow begründete ihre Entscheidung mit der überaus konfliktgeladenen und schlechten Arbeitsatmosphäre und dass sie sich deshalb nich mehr wohl fühle. 

Mit Andreas Zech verlässt jetzt ein überaus wichtiger Akteur die Bündnis-Fraktion, der nicht nur als ehemaliger Ratsherr der Grünen über viel kommunalpolitische Erfahrung und Reputation verfügt, sondern auch in verschiedenen Bürgerinitiativen aktiv war und ist. Zusammen mit Gabi Ritter, die im Frühjahr nach heftigem Streit der Linksfraktion den Rücken kehrte, hatte er Ende April das Bündnis solidarische Stadt gegründet und bildete mit ihr anschließend auch die neue links-ökologische  Ratsfraktion BsS.

Die ersten Monate verliefen recht harmonisch, die Fraktion gewann weitere Mitglieder und konnte sich bei verschiedenen kommunalpolitischen Themen profilieren. Doch bereits nach knapp sechs Monaten gab es die ersten Misstöne und Konflikte zwischen Gabi Ritter und Andreas Zech, fand mithilfe professioneller Unterstützung ein erstes Moderationsgespräch statt. Der Eintritt der ehemaligen SPD-Ratsfrau Ursula Thomsen-Marwitz in die Bündnis-Fraktion Ende November letzten Jahres änderte an der Situation jedoch nichts, sondern führte eher noch zu einer Verschärfung und weiter wachsendem Misstrauen zwischen Gabi Ritter und Andreas Zech, wie auch innerhalb der Fraktion.

Dabei geht es ganz offensichtlich zwischen beiden, wie auch nachgelagert in der Bündnis-Fraktion, weniger um politische Streitpunkte, sondern vor allem um zwischenmenschliche Konflikte, Befindlichkeiten und Differenzen. Aber natürlich geht es auch um Macht und Kontrolle.

Vieles erinnert an den Konflikt in der Flensburger Linksfraktion, in dem Gabi Ritter sich mit ihren LINKE-Fraktionskollegen Frank Hamann und Lucas Plewe jahrelang hemmungslos bekriegte und beide Seiten keinen Stein auf dem anderen ließen. Am Ende trat Gabi Ritter menschlich und politisch angeschlagen letztes Frühjahr aus der Linksfraktion aus. Der Streit schadete der Flensburger Linkspartei und ihrem Anliegen ungemein und polarisierte auch den LINKE-Kreisverband.

Jörg Pepmeyer, jetzt nur noch Beobachter des Ganzen, hat eine sehr dezidierte Meinung dazu. Er bedaure sehr, dass das Bündnis-Projekt, das so zuversichtlich begonnen habe, möglicherweise in bitterbösem Streit und gegenseitigen Vorwürfen ende. Er bezweifle, dass die Fraktion die ablaufende Legislaturperiode überhaupt noch übersteht. Besonders nachdenklich macht ihn, dass der Konflikt in der Bündnisfraktion stark dem in der LINKE-Fraktion ähnele, nur dass die Rollen etwas anders verteilt seien. Er sieht die Verantwortung vor allem bei Gabi Ritter: „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Gabi Ritter menschlich wie politisch mit ihren Aufgaben als Fraktionsvorsitzende völlig überfordert ist und Konflikte nicht adäquat lösen kann. Und so tut sie sich, dem Bündnis solidarische Stadt und seinen Mitstreitern, der Zivilgesellschaft wie auch der Flensburger Linkspartei, deren Mitglied sie ja noch immer ist, keinen Gefallen.“ Und abschließend fügt Jörg Pepmeyer hinzu: „Vielleicht sollte Frau Ritter sich mal eine längere Auszeit von der Kommunalpolitik gönnen.“

 

Hochschule Flensburg: Letzte Chance auf einen Studienplatz

Noch freie Plätze: Unter anderem gibt es in den maritimen Studiengängen noch Studienplätze. Foto: Hochschule Flensburg/Dewanger

Gute Nachrichten für alle, die den Bewerbungsschluss verpasst haben: Für das Sommersemester gibt es in einigen Studiengängen noch freie Plätze. 

Wer den ersten Bewerbungsschluss Mitte Januar verpasst oder sich erst danach für ein Studium entschlossen hat, bekommt an der Hochschule Flensburg jetzt noch einmal die Möglichkeit, sich für einen der begehrten Studienplätze zu bewerben.

Wie der Studierendenservice mitteilt, gibt es noch freie Plätze in folgenden Bachelorstudiengängen: Energiewissenschaften mit den Schwerpunkten Elektrische Energiesystemtechnik, Energie- und Umweltmanagement oder Regenerative Energietechnik, Seeverkehr, Nautik und Logistik sowie Schiffstechnik.

Aber auch für Studieninteressierte, die bereits ihren Bachelor in der Tasche haben, gibt es noch Möglichkeiten auf einen Masterstudienplatz in folgenden Masterstudiengängen:

Applied Bio and Food Sciences, Internationale Fachkommunikation und Systemtechnik.

Das Studienangebot zum Studienstart im Frühjahr ist regelmäßig kleiner als zum Wintersemester, da sich die Hochschulen auf die regulären Schulabgänger*innen im Sommer ausgerichtet haben, die dann gleich im Herbst ins Studium starten wollen, wie Sylvia Rußbüldt, Leiterin des Studierendenservice, erklärt.

Studieninteressierte können sich gern an die Zentrale Studienberatung (studienberatung@hs-flensburg.de) wenden, informieren sich über die Homepage www.hs-flensburg.de oder nehmen Kontakt mit der Bewerbungshotline auf. Telefon: 0461 805 – 1807.

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