Archiv der Kategorie: Aufrufe

Aufrufe und Petitionen zu unterschiedlichen politischen Anliegen

Blumen bauen Brücken: Buntes Veranstaltungsprogramm im August

Viel Rhythmus und gute Laune gibt es am Sonntag, den 28. August, um 15 Uhr am Flensburger Hafen. Die Flensburger Sambatruppe „Policia do Samba“ lädt zusammen mit Onkel Ballonkel zur „Gaukelei an den Hafengärten“ ein.

Wilde Gärten, Seegras und die südjütländische Kaffeetafel – das ist los bei „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“

Flensburg. Deutsch-dänische Geschichte, Musik und Gaukelei und ganz viel wilde Natur stehen bei „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ im August im Kalender. Das grenzüberschreitende Interreg-Projekt lädt gleich fünf Mal in diesem Monat zu Veranstaltungen in Deutschland und in Dänemark ein. Zwei Veranstaltungen werden in Flensburg angeboten. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos.

Was Kuchen und deutsch-dänische Geschichte miteinander zu tun haben, ist auf einem Fest rund um die jütländische Kaffeetafel zu erfahren. Foto: Claus Visby

Den Auftakt macht in Dänemark ein historisches Fest für die ganze Familie am Samstag, den 13. August, von 12 bis 16 Uhr am und im Bürgerhaus „Folkehjem“ in Apenrade (Haderslevvej 7, 6200 Apenrade). Dort dreht sich unter der Überschrift „Wo die Geschichte Brücken baut – eine historische Zeitreise rund um die südjütländische Kaffeetafel“ alles um ein Stück deutsch-dänischer Geschichte, bei der Kuchen und Gebäck im Zentrum stehen. Geblieben ist eine Tradition, die nur „echt“ mit mindestens 21 Kuchensorten ist. Es gibt historische Kostüme zu sehen, Vorträge, Unterhaltung für Kinder und natürlich jede Menge Kuchen.

Eine Woche später, am Samstag, den 20. August, steht der Erzählgarten in Gravenstein (Emmas Have) von 10 bis 17:15 Uhr im Mittelpunkt eines bunten Tages rund um die Natur. „Ein Tag der Natur, wo Blumen Brücken bauen“ heißt es, wenn im Erzählgarten am Hafen Weidenflecht-Künstlern bei der Arbeit zugesehen werden kann und lokale Vereine und Organisationen dazu einladen, die Natur zu entdecken. Der Organist Peter Langberg spielt zwei Konzerte auf seinem Glockenspiel und vieles mehr.

Auf der Insel Læsø im Kattegat kann man heute noch denkmalgeschützte Häuser besichtigen, deren Dächer aus Seegras sind. Foto: Læsø Museum

In Flensburg teilt dann am Mittwoch, den 24. August der Seegras-Experte Kristian Dittmann unter dem Titel „Seegras ist krass“ um 17.30 Uhr im Vortragssaal der VHS-Flensburg sein Wissen über Seegras. Der nachhaltige Rohstoff aus der Natur wird heute wieder vielfältig eingesetzt, zum Beispiel als Dünger im Garten, als Dämmstoff beim Bau oder als Füllung für Kissen.

Mit viel Rhythmus und guter Laune geht es am Sonntag, den 28. August, um 15 Uhr am Flensburger Hafen weiter. Die Flensburger Sambatruppe „Policia do Samba“ laden zusammen mit Onkel Ballonkel zur „Gaukelei an den Hafengärten“. Eine Hafenparade zieht dann von den „Schwimmenden Gärten“ zum „Amphitheater“, den beiden Flensburger Gartenanlagen des Interreg-Projektes „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“.

Wer sich schon immer den Traum von einem wilden Garten erfüllen wollte, kann am 29. August um 18.30 Uhr jede Menge Inspiration und Wissen zum Themain Apenrade erhalten. Im Bürgerhaus „Folkehjem“ (Haderslevvej 7, 6200 Apenrade) teilt die bekannte dänische „Wilde Gärten“-Expertin, Signe Wenneberg, ihre Erfahrungen für mehr Biodiversität im Garten mit den Gästen. Der Vortrag kann bei Nachfrage mit Simultanübersetzung auf Deutsch angeboten werden.

„Wir hoffen, dass wir mit diesem bunten und abwechslungsreichen Angebot nicht nur die Bürger vor Ort ansprechen, sondern auch viele Menschen in das jeweilige Nachbarland locken können, und sie so mehr über Natur und die gemeinsame deutsch-dänische Geschichte in der Grenzregion erfahren“, sagt Projektleiterin von „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“, Iris Uellendahl. Ziel der Projektpartner, die Städte Flensburg und Glücksburg, die Kommunen Aabenraa und Sønderborg sowie die Tourismusorganisationen Destination Sønderjylland und Tourismus Agentur Flensburger Förde, ist es, mit Hilfe des grenzüberschreitenden Gartenschau- und Tourismusprojektes eine gemeinsame deutsch-dänische Tourismusregion rund um die Flensburger Förde zu schaffen.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen sowie die ausführlichen Programme sind auf der Homepage www.bbbprojekt.eu zu finden.

Über „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“:

„Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ ist ein grenzüberschreitendes Gartenschau- und Tourismusprojekt im Rahmen des Interreg-Programms Deutschland-Danmark und wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Ziel der Projektpartner, die Städte Flensburg, Glücksburg, Aabenraa und Sønderborg sowie die Tourismusorganisationen Destination Sønderjylland und Tourismus Agentur Flensburger Förde, ist die Schaffung einer gemeinsamen deutsch-dänische Destination rund um die Flensburger Förde. Erfahren Sie mehr auf www.bbbprojekt.eu.

Info-Veranstaltung: 30 Jahre nach dem Pogrom Rostock-Lichtenhagen – 6. Juli im Tableau Kulturcafé in Flensburg

Mittwoch, 6. Juli um 19:30 Uhr im Tableau Kulturcafé, Kurze Str. 1 in Flensburg

Negativer Corona-Testnachweis erforderlich

Hinweis der Veranstalter: Bitte mit einem tagesaktuellen Test-Dokument (negativ oder bringt einen Selbst-Test mit, den ihr hier am Tableau durchführen könnt. Auch bieten wir eine begrenzte Anzahl von Selbst-Tests zum Selbstkostenpreis an.

Demonstration am 2. Juli ’22 in Berlin: NEIN zur Aufrüstung – JA zur zivilen, solidarischen Entwicklung!

Zu einer bundesweiten Demo gegen die Aufrüstungspolitik der Bundesregierung und für eine demokratische, zivile und soziale Zeitenwende haben friedenspolitische Gruppen, Organisationen, Parteiverbände und Einzelpersonen am 2. Juli in Berlin aufgerufen. Dazu ihr

Aufruf:

Wir zahlen nicht für eure Kriege! – 100 Milliarden für eine demokratische, zivile & soziale Zeitenwende!

Demonstration am Samstag, 2. Juli 2022 in Berlin, Bebelplatz ab 14 Uhr

Wir – Friedensbewegte in der BRD aus der ganzen Welt – rufen dazu auf, das angekündigte Aufrüstungspaket von 100 Milliarden Euro im Grundgesetz gemeinsam zu stoppen und für die Umwidmung der Mittel zum Ausbau des Sozialstaats zu kämpfen. Die Aufrüstungspolitik ist grundfalsch, hochgefährlich und zynisch, weil sie bedeutet, die gesellschaftliche Krise mit Militarismus zu beantworten statt mit sozialem Fortschritt zur Mehrung des Allgemeinwohls. Rüstungs- und Kriegspolitik stehen immer im Gegensatz zur solidarischen Kultivierung der Gesellschaft. Deswegen engagieren wir uns stattdessen für massive öffentliche Investitionen und dauerhafte Ausgabenerhöhungen für Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur und Klima – zur zivilen, demokratischen und sozialen Wohlentwicklung weltweit.

Die Waffen nieder!
Den Krieg in der Ukraine wird diese Aufrüstung weder stoppen noch verkürzen. Vielmehr hat das neue globale Wettrüsten der vergangenen Jahre die verschärfte Konfrontation der großen Machtblöcke mit verursacht und eskaliert sie weiter. Auch geht es bei dem Aufrüstungspaket nicht um Landesverteidigung, sondern um national eigenständige Kriegsbefähigung. Die auf der Einkaufsliste stehenden F35-Tarnkappenbomber und Drohnensysteme sind aggressives Angriffskriegsgerät und sollen zudem die atomare Teilhabe verstetigen. Dagegen ist der einzige Weg zum Frieden: Abrüstung, Deeskalation, internationale Diplomatie und soziale Gerechtigkeit weltweit!

Nie wieder Krieg!
Aufrüstung gehört nicht ins Grundgesetz. Im Gegenteil: Als Konsequenz aus zwei imperialistischen Weltkriegen, die von deutschem Boden ausgingen, sowie als Schlussfolgerungen aus der Befreiung vom deutschen Faschismus, flossen ins Grundgesetz das Gebot zum Frieden, zu Gewaltverzicht, Völkerverständigung, Asylrecht und Sozialstaat ein: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten sind verfassungswidrig“ (Art. 26). Ein bis heute und für heute gültiges Entwicklungsprogramm, damit nie wieder Krieg von Deutschland ausgehe!

Gemeinsame Entwicklung statt Aufrüstung
Mehr Waffen schaffen keinen Frieden und Sicherheit gibt es nur gemeinsam, nicht gegeneinander! Das Potential für zivile, demokratische und soziale Wohlentwicklung für alle ist vorhanden. Eine gerechte Ressourcenverteilung würde die Hungerkrisen insbesondere im globalen Süden beenden; der Umstieg auf erneuerbare Energien für eine nachhaltige Klimapolitik ist technologisch möglich; eine umfassende Gesundheitsversorgung kann für alle gewährleistet und solidarische Entfaltung durch vernünftige Arbeit, soziale Sicherheit und demokratisch-offene Bildung und Kultur für Alle geschaffen werden. All dies erfordert globale Kooperation, demokratische Aushandlung und kluge Investitionen für die gemeinsame Lösung von Problemen.

Gemeinsam sagen wir NEIN zur Aufrüstung und JA zur Zukunft!
Das Aufrüstungspaket ist gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung weltweit gerichtet. Es geht einher mit gesteigert unsozialer und autoritärer Politik, mit Nationalismus und Chauvinismus. Die ohnehin enorme Ungleichheit wächst weiter. Profiteure sind einzig die Chefetagen von Banken und Rüstungskonzernen. Statt dieser destruktiven Hinterzimmerpolitik braucht es eine tatsächlich demokratische, zivile und soziale Zeitenwende – hervorzubringen von uns Allen in Gewerkschaften, Schüler:innen- und Studierendenvertretungen, Friedens-, Antifa-, Umwelt- und sozialen Bewegungen, in Kirche und Kultur-, Bildungs-, Sozialeinrichtungen sowie in Parteien. Allein mit je 20 Milliarden in die öffentliche Energie- und Verkehrsinfrastruktur, in die Sanierung von Schulen und Hochschulen, in den personellen Ausbau des Gesundheitswesens, in sanktionsfreie soziale Mindestsicherungen und in die Förderung von Museen, Theatern, Kinos und Bücherhallen würde ein notwendiger Schritt zur Lösung der vordringlichsten Probleme der Mehrheit getan. Wir rufen daher auf, eine solche Kehrtwende gemeinsam durchzusetzen!

Kommt zur bundesweiten Demonstration
am Samstag, den 02.07.2022,
in Berlin!

NEIN zur Aufrüstung – JA zur zivilen, solidarischen Entwicklung!

Mehr Infos unter: https://zivilezeitenwende.de/

Blumen bauen Brücken: „Gärtnern auf dem Balkon“ am 30. Juni im Vortragssaal der VHS in der Flensburg-Galerie

Blumen bauen Brücken

Fit für das Gärtnern auf dem Balkon

Flensburg. Wer Kräuter oder Gemüse anbauen oder eine kleine Blumenwiese anlegen möchte, braucht nicht zwingend einen Garten.  „Gärtnern auf dem Balkon“ heißt die Veranstaltung, zu der das Interreg5a-Projektes „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ am 30. Juni 2022 um 17.30 Uhr in den Vortragssaal der VHS Flensburg in der Flensburg-Galerie einlädt.

Auch ein kleiner Balkon lässt sich in einen nachhaltigen Balkon-Garten verwandeln. Foto: Anna-Lilja Moll.

Hier erzählt Nachhaltigkeitsberaterin Anna-Lilja Moll, wie nachhaltiges Gärtnern auf dem Balkon funktioniert, zum Beispiel durch das Pflanzen von bienenfreundlichen Blumen und Stauden anstelle von Geranien in Blumenkästen und Töpfen. So kann auch der kleinste Balkon zu einer kleinen Grün- und Naschlandschaft und ein Wohlfühlort für Menschen und Insekten werden.

Termin: Donnerstag, 30. Juni 2022, 17.30 Uhr

Ort: VHS Flensburg, Vortragssaal in der Flensburg-Galerie, Holm 57 – 61, 24937 Flensburg

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei!

Anna-Lilja Moll ist selbstständige Beraterin im Bereich Nachhaltigkeit und Transformation aus Flensburg. Ihre Kernthemen sind nachhaltiger Konsum und der achtsame Umgang mit Ressourcen im Alltag. Außerdem berät sie Unternehmen zu alternativen Führungsformen und Unternehmenskultur.

Der Vortrag ist Teil des Gartenschau- und Tourismusprojektes „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“, das gefördert wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Nach den Sommerferien stehen bereits zwei weitere Veranstaltungen zum Thema „Nachhaltig Gärtner“ in Zusammenarbeit mit der VHS Flensburg im Programm, die im Rahmen des Interreg-Projektes „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ angeboten werden.

Mittwoch, 24. August 2022, 17.30 Uhr

„Seegras ist krass“ mit Kristian Dittmann, Strand-Manufaktur

Donnerstag, 8. September 2022, 17.30 Uhr

„Urban Gardening und Meer“, Torsten Finger, Urban Gardening-Verein Radieschen und Co.

Über „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“:

„Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ ist ein grenzüberschreitendes Gartenschau- und Tourismusprojekt im Rahmen des Interreg-Programms Deutschland-Danmark und wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Ziel der Projektpartner, die Städte Flensburg, Glücksburg, Aabenraa und Sønderborg sowie die Tourismusorganisationen Destination Sønderjylland und Tourismus Agentur Flensburger Förde, ist die Schaffung einer gemeinsamen deutsch-dänische Destination rund um die Flensburger Förde. Erfahren Sie mehr auf www.bbbprojekt.eu.

Gründung des Kulturnetzwerks digital._K und Konzert am 24.06.2022 in der Dansk Centralbibliotek in Flensburg

Einige der Initiatoren von digital._K, von links: Tilman Köneke, Christian Prasno, Roald Christesen und Kai Juul Rasmussen. Foto: (C) digital._K

In doppeltem Sinne Grenzen überschreitend:
Neue Initiative „digital._K“ will Kunst, Kultur und Digitales regional vernetzen.

Jetzt noch schnell anmelden!

Am Freitag, den 24.6.2022 treffen sich in Flensburg mehr als 30 Akteur*innen aus Süddänemark und Norddeutschland um Digitalität aus der Sichtweise von Kultur und Kunst zu betrachten und um ein neues Netzwerk zu bilden. Die Gründungskonferenz digital._K findet in der Dänischen Zentralbücherei in Flensburg, von 14 – 19 Uhr statt.

Das Grußwort spricht um 14 Uhr Oberbürgermeisterin Simone Lange. Danach können die Teilnehmenden Impulse geben, debattieren und in Workshops herausfinden, wie sich das neue Netzwerk konstituieren soll. „Es geht auch grundlegend darum, sich kennen zu lernen“, sagt Roald Christesen, einer der Initiatoren der Konferenz.

Künstler*innen und Kulturschaffende können der Technologie ganz neue Ausdrucksweisen abgewinnen. Sie arbeiten zum Beispiel mit den Fehlern von Algorithmen oder kombinieren diese auf unerwartete Weise. Oder sie sind selbst Programmierer*innen und arbeiten mit Formeln und Frameworks, statt mit Pinseln und Farbpalette. Das Spannende ist manchmal nicht einmal das Produkt, sondern der Weg dorthin.

digital._K möchte die digitale Kreativität fördern, präsentieren, vertreten und Synergieeffekte in der Region herstellen. Dabei sollen nicht nur Menschen und Institutionen untereinander vernetzt werden, sondern auch neue Perspektiven und Möglichkeiten aufgezeigt werden ohne den kritischen Blick auf die digitale Entwicklung als solche zu vernachlässigen.

„Zusammen gestalten wir unsere technologische Welt. Darüber müssen wir uns ständig austauschen, wenn gute Ergebnisse für alle das Ziel sind“, erklärt Ideengeber Roald Christesen, der mit der Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig, dem Kunstverein In Kürze Kunst und define, einem Verein für elektonische und experimentelle Musik und Performance, optimale Partner gefunden hat.

Am Abend 20 Uhr gibt es dann einen feierlichen Abschluss im Ausstellungsbereich der Bibliotek in der Norderstraße. Mit zwei besonderen Vertreter*innen der elektronischen Musik, der aus Kolumbien stammenden Live Coderin Alexandra Cárdenas und dem dänischen Trio Vildfaren, die teilweise selbst ihr digitales Instrumentarium programmieren.

Die Durchführung der Konferenz wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – Interreg.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen und können als Mitgründer*innen von digital._K das Netzwerk aktiv mitgestalten.

Zum Abschluss der Konferenz abends das Konzert in der Dänischen Zentralbücherei:

live coding, algorave, hybrid, controlled, improvised

Freitag, 24. Juni, 20 Uhr
Dansk Centralbibliotek, Norderstr. 59, 24939 Flensburg

Mit Alexandra Cárdenas und Vildfaren 

Konzertinfos hier: http://www.digital-k.net/konzert/

Anmeldung für Kurzentschlossene zur Konferenz und weitere Infos unter www.digital-k.net

Protest gegen Landschaftsfraß: Offener Brief von Umweltgruppen an die Verwaltung und Kommunalpolitiker:innen in Flensburg

In der Stadt Flensburg sollen durch die Änderung bzw. Neu-Aufstellung verschiedener Landschafts- und Flächennutzungspläne bisherige Landschaftsschutzgebiete wegfallen. Gleichzeitig soll damit die Möglichkeit für neue Bauflächen geschaffen werden. Gegen das Vorgehen von Verwaltung und Kommunalpolitik regt sich in der Stadt jedoch Widerstand. Dazu untenstehend der Offene Brief zivilgesellschaftlicher und Umwelt-Gruppen:

Offener Brief an die Fraktionen der Flensburger Ratsversammlung und die Verwaltung der Stadt Flensburg zur Neuauflage des Landschaftsplans

Als Flensburger Akteur*innen im sozial-ökologischen Bereich sind wir von städtischer Seite eingeladen, unsere Ideen in die Stadtentwicklungsstrategie “Flensburg 2030” einzubringen. Diese Strategie ist ausgerichtet an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und den Anforderungen der Neuen Leipzig-Charta an eine gerechte, grüne und produktive Stadt. Eine derart zukunftsgewandte Ausrichtung ist sehr zu begrüßen und trägt den aktuellen sozial-ökologischen Herausforderungen Rechnung. Gleichzeitig sind wir über den laufenden Beteiligungsprozess auf aktuelle Planungen der Stadt zur Neuauflage des Flensburger Landschaftsplans aufmerksam geworden. Zu dem Landschaftsplan zählt auch die Neuordnung der Landschaftsschutzgebiete. Darin wird deutlich: Auch wenn bei der Neuordnung Flächen hinzukommen, so gehen unter dem Strich 11 Hektar Landschaftsschutzgebiet verloren. Besonders schwer wiegt dabei die geplante Bebauung von ca. 41 Hektar der Flächen (29 ha Gewerbe und 12 ha Wohnungsbau). Dazu kommen weitere, die im Flächennutzungsplan als Prüfflächen für Gewerbe genannt werden. Angesichts des zunehmenden Klimastresses ist jede neu versiegelte Fläche in der Stadt negativ zu bewerten. Unversiegelte, naturnahe Flächen spielen sowohl für den Wasserhaushalt als auch die Temperaturverteilung in der Stadt eine zentrale Rolle. Hinzu kommt die Bedeutung für die ökologische Vielfalt und der Erholungswert für Menschen. Nicht zuletzt handelt es sich bei einigen Flächen um zum Teil intensiv genutzte Kleingärten, die ebenfalls eine wichtige ökologische aber auch soziale Rolle erfüllen – wie nicht zuletzt die Covid19-Pandemie gezeigt hat.

Aus dem Grund stellt sich uns als sozial-ökologisch engagierten Akteur*innen folgende Frage: Wie passen die Planungen und besonders die Neuversiegelung von Flächen mit der Stadtentwicklungsstrategie zusammen? Die geplanten Vorhaben stehen sowohl von ihrer Art als auch von ihrem Umfang her in einem starken Widerspruch zur städtischen Nachhaltigkeitsstrategie und den langfristig angestrebten Zielen. Hinzu kommt ein Widerspruch zu den Zielen der Bundes- und Landesregierung, den Flächenverbrauch kontinuierlich zu senken und bis 2050 auf null zu reduzieren.

Deshalb fordern wir die Mitglieder der Ratsversammlung auf, dem Landschaftsplan in der derzeitigen Entwurfsfassung nicht zuzustimmen, sondern entsprechende Änderungen vornehmen zu lassen. Insbesondere die Umwidmung von Landschaftsschutzgebieten, die den Weg für eine Bebauung freimacht, gilt es zu verhindern. Zudem fordern wir von der Politik in Zusammenarbeit mit der Verwaltung eine langfristig gedachte Abwägung in der Flächennutzung, die ökologisch und sozial zur Lebensqualität der Stadt beiträgt und sich mit den Zielen der Stadtentwicklungsstrategie “Flensburg 2030” in Einklang bringen lässt. Dies bedeutet auch, dass die Hauptplanungsinstrumente, der Landschaftsplan sowie der Flächennutzungsplan, aufgrund ihrer langfristigen Wirkung mit der “Flensburg 2030” Strategie nicht nur inhaltlich sondern auch zeitlich sinnvoll synchronisiert werden.

Im Sinne der Leipzig Charta: Eine gerechte Stadt ist eine grüne Stadt, da öffentliche Grünflächen allen Menschen zugute kommen. Eine produktive Stadt bedeutet nicht die Ausbreitung von Wohn- und Gewerbegebieten auf Kosten der verbleibenden Grünflächen bei gleichzeitigem Leerstand, sondern die Förderung zukunftsweisender Konzepte, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte synergetisch miteinander vereinen. 

Unterzeichner*innen aus dem Strategieprozess “Flensburg 2030”

  • BUND Flensburg
  • Europa Universität Flensburg, Abteilung Energie- und Umweltmanagement (EUM)
  • Fridays for Future Flensburg
  • Klimabegehren Flensburg
  • Initiative Recht auf Stadt – Flensburg
  • NABU Flensburg
  • Students for Future Flensburg
  • Wandelküche – Raum für Ernährungswende e.V. (Projektraum Hundertacht)

Der Brief findet sich ganz am Ende dieses Beitrags nochmal zum Download

Dazu ein Kommentar von Jörg Pepmeyer:

Entwürfe für Landschaftsplan und Flächennutzungsplan öffentlich vorstellen und diskutieren!

Bereits am 18. August letzten Jahres gab es eine öffentliche, allerdings in der Teilnehmerzahl begrenzte  Informationsveranstaltung der Stadt Flensburg zur Neuaufstellung von Flächennutzungsplan und Landschaftsplan im Rathaus. Ohne dass es eine weitere öffentliche Veranstaltung gab, wurden die Planentwürfe vor einigen Wochen ins Netz gestellt. Eine öffentliche Information oder Pressemitteilung, wo diese zu finden sind, gab es von Seiten der Stadt dazu leider nicht.

Insofern sollten auch die zivilgesellschaftlichen Gruppen noch mal eine öffentliche Veranstaltung einfordern, in der die Planentwürfe von der Verwaltung umfänglich erläutert werden und die Stellungnahmen der Umweltverbände ausführlich diskutiert werden können. Es kann nicht angehen, dass diese Pläne, die für die weitere nicht nur städtebauliche Entwicklung Flensburgs wichtige Weichen stellen, mehr oder weniger ohne große öffentliche und politische Debatte durch die Gremien gewunken werden. Denn eines ist sicher: angesichts der Vorschläge zur Ausweisung neuer Wohnungsbau- und Gewerbeflächen sind neue Konflikte in der Stadt geradezu vorprogrammiert.

Pläne im Netz:

Bis zum 24. Juni können Bürger:innen jedoch noch gegen die Planentwürfe Einwände erheben. Die entsprechenden Hinweise und Pläne sind zu finden unter: https://bob-sh.de/verfahren/e0caf864-5d56-4862-82d7-03580fab6331/public/detail#procedureDetailsDocumentlist Allerdings sind diese Unterlagen außerordentlich umfangreich und nicht einfach zu lesen. Am 7. Juni gab es zudem eine Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses, bei der es Änderungsanträge zu den Planentwürfen der Verwaltung gab. (Mehr zur SUPA-Sitzung am 7. Juni und die Beschlussvorlagen zum Thema: https://ratsinfo.flensburg.de/tops/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZUK_C06ALzuaF7NzdIsYKTM

Dazu auch die Hinweise und Begründungen städtischerseits: (siehe dazu auch die Einladung der Stadt Flensburg zur öffentlichen Informationsveranstaltung über die Neuaufstellung von Landschaftsplan und Flächennutzungsplan am 18. August im Flensburger Rathaus unter https://akopol.wordpress.com/2020/08/13/informationsveranstaltung-ueber-die-neuaufstellung-von-landschaftsplan-und-flaechennutzungsplan-am-18-august-im-flensburger-rathaus/)

Flächennutzungsplan – Ausschnitt

Flächennutzungplan und Landschaftsplan:

Die aktuell gültigen Planwerke Flächennutzungsplan und Landschaftsplan sind aus dem Jahr 1998. Seitdem haben sich die Vorzeichen der Stadtentwicklung verändert. Seit ca. 10 Jahren wächst die Stadt und die Prognosen des Landes Schleswig-Holstein gehen davon aus, dass dieser Trend bis 2030 und darüber hinaus anhält.

Vor diesem Hintergrund werden die zentralen übergeordneten Planwerke grundlegend überprüft und auf Basis des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts „Perspektiven für Flensburg“ neu aufgestellt.

Grundlage für die Überarbeitung der Planwerke im Auftrag der Ratsversammlung sind die naturräumlichen Gegebenheiten wie z.B. die Topographie, die Grünzüge, Schutzgebiete und Erholungsflächen. Im Landschaftsplan werden die Qualitäten von Natur und Landschaft, für die gesamte Stadt Flensburg erhoben und dargestellt. Für die zukünftige Entwicklung der Landschaft in Flensburg wird das bisherige Modell der Grünringe und Landschaftsachsen qualitativ weiterentwickelt. Vernetzung und identitätsstiftende urbane Grünräume rücken stärker in den Fokus. Der Landschaftsplan schlägt Entwicklungsschwerpunkte wie z.B. zur Sicherung und Aufwertung des Biotopverbundes vor und benennt Maßnahmen, die die Multifunktionalität von Grünräumen fördern.

Aufbauend auf den Aussagen des Landschaftsplanes z.B. zu Optionen für Siedlungsbereiche stellt der Flächennutzungsplan die aktuelle und zukünftige städtebauliche Entwicklung dar. Dies geschieht über die vorgesehene Art der Bodennutzung, die in den Grundzügen für alle Flächen des Stadtgebietes bestimmt wird. Der Flächennutzungsplan bildet dadurch den übergeordneten Entwicklungsrahmen für die verbindliche Bauleitplanung, die gemäß Baugesetzbuch z.B. über Bebauungspläne konkrete planerische Lösungen für einzelne Grundstücke ausgestaltet.

Flensburg 2030 – Online Beteiligung zu Flensburgs Zukunft gestartet!

Flensburg stellt sich für die Zukunft auf!

Flensburg. In einer Online-Beteiligung vom 17. Juni bis 17. Juli 2022 sind alle Flensburgerinnen eingeladen, gemeinsam ein grünes, gerechtes und produktives Flensburg zu denken und zu entwickeln.

Wie wollen wir in Flensburg zukünftig leben, d.h. wie mobil wollen wir sein, wie wollen wir zusammenleben, wo wohnen und arbeiten, wie die vielfältigen Räume der Stadt genießen, das Klima und die Umwelt schützen, ein gutes Leben aller und gerechte Teilhabe ermöglichen und uns zusammen wohlfühlen in unserer Stadt?

Um diese und viele weitere zentrale Fragen geht es in der 1. Online-Beteiligung. Es gibt acht verschiedene Bereiche, in denen konkrete Ideen und Visionen zu Zukunftsthemen unserer Stadt gesammelt werden können.

Die Online-Beteiligung ist unter folgendem Link zu finden. www.flensburg-mitmachen.de/flensburg-2030

Diese erste Mitmach-Möglichkeit ist der Auftakt eines breit angelegten Beteiligungsprozesses zur Ausarbeitung der neuen, nachhaltigen Stadtentwicklungsstrategie Flensburg 2030. Die Ratsversammlung der Stadt Flensburg hat 2021 einstimmig beschlossen, diesen Weg gemeinsam mit den Flensburgerinnen zu gehen und Antworten auf die zentralen Fragen einer nachhaltigen und gemeinwohl-orientierten Stadt mit Ihnen zu finden.

Bis zum Beschluss der Strategie wird es mehrere Beteiligungsformate geben. Am 3. September finden in der Flensburger Innenstadt Nachhaltigkeitswerkstätten statt.

digital._K: Gründung des regionalen Kulturnetzwerks am 24. Juni in der Dansk Centralbibliotek in Flensburg

Einige der Initiatoren von digital._K, von links: Tilman Köneke, Christian Prasno, Roald Christesen und Kai Juul Rasmussen. Foto: (C) digital._K

In doppeltem Sinne Grenzen überschreitend:
Neue Initiative „digital._K“ will Kunst, Kultur und Digitales regional vernetzen.

Jetzt anmelden!

Seit Ende 2021 tüfteln die Initiatoren von „digital._K“ an einer Idee: Sie wollen neue Verbindungen zwischen Kunst, Kultur und Digitalem in der Region herstellen. Das Digitale bietet faszinierende Möglichkeiten für Kunst und Kultur. Aber auch umgekehrt kann die Kunst sich mit dem Thema Digitales in aufregender Weise auseinandersetzen. Musik, Theater, Kulturbetrieb, Museum, Bücherei, Bildungseinrichtung – nahezu jeder Bereich ist betroffen.

Künstler*innen und Kulturschaffende können der Technologie ganz neue Ausdrucksweisen abgewinnen. Sie arbeiten zum Beispiel mit den Fehlern von Algorithmen oder kombinieren diese auf unerwartete Weise. Oder sie sind selbst Programmierer*innen und arbeiten mit Formeln und Frameworks, statt mit Pinseln und Farbpalette. Das Spannende ist manchmal nicht einmal das Produkt, sondern der Weg dorthin.

digital._K möchte die digitale Kreativität fördern, präsentieren, vertreten und Synergieeffekte in der Region herstellen. Dabei sollen nicht nur Menschen und Institutionen untereinander vernetzt werden, sondern auch neue Perspektiven und Möglichkeiten aufgezeigt werden ohne den kritischen Blick auf die digitale Entwicklung als solche zu vernachlässigen.
„Zusammen gestalten wir unsere technologische Welt. Darüber müssen wir uns ständig austauschen, wenn gute Ergebnisse für alle das Ziel sind“, erklärt Ideengeber Roald Christesen, der mit der Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig, dem Kunstverein In Kürze Kunst und define, einem Verein für elektonische und experimentelle Musik und Performance, optimale Partner gefunden hat.

Am Freitag, den 24.6.2022 ab 14 Uhr soll das Netzwerk etabliert werden, und zwar in Form einer Gründungskonferenz in der Dänischen Zentralbücherei in Flensburg. Alle Interessierten sind eingeladen und können als Mitgründer*innen von digital._K das Netzwerk aktiv mitgestalten.

Gleichzeitig gibt es zum Abschluss der Konferenz abends ein Konzert in der Dänischen Zentralbücherei:

live coding, algorave, hybrid, controlled, improvised

Konzert am 24.6., um 20 Uhr

Mit Alexandra Cárdenas und Vildfaren 

Konzertinfos hier: http://www.digital-k.net/konzert/

Die Durchführung der Konferenz wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – Interreg.

Anmeldung zur Konferenz und weitere Infos unter www.digital-k.net

Wir zahlen nicht für eure Kriege! – Demonstration am 2. Juli in Berlin

Aufruf:

100 Milliarden für eine demokratische, zivile & soziale Zeitenwende!

Demonstration am Samstag, 2. Juli 2022 in Berlin, Bebelplatz ab 14 Uhr

Wir – Friedensbewegte in der BRD aus der ganzen Welt – rufen dazu auf, das angekündigte Aufrüstungspaket von 100 Milliarden Euro im Grundgesetz gemeinsam zu stoppen und für die Umwidmung der Mittel zum Ausbau des Sozialstaats zu kämpfen. Die Aufrüstungspolitik ist grundfalsch, hochgefährlich und zynisch, weil sie bedeutet, die gesellschaftliche Krise mit Militarismus zu beantworten statt mit sozialem Fortschritt zur Mehrung des Allgemeinwohls. Rüstungs- und Kriegspolitik stehen immer im Gegensatz zur solidarischen Kultivierung der Gesellschaft. Deswegen engagieren wir uns stattdessen für massive öffentliche Investitionen und dauerhafte Ausgabenerhöhungen für Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur und Klima – zur zivilen, demokratischen und sozialen Wohlentwicklung weltweit.

Die Waffen nieder!
Den Krieg in der Ukraine wird diese Aufrüstung weder stoppen noch verkürzen. Vielmehr hat das neue globale Wettrüsten der vergangenen Jahre die verschärfte Konfrontation der großen Machtblöcke mit verursacht und eskaliert sie weiter. Auch geht es bei dem Aufrüstungspaket nicht um Landesverteidigung, sondern um national eigenständige Kriegsbefähigung. Die auf der Einkaufsliste stehenden F35-Tarnkappenbomber und Drohnensysteme sind aggressives Angriffskriegsgerät und sollen zudem die atomare Teilhabe verstetigen. Dagegen ist der einzige Weg zum Frieden: Abrüstung, Deeskalation, internationale Diplomatie und soziale Gerechtigkeit weltweit!

Nie wieder Krieg!
Aufrüstung gehört nicht ins Grundgesetz. Im Gegenteil: Als Konsequenz aus zwei imperialistischen Weltkriegen, die von deutschem Boden ausgingen, sowie als Schlussfolgerungen aus der Befreiung vom deutschen Faschismus, flossen ins Grundgesetz das Gebot zum Frieden, zu Gewaltverzicht, Völkerverständigung, Asylrecht und Sozialstaat ein: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten sind verfassungswidrig“ (Art. 26). Ein bis heute und für heute gültiges Entwicklungsprogramm, damit nie wieder Krieg von Deutschland ausgehe!

Gemeinsame Entwicklung statt Aufrüstung
Mehr Waffen schaffen keinen Frieden und Sicherheit gibt es nur gemeinsam, nicht gegeneinander! Das Potential für zivile, demokratische und soziale Wohlentwicklung für alle ist vorhanden. Eine gerechte Ressourcenverteilung würde die Hungerkrisen insbesondere im globalen Süden beenden; der Umstieg auf erneuerbare Energien für eine nachhaltige Klimapolitik ist technologisch möglich; eine umfassende Gesundheitsversorgung kann für alle gewährleistet und solidarische Entfaltung durch vernünftige Arbeit, soziale Sicherheit und demokratisch-offene Bildung und Kultur für Alle geschaffen werden. All dies erfordert globale Kooperation, demokratische Aushandlung und kluge Investitionen für die gemeinsame Lösung von Problemen.

Gemeinsam sagen wir NEIN zur Aufrüstung und JA zur Zukunft!
Das Aufrüstungspaket ist gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung weltweit gerichtet. Es geht einher mit gesteigert unsozialer und autoritärer Politik, mit Nationalismus und Chauvinismus. Die ohnehin enorme Ungleichheit wächst weiter. Profiteure sind einzig die Chefetagen von Banken und Rüstungskonzernen. Statt dieser destruktiven Hinterzimmerpolitik braucht es eine tatsächlich demokratische, zivile und soziale Zeitenwende – hervorzubringen von uns Allen in Gewerkschaften, Schüler:innen- und Studierendenvertretungen, Friedens-, Antifa-, Umwelt- und sozialen Bewegungen, in Kirche und Kultur-, Bildungs-, Sozialeinrichtungen sowie in Parteien. Allein mit je 20 Milliarden in die öffentliche Energie- und Verkehrsinfrastruktur, in die Sanierung von Schulen und Hochschulen, in den personellen Ausbau des Gesundheitswesens, in sanktionsfreie soziale Mindestsicherungen und in die Förderung von Museen, Theatern, Kinos und Bücherhallen würde ein notwendiger Schritt zur Lösung der vordringlichsten Probleme der Mehrheit getan. Wir rufen daher auf, eine solche Kehrtwende gemeinsam durchzusetzen!

Kommt zur bundesweiten Demonstration
am Samstag, den 02.07.2022,
in Berlin!

NEIN zur Aufrüstung – JA zur zivilen, solidarischen Entwicklung!

Mehr Infos unter: https://zivilezeitenwende.de/

Kinder verwandeln am 15. Juni mit Künstlerin Riesenfahrrad in Kunst

Eine drei Meter hohe und vier Meter breite Fahrradskulptur soll am 15. Juni von 10 bis 13 Uhr am Strandbad Wassersleben künstlerisch gestaltet werden – Foto: Blumen bauen Brücken

Schulkinder und Künstlerin schmücken Riesenfahrrad für Kunstprojekt am Strandbad Wassersleben in Harrislee

Blumen bauen Brücken: Grenzüberschreitendes Kunstprojekt „Kunst in der Natur“

Flensburg/Harrislee. Eine drei Meter hohe und vier Meter breite Fahrradskulptur wird am Strandpark von Wassersleben zu einem unübersehbaren Kunstobjekt. Die Künsterin Julia Nierade wird am 15. Juni von 10 bis 13 Uhr zusammen mit Schülerinnen und Schüler der Harreslev-Kobbermølle Danske Skole am Strandbad von Wasserleben die Fahrradskulptur in einem Workshop künstlerisch gestalten. Das Event wird um 10 Uhr offiziell eröffnet.

Das Riesenfahrrad in Wassersleben ist eine von insgesamt drei Fahrradskulpturen des Kunstprojektes „Kunst in der Natur“ im Interreg5a-Projekt „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“. Drei Künstler aus Deutschland und aus Dänemark gestalten in einem Workshop gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der dänischen und deutschen Minderheiten die Objekte.

Aabenraa Brundlund – Destination Sønderjylland – Foto: Blumen bauen Brücken

Die Riesenfahrräder werben jeweils an prominenter Stelle über mehrere Wochen für die neue grenzüberschreitende Radwanderroute „Flensburg Fjord Route“ im grenzüberschreitenden Gartenschau- und Tourismusprojekt.
In Dänemark werden die Radprofis der Tour de France direkt an den Fahrradskulpturen vorbeifahren: Je eine Fahrradskulptur wird die Tour de France-Strecke Apenrade (Aabenraa) und in Sonderburg (Sønderborg) schmücken. Am 3. Juli führt die dritte Etappe der Tour de France die Radprofis durch Apenrade, die dann in Sonderburg die Ziellinie überqueren.

Alle sind eingeladen, dem Kunst-Ereignis beizuwohnen. Es wird musikalische Unterhaltung geben, dazu Informationen zur Flensburg Fjord Route und den anderen Projekten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Interreg-Projekt „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“.

Über die Künstlerin Julia Nierade

Julia Nierade, geboren 1970 in Berlin, ist Künstlerin u.a. mit den Schwerpunkten bildnerische Kunst, Kostümgestaltung und Rauminstallation und arbeitet im Bereich der kulturellen Bildung. Sie lebt mit ihrer Familie im Norden Angelns.

Alle Termine der „Kunst in der Natur“ – Workshops:

13. Juni 2022, Aabenraa, Flensborgvej (Strandnähe)
10.00 Uhr: Offizielle Eröffnung
Künstler: Rick Towle und Brigitta Hansen zusammen mit Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Apenrade.
Das Kunstwerk bleibt bis zum 25. Juli stehen.

14. Juni 2022, Sønderborg, Nørre Havnegade (Nørre Havnegade/Helgolandsgade)
10.00 Uhr: Offizielle Eröffnung
Künstler: Johnny Haugaard zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Deutschen Schule Sonderburg
Das Kunstwerk bleibt bis zum 30. August stehen.

15. Juni 2022, Harrislee, Strandbad Wassersleben (Höhe Minigolfplatz)
10.00 Uhr: Offizielle Eröffnung
Künstlerin: Julia Nierade zusammen mit Schülerinnen und Schüler der Harrislev-Kobbermølle Danske Skole
Das Kunstwerk bleibt bis zum 30. August stehen

Über die Flensburg Fjord Route:
Mit der Flensburg Fjord Route wurde im vergangenen Jahr ein neuer grenzüberschreitender Radwanderweg für die Region vorgestellt. Die Route besteht aus sechs Etappen und hat insgesamt eine Länge von 307 km und verbindet die Gemeinden Aabenraa, Sønderborg und Flensburg.
Die Radwanderroute ist Teil des grenzüberschreitenden Interreg-Projektes „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ und führt die Radfahrer und Radfahrerinnen an insgesamt sechs Schlössern, interessanten Gärten und vielen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke vorbei

Über „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“:
„Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ ist ein grenzüberschreitendes Gartenschau- und Tourismusprojekt im Rahmen des Interreg-Programms Deutschland-Danmark und wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Ziel der Projektpartner, die Städte Flensburg, Glücksburg, Aabenraa und Sønderborg sowie die Tourismusorganisationen Destination Sønderjylland und Tourismus Agentur Flensburger Förde, ist die Schaffung einer gemeinsamen deutsch-dänische Destination rund um die Flensburger Förde. Erfahren Sie mehr auf der Projekt-Homepage  www.bbbprojekt.eu

Vortrag: „Seegras ist krass“ am 8. Juni in Glücksburg

Seegras am Strand wird oft als Abfall gesehen. Dabei kann der nachhaltige Rohstoff aus dem Meer eine ganze Menge. (Foto: Blumen bauen Brücken)

Blumen bauen Brücken: Was Seegras alles kann

Ein Vortrag in der Stadtbücherei Glücksburg – Der Eintritt ist frei.

Flensburg. Seegras, das durch Wind und Hochwasser an die Küsten und Badestrände gespült wurde, wurde im Norden Deutschlands früher als wertvoller Rohstoff verstanden. Auch heute wird er wieder vielfältig und nachhaltig eingesetzt, zum Beispiel als Dünger im Garten oder als Dämmstoff beim Bau.

Was „kann“ der Rohstoff Seegras eigentlich? Dieser Frage geht Seegras-Experte Kristian Dittmann am Mittwoch, 8. Juni um 18 Uhr in einem Vortrag unter der Überschrift „Seegras ist krass“ in der Stadtbücherei Glücksburg, Bahnhofsstraße 6, in Glücksburg, nach.

Kristian Dittmann ist Eigentümer des Unternehmens Strand-Manufaktur in Kappeln und setzt sich für die nachhaltige Nutzung von Seegras ein. Er erzählt, was die Pflanze aus dem Meer alles kann, wie wir sie nutzen können, und was die Menschen früher damit gemacht haben.

Der Vortrag ist eine Veranstaltung des Interreg5a-Projektes „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ als Teil des grenzüberschreitenden Wettbewerbs „Wer erntet die meisten Seegras-Kartoffeln an der Flensburger Förde“. Hier sind Hobbygärtner oder Hobbygärtnerinnen in der deutsch-dänischen Grenzregion rund um die Flensburger Förde eingeladen, Kartoffeln in Seegras anzubauen. Insbesondere Vereine, Kindergärten oder Schulen in Deutschland und in Dänemark sind aufgerufen, am Wettbewerb mitzumachen. Nähere Informationen zum Wettbewerb gibt es auf www.bbbprojekt.eu unter „Aktuelles und Termine“.

Zum Wettbewerb auch ein Stadtblog-Beitrag vom 9. Mai2022: Wer erntet die meisten Seegras-Kartoffeln an der Flensburger Förde? unter: https://akopol.wordpress.com/2022/05/09/wer-erntet-die-meisten-seegras-kartoffeln-an-der-flensburger-forde/

Über „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“: „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ ist ein grenzüberschreitendes Gartenschau- und Tourismusprojekt im Rahmen des Interreg-Programms Deutschland-Danmark und wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Ziel der Projektpartner, die Städte Flensburg, Glücksburg, Aabenraa und Sønderborg sowie die Tourismusorganisationen Destination Sønderjylland und Tourismus Agentur Flensburger Förde, ist die Schaffung einer gemeinsamen deutsch-dänische Destination rund um die Flensburger Förde. Erfahren Sie mehr auf www.bbbprojekt.eu.

Wer erntet die meisten Seegras-Kartoffeln an der Flensburger Förde?

Seegras wird durch Wind und Hochwasser an die Küsten und Badestrände gespült wurde. In Dänemark und im Norden Deutschlands wurde es früher als wertvoller Rohstoff genutzt. Foto: Blumen bauen Brücken.

Blumen bauen Brücken: Ein grenzüberschreitender Wettbewerb

Wer macht noch mit? Ein gutes Dutzend Schulklassen, Kindergärten und private Hobbygärtner- und Hobbygärtnerinnen in Deutschland und in Dänemark haben sich bereits angemeldet und lassen in ihren Gärten Kartoffeln in Seegras wachsen. Sie machen mit beim grenzüberschreitenden Wettbewerb „Wer erntet die meisten Seegras-Kartoffeln an der Flensburger Förde“ des deutsch-dänischen Interreg5a-Projektes „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“.
„Mit dem Wettbewerb wollen wir darauf aufmerksam machen, dass Seegras mehr ist als Abfall am Strand, nämlich ein wertvoller und nachhaltiger Rohstoff, der vielseitig eingesetzt werden kann, wie im Garten und in der Landwirtschaft“, sagt Projektleiterin Iris Uellendahl.

Auf der Projekthomepage www.bbbprojekt.eu gibt es unter „Aktuelles und Termine“ viele nützliche Informationen, einen Flyer und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Kartoffelanbau in Seegras. Wer sich für den Wettbewerb anmeldet bekommt die ausführlichen Informationen zugeschickt. „Wir haben versucht, es so einfach und ansprechend wie möglich zu gestalten, und vor allem auch Kinder aktiv mit einzubeziehen“, sagt Iris Uellendahl.

Erste Seegras-Kartoffelerfolge nach fünf Wochen. Foto: Blumen bauen Brücken.

Wer jetzt noch einsteigt und am Wettbewerb mitmachen möchte, muss darauf achten, eine Kartoffelsorte zu wählen, die bis zum 9. September 2022 geerntet werden kann. Das ist der offizielle Erntetermin für den Wettbewerb. Mögliche Kartoffelsorten könnten zum Beispiel die Red Emmalie, die Solasana ‚Vitabella‘, die Blue Danube oder Mayan Gold sein. Wer am Seegras-Kartoffel-Wettbewerb teilnehmen möchte braucht eine Kiste, Seegras und neun Kartoffeln. Es kann aber auch ein kleines Beet angelegt werden.
Am 10. September 2022 lädt „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ die Teilnehmer zu einem Abschlussfest nach Flensburg ein. Dann werden auch die Sieger gekürt.

Der Wettbewerb ist Teil des grenzüberschreitenden Gartenschau- und Tourismusprojektes „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“. „Mit unserem Seegras-Kartoffel-Wettbewerb wollen wir die Menschen dafür begeistern, etwas Neues mit einem nachhaltigen Rohstoff aus der Region auszuprobieren. Gleichzeitig wollen wir auf ungewöhnliche Weise Urlauber auf unsere deutsch-dänische Grenzregion neugierig machen“, so Iris Uellendahl

Nützliche Tipps und praktisches Wissen, zum Beispiel wo Seegras zu finden ist, was es beim Anbau von  Kartoffeln in Seegras zu beachten ist und noch viele mehr, gibt es auch auf der Projekt-Homepage  www.bbbprojekt.eu unter „Aktuelles und Termine“.

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