Archiv der Kategorie: Aufrufe

Aufrufe und Petitionen zu unterschiedlichen politischen Anliegen

Rainbow Days #Flensbunt: „Rainbow Walk & Women’s March“ und Straßenfest am 20. Mai 2022 in Flensburg

Unter dem Stichwort #Flensbunt finden die diesjährigen Rainbow Days vom 15. bis 20. Mai in Flensburg statt. Die Rainbow Days 2022 sind ein buntes, vielfältiges Programm, das der offene Arbeitskreis Vielfalt entwickelt hat (Link zur Facebook Veranstaltung):

Zum Abschluss der Rainbow Days findet am 20. Mai der CSD in Flensburg statt. Wir starten um 14 Uhr mit dem Straßenfest und dem Bühnenprogramm auf dem Südermarkt. Es erwartet Euch tolle Live-Musik der Partyband Friend’tett und noch einiges mehr. Dazu könnt ihr euch bei den vielen Info-Ständen über deren Angebote informieren und sicher das ein oder andere Give-Away ergattern. Link zur Facebook Veranstaltung

Zum Highlight der Rainbow Days 2022 rufen wir um 17:00 Uhr auf: Dann greifen alle zu Flaggen und Schildern und marschieren los (Pfeifen und Rasseln nicht vergessen). Der diesjährige „Rainbow Walk & Women’s March“ beginnt auf dem Südermarkt und verläuft durch die Innenstadt am Hafen vorbei bis zur Neustadt und durch die Fußgängerzone wieder zum Südermarkt, wo uns die Partyband zum Weitertanzen animiert. Link zur Facebook Veranstaltung

Ab 22:00 Uhr kann dann im Volksbad weitergetanzt und gefeiert werden. Die offizielle Abschlussparty der Rainbow Days findet im Rahmen der bekannten S&L-Disco statt. Wir sorgen für kühle Getränke, DJane Dandy aus Hamburg für heiße Rhythmen und Ihr tanzt bis zum Morgengrauen. Link zur Facebook Veranstaltung

Den Flyer Rainbow Days 2022 mit dem kompletten Programm gibt es hier zum Download.

Die Rainbow Days 2022 sind für alle Menschen, egal ob lesbisch, schwul, bi, trans*, inter*, pansexuell, hetero, asexuell oder irgendwas dazwischen. Die Rainbow Days 2022 werden gefördert vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein und finden im Rahmen des Aktionsplans „Echte Vielfalt“ statt.

Der offene Arbeitskreis Vielfalt besteht aus einer Vielzahl an Flensburger Institutionen, Vereinen, Initiativen und Privatpersonen, die sich regelmäßig treffen, um geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sichtbar zu machen, Diskriminierung und Vorurteile abzubauen und Akzeptanz und Respekt zu fördern. Maßgeblich unterstützt wird der Arbeitskreis vom Verein „SL-Veranstaltungen zur Förderung der Primärprävention e.V.“ aus Flensburg, dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) in Schleswig Holstein und dem Gleichstellungsbüro der Stadt Flensburg.

Unterstützer_innen

  • Aidsberatung Flensburg
  • Arbeitskreis Vielfalt
  • ASF Flensburg
  • AStA Europauniversität Flensburg
  • AStA Hochschule Flensburg
  • Bündnis Buntes Flensburg
  • Bündnis 90 / Die Grünen Flensburg
  • Dansk Sundhedstjeneste for Sydslesvig
  • Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. DGTI
  • Die Linke Flensburg
  • DGB-Frauen
  • DGB-Stadtverband Flensburg
  • Flensburger Frauenforum
  • Frauenmantel e.V.
  • Frauennotruf Flensburg
  • Frau & Beruf Region Nord
  • Haus der Familie
  • Hilfe für Frauen in Not e.V.
  • Kibis Selbsthilfekontaktstelle
  • KIK Flensburg
  • Lichtblick Flensburg e.V.
  • LSVD Schleswig-Holstein e.V.
  • Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren Schleswig-Holstein
  • profamilia Flensburg
  • Queerer Stammtisch Flensburg
  • Queerschlag Flensburg
  • Roter Stern Flensburg e.V.
  • Schwulen & Lesben – Disco
  • SL-Veranstaltungen zur Förderung der Primärprävention e.V.
  • SPDqueer
  • Stadt Flensburg
  • Transsexuellen Selbsthilfe Flensburg
  • Volksbad Flensburg

Ein paar erklärende Infos: 17. Mai – IDAHOBIT
Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie bzw. -feindlichkeit (englisch International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia, kurz IDAHOBIT)[1][2] wird seit 2005 jährlich am 17. Mai von Homosexuellen, später auch Trans-, Bi- und Intersexuellen, als Aktionstag begangen, um durch Aktionen, mediale Aufmerksamkeit und Lobbying auf die Diskriminierung und Bestrafung von Menschen hinzuweisen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen.[3] . Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Transsexualität wurde erst 2018 mit dem Erscheinen der ICD-11 von der WHO als „Krankheit“ gestrichen. Quelle: Wikipedia*

Homophobie (von griech. ὁμός homós:[1] gleich; φόβος phóbos: Angst, Phobie) bezeichnet eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion bzw. Feindseligkeit.** Transphobie (von lat. trans „jenseitig“, „darüber hinaus“ und griech. φόβος phóbos = Angst, Furcht, Schrecken) bezeichnet gegen transidente, transgender (auch: trans*) oder transsexuelle Personen gerichtete Vorurteile, Ekel, Aggressionen oder irrationale Angst vor ihnen, ihren Lebensweisen und dem Ausdruck ihrer Geschlechtsidentitäten sowie ihre gesellschaftliche Diskriminierung.*** Biphobie bezeichnet die Angst vor, Diskriminierung gegen oder Hass auf Bisexuelle, kann sich in der Praxis aber auch auf Pansexuelle ausdehnen. Die Biphobie muss nicht mit Homophobie oder Heterophobie einhergehen, da es über Bisexuelle eigene spezifische Stereotypen und Vorurteile gibt.

Rainbow Days: #Flensbunt vom 15. bis 20. Mai 2022 in Flensburg

Unter dem Stichwort #Flensbunt finden die diesjährigen Rainbow Days vom 15. bis 20. Mai in Flensburg statt. Die Rainbow Days 2022 sind ein buntes, vielfältiges Programm, das der offene Arbeitskreis Vielfalt entwickelt hat (Link zur Facebook Veranstaltung):

Den Auftakt macht dieses Mal die ev. Kirche am 15. Mai um 9:30 Uhr. Zum CSD Gottesdienst in der St. Nikolaikirche zum Thema „Am Anfang steht die Vielfalt“ laden uns Pastor Marcus Friedrich und Pastor Johannes Ahrens ein.

bildAm 16. Mai startet der LSBTIQ Actionbound – die interaktive Handy-Rallye. Ähnlich wie bei einer Schnitzeljagd oder beim Geocaching warten auf deinem Weg durch Flensburg spannende Aufgaben und Fragen auf dich. Was weißt du bereits über den 17. Mai? – Lade dir die Actionbound-App für iOS oder Android auf’s Handy, scanne den QR Code und finde es heraus – los geht’s

Vom 16. bis 20. Mai werden in Flensburg viele Regenbogenflaggen wehen. Standworte sind z.B. das Rathaus, das Deutsche Haus oder die Zentrale der Queisser Pharma GmbH & Co KG. Wer eine Flagge sieht, darf gerne ein Foto mit #Flensbunt in den Sozialen Medien teilen.

Der 16. Mai steht im Zeichen der Familien. Du bist Teil einer Regenbogenfamilie? Du überlegst, in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft ein Kind aufzuziehen? Du hast Fragen zum Abstammungsrecht? Du möchtest einfach mal Kontakt zu anderen Regenbogenfamilien haben? Dann nimm an unserem Austauschtreffen teil. In lockerer Atmosphäre wollen wir Euch einen Raum geben zum Kennenlernen, Quatschen und Vernetzen. Der Austausch wird im Haus der Familie (Mürwiker Straße 115) und online als Zoom Konferenz stattfinden.
Link zur Facebook Veranstaltung; zur Teilnahme über Zoom bitte hier klicken.
Eine Teilnahme ist per Browser, App oder auch ganz klassisch per Telefoneinwahl möglich.

Am 17. Mai um 18 Uhr lädt uns die Stadt Flensburg zum Regenbogenempfang ins Rathaus ein. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo-/Bi-/Inter*-/Trans*Feindlichkeit (IDAHOBIT) gibt es ein buntes Programm aus Grußworten, Musik und fachlichem Input. Anschließend gibt es einen lockeren Austasch bei kleinen Snacks und Getränken. Danach gehen wir um 21 Uhr an die Hafenspitze und erleben die Rainbow Lights mal ganz anders.

Am 18. Mai gehts online weiter. Das Frauenwerk des Ev.-Luth. Kirchenkreises Schleswig-Flensburg veranstaltet um 18:30 Uhr eine Online-Gesprächsreihe mit dem bewusst provokant gewählten Thema Zwischen Vielfalt und Gleichheitswahn. Bitte meldet Euch bis zum 11.05.2022 an. Der Link für die Veranstaltung wird an alle angemeldeten Personen verschickt.

Der 19. Mai wird SCHLAU: SCHLAU Flensburg informiert über ihre Arbeit an Schulen und Bildungseinrichtungen. Um 17:15 Uhr findet im Vortragssaal neben der Stadtbibliothek eine Art Schnupperworkshop statt. Weitere Infos gibt es auf der Homepage von SCHLAU Flensburg

Am 20. Mai findet der CSD in Flensburg statt. Wir starten um 14 Uhr mit dem Straßenfest und dem Bühnenprogramm auf dem Südermarkt. Es erwartet Euch tolle Live-Musik der Partyband Friend’tett und noch einiges mehr. Dazu könnt ihr euch bei den vielen Info-Ständen über deren Angebote informieren und sicher das ein oder andere Give-Away ergattern. Link zur Facebook Veranstaltung

Zum Highlight der Rainbow Days 2022 rufen wir um 17:00 Uhr auf: Dann greifen alle zu Flaggen und Schildern und marschieren los (Pfeifen und Rasseln nicht vergessen). Der diesjährige „Rainbow Walk & Women’s March“ beginnt auf dem Südermarkt und verläuft durch die Innenstadt am Hafen vorbei bis zur Neustadt und durch die Fußgängerzone wieder zum Südermarkt, wo uns die Partyband zum Weitertanzen animiert. Link zur Facebook Veranstaltung

Ab 22:00 Uhr kann dann im Volksbad weitergetanzt und gefeiert werden. Die offizielle Abschlussparty der Rainbow Days findet im Rahmen der bekannten S&L-Disco statt. Wir sorgen für kühle Getränke, DJane Dandy aus Hamburg für heiße Rhythmen und Ihr tanzt bis zum Morgengrauen. Link zur Facebook Veranstaltung

Den Flyer Rainbow Days 2022 mit dem kompletten Programm gibt es hier zum Download.

Die Rainbow Days 2022 sind für alle Menschen, egal ob lesbisch, schwul, bi, trans*, inter*, pansexuell, hetero, asexuell oder irgendwas dazwischen. Die Rainbow Days 2022 werden gefördert vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein und finden im Rahmen des Aktionsplans „Echte Vielfalt“ statt.

Der offene Arbeitskreis Vielfalt besteht aus einer Vielzahl an Flensburger Institutionen, Vereinen, Initiativen und Privatpersonen, die sich regelmäßig treffen, um geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sichtbar zu machen, Diskriminierung und Vorurteile abzubauen und Akzeptanz und Respekt zu fördern. Maßgeblich unterstützt wird der Arbeitskreis vom Verein „SL-Veranstaltungen zur Förderung der Primärprävention e.V.“ aus Flensburg, dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) in Schleswig Holstein und dem Gleichstellungsbüro der Stadt Flensburg.

Unterstützer_innen

  • Aidsberatung Flensburg
  • Arbeitskreis Vielfalt
  • ASF Flensburg
  • AStA Europauniversität Flensburg
  • AStA Hochschule Flensburg
  • Bündnis Buntes Flensburg
  • Bündnis 90 / Die Grünen Flensburg
  • Dansk Sundhedstjeneste for Sydslesvig
  • Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. DGTI
  • Die Linke Flensburg
  • DGB-Frauen
  • DGB-Stadtverband Flensburg
  • Flensburger Frauenforum
  • Frauenmantel e.V.
  • Frauennotruf Flensburg
  • Frau & Beruf Region Nord
  • Haus der Familie
  • Hilfe für Frauen in Not e.V.
  • Kibis Selbsthilfekontaktstelle
  • KIK Flensburg
  • Lichtblick Flensburg e.V.
  • LSVD Schleswig-Holstein e.V.
  • Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren Schleswig-Holstein
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  • Queerer Stammtisch Flensburg
  • Queerschlag Flensburg
  • Roter Stern Flensburg e.V.
  • Schwulen & Lesben – Disco
  • SL-Veranstaltungen zur Förderung der Primärprävention e.V.
  • SPDqueer
  • Stadt Flensburg
  • Transsexuellen Selbsthilfe Flensburg
  • Volksbad Flensburg

Ein paar erklärende Infos: 17. Mai – IDAHOBIT
Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie bzw. -feindlichkeit (englisch International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia, kurz IDAHOBIT)[1][2] wird seit 2005 jährlich am 17. Mai von Homosexuellen, später auch Trans-, Bi- und Intersexuellen, als Aktionstag begangen, um durch Aktionen, mediale Aufmerksamkeit und Lobbying auf die Diskriminierung und Bestrafung von Menschen hinzuweisen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen.[3] . Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Transsexualität wurde erst 2018 mit dem Erscheinen der ICD-11 von der WHO als „Krankheit“ gestrichen. Quelle: Wikipedia*

Homophobie (von griech. ὁμός homós:[1] gleich; φόβος phóbos: Angst, Phobie) bezeichnet eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion bzw. Feindseligkeit.** Transphobie (von lat. trans „jenseitig“, „darüber hinaus“ und griech. φόβος phóbos = Angst, Furcht, Schrecken) bezeichnet gegen transidente, transgender (auch: trans*) oder transsexuelle Personen gerichtete Vorurteile, Ekel, Aggressionen oder irrationale Angst vor ihnen, ihren Lebensweisen und dem Ausdruck ihrer Geschlechtsidentitäten sowie ihre gesellschaftliche Diskriminierung.*** Biphobie bezeichnet die Angst vor, Diskriminierung gegen oder Hass auf Bisexuelle, kann sich in der Praxis aber auch auf Pansexuelle ausdehnen. Die Biphobie muss nicht mit Homophobie oder Heterophobie einhergehen, da es über Bisexuelle eigene spezifische Stereotypen und Vorurteile gibt.

Bauer Knop gewinnt im Streit um die K8

Normen-Kontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht: Bebauungsplan zum 4. Abschnitt der K8 ist rechtsunwirksam

Der Bebauungsplan für den 4. Abschnitt der K 8, die in diesem Abschnitt über die ehemaligen Flächen des Landwirts Ingo Knop führt, ist rechtsunwirksam. Das entschied das Oberwaltungsgericht in einem Normen-Kontrollverfahren mit dem Aktenzeichen 1 KN 3/18 am Donnerstag, den 5. Mai.

K8-Trasse: Ohne rechtswirksamen Bebauungsplan einmal mittenmang und großspurig durch die Ländereien von Bauer Ingo Knop. Die befinden sich an der rechten Seite der Trasse.

Wie die Sprecherin des Oberwaltungsgerichts Christine Nordmann heute auf Anfrage des Stadtblog Flensburg mitteilte, seien die Gründe hierfür vor allem erhebliche Abwägungsmängel des Bebauungsplans. So seien die privaten Interessen von Bauer Knop gegenüber den öffentlichen Interessen, also was die Notwendigkeit des Straßenbaus angeht, nicht ausreichend berücksichtigt und abgewogen worden. Dies betrifft insbesondere die Frage, wie sind die privaten Eigentums- und Besitzverhältnisse der für den Straßenbau benötigten Flächen, welche Größe haben sie und wie werden sie genutzt. Ebenso wichtig sei bei dieser Abwägung zu klären, wie sind die Zugangsmöglichkeiten zu den verbleibenden Flächen nach dem Bau der Straße, welche Einschränkung bedeutet das für den Eigentümer. Diesen Sachverhalt sah das Oberverwaltungsgericht in dem Bebaungsplan nicht ausreichend ermittelt und berücksichtigt und erklärte ihn deshalb für rechtsunwirksam. Ebenso ließ es eine Revision gegen diese Entscheidung nicht zu. Das Urteil des Gerichts liegt zwar noch nicht in schriftlicher Form vor, dennoch hat die Stadt Flensburg nach Meldung des shz bereits angekündigt, gegen die Nichtzulassung der Revision Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einzulegen. Das müsste sie dann binnen einen Monat nach Zustellung der Urteilsschrift tun.

Für die Stadt besteht jedoch die Möglichkeit die angemahnten Abwägungsmängel des Bebauungsplan zu beheben und dann einen geänderten und rechtsfesten Bebauungsplan im Umwelt- und Planungsausschuss bzw. der Ratsversammlung neu beschließen zu lassen. Eben das hat sie nach einer Meldung des shz bereits angekündigt. Das Enteignungsverfahren gegen Bauer Knop bliebe damit allerdings erstmal unberührt. Was bedeutet, dass die „Besitzeinweisung“ durch die Enteignungsbehörde, die 2017 mit der vorläufigen Übertragung der für den Straßenbau benötigten Flächen von Ingo Knop an die Stadt Flensburg erfolgte, weiter Bestand hat. Auch ein Urteil des Landgerichts Kiel vom 31.08.2018 hatte nach Klage von Ingo Knop die vorzeitige Besitzeinweisung als rechtmäßig bestätigt.

Anders wäre es, wenn auch mit dem geänderten Bebauungsplan die schwerwiegenden Abwägungsmängel nicht behoben werden können. Dann könnte rein theoretisch Ingo Knop einen „Folgenbeseitungsanspruch“ geltend machen, der ebenso theoretisch den Rückbau der K8 auf seinen ehemaligen Ländereien und die Rückübertragung der Flächen bedeuten könnte Allerdings sehen Verwaltungsrechtsexperten diese Möglichkeit als sehr gering an und gehen nicht davon aus, dass es dazu tatsächlich kommen wird.

Dazu ein Kommentar von Jörg Pepmeyer

Fehlende Mitwirkungsrechte und Tricksereien bei Bauvorhaben sind nicht geeignet das Vertrauen der BürgerInnen in Politik und Verwaltung zu stärken

Alles in allem ist die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts ein weiteres Dokument dafür, wie die Stadt Flensburg und zahlreiche KommunalpolitikerInnen bei der Planung und der Entscheidung zum Bau der K 8 über Jahre hinweg den Protest der BürgerInnen weitgehend ignoriert haben und nicht bereit waren alternative Streckenführungen ins Auge zu fassen. Vorschläge dafür gab es. Stattdessen hat man unter Aushebelung der Beteiligungsrechte der BürgerInnen mit einer Salami-Taktik den Bau der K 8 im Eiltempo voran getrieben. Und ebenso hat das Vorgehen der Stadt vor allem beim Enteignungsverfahren gegen Ingo Knop für einen Vertrauensschwund der Stadt und Politik bei vielen Flensburgern gefüht. Das alles hätte mit mehr Fingerspitzengefühl, Ehrlichkeit, Dialog- und Kompromissbereitschaft vermieden werden können. Und dies gilt auch für ähnliche Vorhaben in den letzten Jahren in Flensburg.

„Baustopp, Baustopp – ja!“ – 350 Menschen demonstrierten am 24. Februar 2018 auf der Hofkoppel von Bauer Ingo Knop gegen den Weiterbau der K8 und die Enteignungspläne der Stadt Flensburg. – Foto: Henrik Johannsen

Desweiteren wird immer wieder behauptet, die Forderung nach der jetzigen Trassenführung und dem Ausbauvolumen sei aus dem Stadtteil Tarup gekommen. Das ist so nicht richtig, denn als ehemaliges Mitglied des Umwelt- und Planungsausschusses und der Ratsversammlung war ich an den Beratungen und der Entscheidung zur K 8 beteiligt. Ich habe im Übrigen aus guten Gründen keinem der Bebauungspläne zugestimmt.

Aber es ging damals bei den Beratungen und Entscheidungen zum K8-Ausbau und der Verlängerung (Bebauungsplan „Groß-Tarup – K8“ Nr. 272) in den Ausschüssen und der Ratsversammlung lediglich darum, eine Lösung zu finden, wie der Stadtteil verkehrlich entlastet und die Neubaugebiete zugleich besser angeschlossen werden könnten. Das war jedoch keine pauschale Zustimmung der Taruper zum Ausbau und zur Trassenführung der K8 in der dann beschlossenen, überdimensionierten und äußerst kostenträchtigen Variante.

Zumal die BürgerInnen und Verbände aufgrund des gewählten Planungsverfahrens auch gar keine Möglichkeiten hatten die Trassenführung und die Art und Weise des Ausbaus mit ihren Anregungen, Widersprüchen und Einwänden wirklich zu beeinflussen. Dazu wurden nämlich im Rahmen einer Salami-Taktik auf Vorschlag der Verwaltung die einzelnen Bauabschnitte alternativlos und ohne ein Planfeststellungsverfahren durch die Ausschüsse und die Ratsversammlung gewunken. Bei einem Planfeststellungsverfahren hätte es nämlich die entsprechenden Rechte der BürgerInnen und Verbände gegeben. Das hätte jedoch erheblich Zeit gekostet. Ebenso hätte sich das Fördermittelprocedere in die Länge gezogen. Das wollte die Mehrheit der Ratsfraktionen und die Verwaltung jedoch vermeiden. Allerdings gegen die Stimmen der WiF, der LINKEN, und anfangs auch gegen die Stimmen der Grünen und der FDP. Ab 2010 kam die AKOPOL-Fraktion als weiterer Gegner der Umgehung dazu.

Dass anschließend für diese Planungsfehler, für die die Verwaltung und die ProK8-Ratsfraktionen verantwortlich waren, Bauer Knop mit der Enteignung seiner Ländereien herhalten musste und jetzt lediglich eine kurze Atempause bekommen hat, empfinde ich auch als ehemaliger Kommunalpolitiker immer noch als einen nicht hinnehmbaren Skandal.

Zur Geschichte des Streits um die K8 untenstehend entsprechende Links zu Beiträgen und Hintergrundinformationen:

K8: „Baustopp, Baustopp – ja!“ – Erfolgreiche Protestaktion und Menschenkette auf der Hofkoppel von Bauer Knop in Tarup

K8: „Baustopp, Baustopp – ja!“ – Erfolgreiche Protestaktion und Menschenkette auf der Hofkoppel von Bauer Knop in Tarup

Eine Darstellung der Stadt Flensburg zum Konflikt um die K 8: K8 – Faktencheck  unter: https://www.flensburg.de/Startseite/K8.php?object=tx,2306.5&ModID=7&FID=2306.8427.1

Ein Beitrag auf Stadtblog Flensburg vom 16. Februar 2018:  Neue Homepage der Stadt Flensburg zur K8: Nebelkerzen und postfaktische Wahrheiten? unter: https://akopol.wordpress.com/2018/02/16/neue-homepage-der-stadt-flensburg-zur-k8-nebelkerzen-und-postfaktische-wahrheiten/

Auf der Sitzung der Flensburger Ratsversammlung am 15.02.2018 gabe es eine aktuelle Stunde zum Enteignungsverfahren und dem Streit über den Ausbau der K8. Zur Debatte dort und dem „Faktencheck“ der Stadt auch der Beitrag von Holger Ohlsen auf shz.de:  Enteigung von Bauer Knop : K 8: Stadt stellt Faktencheck online vom 19. Februar 2018 – Quelle: https://www.shz.de/19120456 ©2018

Ein Beitrag von Holger Ohlsen vom 29.1.2018 auf shz.de: Tarup-Umgehung Flensburg : K8: Baubeginn trotz Rechtsstreit – Quelle: https://www.shz.de/18945151 ©2018

Ein Beitrag von Antje Walther vom 9.11.2017 auf shz.de: Tarup-Umgehung Flensburg : Krokodilstränen für Bauer Knop – Quelle: https://www.shz.de/18276861 ©2018

In diesem Beitrag von Gunnar Domasch vom 17.06.2017 auf shz.de sind die alternativen Streckenführungen dargestellt: Für Ortsumgehung K8 : Enteignung in Tarup: Stadt fährt schweres Geschütz auf – Quelle: https://www.shz.de/17076086 ©2018

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer im AKOPOL-Blog vom 1.7.2015:  Tarup-Umgehung: Millionen in den Sand gesetzt? unter: https://akopol.wordpress.com/2015/07/01/tarup-umgehung-millionen-in-den-sand-gesetzt/

Wer erntet die meisten Seegras-Kartoffeln an der Flensburger Förde?

Blumen bauen Brücken: Ein grenzüberschreitender Wettbewerb

Wer am Seegras-Kartoffel-Wettbewerb teilnehmen möchte, braucht eine Kiste, Seegras und neun Kartoffeln. Es kann aber auch ein kleines Beet angelegt werden. Foto: Blumen bauen Brücken

Wer erntet die meisten Kartoffeln, die in Seegras angebaut wurden? Das Interreg5a-Projekt „Blumen  bauen Brücken – Blomster bygger broer“ sucht die Hobbygärtner oder Hobbygärtnerinnen in der deutschdänischen Grenzregion rund um die Flensburger Förde, die die meisten Kartoffeln ernten, die in Seegras gewachsen sind. Eingeladen sind insbesondere auch Vereine, Kindergärten oder Schulen in Deutschland und in Dänemark am Wettbewerb mitzumachen.

„Mit dem Wettbewerb will das Interreg-Projekt auf Seegras als wertvollen und nachhaltigen Rohstoff  aufmerksam machen, der für die Region typisch ist“, sagt Projektleiterin Iris Uellendahl. Seegras wurde  früher in Dänemark und im Norden Deutschlands vielseitig eingesetzt. Auf der Insel Læsø in Dänemark  kann man Häuser sehen, die mit Seegras gedeckt wurden. Seegras wird aber auch als Dämmmaterial beim  Hausbau eingesetzt oder als Füllstoff für Kissen und Matratzen. In der Landwirtschaft wird Seegras bzw.  Treibsel vor allem in Küstennähe seit jeher traditionell mit Mutterboden vermengt. „Seegras hat viele gute Eigenschaften: es schimmelt nicht, es wird von Milben und anderem Ungeziefer  gemieden und es verrottet nur schlecht. Das macht es so vielseitig einsetzbar“, sagt Kristian Dittmann, der  sich mit seinem Unternehmen Strand-Manufaktur in Kappeln für die nachhaltige Nutzung von Seegras  einsetzt, und den Wettbewerb mit entwickelt hat.

Auf der Insel Læsø im Kattegat kann man heute noch denkmalgeschützte Häuser besichtigen, deren Dächer aus Seegras sind. Foto: Læsø Museum

Einen festen Starttermin gibt es für den Wettbewerb nicht, dafür aber einen Erntetermin, nämlich bis zum 9. September 2022. „Es ist von der Kartoffelsorte abhängig, wann die Kartoffeln in den Boden gesetzt  werden müssen, um bis zum 9. September geerntet werden zu können“, sagt Kristian Dittmann.  Am 10. September 2022 lädt „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ alle Teilnehmer zu einem  gemeinsamen Abschlussfest nach Flensburg ein. Dann werden auch die Sieger gekürt. „Wir hoffen, dass  wir ganz viele Menschen und vor allem auch Schulen und Kindergärten begeistern können, die sich beim  Abschlussfest kennen lernen können“, so Iris Uellendahl.

Der Wettbewerb ist Teil des grenzüberschreitenden Gartenschau- und Tourismusprojektes „Blumen  bauen Brücken – Blomster bygger broer“. „Der Seegras-Kartoffel-Wettbewerb passt gut in unser  Gartenschau-Projekt, der Fokus auf Naturgärten und Nachhaltigkeit hat. Gleichzeitig wollen wir auf  ungewöhnliche Weise Urlauber auf unsere deutsch-dänische Grenzregion neugierig machen“, so Iris  Uellendahl.

Wer am Wettbewerb mitmachen möchte, kann sich beim Projektsekretariat per E-Mail info@bbbprojekt.e oder telefonisch 0461 / 85 2987 melden. Dort gibt es dann weitere Informationen.

Nützliche Tipps und praktisches Wissen, zum Beispiel wo Seegras zu finden ist, was es beim Anbau von  Kartoffeln in Seegras zu beachten ist und noch viele mehr, gibt es auch auf der Projekt-Homepage  www.bbbprojekt.eu unter „Aktuelles und Termine“.

CoCreation Day am 13. Mai: Deine Idee für eine smarte Grenzregion

Beim „CoCreation Day“ am 13. Mai im Husumer Kongresszentrum können sich Bürgerinnen und Bürger mit einer eigenen Idee für die smarte Grenzregion einbringen oder an den Ideen anderer mitarbeiten.

Im Rahmen des Modellvorhabens „Smarte Grenzregion zwischen den Meeren“, das vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit über zwölf Millionen Euro gefördert wird, sollen innerhalb der kommenden fünf Jahre viele smarte Lösungen in unterschiedlichen Bereichen in der Region geschaffen werden – von der Mobilität über Nahversorgung, Kultur und Tourismus bis hin zur Sicherung der kritischen Infrastruktur.

Die konkreten Projektideen sollen danach weiterentwickelt und auf Machbarkeit geprüft werden. Bereits am 20. Juni können die Bürgerinnen und Bürger Ihre ausgearbeiteten Konzepte im Flensburger Kino beim „CoCreation Pitch“ der Öffentlichkeit vorstellen. Die Zuschauer können dann direkt Rückmeldungen geben. Wer hier weiterkommt, kann anschließend einen ersten Prototypen bauen – etwa in Form einer in Grundzügen programmierten App oder als Modell aus Holz und Papier. Dieser wird dann auf dem „Summer of CoCreation“ vom 5. bis 7. September 2022 in Schleswig auf dem Gelände des Norden-Festivals präsentiert.

Sowohl der CoCreation Day als auch der CoCreation Pitch im Flensburger Kino sind als Präsenz- und gleichzeitig als Online-Veranstaltung konzipiert, damit sich jede und jeder aus der Region beteiligen kann.

Wann? Freitag, 13. Mai 2022, 14:00 – 19:00 Uhr
Wo? Nordseecongresscentrum, Am Messeplatz 12, 25813 Husum & online

Die Anmeldung zum CoCreation Day ist auf der Webseite smarte-grenzregion.de möglich.

Deutsche Umwelthilfe, Schutzstation Wattenmeer und WWF fordern: Keine neuen Ölbohrungen im Wattenmeer und Stopp der Ölförderung bis 2030

Protest von Umweltorganisationen heute vor der Bohrplattform Mittelplate – Foto: Polina Schneider

  • Öl- und Gasriese Wintershall Dea muss neue Bohrpläne stoppen

  • Wintershall Dea will bis 2069 Öl im Weltnaturerbe fördern

  • Organisationen demonstrieren vor Bohrplattform Mittelplate im Wattenmeer

Berlin, 6.5.2022: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die Schutzstation Wattenmeer und der WWF fordern den Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea auf, die Pläne für neue Bohrungen nach Erdöl im Nationalpark Wattenmeer sofort zu stoppen. Zusätzlich müsse die bestehende Ölförderung bis 2030 beendet werden, so die Organisationen, die ihre Forderung auch an die künftige Landesregierung Schleswig-Holsteins richten. Die Fortsetzung der Förderung auf der Mittelplate im sensiblen Weltnaturerbe-Gebiet Wattenmeer gefährdet den Erhalt der biologischen Vielfalt und widerspricht den Klimazielen. Bei einer Aktion in Sichtweite zur Mittelplate haben die Organisationen heute gegen die Pläne von Wintershall Dea demonstriert.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Neue Ölbohrungen mitten im Weltnaturerbe-Gebiet Wattenmeer: Das klingt wie eine Nachricht aus dem letzten Jahrtausend. Deutschland braucht dieses Öl nicht, für Klimaschutz und Natur sind die Bohrungen eine massive Bedrohung. Wintershall Dea muss im Hier und Jetzt ankommen und die Pläne sofort stoppen.“

Dazu Harald Förster, Geschäftsführer der Schutzstation Wattenmeer: „Im Wattenmeer – nur wenige Kilometer von sensiblen Lebensräumen wie den Salzwiesen entfernt – Erdöl zu fördern, ist ein massiver Eingriff in die Natur und gefährdet bei einem Unfall hunderttausende von Vögeln, die das Watt zur Nahrungssuche brauchen. Neue Ölbohrungen würden die Gefährdung für das Watt noch weiter erhöhen.“

Dazu Hans-Ulrich Rösner, Leiter Wattenmeerschutz beim WWF: „Ölförderung gehört nicht in einen Nationalpark und darf auch nicht ein Weltnaturerbe bedrohen. Ein großer Teil der weltweiten Ölvorräte muss im Boden bleiben, sonst kann Klimaschutz nicht funktionieren. Wir brauchen mit dem Jahr 2030 endlich ein Ausstiegsdatum aus der Ölförderung im Wattenmeer. Das ist zu schaffen, wenn die künftige Landesregierung sich ins Zeug legt.“

Hintergrund:

Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea betreibt auf der Mittelplatte im südlichen Teil des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer eine Bohr- und Förderinsel für Erdöl. Das schleswig-holsteinische Nationalparkgesetz lässt dies – gegen den Widerstand der Umweltorganisationen – zwar zu, beschränkt die Erdölbohrung und -förderung aber auf solche von der Bohr- und Förderinsel Mittelplate A.

Im Jahr 2019 stellte der Konzern den Antrag auf Erteilung einer Bewilligung zur Erweiterung des bestehenden Bewilligungsfeldes um ein Gebiet südlich davon, das sich ebenfalls vollständig im beziehungsweise unter dem Nationalpark sowie einem FFH- und EU-Vogelschutzgebiet befindet. Aus Sicht der Umweltorganisationen wäre eine solche Bewilligung rechtswidrig, da sie von der Ausnahmeregelung im Nationalparkgesetz nicht erfasst würde. Sie sehen sich in dieser Einschätzung durch ein Rechtsgutachten im Auftrag des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums aus dem Jahr 2020 bestätigt.

Einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leistet die Ölförderung der Mittelplate nicht. Sie befriedigt lediglich ein Prozent des deutschen Ölverbrauchs, das entspricht einer jährlichen Förderung von rund 1 Million Tonnen. Durch die neuen Bohrungen sollen lediglich rund 120.000 Tonnen im Jahr hinzukommen. Durch Energieeinsparmaßnahmen könnte dies viel einfacher substituiert werden. Dagegen hat die Internationale Energie Agentur in einer Studie im vergangenen Jahr hervorgehoben, dass ab 2021 keine neuen Förderprojekte begonnen werden dürfen, um das 1,5-Grad-Limit einzuhalten.

Darüber hinaus verlangen die Umweltorganisationen, dass auch die Bohr- und Förderinsel Mittelplatte selbst stillgelegt und zurückgebaut wird. Nur so kann der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer seinen Schutzauftrag erfüllen. Die Beendigung der Ölförderung im Wattenmeer ist zudem für den Klimaschutz erforderlich. Für diesen müssen weltweit auch große Mengen von Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben, damit sie nicht in Treibhausgase umgewandelt werden. Es liegt auf der Hand, dass dies in Schutzgebieten mit Priorität erfolgen kann und muss.

Projekt „Gut gehen lassen“ geht in die nächste Runde – Quartiersgeher*innen gesucht

Workshop im Modellgebiet „Flensburger Ypsilon“ und Untersuchungen zum Fußverkehr

Flensburg. Das Projekt „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ nimmt Straßen, Wege und Plätze aus der Perspektive der Fußgänger*innen genau unter die Lupe. Als Untersuchungsgebiet wurde der Bereich des sogenannten „Flensburger Ypsilons“ zwischen dem Neumarkt im Süden und Willy-Brandt-Platz im Norden bestimmt. Hier wird der Fachverband Fußverkehr FUSS e.V. im Monat Mai einen Fußverkehrs-Check durchführen. „Im Rahmen einer ausführlichen Ortsbegehung untersuchen wir die Verkehrssicherheit und die Annehmlichkeit des öffentlichen Raums für die verschiedenen Nutzergruppen – etwa Kinder, Senioren oder mobilitätseingeschränkte Personen“, erklärt Projektleiter Patrick Riskowsky. „Der prüfende Blick richtet sich beispielsweise auf Bordsteinabsenkungen und Barrierefreiheit, ausreichende Gehwegbreiten, sichere Fahrbahnquerungen und die gute Einsehbarkeit von Kreuzungsbereichen.“

Dabei wollen die Fußverkehrsexperten neben den festgestellten Mängeln auch auf gute Situationen hinweisen, um sowohl Stärken als auch Schwächen des Fußwegenetzes zu zeigen.
Aufbauend auf dem Fußverkehrs-Check wird FUSS e.V. einen Katalog mit Hinweisen und Verbesserungsvorschlägen zur Behebung der festgestellten Mängel und zur Förderung des Fußverkehrs insgesamt entwickeln. Die durch das Projekt „Gut gehen lassen“ gewonnenen Erkenntnisse lassen sich anschließend auch auf andere Stadtgebiete übertragen.

Engagement der Bürgerschaft ist gefragt
Der Bürgerschaft kommt bei diesem Projekt eine wichtige Rolle zu. Bürger*innen können sich in der eigenen Wohnumgebung als „Quartiersgeher*innen“ engagieren. Im Rahmen des Projekts „Gut gehen lassen“ möchte FUSS e.V. engagierte Bürger*innen dazu anleiten, einen Fußverkehrs-Check in ihrem Quartier selbstständig durchzuführen und Missstände sowie Verbesserungsvorschläge fachlich korrekt vorzutragen. Sie erhalten dazu einen Material-Koffer mit fachlichen Informationen und Anleitungen sowie eine persönlich begleitete Begehung vor Ort. Dabei handelt es sich um eine freiwillige ehrenamtliche Aufgabe, bei der jede*r Bürger*in selbst bestimmt, wie intensiv er oder sie sich für das Thema einsetzen kann und möchte. Die von den Quartiersgeher*innen bis Dezember 2022 eingebrachten Hinweise werden ebenfalls mit dem Projektbericht dokumentiert und Anfang kommenden Jahres als Ergebnis der Stadtverwaltung übergeben. Interessierte melden sich bitte mit einer kurzen, formlosen Mail an das Projektteam bei FUSS e.V.: fvs@fuss-ev.de.

Projektlaufzeit bis April 2023
Im Rahmen des Projektes „Gut gehen lassen“ wird es in diesem Jahr weitere Veranstaltungen geben. Am Mittwoch, den 18. Mai 2022, wird ein Workshop stattfinden, bei dem verschiedene Akteure der Stadt Flensburg mitwirken, unter anderem Vertreter der Stadtteilforen sowie weitere Interessensvertretungen. Bürger*innen, die sich als Quartiersgeher*innen ausbilden lassen wollen, können vorab ebenso an dieser Veranstaltung teilnehmen. Im Sommer und Frühherbst wird es außerdem eine Aktion im öffentlichen Raum und ein Parteiengespräch auf dem Gehweg geben.

Das Projekt läuft bis April 2023 und wird vom Bundesumweltministerium (BMUV) und vom Umweltbundesamt gefördert. Im Vorfeld hatten sich bundesweit 30 Städte beim FUSS e.V. um die Teilnahme an dem Projekt als Modellstadt beworben.

Interessierte Bürger*innen, die gerne am Projekt teilnehmen möchten, wenden sich gerne an fvs@fuss-ev.de.
Informationen zum bundesweiten Projekt finden Sie auf: www.fussverkehrsstrategie.de

Fridays for Future Flensburg lädt am 6. Mai zum Plakatebasteln an der Hafenspitze ein

Am Freitag lädt Fridays for Future Flensburg von 13 bis 17 Uhr an der Hafenspitze zum gemeinsamen Plakatebasteln anlässlich der Landtagswahl ein.

Kommt zahlreich – und danach zum Unterschriften-Sammeltraining des Bündnis Klimabegehren Flensburg um 19 Uhr im Borgerforeningen: https://klimabegehren-flensburg.de/event/sammelschulung/ Lasst uns das Wochenende zum Klimawochenende machen! #KlimabegehrenForFuture

digital._K: Gründungskonferenz eines regionalen Kulturnetzwerks am 24. Juni in der Dansk Centralbibliotek in Flensburg

Einige der Initiatoren von digital._K, von links: Tilman Köneke, Christian Prasno, Roald Christesen und Kai Juul Rasmussen. Foto: (C) digital._K

In doppeltem Sinne Grenzen überschreitend:
Neue Initiative „digital._K“ will Kunst, Kultur und Digitales regional vernetzen.

Jetzt anmelden!

Seit Ende 2021 tüfteln die Initiatoren von „digital._K“ an einer Idee: Sie wollen neue Verbindungen zwischen Kunst, Kultur und Digitalem in der Region herstellen. Das Digitale bietet faszinierende Möglichkeiten für Kunst und Kultur. Aber auch umgekehrt kann die Kunst sich mit dem Thema Digitales in aufregender Weise auseinandersetzen. Musik, Theater, Kulturbetrieb, Museum, Bücherei, Bildungseinrichtung – nahezu jeder Bereich ist betroffen.

Künstler*innen und Kulturschaffende können der Technologie ganz neue Ausdrucksweisen abgewinnen. Sie arbeiten zum Beispiel mit den Fehlern von Algorithmen oder kombinieren diese auf unerwartete Weise. Oder sie sind selbst Programmierer*innen und arbeiten mit Formeln und Frameworks, statt mit Pinseln und Farbpalette. Das Spannende ist manchmal nicht einmal das Produkt, sondern der Weg dorthin.

digital._K möchte die digitale Kreativität fördern, präsentieren, vertreten und Synergieeffekte in der Region herstellen. Dabei sollen nicht nur Menschen und Institutionen untereinander vernetzt werden, sondern auch neue Perspektiven und Möglichkeiten aufgezeigt werden ohne den kritischen Blick auf die digitale Entwicklung als solche zu vernachlässigen.
„Zusammen gestalten wir unsere technologische Welt. Darüber müssen wir uns ständig austauschen, wenn gute Ergebnisse für alle das Ziel sind“, erklärt Ideengeber Roald Christesen, der mit der Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig, dem Kunstverein In Kürze Kunst und define, einem Verein für elektonische und experimentelle Musik und Performance, optimale Partner gefunden hat.

Am Freitag, den 24.6.2022 ab 14 Uhr soll das Netzwerk etabliert werden, und zwar in Form einer Gründungskonferenz in der Dänischen Zentralbücherei in Flensburg. Alle Interessierten sind eingeladen und können als Mitgründer*innen von digital._K das Netzwerk aktiv mitgestalten.

Die Durchführung der Konferenz wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – Interreg.

Anmeldung zur Konferenz und weitere Infos unter www.digital-k.net

Marsch des Lebens am Holocaust-Gedenktag Jom haSchoa – Donnerstag, 28. April in Flensburg

MIT HERZ UND ZU FUSS

  • Erinnern

  • Versöhnen

  • Ein Zeichen setzen gegen Antisemitismus, Rassismus und für lsrael

Der Marsch des Lebens in Flensburg findet statt zum weltweiten Holocaust-Gedenktag, dem Jom haSchoa am 28.4.2022. Dazu gibt es ein umfangreiches Programm.

Aus der Einladung der Veranstalter:

Wir die Initiativgruppe, sind Christen aus Landes- und Freikirchen in Flensburg, unterstützt von Menschen aus dem öffentlichen Leben der Stadt und Menschen mit historischem Fachwissen.

Der Schwerpunkt für den Marsch des Lebens lautet in 2022 „Mit Herz und zu Fuß: Erinnern, Versöhnen und ein Zeichen setzen!“

Wir teilen die Einstellung der Organisatoren vom „Marsch des Lebens (MdL): „Wer sich aber von der Vergangenheit der eigenen Familie oder des eigenen Umfeldes treffen lässt und darüber persönlich spricht, kann etwas verändern und Herzen bewegen.“

Mit Herz und zu Fuß

Auch in unserer Stadt gab es vor 1945 jüdisches Leben, unter anderem sind die „Stolpersteine“* bis heute ein Zeugnis davon. Wir werden der Menschen am jüdischen Friedhof gedenken, die unter dem Nationalsozialismus gelitten haben und ihr Leben verloren. Wir werden anhand der Wohn- und Wirkungsorte der ehemaligen jüdischen Flensburger Bürger ihre Lebensgeschichten anschauen und damit erinnern und mahnen.

Auf der Abschlussveranstaltung an der Hafenspitze werden Menschen aus der Öffentlichkeit Stellung beziehen, dem „neuen“ Antisemitismus keinen Raum zu geben in unserer Flensburger Mitte. Es wird ein Zeichen gesetzt für die Solidarität mit den jüdischen Bürgern unserer Stadt, unseres Landes und dem Staat lsrael.

ABLAUF

12.00 Uhr:  Jüdischer Friedhof Friedenshügel

Am Friedenshügel 45, 24941 Flensburg
Anschließend Aufteilung in Gruppen am Parkplatz
Haupteingang Friedenshügel

13.00 Uhr:  Drei alternative Treffpunkte

a. Am Nordertor bei dem Wassertauf in der Nordstadt
b. Am Südermarkt, Nähe Bushaltestelle, Beginn: Am Holm
c. Gut Jägerslust im Stiftungsland Schäferhaus in Weiche

15.00 Uhr:  Abschlussveranstaltung an der Hafenspitze

Am Kanalschuppen 1, 24937 Flensburg

* Die Stolpersteine sind ein Projekt des Bildhauers Gunter Demnig und erlauben einen Blick auf die Namen und Einzelschicksale der Menschen hinter den monströsen Zahlen (Auszug aus Nr 1)

Weiterführende Literatur:

Stolpersteine (2021), Bernd Philipen
Hrsg.: Jüdische Gemeinde Flensburg

Juden in Flensburg (2.Auflage 4/2022), Bettina Goldberg
Hrsg.: Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte

Träger: Evangelische Allianz Flensburg

Spenden an IBAN DE10 2175 0000 0102 0850 72    BIC NOLADE 21 NOS

Stichwort: Marsch des Lebens Flensburg

Wir freuen uns auf lhre Spende

1. Mai 2022 in Schleswig – Kundgebung um 10:30 Uhr auf den Königswiesen

GeMAInsam Zukunft gestaltenlautet das Motto des DGB am 1. Mai 2021

Dieses Jahr ruft der DGB Schleswig am Tag der Arbeit um 10:30 Uhr zu  zu einer Kundgebung auf den Königswiesen auf.

mit:

Roland Tessars, ver.di

Juljana Engl, Azubi Gesundheitswesen

Miguel Fuchs, Jugendausbildungsvertretung

Holger Groteguth, stellv. Kreispräsident

und Felix Sommerfeld, Jugendsekretär

Veranstalter: DGB-Region S-H Nordwest, schleswig@dgb.de

Weitere Mai-Kundgebungen in der Region:

10 Uhr Demozug Flensburg Treffen von dem Gewerkschaftshaus, Große Str. 21-23
11 Uhr Flensburg Kundgebung vor dem Gewerkschaftshaus mit

11 Uhr Husum Kundegung vor dem Speicher, Hafenstraße 11 mit

11 Uhr Heide Kundgebung auf dem Südermarkt mit

10 Uhr Lägerdorf Gedenken am Mahnmal
11 Uhr Lägerdorf Kundgebung Liliencornschule mit 

Mai-Aufruf des DGB:

„GEMAINSAM ZUKUNFT GESTALTEN. 2022″

Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit 2022

Frieden, Gerechtigkeit und sozialer Zusammenhalt kommen nicht von selbst. Sie müssen immer wieder gemeinsam erkämpft werden. Die Menschen spüren das in diesem Jahr so intensiv wie seit vielen Jahren nicht mehr.

In diesen Zeiten tiefgreifender Veränderungen stehen die Gewerkschaften für ein solidarisches Miteinander. Gemeinsam gehen wir in diesem Jahr wieder auf die Straßen und Marktplätze und setzen am Tag der Arbeit ein sichtbares Zeichen für eine gerechte und friedvolle Zukunft. Denn wir wissen: Solidarität braucht Nähe!

Durch den brutalen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine sterben jeden Tag Menschen. Millionen Menschen, insbesondere Frauen und Kinder, sind auf der Flucht. Dieser Krieg ist auch ein Angriff auf die europäische Friedensordnung, die auf Freiheit, Menschenrechten, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit basiert. Unsere Botschaft zum 1. Mai lautet:

Solidarität, Frieden und Selbstbestimmung für die Ukraine! Wir sind geeint in der Überzeugung: Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder! Weltweit!

Mit rasanter Geschwindigkeit hat sich unser Leben in den vergangenen Jahren verändert. Klimaschutz, Digitalisierung und Globalisierung haben enorme Auswirkungen darauf, wie wir arbeiten, leben und konsumieren. Für uns ist klar: Diese wirtschaftliche und gesellschaftliche Transforma-tion können wir nur mit einer starken Mitbestimmung und einer hohen Tarifbindung erfolgreich gestalten. Gute Arbeit, nachhaltigen Wohlstand und sozialen Fortschritt gibt es nur mit einem Ausbau der Arbeitnehmerrechte und starken Gewerkschaften.

GeMAInsam Zukunft gestalten: sozial, ökologisch, demokratisch.

Die Menschen brauchen Sicherheit, gerade in Krisenzeiten und in Zeiten des Wandels. Daher fordern wir eine gute Qualifizierung der Beschäftigten für die Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt und eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik. Wir fordern die Erneuerung des Sicherheitsversprechens für einen solidarischen Sozialstaat mit guten Renten sowie einer Bürger- und Pflegevollversicherung. Sozialabbau zur Gegenfinanzierung der gegenwärtigen Krisen lehnen wir ab: Sozialabbau ist eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie!

Wir haben viel erreicht! Durch Kurzarbeit konnten in der Pandemie drei Millionen Arbeitsplätze gerettet und die Arbeitslosigkeit niedrig gehalten werden. Dass der Mindestlohn noch in diesem Jahr auf 12 Euro erhöht wird, ist auch unser Erfolg. Das kommt Millionen Menschen – besonders Frauen – im Land zugute.

In diesen Wochen finden Betriebsratswahlen in rund 28.000 Betrieben statt. 180.000 Betriebsrät*innen kämpfen für Gute Arbeit und sichere Beschäftigungsperspektiven. Das geht am besten mit und in Gewerkschaften!

Wir stehen für eine demokratische, gerechte und solidarische Gesellschaft und Arbeitswelt. Wir stehen für die solidarische Kraft der Vielen! Die Herausforderungen unserer Zeit können wir meistern, in Deutschland und Europa, wenn wir gemeinsam handeln und niemanden bei den Ver-
änderungen, die vor uns liegen, alleine lassen.

GeMAInsam Zukunft gestalten! Das ist unser Auftrag!

V.i.S.d.P.: DGB-Bundesvorstand, Reiner Hoffmann, Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin

1. Mai 2022 in Husum – Kundgebung um 11 Uhr vor dem Speicher in Hafenstraße

GeMAInsam Zukunft gestaltenlautet das Motto des DGB am 1. Mai 2021

Dieses Jahr ruft der DGB Nordfriesland am Tag der Arbeit um 11 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Speicher, Hafenstr. 11 auf.

mit:

Gabi Wegner, DGB Regionsgeschäftsführerin

Martin Bitter, IG Metall Rendsburg

Friedemann Magaard, Pastoir Husum

Moderation, Ralf Nissen, Vorsitzender DGB Kreisverband Nordfriesland

Veranstalter: DGB-Region S-H Nordwest, Kreisverband Nordfriesland husum@dgb.de

Weitere DGB Mai-Kundgebungen in der Region:

10 Uhr Demozug Flensburg Treffen von dem Gewerkschaftshaus, Große Str. 21-23
11 Uhr Flensburg Kundgebung vor dem Gewerkschaftshaus mit

10.30 Uhr Schleswig Kundgebung auf den Königswiesen mit

11 Uhr Heide Kundgebung auf dem Südermarkt mit

10 Uhr Lägerdorf Gedenken am Mahnmal
11 Uhr Lägerdorf Kundgebung Liliencornschule mit 

Mai-Aufruf des DGB:

„GEMAINSAM ZUKUNFT GESTALTEN. 2022″

Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit 2022

Frieden, Gerechtigkeit und sozialer Zusammenhalt kommen nicht von selbst. Sie müssen immer wieder gemeinsam erkämpft werden. Die Menschen spüren das in diesem Jahr so intensiv wie seit vielen Jahren nicht mehr.

In diesen Zeiten tiefgreifender Veränderungen stehen die Gewerkschaften für ein solidarisches Miteinander. Gemeinsam gehen wir in diesem Jahr wieder auf die Straßen und Marktplätze und setzen am Tag der Arbeit ein sichtbares Zeichen für eine gerechte und friedvolle Zukunft. Denn wir wissen: Solidarität braucht Nähe!

Durch den brutalen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine sterben jeden Tag Menschen. Millionen Menschen, insbesondere Frauen und Kinder, sind auf der Flucht. Dieser Krieg ist auch ein Angriff auf die europäische Friedensordnung, die auf Freiheit, Menschenrechten, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit basiert. Unsere Botschaft zum 1. Mai lautet:

Solidarität, Frieden und Selbstbestimmung für die Ukraine! Wir sind geeint in der Überzeugung: Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder! Weltweit!

Mit rasanter Geschwindigkeit hat sich unser Leben in den vergangenen Jahren verändert. Klimaschutz, Digitalisierung und Globalisierung haben enorme Auswirkungen darauf, wie wir arbeiten, leben und konsumieren. Für uns ist klar: Diese wirtschaftliche und gesellschaftliche Transforma-tion können wir nur mit einer starken Mitbestimmung und einer hohen Tarifbindung erfolgreich gestalten. Gute Arbeit, nachhaltigen Wohlstand und sozialen Fortschritt gibt es nur mit einem Ausbau der Arbeitnehmerrechte und starken Gewerkschaften.

GeMAInsam Zukunft gestalten: sozial, ökologisch, demokratisch.

Die Menschen brauchen Sicherheit, gerade in Krisenzeiten und in Zeiten des Wandels. Daher fordern wir eine gute Qualifizierung der Beschäftigten für die Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt und eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik. Wir fordern die Erneuerung des Sicherheitsversprechens für einen solidarischen Sozialstaat mit guten Renten sowie einer Bürger- und Pflegevollversicherung. Sozialabbau zur Gegenfinanzierung der gegenwärtigen Krisen lehnen wir ab: Sozialabbau ist eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie!

Wir haben viel erreicht! Durch Kurzarbeit konnten in der Pandemie drei Millionen Arbeitsplätze gerettet und die Arbeitslosigkeit niedrig gehalten werden. Dass der Mindestlohn noch in diesem Jahr auf 12 Euro erhöht wird, ist auch unser Erfolg. Das kommt Millionen Menschen – besonders Frauen – im Land zugute.

In diesen Wochen finden Betriebsratswahlen in rund 28.000 Betrieben statt. 180.000 Betriebsrät*innen kämpfen für Gute Arbeit und sichere Beschäftigungsperspektiven. Das geht am besten mit und in Gewerkschaften!

Wir stehen für eine demokratische, gerechte und solidarische Gesellschaft und Arbeitswelt. Wir stehen für die solidarische Kraft der Vielen! Die Herausforderungen unserer Zeit können wir meistern, in Deutschland und Europa, wenn wir gemeinsam handeln und niemanden bei den Ver-
änderungen, die vor uns liegen, alleine lassen.

GeMAInsam Zukunft gestalten! Das ist unser Auftrag!

V.i.S.d.P.: DGB-Bundesvorstand, Reiner Hoffmann, Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin

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