Archiv der Kategorie: Aufrufe

Aufrufe und Petitionen zu unterschiedlichen politischen Anliegen

Veranstaltung am 15.07.2020 im Hafermarkt Flensburg: Räumungen – Abschiebungen – Faschisierung

Veranstaltung zur aktuellen Situation selbstverwalteter Orte und Projekte in Berlin

Mittwoch 15.07 / 19:00 Uhr / Hafermarkt Flensburg

Die Veranstaltung findet draußen statt!

Überall sind linke und selbstverwaltete Orte vor Verdrängung und Räumung bedroht. In Berlin sind es nicht weniger als 4 Projekte, die innerhalb der nächsten Monate drohen mit einem massiven Bullenaufgebot „offiziell“ geräumt zu werden.
Die Kollektivkneipen „Meuterei“ und „Syndikat“, das autonome Jugendzentrum „Potse“, das anarcha-feministische Hausprojekt „Liebig 34“ samt Veranstaltungsraum „XB-Liebig“ und dem antifaschistischen „Infoladen Daneben“ haben sich zusammengeschlossen und bilden mit anderen Aktiven ein Netzwerk namens „Interkiezionale Solidarität“. Der erste anberaumte Räumungstermin steht nun für den 7. August (9 Uhr) fest. Es soll das „Syndikat“ treffen.

Doch auch abseits „rechtssicherer“ Räumungstitel, gehen die Angriffe auf selbstverwaltete Strukturen weiter.
Wie bereits 2016, drangen die Cops am 9.7. mit einem Großaufgebot in die Rigaer94 ein, begleitet von Bautrupps und Securities.

1Aug20DemoMit der offiziellen Begründung der Beweissicherung in 2 Wohnungen,  wird bis dato das gesamte Projekt belagert und vermeintlich besetzte Teilflächen geräumt.

Damit dieser Frontalangriff von Staat & Kapital nicht unbeantwortet bleibt, wird nun bundesweit zu einem „wütenden Räumungsauftakt“ am 1. August um 20 Uhr nach Berlin-Neukölln mobilisiert.

Wie wichtig es ist diese Orte mit allen Mitteln zu verteidigen, was die drohende Räumung mit den gesellschaftlichen Faschisierungstendenzen zu tun hat und warum wir dort alle hinfahren sollten, wollen wir am 15.07.2020, um 19:00 Uhr mit den Projekten aus Berlin und euch diskutieren.

Bis das geschieht, lest und verbreitet den Aufruf zur bundesweiten Demonstration: Räumungen – Abschiebungen – Faschisierung – Raus aus der Defensive // Demonstration am 01.08.2020 – 20 Uhr – Herrfurthplatz – Berlin/Neukölln

Räumungen – Abschiebungen – Faschisierung – Raus aus der Defensive // Demonstration am 01.08.2020 – 20 Uhr – Herrfurthplatz – Berlin/Neukölln

Raus aus der Defensive“ // Demonstration am 01.08.2020 in Berlin

https://de.indymedia.org/node/91172


black mosquito – duburgerstr. 47 – 24939 flensburg

https://black-mosquito.org/

 

Fridays for Future Flensburg ruft zum Sitzstreik auf der ZOB-Kreuzung am 19.06. auf

Protest im Rahmen eines landesweiten Aktionstages

Treffpunkt:
Freitag, 19.06.2020 um 14.00 Uhr
an der Hafenspitze Flensburg

Warum?

Ende August will der schleswig-holsteinische Landtag in Kiel über neue Klimaziele abstimmen.  Die Umweltaktivisten von Fridays for Future fordern den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um 80% zu vermindern, um das 1,5 Grad-Ziel und die Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten. Zurzeit will Schleswig-Holstein bis 2030 aber nur 55% der Treibhausgase einsparen, dabei hat Dänemark gerade eine Reduktion von 70% beschlossen.
Deshalb ist der 19.06. ein landesweiter Aktionstag, bei dem Aufmerksamkeit für das Thema erzeugt und mit dem auf die Landesregierung und den Landtag Druck ausgeübt werden soll, erheblich mehr für den Klimaschutz zu tun und striktere Klimaziele festzulegen.

Dazu finden in vielen Städten Schleswig-Holsteins am kommenden Freitag ganz unterschiedliche Protest-Aktionen statt. So auch in Flensburg, wo sich die Fridays for Future Aktivisten für einen Sitzstreik auf der ZOB-Kreuzung entschieden haben. Mitorganisatorin Paulina Friedrich und ihre Mitstreiter*innen möchten damit auch das Bewusstsein der Autofahrer*innen für das Thema Klimaschutz schärfen und mit ihnen wenn möglich über Alternativen zum Auto sprechen. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Hafenspitze, dann folgt ein kurzer Fußmarsch zur ZOB-Kreuzung, wo eine etwa 20-30minütige Sitzblockade stattfinden wird. Mit den Behörden und der Polizei wurden entsprechende Vereinbarungen getroffen, so dass ein ordnungsgemäßer und sicherer Ablauf der Veranstaltung gewährleistet ist.

Jeder ist willkommen, Paulina Friedrich weist aber daraufin, dass die Corona-Hygieneregeln unbedingt eingehalten werden müssen, das Tragen von Masken und die Einhaltung der Abstandsregeln seien zwingend notwendig. Gleichzeitig soll auf das Rufen von Demosprüchen während der Blockade verzichtet werden.

Sitzblockade auf der ZOB-Kreuzung anlässlich der bundesweiten Klimastreik-Demo von Fridays for Future am 20.09.2019 – Foto: Jörg Pepmeyer

Solidarität mit dem #GeorgeFloydMovement – Silent Protest am 6. Juni an der Hafenspitze

Nein zu Rassismus!

Gemeinsam sind wir STARK!

Wir, eine Gruppe Jugendlicher aus Flensburg, haben sich an die Black Lives Matter Gruppierung aus Deutschland angeschlossen.
Gemeinsam, mit ganz Deutschland, wollen wir am

Samstag, den 6.6.2020 um 14:00 Uhr

einen Silent Protest an der Hafenspitze

halten. Dazu wollen wir euch alle einladen, um gemeinsam für Gerechtigkeit und gegen Rassismus zu demonstrieren.

Werben und Reposten ist sehr erwünscht!
https://www.facebook.com/events/1177004559320262/

Siehe auch den Bericht zur Veranstaltung: Black Lives Matter: Über 1.000 Menschen beim Silent Protest an der Flensburger Hafenspitze
unter: https://akopol.wordpress.com/2020/06/07/black-lives-matter-ueber-1-000-menschen-beim-silent-protest-an-der-flensburger-hafenspitze/

Ein klares „Nein zur #Abfckprämie!“ auf dem Südermarkt

attac- und Umweltaktivist Günter Strempel spricht zu den Kundgebungsteilnehmenden auf den Südermarkt

Für eine radikale Verkehrswende – Auch in Flensburg!

Ein Beitrag und Fotos von Jörg Pepmeyer

Rund 50 Teilnehmende zählte heute Nachmittag eine Kundgebung gegen die Abwrackprämie  auf dem Südermarkt in Flensburg. Aufgerufen hatte dazu im Rahmen des bundesweiten „Aktionstag gegen die geplante Abwrackprämie“ das Bündnis Sand im Getriebe, dem die Flensburger Sektionen von attac, des ADFC, des VCD, die Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg sowie weitere zivilgesellschaftliche Verbände und Einzelpersonen folgten. Anlass war das heftige Bemühen der großen Autokonzerne sich vom Staat mit der umstrittenen Abwrackprämie Milliarden Euro schenken zu lassen.

Auch die Aktivist*innen der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg waren mit dabei

Günter Strempel, attac- und Umweltaktivist machte in seiner Ansprache im Namen der Anwesenden jedoch klar, dass dies der falsche Weg sei. Anstatt wieder mal Milliarden den Autokonzernen in den Rachen zu schmeißen, bräuchte es dieses Geld für den Ausbau einer alternativen und ökologischen Verkehrsinfrastruktur. Es sei höchtse Zeit für eine radikale Verkehrswende und eine Konversion der Autoindustrie.

Seit zwei Wochen verhandeln die Autoindustrie und die Bundesregierung in Berlin. Zwar sei der für kommenden Dienstag geplante Autogipfel zwischen der Bundesregierung und dem Verband der Automobilindustrie abgeblasen worden. Die Regierung, so heißt es, habe noch internen Abstimmungsbedarf für den Koalitionsausschuss, der für den gleichen Tag (2. Juni) vorgesehen ist. Jedoch sei die Abwrackprämie weiter auf der politischen Agenda. Sollte die Abwrackprämie tatsächlich kommen, würde das, so Günter Strempel, allen Bemühungen um Klimaneutralität und Umweltschutz Hohn sprechen. Man würde genauso weiter machen, wie bisher, mit allen negativen Folgen für Mensch und Umwelt. Zudem wäre auf Jahre hinweg kein Geld mehr da, um eben andere, ökologisch nachhaltige Verkehrskonzepte umzusetzen, die Städte autofrei zu bekommen, den ÖPNV und die Bahn zu stärken. Deshalb gelte es die Abwrackprämie zu verhindern.

Mit seinen Ausführungen erntete Günter Strempel nicht nur bei den anwesenden Aktivist*innen viel Applaus. Auch zahlreiche Passant*innen machten in den Diskussionen an den Infotischen ihrem Ärger Luft. Besondere Kritik gab es daran, dass letztlich die Steuerzahler*innen für die Versäumnisse und Fehler der großen Automobilkonzerne zur Kasse gebeten werden sollen. Und sicherlich macht es sich auch nicht gut, wenn ein Automobilkonzern, wie BMW 40.000 Arbeiter*innen in Kurzarbeit schickt, sich das Kurzarbeitergeld von den Beiträgen der Versicherten zahlen lässt, um anschließend fast 1,6 Mrd. Euro Dividende an die Aktionäre zu zahlen. Davon allein rund 800 Mio. Euro an die Familien Klatten und Quandt.

Lebhafte und spannende Diskussionen am Rand der Kundgebung – Unterstützung bekam die Veranstaltung auch durch zwei an einem Haus befestigte Banner, in der Ecke oben links zu sehen: #FIGHT EVERY CRISIS – KLIMA GERECHTE ZUKUNFT

Zum bundesweiten „Aktionstag gegen die geplante Abwrackprämie“ siehe auch folgenden Link: https://sand-im-getriebe.mobi/aktionstag-29-mai/

Aufruf zur Kundgebung „Keine Kohle für Klimakiller!“ am 29.05. um 15 Uhr auf dem Südermarkt Flensburg

Keine Kohle für Klimakiller! Verkehrswende statt Abwrackprämie!

Kundgebung auf dem Südermarkt
am Freitag, den 29.05.2020 um 15.00 Uhr

Am 2. Juni entscheidet die Regierung über ein weiteres Konjunkturpaket zur Ankurbelung der Wirtschaft nach der Corona-Krise. Die Autokonzerne stehen diesmal in der ersten Reihe und halten die Hand auf. Die Regierung (sprich: die Steuerzahler*innen) sollen die Neuanschaffung eines PKWs – egal, ob Elektro, Diesel oder Benziner – mit mehreren 1000 € subventionieren.

Wir sagen NEIN! zu diesen Plänen. Keine Steuermilliarden für Unternehmen mit Milliardenrücklagen!
Das heutige System der Mobilität wird einseitig vom Automobilismus dominiert – zu Lasten des Klimas und kommender Generationen und mit der Folge, dass unsere Städte immer mehr an Lebensqualität
verlieren. Die gegenwärtige Krise bietet eine Chance, endlich den Verkehr sozialökologisch umzugestalten.

Statt neuer Subventionen für die Autoindustrie klimagerechte Mobilität für alle!
– Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel Bahn und Bus
– Förderung von Fahrrädern und E-Bikes
– Verbesserung der Situation für Fußgänger*innen
– Umbau von Straßen zugunsten der Fußgänger*innen und des Radverkehrs

Vor Ort ist auch der VCD Flensburg mit der von VCD, adfc und Aktionsgruppe Klima Flensburg
initiierten Postkartenaktion “Für ein klimafreundliches Flensburg”.

Wir bitten alle Teilnehmer*innen der Kundgebung, sich entsprechend den geltenden Corona-Regeln zu
verhalten. Tragt Masken und haltet mindestens den vorgeschriebenen Abstand ein, um euch und andere zu schützen.

Regionalgruppe ATTAC-Flensburg v.i.S.d.P.: Günter Strempel, flensburg@attac.de

Den Flyer zur Veranstaltung gibt es hier

Mehr zum globalisierungskritischen Netzwerk attac unter: https://www.attac.de/

Zum bundesweiten „Aktionstag gegen die geplante Abwrackprämie“ ruft übrigens nicht nur ATTAC auf.
Über 50 weitere Organisationen sind auch noch dabei 🙂
– siehe folgenden Link

Public Climate School: eine Woche Klima für alle auch in Flensburg

Am Montag, 25. Mai eröffneten die Students for Future die digitale Public Climate School (PCS) im Sommersemester 2020 mit einer Presse-Auftaktveranstaltung, die zeitgleich in zahlreichen Städten deutschlandweit stattfand. Die PCS will vom 25.-29. Mai, den aktuellen Stand der Klimawissenschaft aus den Hochschulen hinaus und unter die Menschen bringen. Die Students for Future fordern die Hochschulen auf, endlich ihrer Verantwortung nachzukommen und Zukunft zu gestalten. Hochschulen sind Teil der Lösung für eine ökologische und gerechte gesellschaftliche Transformation.
Das Leben auf dem Hochschulcampus und damit auch der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ist während der Corona-Pandemie stark heruntergefahren. Die Students for Future möchten Wissenschaft und Gesellschaft wieder näher zueinander bringen und haben heute mit einer Auftaktaktion ein Wiederbelebungsprogramm ins Leben gerufen:

Auftaktevent
Um die Klimawoche einzuleiten, wurden öffentliche Plätze in Berlin, München, Kiel, Mainz, Halle, Ludwigsburg, Bochum, Saarbrücken und Dortmund zu Vorlesungssälen für Open-Air-Vorträge umgestaltet unter dem Motto ,Wer hört den Klimawissenschaftler*innen jetzt zu?‘. Die symbolischen Auftaktveranstaltungen wurden nicht öffentlich beworben, um die Teilnehmer*innenzahl begrenzen zu können und den Corona-Regelungen zu folgen.

Programm und Umsetzung
Ein bundesweiter Livestream über YouTube bietet ein vielfältiges Programm, das aus Angeboten der unterschiedlichen Ortsgruppen zusammengestellt ist. Der ,Stundenplan“ ist gefüllt mit Veranstaltungen von Persönlichkeiten wie dem Klimaforscher und Autor Mojib Latif, dem Ethnologen Mihir Sharma mit einer kritischen Betrachtung der Klimabewegung und Aie Al Khaiat-Gornig, Wissenschaftlerin und Autorin bei Utopia. Thematisch ist die PCS ein interdisziplinärer Querschnitt von naturwissenschaftlichen Grundlagen bis zu ethischen und politischen Verbindungen zur Klimakrise. Der bundesweite Stundenplan und weitere Informationen sind unter http://www.studentsforfuture.info zu finden.
Insgesamt gestalten über 16 Students for Future Ortsgruppen das Programm mit über 500 Mitwirkenden. Es werden online 15.000 Besucher*innen erwartet.

Die Students for Future richten damit einen lauten Appell in Richtung der Hochschulen: „Hochschulen müssen dringend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Klimakrise für alle Menschen zugänglich machen“, sagt Emanuel Pilot von Students for Future.

Freya Stoermer von Students for Future ergänzt: „Hochschulen sind Vorbilder und müssen sich endlich zum Ziel setzen, klimaneutral zu werden und die Problematik der Klimakrise in Lehrplänen fest verankern. Jetzt ist die letzte Chance, um sich zu engagieren, weil nur noch wenige Jahre bleiben, bis die Erderhitzung nicht mehr unter 1,5 Grad Celsius zu halten ist.“
Sie finden Bilder der Auftaktaktion aus ganz Deutschland zur freien Verwendung im Anhang.
Students for Future

Die AG Students for Future ist eine Arbeitsgruppe von Fridays for Future, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, das Thema Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit an die Hochschulen zu bringen. So möchten die Studierenden bewirken, dass Hochschulen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachgehen. Hochschulen sind Teil der Lösung für eine gesellschaftliche Transformation hin zu einer ökologischen und gerechten Zukunft.

Mehr Infos zum Programm und Ablauf auf der Website unter: https://studentsforfuture.info/public-climate-school/

Das Programm

Petition: Aufnahme von Flüchtlingen von den griechischen Inseln in Schleswig-Holstein

Jetzt mitzeichnen!

Liebe Landesregierung,
lieber Herr Günther!

Das Land Schleswig-Holstein möge sich bitte angemessen an der Aufnahme und Verteilung der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln beteiligen und voran gehen.

Es sind ausreichend Kapazitäten in unserem Land vorhanden, insbesondere sollten sofort alle unbegleiteten Kinder und Jugendliche aufgenommen werden.

Bitte holen Sie die Menschen aus der Hölle heraus!

Bsp.Moria: 20000 Geflüchtete, 167 Menschen teilen sich eine Toilette, 242 teilen sich eine Dusche.

Nicht auszudenken, wenn dort das Corona Virus zuschlägt!

Bitte werden Sie jetzt aktiv, noch ist Zeit zur Evakuierung, wir machen uns alle mitschuldig, wenn wir nichts tun..

Swantje Schmagold-Trocha
aus Winnemark

Petition unterzeichnen hier

Flensburg ist regenbogenbunt – Illuminierung des Rathauses vom 15. bis 18. Mai

Rainbow-Days 2020

Flensburg. Auch wenn aufgrund der aktuellen Covid-19 Maßnahmen die Rainbow-Days nicht in ihrer üblichen Form gemeinsam begangen und gefeiert werden können, setzt Flensburg ein deutliches Signal für eine Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Identität frei und sicher leben können.

Zwar wird das ursprünglich für 8.-17. Mai 2020 geplante Programm vom offenen Arbeitskreis Vielfalt nicht stattfinden. Flensburgs deutliche Botschaft gegen Diskriminierung, Gewalt und Homophobie wird aber auch dieses Jahr in die Öffentlichkeit getragen: dieses Mal gemeinsam mit der Flensburger Akzeptanz-Kampagne „Flensburg liebt dich – so wie du bist!“

Die Rainbow Days sollen unsere Gesellschaft sensibilisieren und die Botschaft aussenden, dass alle Lebensentwürfe willkommen sind – egal ob lesbisch, schwul, bi, trans*, inter*, pan-, asexuell, hetero oder irgendwo dazwischen. Denn leider gehören Vorurteile und Diskriminierungen gegenüber Menschen, die sich nicht geschlechtstypisch nach den tradierten Vorstellungen der Gesellschaft verhalten, immer noch zum Alltag.

Flensburgs Gleichstellungsbeauftragte Verena Balve unterstreicht gemeinsam mit Alexander Klindworth-März, Leiter der Stabsstelle Integration, den klaren Schulterschluss zum Thema Akzeptanz und Respekt im vielfältigen Flensburg. Sichtbar für alle werde das respektvolle Miteinander in dieser Woche auch durch die Beflaggung des Flensburger Rathauses mit Regenbogenflaggen sowie durch Banner an der Rathausfassade.

Als besonderes Signal wird das Rathaus zudem vom 15. bis zum 18. Mai in den Farben des Regenbogens, als weltweites Symbol für Akzeptanz und Vielfalt von Lebensformen, beleuchtet. Die gemeinsame Idee von Arbeitskreis Vielfalt und Stadt Flensburg markiert zugleich ein kleines Jubiläum: Vor fünf Jahren, im Februar 2015, trat Flensburg auf Beschluss der Ratsversammlung als erste Kommune Schleswig-Holsteins dem landesweiten Bündnis für Akzeptanz und Respekt bei. Finanziert wird die Aktion von der Stadt Flensburg und dem Landesaktionsplan.

Oberbürgermeisterin Simone Lange betont einmal mehr die Bedeutung einer klaren Haltung: „Wir zeigen Flagge und bekennen Farbe. Und das gleich in doppelter Hinsicht. Eine offene Gesellschaft muss allen Menschen ermöglichen, jederzeit und an jedem Ort ohne Angst verschieden sein zu können. Unsere Flensburger Botschaft bleibt ehrlich und ernstgemeint: Flensburg liebt dich. So wie du bist!“

Tag der Pflege am 12.5.: Kundgebung am Burgplatz in Flensburg

Flensburger DIAKO-Krankenhaus, gegenüber vom Burgplatz

Es gibt keinen gesunden Kapitalismus – Krankenhauspersonal schützen!

Kundgebung zum Tag der Pflege 12. Mai, 10-12 Uhr am Burgplatz vor der Diako

Wir rufen alle auf, insbesondere ver.di und aktive Gewerkschafter*innen, die solidarisch mit den Pfleger*innen und authentisch für ein soziales Gesundheitswesen sind.

Sicherheitsabstand und Masken nicht vergessen.

Obwohl uns Zustände wie in Wuhan, Bergamo und New York bisher erspart blieben, ist das Krankenhauspersonal einer großen Belastung und Gefahr ausgeliefert. Pflegenotstand, Lieferengpässe und Studien zeigen, dass wir alles andere als gut vorbereitet sind. Die Intensivpflegebetten sind schon jetzt zu 80-90% ständig belegt, Flensburg hat kein eigenes Labor zum testen, das Personal wird kaum getestet und bundesweit fehlt es an 160.000 Pfleger*innen!

Dies passiert vorallem aufgrund der Marktunterwerfung des Gesundheitssystems durch das Fallpauschalensystems und Privatisierungen. Gesundheit darf keine Ware sein!

Wir fordern:

– Ersetzung des Fallpauschalensystems durch eine bedarfsorientierte Finanzierung.

– Gesundheitssystem und Pharmakonzerne verstaatlichen bzw. rekommunalisieren und unter demokratischer Kontrolle der Beschäftigten.

– 500€ Corona-Zulage und dauerhaft 500€ mehr für alle, die im Gesundheitssystem arbeiten.

– Einstellung von 160.000 neuen Pfleger*innen und einen sozialen Personalschlüssel

– Abschaffung der Zwei-Klassen-Medizin: Eine gesetzliche und soziale Krankenversicherung für alle.

Verantalter*innen:

SAV – Sozialistische Alternative Flensburg

DFG-VK Flensburg Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

DKP Flensburg – Deutsche Kommunistische Partei

Kundgebung am 12. Mai im Carlisle Park: Wald ist Zukunft – Bahnhofswald retten!

Aufruf zur Kundgebung im Carlisle-Park
am Dienstag, d. 12.Mai 2020 um 11.00 Uhr

Umdenken ist an der Zeit! Natur verlangt mehr denn je unseren Schutz. Und das gilt insbesondere für ein Stück Natur, das vor unserer Haustür liegt. Mitten in der Stadt blieb er bis heute erhalten und ist nun akut bedroht: der Flensburger Bahnhofswald. Er bietet dringend benötigten Lebensraum für eine Vielzahl von Vögeln und streng geschützte Fledermausarten. Innerstädtische Wälder sind unschätzbar wertvolle Refugien der Artenvielfalt in Zeiten des schlimmsten Artensterbens seit der Zeit der Dinosaurier. Trotzdem sollen wertvolle Bäume gefällt werden für den Bau eines Hotels und eines Parkhauses.

Hier zwei weitere Betonburgen hinzusetzen steht in krassem Widerspruch zu allen Klimaschutzzielen, die von der Flensburger Kommunalpolitik verkündet wurden. Die vorliegenden Pläne offenbaren ein veraltetes Verkehrskonzept und einmal mehr die alte Orientierung an Wachstum und Profit.

Kein Wunder, dass sich der Widerstand gegen das Bauvorhaben immer stärker formiert. Ablesbar an unzähligen, ablehnenden Stellungnahmen von Naturverbänden, Beiräten und Einzelpersonen; eine Online-Petition wurde mehr als 78.000 mal unterschrieben.
Wir wollen diesen Widerstand auch in Corona-Zeiten sichtbar machen bei einer Kundgebung in unmittelbarer Nachbarschaft des Bahnhofswalds: Wir treffen uns auf der großen Rasenfläche im Carlislepark am Dienstag, den 12. Mai 2020 um 11.00 Uhr!
Mitglieder der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg bereiten eine Baum-Aktion vor, die bildlich zum Ausdruck bringt, warum Wald Zukunft bedeutet.

Alle, die kommen wollen, um den Widerstand gegen das Bauvorhaben zu unterstützen, bitten wir, sich entsprechend den geltenden Corona-Regeln zu verhalten. Tragt Masken, um andere zu schützen, und haltet mindestens den vorgeschriebenen Abstand ein, um euch selbst nicht zu gefährden.

V.i.S.d.P.: Christiane Schmitz-Strempel, flensburg@attac.de

Mehr zum Thema Bahnhofswald und dem geplanten Hotel- und Parkhausprojekt hier

75 Jahre Kriegsende – 75 Jahre Befreiung von der Naziherrschaft

Gedenken in Pandemiezeiten

Flensburg. Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg und damit wurde auch die Terrorherrschaft des Hitlerregimes beendet. Einen Tag der Befreiung nannte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker den 8. Mai, den Tag des Kriegsendes, in seiner Rede zum 40. Jahrestag vor dem Deutschen Bundestag.
Wenn ein solcher Jahrestag in diesen Pandemiezeiten auch nicht mit einer großen Veranstaltung gewürdigt werden kann, wollen Oberbürgermeisterin Simone Lange und Stadtpräsident Hannes Fuhrig den Opfern von Krieg und Gewalt angemessen gedenken.
Am Freitag, den 08. Mai, werden sie ab 12:00 Uhr an verschiedenen Gedenkorten auf dem Friedhof Friedenshügel Blumen und Kränze niederlegen. Folgender Ablauf ist vorgesehen:

VVN-Ehrenmal und Gräberfeld der KZ-Opfer
Gräberfeld der deutschen und dänischen Kinder
Gräberfeld der polnischen Zwangsarbeiter*innen und Kinder
Shoa-Mahnmal auf dem Jüdischen Friedhof
Grabanlage der sowjetischen Kriegsgefangenen
Grabanlage Abteilung Ostarbeiter der sowjetischen Zwangsverschleppten und ihren Kindern

Eine öffentliche Veranstaltung in größeren Rahmen ist derzeit nicht möglich, aber jede/r Friedhofsspaziergänger*in ist – mit gebotenem Abstand – herzlich willkommen dieses Gedenken zu begleiten.
Um 15:00 Uhr werden der Stadtpräsident und die Oberbürgermeisterin am Hebroni-Denkmal vor dem Polizeigebäude eine neue Informationstafel der Öffentlichkeit übergeben.

8. Mai in Flensburg – Gedenkveranstaltung und antifaschistischer Spaziergang

Deserteursdenkmal in der Roten Straße – Foto:  Wikimedia Commons

Vor 75 Jahren wurde am 8. Mai der Faschismus durch die Alliierten, Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen zerschlagen.
Daran wollen wir am 8. Mai in Flensburg erinnern

Treffpunkt um 13.00 Uhr am Deserteursdenkmal in der Roten Straße

Antifaschistischer Spaziergang durch die Fußgängerzone zum Hebroni-Denkmal gegenüber dem Polizeipräsidium in angemessenem Abstand von mindestens 2 Metern auch gegenüber den Passanten.
Es können Blumengestecke abgelegt werden.

Die Lehren des 8. Mai umzusetzen, bedeutet für uns:

  • AfD, NPD und ihren Verbündeten entgegenzutreten und sie aufzuhalten,
  • das Treiben gewalttätiger und mordender Neonazis zu unterbinden, ihre Netzwerke in
    Polizei, Bundeswehr aufzudecken und aufzulösen,
  • einzugreifen, wenn Migranten, Jüdinnen und Juden, Muslime, Roma und Sinti und
    andere, die nicht in das faschistische Weltbild von Nazis passen, beleidigt und
    angegriffen werden,
  • offene Grenzen und ein Bleiberecht für alle politisch durchzusetzen
  • für eine solidarische und sozial gerechte Gesellschaft zu kämpfen,
  • Kriege zu beenden und Militär abzuschaffen.

Entsprechend dem Spruch von Buchenwald:
„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung.
Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Wir fordern die schleswig-holsteinische Landesregierung und den Kieler Landtag auf, angesichts der besonderen historischen Bedeutung des 8. Mai, diesen zukünftig zum arbeitsfreien und gesetzlichen  Feiertag, “Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg” zu erklären.

Veranstalter: VVN-BdA Flensburg, DFG-VK Flensburg

Siehe auch:
8. Mai – Gedenken auf dem Friedenshügel in Flensburg
Einladung zum gemeinsamen Gedenken auf dem Friedenshügel in Flensburg
am Freitag, den 8. Mai 2020 um 12 Uhr unter:
https://akopol.wordpress.com/2020/05/06/8-mai-gedenken-auf-dem-friedenshuegel-in-flensburg/

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