Archiv der Kategorie: Stadtwerke Flensburg

Hier finden sich Artikel und Material über die Stadtwerke Flensburg

Flensburgs Wärmeverbrauch sinkt

Fernwärmeabsatz der Flensburger Stadtwerke sinkt aufgrund der milden Witterung

Flensburg: Die ersten beiden Monate des Jahres 2020 waren deutlich wärmer als sonst. Das spiegelt sich auch im Wärmeverbrauch wider. Er geht merklich zurück.

Im Vergleich zum Vorjahr um fast 9% und im Vergleich zum geplanten Absatz noch stärker um rund 12% zurück (die Planmenge errechnen die Stadtwerke immer aus dem durchschnittlichen Verbrauch der letzten fünf Jahre). Thomas Räther, Geschäftsbereichsleiter für die Stadtwerke-Netze, bewertet das aufs Jahr: „Da wir rund ein Drittel unseres Jahresabsatzes in den ersten beiden Monaten des Jahres tätigen, fällt ein derartiger Rückgang schon stark ins Gewicht.“

Dirk Roschek, Leiter der Erzeugung ergänzt: „Das entspricht einem Rückgang beim Wärmeabsatz von mehreren tausend Haushalten.“

Hauptgrund für den Rückgang: Die höhere Durchschnittstemperatur. Sie lag im Januar 2020 bei 6,1° C, im Januar 2019 war es mit 2,7° C mehr als doppelt so kalt. Im Februar näherten sich die Jahre an und die Temperaturen lagen „nur“ ein halbes Grad auseinander. Im Vergleich zum Mittelwert der letzten zehn Jahre waren Februar 2019 und 2020 aber mehr als doppelt so warm wie üblich.

An der Anzahl der Wärmekunden hat der Absatzrückgang auf jeden Fall nicht gelegen. Hier konnten die Stadtwerke die Anzahl der Anschlüsse von 18.644 auf über 19.000 erhöhen. Neuen Kunden in den Neubaugebieten, aber auch „Nachverdichtungen“ sorgten hier für den Zuwachs. „Nachverdichtungen“ sind einige wenige Häuser in Flensburg, die aufgrund baulicher Besonderheiten oder einer speziellen Lage noch keinen Wärmeanschluss hatten.

Stadtwerke Flensburg beleuchten Bergmühle – von innen

Flensburg: Die Stadtwerke haben zusammen mit ihren Auszubildenden die Innenbeleuchtung der denkmalgeschützten Bergmühle auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Finanziert wurde die Renovierung über Spenden von Mitarbeitern, Kunden, Besuchern und der Stadtwerke.

Letztes Jahr wandte sich Jürgen Beuse, 1.Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung der Bergmühle e.V., mit einer Bitte an die Stadtwerke: „Die Beleuchtung unserer Bergmühle ist total veraltet und in unserem Veranstaltungsbereich können wir das Licht überhaupt nicht an die jeweilige Stimmung anpassen. Können die Stadtwerke uns nicht bei der Erneuerung finanziell unterstützen?“

Die Stadtwerke haben daraus ein Auszubildendenprojekt gemacht, bei denen die Stadtwerke-Azubis das Gelernte mit hohem Praxisbezug umsetzen konnten.

Volker Hinrichs, der die Auszubildenden technisch betreut hat, freute sich über die Abwechslung: „Es hat richtig Spaß gemacht, mit den jungen Leuten in der Bergmühle zu arbeiten. Die Beleuchtung ist richtig gut geworden und passt vom Stil her perfekt in die mehr als 200 Jahre alte Bergmühle.“

Das Material für die neue Beleuchtung haben die Stadtwerke über Spenden finanziert. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Stadtwerke-Chronik und der Abgabe des Rezeptkalenders gegen eine freiwillige Spende an Kunden, Mitarbeiter und Besucher gingen an den Verein zur Erhaltung der Bergmühle. Dieser wurde im November 1981 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Funktionsfähigkeit der 1792 erbauten Getreidemühle zu erhalten und ist dafür auf Spenden angewiesen.

Die Bergmühle ist die letzte voll funktionsfähige Windmühle in Flensburg und steht unter Denkmalschutz. In diesem Jahr wird sie eine neue Kappe und neue Flügel erhalten und sich dann auch wieder drehen. Der Speicher kann für öffentliche und private Veranstaltungen gebucht werden.

Insgesamt sind aus den Sammelaktionen rund 1.200 Euro zusammengekommen. Die Stadtwerke „runden“ das Ganze auf 1.500 Euro auf, die die Bergmühle als Spende erhält.

 

Flensburg verliert beim Stromverbrauch eine kleine Stadt

Flensburg: Der Stromverbrauch Flensburgs ist in den letzten 10 Jahren um rund 14% gesunken. Laut einer Statistik der Stadtwerke lag er im Jahr 2009 noch bei 436 Gigawattstunden (GWh), zehn Jahre später in 2019 waren es noch 374 GWh. Hauptgrund sind die gesunkenen Verbräuche im Gewerbe- und Industriekundenbereich.

Der Rückgang des Verbrauchs von 62 Millionen Kilowattstunden entspricht, umgerechnet auf den durchschnittlichen Verbrauch von drei-Personen-Haushalten, einer kleinen Stadt mit 12.000 Einwohnern. Am stärksten ging der Stromverbrauch in Flensburg von 2009 bis 2014 zurück, hier fehlen allein mehr als 11%.

Für die Flensburger Verbrauchsreduktion ist vorrangig ein deutlich geringerer Absatz an gewerbliche und Industriekunden verantwortlich. Hier spiegelt sich die Schließung einiger Betriebe in Flensburg auch im Stromverbrauch wider.

Die Stadtwerke haben sich zum Ausgleich rechtzeitig neue Geschäftsfelder erschlossen. Der Flensburger Energieversorger vertreibt seinen Strom schon seit Liberalisierung des Strommarktes 1998 bundesweit an Privat- und Geschäftskunden. Außerhalb Flensburgs werden inzwischen mehr als 180.000 Haushalte mit Strom versorgt, der Absatz der Flensburg Energieversorgers ist insgesamt deutlich gestiegen, er liegt inzwischen bei dem Vierfachen des Flensburger Verbrauchs. Zusätzlich zu diesem Geschäftsfeld haben die Stadtwerke seit 2016 mit dem bundesweiten Erdgasvertrieb und mit dem Einstieg in das Telekommunikationsgeschäft in Flensburg weitere Felder erschlossen.

Hochschule und Stadtwerke Flensburg arbeiten gemeinsam an der Energiezukunft

Windstrom, Solarthermie und Wasserstoff

Flensburg: Wie kann Strom aus erneuerbaren Energien zur Wärmeversorgung genutzt werden? Wie kann Energie aus regenerativen Quellen direkt zur Wärmegewinnung eingesetzt werden? Das sind Fragestellungen zweier Projekte, in denen Hochschule und Stadtwerke Flensburg daran arbeiten, Flensburg auch in Zukunft umweltschonend mit Wärme zu versorgen. Wie Wasserstoff in die Energieerzeugung eingebunden werden kann, sollen zwei Masterarbeiten zeigen.

Die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) fördert dieses Projekt der Partner Hochschule Flensburg und Stadtwerke Flensburg. Prof. Dr. Ilja Tuschy, Hochschule Flensburg: „Wir arbeiten bei unterschiedlichsten Projekten schon seit Jahren mit den Stadtwerken zusammen. Sie verfügen über einen breit gefächerten Kraftwerkspark und das entsprechende Know-How, was uns die Möglichkeit gibt, unsere Untersuchungen laufend mit der Realität abzugleichen und zu prüfen, ob diese für die Praxis relevant sind.“

So werden im Flensburger Kraftwerk Strom und Wärme umweltschonend per Kraft-Wärme-Kopplung in einer modernen Gas- und Dampfturbinenanlage und weiteren Anlagen erzeugt. Ein Elektrodenheizkessel heizt nach dem Prinzip „Power-to-heat“ mit Strom aus Wind- oder Sonnenenergie Wasser auf, das für die Flensburger Wärmeversorgung eingesetzt wird. Das ist sinnvoll, wenn viel Strom am Markt und der Strompreis dann günstig ist. Das warme Wasser aus dem Elektrodenheizkessel kann direkt ins Wärmenetz eingespeist oder in einem großen Wärmespeicher „zwischengelagert“ werden, bis die Wärme benötigt wird.

Im kürzlich abgeschlossenen Projekt

„Elektrizitätsnetzgekoppelte Fernwärmeversorgung ENKF 2020“

wurde detailliert untersucht, wie Strom- und Wärmeerzeugung im Sinne von Energiewende und Sektorenkopplung besser kombiniert werden können. Dazu hat die Hochschule für verschiedene Anlagen zur Wärmeerzeugung mit unterschiedlichen Einzeltechnologien ermittelt, welche Einsatzvarianten am besten sind. Mit Simulationen und mathematischen Optimierungsmodellen, die stundengenau die Fahrweise eines Erzeugungsparks mit unterschiedlichen Erzeugungsanlagen betrachten, den Börsenstrompreis einbeziehen und die CO2-Emissionen bewerten, wurden letztendlich fünf Anlagenkonzepte einer umfangreichen Analyse unterzogen.

Ist es zum Beispiel beim Börsen-Strompreis X, sinnvoller, Strom an der Börse zu kaufen, und damit Wärme über den Elektrodenheizkessel zu produzieren oder ist es besser die Wärme in eigenen Anlagen zu erzeugen? Und ab wann, könnte sich das Ergebnis, etwa aufgrund steigender CO2-Preise, umkehren?

Ergebnis des Projektes ist, dass die Energieerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung wie im Flensburger Kraftwerk sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich kurz- bis mittelfristig vorteilhaft ist. Die Wärmeerzeugung aus Strom ist aus heutiger Sicht nur sinnvoll und wirtschaftlich, wenn sich die regulatorischen, also politisch vorgegebenen, Rahmenbedingungen ändern würden. Solange der für die Wärmeerzeugung eingesetzte Strom mit allen Steuern- und Abgaben, die mehr als 50% des Strompreises ausmachen, belastet wird, ist diese Energieerzeugung wirtschaftlich äußerst selten vorteilhaft.

Das zweite gemeinsame Projekt zielt aktuell mit längerer Perspektive in eine andere Richtung und heißt

„Solarthermisch gestützte Nah- und Fernwärmeversorgung als Baustein der sektorgekoppelten Wärmewende in Schleswig-Holstein“.

Hinter diesem Projekttitel verbirgt sich die Erzeugung von Wärme direkt aus der Sonneneinstrahlung, ähnlich wie bei der Photovoltaik zur Stromerzeugung. Da Sonneneinstrahlung und Wärmebedarf oft nicht zur gleichen Zeit stattfinden, müssen hier weitere Technologien zum Einsatz kommen, damit die Wärme dann zur Verfügung steht, wenn sie benötigt wird. So kann ein Technologie-Mix aus Kraft-Wärme-Kopplung und Power-to-heat und Speicherung ergänzt um die Solarthermie dafür sorgen, dass ein erhöhter Anteil erneuerbarer Energien auch in der Wärmeversorgung zum Einsatz kommt, wie dies in Deutschland zurzeit eher selten der Fall ist.

Wie im ersten Projekt wird auch hier analysiert, welcher Erzeugungsmix und welche Konzepte wirtschaftlich und aus umwelttechnischer Sicht optimal sind.

Das ist nicht nur für die Stadtwerke Flensburg, sondern auch für Schleswig-Holstein als deutschlandweiter Vorreiter einer nachhaltigen Energieversorgung, interessant. Wie schon bei der Windenergie, könnte der Aufbau einer solarthermisch gestützten Wärmeversorgung zum Gelingen der Energiewende beitragen. In den skandinavischen Ländern ist diese Entwicklung schon weiter fortgeschritten und Deutschland könnte wie bei der Windenergie die Erfahrungen dieser Länder auf die eigene Energieproduktion übertragen.

Eine stärker auf die Stadtwerke Flensburg ausgerichtete Kooperation ist die Vergabe von zwei Studien zum „Einsatz von Wasserstoff in der Energieerzeugung“. Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg, ist gespannt auf die Ergebnisse: „Wasserstoff ist ein Thema, das gerade in aller Munde ist. In der Energieerzeugung gibt es aber unseres Wissens noch keine Anlage, die Wasserstoff aus erneuerbaren Energien in großtechnischem Maßstab und in den Mengen, die wir benötigen würden, erzeugen kann. Unsere neue Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) Kessel 12 und die nächste GuD-Anlage Kessel 13 sind zukunftsfähig und beide darauf ausgerichtet, mindestens 50% Wasserstoff verbrennen zu können. Natürlich möchten wir uns rechtzeitig auf Wasserstoff vorbereiten und zusammen mit der Hochschule verschiedene Szenarien und Möglichkeiten durchspielen, damit wir mit Wasserstoff sofort loslegen können, wenn es soweit ist.“

Info- und Diskussionsveranstaltung: „Emissionsfreie Energieversorgung für Flensburg“ am 29.01.2020 um 19 Uhr Europa-Universität

Mittwoch, 29.01.2020, 19 Uhr
Europa-Universität, Gebäude Oslo, Zimmer 247

Gäste:
Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Europa-Universität Flensburg
Karsten Müller-Janßen, Stadtwerke Flensburg
Philipp Austermann, Mitglied des Bündnisses „Fossilfreies Flensburg“
Moderation: NN

Flensburg hat sich vor 10 Jahren auf den Weg zur Klimaneutralität gemacht. Das Ziel wurde seit 2012 durch den „Masterplan 100 % Klimaschutz“ ausgegeben: Flensburg soll bis 2050 klimaneutral werden.

Unsere Stadtwerke haben einen erheblichen Anteil an der Reduzierung zu tragen. Die schrittweise Umstellung von Kohle auf Erdgas wird eine große Reduzierung des CO2-Ausstoßes und weiterer schädlicher Emissionen bringen, bleibt jedoch eine Verbrennung fossiler Rohstoffe und ist daher nicht CO2-frei. Wie also soll die Wärme für unser Fernwärmenetz produziert werden? Wo der Strom herkommen? Und ist das Ziel 2050 noch richtig? Die kritische Stadtgesellschaft macht sich Gedanken. Die Stadtwerke Flensburg GmbH, 100%ige Tochter der Stadt, berichtet von ihrem geplanten Weg. Diesen Plänen stellen wir Überlegungen und Erkenntnisse aus der Wissenschaft, der Politik und der Zivilgesellschaft in Form einer Podiumsdiskussion an die Seite.

Veranstalter ist die GRÜNE Hochschulgruppe der CAMPUS GRÜNEN der EUF und die Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der Stadt Flensburg

Dialog mit klimainteressierten Bürgern der Stadt… oder nicht ?!

Offener Brief von Ralf-Detlev Strobach, Aktionsgruppe KLIMA Flensburg, an die Flensburger Oberbürgermeisterin

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin! Sehr geehrte Frau Lange!

Im Nachgang zur KLIMA-Bürgerversammlung in der Bürgerhalle im November hatte ich Ihnen eine längere Mail mit einigen ganz konkreten Vorschlägen geschrieben. Unter anderem hatte ich vorgeschlagen anlässlich des Einführungsvortrages von Professor Homeyer eine KLIMA-STELE von ca. 7
Metern Höhe an der Hafenspitze zu errichten…, um der Bevölkerungvor Augen zu führen, mit einem wie hohen Anstieg des Wasserstandes zu rechnen ist, wenn der grönländische Eisschild schmilzt…

Leider habe ich bis heute keinerlei Reaktion von Ihnen bzw. aus Ihrem Hause erhalten. Wer A sagt – Bürgerdialog anstoßen – , muss auch B sagen – ihn dann auch führen… und eben antworten!

Sehr geehrte Frau Lange, gern führen wir weitere vertiefende Gespräche…, möchten aber auch sehen, dass in der Stadt des Klimapaktes etwas passiert!

Wo ist die Diskussion darüber, dass bei der internen Priorisierung der Stadtwerke-Leitlinien endlich der Umwelt- und Klimaschutz von seinem hinteren Dornröschenplatz bedeutend nach vorn gebracht wird ?!

Wo ist die stadtweite Initiative, die Zahl der angemeldeten PKW zu reduzieren?! Stattdessen stellt man nur verwundert das weitere Anwachsen ihrer Anzahl fest.

Wo ist die Initiative, dass auf jedes Hausdach eine Photovoltaik-Anlage gehört…?!

Wo ist die Initiative, dass im Sinne der Konsum- und Agrar-/Ernährungswende die vegetarische Lebensweise propagiert und in der Art unterstütz und vorangetrieben wird, dass die Rathaus- – und
Stadtwerke-!!! – Kantine obligatorisch !!! ausschließlich !!! vegetarische Mahlzeiten ausgibt?!

Dies wäre keine Bevormundung, sondern ein starkes, horizonterweiterndes Signal. Jeder, der meint ohne Tierquälerei in Massentierhaltung nicht leben zu können, kann sich ja eine Bulette „ans Knie nageln…“
Bitte tun Sie etwas, das über den Kaffeegenuss aus Mehrwegbechern hinausgeht!

Nutzen Sie, bitte!, Ihre einflussreiche Stellung, den Klimaschutz nennenswert voranzubringen.

Mit besten Grüßen
Ralf-Detlev Strobach,
Aktionsgruppe KLIMA Flensburg,
A K F – denn die Stadt ist es wert!

Die Aktionsgruppe Klima ist ein Zusammenschluss aktiver BürgerInnen, die seit Mai letzten Jahres versucht in verschiedensten Bereichen öffentlich Druck auf Verwaltung und Parteien auszuüben. So hat die Gruppe als Aufruf zur Verkehrswende an die Stadt 5 Forderungen gestellt, die noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollen: Tempo 30 in der Innenstadt, Verkehrsberuhigung der Rathausstraße für 3 Monate,  Freihalten von Fuß-und Radwegen, Trennung von Rad- und Fußwegen und ein 365 € Jahres-Ticket für den ÖPNV. Es werden auch am Samstag Unterschriften gesammelt, die der  Stadt übergeben werden und dem Anliegen Nachdruck verleihen sollen.

Die Gruppe trifft sich jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat um 19:00, Waitzstraße 1-3.

Weitere Informationen über klima-flensburg@gmx.de

Neubau „Kessel 13“: Stadtwerke Flensburg investieren 100 Millionen Euro in erdgasbetriebene GuD-Anlage

Verträge für Gasturbine und Abhitzekessel Kessel 13 unterschrieben

Flensburg: Die Stadtwerke Flensburg investieren rund 100 Millionen Euro in den Bau einer zweiten erdgasbetriebenen Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) „Kessel 13“ im Kraftwerk an der Flensburger Förde. Die zwei bedeutendsten Bausteine des Neubau-Projektes sind jetzt unter Dach und Fach. Die Verträge für die Gasturbine und den Abhitzekessel sind unterzeichnet.

Vertragsunterzeichnung – Foto v.l.n.r.: Dr. Björn Henning, Vice President, Head of Business Unit Boiler, Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe, Ute Langhausen, Authorized Manager, Commercial Tendering Manager, Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe Karsten Müller-Janßen, Geschäftsbereichsleiter Anlagenbau und Projekte, Stadtwerke Flensburg Maik Render, Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg Anna Brunell, Commercial Sales Manager SIT, (Siemens Schweden) Christoph Schütte, Head of Subregion Germany, Siemens AG Dirk Veenhuizen, Senior Sales Manager SIT

Auftragnehmer für die Gasturbine ist die Firma Siemens, die mit ihrem Typ SGT 800 C1 allerneueste Technik für das Flensburger Kraftwerk liefert. Für Karsten Müller-Janßen, Geschäftsbereichsleiter Anlagenbau und Projektleiter Kessel 13 bei den Stadtwerken Flensburg ist auch die langfristige Zusammenarbeit wichtig: „Die neue Turbine ist das Nachfolgemodell der Anlage, die bereits im Kessel 12 erfolgreich läuft. Wir sind damit so zufrieden, dass wir die Zusammenarbeit mit Siemens fortsetzen und deren neueste Turbinenversion einsetzen wollen.“ „Wir freuen uns ein weiteres gemeinsames Kapitel der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Flensburg aufzuschlagen und den Umbau des Erzeugungsparks mit umweltfreundlicher und zukunftssicherer Gasturbinenspitzentechnolgie zu unterstützen“ fügt Matthias Kress, Siemens Gas and Power, Vice President Sales Germany Power Generation hinzu.

Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke, ergänzt: „Insgesamt investieren wir innerhalb von rund 10 Jahren eine viertel Milliarde Euro in den Kohleausstieg und die Erneuerung unseres Kraftwerkparks. Auch langfristig ist das im Hinblick auf die Energiewende eine gute Entscheidung. Wir können im neuen Kessel 13 bis zu 50% Wasserstoff verbrennen. Regenerativ erzeugtes synthetisches Methan können wir zu 100% einsetzen. Unser Kessel 12 kann diese Brennstoffe in den gleichen Anteilen verarbeiten. Damit sind wir für den zunehmenden Einsatz regenerativer Brennstoffe in Zukunft gut aufgestellt.“

Der Abhitzekessel stammt von der Firma Mitsubishi Hitachi Power Systems (MHPS). „Unser überzeugendes technologisches Konzept und unsere Erfahrung als Energieanlagenbauer waren ausschlaggebend für die Auftragsvergabe“, sagt Thomas Bohner, CEO von MHPS Europe.

Dirk Roschek, Geschäftsbereichsleiter Erzeugung ergänzt: „Überzeugt hat uns auch, dass wir mit den Haupt-Komponenten der GuD-Anlage Kessel 13, der Siemens-Gasturbine und dem Mitsubishi-Abhitzekessel, einen Brennstoffnutzungsgrad von 93% erreichen. Das ist noch etwas besser als die ohnehin schon sehr guten 92% des Kessel 12.“

Der Kessel 13 soll im Jahr 2022 in Betrieb gehen. So ersetzen die Stadtwerke innerhalb von sechs Jahren vier von fünf Kohlekesseln im Flensburger Heizkraftwerk. Bereits im Jahr 2016 gingen mit Inbetriebnahme des Kessel 12 zwei Kohlekessel außer Betrieb.

Der Kessel 13 senkt die CO2-Emissionen bei gleicher Energie-Erzeugungsmenge um 40% und spart allein rund 130.000 CO2 pro Jahr. Deutlich mehr als Flensburgs gesamter Fahrzeugbestand mit 60.000 Tonnen pro Jahr an CO2 emittiert.

Vorschläge und Forderungen des VCD zur Verkehrswende in Flensburg

Klimaschutz und Einzelhandel stärken – das geht Hand in Hand!

Überlegte Stadtplanung, die Aufenthalts- und Erlebnisqualität fördert, stärkt Umweltverbund, Tourismus und die Geschäfte vor Ort. Und folgt dem Willen sehr vieler Bürger*innen, wie die Unterschriftensammlung zu den 5 Sofort-Forderungen verdeutlicht.
Verkehrswende als Wirtschaftsförderung? Wie das geht, zeigt die folgende Präsentation der Flensburger Gruppe des VCD (Verkehrsclub Deutschland) auf der Grundlage von Daten aus Flensburg und andernorts.

Präsentation zum Herunterladen:
https://nord.vcd.org/fileadmin/user_upload/Nord/Flensburg/Stadt/Praesentation_Lebenswerte_Stadt/Mut_zur_lebenswerten_Stadt-online-2-1.pdf

Präsentation online:
https://nord.vcd.org/der-vcd-nord/ortsgruppe-flensburg/news/flensburg-mut-zur-lebenswerten-stadt/

Die Ortsgruppe Flensburg des VCD wurde im Februar 2019 gegründet. Sie setzt sich ein für die Förderung von Fuß- und Rad- und öffentlichem Verkehr, für „Vision Zero: NULL Verkehrstote“ und für eine Verkehrswende. Der VCD vor Ort arbeitet eng zusammen mit dem ADFC Flensburg und der Aktionsgruppe KLIMA Flensburg.

– 5 Sofort-Forderungen für die Verkehrswende:
https://weact.campact.de/p/endlichTaten
https://nord.vcd.org/flensburg/
– Infoblog: http://Flensburg-mobil.net

Kontakt:
Julia Born
VCD Ortsgruppe Flensburg
Große Straße 3
24937 Flensburg
0461 7950 1321
og-flensburg@vcd-nord.de

Hält Oberbürgermeisterin Simone Lange Machbarkeitsstudie zum Hafenumzug unter Verschluss?

Flensburger Wirtschaftshafen: Studie für den Umzug vom Ost- an das Westufer nicht öffentlich?

Bürgerinitiative Flensburger Hafen mit kritischer Stellungnahme und Fragen an die Stadt

Die Stadtverwaltung Flensburg hat das erste Protokoll der Steuerungsgruppe zum Umzug Hafen-West in der „Gläsernen Akte“ veröffentlicht, so wie es den Bürgern versprochen wurde. Das war es dann auch.
Es haben weitere Besprechungen stattgefunden und auch wurde eine Machtbarkeitsstudie für die Verlegung zum Hafen-West in Auftrag gegeben. Diese Studie müsste der Stadtverwaltung Ende Oktober vorgelegt worden sein.

Warum wird diese Studie nicht veröffentlicht, weil in dieser die Kosten des Umzuges ersichtlich sind?

Liegen diese Kosten bei ca. 20 bis 25 Mio. Euro, so wie wir diese schon im Juni benannt haben?

Liegt der geschätzte mögliche Hafenumschlag bei 410.000 t.?

Bestätigt diese Studie für die Zukunft eine gute Prognose für den Wirtschaftshafen, entgegen den Behauptungen der Stadtverwaltung?

Wird weiterhin die Hafen-Ost Seite als Wirtschaftshafen benötigt (Kreuzfahrer, für den FSG Kran usw,)?

Wäre somit eine städtebauliche Förderung ggf. nicht mehr möglich, weil es dann kein reines urbanes Gebiet mehr wäre?

Wurde auf die Verkehrsanbindungen der Hafen-West Seite eingegangen ?

Große Versprechen von Seiten der Stadtverwaltung alles zu veröffentlichen. Jetzt wo Ergebnisse zum Teil vorliegen sollten, wird nichts mehr veröffentlicht.
Die Stadt Flensburg hat bisher keine nachvollziehbaren Argumente, die unsere Kritik entschärfen. Im Gegenteil, man hüllt sich in Schweigen und nichts mehr wird veröffentlicht. Wir gehen davon aus, dass die Ratsmitglieder und auch andere Institutionen wie z.B. die IHK usw. nicht weiter informiert wurden bzw. werden.

Wir werden weiterhin bei Neuigkeiten berichten. Bis dahin wünschen wir allen eine besinnliche Weihnachtszeit.

Bürgerinitiative Flensburger Hafen e.V. auf Facebook

Mehr zur Kritk der Bürgerinitiative sowie Daten, Zahlen und Fakten zum Wirtschaftshafen und dem geplanten Umzug unter:  https://flensburg-hafen.de/

AKOPOL-Beitrag vom 14.06.2018: Gutachten der IHK zum Flensburger Wirtschaftshafen: Eine Ohrfeige für die Immobilienspekulanten und ihre Helfershelfer
unter: https://akopol.wordpress.com/2018/06/14/gutachten-der-ihk-zum-flensburger-wirtschaftshafen-eine-ohrfeige-fuer-die-immobilienspekulanten-und-ihre-helfershelfer/

Siehe zum Thema auch folgende Beiträge

Die Kosten: Das Millionen-Grab – Bürgerinitiative Flensburger Hafen
Daten, Zahlen und Fakten zum angedachten Hafenumzug
unter: https://flensburg-hafen.de/wirtschaftshafen/wirtschaftshafen-am-westufer/kosten/

shz-online vom 14.06.2019: Flensburger Hafen
Bürgerinitiative: „Die Verlegung des Wirtschaftshafens war nicht beschlussfähig“
unter: https://www.shz.de/24270737

AKOPOL-Beitrag vom 28.02.2019:
Offener Brief von Jan Friedrich Lüth an die Politik zum Wirtschaftshafen Flensburg
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/02/28/offener-brief-von-jan-friedrich-lueth-an-die-politik-zum-wirtschaftshafen-flensburg/

AKOPOL-Beitrag vom 9. Februar 2019: Flensburger Norden macht mobil gegen Hafenverlegung – Info- und Diskussionsveranstaltung am 12.02.2019 in der Aula der Petrischule
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/02/09/flensburger-norden-macht-mobil-gegen-hafenverlegung-info-und-diskussionsveranstaltung-am-12-02-2019-in-der-aula-der-petrischule/

AKOPOL-Beitrag vom 08. Februar 2019: Wirtschafshafen Flensburg: DIE LINKE, SSW, Flensburg wählen und WIF gegen voreilige Entscheidung der Ratsversammlung
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/02/08/wirtschafshafen-flensburg-die-linke-ssw-flensburg-waehlen-und-wif-gegen-voreilige-entscheidung-der-ratsversammlung/

AKOPOL-Beitrag vom 6. Februar 2019: Informationsveranstaltung des SSW: „Entwicklung Hafen Flensburg“ am 13.02.2019 um 19 Uhr im Flensborg Hus
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/02/06/informationsveranstaltung-des-ssw-entwicklung-hafen-flensburg-am-13-02-2019-um-19-uhr-im-flensborg-hus/

AKOPOL-Beitrag vom 25. Januar 2019: Mögliches Aus für den Flensburger Wirtschaftshafen: CDU schlägt Hafen-Umzug vor
unter https://akopol.wordpress.com/2019/01/25/moegliches-aus-fuer-den-flensburger-wirtschaftshafen-cdu-schlaegt-hafen-umzug-vor/

Alles im grünen Bereich bei den Stadtwerken Flensburg… oder? – Vortrag an der Klima-Uni am 27.11.2019

Vortrag und Diskussion mit Referierenden des „Bündnis für ein fossil-freies Flensburg“ (B:FfF)

„Public Climate School“: Hier gibt es den Programm-Flyer

am Mittwoch, 27.11. um 16:15 Uhr
in Raum H304 (Hauptgebäude)
der Hochschule Flensburg
Kanzleistr. 91 -93
24943 Flensburg

Dazu der Einladungstext: „Die Stadtwerke Flensburg haben ein grünes Logo, ihr Briefpapier ziert einen grünen Rand und nachts werden sie grün illuminiert – während sie Strom + Fernwärme nahezu ausschließlich aus Steinkohle und Erdgas produzieren.

Sie haben sich als Gründungsmitglied des Klimapakt Flensburg e.V. entschieden, bis 2050 schrittweise CO₂ neutral zu werden – während ihre Emissionen allein 2018 mehr als 115.000 Tonnen (> 23%) über dem Zielpfad lagen.

Sie sind eine GmbH, deren alleinige Gesellschafterin die Stadt Flensburg ist – während sie für der Grundversorgung der Haushalte von den Flensburger Bürger*innen die höchsten Strompreise verlangen.

Pointierte Analyse eines kommunalen Konzerns als Spiegelbild von Zeitgeist und Gesellschaft: voller Widersprüche – und vor der vielleicht größten Umwälzung ihrer Geschichte stehend.

Die Stadtwerke konnten in ihrer 150-jährigen Geschichte mehrere existentielle Krisen mit Unterstützung der Flensburger Bürger*innen überwinden. Die Klimakrise wird langfristig für die Hafenstadt Flensburg immense Auswirkungen haben. Ihren Stadtwerken – die drei Viertel der CO₂-Emissionen der Stadt verursachen – kommt somit eine Schlüsselrolle zu, um regional einen Beitrag zur Klimawende zur leisten.

Die Referierenden vom „Bündnis für ein fossil-freies Flensburg“ (B:FfF) recherchieren seit über einem halben Jahr intensiv zum Thema und wagen in dieser Präsentation einen Blick hinter die grüne Fassade der Stadtwerke Flensburg. Geboten wird ein Rundumschlag zu Geschichte und Rohstoffnutzung, wirtschaftlichen Aspekten (der Stadtwerke selbst, sowie des Strommarktes in Deutschland und dem EU-Zertifikate-Handel), fossilen Energien allgemein sowie insbesondere Perspektiven der Transformation
hin zu einer zeitgemäßen, nachhaltigen Energieerzeugung im 21. Jahrhundert.“

Als Arbeitskreis Kommunalpolitik möchten wir zu diesem Thema und für die öffentliche und kommunalpolitische Debatte besonders eindringlich die ausgezeichnete Ausarbeitung des B:FfF empfehlen Klimawende von oben: Wirtschaftspolitische Risiken und Chancen des Klimaschutzes in Flensburg„- Handreichung zu den Fragestellungen der Einwohnerfragestunde während der 14. Sitzung der Flensburger Ratsversammlung“ . Die ist am 12.11. allen Fraktionen der Flensburger Ratsversammlung zugegangen. Bisher ist leider nichts weiter passiert, als dass zwei Interessierte während der Ratsversammlung Fragen gestellt haben, weil sie um den Klimaschutz in Flensburg und den Erhalt der Kommunalität der Stadtwerke besorgt sind:
https://www.youtube.com/watch?v=pIW4lMi7HbA&t=19m39s

„Public Climate School“ mit zahlreichen Veranstaltungen zum Thema Klimawandel und Umweltschutz – Jede*r ist herzlich eingeladen daran teilzunehmen

In der Woche vom 25.-29. November öffnen die Students For Future an der Europa-Universität und an der Hochschule Flensburg die Tore für die Öffentlichkeit. Damit folgen sie einem bundesweiten Appell von Fridays for Future. Wie an vielen anderen Universitäten und Hochschulen in ganz Deutschland wird in dieser Woche auch in Flensburg eine Public Climate School entstehen. Das Ziel der Students For Future ist es, den Campus für eine Woche zum öffentlichen Labor für nachhaltige Zukunftsentwürfe werden zu lassen, in dem Austausch mit anderen Gesellschaftsgruppen möglich wird. Unter dem Slogan „Public Climate School“ sollen anstelle des regulären Lehrbetriebs Veranstaltungen mit Bezug zu Klimawandel und Umweltschutz von Dozierenden und Studierenden angeboten werden. Damit sollen Universität und Hochschule ihrer Verantwortung nachkommen, eine kritische und zukunftsorientierte Lehre und Forschung zu betreiben und zugänglich zu machen.

Mit rund 70 Veranstaltungen in fünf Tagen bieten die Studierenden und Lehrenden ein breit gefächertes Programm an. Zu der Auftaktsveranstaltung am Montag von 10:00-11:00 Uhr wird die Oberbürgermeisterin Simone Lange kommen, weshalb wir uns über Unterstützung freuen würden. Zusätzlich werden viele Vorträge, Workshops, geöffnete Seminare stattfinden. Die Woche findet am Freitag den 29.11. ihren Abschluss, mit dem globalen Klimastreik, der um 11 Uhr am Bahnhofspark startet. Weitere Informationen zum Programm sind auf der Facebook-Seite „Students for Future Flensburg“ zu finden (Informationen können ohne einen Account abgerufen werden).

Gemeinsam mit Studierenden, Schüler*innen und Zivilgesellschaft wird im Sinne einer Public Climate School an Lösungen für die Klimakrise arbeiten. Jede*r ist willkommen, gleich welchen Alters und Vorwissens!

Kontakt:

E-Mail: studis.flensburg@fridaysforfuture.de

Facebook: Students For Future Flensburg
https://www.facebook.com/Students-for-Future-Flensburg-104293697669303/

Instagram: studentsforfuture_ flensburg

Stadtwerke Flensburg: Neue Preise ab Januar 2020

Strompreis bleibt konstant – Fernwärme und Wasser verteuern sich

Flensburg: Obwohl im nächsten Jahr gesetzlichen Abgaben und Umlagen steigen, halten die Stadtwerke den Strompreis im eigenen Netzgebiet Flensburg, Glücksburg und Harrislee konstant.

Zum 1. Januar 2020 steigt die gesetzliche Abgabe für die Förderung von Strom aus Erneuerbarer Energie (EEG-Umlage) um 5,5%. Die Entgelte der Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber für die Nutzung der überregionalen Stromnetze gehen ebenfalls deutlich nach oben. Die staatlichen Abgaben und Umlagen, die jeder Verbraucher über seine Stromrechnung zahlen muss, und die von den Stromversorgern nicht zu beeinflussen sind, machen damit inzwischen schon rund 53% des Strompreises aus.

Die Stadtwerke werden die gestiegenen Kosten nicht an ihre Kunden weitergeben und die Strompreise nicht erhöhen, sondern für 2020 stabil halten. Das ist so nur möglich, weil die Stadtwerke Ihre Prozesse verschlankt und die Kostenstruktur noch weiter verbessert haben.

Für die Flensburger Wärme und das Trinkwasser haben sich die allgemeinen Kosten und die Preise für CO2 insgesamt nach oben entwickelt, so dass hier eine Preisanpassung notwendig ist. Der Arbeitspreis für die Wärme steigt darum um 2,5%, der Grundpreis um 0,84%. Beim Wasser werden Arbeits- und Grundpreis um 1,6% teuer. Das sind 3 Cent pro 1.000 Liter (m³) oder 0,003 Cent pro Liter.

Insgesamt bedeutet das: Für eine Wohnung kosten Flensburger Wärme und Trinkwasser rund 1,38 Euro und für ein Haus rund 3,63 Euro pro Monat mehr als in 2019.

Dazu ein Kommentar von Dr. Ralf Cüppers:

Diese Meldung ist vielleicht nicht gelogen, aber doch grob mißweisend.

Denn die angegebene Erhöhung von 0,003 Cent pro Liter stimmen nur für einen wasserverschwenderischen Großverbraucher. Für umweltbewußte Stadtwerkekunden ist der Betrag vielfach höher.

Warum ist das so?
Die Stadtwerke nehmen einen hohen Grundpreis vom 75 Euro. Für einen sparsamen Kunden, der sein Trinkwasser wirklich nur trinkt, also 2 Liter am Tag oder 730 Liter im Jahr, beträgt der Anteil des Grundpreises pro Liter bereits >10 Cent.
Bei einer Erhöhung der Kosten um 1,6% beträgt die Erhöhung hier 0,16 Cent pro Liter, das ist das 53fache des von den Stadtwerken und akopol verbreiteten Wertes. So grob kann man sich eigentlich nicht verrechnen. Verlassen sich die Autoren der Mitteilung darauf, dass die Bürger in Flensburg so schlechten Mathematikunterricht hatten, daß es niemandem auffällt?
Der Wasserverschwender, der eine Million Liter Trinkwasser verbraucht, wird mit hingegen.einer Verringerung des Grundpreises auf 0,00001 Cent pro Liter belohnt.
Die Stadtwerke fördern und belohnen Wasserverschwendung.
Das geht zu Lasten der Umwelt und nachfolgender Generationen!

Die Lösung ist einfach und klar:
Völlige Abschaffung des Grundpreises und Umlage der gesamten Kosten der Trinkwasserversorgung nur auf einen einheitlichen Preis pro Liter der für wirklich jeden gilt. Ohne Rabatte für Wasserverschwender, Großverbraucher, Industrie etc! Ein Liter ist ein Liter ist ein Liter und der kostet für alle gleich viel.

Über den Dächern Flensburgs – Wasserturm Mürwik öffnet erstmals am späten Abend

Flensburg: Am Donnerstag, den 14. November 2019 öffnen die Stadtwerke Flensburg von 19 – 21 Uhr die Türen des Wasserturms in Mürwik. So können alle, die möchten, bei nächtlicher Stimmung über ein stimmungsvoll beleuchtetes Flensburg blicken.

Einen einmaligen Ausblick auf die Stadt Flensburg und die Förde bietet sich an diesem Tag Besuchern der Aussichtsplattform des Wasserturms Mürwik. In 26 Metern Höhe führt ein Rundgang um den großen Wasserspeicher und bietet so einen fantastischen Blick auf das nächtliche Flensburg und die Umgebung. Davon haben sich in dieser Saison und bei Tag bereits bis zu 9.500 Besucher überzeugt.

„Aufgrund des großen Interesses an unserer Aussichtsplattform auf dem Wasserturm wollen wir nun unseren Besuchern einen ganz besonderen Blick gönnen. „Unsere Wasserturmwärter Lydia Glaubke und Wolfgang Kubsch laden alle Flensburger herzlich ein, ihre Stadt von oben im Dunkeln zu betrachten. Der Eintritt ist frei.“ erzählt Eyleen John aus der Unternehmenskommunikation der Stadtwerke. „Wir hoffen, dass die Sicht gut ist, damit unsere Besucher Gebäude und die Beleuchtung rund um die Förde gut erkennen können wie z. B. den Campus, die Flensburger Schiffbaugesellschaft, die Flensburger Stadtwerke, die Marineschule oder das Rathaus. Und für den einen oder anderen wird sich sicher ein schönes Fotomotiv bieten.“

Wer Lust hat, sein Foto den Stadtwerken zur Verfügung zu stellen, kann dies gern senden an presse@stadtwerke-flensburg.de.

Wenn das Angebot der abendlichen Öffnung des Wasserturms Mürwik gut angenommen wird, werden die Stadtwerke weitere Termine prüfen.

Wasserturm MürwikDer Blick vom Wasserturm ist fantastisch und reicht bei gutem Wetter bis nach Dänemark. Die Schiffswerft, die Stadtwerke Flensburg, die Kirchtürme von St. Nikolai, St. Marien und St. Jürgen, die Schiffbrücke und die schöne Hügellandschaft Angelns sind dann gut zu sehen.

Zur Aussichtsplattform in 26 m Höhe gelangen Besucher über eine Treppe oder den Aufzug. Oben führt ein Rundgang um den großen Wasserspeicher, in dem 1,5 Mio. Liter Trinkwasser bester Flensburger Qualität gespeichert sind. Die Wassertürme in Mürwik und auf der Westlichen Höhe sind wichtige Bestandteile der Flensburger Wasserversorgung. Sie sorgen für einen konstanten Wasserdruck im Leitungssystem und stehen auf den beiden höchsten Punkten im Westen und Osten der Stadt 77 Meter über Normalnull. Außerdem dienen ihre Wasservorräte als Reserven für Spitzenverbräuche, wie sie an heißen Sommertagen auftreten können.

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