Archiv der Kategorie: Stadtwerke Flensburg

Große Klima-Demo am 18. Juni in Flensburg

Klima-Demo am 18. JuniDie Aktionsgruppe KLIMA Flensburg und weitere Initiativen rufen zur Klima-Demo auf:  

am Freitag, den 18. Juni ab 15 Uhr ab Carlisle-Park

Den Beginn der Ferien und und die sich so günstig entwickelnde Corona-Situation wollen wir nutzen und uns mit einer machtvollen großen Demonstration auf der Straße zurückmelden! Das niederländische Urteil gegen Shell sowie das deutsche Verfassungsgerichtsurteil ermutigen zu entschiedenen Schritten für unser aller Einsatz für die Klimawende. Das neue Bündnis Klimabegehren Flensburg ist gerade dabei, mit der Forderung nach fossilfreien Stadtwerken bis 2035 einen interessanten und unterstützenswerten Zielkorridor zu öffnen. Die Verkehrswende bekommt gerade einen ganz interessanten Impuls aus Spanien, wo landesweitTempo 30 für die Städte und Gemeinden beschlossen worden ist.

Motto:

# Endlich Taten – Klimaende jetzt
Bundestagswahl im September = Klimawahl
Stadtwerke Flensburg fossilfrei bis 2035
Verkehrswende für Flensburg

Aktionsgruppe KLIMA Flensburg, A K F
www.aktionsgruppeklimaflensburg.de

Größter Fernwärmekunde der Stadtwerke Flensburg verlängert Liefervertrag

Stadtwerke Flensburg 2016 IVEnde Mai hat die dänische Gemeinde Padborg als größter Fernwärmekunde der Stadtwerke Flensburg ihren Liefervertrag um weitere fünf Jahre verlängert. Bereits seit 1983, also seit fast 40 Jahren, beliefert der Flensburger Energieversorger die dänische Grenzgemeinde mit umweltfreundlicher Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung.

Die langjährige Partnerschaft habe sich bewährt und wird von beiden Seiten als Bereicherung angesehen. Heute versorgt Padborg rund 2.000 Haushalte mit der Flensburger Wärme.

Mit einer jährlichen Abnahme von ca. 30.000 Megawattstunden (MWh) (zum Vergleich: eine Wohnung benötigt 7 – 10 MWh/Jahr) ist Padborg Fjernvarme der größte Fernwärme-Einzelkunde der Stadtwerke Flensburg.

Der Anschlusswert des Vertrages wurde leicht von 10,5 auf 11 MW erhöht. In den nächsten Jahren ist eine Steigerung des Absatzes zu erwarten. Denn Padborg Fjernvarme plant sein Fernwärmenetz mittelfristig auszubauen, um so auch die dänische Gemeinde Kruså anzuschließen.

Die Entfernung vom Flensburger Heizkraftwerk nach Padborg beträgt etwa 10 Kilometer. Ab der deutsch-dänischen Grenze gehört das Fernwärme-Netz dem Padborger Energieversorger. Dessen Vorsitzender Jan Riber Jakobsen, der zur Vertragsunterzeichnung bei den Stadtwerken war, ist zufrieden mit der jahrzehntelangen guten Zusammenarbeit.

Dieses grenzübergreifende Modell ist in Europa wohl einmalig und aufgrund der reibungslosen Zusammenarbeit ein gutes Vorbild für eine Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg.

Dr. Dirk Wernicke, Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg, ist sicher, dass das auch in Zukunft so bleibt: „Ich freue mich sehr über diese Vertragsverlängerung und denke, dass wir auch nach Auslauf dieses Vertrags ein guter Partner für Padborg Fjernvarme bleiben werden. Gerade im Hinblick auf unser Engagement für die Energiewende bewegen wir uns in die richtige Richtung, die auch unsere dänischen Kunden wünschen. Mit der Investition von mehr als 200 Millionen Euro in Kessel 12 und 13 senken wir unsere CO2-Emissionen bei gleicher Erzeugungsmenge um 40 %. Das Anfang des Jahres präsentierte Klima-Navi des Kieler Energieministeriums und des Netzbetreibers Hansenetz bestätigt den Erfolg. Seit 1990 sind die CO2-Emissionen in Flensburg um 38,5 % zurückgegangen. Das ist Bestwert in Schleswig-Holstein. Und mit einem Pro-Kopf-Wert von 5,5 kg CO2 pro Person und Jahr sind wir die Stadt mit dem niedrigsten Wert in ganz Schleswig-Holstein. Dazu haben wir als Stadtwerke ganz wesentlich beigetragen. Darauf ruhen wir uns aber nicht aus, sondern werden die nächsten Schritte zur Dekarbonisierung unserer Energieerzeugung, also dem letztendlichen Verzicht auf fossile Brennstoffe, gehen. Das ist auch Bestandteil unserer Strategie-Evaluierung.“

Schwimmen lernen in den Sommerferien – Jetzt anmelden!

SeepferdchenFerienschwimmen 2021 im Freibad Weiche

Flensburg. Schwimmen zu können ist für ein unbeschwertes Badevergnügen im Sommer unerlässlich. Da das Schulschwimmen auch pandemiebedingt zu kurz gekommen ist, ist das Ferienschwimmen im Freibad Weiche eine prima Gelegenheit für Kinder das Schwimmen zu erlernen.

Darum bietet das Bildungs- und Sportbüro der Stadt Flensburg auch in diesen Sommerferien ein kostenloses Ferienschwimmen vom 21.06.2021. bis 29.07.2021 gemeinsam mit dem Jugendtreff Weiche im Freibad Weiche an. Auch das Ferienschwimmen unterliegt den tagesaktuellen Abstands- und Hygieneregeln.

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der 1. Klasse bis einschließlich 4. Klasse einer Flensburger Schule, die Schwimmen lernen möchten und die ihren Wohnsitz in Flensburg haben.

Die Anmeldungen incl. der aktuellen Hygieneregeln zum Ferienschwimmen liegen in den Schulen bereit. Senden Sie diese bitte ausschließlich per E-Mail an ftv@jugendtreff-weiche.de.

Wir würden uns freuen, wenn viele Kinder teilnehmen. Anmeldeschluss ist der 16.06.2021.

Über den Dächern Flensburgs – Wasserturm öffnet am 2. Juni wieder

Zugang unter Einhaltung der Corona-Regeln

Flensburg. Ab Juni freuen die Stadtwerke sich wieder auf Besucher in ihrem Mürwiker Wasserturm. Wer dort auf dem oberen Rundgang angelangt ist, wird mit einem phantastischen Weitblick über Flensburg bis nach Dänemark belohnt: Werft, Stadtwerke, Kirchtürme, die alten Häuserfronten am Hafen und die Hügellandschaft Angelns sind bei schönem Wetter gut zu sehen.

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Sonntag jeweils von 11:00 – 13:00 und 15:00 – 18:00 Uhr.

Montags und dienstags geschlossen.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.

Selbstverständlich müssen sich Besucher wie im letzten Jahr an ein Hygiene-Konzept halten:

• Es dürfen sich max. 15 Besucher gleichzeitig im/auf dem Wasserturm aufhalten.

• Es gilt der Mindestabstand von 1,5 m.

• Es besteht keine Maskenpflicht im Außenbereich. Auf dem Weg nach oben und unten muss eine Maske getragen werden.

• Beim Betreten des Turms soll sich jeder Besucher die Hände desinfizieren.

• Am Eingang müssen sich Besucher mit Namen und Kontaktdaten eintragen.

• Der Rundgang ist mit Schildern ausgewiesen. Die Besucher sollen sich nur im Freien auf dem oberen Rundgang aufhalten.

• Die Toiletten sind geschlossen.

• Trinkwasser darf leider nicht ausgegeben werden.

Wasserturm Mürwik

Foto: Stadtwerke Flensburg

Zur Aussichtsplattform in 26 m Höhe gelangen Besucher über eine Treppe oder den Aufzug. Oben führt ein Rundgang um den großen Wasserspeicher, in dem 1,5 Mio. Liter Trinkwasser bester Flensburger Qualität gespeichert sind. Die Wassertürme in Mürwik und auf der Westlichen Höhe sind wichtige Bestandteile der Flensburger Wasserversorgung. Sie sorgen für einen konstanten Wasserdruck im Leitungssystem und stehen auf den beiden höchsten Punkten im Westen und Osten der Stadt 77 Meter über Normalnull. Außerdem dienen ihre Wasservorräte als Reserven für Spitzenverbräuche, wie sie an heißen Sommertagen auftreten können.

Jahresabschluss der Stadtwerke Flensburg: 18,4 Mio. Euro Überschuss im Geschäftsjahr 2020

4_Kraftwerk_Nachtaufnahme Beschnitten

Umsatz über 500 Millionen Euro und 300.000 Kunden

Bilanzgewinn 14,4 Mio. Euro – Töchter machen 2,7 Mio. Euro Verlust

Im letzten Jahr stand die Corona-Pandemie auch in der Wirtschaft sehr im Fokus. Die Stadtwerke haben sich den Herausforderungen und dem harten Wettbewerb im Energiemarkt dennoch erfolgreich gestellt. Der Umsatz überstieg erstmals in der Unternehmensgeschichte den Betrag von einer halben Milliarde Euro. Konkret wuchs er um 19 % oder 85 Mio. auf 527 Mio. Euro (VJ 442 Mio. Euro). Mehr als 300.000 Kunden erhalten inzwischen ihre Energie von den Stadtwerken Flensburg.

Das vergangene Jahr war für die Energieversorgung eine große Herausforderung. Neben der Umsetzung zahlreicher Maßnahmen aus der Corona-Pandemie prägten den Energiemarkt im letzten Jahr zwei weitere Effekte. Zum einen gingen Energiebedarf- und Erzeugung coronabedingt zurück. Zum anderen wurde der Energiebedarf immer stärker aus regenerativen Erzeugungs-Quellen gedeckt. So lag deren Anteil in 2020 bei rund 45% und war damit so hoch wie nie zuvor.

Bei den Stadtwerken Flensburg kam in der Erzeugung aufgrund niedriger Gaspreise die erdgasbetriebene Gas- und Dampfturbinenanlage Kessel 12 stärker zum Einsatz als geplant und leistete einen deutlichen Beitrag zum guten Jahresergebnis. Erdgas ist mittlerweile der Hauptbrennstoff der Stadtwerke Flensburg für die Produktion von Strom und Fernwärme und sorgt bei gleicher Erzeugungsmenge für eine bis zu 40 %ige Einsparung von CO2.

Entwicklung der Unmsatzerlöse

(zum Vergrößern der Ansicht auf die Tabelle klicken)

Auf der vertrieblichen Seite konnten die Stadtwerke ihre Umsatz- und Absatzziele im bundesweiten Strom – und Erdgasmarkt deutlich überschreiten und zahlreiche Kunden hinzugewinnen. Erstmals belieferte der Flensburger Versorger zum Jahresende bundesweit mehr als 300.000 Kunden mit Energie.

Dr. Dirk Wernicke, der die Stadtwerke seit 1. Januar 2021 als Geschäftsführer leitet, ist mit dem Abschluss zufrieden: „Die Stadtwerke haben in 2020 den Umsatz deutlich gesteigert und auf Basis der optimalen Rahmenbedingungen des vergangenen Jahres einen guten Gewinn erwirtschaftet. Das ist eine gute Grundlage für die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Aufgaben, die wir noch vor uns haben. Aktuell passen wir unsere Strategie umfassend auf die neuen Herausforderungen des Marktes und Umfeldes sowie die politischen Vorgaben an. Wichtige Stichworte sind dabei Dekarbonisierung, also die nächsten Schritte hin zur CO2-neutralen Energieerzeugung, und Digitalisierung. Damit meine ich die Schnittstellen, die unsere Kunden von außen wahrnehmen und über die sie mit uns kommunizieren. Da tut sich einiges und wir müssen weiter vorn mit dabei sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dazu gehören aber auch die unterstützenden internen Prozesse.“

Für den Aufsichtsrats-Vorsitzenden Rolf Helgert ist der Erfolg des Geschäftsjahres 2020 das Ergebnis einer vorausschauenden aber auch mit ein wenig Glück verbundenen Geschäftspolitik. „Maik Render und sein Team haben in den letzten Jahren herausragend gearbeitet und damit eine gute Basis für die großen Herausforderungen der nächsten Jahre geschaffen. Die niedrigen Gaspreise und gute KWK-Förderung dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den nächsten Jahren weitere große Investitionen bevorstehen, für die es jetzt gilt, Reserven anzulegen.“

Worauf die Stadtwerke im Einzelnen aufbauen können, zeigen die Ergebnisse der einzelnen Bereiche:

Strom – mehr als Flensburg dazu gewonnen

Sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich konnten die Stadtwerke Flensburg zulegen. Während im Heimatmarkt die Kundenzahl relativ stabil bliebt, wuchs sie bundesweit um 18 % oder 39.000 Kunden. In Summe versorgten die Stadtwerke zum Ende des Jahres 255.000 Haushalte in ganz Deutschland mit Strom.

Kundenentwicklung

(zum Vergrößern der Ansicht auf die Tabelle klicken)

Insgesamt hat der Flensburger Energieversorger in 2020 1.660 Gigawattstunden (GWh) Strom abgesetzt. 256 GWh oder 18,2 % mehr als im Vorjahr.

Im Absatzgebiet Flensburg, Glücksburg, Harrislee lag der Gesamtabsatz mit rund 264 GWh fast 10 % unter dem Vorjahr. Grund für den Rückgang ist ein pan-demiebedingtes Absatzminus bei Geschäftskunden

Dieser regionale Absatzrückgang wird durch den Zuwachs sowohl bei Privat- als auch Geschäftskunden im bundesweiten Stromvertrieb deutlich überkompensiert. Hier betrug der Absatzzuwachs fast 277 GWh, mehr als die gesamte Stadt Flensburg verbraucht. Mit rund 159 GWh tragen die Geschäftskunden mehr als die Hälfte zu dieser Steigerung bei.

Insgesamt ist das Stromgeschäft mit mehr als 70 % der größte Umsatzträger der Stadtwerke.

Erdgas – wächst stärker als Strom

Seit dem Einstieg der Stadtwerke in den bundesweiten Vertrieb von Erdgas im Jahr 2016 ist die Kundenzahl kontinuierlich gestiegen. Ende des Jahres 2020 belieferten die Stadtwerke 43.000 Privatkunden mit Erdgas. Das entspricht einem Zuwachs von rund 16.000 Haushalten oder fast 60 % im Vergleich zum Vorjahr.

Mit einem Absatz von 1.146 GWh an Privat- und Geschäftskunden konnten die Stadtwerke hier ihren Vorjahresabsatz mehr als verdoppeln.

Der bundesweite Erdgas-Absatz übersteigt inzwischen den von Fernwärme in Flensburg, Glücksburg und Harrislee um 25 %.

Insgesamt steht das Erdgasgeschäft für nahezu 10 % des Gesamtumsatzes des Flensburger Energieversorgers.

Glasfaser – Telekommunikation mit Zukunft

Seit 2016 bauen die Stadtwerke Flensburg, Glücks-burg und Harrislee flächendeckend mit schneller Glasfaser aus. Deutlich mehr als die Hälfte der 41 Aus-baugebiete sind im Bau bzw. in Betrieb. Über 8.000 Kunden haben sich bereits für ein Angebot der Stadtwerke entschieden, um mit der konsequent schnellen Glasfaser zu surfen und die Vorteile der digitalen Zukunft wie konstant hohe Übertragungsraten egal wie viele Abnehmer gerade online sind nutzen zu können. Gerade das letzte Jahr mit einer deutlichen Zunahme von Homeoffice und digitalem Arbeiten hat gezeigt, wie wichtig konsequenter Glasfaserausbau ist. Und es zeigt sich, dass die Veränderung der Arbeitswelt Bestand hat und künftig deutlich mehr auf digitaler Basis gearbeitet werden wird. Ein guter Internet-Anschluss ist dann nicht mehr nice-to-have, sondern Voraussetzung und Basis für die digitale Zukunft im Privaten und Geschäftlichen.

Im vergangenen Jahr haben die Stadtwerke die Stadtteile Exe, Schäferhaus und Fruerlund mit Glasfaser erschlossen. Die jährlichen Investitionen für den Ausbau liegen inzwischen bei 14 Millionen Euro und sorgen dafür, dass es mit dem Ausbau schnell vorangeht.

Fernwärme – niedriger als Vorjahr

Der Fernwärmeabsatz ist vorrangig abhängig von der Temperatur. Er lag in 2020 mit 915 GWh knapp 5 % unter dem des Vorjahres (961 GWh). Hauptursache für den Rückgang ist die höhere Jahresdurchschnittstemperatur.

Trinkwasser – wie immer

Hier ändert sich seit Jahren fast nichts. Der Absatz lag mit 4,9 Mio. m³ konstant auf Vorjahresniveau.

Töchter und Beteiligungen

Die Stadtwerke Flensburg sind Träger der kommunalen Daseinsvorsorge. Sie tragen die Ergebnisse der Infrastruktureinrichtungen Hafen, Flughafen und öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und gleichen auch deren negative Ergebnisse aus.

Coronabedingt sind die Verluste, die die Stadtwerke für 2020 übernehmen, insbesondere im ÖPNV im letzten Jahr deutlich gestiegen und liegen bei 2,7 Mio. Euro.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl bleibt mit 610 zu 604 im Vorjahr nahezu konstant. Die Zahl der Auszubildenden lag bei 54 (Vorjahr 52). Die Ausbildungsquote ist mit 9 % sehr hoch und belegt, dass die Stadtwerke ihrer Verantwortung als einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region gerecht werden.

Ergebnis – erfreulich, aber Einmal-Effekte

Auch das Ergebnis der Stadtwerke hat sich nach oben entwickelt. So lag das operative Ergebnis (EBIT) mit 33,4 Mio. Euro um 2,8 Mio. Euro oder 9,3 % über dem Vorjahr. Beim Jahresüberschuss nach Steuern (EAT) gab es eine Steigerung von 15,1 auf 18,4 Mio. Euro.

Davon werden über 7,3 Mio. Euro an den städtischen Haushalt abgeführt.

Neben dem Vertriebsgeschäft für Energie waren dafür besonders zwei Faktoren verantwortlich. So lag der Preis für Erdgas, der als Brennstoff für die Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) Kessel 12 eingesetzt wird, niedriger als erwartet. Darum setzten die Stadtwerke diese Anlage häufiger ein als geplant und erwirtschafteten höhere Erträge. Für die Umwelt ist dies auch gut, denn die GuD-Anlage produziert bei gleicher Erzeugungsleistung 40 % weniger CO2. In den Sommermonaten erfolgte die Energieerzeugung ausschließlich über die GuD-Anlage.

Dazu kommt ein zweiter Ergebnis-Effekt. Die umweltschonende Energieerzeugung mit Erdgas wird mit dem Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-Gesetz gefördert. Allerdings nur für eine insgesamt festgelegte Anzahl an Betriebsstunden. In 2020 lief die KWK-Anlage Kessel 12 mehr Stunden als geplant. Die Stadtwerke erhielten deswegen eine höhere Förderung als für das Jahr 2020 vorgesehen.

Zahlen und Daten aus dem Geschäftsbericht 2020 der Stadtwerke Flensburg GmbH

Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung  im Jahr 2020:

Der Aufsichtsrat setzt sich aus gewählten Mitgliedern der Anteilseigner, also der Stadt Flensburg und der Belegschaft zusammen. Die städtischen Vertreter sind zum Teil KommunalpolitikerInnen. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, die Geschäftsführung zu beraten, insbesondere aber zu überwachen und zu kontrollieren. Die Aufsichtsratsmitglieder sind somit keine „MitarbeiterInnen“ der Stadtwerke. Anders ist das bei den BelegschaftsvertreterInnen. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten ebenso kein „Gehalt“, sondern eine „Vergütung“ für ihre Tätigkeit, die sie selbst versteuern müssen. Angaben aus dem Geschäftsbericht der SWF 2020, S. 63:

IV. Ergänzende Angaben

1. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe und Organkredite

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung sind unter Punkt 9 und 10 aufgeführt.
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr auf 433 TEUR, die sich aus einem erfolgsunabhängigen Anteil in Höhe von 277 TEUR und einem erfolgsabhängigen Anteil in Höhe von 156 TEUR zusammensetzen.

Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates verteilen sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Aufsichtsrat

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich die Gesamtbezüge auf 151 TEUR.
Zum Stichtag betragen die für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung gebildeten Rückstellungen
für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen 2,4 Mio. EUR. Die Pensionsverpflichtungen sind durch Bürgschaften abgesichert.

Die G & V der Stadtwerke Flensburg GmbH

SWF-Geschäftsbericht 2020, S. 51 (zum Vergrößern der Ansicht auf die Tabelle klicken)

G und V SWF 2020

Zusammensetzung der Umsatzerlöse

SWF-Geschäftsbericht 2020, Seite 62-63

Umsatzerlöse

Bilanz der Stadtwerke Flensburg GmbH für das Jahr 2020

SWF-Geschäftsbericht 2020, Seite 48-49 (zum Vergrößern der Ansicht auf die Tabelle klicken)

Bilanz SWF

Jahresüberschuss und Bilanzgewinn

SWF-Geschäftsbericht 2020, Seite 67

Jahresüberschuss und Bilanzgewinn

SWF-Geschäftsbericht 2020 zum Download

Den ausführlichen Geschäftsbericht 2020 der Stadtwerke Flensburg mit der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung für die Stadtwerke Flensburg GmbH gibt es hier https://www.stadtwerke-flensburg.de/fileadmin/user_upload/pdf/geschaeftsberichte/swfl-geschaeftsbericht-2020.pdf

Klimabegehren Flensburg: Infoveranstaltung am 1. Juni

187880619_113493490910841_2826585058466673261_n

Klimabegehren Flensburg: Online-Informationsveranstaltung!

Dienstag, 1. Juni 2021 um 19:00 Uhr

Wir starten ein Bürger*innenbegehren für ein klimapositives Flensburg – bist du dabei?

Du interessierst dich für unser Klimabegehren? Du hast Fragen oder Ideen? Du hast Lust, mitzumachen und mit uns gemeinsam auf ein fossilfreies Flensburg hinzuwirken? Dann bist du hier genau richtig!

Am 1. Juni um 19:00 Uhr stellen wir bei einer Online-Veranstaltung unser Klimabegehren vor. Wir beschreiben die Ausgangslage in Flensburg und erklären, wie so ein Bürger*innenbegehren überhaupt abläuft. Außerdem erzählen wir, welche Möglichkeiten es gibt, sich bei uns einzubringen – von Unterschriftensammeln über strategische Planung bis hin zu kreativen Aktionen ist alles dabei!

Bitte per Mail anmelden

Wenn du teilnehmen willst, schick uns zur Anmeldung bitte eine kurze Mail an moin@klimabegehren-flensburg.de.
Die Veranstaltung wird über das Video-Tool BigBlueButton stattfinden und ist für jede*n ohne Anmeldung zugänglich. Wir freuen uns, wenn du dich mit Mikrofon und/oder Kamera in die Veranstaltung einwählst, das ist aber keine Voraussetzung zum Mitmachen.

Du willst dich gerne einbringen, hast aber an dem Termin keine Zeit oder keine Lust auf noch ein Online-Treffen? Dann abonniere am besten unseren Newsletter (https://klimabegehren-flensburg.de/neuigkeiten/) und schreibe uns eine Mail (moin@klimabegehren-flensburg.de), dann nehmen wir Kontakt mit dir auf.

Bündnis Klimabegehren Flensburg

KlimabegherenDas Bündnis Klimabegehren Flensburg ist ein Zusammenschluss aus alteingesessenen Flensburger*innen, Studierenden und Vertreter*innen von Organisationen wie den Ortsgruppen von Greenpeace, Students for Future, dem VCD und dem BUND, dem Bündnis fossilfreies Flensburg und der Aktionsgruppe Klima Flensburg.
Wir reihen uns ein in eine Vielzahl von Klimaentscheiden, die seit einiger Zeit auf kommunaler Ebene (z.B. in Kassel, Mannheim, Darmstadt und Lüneburg) ein deutliches Zeichen für konsequenten Klimaschutz setzen.

 
Siehe zum Klimabegehren Flensburg auch den Stadtblog-Beitrag vom 19. Mai 2021
Flensburger Initiative startet Klimabegehren – Stadtwerke sollen bis 2035 fossilfrei werden
unter: https://akopol.wordpress.com/2021/05/19/flensburger-initiative-startet-klimabegehren-stadtwerke-sollen-bis-2035-fossilfrei-werden/
 

Flensburger Initiative startet Klimabegehren – Stadtwerke sollen bis 2035 fossilfrei werden

stadtwerke-hafen-ausschnitt-geeignet 2

Heizkraftwerk am Flensburger Hafen-Westufer: Das „Bündnis Klimabegehren Flensburg“  will erreichen, dass die Stadtwerke bis 2035 komplett aus der fossilen Energiegewinnung aussteigen – Foto: Jörg Pepmeyer

„Bündnis Klimabegehren Flensburg“ für mehr Klimaschutz

Eine Gruppe von Flensburger*innen hat sich zusammengeschlossen, um in den kommenden Wochen ein Bürger*innenbegehren für mehr Klimaschutz zu starten. Das neu gegründete „Bündnis Klimabegehren Flensburg“ hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Energieerzeugung der Stadtwerke bis 2035 fossilfrei wird. Dafür plant die Gruppe, im Rahmen eines Bürger*innenbegehrens Unterschriften zu sammeln und so den Druck auf Stadt und Stadtwerke zu erhöhen, das Pariser Klimaabkommen auf kommunaler Ebene umzusetzen.

Das konkrete Ziel des Bürger*innenbegehrens ist es, die Stadt Flensburg dazu anzuhalten, bis spätestens 2035 aus der fossilen Energiegewinnung auszusteigen. Das Kraftwerk am Hafen, welches in kommunaler Hand liegt, stellt die größte CO2-Quelle der Stadt dar. Bisher werden der Strom und die Wärme für Flensburg fast ausschließlich aus fossilen Energieträgern wie Kohle und Erdgas hergestellt. Helmreich Eberlein vom Bündnis Klimabegehren Flensburg: „Wir müssen deutlich rascher Lösungen erreichen, als vom Klimapakt und den Stadtwerken bisher angepeilt. Eine Umstellung auf erneuerbare Energien im Jahr 2050 ist deutlich zu spät, wenn wir unsere Lebensgrundlagen erhalten wollen. Das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz gibt uns Rückenwind“.

Clara Tempel und Helmreich Eberlein (Pressesprecher_innen)

Clara Tempel und Helmreich Eberlein, Pressesprecher_innen des „Bündnis Klimabegehren Flensburg“ – Foto: „Bündnis Klimabegehren Flensburg“Pressefotos | Flickr

Ein Bürger*innenbegehren ist ein Instrument der direkten Demokratie, das Bürger*innen die Möglichkeit gibt, die lokale Politik mitzugestalten. Damit das Begehren erfolgreich ist, müssen die Mitglieder des Bündnisses rund 5000 Unterschriften für ihr Anliegen sammeln. Sollte die Stadt nicht auf die Forderung der Klimaschützer*innen eingehen, kommt es zu einem Bürger*innenentscheid, also zu einer offiziellen Abstimmung. „Mit dem Klimabegehren können wir uns in die träge Stadtpolitik einmischen. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass die Ratsversammlung die Klimakrise noch nicht ernstzunehmen scheint. Deswegen übernehmen wir als Flensburger Bürger*innen Verantwortung und starten die Klimawende von unten“, sagt Clara Tempel, Transformationsstudierende an der Universität Flensburg.

Die Mitglieder des Bündnisses haben sich mit ihrem Anliegen bereits an die Stadt gewandt und Gespräche mit Vertreter*innen der Stadtverwaltung geführt. Nun warten sie auf die Kostenschätzung der Stadt – ein formaler Schritt, der bei einem Bürger*innenbegehren notwendig ist. In den nächsten Wochen soll vor allem Aufmerksamkeit für das Klimabegehren geschaffen werden, bis dann im Sommer die Unterschriftensammlung startet. So haben die Klimaschützer*innen heute ihre Website veröffentlicht und planen eine digitale Infoveranstaltung am 1. Juni um 19 Uhr. „Wir laden alle Flensburger*innen ein, sich über unser Begehren zu informieren. Neben der Unterschrift gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, sich einzubringen!“, betont Eberlein.

KlimabegherenDas Bündnis Klimabegehren Flensburg ist ein Zusammenschluss aus alteingesessenen Flensburger*innen, Studierenden und Vertreter*innen von Organisationen wie den Ortsgruppen von Greenpeace, Students for Future, dem VCD und dem BUND, dem Bündnis fossilfreies Flensburg und der Aktionsgruppe Klima Flensburg. Sie reihen sich mit ihrem Vorhaben in eine Vielzahl von Klimaentscheiden ein, die seit einiger Zeit auf kommunaler Ebene (z.B. in Kassel, Mannheim, Darmstadt und Lüneburg) ein deutliches Zeichen für konsequenten Klimaschutz setzen.

 

Veränderung der Geschäftsführung bei Stadtwerke-Töchtern

Aktiv Bus – Paul Hemkentokrax weiter fünf Jahre Geschäftsführer

Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Flensburg haben die Vertragsverlängerung mit Aktiv Bus-Geschäftsführer Paul Hemkentokrax um weitere fünf Jahre beschlossen. Er wird ebenfalls als Geschäftsführer der Flensburger Hafen GmbH und der Abfallwirtschaftszentrum GmbH eingesetzt. Ab 01. Januar 2022 übernimmt Thomas Räther die Geschäftsführung der Flensburger Flughafen GmbH.

csm_1_Hybridbus_77c5ad4175

Umweltfreundlicher Hybrid-Bus der Stadtwerke-Tochter Aktiv Bus

Für den Stadtwerke Aufsichtsrats-Vorsitzenden Rolf Helgert ist damit sichergestellt, dass die seit rund 20 Jahren sehr erfolgreiche Arbeit der Aktiv-Bus Geschäftsführung fortgesetzt wird: „Paul Hemkentokrax. ist ein bodenständiger und mit außerordentlich guten Fachkenntnissen sowie Führungsqualitäten ausgestatteter Manager, der nicht nur aktuell in der Corona-Krise, sondern auch bei vielen anderen Herausforderungen der Vergangenheit bewiesen hat, dass er eine Top-Besetzung für die Aktiv Bus GmbH ist. Ich bin dankbar, dass auch er sich für eine Zukunft in Flensburg entschieden hat.“

Die Aktiv Bus Flensburg GmbH ist eine 100%-ige Tochter der Stadtwerke Flensburg. 1999 wurde sie als Verkehrssparte aus den Stadtwerken ausgegliedert. Seit 2014 hat das Unternehmen die Konzessionen für alle Stadtbuslinien in Flensburg inne. Mit mehr als 130 Mitarbeitern, davon rund 100 Busfahrern, und 32 eigenen Bussen ist das Unternehmen täglich fast überall im 20 min.-Takt unterwegs. Seit März 2015 werden ausschließlich umweltfreundliche und besonders leise Hybridbusse angeschafft.

Flensburger Hafen

Auch die Geschäfte des Flensburger Hafens wird Paul Hemkentokrax auf Basis einer Zusatzvereinbarung weitere fünf Jahre führen.

Der Hafen am Ende der Flensburger Förde wird von mehr als. 300 Frachtschiffen pro Jahr angelaufen. In erster Linie werden Massengüter wie Kohle, Splitt, Dünger, Schrott, Holz und Getreideprodukte sowie Zellulose und Bigpacks als Stückgut umgeschlagen. Neben dem Hafenbetrieb ist die Flensburger Hafen GmbH auch für den Unterhalt und die Instandhaltung der Kai- und Steganlagen verantwortlich.

Aufgrund der Neuplanungen für das Hafenostufer wird der Flensburger Hafen in den nächsten Jahren auf die Westseite der Förde zu den Stadtwerken verlegt werden.

Abfallwirtschaftszentrum GmbH

Und auch die Geschicke dieser Tochter wird Paul Hemkentokrax für die nächsten zwei Jahre bis Ende 2023 als Geschäftsführer begleiten.

Seit 1999 werden dort Grünabfälle kompostiert sowie Restabfälle, Bioabfälle, Papier/Pappe, Leichtverpackungen und Klärschlamm umgeschlagen. Der Biokompost trägt das RAL-Gütesiegel und wird im Hausgartenbereich, im Landschafts- und Gartenbau sowie in der Landwirtschaft eingesetzt.

Darüber hinaus bietet das Abfallwirtschaftszentrum verschiedene Dienstleistungen an.

Flughafen GmbH

Die Geschäftsführung der Flughafen GmbH hingegen ändert sich. Sie wird ab 01. Januar 2022 Thomas Räther für fünf Jahre übertragen. Er ist Geschäftsbereichsleiter für die Energie- und Wassernetz bei den Stadtwerken und wird ab dem nächsten Jahr den Flughafen neben seinen Aufgaben bei den Stadtwerken leiten. Er löst damit die geteilte Führung von Paul Hemkentokrax und Manfred Bühring ab. „Die Aufgaben in eine Hand zu geben und damit auch für die Zukunft neu aufzustellen, war eine wichtige Entscheidung“, so Rolf Helgert. „Manfred Bühring hat über 20 Jahre den Flensburger Flughafen sehr erfolgreich geführt. Er hat mit sehr viel Erfahrung und ruhiger Hand und als von allen Seiten sehr geschätzter Geschäftsführer die Interessen des Flughafens über so viele Jahre hinweg sehr gut vertreten. Wir planen eine Verabschiedung und Würdigung der außerordentlichen Leistungen von Manfred Bühring zum Jahresende mit dem Auslaufen seines Vertrages. Ich möchte ihm aber jetzt schon für die langjährige mit sehr viel Herzblut und Engagement praktizierte Führung des Flughafens ganz herzlich danken.“ Manfred Bühring möchte nach langen Jahren auf eigenen Wunsch seine Geschäftsführer-Tätigkeit beenden.

Mit Thomas Räther haben die Stadtwerke-Gremien eine kompetente, dem Flugsport nahestehende Geschäftsführung gefunden. Er ist nicht nur durch seine Führungserfahrung, sondern auch durch seine Affinität zum Fliegen als langjähriger Sportpilot eine besonders geeignete Persönlichkeit für die Geschäftsführung des Flughafens.

Der Flensburger Flughafen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Er wurde im Jahr 1911 gegründet und feierte 2011 sein 100-jähriges Jubiläum. In den beiden Weltkriegen diente er als Militärflugplatz, heute starten und landen dort ausschließlich zivile Flugzeuge.

Flüge mit Flensburger Charterfirmen gehen nach ganz Europa und stehen quasi als Privattaxi für alle zur Verfügung, die schnell ihr Ziel erreichen wollen.

Der Flughafen ist seit dem Jahr 2013 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Flensburg, früher gehörte er der Stadt und einigen regionalen Unternehmen.

Netzwerk fordert: Stadtwerke Flensburg sollen sich gegen Holzimporte aus Namibia positionieren

stadtwerke-hafen-ausschnitt-geeignet 2

Heizkraftwerk am Flensburger Hafen-Westufer: Das Netzwerk Flensburg-Postkolonial fordert den Stadtwerke-Vorstand und Aufsichtsrat auf, für die Energiegewinnung kein Holz aus Namibia als Ersatzbrennstoff zu verwenden und „sich unmissverständlich in einem öffentlichen Statement von Rohstoffimporten aus Ländern des Globalen Südens zu distanzieren.“ – Foto: Jörg Pepmeyer

Die AktivistInnen des Netzwerks Flensburg-Postkolonial fordern in einem Brief den Vorstand und den Aufsichtsrat der Flensburger Stadtwerke auf, auf den Import von namibischen Holz als Ersatzbrennstoff für die Energiegewinnung im Kraftwerk zu verzichten.

Gleichzeitig fordern sie vom Stadtwerke-Vorstand und Aufsichtsrat: „sich unmissverständlich in einem öffentlichen Statement von Rohstoffimporten aus Ländern des Globalen Südens zu distanzieren und zu einer Energieversorgung auf Basis regenerativer und regional verfügbarer Energiequellen zu bekennen.“ Unterzeichnet haben den Brief verschiedene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie Professorinnen und MitarbeiterInnen der Europa-Universität Flensburg. Wir dokumentieren untenstehend den Brief:

Sehr geehrter Herr Dr. Wernicke, liebe Mitglieder des Aufsichtsrats,

in den vergangenen Wochen sorgten Berichte über mögliche Holzimporte aus Namibia als Ersatzbrennstoffe für deutsche Kohlekraftwerke bundesweit für Aufsehen und Kritik [1]. Bisher fokussierte die Debatte vor allem auf das Hamburger Kraftwerk Tiefstack. Eine Studie des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement [2] bringt nun auch das Flensburger Kraftwerk, welches in den kommenden Jahren einen Kohleausstieg plant und noch kein fundiertes Konzept für eine fossilfreie Wärme- und Stromversorgung vorlegen konnte, als mögliche Abnehmerin ins Gespräch.

Der angedachte Import von Holz aus Namibia wird von zahlreichen Umwelt- und Entwicklungsorganisationen kritisiert. Nicht nur die Umweltbilanz der Holznutzung ist unter anderem aufgrund des langen Transportweges fraglich [3], sondern auch neokoloniale Strukturen werden kritisiert. Denn das Muster ist bekannt: Der nicht-nachhaltige Ressourcen- und Energiehunger der Länder des Globalen Nordens soll durch Ausbeutung von Mensch und Natur andernorts gedeckt werden. Dies ist bei dem Holz aus Namibia das gleiche Prinzip wie bei der gegenwärtig in Flensburg verwendeten Steinkohle, die vermutlich aus Russland stammt und aufgrund massiver Menschenrechtsverletzungen in der Kritik steht, oder bei angedachten Wasserstoffimporten aus dem Kongo [4]. Strukturelle Ungleichheiten zwischen Nord und Süd wurden in der Kolonialzeit zementiert und bestehen bis heute auf dem Weltmarkt fort und ermöglichen derartige Formen von Ausbeutung.

Daher fordern wir, das Netzwerk Flensburg-Postkolonial, die Stadtwerke Flensburg auf, sich unmissverständlich in einem öffentlichen Statement von Rohstoffimporten aus Ländern des Globalen Südens zu distanzieren und zu einer Energieversorgung auf Basis regenerativer und regional verfügbarer Energiequellen zu bekennen.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören und verleiben mit freundlichen Grüßen,

Netzwerk Flensburg-Postkolonial

Unterzeichner*innen mit namentlicher Nennung (alphabetisch):

Elisabeth Bohde, Pilkentafel Flensburg
Inken Carstensen-Egwuom, Post-Doc an der Europa-Universität Flensburg
Katrine Hoop, Flensburg
Jonas Lage, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Europa-Universität Flensburg
Bea Lundt, em. Professorin an der Europa-Universität Flensburg, Gastprof. an der University of Education Winneba Ghana
Nelo Schmalen, Flensburg
Thorsten Schütte, Pilkentafel Flensburg
Christine Thon, Professorin an der Europa-Universität Flensburg
_________
[1] Janzing, Bernward (2021): Holz aus Namibia statt Kohle? In: taz.de, 31.03.21. Online verfügbar unter: https://taz.de/Energiepolitik-in-Deutschland/!5758430/ Burghardt, Peter (2021): Hamburger Holzweg. In Süddeutsche Zeitung, 06.04.21. Online verfügbar unter: https://www.sueddeutsche.de/politik/energie-hamburger-holzweg-1.5256666 Wille, Joachim (2021): Da ist was im Busch. In: Frankfurter Rundschau. Online Verfügbar unter: https://www.fr.de/wirtschaft/da-ist-was-im-busch-90239912.html Schröder, Axel (2021): Hamburg will Buschholz aus Namibia verfeuern. In: Deutschlandfunk. Online verfügbar unter: https://www.deutschlandfunk.de/bessere-klimabilanz-als-gas-hamburg-will-buschholz-aus.697.de.html?dram:article_id=488178
[2] Flesch, Felix/Ohlde, Gerhard/Senanyake, Navoda/Monschin, Marlon/Wilhelm, Karsten (2021): Road Map to Biomass Industrial Park. Biomass Partnership with Namibia. Hg. V. Institute for Applied Material Flow Management. Online verfügbar unter: https://www.dasnamibia.org/?wpfb_dl=117
[3] Rabenstein, Dietrich (2021): Buschholz aus Namibia: Ersatz für die Steinkohle in Deutschland? Hg. v. Hamburger Energietisch e.V.. Online verfügbar unter: https://www.hamburger-energietisch.de/WP-Server/wp-content/uploads/Buschholz-aus-Namibia-als-Ersatz-fuer-die-Steinkohle-in-Deutschland-kurz-V1.0.pdf
[4] Hilpert, Simon/Lage, Jonas (2021): Grüner Wasserstoff als goldener Weg der Flensburger Energiewende? Online verfügbar unter: https://akopol.wordpress.com/2021/02/04/gruener-wasserstoff-als-goldener-weg-der-flensburger-energiewende/

Deutsche Tamoil verlängert Stromliefervertrag mit den Stadtwerken Flensburg

HEM – mit Stadtwerke-Strom tanken

Die Deutsche Tamoil hat ihren Stromliefervertrag mit den Stadtwerken Flensburg für die Jahre 2022 und 2023 verlängert. Damit wird an den von ihr betriebenen HEM- und TAMOIL-Tankstellen weiter mit Strom aus dem hohen Norden getankt. Die Liefermenge liegt bei jährlich 29 Millionen Kilowattstunden.

csm_Elmshorn_3_klein_10a7fe659c

HEM-Tankstelle in Elmshorn – mit Stadtwerke-Strom tanken

„Es freut mich sehr, dass die Deutsche Tamoil ihren Liefervertrag mit uns für weitere zwei Jahre verlängert hat. Da haben wir sicher viel richtiggemacht, denn der Wettbewerb am Strommarkt ist hart umkämpft,“ sagt Cris Wallendorf, Vertriebsleiter der Stadtwerke Flensburg.

Die Deutsche Tamoil mit Sitz in Hamburg ist mit einem Marktanteil von fast 5 Prozent einer der größeren Tankstellenbetreiber Deutschlands. Das traditionsreiche Unternehmen wurde 1925 gegründet und expandiert kontinuierlich weiter. Auch mit digitalen Diensten. So kann der Kunde seit 2019 mit seinem Handy kontaktlos direkt an der Tanksäule bezahlen. Dadurch werden vor allem in der aktuellen Situation unnötige Kontakte reduziert und Warteschlangen vermieden.

Wie die Deutsche Tamoil wachsen auch die Stadtwerke Flensburg kontinuierlich. Im bundesweiten Strommarkt steigen Kundenzahlen und Absatzmengen fortwährend sowohl im Geschäfts- als auch im Privatkundenbereich. Aktuell liefern die Stadtwerke bundesweit Strom an rund 313.500 Haushalte. Dazu kommen rund 47.500 Kunden, die in ganz Deutschland mit Erdgas beliefert werden.

Unter Vertrag: Globus Warenhäuser erhalten zukünftig ihren Strom aus Flensburg

Flensburg. Die Stadtwerke Flensburg werden ab 2023 die GLOBUS SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG mit Strom versorgen. Der Vertrag hat ein Liefervolumen von jährlich rund 184 Millionen Kilowattstunden und eine Laufzeit bis Ende 2024.

„Der Wettbewerb um Stromkunden in Deutschland ist hart umkämpft.“ meint Cris Wallendorf, Vertriebsleiter der Stadtwerke Flensburg. „Deshalb freut es mich umso mehr, dass sich Globus für unseren Strom entschieden hat.“

Das Unternehmen Globus ist ein Handelsunternehmen, welches neben SB-Warenhäusern, Baumärkten und Elektrofachmärkten in Deutschland auch Geschäfte im Ausland unterhält. „Wir haben den Zuschlag für sämtliche deutsche Globus SB-Warenhäuser erhalten. So werden ab 2023 rund 184 Millionen Kilowattstunden Strom an das Unternehmen geliefert. Mit dieser Menge können vergleichsweise 60.000 Haushalte in einem Jahr mit Strom versorgt werden.“ so Mario Albrozeit, der im Vertrieb für die Geschäftskunden zuständig ist.

„Dass sich wieder ein Unternehmen aus Süddeutschland für den Strom aus Flensburg entschieden hat, zeigt, dass wir im bundesweiten Vergleich sehr gut dastehen. Sicher ist der Preis entscheidend. Aber nicht nur: Der Kunde soll rundherum zufrieden sein. Deshalb bieten wir nicht nur ein sehr gutes Preis-/ Leistungsverhältnis, sondern auch die Sicherheit eines seriösen Stromanbieters mit langjähriger Erfahrung.“ macht Cris Wallendorf deutlich.

Insgesamt wachsen die Stadtwerke Flensburg im bundesweiten Strommarkt kontinuierlich sowohl im Geschäfts- als auch im Privatkundenbereich. Aktuell liefern die Stadtwerke bundesweit Strom an rund 263.000 Haushalte. Dazu kommen noch rund 47.000 Kunden, die mit Erdgas beliefert werden

Baumfällarbeiten auf dem Museumsberg: Zwei Bergahorne und drei Hainbuchen sollen weichen

Sanierung der Fernwärme

Mitteilung der Stadt Flensburg. Die Erneuerung von Energieversorgungsleitungen ist immer dann notwendig, wenn alte Leitungen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben und die Versorgungssicherheit nur mit einer neuen Leitung sichergestellt werden kann. Dies ist am Museumsberg der Fall.
Die Stadtwerke Flensburg haben darum entschieden, die überalterte Fernwärmeleitung über den Museumsberg zu erneuern, bevor die neuen Wege und Plätze aus dem Förderprojekt „Christiansens Gärten“ auf dem Museumsberg entstehen.
Die Neuverlegung der Fernwärme erfolgt am besten in den Sommermonaten, damit dann die Beeinträchtigungen in der Wärmeversorgung am geringsten sind. Natürlich erhalten alle Haushalte, die mit dieser Leitung versorgt werden, über Umschaltungen auch während der Bauphase Wärme und Heißwasser. Die neue Fernwärmeleitung besteht aus 2 dicken, isolierten Rohren und benötigt eine Arbeitsbreite von mehreren Metern. Zum Schutz der älteren Bäume, unter ihnen auch die alte Eiche vor dem Sauermanhaus, welche sogar ein eingetragenes Naturdenkmal ist, musste ein Weg über den Museumsberg gefunden werden, der möglichst wenig in die Natur eingreift und möglichst viele Bäume erhält. 
Trotzdem sind durch die bevorstehende Neuverlegung zwei Bergahorne und drei Hainbuchen betroffen, die im Zuge von genauesten Planungen und zahlreichen Abstimmungen mit Behörden und unter Hilfestellung eines unabhängigen Baumgutachters, zur Fällung vorgesehen wurden. Eine benachbarte Birke wurde aufgrund von Vorschädigungen und ihrer geringen Restlebenserwartung ebenfalls gefällt. Zum Schutz der Brutvögel müssen die unter Aufsicht der unteren Naturschutzbehörde und des Landesamts für Naturschutz begleiteten Arbeiten bis zum 28.02. abgeschlossen sein.
Schon bald wird mit der Erneuerung der alten Leitung begonnen, damit auch die Verschönerungs- und Renovierungsarbeiten auf dem Museumsberg möglichst schnell aufgenommen werden können und vor allem die Flensburger*innen vor den sinkenden Temperaturen im Herbst wieder sicher mit Fernwärme versorgt werden können.

%d Bloggern gefällt das: