Archiv der Kategorie: Stadtwerke Flensburg

Hier finden sich Artikel und Material über die Stadtwerke Flensburg

Dialog mit klimainteressierten Bürgern der Stadt… oder nicht ?!

Offener Brief von Ralf-Detlev Strobach, Aktionsgruppe KLIMA Flensburg, an die Flensburger Oberbürgermeisterin

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin! Sehr geehrte Frau Lange!

Im Nachgang zur KLIMA-Bürgerversammlung in der Bürgerhalle im November hatte ich Ihnen eine längere Mail mit einigen ganz konkreten Vorschlägen geschrieben. Unter anderem hatte ich vorgeschlagen anlässlich des Einführungsvortrages von Professor Homeyer eine KLIMA-STELE von ca. 7
Metern Höhe an der Hafenspitze zu errichten…, um der Bevölkerungvor Augen zu führen, mit einem wie hohen Anstieg des Wasserstandes zu rechnen ist, wenn der grönländische Eisschild schmilzt…

Leider habe ich bis heute keinerlei Reaktion von Ihnen bzw. aus Ihrem Hause erhalten. Wer A sagt – Bürgerdialog anstoßen – , muss auch B sagen – ihn dann auch führen… und eben antworten!

Sehr geehrte Frau Lange, gern führen wir weitere vertiefende Gespräche…, möchten aber auch sehen, dass in der Stadt des Klimapaktes etwas passiert!

Wo ist die Diskussion darüber, dass bei der internen Priorisierung der Stadtwerke-Leitlinien endlich der Umwelt- und Klimaschutz von seinem hinteren Dornröschenplatz bedeutend nach vorn gebracht wird ?!

Wo ist die stadtweite Initiative, die Zahl der angemeldeten PKW zu reduzieren?! Stattdessen stellt man nur verwundert das weitere Anwachsen ihrer Anzahl fest.

Wo ist die Initiative, dass auf jedes Hausdach eine Photovoltaik-Anlage gehört…?!

Wo ist die Initiative, dass im Sinne der Konsum- und Agrar-/Ernährungswende die vegetarische Lebensweise propagiert und in der Art unterstütz und vorangetrieben wird, dass die Rathaus- – und
Stadtwerke-!!! – Kantine obligatorisch !!! ausschließlich !!! vegetarische Mahlzeiten ausgibt?!

Dies wäre keine Bevormundung, sondern ein starkes, horizonterweiterndes Signal. Jeder, der meint ohne Tierquälerei in Massentierhaltung nicht leben zu können, kann sich ja eine Bulette „ans Knie nageln…“
Bitte tun Sie etwas, das über den Kaffeegenuss aus Mehrwegbechern hinausgeht!

Nutzen Sie, bitte!, Ihre einflussreiche Stellung, den Klimaschutz nennenswert voranzubringen.

Mit besten Grüßen
Ralf-Detlev Strobach,
Aktionsgruppe KLIMA Flensburg,
A K F – denn die Stadt ist es wert!

Die Aktionsgruppe Klima ist ein Zusammenschluss aktiver BürgerInnen, die seit Mai letzten Jahres versucht in verschiedensten Bereichen öffentlich Druck auf Verwaltung und Parteien auszuüben. So hat die Gruppe als Aufruf zur Verkehrswende an die Stadt 5 Forderungen gestellt, die noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollen: Tempo 30 in der Innenstadt, Verkehrsberuhigung der Rathausstraße für 3 Monate,  Freihalten von Fuß-und Radwegen, Trennung von Rad- und Fußwegen und ein 365 € Jahres-Ticket für den ÖPNV. Es werden auch am Samstag Unterschriften gesammelt, die der  Stadt übergeben werden und dem Anliegen Nachdruck verleihen sollen.

Die Gruppe trifft sich jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat um 19:00, Waitzstraße 1-3.

Weitere Informationen über klima-flensburg@gmx.de

Neubau „Kessel 13“: Stadtwerke Flensburg investieren 100 Millionen Euro in erdgasbetriebene GuD-Anlage

Verträge für Gasturbine und Abhitzekessel Kessel 13 unterschrieben

Flensburg: Die Stadtwerke Flensburg investieren rund 100 Millionen Euro in den Bau einer zweiten erdgasbetriebenen Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) „Kessel 13“ im Kraftwerk an der Flensburger Förde. Die zwei bedeutendsten Bausteine des Neubau-Projektes sind jetzt unter Dach und Fach. Die Verträge für die Gasturbine und den Abhitzekessel sind unterzeichnet.

Vertragsunterzeichnung – Foto v.l.n.r.: Dr. Björn Henning, Vice President, Head of Business Unit Boiler, Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe, Ute Langhausen, Authorized Manager, Commercial Tendering Manager, Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe Karsten Müller-Janßen, Geschäftsbereichsleiter Anlagenbau und Projekte, Stadtwerke Flensburg Maik Render, Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg Anna Brunell, Commercial Sales Manager SIT, (Siemens Schweden) Christoph Schütte, Head of Subregion Germany, Siemens AG Dirk Veenhuizen, Senior Sales Manager SIT

Auftragnehmer für die Gasturbine ist die Firma Siemens, die mit ihrem Typ SGT 800 C1 allerneueste Technik für das Flensburger Kraftwerk liefert. Für Karsten Müller-Janßen, Geschäftsbereichsleiter Anlagenbau und Projektleiter Kessel 13 bei den Stadtwerken Flensburg ist auch die langfristige Zusammenarbeit wichtig: „Die neue Turbine ist das Nachfolgemodell der Anlage, die bereits im Kessel 12 erfolgreich läuft. Wir sind damit so zufrieden, dass wir die Zusammenarbeit mit Siemens fortsetzen und deren neueste Turbinenversion einsetzen wollen.“ „Wir freuen uns ein weiteres gemeinsames Kapitel der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Flensburg aufzuschlagen und den Umbau des Erzeugungsparks mit umweltfreundlicher und zukunftssicherer Gasturbinenspitzentechnolgie zu unterstützen“ fügt Matthias Kress, Siemens Gas and Power, Vice President Sales Germany Power Generation hinzu.

Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke, ergänzt: „Insgesamt investieren wir innerhalb von rund 10 Jahren eine viertel Milliarde Euro in den Kohleausstieg und die Erneuerung unseres Kraftwerkparks. Auch langfristig ist das im Hinblick auf die Energiewende eine gute Entscheidung. Wir können im neuen Kessel 13 bis zu 50% Wasserstoff verbrennen. Regenerativ erzeugtes synthetisches Methan können wir zu 100% einsetzen. Unser Kessel 12 kann diese Brennstoffe in den gleichen Anteilen verarbeiten. Damit sind wir für den zunehmenden Einsatz regenerativer Brennstoffe in Zukunft gut aufgestellt.“

Der Abhitzekessel stammt von der Firma Mitsubishi Hitachi Power Systems (MHPS). „Unser überzeugendes technologisches Konzept und unsere Erfahrung als Energieanlagenbauer waren ausschlaggebend für die Auftragsvergabe“, sagt Thomas Bohner, CEO von MHPS Europe.

Dirk Roschek, Geschäftsbereichsleiter Erzeugung ergänzt: „Überzeugt hat uns auch, dass wir mit den Haupt-Komponenten der GuD-Anlage Kessel 13, der Siemens-Gasturbine und dem Mitsubishi-Abhitzekessel, einen Brennstoffnutzungsgrad von 93% erreichen. Das ist noch etwas besser als die ohnehin schon sehr guten 92% des Kessel 12.“

Der Kessel 13 soll im Jahr 2022 in Betrieb gehen. So ersetzen die Stadtwerke innerhalb von sechs Jahren vier von fünf Kohlekesseln im Flensburger Heizkraftwerk. Bereits im Jahr 2016 gingen mit Inbetriebnahme des Kessel 12 zwei Kohlekessel außer Betrieb.

Der Kessel 13 senkt die CO2-Emissionen bei gleicher Energie-Erzeugungsmenge um 40% und spart allein rund 130.000 CO2 pro Jahr. Deutlich mehr als Flensburgs gesamter Fahrzeugbestand mit 60.000 Tonnen pro Jahr an CO2 emittiert.

Vorschläge und Forderungen des VCD zur Verkehrswende in Flensburg

Klimaschutz und Einzelhandel stärken – das geht Hand in Hand!

Überlegte Stadtplanung, die Aufenthalts- und Erlebnisqualität fördert, stärkt Umweltverbund, Tourismus und die Geschäfte vor Ort. Und folgt dem Willen sehr vieler Bürger*innen, wie die Unterschriftensammlung zu den 5 Sofort-Forderungen verdeutlicht.
Verkehrswende als Wirtschaftsförderung? Wie das geht, zeigt die folgende Präsentation der Flensburger Gruppe des VCD (Verkehrsclub Deutschland) auf der Grundlage von Daten aus Flensburg und andernorts.

Präsentation zum Herunterladen:
https://nord.vcd.org/fileadmin/user_upload/Nord/Flensburg/Stadt/Praesentation_Lebenswerte_Stadt/Mut_zur_lebenswerten_Stadt-online-2-1.pdf

Präsentation online:
https://nord.vcd.org/der-vcd-nord/ortsgruppe-flensburg/news/flensburg-mut-zur-lebenswerten-stadt/

Die Ortsgruppe Flensburg des VCD wurde im Februar 2019 gegründet. Sie setzt sich ein für die Förderung von Fuß- und Rad- und öffentlichem Verkehr, für „Vision Zero: NULL Verkehrstote“ und für eine Verkehrswende. Der VCD vor Ort arbeitet eng zusammen mit dem ADFC Flensburg und der Aktionsgruppe KLIMA Flensburg.

– 5 Sofort-Forderungen für die Verkehrswende:
https://weact.campact.de/p/endlichTaten
https://nord.vcd.org/flensburg/
– Infoblog: http://Flensburg-mobil.net

Kontakt:
Julia Born
VCD Ortsgruppe Flensburg
Große Straße 3
24937 Flensburg
0461 7950 1321
og-flensburg@vcd-nord.de

Hält Oberbürgermeisterin Simone Lange Machbarkeitsstudie zum Hafenumzug unter Verschluss?

Flensburger Wirtschaftshafen: Studie für den Umzug vom Ost- an das Westufer nicht öffentlich?

Bürgerinitiative Flensburger Hafen mit kritischer Stellungnahme und Fragen an die Stadt

Die Stadtverwaltung Flensburg hat das erste Protokoll der Steuerungsgruppe zum Umzug Hafen-West in der „Gläsernen Akte“ veröffentlicht, so wie es den Bürgern versprochen wurde. Das war es dann auch.
Es haben weitere Besprechungen stattgefunden und auch wurde eine Machtbarkeitsstudie für die Verlegung zum Hafen-West in Auftrag gegeben. Diese Studie müsste der Stadtverwaltung Ende Oktober vorgelegt worden sein.

Warum wird diese Studie nicht veröffentlicht, weil in dieser die Kosten des Umzuges ersichtlich sind?

Liegen diese Kosten bei ca. 20 bis 25 Mio. Euro, so wie wir diese schon im Juni benannt haben?

Liegt der geschätzte mögliche Hafenumschlag bei 410.000 t.?

Bestätigt diese Studie für die Zukunft eine gute Prognose für den Wirtschaftshafen, entgegen den Behauptungen der Stadtverwaltung?

Wird weiterhin die Hafen-Ost Seite als Wirtschaftshafen benötigt (Kreuzfahrer, für den FSG Kran usw,)?

Wäre somit eine städtebauliche Förderung ggf. nicht mehr möglich, weil es dann kein reines urbanes Gebiet mehr wäre?

Wurde auf die Verkehrsanbindungen der Hafen-West Seite eingegangen ?

Große Versprechen von Seiten der Stadtverwaltung alles zu veröffentlichen. Jetzt wo Ergebnisse zum Teil vorliegen sollten, wird nichts mehr veröffentlicht.
Die Stadt Flensburg hat bisher keine nachvollziehbaren Argumente, die unsere Kritik entschärfen. Im Gegenteil, man hüllt sich in Schweigen und nichts mehr wird veröffentlicht. Wir gehen davon aus, dass die Ratsmitglieder und auch andere Institutionen wie z.B. die IHK usw. nicht weiter informiert wurden bzw. werden.

Wir werden weiterhin bei Neuigkeiten berichten. Bis dahin wünschen wir allen eine besinnliche Weihnachtszeit.

Bürgerinitiative Flensburger Hafen e.V. auf Facebook

Mehr zur Kritk der Bürgerinitiative sowie Daten, Zahlen und Fakten zum Wirtschaftshafen und dem geplanten Umzug unter:  https://flensburg-hafen.de/

AKOPOL-Beitrag vom 14.06.2018: Gutachten der IHK zum Flensburger Wirtschaftshafen: Eine Ohrfeige für die Immobilienspekulanten und ihre Helfershelfer
unter: https://akopol.wordpress.com/2018/06/14/gutachten-der-ihk-zum-flensburger-wirtschaftshafen-eine-ohrfeige-fuer-die-immobilienspekulanten-und-ihre-helfershelfer/

Siehe zum Thema auch folgende Beiträge

Die Kosten: Das Millionen-Grab – Bürgerinitiative Flensburger Hafen
Daten, Zahlen und Fakten zum angedachten Hafenumzug
unter: https://flensburg-hafen.de/wirtschaftshafen/wirtschaftshafen-am-westufer/kosten/

shz-online vom 14.06.2019: Flensburger Hafen
Bürgerinitiative: „Die Verlegung des Wirtschaftshafens war nicht beschlussfähig“
unter: https://www.shz.de/24270737

AKOPOL-Beitrag vom 28.02.2019:
Offener Brief von Jan Friedrich Lüth an die Politik zum Wirtschaftshafen Flensburg
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/02/28/offener-brief-von-jan-friedrich-lueth-an-die-politik-zum-wirtschaftshafen-flensburg/

AKOPOL-Beitrag vom 9. Februar 2019: Flensburger Norden macht mobil gegen Hafenverlegung – Info- und Diskussionsveranstaltung am 12.02.2019 in der Aula der Petrischule
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/02/09/flensburger-norden-macht-mobil-gegen-hafenverlegung-info-und-diskussionsveranstaltung-am-12-02-2019-in-der-aula-der-petrischule/

AKOPOL-Beitrag vom 08. Februar 2019: Wirtschafshafen Flensburg: DIE LINKE, SSW, Flensburg wählen und WIF gegen voreilige Entscheidung der Ratsversammlung
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/02/08/wirtschafshafen-flensburg-die-linke-ssw-flensburg-waehlen-und-wif-gegen-voreilige-entscheidung-der-ratsversammlung/

AKOPOL-Beitrag vom 6. Februar 2019: Informationsveranstaltung des SSW: „Entwicklung Hafen Flensburg“ am 13.02.2019 um 19 Uhr im Flensborg Hus
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/02/06/informationsveranstaltung-des-ssw-entwicklung-hafen-flensburg-am-13-02-2019-um-19-uhr-im-flensborg-hus/

AKOPOL-Beitrag vom 25. Januar 2019: Mögliches Aus für den Flensburger Wirtschaftshafen: CDU schlägt Hafen-Umzug vor
unter https://akopol.wordpress.com/2019/01/25/moegliches-aus-fuer-den-flensburger-wirtschaftshafen-cdu-schlaegt-hafen-umzug-vor/

Alles im grünen Bereich bei den Stadtwerken Flensburg… oder? – Vortrag an der Klima-Uni am 27.11.2019

Vortrag und Diskussion mit Referierenden des „Bündnis für ein fossil-freies Flensburg“ (B:FfF)

„Public Climate School“: Hier gibt es den Programm-Flyer

am Mittwoch, 27.11. um 16:15 Uhr
in Raum H304 (Hauptgebäude)
der Hochschule Flensburg
Kanzleistr. 91 -93
24943 Flensburg

Dazu der Einladungstext: „Die Stadtwerke Flensburg haben ein grünes Logo, ihr Briefpapier ziert einen grünen Rand und nachts werden sie grün illuminiert – während sie Strom + Fernwärme nahezu ausschließlich aus Steinkohle und Erdgas produzieren.

Sie haben sich als Gründungsmitglied des Klimapakt Flensburg e.V. entschieden, bis 2050 schrittweise CO₂ neutral zu werden – während ihre Emissionen allein 2018 mehr als 115.000 Tonnen (> 23%) über dem Zielpfad lagen.

Sie sind eine GmbH, deren alleinige Gesellschafterin die Stadt Flensburg ist – während sie für der Grundversorgung der Haushalte von den Flensburger Bürger*innen die höchsten Strompreise verlangen.

Pointierte Analyse eines kommunalen Konzerns als Spiegelbild von Zeitgeist und Gesellschaft: voller Widersprüche – und vor der vielleicht größten Umwälzung ihrer Geschichte stehend.

Die Stadtwerke konnten in ihrer 150-jährigen Geschichte mehrere existentielle Krisen mit Unterstützung der Flensburger Bürger*innen überwinden. Die Klimakrise wird langfristig für die Hafenstadt Flensburg immense Auswirkungen haben. Ihren Stadtwerken – die drei Viertel der CO₂-Emissionen der Stadt verursachen – kommt somit eine Schlüsselrolle zu, um regional einen Beitrag zur Klimawende zur leisten.

Die Referierenden vom „Bündnis für ein fossil-freies Flensburg“ (B:FfF) recherchieren seit über einem halben Jahr intensiv zum Thema und wagen in dieser Präsentation einen Blick hinter die grüne Fassade der Stadtwerke Flensburg. Geboten wird ein Rundumschlag zu Geschichte und Rohstoffnutzung, wirtschaftlichen Aspekten (der Stadtwerke selbst, sowie des Strommarktes in Deutschland und dem EU-Zertifikate-Handel), fossilen Energien allgemein sowie insbesondere Perspektiven der Transformation
hin zu einer zeitgemäßen, nachhaltigen Energieerzeugung im 21. Jahrhundert.“

Als Arbeitskreis Kommunalpolitik möchten wir zu diesem Thema und für die öffentliche und kommunalpolitische Debatte besonders eindringlich die ausgezeichnete Ausarbeitung des B:FfF empfehlen Klimawende von oben: Wirtschaftspolitische Risiken und Chancen des Klimaschutzes in Flensburg„- Handreichung zu den Fragestellungen der Einwohnerfragestunde während der 14. Sitzung der Flensburger Ratsversammlung“ . Die ist am 12.11. allen Fraktionen der Flensburger Ratsversammlung zugegangen. Bisher ist leider nichts weiter passiert, als dass zwei Interessierte während der Ratsversammlung Fragen gestellt haben, weil sie um den Klimaschutz in Flensburg und den Erhalt der Kommunalität der Stadtwerke besorgt sind:
https://www.youtube.com/watch?v=pIW4lMi7HbA&t=19m39s

„Public Climate School“ mit zahlreichen Veranstaltungen zum Thema Klimawandel und Umweltschutz – Jede*r ist herzlich eingeladen daran teilzunehmen

In der Woche vom 25.-29. November öffnen die Students For Future an der Europa-Universität und an der Hochschule Flensburg die Tore für die Öffentlichkeit. Damit folgen sie einem bundesweiten Appell von Fridays for Future. Wie an vielen anderen Universitäten und Hochschulen in ganz Deutschland wird in dieser Woche auch in Flensburg eine Public Climate School entstehen. Das Ziel der Students For Future ist es, den Campus für eine Woche zum öffentlichen Labor für nachhaltige Zukunftsentwürfe werden zu lassen, in dem Austausch mit anderen Gesellschaftsgruppen möglich wird. Unter dem Slogan „Public Climate School“ sollen anstelle des regulären Lehrbetriebs Veranstaltungen mit Bezug zu Klimawandel und Umweltschutz von Dozierenden und Studierenden angeboten werden. Damit sollen Universität und Hochschule ihrer Verantwortung nachkommen, eine kritische und zukunftsorientierte Lehre und Forschung zu betreiben und zugänglich zu machen.

Mit rund 70 Veranstaltungen in fünf Tagen bieten die Studierenden und Lehrenden ein breit gefächertes Programm an. Zu der Auftaktsveranstaltung am Montag von 10:00-11:00 Uhr wird die Oberbürgermeisterin Simone Lange kommen, weshalb wir uns über Unterstützung freuen würden. Zusätzlich werden viele Vorträge, Workshops, geöffnete Seminare stattfinden. Die Woche findet am Freitag den 29.11. ihren Abschluss, mit dem globalen Klimastreik, der um 11 Uhr am Bahnhofspark startet. Weitere Informationen zum Programm sind auf der Facebook-Seite „Students for Future Flensburg“ zu finden (Informationen können ohne einen Account abgerufen werden).

Gemeinsam mit Studierenden, Schüler*innen und Zivilgesellschaft wird im Sinne einer Public Climate School an Lösungen für die Klimakrise arbeiten. Jede*r ist willkommen, gleich welchen Alters und Vorwissens!

Kontakt:

E-Mail: studis.flensburg@fridaysforfuture.de

Facebook: Students For Future Flensburg
https://www.facebook.com/Students-for-Future-Flensburg-104293697669303/

Instagram: studentsforfuture_ flensburg

Stadtwerke Flensburg: Neue Preise ab Januar 2020

Strompreis bleibt konstant – Fernwärme und Wasser verteuern sich

Flensburg: Obwohl im nächsten Jahr gesetzlichen Abgaben und Umlagen steigen, halten die Stadtwerke den Strompreis im eigenen Netzgebiet Flensburg, Glücksburg und Harrislee konstant.

Zum 1. Januar 2020 steigt die gesetzliche Abgabe für die Förderung von Strom aus Erneuerbarer Energie (EEG-Umlage) um 5,5%. Die Entgelte der Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber für die Nutzung der überregionalen Stromnetze gehen ebenfalls deutlich nach oben. Die staatlichen Abgaben und Umlagen, die jeder Verbraucher über seine Stromrechnung zahlen muss, und die von den Stromversorgern nicht zu beeinflussen sind, machen damit inzwischen schon rund 53% des Strompreises aus.

Die Stadtwerke werden die gestiegenen Kosten nicht an ihre Kunden weitergeben und die Strompreise nicht erhöhen, sondern für 2020 stabil halten. Das ist so nur möglich, weil die Stadtwerke Ihre Prozesse verschlankt und die Kostenstruktur noch weiter verbessert haben.

Für die Flensburger Wärme und das Trinkwasser haben sich die allgemeinen Kosten und die Preise für CO2 insgesamt nach oben entwickelt, so dass hier eine Preisanpassung notwendig ist. Der Arbeitspreis für die Wärme steigt darum um 2,5%, der Grundpreis um 0,84%. Beim Wasser werden Arbeits- und Grundpreis um 1,6% teuer. Das sind 3 Cent pro 1.000 Liter (m³) oder 0,003 Cent pro Liter.

Insgesamt bedeutet das: Für eine Wohnung kosten Flensburger Wärme und Trinkwasser rund 1,38 Euro und für ein Haus rund 3,63 Euro pro Monat mehr als in 2019.

Dazu ein Kommentar von Dr. Ralf Cüppers:

Diese Meldung ist vielleicht nicht gelogen, aber doch grob mißweisend.

Denn die angegebene Erhöhung von 0,003 Cent pro Liter stimmen nur für einen wasserverschwenderischen Großverbraucher. Für umweltbewußte Stadtwerkekunden ist der Betrag vielfach höher.

Warum ist das so?
Die Stadtwerke nehmen einen hohen Grundpreis vom 75 Euro. Für einen sparsamen Kunden, der sein Trinkwasser wirklich nur trinkt, also 2 Liter am Tag oder 730 Liter im Jahr, beträgt der Anteil des Grundpreises pro Liter bereits >10 Cent.
Bei einer Erhöhung der Kosten um 1,6% beträgt die Erhöhung hier 0,16 Cent pro Liter, das ist das 53fache des von den Stadtwerken und akopol verbreiteten Wertes. So grob kann man sich eigentlich nicht verrechnen. Verlassen sich die Autoren der Mitteilung darauf, dass die Bürger in Flensburg so schlechten Mathematikunterricht hatten, daß es niemandem auffällt?
Der Wasserverschwender, der eine Million Liter Trinkwasser verbraucht, wird mit hingegen.einer Verringerung des Grundpreises auf 0,00001 Cent pro Liter belohnt.
Die Stadtwerke fördern und belohnen Wasserverschwendung.
Das geht zu Lasten der Umwelt und nachfolgender Generationen!

Die Lösung ist einfach und klar:
Völlige Abschaffung des Grundpreises und Umlage der gesamten Kosten der Trinkwasserversorgung nur auf einen einheitlichen Preis pro Liter der für wirklich jeden gilt. Ohne Rabatte für Wasserverschwender, Großverbraucher, Industrie etc! Ein Liter ist ein Liter ist ein Liter und der kostet für alle gleich viel.

Über den Dächern Flensburgs – Wasserturm Mürwik öffnet erstmals am späten Abend

Flensburg: Am Donnerstag, den 14. November 2019 öffnen die Stadtwerke Flensburg von 19 – 21 Uhr die Türen des Wasserturms in Mürwik. So können alle, die möchten, bei nächtlicher Stimmung über ein stimmungsvoll beleuchtetes Flensburg blicken.

Einen einmaligen Ausblick auf die Stadt Flensburg und die Förde bietet sich an diesem Tag Besuchern der Aussichtsplattform des Wasserturms Mürwik. In 26 Metern Höhe führt ein Rundgang um den großen Wasserspeicher und bietet so einen fantastischen Blick auf das nächtliche Flensburg und die Umgebung. Davon haben sich in dieser Saison und bei Tag bereits bis zu 9.500 Besucher überzeugt.

„Aufgrund des großen Interesses an unserer Aussichtsplattform auf dem Wasserturm wollen wir nun unseren Besuchern einen ganz besonderen Blick gönnen. „Unsere Wasserturmwärter Lydia Glaubke und Wolfgang Kubsch laden alle Flensburger herzlich ein, ihre Stadt von oben im Dunkeln zu betrachten. Der Eintritt ist frei.“ erzählt Eyleen John aus der Unternehmenskommunikation der Stadtwerke. „Wir hoffen, dass die Sicht gut ist, damit unsere Besucher Gebäude und die Beleuchtung rund um die Förde gut erkennen können wie z. B. den Campus, die Flensburger Schiffbaugesellschaft, die Flensburger Stadtwerke, die Marineschule oder das Rathaus. Und für den einen oder anderen wird sich sicher ein schönes Fotomotiv bieten.“

Wer Lust hat, sein Foto den Stadtwerken zur Verfügung zu stellen, kann dies gern senden an presse@stadtwerke-flensburg.de.

Wenn das Angebot der abendlichen Öffnung des Wasserturms Mürwik gut angenommen wird, werden die Stadtwerke weitere Termine prüfen.

Wasserturm MürwikDer Blick vom Wasserturm ist fantastisch und reicht bei gutem Wetter bis nach Dänemark. Die Schiffswerft, die Stadtwerke Flensburg, die Kirchtürme von St. Nikolai, St. Marien und St. Jürgen, die Schiffbrücke und die schöne Hügellandschaft Angelns sind dann gut zu sehen.

Zur Aussichtsplattform in 26 m Höhe gelangen Besucher über eine Treppe oder den Aufzug. Oben führt ein Rundgang um den großen Wasserspeicher, in dem 1,5 Mio. Liter Trinkwasser bester Flensburger Qualität gespeichert sind. Die Wassertürme in Mürwik und auf der Westlichen Höhe sind wichtige Bestandteile der Flensburger Wasserversorgung. Sie sorgen für einen konstanten Wasserdruck im Leitungssystem und stehen auf den beiden höchsten Punkten im Westen und Osten der Stadt 77 Meter über Normalnull. Außerdem dienen ihre Wasservorräte als Reserven für Spitzenverbräuche, wie sie an heißen Sommertagen auftreten können.

Reparaturarbeiten der Stadtwerke Flensburg: Sperrung der Norderstraße vom 4. bis 15. November

Die Fernwärmeleitung in der Norderstraße muss repariert werden, um die Versorgungssicherheit mit Wärme und Warmwasser sicherzustellen.

Aus diesem Grund wird der Durchgangsverkehr ab Montag, den 04. November bis zum 15. November 2019 nicht möglich sein. Die Straße wird in Höhe Norderstraße 38 voll gesperrt. Die Zufahrten von der Toosby- und von der Norderfischerstraße aus sind bis zur Baustelle „Norderstraße 38“ möglich; die Einbahnstraße ist für diesen Zeitraum aufgehoben.

Ökostrom für den SBV von den Stadtwerken Flensburg

Flensburg. Seit vielen Jahren bezieht der Selbsthilfe-Bauverein eG (SBV), Flensburgs größte Wohnungsanbieter, Strom aus erneuerbaren Energien von den Stadtwerken Flensburg. Zum 02. Dezember 2019 hat der SBV seinen Öko-Stromliefervertrag mit den Stadtwerken für weitere drei Jahre bis 2022 verlängert.

Foto: nach Ökostrom-Vertragsunterzeichnung v.l.n.r: Michael Ebsen, SBV-Vorstand, Jürgen Möller, Vorstandsvorsitzender SBV, Maik Render Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg,

Die in diesem Jahr 70-jähriges Jubiläum feiernde Wohnungsbau-Genossenschaft bleibt damit größter Öko-Strom-Abnehmer der gesamten Stadt. So werden 7.200 Wohnungen mit 1.013 Hauseingängen werden mit ca. 1.200.000 Kilowattstunden pro Jahr mit sogenanntem Allgemeinstrom aus erneuerbarer Energie versorgt. Allgemeinstrom ist der Strom, den alle Mieter nutzen für z.B. Treppenhaus-, Keller-, Außenbeleuchtung, Fahrstuhl und Schließanlagen. Auch in den sechs vorherigen Jahren erhielt der SBV sauberen Ökostrom aus Wasserkraft des Flensburger Energieversorgers.

Für Jürgen Möller, Vorstandsvorsitzender des SBV, ist dies eine Selbstverständlichkeit: „Als Gründungsmitglied des Klimapakts bekennen wir uns nachhaltig zum Klimaschutz. Dabei spielt der Öko-Strom eine entscheidende Rolle in der Gesamtstrategie.“ Michael Ebsen, SBV-Vorstand fügt hinzu: „Einen weiteren Schwerpunkt legen wir auf die energetische Sanierung unserer Objekte. Das senkt die Verbräuche und schon nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel unserer Mitglieder.“

Maik Render Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg freut sich über die langjährige Partnerschaft: „Wir sind gemeinsam Gründungsmitglieder des Flensburger Klimapaktes und ich freue mich, dass wir die Ziele des Vereins untereinander umsetzen. Wir versorgen den SBV schon seit seiner Gründung mit Strom und seit vielen Jahren mit Öko-Strom. Diese lange Geschäftsbeziehung ist kein Automatismus, sondern wir stehen im Wettbewerb mit anderen Anbietern und müssen immer wieder aufs Neue ein konkurrenzfähiges Angebot abgeben, um einen neuen Vertrag zu erhalten.“

Foto: nach Ökostrom-Vertragsunterzeichnung v.l.n.r: Michael Ebsen, SBV-Vorstand,  Jürgen Möller, Vorstandsvorsitzender SBV, Maik Render Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg,

deCOALonize Flensburg! – Video zur Blockade der Stadtwerke Flensburg am 5.10.2019 im Netz

Gestern stellten die Aktivisten, die mehr als acht Stunden lang das Kohlelager und die beiden Anleger-Kräne der Stadtwerke Flensburg am Samstag blockierten, ein Video zur Aktion ins Netz:

Mehr zur Aktion bei den Stadtwerken:

AKOPOL-Beitrag vom 6.10.2019: Statement Kohle kapern! Besetzer*innen resümieren die Blockade der Stadtwerke Flensburg
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/10/06/statement-kohle-kapern-besetzerinnen-resuemieren-die-blockade-der-stadtwerke-flensburg/

AKOPOL-Beitrag vom 5.10.2019: Blockade der Stadtwerke Flensburg durch Umweltaktivisten
unter: https://akopol.wordpress.com/2019/10/05/blockade-der-stadtwerke-flensburg-durch-umweltaktivisten/

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