Konzert-Aktion am 21.08.2017 am Fliegerhorst Jagel

Von Bass bis Sopran – Gemeinsam gegen Rüstungswahn

Vorkonzert am Samstag, 19. August 2017, um 19 Uhr in der Theaterschule,
Adelbyer Kirchenweg 1, Flensburg

Der an der Universität Flensburg lehrende Soziologe Prof. Dr. Hauke Brunkhorst rechnet mit Merkels Politik ab

In einem bemerkenswerten Aufsatz der Blätter für deutsche und internationale Politik (Ausgabe Juli 2017) rechnet der international renommierte Soziologe Prof. Dr. Hauke Brunkhorst unter dem Titel „Europa am Abgrund: Zwölf Jahre Merkel“ überaus scharf mit der Politik der deutschen Bundeskanzlerin ab. Hauke Brunkhorst, der auch an der Europa-Universität Flensburg lehrt, macht insbesondere Angela Merkel für den derzeitigen Zustand der Europäischen Union mitverantwortlich. In seiner Analyse betrachtet er nicht nur die ungleichförmige soziale und wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre in Europa, sondern auch den Aufstieg der rechten Parteien. Sein Fazit ist dabei recht eindeutig, Merkels Politik habe gerade zielführend diese Entwicklung, wenn nicht in Gang gesetzt, so doch maßgeblich beschleunigt, mit allen Gefahren für die Zukunft der europäischen Länder und der dort lebenden Menschen. Dennoch sieht er auch Alternativen. Ein wirklich lesenswerter Aufsatz!

Europa am Abgrund: Zwölf Jahre Merkel

von Hauke Brunkhorst

Die Kanzlerin geht gegen die neoimperiale „America first“-Strategie Donald Trumps in die Offensive. Völlig zu Recht fordert sie die Emanzipation Europas von den Vereinigten Staaten: „Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. […] Wir Europäer müssen unser Schicksal in die eigene Hand nehmen.“[1] Doch Angela Merkel übersieht dabei eines allzu gerne: Die Europäische Union liegt heute schon fast in Trümmern – und zwar nicht zuletzt infolge der deutschen Politik der letzten Dekade, die von ihr selbst betrieben wurde. Weiterlesen unter https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2017/juli/europa-am-abgrund-zwoelf-jahre-merkel

Weiterhin möchten wir noch einen zwar älteren aber dennoch zum Thema passenden Beitrag von ihm allen wärmstens ans´s  Herz legen.

Spannender Vortrag von Prof. Hauke Brunkhorst und Vorstellung seines neuen Buches  „Das doppelte Gesicht Europas – Zwischen Kapitalismus und Demokratie“

Der auch an der Europa-Universität Flensburg lehrende Soziologe Hauke Brunkhorst hat ein bemerkenswertes Buch zur aktuellen EU- und Demokratie-Krise veröffentlicht. Trotz seiner kritischen Analyse gibt es nach seiner Ansicht sehr wohl Hoffnung auf eine politische, soziale und ökonomische  Neukontextuierung der EU und ihrer Institutionen. Hierzu auch der Verlagstext:
„Die Entwicklung der EU wird oft als Verfallsgeschichte erzählt: Aus einem visionären Projekt wurde ein technokratisches Monstrum; angesichts der Eurokrise scheint die Stunde des kollektiven Bonapartismus gekommen zu sein, der den Kontinent mit einem Austeritätsregime überzieht. Hauke Brunkhorst präsentiert eine andere Lesart: Wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde sind Vision und Technokratie aufeinander bezogen, die utopischen Anfänge sind in Gesetzen konserviert, der Europäische Gerichtshof stärkt die Rechte der Unionsbürger. Das europäische Projekt bleibt ein offener Prozess, der erneut in eine emanzipatorische Richtung gelenkt werden kann – etwa durch eine Mobilisierung der hochqualifizierten, aber prekär beschäftigen jungen Menschen in Spanien, Griechenland und anderen Mitgliedsstaaten der EU.“
Das doppelte Gesicht Europas – Zwischen Kapitalismus und Demokratie. Erschienen bei edition suhrkamp 2676, Preis 16,00 €

Hier der Vortrag von Hauke Brunkhorst:

DEMOKRATIE RELOADED | Kuratiert von Isolde Charim
Dienstag, 20. Mai 2014, 19.00 Uhr — Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog

„Gute Pflege – jetzt!“: Ein Informationsabend der Flensburger LINKEN mit LINKE-MdB Cornelia Möhring am 22.08. im Kulturhof

DIE LINKE Flensburg lädt am Dienstag den 22.08. um 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung mit dem Thema „Gute Pflege – jetzt!“ in den Flensburger Kulturhof (Große Str. 42-44) ein.

Daran teilnehmen werden auch Insa Wenker, stellvertretende Leiterin einer Flensburger Seniorenpflegeeinrichtung, die das Thema aus der praktischen Alltagsarbeit beleuchtet, sowie die LINKE-Bundestagsabgeordnete Cornelia Möhring, die mit dem Thema Pflege aus ihrer parlamentarischen Arbeit vertraut ist und auch als schleswig-holsteinische Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl antritt. Moderiert wird die anschließende Diskussion vom LINKE-Direktkandidaten Herman U. Soldan.

Die beiden Referentinnen werden das Thema Pflege aus praktischer Arbeit bzw. aus politischer Sicht darstellen und neue Perspektiven aufzeigen. Eine lebhafte Diskussion dazu ist ausdrücklich erwünscht!

Wer selbst in der Pflege arbeitet oder zu pflegende Angehörige hat, kennt die Situation: In Pflegeeinrichtungen und bei Pflegediensten ist das Personal zu knapp und oft zu schlecht bezahlt. Auch die Rahmenbedingungen stimmen nicht, denn für die zu pflegenden Menschen fehlt nicht selten die Zeit persönlicher Zuwendung. – Dieser kurze Zustandsbericht zeigt: Es muss sich viel ändern im Pflegebereich.

DIE LINKE will bei der Pflege wie auch in vielen anderen Bereichen umsteuern und hat daher dieses Thema zu einem ihrer sozialen Kernthemen erklärt. Durch eine solidarische Pflegeversicherung, in die alle (auch Selbstständige) einzahlen, sollen die finanziellen, organisatorischen und personellen Grundlagen für eine neue bessere Pflege eröffnet werden: Mehr Personal (mit einer kostenfreien Aus- und Weiterbildung), mehr Zeit und mehr Qualität für die zu pflegenden Menschen und schließlich auch mehr Lohn für die Pflegekräfte.

 

DIE LINKE Flensburg fordert eine offene und demokratische Planung am Ostufer

Flensburger Hafen und Ostufer – Im Fadenkreuz von Investoren und Immobilienspekulanten

Mit neuen Vorschlägen und 20 Eckpunkten zur Planung am Ostufer überraschte vor kurzem die Flensburger SPD-Fraktion die Öffentlichkeit. Siehe hierzu auch den Beitrag im Flensburger Tageblatt  vom 10.8.2017: Ostufer: SPD drückt aufs Gaspedal – Ratsfraktion stellt 20 Eckpunkte für künftige Entwicklung vor / Investments nicht blockieren, wenn sie sich einfügen – Quelle: https://www.shz.de/17525441 ©2017

Freie Bahn für Investoren und Immobilienspekulanten am Ostufer?

Aber offensichtlich hat die SPD wenig aus dem Streit um den vor mehr als zehn Jahren angedachten Neubaus eines Hotels am Ostufer gelernt. Nach dem Scheitern dieses Projekts hatte es ein wahres Erdbeben in der Flensburger Kommunalpolitik gegeben und die Wählergemeinschaft „Wir in Flensburg – WiF“, in der sich viele Gegner des Hotelprojekts und auch AKOPOL-MitstreiterInnen organisiert hatten, zog bei der Kommunalwahl 2008 mit 22,3% als stärkste Fraktion in die Flensburger Ratsversammlung ein. In der Stadtverwaltung und Teilen der Ratsparteien hatte man danach erkannt, dass man solche Planungen nicht gegen die BürgerInnen durchsetzen kann. Anschließend gab es zahlreiche Planungs-Workshops mit Bürgerbeteiligung zur Zukunft und Gestaltung des Ostufers und Hafenquartiers. Die konnten auch mit sehr konkreten Ergebnissen und Vorschlägen aufwarten. Das scheint die SPD aber nicht mehr zu interessieren. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die SPD-Fraktion es potenten Investoren und Immobilienspekulanten nun ermöglichen will, ohne große Bürgerbeteiligung sich am Ostufer austoben zu dürfen. Dass der für Flensburg immer noch wichtige Wirtschaftshafen am Ostufer damit ebenso auf der Strecke bleiben könnte, wird wohlwissend in Kauf genommen.  Zum neuerlichen Streit um die Zukunft des Flensburger Hafens und Ostufers erreichte uns jetzt eine Stellungnahme der Flensburger Ratsfraktion DIE LINKE:

Die SPD erklärt in Sachen Ostufer: Wir haben fertig!
Die Ratsfraktion DIE LINKE sagt: Ziel ist nicht „schnell fertig“ – Ziel ist eine offene, demokratische Planung!!

Vom Koch und seinen Kellnern

Es war keine leichte Geburt, als der Rat 2015 die Entscheidung traf, eine ganzheitliche Planung für das Ostufer in die Wege zu leiten und erst nach deren Fertigstellung über Ausschreibung und Wettbewerbe über die Weitergabe der Flächen zu entscheiden. Damals schon wollte der Flensburger Investor Torsten Koch zügig einen der Silos erwerben und lukrativ umnutzen. Diese Entscheidung des Rates ist deshalb zustande gekommen, weil DIE LINKE in Flensburg mit großem Aufwand die Pläne des Kochs und der Kellner aus den Fraktionen (SPD, Grüne und CDU) durchkreuzt hat.

Nun wird wieder gedrängelt: Herr Koch möchte aus einem der denkmalgeschützten Silos ein (unbestritten hübsches) Bürohaus machen – und das bitte ganz schnell!

Wo in Flensburg ein Koch ist, sind auch die Kellner nicht weit. So wurde Torsten Koch schon mal in den von der SPD geführten Planungsausschuss eingeladen und durfte dort – natürlich ganz unverbindlich – seine Pläne vorstellen.

Aber nicht genug damit: Als erste Ratsfraktion möchte die SPD jetzt schnell „Leitplanken für die Entwicklung des Ostufers definieren, denn es ist Zeit Nägel mit Köpfen zu machen“, so der SPD-Ratsherr Helmut Trost.

Hui, dafür haben sich die Sozialdemokraten nicht nur die unzähligen Workshop-Ergebnisse zur Gestaltung des Ostufers zu eigen gemacht, sondern es auch gleich noch zur dogmenfreien Zone erklärt.  So will die SPD „in jedem Einzelfall entscheiden, ob Flächen verkauft oder nur verpachtet werden.“ Damit  erklärt sie einen Ratsbeschluss zu einem überflüssigen Dogma, nach dem Flächen an der Wasserkante grundsätzlich nicht verkauft werden sollen.

Die SPD teilt also im Vorwege schon mal an die aus, die schon ein Plänchen für das lukrative Ostufer in der Schublade liegen haben. Die Fraktionsvorsitzende der LINKEN, Gabi Ritter, ist sich sicher: „Die Leitplanken der SPD werden schnell zu undurchlässigen Mauern, die das offene Verfahren in feste Bahnen zwingen.“

Ganzheitliche Planung mit größtmöglicher Öffentlichkeitsbeteiligung, wie es der Ratsbeschluss von 2015 will, braucht aber Zeit. – Und nicht nur Gestaltung und Nutzung, sondern vor allem  die Frage, ob wir unsere Hafengrundstücke für alle Zeiten aus der öffentlichen Hand geben wollen, muss von den Flensburgerinnen und Flensburgern entschieden werden. Daran sollte sich auch die SPD halten!

Unsere Gesellschaft für Stadtsanierung ist mit ihrer Voruntersuchung dabei, alle Optionen für die Entwicklung des Ostufers zu erarbeiten. Dort wird auch gerade an einer weiteren großen Veranstaltung gearbeitet, die Anfang Oktober stattfinden soll.

Daher sollten sich die Kellner der SPD nicht zu früh und nicht zu schnell die Füße wundlaufen.  Aufgabe der Ratsversammlung ist es, zum Wohle der Menschen in dieser Stadt zu entscheiden. Die Erfüllung von Investorenträumen sollte dabei nicht – schon gar nicht für die SPD – im Vordergrund stehen.

Für DIE LINKE ist klar: Die kommunale Demokratie braucht keine übereifrigen Kellner, sondern verlässliche Planung!

Politikschnack am Roten Küchentisch mit SPD-Kandidat Clemens Teschendorf am 15.08.2017 an der Flensburger Hafenspitze

Mit dabei: Stadtpräsidentin Inge Krämer, Oberbürgermeisterin Simone Lange und Michael Schmidt von der IG Metall

Am Dienstag (15.August) startet der SPD Bundestagskandidaten Clemens Teschendorf seine Sommertour, die ihn durch den ganzen Wahlkreis führen wird. Der erste Halt ist in Flensburg ab 15 Uhr an der Hafenspitze.

Dort stellt Teschendorf seinen Roten Küchentisch auf und lädt zum Gespräch ein. Dabei haben die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Flensburg die Möglichkeit, den SPD Kandidaten kennenzulernen, und ihn mit ihren Fragen zu konfrontieren. Mit am Roten Küchentisch sitzen die Stellvertretende Stadtpräsidentin Inge Krämer, die Oberbürgermeisterin Simone Lange und der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Michael Schmidt. „Gerade das Thema gute Arbeit und gutes Leben in Flensburg, dass mir sehr am Herzen liegt, möchte ich mit meinen Gästen besprechen“, so Clemens Teschendorf, der sich sehr  freuen würde, wenn sich viele zum Politikschnack dazusetzen.

„Kick off – Flensburgs Turnier der Stadtteile“ am 23.9.2017 im Galwik-Park – Jetzt anmelden!

Veranstaltungswochen „FlensburgerLeben“

Pressemitteilung der Stadt Flensburg: In rund sechs Wochen, vom 18. September bis zum 8. Oktober, beginnen die städtischen Veranstaltungswochen „FlensburgerLeben“ mit einem abwechslungsreichen Programm für Jung und Alt.
Über 100 Veranstaltungen werden stadtweit angeboten. Mitmachen, Ausprobieren, Kennenlernen und vor allem Spaß haben stehen im Vordergrund.
Ein besonderes Highlight in diesem Jahr wird das „Kick off – Flensburgs Turnier der Stadtteile“ am 23.9.2017 im Galwik-Park sein.
Bunt gemischte Mannschaften, die aus Jung und Alt, Männlein und Weiblein bestehen, spielen auf dem Kleinfeld Fußball gegeneinander. Alle Stadtteile sind eingeladen eine Mannschaft mit mindestens sieben und maximal zehn Spielerinnen und Spielern zusammenzustellen und gemeinsam anzutreten. Einen Satz Trikots erhält jedes Team kostenfrei!
Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken tolle Preise.
Der Stadtteil des Gewinnerteams wird von den Sportpiraten und dem Kochmobil zu einem selbstorganisierten Straßen- bzw. Stadtteilfest besucht. Animation und Verköstigung inklusive.
Platz zwei und drei erhalten ebenfalls Besuch, entweder von den Sportpiraten oder dem Kochmobil.
Anmeldung lohnt sich also und ist auch noch kostenfrei! (Teilnahmebedingungen im Flyer Fußballturnier)

Schließen Sie sich mit Nachbarn, Familie und Freunden zusammen und melden Sie sich bis zum 28.8.2017 unter dirk@sportpiraten.com oder 0461- 49 24 29 18 an. Sollten Sie keine vollzählige Mannschaft aufstellen können, vermitteln wir Sie auch gern – melden Sie sich bei uns.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungswochen erhalten Sie ab Ende August unter www.flensburg.de oder auch schon heute unter www.facebook.com/FlensburgerLeben

Grundsteuererhöhung in Flensburg – Stand der Widerspruchsverfahren

Grundsteuerbescheide der Stadt Flensburg

Die Stadt Flensburg teilt mit: Zum 15.08.2017 wird die dritte Jahresrate der zum Jahresbeginn angehobenen Grundsteuer fällig. Die meisten der über 14.000 Flensburger Bürgerinnen und Bürger, die gegen die Grundsteuerbescheide Widerspruch erhoben haben, haben von der Stadt Flensburg bisher lediglich eine Eingangsbestätigung erhalten. Hintergrund hierfür ist die vom Verein Haus & Grund für seine Mitglieder angekündigte Musterklage, über die die Presse ausführlich berichtet hat. Das Klageverfahren hat noch nicht begonnen. Sobald die Klage erhoben wird, beabsichtigt die Stadt Flensburg, die übrigen Widerspruchsverfahren ruhend zu stellen. Alle Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer werden dann von der Stadt schriftlich über das vorgesehene Verfahren informiert. Wenn die Grundsteuerpflichtigen dem Verfahren zustimmen, werden die Widerspruchsverfahren bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens zurückgestellt.

Stadtwerke Flensburg lösen Kohlehalde auf

Flensburg: Die Stadtwerke Flensburg lösen ihre für kalte Winter als Reservevorrat angelegte Kohlehalde auf. Grund dafür sind stillgelegte Kohlekessel und der Einsatz der im vorigen Jahr in Betrieb genommenen, umweltfreundlicheren Gas- und Dampfturbinenanlage.

Kohlehalde der Stadtwerke an der Batteriestraße

Seit Anfang August tragen die Stadtwerke Flensburg ihre 36.000 Tonnen schwere Kohlenhalde in der Batteriestraße ab. Die Kohle wurde seit 1990 als Reserve gelagert, um z.B. in zu kalten Wintern und bei Ausfall einer Kohlelieferung über den Seeweg aufgrund einer zugefrorenen Ostsee genug Vorrat zu haben. „Auf diese Reserve können wir nun verzichten, weil die GuD-Anlage zum Einsatz kommt. Umgerechnet sparen wir so rund drei Kohleschiffe ein.“ erklärt Maik Render, Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg.

Mit dem Betrieb der GuD-Anlage Ende vorigen Jahres wurden zwei alte Kohlekessel ersetzt und stillgelegt. Damit haben die Stadtwerke ihren Brennstoffmix, der vor dem Bau der GuD-Anlage aus Steinkohle, Ersatzbrennstoffen und Holzhackschnitzeln bestand, um den Energieträger Erdgas erweitert. „Die Bedeutung der Kohle nimmt für uns Stadtwerke weiter ab.“ so Maik Render weiter. „Aus den verschiedenen Energieträgern, die wir bei der Strom- und Wärmeproduktion einsetzen können, ergeben sich unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten und Fahrweisen. Je nachdem welche Kombination wirtschaftlicher ist, kommen z.B. entweder Kohle oder Erdgas zum Einsatz.“

Bis Oktober wird das Umlagern der Kohle andauern. Dafür haben die Tochtergesellschaften der Stadtwerke Aktiv Bus und das Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) LKWs, technisches Gerät sowie das Personal zur Verfügung gestellt.

Ausgezeichnetes Badewasser an den Flensburger Stränden

Badewasserprobe vom 07. August

Flensburg. Die am 7. August durchgeführte Probeentnahme bescheinigt den beiden Flensburger Stränden Ostseebad und Solitüde weiterhin eine ausgezeichnete Badewasserqualität.

Die Wassertemperaturen betrugen:

im Ostseebad 17° C
in Solitüde 17 °C.

Die Gesundheitsdienste der Stadt Flensburg untersuchen regelmäßig alle 14 Tage das Badewasser an den beiden Flensburger Stränden.

Für weitere Fragen rund um das Thema stehen die Gesundheitsdienste unter der Tel.: 85-2600 oder per Email: gesundheitsdienste@flensburg.de zur Verfügung.

DIE LINKE Flensburg fordert Mietspiegel und bezahlbare Wohungen

Flensburgs Oberbürgermeisterin sprach sich vor kurzem in einem Gespräch mit dem Flensburger Tageblatt für die Einführung eines Mietspiegels aus. Den Zeitungsbeitrag gibt es hierDazu erreichte uns eine Pressemitteilung der Partei DIE LINKE:

Die Oberbürgermeisterin hat das Problem fehlender Wohnungen erkannt, doch nun muss endlich sozial gehandelt und gebaut werden!

Liebe Simone Lange, ein Mietspiegel wäre gut, doch wo sind die fehlenden bezahlbaren Wohnungen und die wirksame Mietpreisbremse? – fragt der LINKE-Direktkandidat Herman U. Soldan

Ja, es ist gut, wenn sich die Flensburger Oberbürgermeisterin am Anfang ihrer Amtszeit einen Überblick über die seit Jahren verfahrene Situation auf dem Wohnungsmarkt der Stadt bilden möchte. Sie hat den akuten Handlungsbedarf für bezahlbare Wohnungen erkannt und thematisiert ihn wiederholt öffentlich. Ein Mietspiegel, wie er in anderen schleswig-holsteinischen Städten üblich ist, kann für einen Teil dieses Überblicks sorgen. – Doch so viel schon mal zum Überblick vorweg: Dass Wohnen in Flensburg für viele zu teuer ist, zeigen schon jetzt Berechnungen von Durchschnittsmieten, nach denen kleine Wohnungen mit knapp 9,50 Euro pro Quadratmeter liegen – und mit über 7 Euro liegt die allgemeine Flensburger Durchschnittsmiete weit über den maximal akzeptablen 6 Euro!

Doch die Erstellung eines Mietspiegels ist nur der erste kleine Schritt – und wir können nicht länger auf die eigentlichen Maßnahmen zum Wohnungsbau warten, denn noch immer fallen viel zu viele ehemals geförderte Wohnungen aus der Sozialförderung. Um das Problem von mindestens 5.000 fehlenden bezahlbaren Wohnungen konkret anzugehen, muss öffentlich geförderter („sozialer“) Wohnungsbau ab sofort oberste Priorität haben. Eine solche Priorität muss auch für die Beschlüsse des städtischen Planungsausschusses SUPA gelten, denn hier entscheidet sich politisch, ob die Stadt das drängende Problem fehlender Wohnungen und damit die Probleme von vielen Menschen wirklich ernst nimmt.

Neubau von Edelwohnungen am Flensburger Ballestieg

Bisher zeichnete sich die politische SUPA-Mehrheit bestenfalls durch Halbherzigkeit beim sozialen Wohnungsbau aus. Noch immer bevorzugen die meisten Ratsfraktionen dort die Vergabe von Bauaufträgen an private Investoren und Firmen. Dies jedoch erweist sich bis heute als nahezu konsequenter Schritt in die falsche Richtung. SPD, CDU, Grüne und SSW mauern bei jedem Versuch, den Anteil öffentlich geförderten Wohnraums zu erhöhen, wie es DIE LINKE bei jedem neuen Bauprojekt anregt. Übrig bleibt dann zwar neuer Wohnungsbau, aber dieser geht nur zu oft wieder einmal an den Bedürfnissen der Menschen in Flensburg vorbei.

Bezahlbare Wohnungen mit einer Miete von maximal 6 Euro pro Quadratmeter sind übrigens nicht nur etwas für Menschen, die Hartz IV beziehen oder deren Einkommen ohnehin schon an der Armutsgrenze kratzt. – Nein, bezahlbarer Wohnraum ist eine Notwendigkeit auch für junge Familien, Alleinerziehende, Singles, Studierende und ältere Menschen; sie alle haben – das ist leider die unsoziale Wirklichkeit – oft nur geringe Einkommen. Und: Ein verstärkter sozialer Wohnungsbau würde gleichzeitig in den meisten Stadtvierteln den Druck aus dem vielerorts zu hohen Mietniveau nehmen.

Die ohnehin zu wenigen bezahlbaren Wohnungen sind in einigen Vierteln Flensburgs bisweilen in einem erbärmlichen Zustand. Daher ist der Neubau sozial geförderten Wohnraums heute dringlicher denn je. Dazu bedarf es einer kommunal gesteuerten Wohnungspolitik – am besten durch eine neu zu gründende städtische Wohnungsbaugesellschaft, wie DIE LINKE sie seit geraumer Zeit fordert. Dies wäre für Flensburg und die Region wirklich eine positive soziale Investition in die Zukunft.

Liebe Simone Lange, die Zeit des halbherzigen Wohnungsbaus, der sich oft noch nicht mal an den Ratsbeschluss von 30 Prozent geförderter Wohnungen hält, und die Zeit privater Investorenträume, die sich nur zu oft als wohnungspolitische Albträume herausgestellt haben, muss jetzt vorbei sein! Bitte bilanzieren Sie jetzt nicht nur, sondern setzen Sie sich für eine wirklich soziale Umkehr in der Flensburger Wohnungspolitik ein! Das wird gegen die politischen Mehrheiten im SUPA kein leichter Gang, aber im Interesse der vielen Menschen, die in Flensburg leben, arbeiten, Familien gründen studieren – und daher auch bezahlbar und gut wohnen wollen, sollten sie diesen Weg gehen. Die Unterstützung der Flensburger LINKEN für eine konsequent soziale und an den Bedürfnissen der Menschen orientierte Wohnungspolitik wäre Ihnen sicher!

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