Treffen des Rude-Forums am 29.11.2017 um 19 Uhr in der Schule auf der Rude

Dienstag, den 29.11.2017 um 19:00 Uhr
in der „Schule auf der Rude“ (Mehrzweckraum)
im Lundweg 30, 24941 Flensburg

Themen:
– Begrüßung
– Bericht aus dem Quartiersbüro Rude (Aktuelle Projekte)
– Aktueller Stand Neubau Rude
– Aktueller Stand des geplanten Neubaus ehem. Aral-Tankstelle Schleswiger Str.
– Zukunft des Rude-Forums
– Verschiedenes / Aktuelles

Alle Anwohner der Rude und des Martinsberges sowie insgesamt der Südstadt sind herzlich willkommen. Wir würden uns über eine rege Beteiligung aus dem Stadtteil und aus der Kommunalpolitik freuen.

John Krieger

Vorsitzender des Rude-Forums und Ansprechpartner

i.H. SBV-Flensburg
Willi-Sander-Platz 1
24943 Flensburg
Tel.: 0461 – 315 60 332
jkrieger@sbv-flensburg.de

Mitmachen, mitbestimmen, mitgestalten – auf der Rude, ist doch klar!

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Flensburger Stadtdialog: „Sozial ist, was Wohnungen schafft“ am 29.11.2017 im Technischen Rathaus II

29. November 2017 | 17 Uhr | Paul Ziegler Zimmer
Technisches Rathaus II | Schützenkuhle 26 | 24937 Flensburg

Vom Holzpferdchen bis zum Stollen – Adventsbasar des Jugendaufbauwerks (JAW)

Ausstellung und Verkauf von Erzeugnissen der Produktionsschule im Rathaus und in der Eckener Straße

Flensburg. Das Jugendaufbauwerk der Stadt Flensburg lädt herzlich ein zur Ausstellung und dem Verkauf von Produkten aus den Werkstätten seiner Produktionsschule. Los geht es mit dem Adventsbasar am Donnerstag, 30. November von 10-17 und am darauffolgen den Freitag, 1. Dezember von 10-15 Uhr im Vorraum der Bürgerhalle des Flensburger Rathauses. Aber auch in den Räumlichkeiten des JAW in der Eckener Straße 28 kann man sich am Donnerstag, 7. Dezember von 10-17 Uhr beim Begutachten, Kaufen und Verkosten der Produkte aus den Handwerks- und Gastronomiewerkstätten auf Weihnachten einstimmen. Das kleine „JAW-Lädchen“ hat dann noch bis zum 15. Dezember jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 9-13 Uhr geöffnet.

Stadtwerke Flensburg mit einem zukunftsweisenden Ökostrom-Modell für Mehrfamilienhäuser

Mieterstrommodell – die große Unbekannte

Flensburg: Die Stadtwerke Flensburg haben beim Marktforschungsinstitut Innofact eine Umfrage zum „Mieterstrommodell“ in Auftrag gegeben. Ergebnis: Das Angebot „Mieterstrommodell“ ist 65% der Befragten unbekannt. Und die restlichen 35% haben auch nur eine ziemlich vage Vorstellung davon, was das ist.

Das Prinzip des Mieterstrommodells ist eigentlich ganz einfach: Der Vermieter investiert in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Mietshauses. Der dort produzierte, umweltfreundliche Öko-Strom wird direkt an seine Mieter geliefert. Dabei entfallen Kostenbestandteile des Strompreises wie Netzentgelte, Konzessionsabgaben, Umlagen und Stromsteuer. Wird der Strom von den Mietern nicht verbraucht, weil der Bedarf gerade fehlt, wird er in das Stromnetz eingespeist und nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergütet. Benötigen die Mieter mehr Strom als die Anlage erzeugt, werden sie aus dem Netz versorgt.

Der Vermieter erhöht mit der PV-Anlage den Wert seiner Immobilie und tut etwas für sein Image. Der Mieter zahlt für den Mieterstrom weniger als für herkömmlichen Strom.

Diese Vorteile des Mieterstrommodells sind bei den rund 600 Befragten offensichtlich nicht angekommen. Denn nach einer kurzen Erklärung des Angebotes wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie sich grundsätzlich eine Teilnahme am Mieterstrommodell vorstellen könnten. Und nach der Erklärung war das Interesse schon groß: Unabhängig von Alter, Geschlecht und Region können sich etwa zwei Drittel eine Teilnahme an dem Mieterstrommodell vorstellen. Nur 18% der Befragten sprachen sich dagegen aus.

Die Anforderungen, die die Befragten stellten, waren deutlich. Für 78% käme die Teilnahme nur in Frage, wenn dadurch ihre Stromkosten verringert werden. Gleichzeitig gaben 18% der Befragten an, dass sie dafür eine geringe Mieterhöhung akzeptieren würden.

Bei der Frage nach einer eigenen finanziellen Beteiligung der Mieter zeigte sich ein eher gemischtes Bild. Für 30% der Befragten kommt eine Beteiligung in Frage. Gleichzeitig lehnten 41% eine finanzielle Beteiligung ab.

Fazit ist: Mieterstrommodelle sind in Deutschland noch weitestgehend unbekannt. Dennoch ist die Bereitschaft hoch, daran teilzunehmen, wenn die Vorteile erklärt werden.

Solarenergie im Mehrfamilienhaus

Grüner Strom vom Dach für alle Hausbewohner

Mit dem „Mieterstrom“ bieten die Stadtwerke Flensburg im eigenen Netzgebiet die Möglichkeit, mit Solarstrom aus einer Fotovoltaikanlage auch Mietwohnungen zu versorgen.

Denn bisher war der Traum vom grünen Strom aus eigener Solarproduktion nur für Hausbesitzer lukrativ. Mieter haben zum einen oft das Problem, nicht frei über die Dachflächen ihres Gebäudes verfügen zu können. Zum anderen macht ihnen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Traum von einer CO2-neutralen Energieversorgung schwer. Denn per Gesetz handelt es sich bei der Nutzung von Strom vom Dach einer Mietwohnung nämlich nicht um Eigenstromverbrauch – Letzterer ist aber Voraussetzung für die Vorteile der eigenen FV-Anlage. Nur so winkt die Befreiung von Netznutzungsentgelten und Konzessionsabgaben.
Abhilfe schafft das Mieterstrommodell der Stadtwerke Flensburg. Damit können FV-Anlagen auf den Dächern von Mehrfamilienhäusern installiert und der Strom allen Mietern zur Verfügung gestellt werden. Jede Mieteinheit behält dabei ihren eigenen Stromzähler, allerdings erhält das Gebäude zwei neue Geräte: Ein Zähler erfasst den Solarstrom vom Dach, ein weiterer misst, wie viel Strom zusätzlich aus
dem Netz bezogen beziehungsweise wie viel nicht genutzter Solarstrom eingespeist wird. Die Energie vom Dach wird nach Nutzung auf alle Parteien verteilt und deren Netzbezug reduziert. Mit dem fortschreitenden Einbau smarter Messgeräte wird auch eine exakte Zuordnung möglich sein.
Im Juli hat die Bundesregierung ein Gesetz zum Mieterstrom in Kraft gesetzt. Dies macht den Bau und die Nutzung von FVAnlagen auf Mehrfamilienhäusern für die Vermieter deutlich attraktiver. Sie haben seit dem 25. Juli 2017 einen Förderanspruch und erhalten einen Mieterstromzuschlag zwischen 2,2 Cent/kWh und 3,8 Cent/kWh.

Übrigens, ein ähnliches Modell mit Ökostrom vom Dach bieten die Stadtwerke auch für Unternehmen, öffentliche Träger und Institutionen nicht nur in Flensburg an!

Siehe hierzu die folgenden Artikel:

Stadtwerke Flensburg steigen in das Geschäft mit der Photovoltaik ein – Mit einem neuen Pachtmodell für Photovoltaik-Anlagen wollen die Stadtwerke dem grünen Strom weiter auf die Sprünge helfen
https://akopol.wordpress.com/2016/08/24/stadtwerke-flensburg-steigen-in-das-geschaeft-mit-der-photovoltaik-ein/

Stadtwerke Flensburg installieren vier Photovoltaik-Anlagen auf Schuldächern – Sonnenenergie für nordfriesische Schüler
https://akopol.wordpress.com/2017/10/24/stadtwerke-flensburg-installieren-vier-photovoltaik-anlagen-auf-schuldaechern/

Ehrung der Opfer von Faschismus und Krieg am Volkstrauertag in Flensburg

Ehrung am Deserteursdenkmal, Platz der Gärtner

Vertreter der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten legten unter Teilnahme etlicher Flenburger am Deserteursdenkmal und dem Denkmal für die Opfer des Faschismus Blumengebinde nieder.

Dazu ein Beitrag, der die besonderen Beweggründe der Initiatoren dieser Gedenkveranstaltung erläutert:

Wir wollen die Kriegsdienstverweigerer, Deserteure und Opfer aller vergangenen und gegenwärtigen Kriege ehren. Diese Ehrung soll zur Mahnung beitragen, daß wir Kriege beenden und Militär weltweit und die Bundeswehr hier abschaffen, um den Krieg insgesamt abzuschaffen. Wir hatten zu dieser Veranstaltung eine Presseerklärung versendet.

Im Flensburger Tageblatt war jedoch nur zu lesen, daß zum Volkstrauertag die Gedenkfeier auf dem Friedenshügel stattfindet “mit anschließenden Kranzniederlegungen der Flensburger Verbände und Vereine” , also eine offenkundige und Verwirrung stiftende Falschmeldung.
Mindestens zwei der Flensburger Verbände und Vereine, nämlich die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen haben ihre Blumengestecke nicht dort niedergelegt sondern am Denkmal für die Opfer des Faschismus Norderhofenden und am Deserteursdenkmal am Platz der Gärtner. Dieses machen wir schon seit vier Jahren so.
Die Begründung dafür, weshalb wir unser Gedenken als eigenständige Veranstaltung durchführen und uns nicht der vom „Volksbund“ veranstalteten Gedenkfeier anschließen, wurde von Ralf Cüppers (DFG-VK) erläutert: Als wir an einer solchen vom „Volksbund“ veranstalteten Gedenkfeier teilgenommen hatten, mußten wir feststellen, daß dort einige Teilnehmer den Kriegsverbrechern, SS-Leuten und Soldaten gedacht hatten. Wir meinen, es ist ungehörig, Tätern und Opfern undifferenziert und gleichermaßen zu Gedenken. Wenn wir den Opfern gedenken, müssen wir uns von den Tätern distanzieren. Damit sich solche Verbrechen nie wiederholen.

Ehrung am Denkmal für die Opfer des Faschismus, Norderhofenden

Ludwig Hecker (VVN-BdA) stellte klar: Eine Versöhnung über den Gräbern, wie die Veranstalter es gerne hätten, kann es nicht geben, da die Opfer nicht mehr dazu gefragt werden können, ob sie mit ihren Mördern versöhnt werden wollen. Er nannte dazu als Beispiel den Kriegsverbrecher Richard Glücks, der auf der Veranstaltung am Friedenshügel selbstverständlich mit geehrt wird, sein Grab dort wird immer noch erhalten:

1927 wurde Glücks Mitglied des Stahlhelms. Bereits im März 1930 trat er der NSDAP unter der Mitgliedsnummer 214.855 bei und wurde im November 1932 Mitglied der SS (-Nr. 58.706). Bei der SS war Glücks zunächst als Stabsführer bei verschiedenen SS-Standarten tätig und wurde 1935 zum Standartenführer befördert. Seit April 1936 gehörte Glücks innerhalb des SS-Führungshauptamtes dem Stab des Inspekteurs der Konzentrationslager an. und wurde 1939 Glücks selbst der Inspekteur. In der Dienststellung eines Inspekteurs der Konzentrationslager war Glücks Vorgesetzter aller KZ-Kommandanten und damit bis Kriegsende direkt verantwortlich für alle dort begangenen Verbrechen. Auf Glücks’ Anweisung wurde u. a. im Januar 1940 eine Delegation in den Ort Auschwitz gesandt, um das Gelände für ein neues Konzentrationslager zu sondieren, das dann auch gebaut wurde. Am 25. Januar 1945, zwei Tage vor der Befreiung von Auschwitz, erhielt Glücks das „Deutsche Kreuz in Silber“ Er wurde in seiner Rolle als Schreibtischtäter belobigt: „Wenn sich hier in den ganzen Kriegsjahren keinerlei Schwierigkeiten ergeben haben und die Kriegsindustrie in kürzester Zeit mit den angeforderten Arbeitskräften versorgt werden konnte, dann ist das das Verdienst des SS-Gruppenführers Glücks. Er hat durch diese Leistung einen wesentlichen Beitrag zur Kriegsrüstung und damit zur Kriegsführung geleistet.“

Die Gleichsetzung von Tätern und Opfern durch gemeinsames Gedenken halten wir für nicht möglich. Die Distanzierung bringen wir dadurch zum Ausdruck, daß wir dann nicht zum Friedenshügel gehen, sondern zum Denkmal für die Opfer des Faschismus Norderhofenden und zum Deserteursdenkmal am Platz der Gärtner. Wir sind der Stadt Flensburg dankbar, daß sie mit diesen zwei Gedenkstätten die Möglichkeit geschaffen hat, den Volkstrauertag würdig zu begehen.

Khaled, ein Flüchtling aus Syrien, berichtet bewegend von seiner Weigerung, für irgendeine Seite in den Krieg zu ziehen und über seinen Kampf um den Nachzug seiner Familie. Für ihn ist der Krieg ein Ausdruck des Imperialismus, denn sein Land Syrien habe in seiner mehrtausendjährigen Geschichte niemals einen Krieg begonnen.

Stadtwerke Flensburg beliefern ab 2018 die Universität in Bonn mit Strom

Flensburg: Die Stadtwerke Flensburg versorgen künftig die Universität in Bonn mit Strom. Der Vertrag mit der Universität hat ein Liefervolumen von rund 50 Millionen Kilowattstunden pro Jahr und eine Laufzeit bis zunächst Ende 2020.

Die Stadtwerke Flensburg liefern ab Januar nächsten Jahres Strom an die Rheinische Friedrich-Wilhelms- Universität in Bonn und versorgen damit deren Betriebsstätten vor Ort.

Heinz-Gerhard Gülck, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb, freut sich über den Kundenneuzugang. „Dass wir im bundesweiten Stromvergleich so attraktiv für unsere Kunden sind, freut mich sehr. Überregional bewerten uns unsere Kunden schon seit Jahren als sicher und zuverlässig. Wir sind ein fortschrittliches Unternehmen, das umweltbewusst handelt. Das ist den Kunden wichtig. Und wir bieten sehr guten Service und faire, stabile Preise.“

Rund 50 Millionen Kilowattstunden pro Jahr stehen dann nicht nur den Betriebsstätten der Uni Bonn zur Verfügung, sondern auch rund 34.000 Studierenden. Im Vergleich: Im Versorgungsgebiet der Stadt Flensburg werden pro Jahr rund 342 Millionen Kilowattstunden verbraucht. Die Gemeinden Glücksburg und Harrislee verbrauchen pro Jahr genauso viel, wie die Uni Bonn abnimmt.

Aktuell liefern die Stadtwerke bundesweit Strom an rund 210.000 Kunden.

Stadt Flensburg lädt zum öffentlichen Kita-Dialog am 29.11.2017 in die Bürgerhalle des Rathauses ein

Erste Bilanz und Perspektiven ein Jahr nach Einführung der Kita-Qualitätsoffensive

Flensburg. Am 19. November 2015 hatte die Ratsversammlung eine Qualitätsoffensive im Kitabereich beschlossen, um die Qualität der Kinderbetreuung in Flensburger Kindertagesstätten zu verbessern und damit gleichzeitig den Standort Flensburg für mögliche Wirtschaftsansiedlungen aufzuwerten. Mit der Umsetzung der Qualitätsoffensive durch u.a. die Anhebung des Betreuungsschlüssels insbesondere auch im heilpädagogischen Bereich war Anfang des Jahres 2017 begonnen worden.

Zum Ausklang des Jahres möchte die Stadt Flensburg nun gemeinsam mit Eltern, Fachkräften aus den Bereichen Verwaltung, Kita und Wissenschaft sowie Wirtschaftsvertretern eine erste Jahres-Bilanz ziehen und lädt daher alle interessierten Flensburgerinnen und Flensburger zu einem Kita-Dialog am 29. November um 19.30 Uhr in die Bürgerhalle des Rathauses ein.

Der Kita-Dialog informiert über die bereits gemachten Fortschritte und Perspektiven und bietet den Besuchern Gelegenheit, Fragen und Wünsche an die Experten auf dem Podium zu richten. Hier vertreten sein werden Oberbürgermeisterin Simone Lange, Fachbereichsleiter Bildung, Sport und Kultureinrichtungen Dr. Wolfang Sappert, Heiko Frost, Geschäftsführer von Adelby, Marlene Langholz-Kaiser, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Europa-Universität und Mitarbeiterin des mit Bundesmitteln finanzierten Projekts „Lebenszeit 4.0“ sowie Claudia Richter, Vorsitzende der Kreiselternvertretung. Durch den Abend führt Moderator Carsten Kock.

Film + Gespräch: „Man bleibt immer ich“ – 100 Jahre Leben – 29.11.2017 um 18 Uhr im Capitol in Schleswig

Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt herzlich ein  zu Filmvorführung und Gespräch

„Man bleibt immer ich“ – 100 Jahre Leben

am Mittwoch, 29.November 2017, 18.00 Uhr
im Capitol Filmpalast, Capitolplatz 4, 24837 Schleswig

100 Plus: Die Generation der Hochbetagten in Deutschland wächst stetig an, aktuell sind über 17.500 Menschen im „vierten“ Lebensabschnitt angekommen. Den 100-und-mehr-Jährigen ist der Dokumentarfilm „Ü100“ von Regisseurin Dagmar Wagner gewidmet. Die Portraitreihe gibt einen raren Einblick in den Alltag von Hochbetagten, jenseits von Klischees und Verklärung.

Zum Gespräch über Alters- und Rollenbilder im Wandel haben wir Dagmar Wagner gemeinsam mit Birte Pauls eingeladen. Diskutieren Sie mit, was in Gesellschaft, Politik und Forschung geschehen muss, damit Senioren, Angehörige und Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitssektor unterstützt werden. Die Moderation übernimmt Michael Radtke, Publizist.

Birte Pauls ist Mitglied des Landtages in Schleswig-Holstein, stellv. Vorsitzende der SPD-Fraktion und Sozialpolitische Sprecherin u.a. für Pflege und Senioren.

Dagmar Wagner, ist Kommunikationswissenschaftlerin und Regisseurin. Sie arbeitet als Privatbiografin und ist beratend tätig zum Querschnittsthema „Älterwerden“.

„Ü 100“ – acht über Hundertjährige und ihre Lebenswelt, Buch + Regie: Dagmar Wagner, D, 2016, 83 min.

Bitte melden Sie sich an per Email hamburg@fes.de  oder unter: www.fes.de/lnk/31r

Diese Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Einladung an Interessierte weiterleiten!

Friedrich-Ebert-Stiftung

www.julius-leber-forum.de

Friedensaktivisten protestierten am Wochenende vor dem Fliegerhorst Schleswig

Protest-Transparente am Zaun des Fliegerhorstes

Am 18.11.2017 versammelten sich im Rahmen eines Aktionstages Friedensbewegte, Antimilitaristen und Kriegsdienstgegner vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel, um gegen die Aufrüstung der Bundeswehr, gegen Cyberkrieg, Drohnen und Elektronische Kampfführung zu protestieren. Aufgerufen zu der Aktion hatte die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK).

Drei vor Zwölf – Am Haupteingang des Fliegerhorst Schleswig

Start war eine Mahnwache um „Drei vor Zwölf“ vor dem Haupttor des Fliegerhorstes, der Drohnen- und Tornadostandort ist. Mit diesem symbolhaften Zeitpunkt wollten die Friedensaktivisten deutlich machen, dass die Welt der Vernichtung durch Krieg noch näher gekommen sei, als zum Zeitpunkt der Stationierung atomarer Erstschlagswaffen und während des „Kalten Krieges“ zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt in den achtziger Jahren. Detlef Mielke (DFG-VK Oldesloe) wies angesichts der Weltklimakonferenz darauf hin, dass schon die Explosion von 50 Nuklear-Sprengköpfen ausreichen könnte, die Erdtemperatur um acht Grad zu senken, und dieser nukleare Winter das Überleben der Menschheit massiv gefährden würde.

Siglinde Cüppers (DFG-VK) berichtet

Dr. Ralf Cüppers (DFG-VK Flensburg) berichtete über die Einrichtung der neuen sechsten Teilstreitkraft der Bundeswehr für den Cyberkrieg. Danach berichtete Siglinde Cüppers (DFG-VK Flensburg) über die „Vernetzte Operationsführung“, die deutlich mache, dass die auf dem Fliegerhorst Schleswig stationierten und bewaffnungsfähigen Drohnen in ein hochtechnologisches Kriegführungskonzept mit Cyberkrieg und Elektronischer Kampfführung eingebunden sind.

Während der Mahnwache war das Tor zum Fliegerhorst Schleswig/Jagel faktisch blockiert. Einige Teilnehmer blockierten im Anschluss an die Mahnwache um 14 Uhr dann auch noch das Südtor Mielberg, das die Initiatoren des Protestes mit einer von der Gesundheitspädagogin Petra-Ilona Teulecke professionell angeleiteten Meditationsübung zu einem „Tor der Stille“ gegen den Fluglärm umfunktioniert hatten.

Meditation am „Tor der Stille“

Die Meditation wurde jedoch von der Standortleitung des Fliegerhorstes als friedlicher Protest gegen das Militär respektiert, es gab keine Polizeipräsenz und auch nicht den Versuch einer Räumung der Blockade. Dies gilt auch für die Aktion am Haupttor. Gegen 15 Uhr wurde dann der Aktionstag von den TeilnehmerInnen beendet. Am 16. Dezember soll eine weitere Mahnwache vor dem Fliegerhorst mit Musik und Tanz folgen.

Wohlergehen ohne Wachstum in Flensburg?

Stadt Flensburg und Europa-Universität Flensburg erhalten 530 000 Euro für einzigartiges Verbundprojekt

Flensburg. Die Stadt Flensburg und die Europa-Universität Flensburg (EUF) werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 530.000 Euro für drei Jahre gefördert. Sie erhalten das Geld für ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Unter der Überschrift „Entwicklungschancen und -hemmnisse einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung“ (EHSS) wollen Bürgermeister Henning Brüggemann sowie Michaela Christ und Bernd Sommer vom „Nobert Elias Center for Transformation Design & Research“ (NEC) der EUF erforschen, wie Flensburg sich zu einer klimawandelfesten, sozial gerechten und umweltfreundlichen Stadt entwickeln kann.
Die Besonderheit des gemeinsamen Projekts: Stadt und NEC fragen danach, wie diese Ziele durch eine „Politik der Suffizienz“ erreicht werden können, also dadurch, dass die Einwohnerinnen und Einwohner weniger Ressourcen verbrauchen, indem sie ihre sozialen Praktiken (Wohnen, sich ernähren, sich fortbewegen, einkaufen etc.) verändern. Das bedeutet: Im Mittelpunkt steht die politisch heikle Frage, wie Kommunalpolitik das Wohlergehen ihrer Einwohnerinnen und Einwohner ermöglichen kann, ohne dafür immer weiter wachsen zu müssen.
Dieser Projektfokus ist unter den 26 durch das BMBF geförderten Verbundprojekten einzigartig. Harald Welzer, Professor für Transformationsdesign an der EUF und Direktor des NEC, sieht das als besondere Stärke des Projekts: „Zukunft besteht im Moment hauptsächlich aus Schlagwörtern mit „smart“ davor: „Smart City“, „Smart Meter“ oder „Smart Grid“. Aber für technikgetriebene Einsparungen durch mehr Effizienz muss man immer erst mal Aufwand treiben, also zum Beispiel neue Geräte installieren. Das jetzt für Flensburg bewilligte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben geht einen anderen Weg. Es untersucht Maßnahmen, die darauf zielen, zugleich den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen, und zwar nicht durch mehr Technik, sondern durch mehr Intelligenz.“
Die transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Stadt und Uni soll innerhalb von drei Jahren in drei Arbeitspakten die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung theoretisch klären, eine deutschlandweite Bestandsaufnahme vergleichbarer Stadtentwicklungsprojekte liefern sowie ein konkretes Stadtentwicklungsprojekt, das der Suffizienzstrategie folgt, für Flensburg konzipieren und initiieren.
Michaela Christ vom NEC freut sich über diese enge Zusammenarbeit mit der Stadt: „In diesem Projekt werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Angestellte der städtischen Verwaltung gleichberechtigt im Team zu nachhaltiger Stadtentwicklung arbeiten. Nicht zuletzt diese enge Verzahnung aus Forschung und Praxis macht den besonderen Reiz unseres Vorhabens aus.“ Ihr Kollege Bernd Sommer ergänzt: „Das Norbert Elias Center steht seit längerer Zeit mit der Stadt Flensburg im Austausch. Ich freue mich, dass mit dem bewilligten Vorhaben unsere Zusammenarbeit für die nächsten drei Jahre einen konkreten Rahmen gefunden hat.“
Die Ergebnisse des Projekts sollen als wertvolles Transformationswissen öffentlich gemacht werden. Denn auch Bürgermeister Henning Brüggemann ist sich bewusst, dass der Suffizienz-Ansatz im Rahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung eine Besonderheit ist: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Universität, weil wir wissenschaftliche Erkenntnis – die ja nicht neu ist – ganz konkret und wohl dosiert in unserer kommunalen Praxis anwenden können. Bei diesem Thema ist das bundesweit schon einmalig. Einen Blick werden wir auf den bundes- und landesrechtlichen Rahmen für unser kommunales Handeln werfen. Hier werden zentrale Weichen für unsere Stadtentwicklung gestellt.“
Das Projekt „Entwicklungschancen und -hemmnisse einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung“ (EHSS) im Rahmen der Fördermaßnahme „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt: Forschung für klimaresiliente, sozial-ökologisch gerechte und lebenswerte Städte“ des BMBF ist im Oktober 2017 gestartet. Das Projekt läuft bis zum 31.7.2020.
Mit der Fördermaßnahme will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen Beitrag zur klimawandelfesten, sozial gerechten und umweltfreundlichen Stadt von morgen leisten. Die Fördermaßnahme setzt dabei bewusst auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Kommunen sowie weiteren Praktikerinnen und Praktikern der Stadtentwicklung: gemeinsam sollen innovative und praktikable Lösungen erarbeitet und so die Nachhaltigkeit vorangebracht werden. Die Fördermaßnahme spricht zentrale Themen der Zukunftsstadt wie Klimawandel, umweltverträgliche Mobilität sowie Migration und Integration an.
Zur Förderung ausgewählt wurden insgesamt 26 Verbundprojekte. Das BMBF stellt in den nächsten Jahren für diese Projekte rund 50 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung.

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