Sozialatlas 2016 für Flensburg liegt vor – Altersarmut nimmt weiter zu

Zahl der Leistungsempfänger/innen im Bereich SGB II („Hartz IV“), III und XII sinkt leicht – Mehr Empfänger/innen von Grundsicherung im Alter

Aus der Mitteilungsvorlage für die Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschuss am 14.11.2016, des Jugendhilfeausschuss am 23.11.2016 und des Gleichstellungsausschuss am 14.12.2016:

„Mit dem Sozialatlas 2016 (Datenbasis 31.12.2015) liegt der 15. Sozialstrukturbericht für die Stadt Flensburg vor.

Die Bevölkerungszahl steigt weiter an und erreicht Ende 2015 den Stand von 93.112. Im Vergleich zum Vorjahr ist, wie zu erwarten war, ein Anstieg der Personen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit zu verzeichnen. Die Geburtenzahl erhöht sich im Vergleich zu 2014 leicht. Der Altenquotient (Einwohner/-innen ab 65 Jahren im Verhältnis zur Anzahl der 20- bis unter 65-Jährigen) sinkt. Auf Grund dieser positiven Entwicklungen sowie dem steigenden Umlandszuzug, verläuft der „demographische Wandel“ bezüglich der gesellschaftlichen Überalterung etwas abgeschwächt.

Der positive Trend bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hält an. Zwischen den einzelnen Leistungsarten hat es Verschiebungen gegebenen. Während hinsichtlich des Personenkreises der Erwerbsfähigen eine Reduzierung der Hilfen zu verzeichnen ist, bleiben die Zahlen bei den erwerbsgeminderten Personen stabil.“

Etwas weniger Empfänger/innen von Sozialleistungen

Aus der Zusammenfassung des Sozialatlas 2016:

„In 2015 standen insgesamt 11.606 Personen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren im Leistungsbezug nach SGB II, III und XII. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl um -65 Empfänger/innen gesunken. Ihr Anteil an der Bevölkerung in dieser Altersgruppe beträgt 18,3%. Er hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4%-Punkte reduziert. Der Rückgang der Gesamtanzahl ist auf eine Reduzierung der Leistungsempfänger/innen nach SGB II und III zurückzuführen.“

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Anzahl der Kinder in Familien mit SGB II-Bezug weiterhin auf hohem Niveau

„Keine Veränderungen sind dagegen bei der Anzahl der nichterwerbsfähigen Hilfebedürftigen in Haushalten mit Leistungsbezug nach SGB II festzustellen. Bei den 2.966 Empfängern/innen (-27) handelt es sich überwiegend um Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Die Gesamtsituation bleibt damit unbefriedigend: gemessen an der Gesamtbevölkerung im Alter von unter 15 Jahren lebt noch immer über ein Viertel aller Kinder (26,5%) in Haushalten mit SGB II-Bezug. Zwischen den einzelnen Stadtteilen bestehen allerdings große Unterschiede. In Tarup beträgt die Quote 2,7%, in der Neustadt dagegen 54,9%.“

Deutlich mehr Empfänger/innen von Grundsicherung – 5,8% der Menschen in der Altersgruppe 65 und älter beziehen Grundsicherung

„Auffallend ist der weitere Anstieg von Empfänger/innen von Grundsicherung nach SGB XII. Im Vergleich zum Vorjahr nahm ihre Anzahl um 5,4% auf 2.173 zu. Gegenüber 2011 beträgt der Anstieg sogar 29,6%. Ältere Menschen sind am häufigsten in der Nordstadt und Mürwik auf Grundsicherung angewiesen.

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Weniger Wohngeldempfänger/innen

Rückgänge sind hingegen bei der Anzahl der Wohngeldempfänger/innen auszumachen (-653 auf 2.984). Die Verteilung über das Stadtgebiet ist relativ ausgeglichen. Die meisten Wohngeldempfänger/innen sind in Mürwik zu verzeichnen.“

Ausführlichere Daten, Zahlen und Fakten gibt es im  Sozialatlas 2016

Zum Anliegen des Sozialatlas

Aus dem Vorwort: „Mit dem Sozialatlas 2016 liegt die fünfzehnte kleinräumige Fortschreibung von Sozialstrukturdaten für die Stadt Flensburg und ihre 13 Stadtteile vor. Das Ziel ist eine differenzierte Beobachtung von relevanten Indikatoren, die Aufschluss über die soziale Lage in Flensburg geben. Der Sozialatlas liefert damit wichtige Grundinformationen für Planungen, wie z.B. in der Jugendhilfe oder im Bereich älterer Menschen, aber auch für andere Themenstellungen, wie z.B. der Stadtplanung.

Der Sozialatlas ist ein dauerhaftes und kontinuierliches Anliegen. Die Orientierung nach Sozialräumen – in diesem Fall nach Stadtteilen – bedeutet, dass kleinräumige sozio-ökonomische und demografische Daten erhoben und im Hinblick auf die soziale Lebensrealität der Bewohner/innen untersucht und analysiert werden. Durch die Fortschreibung können langfristig kleinräumige Veränderungen nachgezeichnet werden, wie z.B. in der Altersstruktur der Bevölkerung, der Erwerbstätigkeit oder im Bezug von Sozialleistungen. Dabei erfolgt die Darstellung der Entwicklung der Bevölkerungsdaten in einem 10-Jahresvergleich. Die themenspezifischen Informationen werden in einem 5-Jahresrückblick betrachtet.

Der Sozialatlas zum Stichtag 31.12.20151 ist in fünf Kapitel unterteilt: 1. Bevölkerung, 2. Arbeitsmarkt und Beschäftigung, 3. Wohnen, 4. Soziale Sicherung und 5. Hilfen zur Erziehung. Den Kapiteln vorangestellt ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse. Die umrandeten Textblöcke weisen auf allgemeingültige Informationen hin. Am Ende befinden sich kurze Steckbriefe für die Stadt Flensburg und die 13 Stadtteile. Die „Trendpfeile“ weisen auf negative, positive oder keinerlei Veränderungen im Stadtteil, im Verhältnis zum Durchschnittswert der vergangenen zwei Jahre, hin (eine Abweichung von 10 % zum Durchschnittswert wird als signifikant erachtet).

Für den „schnellen Leser“ bzw. die „schnelle Leserin“ bieten sich als Orientierungshilfe die Randhinweise an.“

Flensburger Sozialatlas 2010/11/12/13/14/15

Der Flensburger Sozialatlas mit Daten zur sozialen Situation der Bevölkerung in Flensburg

Wer sich einen Überblick über die Entwicklung der Flensburger Sozialdaten und deren Veränderung in den letzten Jahren verschaffen möchte, dem sei auch ein Blick  in den Sozialatlas der Jahre 2010/11/12/13/14/15 empfohlen. Hier geht´s zum Flensburger Sozialatlas 2010 Sozialatlas 2010 , Sozialatlas 2011 sozialatlas_2011 , Sozialatlas 2012 Flensburger Sozialatlas 2012 , Sozialatlas 2013 sozialatlas_2013 , Sozialatlas 2014  sozialatlas 2014 , Sozialatlas 2015 sozialatlas 2015

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Nachspieltour mit Filmen vom Fimfest Dresden am 11.12.2016 im Flensburger Stadteilhaus Neustadt 12

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Programm 2016

Das FILMFEST DRESDEN wurde 1989 gegründet und ist eines der wichtigsten europäischen Kurzfilmfestivals, das jedes Jahr im April in Dresden stattfindet.
Ein 90-minütiges Programm zeigt ausgewählte Preisträgerfilme und Publikumslieblinge.

Folgende Filme werden gezeigt per Beamer an die Wand:

Goldener Reiter Animationsfilm National
AMÉLIA & DUARTE
R: Alice Guimarães, Mónica Santo, Deutschland/Portugal, 2015, 8min, Animation
In diesem Erinnerungs-Archiv werden wir durch die Geschichte von Amélia und Duarte geführt.
Sie lieben sich
nicht mehr und versuchen, mit den Gefühlen klarzukommen, die nach dem Ende einer Beziehung entstehen.


Goldener Reiter
Kurzspielfilm International ARTE-Kurzfilmpreis

OVER
R: Jörn Threlfall, GB, 2015, 14 min, Spielfilm
Ein Tatort: Mittels neun Aufnahmen aus der Totale in umgekehrter Reihenfolge entfaltet sich eine fesselnde Geschichte. Was ist in dieser ruhigen Gegend geschehen?
Ein Mord? Fahrerflucht? Ein Unfall?


Goldener Reiter des Publikums International

DAPHNÉ OU LA BELLE PLANTE / DAPHNÉ OR THE LOVELY SPECIMEN
R: Sébastien Laudenbach, Sylvain Derosne, Frankreich, 2014, 15 min, Animation
Daphné sprießt, erblüht, duftet und verliert Blätter, wie jede andere hübsche Pflanze.
Aber sie darf nicht gepflückt
werden.
Das Portrait einer frei zügigen und sensiblen Frau, die offen über ihren Körper und ihre Gefühle redet.


Filmförderpreis der Kunstministerin (Sachsen)
DIE WEITE SUCHEN
R: Falk Schuster, Deutschland, 2015, 30 min, Animation
Diese animinierte Dokumentation begleitet eine ostdeutsche Familie 1987 in ein kleines Ferienhaus an der Ostsee nahe der Grenze zu Westdeutschland. Wir erhalten einen Einblick in die ungewöhnliche Realität und den normalen Alltag eines Urlaubs im grenznahen Ostdeutschland.


Goldener Reiter Kurzspielfilm National
ON AIR
R: Robert Nacken, Deutschland, 2015, 21 min, Spielfilm
Zwei Lebenskünstler kapern eine  Live-Radio Sendung samt Moderatorin und Studiogast, um ihre politische Meinung kundzutun.
Ihr Versuch die Welt zu verbessern entwickelt dabei allerdings eine eher unerwartete Eigendynamik.

Gesamtlänge des Programms: 90 min
Einlass: 18.30 Uhr, Beginn:19 Uhr, Ende ca. 20.45 Uhr
Weitere Informationen auf unserer Website

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AfD: Kein Sammelbecken der „Abgehängten“ und „Globalisierungsverlierer“

Um die WählerInnen der AfD ranken sich mittlerweile zahlreiche Mythen und Legenden. Eine der Standard-Behauptungen ist, dass die „Abgehängten“ und „Globalisierungsverlierer“ ganz besonders die AfD wählen würden.  Auch die Vertreter der etablierten Parteien inklusive der Grünen versuchen landauf, landab mit dieser Behauptung vor allem berechtigte soziale und materielle Forderungen der Menschen, die in prekären Verhältnissen leben, abzubiegen und von den Folgen und Fehlern ihrer eigenen Politik abzulenken. Da wird dann auch schon mal berechtigte Kritik an der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und am Ausspielen der Bevölkerungsgruppen pauschal als AfD-Propaganda denunziert oder zumindest als Wasser auf die Mühlen der AfD bezeichnet. Sogar DIE LINKE wird angesichts ihrer Forderung an die Bundesregierung, erheblich mehr Ressourcen für die Integration der Flüchtlinge, wie aber auch für die Beseitigung der sozialen Schieflage, der Misstände im Bildungsbereich und bei der Wohnungsversorgung in Deutschland zur Verfügung zu stellen, in die geistige und politische Nähe der AfD gerückt. Natürlich ist diese Strategie perfide und verlogen, aber viele Menschen fallen leider auf diesen „postfaktischen“ Unsinn herein.

Deshalb ist es für die politische Debatte wichtig und hilfreich, dass DIE ZEIT jetzt eine Lanze für das Prekariat bricht und sich hierbei auf eine neue Forsa-Umfrage stützt. So blöd, wie man Hartz IV-Empfängern und Geringverdienern unterstellt, sind sie zum Glück (auch in Flensburg) nicht!

Dazu der Beitrag auf ZEIT-Online vom 30.11.2016

AfD: Von wegen Sammelbecken der Abgehängten

Die AfD ist mitnichten die Partei der Geringverdiener, zeigt eine Studie, die der ZEIT vorliegt. Menschen mit niedrigem Einkommen sympathisieren eher mit der Linkspartei.  Weiterlesen
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Energie-Stammtisch des EES e.V. mit Simone Lange und Uffe Borup am 07.12.2016 um 19 Uhr im Flensburger Borgerforeningen

Hiermit laden wir Sie recht herzlich zu unserem Sonder-Energiestammtisch ein. Mit

Simone Lange, zukünftige Flensburger Oberbürgermeisterin &
dem H2 Spezialisten Uffe Borup (H2 Tankstellen) aus Dänemark

Am 7.12.2016 von 19-00 bis 21-00 Uhr
im Borgerforeningen, Holm 17 in Flensburg

Thema: Wasserstoff (H2) „der“ Rohstoff der Zukunft und die große Chance für unsere Nordregion in S-H

Mit unserer grünen (erneuerbaren) Energie können wir Wasser in H2 und O2 aufspalten. H2 ist ideal für die Speicherung des hier produzierten Strom und kann, wenn nötig, zur Rückverstromung genutzt werden.

Grüner H2 wird in der Industrie gesucht und O2 in der Medizin.
H2 ist der neue Treibstoff für die Mobilität, für Autos, Züge und Schiffe.

Fossile Brennstoffe vergiften unsere Luft, versauern unsere Ozeane und erwärmen unsere Atmosphäre dramatisch.
Der Norden kann genug H2 produzieren.

Eine H2-Industrie kann und muß hier entstehen und viele Arbeitsplätze schaffen. Dänemark kann da unser Vorbild sein.

Eine Zusammenarbeit mit unserem Nachbarn ist dringend notwendig. Wir können lernen, wie wir hier schnell eine ähnliche H2-Industrie, wie in Dänemark entwickeln können.

Wir versprechen einen spannenden Abend!

Ursula Thomsen-Marwitz
Vorstand EES e.V.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung und den Aktivitäten des EES e.V. befinden sich unter: http://ees-ev.de

EEs e.V.

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Lesung zu Emmy Ball-Hennings und Musik am 09.12.2016 im Flensburger Musikpalast

Lesung zu Emmy Ball-Hennings mit musikalischem Rahmenprogramm

zur Einweihung der Bücher-Ecke im Flensburger Musikpalast

am Freitag, 9. Dezember, Neptunhof
(Grosse Strasse 77, am Nordermarkt)

16:00 Uhr: Ein Gläschen Sekt
16:30 Uhr: Musik von Cassiel au Ciel
18:00 Uhr: Lesung

Schon seit 1989 bietet der Musikpalast am Flensburger Nordermarkt ein reichhaltiges Angebot an Schallplatten und CDs.

musikpalastSeit neuestem wird das Angebot ergänzt durch knapp über 1000 Bücher. Die Bücher stammen aus den Beständen des Online-Antiquariats Kelifer, das seit 2008 in Flensburg beheimatet ist.
Im Laden stehen in erster Linie Bücher zu Musik, Kunst und Schleswig-Holstein. Daneben aber auch eine breite Palette schöner Bücher, vom Krimi bis zum anspruchsvollen Sachbuch.

Zum Einstand gibt es eine Lesung, die mit der Person Emmy Ball-Hennings den Bogen schlägt von der Flensburger Stadtgeschichte über die Kultur des frühen 20. Jahrhunderts.
Henning Nielsen aus der Carl-von-Ossietzky-Buchandlung und Sarah Nielsen lassen uns anhand ausgesuchter Bilder und Originaltexten mehr erfahren über die Schriftstellerin und Schauspielerin, die zusammen mit Hugo Ball und anderen als Begründerin von Dada gilt.

Bereichert wird das Ganze von Cassiel au Ciel mit einem musikalischen Beitrag zum Thema Dada.

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Bürgerversammlung zur Neugestaltung der Schreiberstraße am 7.12.2016 im Technischen Rathaus Flensburg

Flensburg. Die Stadt Flensburg lädt zur öffentlichen Bürgerinformation am Mittwoch, 7. Dezember um 18 Uhr im Technischen Rathaus, Schützenkuhle 26, Paul-Ziegler-Zimmer ein. Der Eingang (barrierefrei) erfolgt vom Hof aus, in dem einige Parkplätze zur Verfügung stehen.

Im Laufe des Jahres 2017 ist vorgesehen, die Oberfläche der Schreiberstraße zu erneuern. Im September 2015 hat die Stadt „Leitlinien zur Gestaltung von Natursteinstraßen“ beschlossen. Darin ist unter anderem vorgesehen, die Fahrbahn der Schreiberstraße mit Naturstein zu pflastern. Die Fußwege würden aus Klinkersteinen und die Parkplätze mit Granit-Großsteinpflaster hergestellt. Als Ausnahme von den Leitlinien ist aber auch eine Fahrbahnoberfläche in Asphalt denkbar.

Diese Entwurfsplanung soll vorgestellt und diskutiert werden. Allen Anwesenden wird Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben.

Die Leitung der Bürgerversammlung erfolgt durch den Ratsherrn Hubert Ambrosius vom Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung.

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Prohibition beenden? Cannabis freigeben – Diskussion mit LINKE-MdB Frank Tempel und Gästen am 8.12.2016 um 19 Uhr im Brasseriehof Flensburg

die-linke-tempelDer drogenpolitische Sprecher der LINKE-Bundestagsfraktion besucht Flensburg. Bei einer Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Fachleuten und Gästen steht auch der Kontakt zum Publikum im Mittelpunkt.

Der Besuch Frank Tempels ist der Beginn einer Veranstaltungesreihe mit LINKE-BundespolitikerInnen in Flensburg. – Frank Tempel wird bereits am Nachmittag des 08.12. zu einer offenen Sprechstunde ins LINKE BÜRO in der Norderstr. 88 kommen.

Am Abend steht dann die Podiumsveranstaltung um 19 Uhr im Brasseriehof (Große Str. 42) auf dem Programm. Daran nehmen neben Gabi Ritter, Flensburger Direktkandidatin für die Landtagswahl, auch weitere Gäste teil: Dr. Eberhard Schwarz (ehem. Leiter der Suchtklinik Bredstedt), Dr. Hans-Georg Hoffmann (Drogenambulanz Kiel) sowie Marco Eichhorst (Hof Tarpfeld).

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Frank Tempel, MdB, DIE LINKE

Das Thema umreißt Frank Tempel wie folgt: Jährlich werden bis zu 6,2 Milliarden Euro an Steuermitteln für die »Drogenbekämpfung« ausgegeben, der größte Teil davon für Strafverfolgung und -vollzug. Etwa 30 Prozent der Gefängnisinsassen sind wegen drogenbezogener Delikte inhaftiert. Doch die restriktive Politik hat nicht zu einem Rückgang des Drogenkonsums geführt. Nicht nur Konsumentenverbände, sondern auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Drogenhilfe, Polizei, Justiz und Medizin fordern einen Neuanfang in der Drogenpolitik. In verschiedenen Ländern, die einen liberalen Weg in der Drogenpolitik gegangen sind, hat sich der Konsum entgegen allen Befürchtungen nicht erhöht. Stattdessen sind die drogenbezogenen Probleme wie Todesfälle durch Überdosierung, Infektionen mit HIV und Hepatitisviren und Beschaffungskriminalität teils drastisch gesunken.

Wir wollen mit Frank Tempel u. a. folgende Fragen klären: Ist der Krieg gegen Drogen zu gewinnen? – Welche Auswirkungen haben Strategien die auf Verbote und Kriminalisierung setzen? – Welche politischen Rahmenbedingungen braucht die akzeptierende Drogenarbeit? – Welche Vorschläge für eine humane, verantwortungsvolle Drogenpolitik werden aktuell diskutiert?

linke-leute-in-flensburgMEHR ZUR VERANSTALTUNGSREIHE „LINKE LEUTE“ IN FLENSBURG:
Wir freuen uns auf weitere Gäste aus der Berliner Politik bei uns in Flensburg:
– Freitag, 10.02.2017 – Katja Kipping (Bundesvorsitzende DIE LINKE)
– Donnerstag, 09.03.2017 – Bernd Riexinger (Bundesvorsitzender DIE LINKE)
– Donnerstag, 28.04.2017 – Sahra Wagenknecht (Fraktionsvorsitzende)

www.die-linke-flensburg.de

Mehr zur Veranstaltung auch auf Facebook unter: https://www.facebook.com/events/1798365567070368/

Ein spannender Beitrag zum Thema auch von Sven Stockrahm in DIE ZEIT vom 22.06.2016 Drogenpolitik: Lasst uns das Drogenproblem lösen

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