Stadt kämpft für den Erhalt von Karstadt in Flensburg

Soll geschlossen werden: Flensburger Karstadt-Filiale auf dem Holm – Foto: Jörg Pepmeyer

Oberbürgermeisterin in direktem Kontakt mit Karstadt-Generalbevollmächtigten

Flensburg. „So lange man noch miteinander im Gespräch ist, ist die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen“, konstatiert Oberbürgermeisterin Simone Lange, die auch aus dem Urlaub heraus Kontakt zu allen Beteiligten in der Karstadt-Sache hält. Die Oberbürgermeisterin hält unter anderem den direkten Kontakt zum Generalbevollmächtigten des Konzerns Galeria-Karstadt.

„Es gilt jetzt unsere Stärken auszuspielen. Flensburgs Stärke war immer ein überdurchschnittlicher Einzelhandelsfaktor und eine starke wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die uns im Vergleich der 4 kreisfreien Städte nach Kiel an 2. Stelle führte. Die Coronakrise fordert nun unsere Handlungsfähigkeit heraus und die können wir zeigen, indem wir zum Beispiel mit einer kurzfristig neuen Verkehrsplanung, die Innenstadt und damit auch den Karstadtstandort stärken.”, so die Oberbürgermeisterin.

In der Diskussion um den Flensburger Standort ist u.a. die bisher geringe Auslastung des Parkhauses als Argument angeführt worden. Hier ließe sich recht kurzfristig etwas ändern. Für die Verkehrsführung im Bereich Rathausstraße/ZOB liegt der Stadt ein Gutachten vor, das eine Veränderung vorschlägt, die die Zufahrt zum Karstadt-Parkhaus und damit den Zugang zur Innenstadt insgesamt verbessern würde.

Die Problematik der Frequentierung des Parkhauses ist der Stadt Flensburg seit einiger Zeit bekannt. Daher wurde in Abstimmung mit dem Parkhausbetreiber ein Planungsbüro damit beauftragt, Verbesserungsmöglichkeiten zur verkehrlichen Anbindung des Parkhauses aufzuzeigen. Hierzu liegt nunmehr das entsprechende Gutachten vor, welches auch den Anliegern im Rahmen einer Online-Präsentation vorgestellt worden ist. Ausserdem wurde es abgestimmt mit Akivbus und der Polizei. Die Präsentation und das Gutachten sowie ergänzende Informationen befindet sich auf unserer Website: https://www.flensburg.de/zob

Nach Einschätzung der Gutachter und nach Ansicht der Flensburger Verkehrsplanung kann durch eine vorgeschlagene Variante eine signifikante Steigerung der Nutzungszahlen des Parkhauses erreicht werden, insbesondere unter Berücksichtigung unserer dänischen Gäste. Kern der neuen Verkehrsplanung ist, die Einbahnstraße vor dem Karstadt-Parkhaus umzukehren und die Fahrtrichtung auf der zum Parkhaus führenden Straße zu ändern. Damit würde das Ansteuern des Parkhauses erleichtert und der Zu- und Abfluss erheblich optimiert. Dafür notwendig würde eine veränderte Verkehrsführung in der Rathausstraße, die dann nur noch für Lieferverkehre, den ÖPNV sowie Fußgänger und Radfahren offen steht.

Dieser verkehrslenkende Lösungsvorschlag wird jetzt dem Karstadt-Konzern vorgestellt, um das Argument des nicht ausgelasteten Parkhauses zu entkräften.

„Das Gutachten hatte zwar eine Karstadt-Lösung nicht als Ziel, aber auf diese Weise haben wir etwas in der Schublade, das wir Karstadt vorschlagen können. Wenn das für das Unternehmen eine vielversprechende Option ist, können wir diese Lösung als verkehrslenkende Maßnahmen kurzfristig umsetzen. Die Flensburger Kommunalpolitik wird dann entsprechend einbezogen“, sagt Bürgermeister Henning Brüggemann.

Mehr dazu auch in einem Beitrag des NDR vom 19.06.2020: Galeria Karstadt Kaufhof will vier Filialen in SH schließen unter: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Galeria-Karstadt-Kaufhof-will-vier-Filialen-in-SH-schliessen,karstadtkaufhof126.html

Flensburg.Kauft.Kunst.: Führungen auf dem Museumsberg am Samstag, den 11. Juli

Auf dem Museumsberg Flensburg endet die Solidaritätsausstellung „Flensburg. Kauft. Kunst.“ am kommenden Sonntag.

Zuvor sollten Kauf- und Kunstinteressierte noch die Chance nutzen an einer der Führungen am Samstag teilzunehmen. Um 12, 13.30 und 15 Uhr führt die Kunsthistorikerin Almut Rix durch die Schau mit Werken Flensburger Künstler. Eintritt und Führung ist kostenlos.

Teilnahme mit Mindestabstand und Mund-Nase-Bedeckung.

Mehr zur Ausstellung hier: https://www.museumsberg-flensburg.de/de/ausstellungen/details/flensburg-kauft-kunst.html

Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956

museumsberg@flensburg.de

https://www.museumsberg-flensburg.de/de/

Neustadt-Jamsession am Dienstag 14. Juli um 19 Uhr in der Neustadt 12 in Flensburg

Liebe Musiker, liebe Musikinteressierte,

am kommenden Dienstag, den 14. Juli treffen wir uns wieder um 19.00 Uhr zum gemeinsamen Musizieren in der Neustadt 12, Eingang zum Stadtteilhaus.

Wir, das sind Menschen mit unterschiedlichen musikalischen Traditionen und kulturellen Hintergründen.

Wir wollen ohne Leistungsdruck und ohne Auftrittsverpflichtung musizieren, jammen und Songs gemeinsam spielen, die wir alle mögen.
Bringt Eure Instrumente und wenn ihr Freunde und Bekannte habt, die Musik machen möchten, auch die mit. Wenn Ihr Songtexte, Akkorde oder Noten von Eurem Lieblingslied oder Liedern habt, am besten in mehrfacher Kopie ebenso mitbringen.

Es ist jedoch eine Anmeldung unter Telefon 0461-505 94 55 erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Teilnahme mit Mindestabstand und Mund-Nase-Bedeckung.

Übrigens finden unsere Treffen regelmäßig jeden 2. und 4. Dienstag im Monat in der Neustadt 12 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

Jan Hinrich Haacke
Jörg Pepmeyer

Hochschule Flensburg forscht zu nachhaltiger Textilindustrie in Schwellenländern

Das Projektteam bei einem Besuch der äthiopischen Partner*innen an der Hochschule Flensburg im vergangenen November. Foto: Gatermann

Beispiel Äthiopien: Nachhaltige Textilindustrie in Schwellenländern

An der Hochschule Flensburg gehen Forscher*innen der Frage nach, wie die Nachhaltigkeit von Lieferketten in Schwellenländern gesteigert werden kann.  

Der Ruf nach fair und nachhaltig produzierter Kleidung wird immer wieder – nicht nur nach Skandalen in der Textilindustrie – laut. Jüngste Anstrengungen, Missständen entgegenzuwirken, stellen Zertifikate dar wie z. B. das Textilsiegel „der grüne Knopf“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Es soll nachhaltige Lieferketten in der Bekleidungsproduktion kennzeichnen und berücksichtigt dabei neben Umweltschutz auch Arbeitsbedingungen in den Herstellungsländern. Doch wie sieht die Praxis aus? Ein Projekt der Hochschule Flensburg beschäftigt sich mit der Nachhaltigkeit von Textillieferketten am Beispiel Deutschland und Äthiopien.

Warum dient gerade das ostafrikanische Land als Beispiel? „Die Textil- und Bekleidungsindustrie gewinnt für Äthiopien enorm an Bedeutung“, sagt Marcus Brandenburg. „Umgekehrt steigt auch die Relevanz Äthiopiens als Standort in globalen Textillieferketten.“ Der Professor für Logistik und Supply Chain Management an der Hochschule Flensburg leitet das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst umfänglich geförderte Projekt „Sustainable Textile Supply Chains in Ethiopia and Germany“. Brandenburg sieht die Fortsetzung eines Offshoring, nun von ehemaligen in neue Schwellenländer. Wurde die Produktion zunächst aufgrund des steigenden Lohnniveaus von Zentral- und Osteuropa nach Fernost verlagert, so befördert der ökonomische Aufschwung von China, Indien und Co. nun die Verlagerung der Fabrikation nach Afrika.

Bis Ende 2022 untersuchen Brandenburg und sein Team, welche Faktoren in Schwellenländern die Nachhaltigkeitspraxis beeinflussen. Orientiert man sich an bestehenden Arbeitsschutzstandards oder geht man gar einen Schritt weiter? Welche Anreize haben Firmen in Äthiopien, ihre Produktion nachhaltig zu gestalten? Drohen ihnen gar Sanktion in Form von Kundenverlusten wegen steigender Preise? Soziale und ökologische Abwägungen spielen eine große Rolle. „Aus unserer Sicht gleichwohl schwierige Verhältnisse in Firmen sorgen oftmals dafür, dass arme Menschen überhaupt Arbeit haben und so der existenzbedrohenden Armut entfliehen können“, sagt Brandenburg. Dies sind lediglich einige Aspekte eines komplexen Zusammenspiels aus politischen, gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Anforderungen in unterschiedlichen Unternehmen und verschiedenen Branchen.

Mit dem Fokus auf Äthiopien als afrikanischem Schwellenland und Deutschland als situiertem Markt in Mitteleuropa hoffen Brandenburg und sein Team aus Wissenschaftler*innen äthiopischer und deutscher Hochschulen, am Ende des Projekts Rückschlüsse für Forschung und Praxis zu ziehen. Wo herrschen Optimierungspotenziale, wo liegen Schwachstellen und wo drohen Fehler? „Letztlich“, so der Wirtschaftsprofessor, „wollen wir der Wissenschaft weitere Denkanstöße geben und dem Management konkrete Verbesserungspotenziale aufzeigen.“

Doppel-Benefizkonzert mit José Andrés Garcia und Gabriel Macaya am 10. und 11. Juli im Kulturhof Flensburg

2 Termine · 10. Juli – 11. Juli

Freitag 10. Juli um 18:30 Uhr
Samstag 11. Juli um 18:30 Uhr
Kulturhof Flensburg
Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Endlich ist es soweit: Der Kulturhof lädt ein und freut sich auf Benezifkonzerte an zwei auf einander folgenden Tagen.

José Andrés Garcia Gonzales, Seemann und Musiker von den Kanaren und der Musiker Gabriel Macaya aus Chile verzaubern den Hof und die Gäste mit Gitarrenklängen.

José Garcia lebt seit 8 Jahren in Flensburg, Gabriel Macaya seit ca. 2019. Beide sind Meister auf der Gitarre und spielen im Hof das erste Mal gemeinsam.

Gabriel Macaya beginnt um 18:30 Uhr mit seiner Musik, danach folgt ein Teil mit beiden Musikern. In der Pause geht der Hut rum.

Anschließend folgt der 2. Teil

Da auch wir durch die Corona-Zeit finanzielle Einbußen erlitten haben, freuen wir uns über eine Spende für unsere Miete und Nebenkosten.

Wir wünschen viel Vergnügen! 🙂

Aktuelle Termine und weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr auch bei Facebook https://www.facebook.com/Kulturhof.Flensburg/ und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Was ist der Kulturhof Flensburg e. V.?

Gegründet wurde unser Verein am 15.9.16 im Brasseriehof, wo seit Sommer 2015 die ersten Cafés (Familiennetzwerk „Mit uns für Alle“) stattfanden. Seit 28.2.17 ist er offiziell eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Wir fördern laut Satzung die Völkerverständigung und die Flensburger Stadtkultur.

Was machen wir?

Jede/r kann bei uns ein Café ausrichten und seine Kultur vorstellen. In Flensburg gibt es Menschen aus ca. 130 Kulturen, sodass ein buntes Programm möglich ist. Bisher gab es im Brasseriehof-Café u. a. folgende Cafés: iranisch, syrisch-orientalisch, kurdisch, türkisch, mexikanisch, kamerunisch, ghanaisch. Wenn auch DU Deine Kultur in Form von köstlichen Speisen und mehr vorstellen möchtest, bist Du herzlich willkommen.

Neben den Cafés, die meist nachmittags stattfinden, veranstaltet der Verein auch Konzerte, bietet Lesungen, Themenabende mit Diskussionen und Ausstellungen an.

Ein besonderes Anliegen ist uns, für den Einbau eines behindertengerechten WCs zu sammeln. Insbesondere die Spenden aus den Hutkonzerten sind dafür vorgesehen.

Außerdem unterstützen wir das Projekt „Foodsharing“.

Wir freuen uns über neue Mitglieder uns weitere spannende Veranstaltungen im Kulturhof Flensburg! Möchtest Du ab und an einen selbstgebackenen Kuchen spenden? Den Schaukasten monatlich gestalten oder die Räumlichkeiten sauber halten?

Dann schaue einfach mal während der Öffnungszeiten herein.

Kulturhof Flensburg e. V., im Brasseriehof, Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

„It’s All In The AIR…Baby!“ – Gerd G.M. Brockmann vom 8. – 10. Juli 2020 in der NORDER147

Die 14te „Local Artist In Residence“ der NORDER147… Was für eine Reise!

Von Mittwoch, dem 8. bis Freitag, dem 10. Juli könnt ihr zwischen 16 und 22 Uhr sehen und erleben, in welcher der möglichen, flüchtigen Formen Gerd G.M Brockmann künstlerisch zum Thema Luft arbeitet!

Gerd G. M. Brockmann – Local Artist In Residence

Konzept: It’s All In The AIR…Baby! (2015-2016) ©artprojectbrockmann 2020

Was bedeutet Luft heute? – IT’S ALL IN THE AIR…BABY!

Lebensrettendes Elixir oder existentielle Bedrohung?
Aufgrund der aktuellen Geschehnisse spielt Luft erneut eine entscheidende janusköpfige Rolle. Social-Distancing, Isolation und der Mangel an Beatmungsgeräten verdeutlichen die Lebensnotwendigkeit von Luft.
Sie genießt unsere Aufmerksamkeit und hat also erneut Gewicht, und das nicht nur durch die Berechnung der molaren Masse. Es zeigen sich Auswirkungen im Bereich der Luftverschmutzung. Erste Aufnahmen der Europäischen Weltraumorganisation ESA zeigen: Klima und die Luftqualität verbessern sich.

Was bedeutet Luft für den Organismus? Luft als Medium, Struktur, Volumen…? Das sind zentrale Fragen meiner interdisziplinären Arbeitsweise bei der Entwicklung einer Installation in Zeiten der Isolation.
Meine künstlerischen Antworten darauf sehen sie im Projektraum Norder147. Diese Intervention ist ein Teil meines Forschungsprozesses „IT’S ALL IN THE AIR…BABY!“, das im Jahr 2015 begann.

Das Thema begegnete mir erstmalig bei der Istanbul Design Biennale 2012. Hier erlebte ich die Installation “In Love We Trash“ des Künstler-Kollektivs „Basurama“.

Folgende Frage inspirierte mich: Wie ist Luft als Installation, als ephemere Skulptur oder raumgreifende Arbeit für den Betrachter erfahrbar? 2013 zeigte Christo seine Installation „Big AIR Package“ im Gasometer in Oberhausen. Er konfrontierte mich erneut mit Luft als Kunstwerk. Christo installierte bereits 1968 seine erste Luftskulptur „5.600 Kubikmeter-Paket“ in Kassel und dient mit seinen Arbeiten, neben den Werken von Otto Piene („Luftarbeiten“) und den Ballon-Installationen des Künstlers HansHemmert, als Anstoß für mein Projekt.
Im Rahmen eines „Artist in Residence“ Programms Ende 2015 und Anfang 2016 im Flensburger Projektraum Modul 1 entwickelte ich das „IT´S All IN THE AIR…BABY!“ Konzept. Entwürfe dieser Arbeiten sind seit 2015 auf meinen digitalen Kanälen zu sehen. Die Arbeit im Norder147 soll dem Betrachter ein Bewusstsein für eine Materie geben, die wir zu selten wahrnehmen und die trotzdem allgegenwärtig und lebenswichtig ist.
In diesem Sinne: LocalAIR !

Begleitmedien: Instagram Artist Live Sessions / Ergebnis-Dokumentation auf digitalen Kanälen / Artist Talk / IG Stories
www.artprojectbrockmann.com

Gerd G.M. Brockmann Local Artist In Residence @NORDER147 04/2020
Konzept: It’s All In The AIR…Baby! (2015-2016) ©artprojectbrockmann 2020

Hinweise zur Luft:
Als Luft bezeichnet man das Gasgemisch der Erdatmosphäre
Gewicht Luft: 1,3 Gramm pro Liter

Luftmessstation Flensburg:
https://www.schleswigholstein.de/DE/Fachinhalte/L/luftqualitaet/Messstationen/Flensburg.html

Luftverschmutzung Flensburg: Echtzeit
https://aqicn.org/map/germany/schleswig-holstein/flensburg/de/

Die Luftverschmutzung der Welt: Echtzeit-Luftqualitätsindex
https://waqi.info/de/

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

Schöne Aussichten! – Offener Brief von Frauke Himmerkus

Bahnhofswald: Das Flensburger Naturhabitat beherbergt über 140 Jahre alte Bäume und geschützte Fledermäuse und soll für den Bau eines Hotels der Axt zum Opfer fallen. – Foto: Marco Johns

„Nachhaltigkeit“ dieser vielbenutzte Begriff in Zeiten des Klimawandels hat in Flensburg eine ganz eigene Definition gefunden. Nachhaltig soll ein Hotelneubau samt Parkhaus sein, nur steht dem leider ein Wald im Weg. Nachhaltig ist hier lediglich Eins: Die Zerstörung dieses intakten Ökosystems. Ob Bahnhofswald, baumreiche Anlage um das Schwedenheim (Helenenallee) oder Spielplatz plus kleine Grünanlage Waitzstraße/Mühlendamm – die alten Bäume müssen weichen.

Im Falle des Kindergartens  Schwedenheim, eingebettet in eine parkartige Anlage mit alten Japanischen Kirschen, plant der SBV in vier Jahren einen Blockbau und der Erweiterung der Feuerwache fällt der Spielplatz und die kleine Grünanlage Mühlendamm zum Opfer. Für die Bewohner des Bahnhofsviertels heißt das, Beton statt Wald oder Grünanlage.

Schaut man sich in Flensburg, unserer noch grünen Stadt um, stellt man fest, dass immer mehr Grün schwindet. Spaziert man von Fahrensodde Richtung Meierwik haben sich die Hänge in den letzten Jahren gelichtet. „Schöne Aussichten“ für die Bewohner der Villen an der Förde.  Alter Baumbestand ist verschwunden, auch wenn damit Strafen verbunden waren. Vielleicht aber auch eine Win-win -Situation: freier Blick / Stadt kassiert?

Nächstes prominente Opfer des Gestaltungswillen der Stadt wird der Christiansen-park/ Museumsberg. Laut Planung werden  ca. vierzig alte Bäume ihren Platz verlieren. Geld steht bereit und egal ob sinnig oder nicht, die Stadt will es ausgeben, sie will gestalten.

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Baumbestand an der Valentiner Allee – Foto Frauke Himmerkus

Wer ein Beispiel für die Gestaltung öffentlichen Raumes braucht, der schaue sich bitte die Serpentine am Bahnhof an. Nackter verzinkter Stahl flankiert nun den An bzw. -abstieg. In der langen Doppelkurve zieht sich das Geländer den Hang hinauf, wie ein deplatziertes Abflussrohrsystem.  Nicht einmal eine Treppe hat man eingebaut, um den Menschen, die den kurzen Weg bevorzugen, Rechnung zu tragen. Es bleibt weiterhin eine Rutschpartie!

Gestaltung bedeutet Herzblut und Ästhetik, hat mit Sinn für die Umwelt zu tun und geht mit der Schaffung einer lebenswerten Umgebung einher.  Gehen unsere Politiker verantwortlich mit der Gestaltung unserer Stadt um? Erkennen sie die Zeichen der Zeit?

Für Flensburg scheint es keinen Klimawandel zu geben, kein Umdenken zum Erhalt von wertvollen Naturressourcen!  Corona hat nichts bewegt! All die Aufrufe und Durchhalteparolen der Politiker haben nicht zu Verantwortungsbewusstsein ihrerseits geführt .

Leider haben wir eine Oberbürgermeisterin, die zwar bei Markus Lanz öffentlich für Transparenz und  Nachhaltigkeit eintritt, aber in ihrer Stadt diese Forderungen von Seiten der Bürger nicht erfüllt. Da wurde persönlich Einfluss genommen auf die Entscheidung der Unteren Forstbehörde und somit eine direkte Lösung zur Umwandlung des Bahnhofswalds möglich gemacht. Damit ist der Weg frei für das Intercityhotel plus Parkhaus. In der Planung sind in unserem Stadtteil allerdings nebenbei das Hilton am Rathaus, der Umbau mit Erweiterung des Centralhotels und gegenüber der Serpentine ein Hotel Garni. Man staune!  Brandaktuell ging heute durch die Nachrichten, dass das Parkhaus von Karstadt nicht ausgelastet war und dies mit ein Grund zur Standortschließung der Hauses sei. Brauchen wir am Bahnhof ein weiteres Parkhaus dieser Art? Wann wacht die Politik auf aus ihrem Siebzigerjahreklotzbaudornröschenschlaf und findet einen Weg gemeinsam mit seinen Bürgern und im Einklang mit der Natur?

Das wären wirklich „Schöne Aussichten“!

Frauke Himmerkus

Ausgezeichnetes Badewasser an den Flensburger Stränden – Wassertemperatur 21 °C

Badewasserqualität ausgezeichnet

Flensburg. Die Gesundheitsdienste teilen mit:

Die Flensburger Badestellen Ostseebad und Solitüde werden auch in diesem Jahr wieder von den städtischen Gesundheitsdiensten nach der Badegewässerverordnung überwacht. Vierzehntägig erfolgen Beprobungen zur Feststellung der Badewasserqualität.

Probenahme am 30. Juni 2020
Solitüde:
Ergebnis: ausgezeichnete Badewasserqualität
Wassertemperatur: 21 °C

Probenahme am 30. Juni 2020
Ostseebad:
Ergebnis: ausgezeichnete Badewasserqualität
Wassertemperatur: 21 °C

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Gesundheitsdienste unter Telefon 85 2600 bzw. per E-Mail: Gesundheitsdienste@Flensburg.de

 

 

Ausstellung „Flensburg.Kauft.Kunst.“: Führungen auf dem Museumsberg am Samstag, den 4. Juli

Auf dem Museumsberg Flensburg ist die Ausstellung „Flensburg. Kauft. Kunst.“ noch bis zum 12. Juli zu sehen.
Am kommenden Samstag finden hier im 12 und um 14 Uhr Führungen mit der Kunsthistorikerin Almut Rix statt. Eintritt und Führungen sind kostenlos.
Es ist jedoch eine Anmeldung unter Telefon 0461-85 2956 erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Teilnahme mit Mindestabstand und Mund-Nase-Bedeckung.

Mehr zur Ausstellung hier: https://www.museumsberg-flensburg.de/de/ausstellungen/details/flensburg-kauft-kunst.html

Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956

museumsberg@flensburg.de

https://www.museumsberg-flensburg.de/de/

Freiheit für Julian Assange! – Mahnwachen am 3./4. und 18. Juli an der Holmnixe in Flensburg

Happy Birthday Julian!

Whistleblower
Enthüller / Aufdecker
schützen!

Das Demokratische Café lädt ein zur Mahnwache an der Holmnixe anlässlich des 49. Geburtstages von Julian Assange:

Freitag, den 3. Juli ab 12.00 Uhr

Samstag, den 4. Juli ab 12.00 Uhr

sowie am Samstag, den 18. Juli ab 12.00 Uhr

Julian Assange,

Gründer von Wikileaks, deckte vor Jahren US-amerikanische Kriegsverbrechen und politischen Machtmissbrauch auf.

Zurzeit befindet sich Julian Assange (Australischer Staatsbürger) in einem Hochsicherheitsgefängnis in Belmash/ London in Einzelhaft.
Seine Gesundheit ist stark bedroht und seine Prozessvorbereitungen werden stark behindert.

Die Vereinigten Staaten haben Großbritannien um Auslieferung von Assange ersucht. Die US-Anklageschrift vom 23. Mai 2019 umfasst siebzehn Punkte. Auf alle Anklagepunkte steht eine theoretische Maximalstrafe von 175 Jahren Haft.

Alle drei schwedischen Sexualdelikt-Verfahren (wegen desselben Vergewaltigungsvorwurfs) wurden im November 2019 eingestellt, neuneinhalb Jahre nach Einleitung des ersten Verfahrens.

Auch nach Verbüßung der fünfzigwöchigen Haftstrafe im September 2019 muss Assange wegen des Auslieferungsantrages der Vereinigten Staaten in Haft bleiben. Der Auslieferungsprozess wurde vom 18. Mai 2020 auf September 2020 verschoben.

lhm droht mit Beginn der Verhandlungen die Auslieferung an die USA und dortige Aburteilung.

Quellen:

wikipedia Julian Assange: https://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Assange

Mathias Bröckers / www.broeckers.com
Nils Melzer / UN Sonderbericherstatter

Veranstalter: Das Demokratische Café Flensburg, c/o Peter Walpurgis

Politisches Abendgebet der Aktionsgruppe Klima Flensburg am 6. Juli 2020 um 18 Uhr vor St. Nikolai

… verspricht etwas Besonderes zu werden.

Charlotte Dase, Studiengang „Transformation“ wird uns zum Mitdenken anregen zum Thema „Wie geht Veränderung?“
Da es uns ja bei den Politischen Abendgebeten um Vernetzung und gegenseitige Unterstützung von unterschiedlichen Initiativen und auch Altersgruppen geht, auf dem Weg zu einer solidarischeren Gesellschaft, freuen wir uns besonders über neue Interessierte, die sich sonst eher nicht in einen kirchlichen Rahmen begeben.
Bei gutem Wetter wieder draußen vor St. Nikolai, am Montag, den 6. Juli um 18 Uhr!

Einhaltung der Corona-Regeln: Präsenzkontrollen im Stadtgebiet

Kooperation der Stadt Flensburg mit privatem Sicherheitsunternehmen

Flensburg. Die zunehmende Lockerung der Corona-Regeln macht es notwendig, dass zum Aufrechterhalten des Infektionsschutzes die weiter bestehenden Regeln sorgfältig befolgt werden. Das ist leider nicht immer der Fall, so dass die Stadt sich entschlossen hat, hier intensiver zu kontrollieren.

Die Stad Flensburg wird ab 01.07.2020 einfache Kontrollen in Schwerpunktbereichen des Stadtgebietes durchführen. Ziele der Kontrollen sind:

  1. Kontrollen an allen Tagen in der Woche auch zu Abend- und Nachtzeiten
  2. Überwachung der Regelungen zur Einhaltung von Mindestabständen und Ansammlungen im öffentlichen Raum („Corona-Regeln“)
  3. Kontrollen zum Umgang mit Müll und anderen gefährlichen „Hinterlassenschaften“ wie z.B. Grillkohle, Flaschen, Verpackungen oder ähnliches
  4. Freundliche und einfache Ansprache in Fällen, in denen Regeln nicht eingehalten werden.

„Für einen wirksamen Infektionsschutz muss auf die Einhaltung der Regeln geachtet werden. Hierfür bedarf es einer Präsenz und Kontrolle im öffentlichen Raum, die durch diesen Streifendienst insbesondere an den Hotspots erweitert werden soll. Die bisherigen Kontrollen durch das Ordnungsamt werden dadurch ergänzt“, erklärt der zuständige Dezernent Stephan Kleinschmidt.

Die Aufgaben der Präsenz-Streifen sind deeskalierend und zurückhaltend definiert. Sie werden erhebliche Verstöße gegen Corona-Regeln oder das Müllbeseitigungsgebot an die zuständigen Stellen weitermelden. Dazu erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei, dem TBZ und der Ordnungsverwaltung.

Insgesamt werden drei Streifen im Stadtgebiet mit jeweils 2 Personen eingesetzt. Dabei kooperiert die Stadt Flensburg mit einem privaten Flensburger Sicherheitsunternehmen.

Die Präsenz-Streifen haben ausdrücklich keine weiteren Eingriffsbefugnisse oder Kontrollaufgaben wie z.B. im ruhenden Verkehr, Lärm oder anderes. Dies ist den zuständigen Stellen in der Ordnungsverwaltung und der Polizei vorbehalten.

Die Stadt Flensburg bittet alle EinwohnerInnen, sich an die Regelungen des Infektionsschutzes zu halten. Dazu gehören Mindestabstände und das Verbot von Ansammlungen von mehr als 10 Personen im öffentlichen Raum.

Feiern und Freizeit an öffentlichen Plätzen darf nicht dazu führen, dass Bereiche verschmutzt und gefährlich werden.

Für den Fall, dass im Rahmen der Kontrollen Personen angesprochen werden, bitten wir dringend darum, auf die Informationen zu achten und Regeln einzuhalten. Gemeinsam gelingt es dann, dass der Aufenthalt an den Stränden und in der Stadt zu einem tollen Erlebnis für alle wird!

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