Flensburger Stadtdialog online am 24.08.2022: Eine Holzbrücke zwischen Fruerlund und Hafen-Ost?

Online informieren und wahlweise mitdiskutieren beim Stadtdialog „Bäume bauen Brücken – neue Wege zwischen Fruerlund und Hafen-Ost“ am 24.08. um 17 Uhr.

Flensburg. Wie kann innovativer Holzbau dabei helfen, das neu entstehende Quartier am Hafen-Ostufer an die Siedlungsstruktur Fruerlunds anzubinden?

Dieser Frage geht die Stadt Flensburg in einer öffentlichen digitalen Veranstaltung am 24. August 2022, 17:00 Uhr nach. Das Forscherteam der Universität Stuttgart um Monika Göbel, Prof. Achim Menges und Prof. Jan Knippes werden innovative Möglichkeiten für den – wortwörtlichen – Brückenschlag zwischen Hafen-Ost und Volkspark aufzeigen und bereits umgesetzte Beispiele aus anderen Städten präsentieren.

Im Anschluss bietet sich die Gelegenheit für alle Teilnehmer, sich zu diesem Thema auszutauschen. Die Teilnahme erfordert keine Anmeldung, die Einwahl ist bereits ab 16:30 Uhr unter www.flensburg.de/stadtdialog möglich. Der Fachbereich Stadtentwicklung und Klimaschutz und der städtische Sanierungsträger IHRSan freuen sich über viele Teilnehmende und eine rege Diskussion.

Hintergrundinfos zu diesem Stadtdialog

Architektur ist von zentraler ökologischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Bedeutung. Menschen verbringen 87% ihres Lebens in Gebäuden. Der Bau-Sektor konsumiert bereits heute mehr als 40% der globalen Ressourcen und Energie, doch der Raumbedarf nimmt weiter dramatisch zu: in den nächsten 35 Jahren müssen 2,6 Milliarden neue städtische Bauten geschaffen werden.

Allein in deutschen Städten wird der Mehrbedarf mit jährlich 400.000 Wohnungen und dazugehörigen gewerblichen und öffentlichen Gebäuden beziffert. Die Produktivität der Bauindustrie stagniert aber seit Jahrzehnten. Die verheerenden Umweltfolgen, die mangelnde Produktivität sowie die vielschichtige Relevanz der Architektur zeigen deutlich, dass wir dringend neue Ansätze für das Planen und Bauen benötigen.Digitale Technologien bieten neue Lösungsansätze bezogen auf diese Herausforderungen.

Aufgrund des Fassettenreichtums der Bauindustrie und einer zergliederten Forschungslandschaft erfolgt die Digitalisierung der verschiedenen Teilbereiche des Bauschaffens jedoch weitestgehend entkoppelt und sehr langsam. Dies führt in den meisten Fällen lediglich zu inkrementellen Verbesserungen und isolierten Erkenntnissen. Das volle Potential digitaler Technologien bleibt dabei ungenutzt.

Ziel des Exzellenzclusters der Universität Stuttgart ist es, das volle Potential digitaler Technologien zu nutzen, um das Planen und Bauen in einem integrativen und interdisziplinären Ansatz neu zu denken und damit wegweisende Innovationen für das Bauschaffen zu ermöglichen.

Durch einen systematischen, ganzheitlichen und integrativen computerbasierten Ansatz sollen die methodischen Grundlagen für eine umfassende Modernisierung des Bauschaffens gelegt werden. Eine zentrale Zielsetzung ist die Entwicklung einer übergeordneten Methodologie des „Co-Design“ von Methoden, Prozessen und Systemen, basierend auf interdisziplinärer Forschung zwischen den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Ingenieurgeodäsie, Produktions- und Systemtechnik, Informatik und Robotik sowie Geistes- und Sozialwissenschaften.

Das Forscherteam der Universität Stuttgart um Frau Monika Göbel, Herrn Prof. Dr. Jan Knippers, sowie Herrn Prof. Achim Menges wird dazu bereits umgesetzte Beispiele präsentieren und Möglichkeiten für das Hafen-Ostufer aufzeigen.

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Veröffentlicht am 17. August 2022 in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Rat & Ausschüsse, Soziales, Stadtplanung, Veranstaltungstipps, Wirtschaft und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Bäume bauen Brücken – bis der Hafen-Ost tatsächlich mal so weit ist, könnte man das bis dahin gut getrocknete u. gelagerte HOLZ aus dem Bahnhofswald verwenden und dann machen wir extra ein Schild über das Ursprungsgebiet an die Brücke.
    „Wir waren mal ein kleiner gesunder Wald“ – Aber Ernst beiseite.

    Tatsächlich ist bereits in der Rahmenplanung aus 2003 eine Brückenverbindung angedacht.
    https://www.flensburg.de/PDF/Rahmenplan_Erl%C3%A4uterungsbericht_Stand_August_2003_.PDF?ObjSvrID=2306&ObjID=604&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1448357692

    Auf Seite 17 dieses Rahmenplanes aus 2003 ist von einer Brückenverbindung in den „hochwertigen Fördehang“ hinein, bereits die Rede:

    „Ist eine Brückenverbindung über den Industriehafen (Dreh-, Zug- oder Klappbrücke) in Verbindung mit dem Schwallschutz angedacht“ (Zitat)

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