Archiv für den Tag 14. August 2022

Ein grüner Tag, an dem Blumen Brücken bauen – am 20. August in Sonderburg

Emmas Have – Foto: Blumen bauen Brücken

Das Interregprojekt „Blumen bauen Brücken“ lädt am Samstag, den 20. August 2022, zu einem „Grünen Tag“ in der gesamten Gemeinde Sonderburg ein.

Ein zentrales Element wird der Garten in Gravenstein am Hafen (Emmas Have) sein, wo die Besucher von 10 Uhr bis 17.15 Uhr ein vielfältiges Programm erwartet.

Gleichzeitig werden mehrere Gartenbesitzer in Gravenstein, Sonderburg und Nordborg ihre Gärten unter der Schirmherrschaft des Gartenvereins öffnen.

Es gibt 3 Stadtspaziergänge mit Schwerpunkt auf den städtischen Grünflächen und ein Picknickkonzert am Abend.

Im Garten am Gravensteiner Hafen wird der Weidenkünstler Bent Vinkler LandArt Art rund um die japanischen Kirschbäume des Gartens gestalten, es gibt zwei Glockenspiel-Konzerte des Glockenspielers und Organisten Peter Langberg, einen Kurzvortrag von Christian Nordstrøm in Emmas Garten zum Thema Artenvielfalt und anschließend die Eröffnung von zwei Bienenhäusern für Solitärbienen.

Es besteht die Möglichkeit, sich von einem Imker beraten zu lassen, und auch die Naturführer und das Gravensteiner Apfelfest werden anwesend sein. Auch die Flensburg Fjord Route wird präsentiert.

Am selben Tag findet eine Begehung des Permagartens bei Kær Vestermark statt, wo der von der irischen Landschaftsarchitektin Mary Reinolds entworfene und von Royal Copenhagen inspirierte Garten vom Verein Permakultur Syd vorgestellt wird. Es wird ein Vortrag über die Struktur des Gartens, die vielen verschiedenen essbaren Pflanzen und die alten Apfelsorten der Region gehalten.

Der Permagarten ist Teil des Interreg-Projekts TOUR-BO

Der Tag wird in Zusammenarbeit zwischen dem örtlichen Gartenverein, der Gemeinde Sonderburg und „Blumen bauen Brücken“ organisiert.

Programm und Zeitplan

Die Veranstaltungen an den unterschiedlichen Orten umfassen:

Gravenstein, Emmas Garten (Hafen)

10.00-17.00 Uhr:

Land-Art Weidenflechten an den japanischen Kirschbäumen im Erzählgarten, von Weidenflechter Bent Vinkler.

Hier können Sie die Arbeit verfolgen und sich für Ihren eigenen Garten inspirieren lassen.

10.00-13.00 Uhr:

Am Muschelturm – Erklärungen zum Anbau von Muscheln und Algen in unserer Region.

Aktivitäten für Kinder: Geht auf Entdeckungsreise nach Insekten und Krabbeltieren im Insektengarten, von den Natur-Guides Sonderburg.

11.30 und 13.00 Uhr:

Erleben Sie die faszinierende Honigbiene hautnah, von dem Süddänischen Bienenzüchterverband.

12.00-12.30 und 15.00-15.30 Uhr:

Glockenspielkonzert von „nordic-carillon“ unter der Leitung vom Organisten Peter Langberg.

15.30 Uhr:

Stadtspaziergang in Gravenstein mit Schwerpunkt auf Grünflächen in der Stadt.

16.45-17.10 Uhr:

Kurzer Vortrag in Emmas Garten über biologische Vielfalt, gefolgt von der Eröffnung eines Heims für Solitärbienen. Das Gravensteiner Apfelfestival und der Kulturverein Gravenstein informieren über die diesjährigen Aktivitäten

Sonderburg

10.00-15.00 Uhr und 19.00-22.00 Uhr:

Offener Garten bei Tage und Birgit Hyldgaard Damm, Nørregade 3, Sundsmark, Sønderborg.

Mit kostenlosem Abendkonzert um 20.30 Uhr von OHein mit traditionellen irischen Volksweisen und Liedern.

12.00 Uhr:

Stadtspaziergang in Sonderburg mit Schwerpunkt auf Grünflächen in der Stadt.

Treffpunkt: Alspigen, Marktplatz, vor dem Rathaus von Sonderburg.

Løkkegård, Kær Vestermark

13.00-15.00 Uhr:

Offener Permagarten, entworfen von der irischen Landschaftsarchitektin Mary Reinolds. Lernen Sie die vielen verschiedenen essbaren Pflanzen und die alten Apfelsorten der Region kennen.

Nordburg

09:30-10:30 Uhr:

Stadtspaziergang mit Schwerpunkt auf Nordborgs grünen Außenanlagen.

Treffpunkt: Der Brunnen vor dem Nordburg Schloss.

Lesen Sie mehr unter

www.BBBprojekt.eu

https://haveselskabet.dk/soenderborg

und

www.sonderborg.dk

„Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“:

Die Veranstaltung ist ein Teil des Interreg5a-Projektes „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“, einem grenzüberschreitenden Gartenschau- und Tourismusprojekt als Teil des Interreg-Programmes Deutschland-Danmark und gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung. Ziel der Projektpartner, die Städte Flensburg und Glücksburg, der Kommunen Apenrade und Sonderborg sowie die Tourismusorganisationen Destination Sønderjylland und Tourismus Agentur Flensburger Förde, ist die Schaffung einer gemeinsamen deutsch-dänischen Tourismusregion rund um die Flensburger Förde.

Erfahren Sie mehr auf www.bbbprojekt.eu.

Unsere Innenstadt braucht deine Ideen! – Jetzt Fördergelder beantragen www.flensburg.de/deine-ideen

 

Öffentliche Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses am 22.08.2022 im Rathaus Flensburg

Kraftwerk der Flensburger Stadtwerke: DIE LINKE will preisreduzierten Tarif für die Grundversorgung mit Fernwärme und Strom – Foto: Jörg Pepmeyer

DIE LINKE-Ratsfraktion will Preisdeckelung für die Sicherstellung des Grundbedarfs an Strom und Fernwärme

Für die kommende Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses hat die LINKE-Fraktion einen Antrag vorbereitet, mit dem sie die von deutlichen Kostensteigerungen bei Strom und Fernwärme betroffenen Menschen entlasten möchte. Sie will, dass der Grundbedarf bei der Strom- und Fernwärmeversorgung in Flensburg durch Preisobergrenzen gesichert und die Gefahr zunehmender Energiearmut gestoppt wird. Dazu heißt es in ihrere Beschlussvorlage: 

Die Stadt Flensburg wirkt in den Gremien ihrer Tochtergesellschaft Stadtwerke Flensburg auf Tarifänderungen bei der Strom- und Fernwärmeversorgung hin, um diese existenzielle Grundversorgung für die Einwohner*innen Flensburgs bezahlbar zu halten.
Folgende Tarifänderungen werden dabei spätestens zum 01.01.2023 vorgenommen:

1. Bei der Stromversorgung wird ein preisreduzierter Grundbedarf von ca. 50 Prozent der durchschnittlichen Verbrauchsmenge eines privaten Haushalts auf dem Preisniveau von 2020 (31,15 € pro kWh, „Arbeitspreis“) festgeschrieben und wie folgt berechnet:
1-Personen-Haushalt Verbrauch als Grundbedarf: 950 kWh/Jahr1

2-Personen-Haushalt Verbrauch als Grundbedarf: 1.400 kWh/Jahr1

für jede weitere Person Verbrauch als Grundbedarf: + 500 kWh/Jahr1

Der Preis für diesen Grundbedarf wird nachfolgend maximal um den jährlichen prozentualen An
stieg der regionalen Durchschnittsnettolöhne erhöht. Der darüber hinausgehende Stromverbrauch wird zum jeweils aktuell gültigen Tarif abgerechnet. – In Haushalten mit stromerzeugter Warmwasserversorgung werden pro Person 400 kWh zum preisreduzierten Stromverbrauch hinzugerechnet.
2. Bei
der Fernwärmeversorgung wird ein preisreduzierter Grundbedarf von 50 Prozent derletzten Verbrauchsmenge eines privaten Haushalts auf dem Preisniveau von 2020 (68,93 € pro MWh, „Arbeitspreis primär“) festgeschrieben. Der Preis für diesen Grundbedarf wird nachfolgend maximal um den jährlichen prozentualen Anstieg der regionalen Durchschnittsnettolöhne erhöht. Der darüber hinausgehende Fernwärmeverbrauch wird zum jeweils gültigen Tarif (2022: 101,36 € pro MWh, „Arbeitspreis primär“) abgerechnet.
3. Diese Preisberechnung für Strom und Fernwärme wird für alle privaten Flensburger Haushalte bis 2030 beibehalten, sofern das jeweilige Preisniveau mehr als 10 Prozent über dem Preisni
veau von 2020 liegt, und einer zweijährlichen Prüfung unterzogen.“ Mehr dazu auch hier 

Interessierte EinwohnerInnen können die Debatte darüber und die Sitzung ab 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses verfolgen.

Weitere TOPs zum Thema:

  • Sachstand Jobcenter Flensburg – Auswirkungen des Rechtskreiswechsels beim Jobcenter

  • Jahresbericht 2021 des Seniorenbeirates

  • Jahresbericht Behindertenbeauftragter

Stadt Flensburg                                                                                                             Flensburg, 12.08.2022
Der/Die Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses

zur 38. Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses
am Montag, 22.08.2022, 16:00 Uhr,
Rathaus, Ratssaal

Zur Tagesordnung
Die unter „B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil“ aufgeführten Tagesordnungspunkte werden nach Maßgabe der Beschlussfassung des Sozial- und Gesundheitsausschusses voraussichtlich nichtöffentlich beraten.

Unser Angebot für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen:
Aus organisatorischen Gründen bitten wir Gäste mit einer Mobilitätseinschränkung um eine vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 0461 85 2134 oder der Mailadresse
SuG-Ausschuss@Flensburg.de.

Tagesordnung

A. Voraussichtlich öffentlicher Teil

1. Bestätigung der Tagesordnung

2. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse der letzten Sitzung

3. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 36. Sitzung vom 30.05.2022

4. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 37. Sitzung vom 27.06.2022

5. Berichterstattung Bequa
5.1 Stromsparcheck
5.2 Kulturschlüssel

6. Grundbedarf bei Strom- und Fernwärmeversorgung in Flensburg durch Preisobergrenzen sichern und Gefahr zunehmender Energiearmut stoppen Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE RV-64/2022

7. Sachstand Jobcenter Flensburg
7.1 Auswirkungen des Rechtskreiswechsels beim Jobcenter

8. MV: Jahresbericht 2021 des Seniorenbeirates RV-75/2022

9. Jahresbericht Behindertenbeauftragter

10. Zustimmung zu außer-/überplanmäßigen Aufwendungen /Auszahlun-gen

11. Mitteilungen und Anfragen
11.1 Sozialstrategie

12. Beschlusskontrolle

B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil

13. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 36. Sitzung vom 30.05.2022

14. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 37. Sitzung vom 27.06.2022

15. Mitteilungen und Anfragen

16. Beschlusskontrolle

 

Für die Richtigkeit:
Edgar Möller, Vorsitzender
Asta Simon, stellv. Fachbereichsleiterin

Die Sitzungsunterlagen und Beschlussvorlagen hier

Für ein friedvolles und soziales Duburg!

Ein  Beitrag der Bürgerinitiative für ein friedvolles und soziales Duburg

Seit über ein Jahrzehnt: Verrottendes Haus und spekulativer Leerstand auf Duburg, ohne dass die Stadt eingreift.

Es reicht!

Heute hatten wir uns zusammengetan, um gemeinsam an unserem Gartenprojekt an der Schloßstraße in einem kleinen Hoffest einen gemütlichen Abend zu verbringen. Wir, das sind Nachbarn aus dem Umfeld der Schloßstraße und  der Burgstraße, die sich schon lange kennen und schätzen. Wir hattten uns gedacht, bei Wein und Musik nicht nur über den Zustand unseres Viertels locker und entspannt sprechen zu können. Aber Pustekuchen! Was wir erleben durften, war filmreich. Während wir also dasaßen, entsponn sich vis a vis eine Schlägerei von mehreren Personen mittenmang auf der Schloßstraße. Ausgangangspunkt war ein heftiger Streit zwischen Menschen osteuropäischer Herkunft um eine Frau, der äußerst brutal für einen der Betroffenen endete.

Um es gleich vorneweg zu sagen, es geht hier nicht um rassistische Anwürfe, sondern um den generellen Zustand des zwischenmenschlichen Zusammenlebens auf Duburg. Wir erleben seit Jahren eine zunehmende Verelendung der Menschen auf Duburg, die in prekären sozialen Verhältnissen leben. Gleichzeitig leben wir mit vielen Menschen zusammen, die mit sich und ihrer Lebenssitaution völlig überfordert sind und von existenziellen und Armuts-Ängsten geplagt werden. Ebenso erleben wir einen enormen Druck auf den Wohnungsmarkt, werden Mietshäuser an Immobilienspekulanten verkauft und die alten BewohnerInnen aus ihren Wohnungen geworfen.

In der Burgstraße wurden innerhalb weniger Monate gleich drei Menschen aufgund richterlicher Anordnung in die Psychatrie eingewiesen. Menschen, deren zum Teil gewalttätig initiierte Konflikte und psychische Erkrankung für den nachbarschaftlichen Zusammenhalt im Viertel eine erhebliche Herausforderung darstellen.  Wir erinnern gleichzeitig in diesem Zusammenhang an den gewaltsamen Tod eines 16-jährigen jungen Mannes vor mehr als einem Jahr auf der Aussichtsplattform an der Duborg-Skolen. Eine städtischerseits gut konzeptionierte und aufsuchende Sozialarbeit und Unterstützung für die dort wohnende Bevölkerung unter Einbeziehung der Nachbarschaften findet nach unserer Erfahrung auf Duburg nicht statt. Ebensowenig gibt es ein quartiersbezogenes psychosoziales Beratungs- und Betreuungsangebot.

Wir sind jedoch nicht bereit zur Resterampe all derjenigen „auffälligen“ Menschen zu werden, die anderswo keiner mehr haben will, und die man meint kostengünstig aufgrund der niedrigen Wohnungsmieten und unversorgt in unserem Viertel unterzubringen. Als Alternative schlagen wir deshalb die Eigenheimgebiete in Tastrup, Tarup und anderswo in Flensburg vor, und würden uns eine faire Verteilung des oben beschriebenen Personenenkreises dort wünschen.

Um es noch klarer zu sagen: Wir sind nicht gegen Menschen, die arm sind, einen  Migrationshintergrund haben, körperlich oder seelisch krank sind, aber wir sind nicht bereit die Kosten einer Politik mitzutragen, die jahrzehntelang systematisch soziale Konflikte provoziert, die wir schlussendlich in unserem Viertel auszubaden haben. Wir erwarten, dass sich die Verantwortlichen im Rathaus und in der Kommunalpolitik endlich der Probleme bewusst werden, die es nicht in unserem Stadtviertel gibt. Wir halten es ebensowenig für sinnvoll mit ordnungsrechtlichen Maßnahmen und einem Budget von 40.000 Euro drei Monate lang die Ordnung mit privaten Sicherheitsleuten am Südermarkt sicher zu stellen. Wie viele SozialarbeiterInnen/StreetworkerInnen zur Befriedung der Konflikte und Hilfe der Betroffenen könnte man dafür bezahlen? Wie viele SozialarbeiterInnen/StreetworkerInnen könnte man dafür auf Duburg bezahlen?

Wir verlangen, dass sich Verwaltung und Kommunalpolitik endlich auch um die FlensburgerInnen kümmern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die keine finanzkräftige Lobby haben und die sich tagtäglich um ihre Existenz sorgen. Wir erwarten, dass die KandidatInnen für die OberbürgermeisterInnenwahl die Frage beantworten, was wollen sie für die Bevölkerung auf Duburg und die mehr als 25% der Flensburger Bevölkerung tun, die armutsbedroht sind, sich verzweifelt mühsam über Wasser halten und die nicht wissen, wie sie den akuten Herausforderungen durch die Folgen des Ukrainekriegs und den exorbitant gestiegenen Lebenshaltungskosten begegnen sollen?

Siehe dazu auch den Stadtblog-Beitrag vom 26.06.2022: Schon wieder die Neustadt? – Klischees helfen nicht weiter! unter: https://akopol.wordpress.com/2022/06/26/schon-wieder-die-neustadt-klischees-helfen-nicht-weiter/

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