Flächenverbrauch sichtbar machen – BUND Schleswig-Holstein weist mit Fotoaktion auf Bauwut im Echten Norden hin

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Tanja Matthies über den wachsenden Tourismus in Büsum

„Noch eine Baustelle – Fotos gegen Flächenverbrauch!“ hieß die vom BUND Landesverband Schleswig-Holstein gestartete Aktion, bei der Bürger*innen aufgefordert wurden, Bilder von Flächenverbrauch in ihrer Umgebung einzuschicken.

Die Kampagne macht deutlich, wie präsent die Themen Flächenverbrauch und Versiegelung bei den Menschen in Schleswig-Holstein sind. Aus dem ganzen Bundesland wurden Fotos eingeschickt: „Fläche ist eine Ressource, die immer mehr unter Druck steht. Wir dürfen die Auswirkungen auf Natur und Landschaft nicht vergessen, die mit dem unkontrollierten Flächenfraß zusammenhängen. Der BUND tritt hier schützend ein – weder Tiere noch Pflanzen können für ihr Recht einstehen“ erklärt Merlin Michaelis, Leiter des BUND-Projekts „Weniger ist mehr – Versiegelung stoppen!“ und gemeinsam mit Freiwilligenmanagerin Mattea Eschenmann Initiator der Fotoaktion.

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Projektleiter Merlin Michaelis: „Auch in der Stadt muss Platz für Mensch und Natur bleiben.“

Die Landesregierung will den Flächenverbrauch im Echten Norden bis 2030 von aktuell 3,1 Hektar (2018) auf 1,3 Hektar pro Tag beschränken und bis 2050 auf netto Null reduzieren. Die im Rahmen der Fotoaktion eingesandten Motive zeigen, dass Flächenverbrauch vielfältig ist: Dutzende Bilder von Schottergärten, ineffizient geplantem ruhenden Verkehr, Wiesen, die Straßen weichen sollen bis hin zu flächenfressendem (Ferien-)Wohnungsbau erreichten den Landesverband. Doch nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt benötigt naturnahe Lebensräume: Nicht bebaute Flächen sind auch für die Reproduktion von Grundwasser und die Speicherung von CO2 notwendig. Naturnahe Räume stellen zudem als Begegnungsstätten und Erholungsräume für die Menschen eine wertvolle Ressource dar. 

Deswegen fordert der BUND Landesverband verbindliche Maßnahmen, um die Flächensparziele wirklich zu erreichen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die natürlichen Lebensgrundlagen geschützt werden, während die notwendigen Transformationsprozesse im Energie-, Agrar-, Verkehrs- aber auch Wohnsektor stattfinden. Die Bemühungen seitens des Landes, wie die kürzlich im Innenministerium eingerichtete Servicestelle Flächenmanagement, erkennt der BUND als ersten Schritt an. Dies ersetzt aber nicht die nötigen verbindlichen Flächensparziele in der Landesplanung. 

Gemeinsam mit Landesgeschäftsführer Ole Eggers, Staatssekretärin Kristina Herbst (Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung) und Andreas Breitner, Verbandsdirektor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW) wird Michaelis sich am 4. Mai um 19 Uhr beim CDU Kreisverband im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Wohnungsbau auf knappen Flächen“ austauschen. Anmeldung unter: anmeldung@cdu-kiel.de 

Einige der eingesandten Bilder, alle BUND-Forderungen und mehr zu den Hintergründen des Flächenverbrauchs in Schleswig-Holstein gibt es unter www.bund-sh.de/bildaktion und auf www.bund-sh.de/mensch-umwelt/flaechenverbrauch

Ein Video der besten Einsendungen gibt es auf den Social Media Kanälen des BUND bei Facebook www.bund-sh.de/facebook oder Youtube unter https://youtu.be/wIx0uyt9lxg

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Veröffentlicht am 30. April 2021, in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Soziales, Stadtplanung. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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