1. Mai: Die Flensburger LINKE und die Linksjugend Solid rufen zur Kundgebung um 11 Uhr auf dem Südermarkt auf

Aufruf:

Arbeitnehmerrechte sichern – gerade in Krisenzeiten

Das Corona-Virus stellt uns vor Herausforderungen, mit denen wir nicht gerechnet haben. Millionen Menschen sind in „Kurzarbeit“ und wissen nicht, wie sie ihre laufenden Kosten bestreiten sollen. Andere arbeiten normal, um diese Gesellschaft am Laufen zu halten und müssen Tag für Tag fürchten, sich zu infizieren. Wieder andere erledigen ihre Arbeit im „Home-Office“, ohne Anbindung an betriebliche Abläufe und ganz auf sich gestellt. All das sind Belastungen, die von der Politik kaum ernst genommen werden.

Auf der anderen Seite ist die Politik schnell dabei, Großbetriebe zu unterstützen, die kalt lächelnd unsere Steuergelder einstreichen, ihre Arbeitnehmer*innen hängen lassen und Dividenden ausschütten. Die Investoren von Medizinkonzernen werden unterstützt, für das medizinische Personal reicht es nur für Almosen. Und immer noch gibt es Bundesländer, die den solidarischen und sicheren Protest gegen all das mit den Mitteln des Seuchenrechtes untersagen wollen. Wir in Schleswig-Holstein haben das Problem nicht, aber wir sind solidarisch mit all jenen, denen die Kundgebungen zum 1. Mai verboten werden.

Wir haben Verständnis dafür, dass die Gewerkschaften als Massenorganisation die Präsenz-Veranstaltungen zum 1. Mai abgesagt haben und stattdessen ein Ausweichprogramm im Internet anbieten. Trotzdem wollen wir in Flensburg Präsenz zeigen und am 1. Mai trotz Corona deutlich machen:
„Solidarisch ist man nicht alleine! – Wir lassen niemanden zurück!“

Wir treffen uns am 1.5.2020 um 11 Uhr auf dem Südermarkt und werden unsere Forderungen in die Öffentlichkeit tragen.

  • Voller Lohnausgleich für „Kurzarbeiter und Kurzarbeiterinnen
  • Angemessener Schutz vor Infektionen für alle Arbeitnehmer*innen mit Kundenkontakt
  • Risikozuschläge für diese Arbeitnehmer*innen bis zur Beendigung der Gefahr
  • Angemessene Lohn-Zuschläge für Arbeitnehmer*innen im Home-Office
  • Auskömmliche Zuschläge für Bezieher*innen von ALG-II für die Krisenzeit
  • Eine Verlängerung der Anspruchsdauer für ALG-I um die Zeit, in der Einschränkungen gelten
  • Keine Staatsleistungen an Konzerne, die Dividenden ausschütten
  • Solidarität mit den Menschen in Staaten, die das Virus schlimmer getroffen hat als uns
  • Solidarität mit Geflüchteten, die unter unwürdigen Bedingungen in Lagern hausen müssen
  • Keine Grundrechtseinschränkungen, die nicht medizinisch unvermeidbar sind

Aufgrund der angespannten Situation bitten wir euch alle, euch so zu verhalten, dass ihr optimal geschützt seid. Tragt Masken, um andere zu schützen und haltet mindestens den vorgeschriebenen Abstand ein, um euch selbst zu schützen. Macht Kolleginnen und Kollegen aus den Risikogruppen klar, dass es keine Schwäche ist, nicht zur Kundgebung zu kommen, sondern Stärke. Wir behalten uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Über akopol

Netzwerk für mehr Öffentlichkeit, Transparenz und Demokratie in Flensburg

Veröffentlicht am 29. April 2020, in Aufrufe, Bürgerbeteiligung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Hartz IV, Inklusion und Integration, Kultur, Soziales, Veranstaltungstipps, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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