Archiv für den Tag 29. April 2020

#MehrPlatzFürMenschen: ADFC fordert Sonderfahrspuren für Radfahrende in Flensburg

Trotz und wegen Corona: aktive Mobilität stärken!

So wünscht es sich der ADFC Flensburg: Temporäre „Pop-up-Bike-Lane“ auf der Ballastbrücke. Denkbar wäre dies, so der ADFC, auch für den Süderhofenden, Hafendamm, die B 199 (Am Friedenshügel), Husumer Straße, Mürwiker Straße, Bismarckstraße und den Willy-Brandt-Platz

Aus Klimaschutzgründen und wegen der Corona-Krise steigen aktuell immer mehr Menschen auf das Fahrrad um. Aus Platzmangel können Radfahrende auf vielen Strecken jedoch den vorgeschriebenen Mindestabstand nicht einhalten. Der ADFC Flensburg fordert daher von der Stadt die Einrichtung von temporären Radverkehrsstreifen entlang von mehrspurigen Hauptverkehrsstraßen.

Die Corona-Krise wird unser Land noch Monate beschäftigen. Um der Ansteckungsgefahr in öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Weg zu gehen, setzen viele Menschen vermehrt auf das Rad als kostengünstige, klimaneutrale und krisenfeste Mobilitätsalternative.

Expert*innen sowie der Bundesgesundheitsminister raten zu aktiver Mobilität, um während der Corona-Krise die eigene Gesundheit zu erhalten. Die Klimastadt Flensburg strebt ohnehin seit Jahren eine gezielte Erhöhung des Radverkehrsanteils an. Dies kann jedoch auf vielen Radwegen im Stadtgebiet dazu führen, dass der vom RKI empfohlene Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werde. Auch innerstädtische Beidrichtungsradwege sind in dieser Situation als problematisch anzusehen. Der Verkehrsclub fordert die Kommunalpolitik daher auf, auf den Straßen jetzt zügig mehr Platz für aktive Mobilität zu schaffen.

Dazu ADFC-Sprecher Timo Schmidt: „Um Engstellen zu vermeiden, sollten – wie bereits in anderen Städten – Fahrspuren großer Hauptverkehrsstraßen als temporäre Radstreifen (sog. Pop-up-Bike-Lanes) ausgewiesen werden. In Flensburg wäre das zum Beispiel Süderhofenden oder entlang des Hafendamms, der B 199 (Am Friedenshügel) sowie in der Husumer Straße eine sinnvolle Maßnahme, um den Menschen Bewegungsfreiheit ohne Infektionsgefahr zu ermöglichen.“

Auch rechtlich sei dies aufgrund der Ende April in Kraft tretenden StVO-Novelle möglich.

„Berlin hat es bundesweit vorgemacht und gezeigt, dass solche Sonderfahrspuren quasi über Nacht möglich sind. Das kann jede Stadt in Deutschland!“, so Timo Schmidt weiter.

Community Befragung zur öffentlichen Meinung über das Freibad Weiche

Guten Tag!

Im Rahmen des „Service Learning Projects“ des Masterstudiengangs International Management Studies der Europa-Universität Flensburg beschäftigen wir uns mit der Attraktivierung des Freibads Weiche. In enger Kooperation mit dem Freibad Weiche haben wir dafür diese Umfrage erstellt, um uns ein Meinungsbild einzuholen. Hierbei wollen wir auch Ihre Wünsche, Ideen und Anregungen berücksichtigen. Es wäre daher großartig, wenn Sie sich 5-10 Minuten Zeit nehmen könnten. Zur Umfrage geht es hier: https://www.umfrageonline.com/s/11e5f9f

Bei Fragen und weiteren Anregungen, können Sie sich gerne mit einer Nachricht an uns wenden.
Sie erreichen uns hier: niklas.franke@studierende.uni-flensburg.de

Vielen Dank und liebe Grüße
Teresa, Niklas, Anna & Natalia

Weltweite Reisewarnung bis 14. Juni – gebuchte Reisen können kostenfrei storniert werden

Mit der Verlängerung der weltweiten Reisewarnung bis zum 14. Juni 2020 hat das deutsche Auswärtige Amt die Voraussetzung für kostenfreie Stornierung von gebuchten Pauschalreisen geschaffen. Betroffene Verbraucher*innen können bereits gezahlte Kosten für bevorstehende Reisen in diesem Zeitraum zurückfordern. Die Verbraucherzentrale stellt dafür Musterbriefe zur Verfügung.

Mit der Verlängerung der weltweiten Reisewarnung des deutschen Auswärtigen Amtes steht fest, dass Verbraucher*innen ihre Urlaubsreisen bis mindestens zum 14. Juni 2020 nicht antreten können. Betroffene können gebuchte Pauschalreisen in diesem Zeitraum stornieren und die Erstattung des Geldes innerhalb von 14 Tagen einfordern. Auch wenn der Veranstalter selbst absagt, steht den Kunden eine Rückzahlung zu. Eine Pauschalreise liegt vor, wenn mindestens zwei unterschiedliche Reiseleistungen für eine Reise angeboten werden. Zu diesen Leistungen gehören zum Beispiel Flüge, Busfahrten, Unterkünfte, Mietwagen und Ausflüge am Urlaubsort. Pauschalreisen sind zum Beispiel Kreuzfahrten, Club-Urlaub, Schüleraustausch, An/Abreise & Unterkunft.

Anspruch auf Erstattung bei Flug und Unterkunft

Aufgrund der Reisewarnung, Reiseverbote und Grenzschließungen haben Verbraucher*innen auch bei einzeln gebuchten Reiseleistungen wie Flug, Hotel oder Ferienhaus die Chance, Geld zurückzubekommen. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale steht ihnen eine Erstattung des Geldes zu – zumindest dann, wenn sie nach deutschem Recht gebucht haben.

Gutscheine statt Geld nur auf freiwilliger Basis

Aktuell häufen sich Beschwerden bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, weil sich Unternehmen über das geltende Recht hinwegsetzen und ihren Kunden kein Geld zurückzahlen. Häufig berufen sie sich dabei auf die geplante Gutscheinregelung. Die Bundesregierung hat kürzlich angekündigt, von der EU-Kommission die Einführung einer europaweit einheitlichen Gutscheinregelung einzufordern. Die Regelung sieht vor, dass Verbraucher*innen bei der Erstattung des Reisepreises künftig Gutscheine statt Geld akzeptieren müssen. Diese Regelungen sind bisher nicht in Kraft und verstoßen gegen bestehendes europäisches und deutsches Reiserecht. Nach derzeitiger Rechtslage haben Verbraucher Erstattungsansprüche für nicht erbrachte Leistungen. Einige Reisebüros, Vermittler und Veranstalter weisen auf eine angeblich bevorstehende Einführung der Gutscheinregelung hin. Einige schrecken selbst vor dreister Irreführung nicht zurück und stellen die Situation so dar, als sei die Gutscheinregelung bereits in Kraft getreten.

Tipps, Musterbriefe und Unterstützung für Verbraucher*innen

Unter der Servicenummer 0431 / 590 99 40, per Kontaktformular oder Email an info@vzsh.de bietet die Verbraucherzentrale Betroffenen Rat und Unterstützung. Unter http://www.verbraucherzentrale.sh stehen täglich aktualisierte Informationen zu den Folgen der Corona-Pandemie für Verbraucher*innen sowie Musterbriefe zu Ärger mit Reisen und Veranstaltungen zur Verfügung.

„Wir im Quartier!“: Anträge für Nachbarschaftsprojekte noch bis zum 1.6.2020 stellen!

Flensburg. Vor und während der Corona-Situation gab und gibt es dank vieler engagierter Flensburgerinnen und Flensburger Hilfen und Angebote für Menschen in unserer Stadt. Auch zukünftig und unabhängig von der Corona-Situation wird es Projekte und Ideen geben, die durch Fördermittel der Stadt Flensburg unterstützt werden können.

Hierfür besteht bis zum 1. Juni noch die Möglichkeit Anträge zu stellen.
Unter dem Titel „Wir im Quartier!“ haben alle Einwohner*innen die Möglichkeit pro Projekt bis zu 3.000 € zu beantragen. Diese Förderung wird als Zuschuss bis zu 100% der Gesamtkosten gewährt.
Hierbei geht es vorrangig um Nachbarschaftsprojekte im Quartier. Neben Festen, Workshops, Konzerten u.v.m. können auch Anschaffungen getätigt werden.

Weitere Informationen und die Antragsunterlagen sind unter www.flensburg.de (Suchbegriff: „Wir im Quartier!“) zu finden. Unter 0461-85 2743 sind Auskünfte persönlich erhältlich.

 

Stadtwerke Flensburg mit neuem Blog online

Die Stadtwerke Flensburg jetzt auch mit blog.stadtwerke-flensburg.de online

Flensburg: Wie ist das eigentlich mit Wasserstoff in der Zukunft? Warum wird Strom teurer, obwohl erneuerbare Energie doch immer günstiger wird? Wie grün ist Erdgas? Wie funktioniert Glasfaser? Ist der Kohleausstieg gut gemacht?

Alles Fragen rund um die Energieversorgung von heute und morgen, die uns alle bewegen und betreffen. Die Antworten auf diese Fragen sind für eine Meldung auf den üblichen social-media-Kanälen zu umfangreich, darum ist ab sofort der Stadtwerke-blog online im Netz.

Unter blog.stadtwerke-flensburg.de gibt es jede Menge Hintergrundinfos, Fotos, Grafiken und Fakten zu allen Themen rund um die Energiewirtschaft, Telekommunikation und Energie-Versorgung.

Als 100 % kommunales Unternehmen der Stadt Flensburg geben die Stadtwerke Einblick in ihre tägliche Arbeit und Ziele, die dahinter stecken sowie Wege, diese zu erreichen.

Im blog beziehen die Stadtwerke Stellung, sagen ehrlich ihre Meinung und werden auch kritisch Stellung beziehen. Ansatzpunkte gibt es in der Energiewirtschaft genug.

Und wer schreibt die Artikel? Sie stammen aus der, digitalen, Feder verschiedener Autoren des Unternehmens Stadtwerke oder von Fachleuten, die zu einem Thema kompetent etwas zu sagen haben. Die Fachkompetenz kommt aus langjähriger Tätigkeit in der Energiewirtschaft oder den Bereichen, die den jeweiligen blog betreffen.

Maik Render, Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg GmbH, ist ebenfalls einer der blog-Autoren: „Wir wollen nicht nur unsere Energieproduktion nachhaltiger und moderner gestalten, sondern auch unsere Kommunikation breiter aufstellen und neben twitter und facebook den blog als Kommunikationsmittel nutzen. Er ist für alle gedacht, die sich gern etwas intensiver mit Energiethemen beschäftigen und hier tiefer einsteigen wollen.“

Die Stadtwerke werden zukünftig eine Vielfalt an Energie-Themen präsentieren. Gestartet wird erst mal mit sieben Artikeln. Sie werden regelmäßig durch aktuelle blogs ergänzt.

Schon jetzt freut sich der Energieversorger über Anregungen und Ideen für Beiträge oder auch Fragen. Einfach schreiben an: blog@stadwerke-flensburg.de

Local AIR: Svea Bischoff vom 29. April bis 01. Mai in der NORDER147

Körperspannungen

Im Rahmen der Projektreihe Local AIR untersucht die Künstlerin das aktuelle Kontaktverbot und die damit verbundenen Einschränkungen künstlerisch und arbeitet dazu von Mittwoch, 29. April, bis Freitag, 1. Mai, jeweils von 13 – 19 Uhr in der NORDER147. Die Entwicklung dieses offenen künstlerischen Prozesses werden bis einschließlich Dienstag, 5. Mai, in den Schaufenstern der NORDER147 ausgestellt.

„In diesen Zeiten körperlich-räumlicher Begrenzungen und Verfügungen interveniere ich grafisch. Die Möglichkeit der Local Artist in Residence in der NORDER147 möchte ich nutzen, um mich intensiv mit leiblichen Spannungen auseinanderzusetzen. Über die Entwicklung experimentell-grafischer Studien untersuche ich körperliche Abhängigkeiten und Ansprüche“ (Svea Bischoff).

Svea Bischoff ist Künstlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kunst der Europa-Universität Flensburg.

Sie hatte in den letzten Jahren bereits Ausstellungen mit Druckgrafik, Malerei und Zeichnungen in Italien, Irland, in der Nähe von Hamburg und in Flensburg.

Es gibt Kaffee und Kuchen und kuschelige Ecken für Fachsimpelei und Entspannung, schließlich ist ja Sonntag. Der Eintritt ist frei!

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

1. Mai: Die Flensburger LINKE und die Linksjugend Solid rufen zur Kundgebung um 11 Uhr auf dem Südermarkt auf

Aufruf:

Arbeitnehmerrechte sichern – gerade in Krisenzeiten

Das Corona-Virus stellt uns vor Herausforderungen, mit denen wir nicht gerechnet haben. Millionen Menschen sind in „Kurzarbeit“ und wissen nicht, wie sie ihre laufenden Kosten bestreiten sollen. Andere arbeiten normal, um diese Gesellschaft am Laufen zu halten und müssen Tag für Tag fürchten, sich zu infizieren. Wieder andere erledigen ihre Arbeit im „Home-Office“, ohne Anbindung an betriebliche Abläufe und ganz auf sich gestellt. All das sind Belastungen, die von der Politik kaum ernst genommen werden.

Auf der anderen Seite ist die Politik schnell dabei, Großbetriebe zu unterstützen, die kalt lächelnd unsere Steuergelder einstreichen, ihre Arbeitnehmer*innen hängen lassen und Dividenden ausschütten. Die Investoren von Medizinkonzernen werden unterstützt, für das medizinische Personal reicht es nur für Almosen. Und immer noch gibt es Bundesländer, die den solidarischen und sicheren Protest gegen all das mit den Mitteln des Seuchenrechtes untersagen wollen. Wir in Schleswig-Holstein haben das Problem nicht, aber wir sind solidarisch mit all jenen, denen die Kundgebungen zum 1. Mai verboten werden.

Wir haben Verständnis dafür, dass die Gewerkschaften als Massenorganisation die Präsenz-Veranstaltungen zum 1. Mai abgesagt haben und stattdessen ein Ausweichprogramm im Internet anbieten. Trotzdem wollen wir in Flensburg Präsenz zeigen und am 1. Mai trotz Corona deutlich machen:
„Solidarisch ist man nicht alleine! – Wir lassen niemanden zurück!“

Wir treffen uns am 1.5.2020 um 11 Uhr auf dem Südermarkt und werden unsere Forderungen in die Öffentlichkeit tragen.

  • Voller Lohnausgleich für „Kurzarbeiter und Kurzarbeiterinnen
  • Angemessener Schutz vor Infektionen für alle Arbeitnehmer*innen mit Kundenkontakt
  • Risikozuschläge für diese Arbeitnehmer*innen bis zur Beendigung der Gefahr
  • Angemessene Lohn-Zuschläge für Arbeitnehmer*innen im Home-Office
  • Auskömmliche Zuschläge für Bezieher*innen von ALG-II für die Krisenzeit
  • Eine Verlängerung der Anspruchsdauer für ALG-I um die Zeit, in der Einschränkungen gelten
  • Keine Staatsleistungen an Konzerne, die Dividenden ausschütten
  • Solidarität mit den Menschen in Staaten, die das Virus schlimmer getroffen hat als uns
  • Solidarität mit Geflüchteten, die unter unwürdigen Bedingungen in Lagern hausen müssen
  • Keine Grundrechtseinschränkungen, die nicht medizinisch unvermeidbar sind

Aufgrund der angespannten Situation bitten wir euch alle, euch so zu verhalten, dass ihr optimal geschützt seid. Tragt Masken, um andere zu schützen und haltet mindestens den vorgeschriebenen Abstand ein, um euch selbst zu schützen. Macht Kolleginnen und Kollegen aus den Risikogruppen klar, dass es keine Schwäche ist, nicht zur Kundgebung zu kommen, sondern Stärke. Wir behalten uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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