Archiv für den Tag 8. April 2020

DUH-Aktion: Sichere Fahrradstraßen in Flensburg – jetzt!

Hallo, liebe Klima-Schützer*innen,

macht ihr mit bei der Aktion der Deutschen Umwelthilfe: Sichere Fahrradstraßen in Ihrer Stadt!
Darum geht es:
„Dadurch, dass der Autoverkehr stark zurückgegangen ist, können wir aktuell Auto-Fahrspuren provisorisch als Fahrrad-Straßen nutzen. Bogotá macht es vor! In der kolumbianischen Hauptstadt wurde auf 120 km Länge solch eine Fahrrad-Straße in der Stadt eingerichtet. In der vergangenen Woche ist Berlin-Kreuzberg dem Beispiel gefolgt und hat in nur 48 Stunden Autostraßen in Fahrrad-Straßen umgewandelt.

Wir haben in 39 Städten formale Anträge gestellt, Verkehrsflächen bis zum 16. April in sichere Fahrrad-Straßen während der Corona-Krise provisorisch umzuwandeln. Darüber hinaus fordern wir, dass zur Vermeidung von schweren Unfällen die Geschwindigkeit in der Stadt flächendeckend auf 30 km/h reduziert wird.

Sie möchten, dass auch in Ihrem Wohn- oder Arbeitsort kurzfristig Straßenabschnitte oder Fahrspuren in Fahrrad-Straßen umgewandelt werden? Teilen Sie uns das einfach mit!
Wir versprechen: In allen Städten, zu denen wir Rückmeldungen erhalten, dass solche kurzfristigen Umwidmungen von mehreren Bürger*innen gewünscht sind, werden wir entsprechende weitere Anträge stellen.“

https://www.duh.de/fahrradstrassen-jetzt/

P.S. Es gibt noch schöne Postkarten zu den fünf Forderungen für eine Verkehrswende!
Jederzeit *kontaktlos* abholen – bitte vorher mailen oder anrufen! 🙂

Liebe Grüße und passt auf euch auf!
Julia Born

VCD Ortsgruppe Flensburg
Große Straße 3
24937 Flensburg
0461 7950 1321
og-flensburg@vcd-nord.de
==
https://nord.vcd.org/flensburg/
– Infoblog: http://Flensburg-mobil.net

Naturwissenschaftliches Museum Flensburg: Ferienprogramm online

Für junge Forscher*innen

Flensburg. Da das Naturwissenschaftliche Museum in diesen Osterferien keine jungen Besucher*innen empfangen kann, bietet es aktuell ein online-Ferienprogramm für Zuhause für Kinder an: Jeden Tag ein neues Thema aus dem Bereich Natur zum Selbermachen.

Es ist zu finden auf der Homepage des Museums unter diesem Link:

https://www.naturwissenschaftliches-museum.de/de/neuigkeiten/details/ferienprogramm-fuer-zuhause.html

Der Leiter des Naturwissenschaftlichen Museums Dr. Werner Barkemeyer und sein Team hoffen sehr, dass sie den Kindern bald wieder in direktem Kontakt die Natur nahe bringen können.

Jugendstil-Weg in Flensburg

Ein Angebot für den Osterspaziergang

Jugendstil und Flensburg sind zwei Begriffe, die künftig häufiger zusammen genannt werden dürften: Der neue Flensburger Jugendstil-Weg lädt dazu ein, 20 besondere Gebäude in der Innenstadt zu Fuß zu entdecken – das ideale Angebot für einen Osterspaziergang. Sind doch in der Fördestadt bis heute zahlreiche prachtvolle Bauten erhalten, die Zeugnis ablegen von der 1903 bis 1906 in Flensburg blühenden Jugendstilbewegung.

In der schnell wachsenden Stadt Flensburg entstanden um 1900 herausragende Beispiele der Jugendstilarchitektur, die bis heute etwa in der Nikolaistraße und der Toosbüystraße ganze Straßenzüge prägen. Überregional bekannte Architekten wie Karl Bernt, Heinrich Petersen und Magnus Schlichting schaffen hier repräsentative Wohn- und Geschäftshäuser für das gehobene Bürgertum.

Nach jahrelanger Vorarbeit haben Denkmalpfleger Eiko Wenzel und Museumsdirektor Michael Fuhr gemeinsam den Flensburger Jugendstilweg realisiert. Das passende Layout schuf die Grafikerin Viktoria Hamburg, die Texte verfasste Svenja Ganschow. Museumsdirektor Michael Fuhr dazu: „Die Flensburger sind so an den Anblick gewöhnt, dass Sie kaum noch wahrnehmen, wie schön die erhaltenen Jugendstilfassaden sind. Gerade in dieser Zeit, wo Kulturangebote in geschlossenen Räumen nicht stattfinden können, ist ein Spaziergang auf den Spuren des Jugendstils eine Möglichkeit, Kulturgenuss und frische Luft miteinander zu verbinden.“

Der Jugendstil war 1890 ursprünglich ein Protest junger Künstler in verschiedenen Zentren Europas und Nordamerikas gegen industrielle Massenware und die bis dato beliebte Nachahmung historischer Stile. Bis um 1910 hatte sich der Jugendstil vor allem in Kunstgewerbe und Architektur durchgesetzt. Er gilt bis heute als Wegbereiter der Moderne. Künstler wie August Endell, Henry van de Velde und Hans Christiansen forderten den Einklang von Natur und Kunst. Ziel war es, alle Lebensbereiche mit Kunst zu durchdringen. Der Jugendstil war geprägt von dekorativen Formen, die oft der Natur entlehnt waren: Geschwungene Linien, Blüten, Blätter, Frauengesichter mit langen Haaren, Tiere, geometrische Muster finden sich auf Textilien, Möbeln, Grafiken und an Hausfassaden.

In der Architektur sind Asymmetrie, der Einsatz großer Glasflächen, rhythmisch angeordnete Fenster und Türen sowie geschwungene Dächer ebenso zeitgemäß wie floraler Stuckdekor. Seinen Namen verdankt der Stil der Münchner Kunstzeitschrift „Jugend“, in der diese Gestaltungselemente erstmals auftauchten.

Der bedeutendste Illustrator der Zeitschrift „Jugend“ war übrigens ein Flensburger: Hans Christiansen,
nach dem das Hans Christiansen-Haus auf dem Museumsberg benannt ist, wo sein künstlerischer Nachlass aufbewahrt wird.

Geh- und Radwege in Flensburg: Wer hat’s gesagt? – Preisrätsel

Ein Beitrag von Julia Born

Von wem stammen die folgenden Aussagen? Zu gewinnen gibt es 3x diese tolle Warnweste in XL, bequem und leicht zum Drüberziehen!

  • “Trends hin zu Radmobilität, E-Bikes, Car-Sharing und Busnutzung in Flensburg [müssen] beschleunigt werden, um vorhandene kostbare Flächen nicht für zusätzliche Parkplätze oder PKW-Verkehr hergeben zu müssen.“
  • “Menschen, die angesichts von Flensburgs Topographie die Vorzüge der Elektromotorunterstützung beim Fahrrad nutzen, finden allerdings allzu häufig keine oder nur stiefmütterlich bereitgestellte Wege vor, die weder zur Nutzung einladen, noch Sicherheitsmaßstäben genügen.”
  • “[Unterstützt werden] erforderliche Maßnahmen in der Stadt Flensburg, das vorhandene Fahrradwegenetz im Stadtbereich für das Radfahren sicherer zu machen. Dazu gehören auch eine bessere Kennzeichnung der Fahrradwege und die Entschärfung in Gefahrenzonen an Verkehrsüberwegen.”
  • “Geh- und Radwege machen derzeit ca. 26% des Straßenraums aus, daher setzen wir uns dafür ein, dass auch mindestens 26% der Mittel im Straßenbau und in der Straßenunterhaltung für Geh- und Radwege eingesetzt werden. … Ähnlich dem Straßennetz muss auch für Rad- und Fußwege eine gezielte Instandsetzung und Erneuerung erfolgen.”
  • “Die Leitlinien zur Gestaltung von Natursteinstraßen müssen auf die besonderen Anforderungen der Radfahrerinnen und Radfahrer hin durchleuchtet werden. Zudem muss ausgeschlossen werden, dass Naturstein zur Stolperfalle für bewegungseingeschränkte Personen wird. … Historische Straßen sollen … historisches Flair ausstrahlen und dennoch den modernen Anforderungen genügen.”

Respekt – da kann man sich doch nur voll anschließen, oder?
Kleiner Tipp: Es handelt sich um eine der größeren Ratsfraktionen.
Da kann man nur sagen: Hic Rhodos, hic salta!*
* Hier ist Rhodos, hier springe! bedeutet: Zeig hier, beweis, was du kannst.

Wer hat’s gesagt? Lösung bitte per Mail bis zum 1. Mai 2020 an flensburg-mobil@gmx-topmail.de. – Viel Erfolg!
Bei mehreren Einsendungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mehr zum Thema bei Flensburg-mobil.net

  • Verkehrsbelastung in Flensburg: Wo liegen die Probleme? – mehr
  • Kluge Verkehrspolitik: So machen es andere – Teil III
    Platz für Fuß- und Radverkehr in New York, Berlin und Hamburg – mehr
  • Kluge Verkehrspolitik: So machen es andere – Teil II
    Lieberverkehr verbessern – Bundesweites “blaues Ticket” – mehr
  • So machen es andere – Teil I:
    Kostenlose Cityzone, Abbiegeassistenten und Tempo 30:  – mehr
  • Flensburg: Verkehrswende stärkt Einzelhandel
    Zahlen und Daten – mehr

Beschlusstricks: SPD versenkt Flensburger Wirtschaftshafen

Kai am Wirtschaftshafen – Die Flensburger SPD hält nichts vom Umzug an das Westufer und will die Verlagerung des Hafenumschlags nach Apenrade und das Aus für den Wirtschaftshafen in Flensburg – Foto: Jörg Pepmeyer

Ratsherr Marc Paysen kritisiert SPD-Forderung nach einem Aus für den Wirtschaftshafen

Im Streit um die Zukunft des Wirtschaftshafens in Flensburg möchten wir unseren LeserInnen den Leserbrief von Ratsherr Marc Paysen von der Fraktion Flensburg Wählen! in der Flensborg Avis vom 7.4.2020 wärmstens zur Lektüre empfehlen:

Dazu auch der AKOPOL-Beitrag vom 6.4.2020:
Flensburger Hafen-Debatte: SPD will Umzug nach Apenrade
unter: https://akopol.wordpress.com/2020/04/06/flensburger-hafen-debatte-spd-will-umzug-nach-apenrade/

Die Position der SPD Flensburg in einem Beitrag auf ihrer Homepage:
Keine Verlagerung an den Westhafen – Apenrade als Hafen der Region
unter: http://www.spd-flensburg.de/2020/04/01/keine-verlagerung-an-den-westhafen-apenrade-als-hafen-der-region/

Mehr zum Thema auch auf der Homepage der Bürgerinitiative Flensburger Hafen e.V. unter: https://flensburg-hafen.de/

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