Blog-Archive

Nein zum Krieg! – Mehr als 2.500 Flensburger auf Solidaritäts-Kundgebung für die Ukraine

Mehr als 2.500 FlensburgerInnen folgten dem Aufruf der Europa-Union zur Solidaritätskundgebung für die Ukraine – Foto: Jörg Pepmeyer

Forderung nach Ende des Kriegs und sofortigen Rückzug der russischen Truppen

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Mit einer beindruckenden Kundgebung an der Hafenspitze hat die Stadt Flensburg am Sonntag nachmittag ein Zeichen gegen den Überfall russischer Truppen auf die Ukraine gesetzt. Aufgerufen zu der Kundgebung für den Frieden hatte die Flensburger Sektion der parteiunabhängigen Europa-Union.

Protestplakate mahnen – Foto: Jörg Pepmeyer

Unter der Moderation von Anna Ragotzky und Felix Ferber von der Europa-Union verurteilten zahlreiche RednerInnen den Überfall russischer Truppen auf die Ukraine und versicherten der Bevölkerung der Ukraine ihre uneingeschränkte Solidarität. Mit dabei das Who is Who der Flensburger Stadtgesellschaft, die Oberbürgermeisterin Simone Lange und der Stadtpräsident Hannes Fuhrig, der Flensburger EU-Parlamentarier Rasmus Andresen, VertreterInnen der Parteien und Kommunalpolitik, der Kirche, zivilgesellschaftlicher Gruppen und der Gewerkschaften, die Präsidenten der beiden Flensburger Hochschulen, die Schauspielerin und Sängerin Alli Neumann, aber auch Flensburgerinnen und Flensburger, die ihre Wurzeln in der Ukraine und Bjelorussland haben.

Sie alle verurteilten in scharfen Worten die völkerrechtswidrige Invasion der Ukraine und den dafür verantwortlichen russischen Präsidenten Wladimir Putin. Gleichzeitig forderten sie gemeinsam weitreichendere und wirksamere Sanktionen gegen Russland, das Recht der Bevölkerung der Ukraine auf Selbstverteidigung und den sofortigen Rückzug der russischen Truppen. Dazu gab es von einzelnen SprecherInnen die Forderung die Ukraine mit Waffen zu unterstützen.

Oberbürgermeisterin Simone Lange sicherte zu, dass die Stadt alles tun werde, um in Kürze Flüchtlinge aufnehmen zu können – Foto: Jörg Pepmeyer

Stadt Flensburg will in Kürze Kriegsflüchtlinge aufnehmen

Im Mittelpunkt vieler Reden stand ebenso das Schicksal der hunderttausenden Flüchtlinge. Oberbürgermeisterin Simone Lange und Stadtpräsident Hannes Fuhrig ließen keinen Zweifel daran, dass die Stadt ab sofort alles tun werde, um ukrainischen Kriegsvertriebenen eine sichere Heimstatt in Flensburg anbieten zu können. Auch die ehrenamtlich Aktiven der Flensburger Flüchtlingshilfe sind bereits dabei, alles für die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge und ihrer Familien vorzubereiten. (Die Rede von Simone Lange zum Nachlesen hier: Ansprache Oberbürgermeisterin Simone Lange)

Olja und Nikolai, zwei FlensburgerInnen, die aus der Ukraine stammen, berichteten von den Sorgen und ihrer Angst angesichts des Schicksals ihrer Angehörigen in der Ukraine, mit denen sie ständig Kontakt halten. Nikolai forderte umfassende Unterstützung für die Flüchtlinge und einen sofortigen Stopp für russische Gaslieferungen. Auch Julia Döring, Ratsfrau der Grünen, die im bjelorussischen Minsk aufwuchs und deren Eltern aus der Ukraine und Bjelorussland stammen, brachte unter Tränen ihre Trauer und Verzweiflung über die derzeitige Situation in der Ukraine zum Ausdruck.

Flensburgs Stadtpräsident Hannes Fuhrig – Foto: Jörg Pepmeyer

Stadtpräsident Hannes Fuhrig: Frieden und Freiheit sind wichtiger als Dollars und Euros

Der verbindende Vorwurf in den Statements fast aller RednerInnen war, dass Putin die europäische Friedensordnung zerstöre und der von ihm zu verantwortende völkerrechtswidrige Überfall auf die Ukraine auch ein Angriff auf die Demokratie, die Freiheit und die Werte Europas sei. Die gelte es jetzt umso mehr zu verteidigen.

DIE LINKE entschuldigt sich für Fehleinschätzung

LINKE-Landtagskandidat Tjark Naujoks – Foto: Jörg Pepmeyer

Besonders beeindruckend war die Entschuldigung des LINKE-Landtagskandidaten Tjark Naujoks bei den TeilnehmerInnen der Kundgebung. DIE LINKE und er hätten Putin und seine Politik über Jahre hinweg völlig falsch eingeschätzt. Der Angriff auf die Ukraine sei völkerrechtswidrig und durch nichts zu rechtfertigen. Gleichzeitig forderte Naujocks in seiner Rede schärfere und finanzielle Sanktionen gegen Russland, den sofortigen und kompletten Ausschluss Russlands aus dem internationalen SWIFT-Netzwerk sowie den Verzicht auf North Stream 1 und 2. Ebenso forderte er ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und den Rückzug der russischen Truppen. Damit traf er offensichtlich den Nerv aller Kundgebungs-TeilnehmerInnen.

Kritik von der SPD an Gerhard Schröder

Und vom Flensburger SPD-Landtagskandidaten Kianusch Stender bekam dann noch der ehemalige SPD-Kanzler Gerhard Schröder einiges zu hören. Dass Schröder die Politik Putins unterstütze und als gutbezahlter Lobbyist für den russischen Staatskonzern Gazprom arbeite, sei nicht mehr hinnehmbar. Stender forderte vom Alt-Kanzler, auf sein Aufsichtsratsmandat bei Gazprom ab sofort zu verzichten und seine Tätigkeit für das Unternehmen zu beenden. Das Publikum quittierte das mit großem Applaus.

Kein weiteres Säbelrasseln

Schauspielerin und Sängerin Alli Neumann forderte eindringlich Unterstützung für die Flüchtlinge und Opfer des Kriegs in der Ukraine – Foto: Jörg Pepmeyer

Gabriele Wegner, Flensburger DGB-Vorsitzende, unterstützte viele Forderungen ihrer VorrednerInnen, machte jedoch darauf aufmerksam, dass es jetzt darum gehen müsse, so schnell wie möglich in Verhandlungen einen Waffenstillstand und einen Rückzug der russischen Truppen zu vereinbaren. Ein weiteres Säbelrasseln dürfe es nicht geben, Krieg sei keine Lösung. Ebenso sieht sie das 100 Milliarden Euro schwere Aufrüstungs-Programm für die Bundeswehr außerordentlich kritisch. Europa müsse sich jetzt vor allem auf die humanitäre Hilfe für die Ukraine und die Kriegsflüchtlinge konzentrieren.

Auch Stadtpastor Johannes Ahrens strich die Bedeutung der humanitären Hilfe heraus. Die Stadtgesellschaft müsse alles tun, um die Flüchtlinge zu unterstützen, gleichzeitig müsse es ein Ende des Kriegs geben. Ähnlich äußerte sich auch die Sängerin und Schauspielerin Alli Neumann, die bis zu ihrem sechsten Lebensjahr in Polen aufwuchs.

Unterstützung auch von den Hochschulen

Auch die Präsidenten der beiden Flensburger Hochschulen, Werner Reinhart von der Europa-Universität  und Christoph Jansen von der Hochschule Flensburg sicherten ihre Unterstützung zu. Dies gelte insbesondere für die zahlreichen Studierenden aus der Ukraine, die an den beiden Universitäten eingeschrieben sind und für die ebenso unbürokratische Lösungen für die Fortführung des Studiums gefunden werden müssen. Beide Hochschulvertreter forderten, dass die Beziehungen zu den russischen Hochschulinstitutionen und Forschungseinrichtungen vorläufig auf Eis gelegt werden sollten.

Veranstalter sind überaus zufrieden

Die Initiatoren der Kundgebung Anna Ragotzky und Felix Ferber zeigten sich über den großen Zuspruch und die Teilnehmerzahl glücklich und überrascht. Sie hätten nicht mit so vielen Menschen gerechnet. Auch die Beteiligung zahlreicher VertreterInnen aus Politik, Ziviligesellschaft, Wissenschaft und Kultur mache deutlich, wie viele Menschen sich ernste Sorgen nicht nur um den Frieden in Europa machen und das Handeln Putins zutiefst ablehnen und verurteilen.

Ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter und die Moderatoren der Kundgebung, Anna Ragotzky und Felix Ferber (neben Anna die Gebärdensprachdolmetscherin, der ebenso ein Dankeschön gilt) – Foto: Jörg Pepmeyer

Offener Tisch für ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe am 12.12.2017 in Flensburg

Einladung zum Erfahrungsaustauch für Engagierte und Interessierte

Flensburg. Die Anlauf- und Beratungsstelle für ehrenamtliches Engagement mit Geflüchteten lädt ein zum Offenen Tisch in der

Flüchtlingshilfe e.V., Schiffbrücke 45 am Dienstag, 12. Dezember um 18.30 Uhr.

Die Veranstaltung dient dem Austausch und der gegenseitigen Stärkung, sowie der Klärung von Fragen und Anliegen der Ehrenamtlichen. Für Knabbereien und Getränke ist gesorgt, der Eintritt ist frei.

Organisiert wird der Offene Tisch von der Anlauf- und Beratungsstelle für ehrenamtliches Engagement mit Geflüchteten und er ist ein Angebot für alle, die sich – innerhalb einer Organisation oder privat – für Geflüchtete engagieren oder sich für ein solches Engagement interessieren.

Offener Tisch für ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe am 13.09.2017 in Flensburg

Einladung zum Offenen Tisch
Anlauf- und Beratungsstelle für ehrenamtliches Engagement mit Geflüchteten

Flensburg. Die Anlauf- und Beratungsstelle für ehrenamtliches Engagement mit Geflüchteten lädt am Mittwoch, 13. September um 18.30 Uhr wieder alle Interessierten und Ehrenamtlichen  zum Offenen Tisch in die Flüchtlingshilfe Flensburg e.V., Schiffbrücke 45 ein.
Beim Offenen Tisch gibt es die Möglichkeit, sich zwanglos in kleinen Gruppen über freudige und schwierige Momente im Engagement mit Geflüchteten auszutauschen, sich gegenseitig zu stärken und Unterstützungsbedarfe deutlich zu machen.

Offener Tisch für ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe am 27.06.2017 in Flensburg

Einladung zum Erfahrungsaustauch für Engagierte und Interessierte

Flensburg. Viele Menschen, die Geflüchtete unterstützen, suchen die Möglichkeit, mit anderen Engagierten in Kontakt zu treten und sich über ihre Erfahrungen – von Freude bis Frust – auszutauschen.
Daniela Weickert-Thümmel (Flüchtlingshilfe Flensburg e.V. ) und Inken Carstensen-Egwuom (Stadt Flensburg) von der „Anlauf- und Beratungsstelle für ehrenamtliches Engagement mit Geflüchteten“ haben dieses Anliegen aufgegriffen und laden alle zwei Monate zu einem offenen Tisch mit Austauschmöglichkeiten in Kleingruppen ein.

Der nächste offene Tisch findet statt am Dienstag, 27. Juni um 18.30 Uhr in den Räumen der Flüchtlingshilfe Flensburg e.V., Schiffbrücke 45.

Alle Pat*innen, Organisator*innen von Begegnungen, Sprachlernbegleiter*innen und anderweitig Engagierte oder Interessierte sind herzlich eingeladen!
Getränke und Knabbereien werden gestellt. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Offener Tisch der Flüchtlingshelfer für Ehrenamtliche und Interessierte am 14.12.2016 in Flensburg

Donnerstag, 14.12. von 18:30 – 21:00 Uhr
Flüchtlingshilfe Flensburg e.V.
Schiffbrücke 45, 24939 Flensburg

Alle Ehrenamtlichen und Interessierten im Engagement mit Geflüchteten sind herzlich zum 1. Offenen Tisch eingeladen! In der neuen Anlauf- und Beratungsstelle für ehrenamtliches Engagement mit Geflüchteten wurde vielfach der Wunsch an uns herangetragen, dass Ehrenamtliche sich mehr Austausch untereinander wünschen. Wir möchten beim offenen Tisch in gemütlicher Runde Fragen, Wünsche und Themen besprechen, die Sie auf dem Herzen haben.

Wenn Sie mögen, können Sie gern einen kleinen Beitrag für ein gemeinsames Buffet mitbringen, so dass wir den Abend mit einem gemütlichen Essen starten können, um dann ca. um 19:15 Uhr mit einer Austauschrunde zu beginnen.

Wir freuen uns auf Sie!

Inken Carstensen-Egwuom
Anlauf- und Beratungsstelle für ehrenamtliches Engagement mit Geflüchteten
Stadt Flensburg
carstensen-egwuom.inken@flensburg.de

Daniela Weickert-Thümmel
Anlauf- und Beratungsstelle für ehrenamtliches Engagement mit Geflüchteten
Flüchtlingshilfe Flensburg e.V.
daniela.weickert@fluechtlingshilfe-flensburg.de

Neues Zuhause Flensburg – ein Jahr danach! – Vortrag und Diskussion am 10.9.2016 Aula auf dem Museumsberg

Neues Zuhause FlensburgSamstag, 10. September 2016, 19 Uhr
Aula des Hans-Christiansen-Hauses, Museumsberg 1, 24937 Flensburg

Flensburg geriet im Herbst 2015 in die Nachrichten. Nicht nur mussten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bahnhofs über Nacht mit Tausenden gestrandeten Durchreisenden umgehen lernen, auch die enorme Unterstützung durch Menschen aus Flensburg und der ganzen Region beiderseits der Grenze bahnte sich einen Weg. Ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte fanden nach und nach einen gemeinsamen Weg, der besonderen Situation mit dem letzten Bahnhof vor der skandinavischen Grenze zu begegnen.

Heute, ein Jahr später, möchte das Bündnis für ein Buntes Flensburg das Jahr Revue passieren lassen und den Blick auf Gegenwart und Zukunft lenken.

Neues Zuhause Flensburg – ein Jahr Willkommenskultur

Vortrag und Diskussion:
– Maximilian Ullrich, Reporter beim Radio Fritz des RBB Berlin, berichtet von seiner Reise mit Flüchtlingen auf der Balkanroute
– Flensburger Zufluchtsuchende und ihre Paten im Gespräch. Moderation: Kathrin Fischer

Der Eintritt ist kostenfrei.

Bereits am Freitag, dem 9. September, wird von Refugees Welcome Flensburg e.V. um 16 Uhr eine Ausstellung im Bahnhofsgebäude eröffnet, die das Wochenende über dort zu sehen sein wird. Auch hierzu laden wir herzlich ein.

Mehr auch unter Facebook unter: https://www.facebook.com/events/641553682681179/

%d Bloggern gefällt das: