Wohnprojekte für Flensburg

Gemeinschaftliche Wohnformen als Keimzelle für mehr Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt

Foto ( von li. ): Barbara Steinhoff, Bärbel Brockmann, Uwe Ernst-Holtkamp, Simone Lange und die Vereinsvorsitzende Gisela Leonhardt.

Flensburg. Oberbürgermeisterin Simone Lange empfing kürzlich den Vorstand und Mitglieder des Vereins „Anders Wohnen – Anders Leben e.V.“ im Rathaus. Der Verein setzt sich für Projekte gemeinschaftlichen Wohnens in Flensburg ein.
Die Vereinsmitglieder sind selbst an der Entwicklung und Umsetzung von konkreten Projekten interessiert, möchten sich aber darüber hinaus dafür einsetzen, dass sich der Wohnprojekt-Gedanke als Zukunftsmodell auch in Flensburg entwickelt und etabliert. Gemeinschaftliche Wohnformen sind oft Keimzellen für mehr Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt in Quartieren und Stadtteilen, denn eine Einsatz zeigende Gemeinschaft strahlt auf ihre Umgebung aus. Zur Realisierung von Wohnprojekten ist es darüber hinaus hilfreich, dass nicht über die Köpfe der zukünftigen Bewohner*innen hinweg geplant wird. Deshalb möchten sich Mitglieder des Vereins von Beginn an bei der Planung eines Wohnprojektes konstruktiv einbringen.
Die Vorteile dieser Wohnform – das zeigen Erfahrungen in vielen anderen Städten Deutschlands – sind sehr vielfältig: Wohnen in den eigenen vier Wänden und dennoch in Gemeinschaft, verbindliche und verlässliche Nachbarschaft, Beteiligung der Bewohner an Quartiersentwicklungen, „bunte“ Wohnformen von Jung und Alt, von Studierenden und Familien. Inklusion und Multikulti verhindert Ausgrenzung und fördert das Gemeinschaftsgefühl. Ältere Menschen können länger in ihren Wohnungen leben, junge Familien profitieren von gelebter Nachbarschaft, Begegnung und gegenseitige Unterstützung findet in vielfältigen Formen statt. Das Quartier ist ein Ort von lebendigem Miteinander!
Wer anders wohnen und leben will, muss zuweilen einen langen Atem haben, berichteten die Besucher*innen der Oberbürgermeisterin. Zweiundzwanzigmal hat sich die Gruppe von etwa 20 Flensburger*innen getroffen, um das Konzept zu entwickeln. Viel Geduld, die von allen aufgebracht wurde, bis sie endlich die Anerkennung als gemeinnützigen Verein in den Händen hielten. Nach diesem fast einjährigem Vorlauf gibt es nun seit Juni 2019 den eingetragenen, als gemeinnützig anerkannten Verein.
Oberbürgermeisterin Simone Lange zeigte sich erfreut über das Engagement der Vereinsmitglieder im Sinne des Gemeinwohls. Man war sich einig, dass ein zukunftsorientiertes Konzept vom „Leben im Quartier“ in Zusammenarbeit zwischen Bewohner*innen, Vermieter*innen und Wohnungsbaugesellschaften, der Stadtverwaltung und öffentlicher Einrichtungen auch weiterhin gemeinsam verfolgt werden solle. Architektonische und städtebauliche Qualität waren ebenso wie bezahlbares Wohnen (im Alter und für alle) wichtige Aspekte bei diesem Austausch.

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Veröffentlicht am 7. August 2019, in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Soziales, Stadtplanung, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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