Archiv für den Tag 7. August 2019

Wohnprojekte für Flensburg

Gemeinschaftliche Wohnformen als Keimzelle für mehr Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt

Foto ( von li. ): Barbara Steinhoff, Bärbel Brockmann, Uwe Ernst-Holtkamp, Simone Lange und die Vereinsvorsitzende Gisela Leonhardt.

Flensburg. Oberbürgermeisterin Simone Lange empfing kürzlich den Vorstand und Mitglieder des Vereins „Anders Wohnen – Anders Leben e.V.“ im Rathaus. Der Verein setzt sich für Projekte gemeinschaftlichen Wohnens in Flensburg ein.
Die Vereinsmitglieder sind selbst an der Entwicklung und Umsetzung von konkreten Projekten interessiert, möchten sich aber darüber hinaus dafür einsetzen, dass sich der Wohnprojekt-Gedanke als Zukunftsmodell auch in Flensburg entwickelt und etabliert. Gemeinschaftliche Wohnformen sind oft Keimzellen für mehr Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt in Quartieren und Stadtteilen, denn eine Einsatz zeigende Gemeinschaft strahlt auf ihre Umgebung aus. Zur Realisierung von Wohnprojekten ist es darüber hinaus hilfreich, dass nicht über die Köpfe der zukünftigen Bewohner*innen hinweg geplant wird. Deshalb möchten sich Mitglieder des Vereins von Beginn an bei der Planung eines Wohnprojektes konstruktiv einbringen.
Die Vorteile dieser Wohnform – das zeigen Erfahrungen in vielen anderen Städten Deutschlands – sind sehr vielfältig: Wohnen in den eigenen vier Wänden und dennoch in Gemeinschaft, verbindliche und verlässliche Nachbarschaft, Beteiligung der Bewohner an Quartiersentwicklungen, „bunte“ Wohnformen von Jung und Alt, von Studierenden und Familien. Inklusion und Multikulti verhindert Ausgrenzung und fördert das Gemeinschaftsgefühl. Ältere Menschen können länger in ihren Wohnungen leben, junge Familien profitieren von gelebter Nachbarschaft, Begegnung und gegenseitige Unterstützung findet in vielfältigen Formen statt. Das Quartier ist ein Ort von lebendigem Miteinander!
Wer anders wohnen und leben will, muss zuweilen einen langen Atem haben, berichteten die Besucher*innen der Oberbürgermeisterin. Zweiundzwanzigmal hat sich die Gruppe von etwa 20 Flensburger*innen getroffen, um das Konzept zu entwickeln. Viel Geduld, die von allen aufgebracht wurde, bis sie endlich die Anerkennung als gemeinnützigen Verein in den Händen hielten. Nach diesem fast einjährigem Vorlauf gibt es nun seit Juni 2019 den eingetragenen, als gemeinnützig anerkannten Verein.
Oberbürgermeisterin Simone Lange zeigte sich erfreut über das Engagement der Vereinsmitglieder im Sinne des Gemeinwohls. Man war sich einig, dass ein zukunftsorientiertes Konzept vom „Leben im Quartier“ in Zusammenarbeit zwischen Bewohner*innen, Vermieter*innen und Wohnungsbaugesellschaften, der Stadtverwaltung und öffentlicher Einrichtungen auch weiterhin gemeinsam verfolgt werden solle. Architektonische und städtebauliche Qualität waren ebenso wie bezahlbares Wohnen (im Alter und für alle) wichtige Aspekte bei diesem Austausch.

Werbeanzeigen

Studio 15│25 – Tatoo-Workshop für 15-25jährige am 10. und 11. August auf dem Flensburger Museumsberg

Tattoo im Museum

Tätowierung – ist das Kunst oder kann das weg? Viele Mythen begleiten das Thema Tattoo schon seit Anbeginn und die Gesellschaft ist angezogen und abgeschreckt zugleich. Selten ist eine Kunstform so umstritten gewesen wie diese …
Das Studio 15│25 am Museumsberg Flensburg widmet seinen 7. Workshop dem Thema Tattoo. Andrés Bizarro, Artist im Flensburger Tattoo-Studio Hundertfarben, wird ihn leiten.

Andrés, was erwartet die Teilnehmer im Studio 15/25?

„Ich denke, Tätowierungen sind eine Art und Weise, lebendig zu sein. Wir verarbeiten Freude und Trauer, eben unser Leben anhand dieser Bilder. Im Workshop werden wir über das Tätowieren sprechen und über die verschiedenen Motive und die vielen Stile, die es gibt. Wir werden zeichnen und aquarellieren, eigene Motive suchen und sie kreativ realisieren. Toll fände ich es, wenn die Teilnehmer dann entdecken, welche Bilder sie in sich tragen. Diese werden wir zeichnen und mit einem Transferpapier ohne tatsächlich zu tätowieren, also vergänglich, auf die Haut applizieren.“

Praktisches Arbeiten und Gespräche werden sich also abwechseln?

„Ja, ich freue mich, auch über meinen Werdegang zu berichten. Außerdem gibt es so viele Gedanken und Meinungen zu Tattoos – z.B.: ihre Schönheit, ihre Herkunft und ihre Bedeutung für den Einzelnen. Ich bin gespannt, welche Themen und Erfahrungen die Leute mitbringen. Wir werden zwischen dem aktiven Zeichnen immer wieder Gesprächsrunden haben.“

Der Workshop für 15-25jährige findet im Hans-Christiansen-Haus am Sonnabend, 10.8., von 16-20 Uhr statt und wird am Sonntag, 11.8., von 11-17 Uhr fortgesetzt.

Tickets direkt an der Museumskasse für 10,- Euro oder Anmeldung unter Tel.: 0461/ 852956. Weitere Infos unter www.studio15-25.de.

Kunst für und mit uns! Das ist die Devise beim Studio 15 │ 25. Zehn Workshops mit Künstlern aus Schleswig-Holstein, Dänemark, Hamburg und Berlin finden in extra eingerichteten Studioräumen statt. Die Räume sind Atelier und Ausstellungsraum zugleich. Hier entsteht eine sich ständig verändernde Ausstellung unter aktiver Mitarbeit der teilnehmenden 15–25-Jährigen.

Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de/de/
%d Bloggern gefällt das: