Archiv für den Tag 7. Januar 2026

Mühlenflimmern: »Unser Fluss… Unser Himmel« am 14. Januar 2026 in der Bergmühle Flensburg

Die Bergmühle zeigt den irakischen Film »Unser Fluss … Unser Himmel« (2021) von Maysoon Pachachi.

BAGDAD, IRAK. Winter 2006. 3 Jahre nach der US-geleiteten Invasion. Extreme sektiererische Gewalt, nächtliche Ausgangssperren. Und die fortgesetzte Besatzung des Landes.

Eine Nachbarschaft in Bagdad mit Menschen unterschiedlicher Religion und Herkunft im Winter 2006. Eine Nachbarschaft, die sich umeinander kümmert, zusammenhält und es schafft verbindende und schöne Momente trotz Anschläge, Leid und Elend, zu erleben. Die Menschen kämpfen um Normalität und Nähe, lachen sich ihre Ängste von der Seele, trauern und weinen um Verlorenes und setzen sich alle damit auseinander, welche Zukunft sie im Irak, in Bagdad, welche Zukunft ihre Kinder dort haben können.

Sara, eine alleinerziehende Mutter und Autorin, kann nicht mehr schreiben, denn alles, was sie schreiben würde, wäre eine Lüge: Sara findet es unmöglich Wörter zu finden, die exakt den Horror und die Traumata des Krieges beschreiben würden. Sara ist das Herz der Nachbarschaft. Ihre Wärme durchdringt die liebevolle Beziehung zu ihrer 9-jährigen Tochter Rima und strahlt auf alle Freundschaften, Beziehungen und Begegnungen in ihrem Alltag aus. Auch Sara überlegt mit ihrer Tochter zu flüchten, wie so viele in ihrem Viertel. Es gibt keine einfache Antwort in diesem Dilemma, zu sehr ist sie mit Menschen und Stadt verbunden. Für Rima ist es unvorstellbar Bagdad zu verlassen. Und so bleibt Sara, fährt mit ihrer Tochter über den Tigris, dem Herzen und der Seele Bagdads, in einem kleinen Boot und erklärt Rima: Es ist (auch) UNSER FLUSS … UNSER HIMMEL.

Der Film ist in deutscher Sprache und dauert 117 Minuten. Der Eintritt ist frei. Der Hut geht ’rum

Alle weiteren Veranstaltungen sind auch unter www.bergmuehle-flensburg.com abrufbar.

Bergmühle, An der Bergmühle 7

Veranstalter: Verein zur Erhaltung der Bergmühle e.V.

Sturmflut an der Flensburger Küste erwartet

In der Nacht vom 20. auf den 21. Oktober 2023 gab es einen Pegelstand von knapp 2,30 m über Meter über Normal und enorme Schäden an Gebäuden und der touristischen Infrastruktur. Das wird bei dem für den Freitag erwarteten Pegelstand von 1,18 – 1,20 Meter in Flensburg wohl nicht der Fall sein – Foto: Jörg Pepmeyer

Prognose für die Nacht von Freitag zu Samstag

Flensburg. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie das dänische Meteorologische Institut (DMI) sagen für kommenden Freitag erhöhte Wasserpegel in Flensburg voraus. Mit prognostizierten Werten von 1,18 -1,20 über Normal Null (Stand: Mittwoch, 15:00 Uhr) wird das Wasser voraussichtlich auch einige Zentimeter über die Kaikante laufen. Es ist damit zu rechnen, dass die Bereiche Schiffbrücke und Norderhofenden von der Sturmflut betroffen sein werden.

Auf Einladung des Oberbürgermeisters haben sich deshalb heute Feuerwehr und Technisches Betriebszentrum (TBZ) abgestimmt, um gut vorbereitet auf die bevorstehende Sturmflut reagieren zu können.

Nach jetzigem Stand ist zwar mit Überschwemmungen im Bereich des Hafens zu rechnen, diese werden sich jedoch bei der angekündigten Wasserhöhe in Grenzen halten. Dabei ist eine gute Vorbereitung aller Beteiligten wichtig. Die Anrainer sind gefragt, wenn es gilt, ihr Eigentum mittels Schotten, Sandsäcken und Pumpen vor dem Wasser schützen. Außerdem sollten Gegenstände aus tief liegenden Gebäudeteilen gesichert werden.

Die Feuerwehr wird zur Unterstützung der Betroffenen ab Freitag Sandsäcke an Selbstabholer ausgeben. Die genauen Zeiten und der Abholort werden noch bekannt gegeben.

Das TBZ wird in der Straße Norderhofenden neben den stationären Pumpen zusätzlich eine mobile Pumpe aufbauen, um den Bereich ZOB und Hafendamm vor Überflutungen zu schützen, wie auch bei der Sturmflutschutzübung am 18. Dezember des Vorjahres geübt.

Seit einigen Wochen verfügt das TBZ auch über eine mobile Flutwand, mit der die ZOB-Kreuzung auf der Schiffbrücke so abgetrennt werden kann, dass dieser Bereich für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge freigehalten wird. Das Setzen dieser Wand ist jedoch bei den prognostizierten Wasserhöhen nicht erforderlich. Das TBZ ist dennoch darauf vorbereitet, die Wand zu stellen, falls der Wasserpegel deutlich über die vorausgesagten Höhen steigen sollte.

Oberbürgermeister Fabian Geyer: „Am Freitag erwarten wir eine Sturmflut, die zu dieser Jahreszeit nicht unüblich ist. Wenn Stadt und Anwohner besonnen handeln, werden wir die Situation gut meistern. Davon bin ich überzeugt. Gleichzeitig bitte ich alle Besucher, im Bereich des Hafens Vorsicht walten zu lassen, um sich nicht in Gefahr zu bringen und die Schutzmaßnahmen nicht zu behindern“.

Vulkan-Gruppe distanziert sich von Anschlag auf Strominfrastruktur in Berlin

False-Flag Anschlag in Berlin?

„Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine 2014 hat sich der Kontext grundlegend verschoben. Was zuvor als Kritik an westlicher Militärpolitik formuliert werden konnte, geriet in eine Lage, in der jede Form von Infrastrukturangriff objektiv Teil einer allgemeinen Destabilisierug wird. Eine Welt, in der alte und neue autoritäre Staaten offen Grenzen verschieben, Städte zerstören und Zivilbevölkerung bombardieren, ist keine Bühne mehr für symbolische Akte, die leicht und falsch instrumentalisiert werden können.“

Für den Anschlag auf die Strominfrastruktur im Berliner Südwesten sei nach Angaben der Behörden eine „linksextremistische“ Gruppe namens Vulkan verantwortlich. Davon sei aufgrund eines Bekennerschreibens auszugehen. Nun hat sich die Gruppe auf Indymedia klar von dem Anschlag distanziert und weist jede Verantwortung entschieden von sich. Dazu unten die Erklärung, die am 07.01.26 auf indymedia veröffentlicht wurde.

Gegen Vereinnahmung und falsche Kontinuitäten – Distanzierung

Diese Erklärung ist notwendig, weil unser Name in einen Zusammenhang gestellt wird den wir nicht tragen. In Veröffentlichungen, Bekennerschreiben und medialen Kurzschlüßen wird eine Kontinuität behauptet, die es nicht gibt. Unser früheres Handeln wird benutzt, um aktuelle Angriffe zu legitimiren, zu erkären oder politisch aufzuladen. Das weisen wir zurück.

Wir melden uns, weil in unserem Namen gesprochen wird, gehandelt wird, veröffentlich wird, ohne dass es unser Handeln ist.
Die Texte und Aktionen der letzten Jahre stammen nicht von uns. Sie widersprechen dem, wofür wir standen und warum wir überhaupt gehandelt haben.

Wir waren die Vulkangruppe der Jahre 2011. Unser Bezugspunkt war klar und begrenzt. Unser Ziel waren Bundeswehreinsätze, deutsche Kriegsbeteiligung und Waffenexporte. Infrastruktur war für uns kein Selbstzweck und kein Spielfeld, sondern Symbol und Träger militärischer Gewalt nach außen. Unsere Interventionen richteten sich gegen Kriegspolitik, nicht gegen gesellschaftliche Grundversorgung, nicht gegen Menschen im Alltag.

Schon damals war unser Ansatz defensiv gemeint, auch wenn er als Angriff gelesen wurde. Wir wollten Unterbrechung, nicht Eskalation. Störung von Normalität, nicht ihre Zerstörung. Es ging um Sichtbarkeit von Verantwortung, nicht um moralische Überhöhung oder um eine Logik der permanenten Sabotage.

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine 2014 hat sich der Kontext grundlegend verschoben. Was zuvor als Kritik an westlicher Militärpolitik formuliert werden konnte, geriet in eine Lage, in der jede Form von Infrastrukturangriff objektiv Teil einer allgemeinen Destabilisierug wird. Eine Welt, in der alte und neue autoritäre Staaten offen Grenzen verschieben, Städte zerstören und Zivilbevölkerung bombardieren, ist keine Bühne mehr für symbolische Akte, die leicht und falsch instrumentalisiert werden können.

Wir haben erkannt, dass unsere früheren Mittel unter den geänderten Bedingungen neu gedacht werden müssen, nicht weil sie falsch waren, sondern weil sie anders gelesen werden als zu einer Zeit, in der Fronten klarer schienen, Adressaten benennbar waren und Wirkung noch nicht sofort in Vereinnahmung, Verkürzung oder falsche Anschlussfähigkeit kippte.

Deshalb hatten wir Abstand genommen. Nicht aus Bequemlichkeit, nicht aus Anpassung, sondern aus Verantwortung. Weil wir nicht Teil einer Dynamik sein wollten, in der Kritik an Militarismus mit der faktischen Schwächung von Gesellschaften zusammenfällt.

Wir distanzieren uns ausdrücklich von allen Aktionen der letzten Jahre, die unter unserem Namen oder mit Bezug auf uns durchgeführt wurden. Diese Veröffentlichungen sprechen nicht für uns. Sie verschieben Inhalte, vermengen Analysen mit Rechtfertigungen und benutzen einen Namen, der für etwas anderes stand.

Unser Rückzug ist kein Widerruf unserer Kritik an Krieg, Aufrüstung und Waffenexporten. Diese Kritik bleibt. Machen wir uns nichts vor – die Saat des Todes ist gesäht und sie geht längst auf. Die nächsten Jahre wird die Welt brennen, langsam, dann schneller. Alte und neue Machtblöcke haben ihre Ansprüche abgesteckt, Figuren wie Putin und Trump stehen dabei nur stellvertretent, austauschbar. Europa wird nicht durch Moral fallen, sondern durch seine eigene Technologie, durch das was es exportiert, verkauft und perfektioniert.

Wir sagen das nicht, um verstanden zu werden.
Wir sagen es, weil Schweigen in diesem Fall Zustimmung wäre.

Veröffentlicht unter: https://de.indymedia.org/node/566531

Lizenz des Artikels und aller eingebetteten Medien: 

Creative Commons by-sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Dazu ein Kommentar von Jörg Pepmeyer:

False-Flag und Celler Loch

Ich halte die vermeintlichen „Bekennerschreiben“ zum Anschlag auf die Strominfrastruktur in Berlin für linksradikal-floskelhafte, teils zu glatte und fehlerfreie, KI-generierte Staatsschutzprodukte. Mein Verdacht stützt sich dabei auf eine umfangreiche und entsprechende Textanalyse und die Distanzierung der Vulkan-Gruppe vom 7. Januar 2026. https://de.indymedia.org/node/566531
Es wäre nichts Neues, wenn Staatsschutzbehörden, wie beim „Celler Loch“ geschehen, für einen derartigen Anschlag verantwortlich wären. Im Fall von Berlin ginge es dann wohl um die Desavouierung linker Politik im Allgemeinen und linksradikaler Aktionsformen im Besonderen. Das in einer Stadt, in der sich die sozialen Widersprüche und Konflikte immer weiter zuspitzen und linke Politik eine immer breitere Zustimmung aus der Bevölkerung erfährt. Man sollte den Behörden in Berlin und der bürgerlichen Presse nicht alles glauben. Mehr zur Geschichte des „Celler Loch“ https://de.wikipedia.org/wiki/Celler_Loch

Fehlende Transparenz und mangelnder Pragmatismus gefährden Flüchtlingshilfe

Die Unterstützer*innen der Flüchtlingshilfe auf einer Kundgebung am 18.9.25 vor dem Flensburger Rathaus – Foto: Flüchtlingshilfe e.V.

Die Ratsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (mit Volt), SSW und CDU kritisieren das Vorgehen des Oberbürgermeisters und der Verwaltungsspitze im Umgang mit der Flüchtlingshilfe Flensburg deutlich. Aus Sicht der Fraktionen ist die aktuelle Situation das Ergebnis einer problematischen Kette aus unterlassener Information, verzögerter Vertragsgestaltung und mangelnder pragmatischer politischer Führung – mit der Folge, dass die Arbeitsfähigkeit der Flüchtlingshilfe konkret gefährdet ist.

Politische Verständigung ohne vollständige Informationsgrundlage

Im Hauptausschuss am 30. September 2025 bestand fraktionsübergreifend Einigkeit darüber, die bestehende Struktur der Flüchtlingshilfe in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 vollständig aufrechtzuerhalten. Diese Übergangsregelung sollte Zeit verschaffen, um bis Ende Februar 2026 eine neue Ziel- und Leistungsvereinbarung (ZLV) abzuschließen. Die Erarbeitung dieser ZLV war bereits zuvor politisch beschlossen worden, um Aufgaben, Leistungen und Verantwortlichkeiten der Flüchtlingshilfe dauerhaft und verlässlich zu regeln. Der spätere Wegfall mehrerer För-dermittel von Bund und Land erhöhte die Dringlichkeit dieser Vereinbarung zusätzlich.

Diese politische Verständigung beruhte auf der Annahme, dass der Politik alle relevanten finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen vollständig bekannt waren.

Bekannte Rechtslage – nicht transparent gemacht

Bereits während der Beratungen am Rande des Hauptausschuss Ende September war absehbar, dass sich die Stadt Flensburg zu Jahresbeginn 2026 in einer vorläufigen Haushaltsführung befin-den würde. Ebenso bekannt waren die rechtlichen Konsequenzen dieser Situation für die Auszahlung freiwilliger Leistungen. Diese absehbaren Folgen wurden jedoch weder während der Be-ratungen im Hauptausschuss am 30.09, noch im weiteren Haushaltsverfahren oder beim Haushaltsbeschluss im Dezember 2025 von der Verwaltung in einer Weise transparent gemacht, die es der Politik ermöglicht hätte, rechtzeitig Vorsorge zu treffen oder die Übergangsfinanzierung ent-sprechend abzusichern.

Damit wurde der Politik die Möglichkeit genommen, informierte und vorausschauende Entscheidungen zu treffen.

Fehlende Vorsorge trifft auf verzögerte Ziel- und Leistungsvereinbarung

Parallel dazu verzögerte sich die Finalisierung der Ziel- und Leistungsvereinbarung über Monate. Diese Verzögerung ist nicht von der Flüchtlingshilfe zu verantworten, sondern fällt in den Verantwortungsbereich der Verwaltung. Der fehlende Abschluss der ZLV verschärft nun die Auswirkungen der vorläufigen Haushaltsführung erheblich, da weiterhin keine vertragliche Grundlage besteht, die Planungssicherheit geschaffen hätte.

Rechtskonform, aber politisch folgenschwer

In der Konsequenz führen nun rechtlich korrekte, zugleich aber maximal restriktive Entschei-dungen der Verwaltungsspitze zu politisch vorhersehbaren und vermeidbaren Härten. Die Flüchtlingshilfe ist gezwungen, Personal abzubauen und ihre Arbeit einzuschränken. Damit wird genau das Ergebnis herbeigeführt, das der politische Beschluss des Hauptausschusses ausdrücklich verhindern sollte.

Die Fraktionen kritisieren dabei nicht die Anwendung des geltenden Haushaltsrechts, sondern die Art und Weise, wie der Oberbürgermeister seine politische Führungsverantwortung in dieser ab-sehbaren Ausnahmesituation wahrgenommen hat. Statt frühzeitig Transparenz herzustellen, die Politik vollständig zu informieren und den politisch gewollten Übergang aktiv abzusichern, wurde die Situation verwaltet, bis sie eskalierte. Stattdessen wurde die Politik erst in der Woche nach dem Haushaltsbeschluss über diese Problematik informiert. Trotz vier Krisensitzungen vor Weihnachten und zwischen den Tagen konnte die Politik daher nicht mehr gegensteuern.

Gemeinsame Bewertung und Forderung

Aus Sicht der Fraktionen handelt es sich um einen folgenschweren Führungsfehler. Eine politisch beschlossene Übergangslösung wird durch fehlende Vorbereitung, verzögerte Vertragsprozesse und mangelnden pragmatischen Gestaltungswillen faktisch entwertet. Die Konsequenzen trägt nun ein Träger, der für die Integrations- und Unterstützungsarbeit in Flensburg unverzichtbar ist.

Die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (mit Volt), SSW und CDU fordern den Oberbürgermeister auf, Verantwortung für den Gesamtprozess zu übernehmen und gemeinsam mit Politik und Verwaltung unverzüglich Lösungen zu entwickeln, die der politischen Beschlusslage gerecht werden. Ziel muss es sein, die Arbeitsfähigkeit der Flüchtlingshilfe kurzfristig zu sichern und langfristig verlässliche Strukturen zu schaffen.

Es geht dabei nicht darum, Recht zu beugen. Es geht darum, bekannte Risiken transparent zu machen, politische Entscheidungen auf einer vollständigen Informationsbasis zu ermöglichen und in Ausnahmesituationen pragmatisch zu führen.

gez.

Mats Rosenbaum, SSW Fraktionsvorsitzender

Leon Bossen & Katja Claussen, Fraktionsvorsitzende Bündnis90/Die Grünen (mit Volt)

Thomas Dethleffsen, CDU Fraktionsvorsitzender

Mehr zum Thema auch im Stadtblog-Beitrag vom 6. Januar 2026

Ebenso der untenstehende Beitrag vom 24. September 2025:

Zum gleichen Thema der Beitrag vom 19. September 2025

Dazu auch Stadtblog-Beitrag vom 18. September 2025: Die Fraktion „Linkes Bündnis“ stellt Dringlichkeitsantrag zur Sicherung der Arbeit des Vereins der Flensburger Flüchtlingshilfe e.V. unter: https://akopol.wordpress.com/2025/09/18/die-fraktion-linkes-bundnis-stellt-dringlichkeitsantrag-zur-sicherung-der-arbeit-des-vereins-der-flensburger-fluchtlingshilfe-e-v/

Die Flüchtlingshilfe auf Instagram: https://www.instagram.com/fluechtlingshilfeflensburg/ und auf Facebook: https://www.facebook.com/fluechtlingshilfe.flensburg

Flensburger Projekt Nachbarschaftshilfe läuft Ende März aus

Aktion aus der Corona-Zeit

Flensburg. Die Hilfsbereitschaft der Flensburgerinnen und Flensburger ist riesig – das ist kein Geheimnis. Das hat sich auch im Projekt Nachbarschaftshilfe deutlich gezeigt. Dieses hat die Stadtverwaltung zu Beginn der Corona-Zeit ins Leben gerufen, damit Menschen vulnerabler Gruppen beispielsweise beim Einkaufen und anderen Angelegenheiten im Alltag Unterstützung bekommen. Die Nachbarschaftshilfe konnte schnell über 100 Helferinnen und Helfer akquirieren.

Auch nach der Pandemie wurde die Nachbarschaftshilfe weiterhin in Anspruch genommen, denn nicht jeder Mensch kann auf Freunde und Familie in der Nähe zurückgreifen. Ob den Hund spazieren führen, wenn der Hundehalter sich ein Bein gebrochen hat, oder gemeinsam Möbel aufbauen, wenn das Werkzeug und Know-How fehlen: In solchen Notfällen konnten Hilfsbedürftige die Nummer wählen und Kontakt zu Menschen aus dem Viertel aufnehmen, um mögliche Hilfe zu besprechen. Dabei handelte es sich stets um temporäre Unterstützung.

Allerdings wurden die Anfragen zunehmend spezieller und konnten immer weniger bedient werden. Deutlich zugenommen hatten Anfragen in medizinischen Akutsituationen (zum Beispiel die Begleitung zu Ärzten oder die Versorgung von Kindern im Rahmen medizinischer Eingriffe bei den Eltern). Hier wurde zügig deutlich, dass diese Aufgaben nicht über ein punktuelles ehrenamtliches Engagement abzudecken sind hinsichtlich der erforderlichen Kompetenzen. Gleichzeitig hat die Zahl der verfügbaren Ehrenamtlichen abgenommen, da auch für sie der Alltag wieder eingekehrt ist.

Die Stadt hat deshalb den Entschluss gefasst, dass die coronabedingte Nachbarschaftshilfe zum 31. März 2026 auslaufen soll. Bis zu diesem Zeitpunkt werden laufende Vereinbarungen noch erfüllt. Neue Aufträge werden hingegen ab sofort nicht mehr angenommen.

Die Stadt bedankt sich bei den zahlreichen Ehrenamtlichen, die ihre Hilfe angeboten haben, um schwierige Zeiten zu überbrücken.

Hilfesuchende haben in Zukunft die Möglichkeit, über andere etablierte Hilfebörsen wie nebenan.de oder Kleinanzeigen ein Hilfegesuch in der Nachbarschaft zu platzieren und kurzfristig Hilfe zu erhalten.

Weitere Infos über das auslaufende Nachbarschafts-Projekt unter Engagiert in Flensburg.

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