Archiv für den Monat Januar 2026

Paritätischer: Pflegebedürftigkeit wird für immer mehr Menschen zur Armutsfalle

Stellungnahme von Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes anlässlich aktueller Zahlen zu deutlich steigenden Pflegeheim-Kosten.

Berlin, 22. Januar 2026

Dr. Joachim Rock – Foto: Paritätischer

Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes: „Die wachsenden Belastungen für Pflegebedürftige müssen endlich gestoppt werden! Für immer mehr Menschen wird Pflegebedürftigkeit zur Armutsfalle. Die solidarische Pflegevollversicherung liegt als Lösung längst auf dem Tisch. Doch statt entschlossen zu handeln, setzen Bundesregierung und Länder mit dem sogenannten Zukunftspakt Pflege auf Stückwerk und halbgare Ankündigungen. Jetzt braucht es einen Neustart – einen Startschuss für eine echte Reform und den überfälligen Systemwechsel in der Pflege.“


Der Paritätische

Der Paritätische ist ein Wohlfahrtsverband von eigenständigen Organisationen, Einrichtungen und Gruppierungen der Wohlfahrtspflege, die Soziale Arbeit für andere oder als Selbsthilfe leisten. Getragen von der Idee der Parität, das heißt der Gleichheit aller in ihrem Ansehen und ihren Möglichkeiten, getragen von Prinzipien der Toleranz,Offenheit und Vielfalt, will der Paritätische Mittler sein zwischen Generationen und zwischen Weltanschauungen, zwischen Ansätzen und Methoden sozialer Arbeit, auch zwischen seinen Mitgliedsorganisationen. Mehr unter:  https://www.der-paritaetische.de/verband/

Hoffnung strahlt hell – Kundgebung für Vielfalt und Zusammenhalt am 24. Januar in Flensburg

Hoffnung strahlt hell ’26

Samstag, 24. Januar um 16:30 Uhr, Südermarkt in Flensburg

Live: NorderPopChorLavinia Luna

Wenn die Dunkelheit hereinbricht, lassen wir unser Licht leuchten und zeigen, dass Flensburg bunt ist. Lasst uns gemeinsam für Frieden, Demokratie und eine tolerante, solidarische Gemeinschaft einstehen. Kommt vorbei und lasst uns zusammen strahlen!
Gemeinsam wollen wir ein starkes Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt setzen.

Unter dem Motto „Hoffnung strahlt hell“ laden wir Euch herzlich ein, an unserem Lichtermeer am 24.01. von 16.30 – 18:30 Uhr auf dem Südermarkt teilzunehmen.

Wir freuen uns auf Euch!

Novelle des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes: NABU mahnt verlässlichen Rechtsschutz an 

Die Aktivisten von BUND und Bürgerinitiatiative Bahnhofsviertel Flensburg am 13.11.2025 vor dem Verwaltungsgericht in Schleswig. Die Klage gegen den Bebauungsplan und die Baugenehmigung für das Hotelprojekt am Flensburger Bahnhofswald war erfolgreich – Foto: Conny V. Christ

Der NABU warnt davor, das Verbandsklagerecht auszuhöhlen

Berlin – Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) begrüßt die vom Bundesumweltministerium ins Bundeskabinett eingebrachte Novelle des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes (UmwRG). Die Novelle ist notwendig, um europäische und völkerrechtliche Vorgaben umzusetzen und die Rechtssicherheit im Umweltrecht zu stärken.

Das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz regelt die Anerkennung von Umweltverbänden und ihr Recht, behördliche Entscheidungen gerichtlich überprüfen zu lassen, wenn Umweltrecht verletzt wird. Als Umsetzung zentraler europäischer Vorgaben – insbesondere der Aarhus-Konvention – ist es ein unverzichtbares Instrument rechtsstaatlicher Kontrolle.

Der NABU warnt jedoch davor, das Verbandsklagerecht durch zusätzliche Hürden, verkürzte Fristen oder einen eingeschränkten gerichtlichen Prüfungsumfang auszuhöhlen. Forderungen nach einer Abschaffung oder weitgehenden Beschneidung dieser Rechte weist der Verband entschieden zurück. „Wer Umweltverbände mit überzogenen formalen Anforderungen aus den Gerichten drängt, nimmt Rechtsverstöße billigend in Kauf“, sagt Rebekka Blessenohl, Referentin für erneuerbare Energien und Naturschutz beim NABU.

Kritisch bewertet der NABU zudem die geplante Ausweitung der Missbrauchsklausel, die einen unbegründeten Generalverdacht gegenüber Umweltverbänden etabliert. Auch der vorgesehene Wegfall der aufschiebenden Wirkung von Klagen birgt aus Sicht des NABU erhebliche Risiken: Rechtswidrige Vorhaben könnten umgesetzt werden, bevor Gerichte sie überprüfen konnten – mit potenziell irreversiblen Umweltschäden.

Entgegen anderslautender Behauptungen sind Verbandsklagen kein Massenphänomen. Sie machen weniger als 0,1 Prozent aller verwaltungsgerichtlichen Verfahren aus.

„Von einer Klageflut zu sprechen, ist sachlich falsch“, so Blessenohl. „Umweltverbände klagen selten, gezielt und nur bei gravierenden Rechtsverstößen.“

Der NABU appelliert an Bundestag und Bundesregierung, die UmwRG-Novelle im parlamentarischen Verfahren so auszugestalten, dass das Verbandsklagerecht in seiner Substanz erhalten bleibt. Verlässlicher Umweltrechtsschutz ist keine Belastung, sondern Voraussetzung für rechtsstaatliche, akzeptierte und nachhaltige Entscheidungen.


Mit mehr als 900.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert für die Natur und fördert naturkundliche Kenntnisse für ein aktives Naturerleben. Mehr Infos:http://www.NABU.de/wir-ueber-uns  

Keine Stadt den Nazis: Breiter Protest am 24. Januar gegen AfD-Stand in Flensburg

Die AfD hat für Samstag, den 24. Januar 2026, einen Stand am Flensburger Nordermarkt angekündigt. Ab 9:30 Uhr will die Partei erstmals seit längerer Zeit wieder öffentlich im Stadtbild auftreten. Das ruft entschiedenen Widerspruch hervor: Ein breites gesellschaftliches Bündnis mobilisiert zur Gegenkundgebung am Willy-Brandt-Platz.

In Flensburg ist die AfD bislang wiederholt daran gescheitert, eine dauerhafte lokale Struktur aufzubauen. Weder die Gründung eines Stadtverbandes noch regelmäßige Wahlkampfaktivitäten konnten sich etablieren. Antifaschistische Recherchen und zivilgesellschaftlicher Protest haben in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass entsprechende Vorhaben öffentlich gemacht und verhindert wurden. Mit dem nun angekündigten Stand versucht die Partei erstmals, offen Präsenz im öffentlichen Raum zu zeigen.

Das Gegenbündnis bewertet diesen Schritt als Teil eines allgemeinen gesellschaftlichen Rechtsrucks, der auch vor Flensburg nicht Halt macht. Entsprechend deutlich fällt die Reaktion aus: Die Kundgebung versteht sich als klares Signal gegen rechte und menschenverachtende Positionen und für eine solidarische, vielfältige Stadtgesellschaft.

Getragen wird der Protest von einem außergewöhnlich breiten Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Klima- und Umweltinitiativen, feministischen Gruppen, antifaschistischen Zusammenschlüssen sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen. Darüber hinaus sind zahlreiche demokratische Initiativen und Parteien mit eigenen Infoständen und Aktionen angekündigt. Ziel ist es, einen sichtbaren, vielfältigen und friedlichen Protest zu organisieren, der die Stärke der demokratischen Zivilgesellschaft in Flensburg unterstreicht.

Die Organisator:innen rufen alle Menschen dazu auf, sich an den Protesten zu beteiligen und ein deutliches Zeichen zu setzen: Flensburg überlässt rechten Akteuren nicht den öffentlichen Raum.

Kundgebung:

Samstag, 24.01.2026 | ab 9:30 Uhr | Willy-Brandt-Platz, Flensburg

#KeineStadtDenNazis #Flensburg #GegenRechts #Demokratie #Solidarität

Theaterwerkstatt Pilkentafel: Programm für den Februar 2026 – Jetzt Karten bestellen!

Die Termine in der Übersicht:

VeranstaltungKünstler*innenDatumUhrzeit
Blauen HerzensKarin Schmitt12.02.2620:00
Blauen HerzensKarin Schmitt13.02.2620:00
Blauen HerzensKarin Schmitt14.02.2620:00
    
Portrait eines VogelsKarin Schmitt19.02.2620:00
Portrait eines VogelsKarin Schmitt20.02.2620:00
Portrait eines VogelsKarin Schmitt21.02.2620:00
GradwanderungFabienne Brozio22.02.2618:00
    
HerbertMarc Christoph Klee26.02.2620:00
HerbertMarc Christoph Klee27.02.2620:00
HerbertMarc Christoph Klee28.02.2620:00

Tafelrunde

Karin Schmitt. die exen

BLAUEN HERZENS

Eine Betrachtung

Vorigen Sommer, schon fast in der Sommerpause, war die Premiere von Blauen Herzens mit nur zwei Aufführungen. Jetzt gibt es eine neue Gelegenheit, dieses Werk zu bestaunen:

Am Fenster sitzen und das Schicksal der Regentropfen verfolgen…
Auf der Wiese liegen und die wechselnden Formationen der Wolken beobachten…
Vor dem Einschlafen ein Bild betrachten und sich darin verlieren…
Die Puppenspielerin Karin Schmitt begibt sich in einer eigenwilligen Reise auf die Suche nach verlorenen Momenten der nachdenklichen Betrachtung. Es regnet, es tropft, es blubbert, das Meer tobt, das Auge tränt. Ein Fisch mit menschlichen Gliedern scheint Bescheid zu wissen, aber worüber? Blauen Herzens ist eine philosophische und poetische Träumerei über den stillen Akt der Kontemplation, diese Atempause, die das Ich und die Welt zum Klingen bringt.

12., 13., 14. Februar, 20 Uhr

Foto: Ina Steinhusen

Karin Schmitt, in Frankreich geboren und aufgewachsen, hat Figurentheater an der Ernst Busch Schule in Berlin studiert und wohnt in der Nähe von Plön auf einem Resthof. Sie ist Teil des Figurentheaterkollektivs die exen, erarbeitet Soli für Kinder und Erwachsene und spielt sie in Deutschland und Frankreich.

Sie ist Mitglied der Tafelrunde. In der Pilkentafel hat sie zusammen mit dem Cellisten Uwe Schade in Gevatter Tod, Gebrüder Grimm und Rilke und Anywhere out of the world literarische Vorlagen bearbeitet. Mit Das Porträt eines Vogels 2024 machte sie sich auf einen ganz neuen, persönlicheren Weg und geht diesen mit Blauen Herzens weiter. Wieder entwickelte Heino Sellhorn passgenau und sensibel Klanglandschaften.

Mehr zu Blauen Herzens und der Trailer hier: https://www.pilkentafel.de/gastspiel/blauen-herzens/


Tafelrunde

Karin Schmitt. die exen

Das Porträt eines Vogels

Karin Schmitt ist nicht nur Figurenspielerin, sondern auch Tochter des Malers Claude Henri Schmitt. Im Juni 2021 schwang sich der französische Maler nach einer langen und schweren Verwandlung in einen Vogel mit Leichtigkeit in die Lüfte.

Diese Verwandlung heißt mit medizinischem Namen die Lewy-Körper-Demenz und ist eine neurodegenerative Erkrankung. Karin Schmitt erinnert sich an ihren kranken Vater, an seine fortschreitende und unabwendbare Verwandlung, und entwirft mit Empathie, Zärtlichkeit und Sensibilität sein Porträt, schafft einen Raum für seine farbenfrohen Bilder und unsere Assoziationen. Wir hören nur wenige Sätze, viel Stille und einfühlsame Musik. In dem gewaltigen Kontrast zwischen dem immer schwächer werdenden Menschen und der überwältigenden Kraft seiner Bilder sucht sie nach Eindrücken, Emotionen, Empfindungen, die über das Autobiographische hinaus das tief Menschliche berührt.        

Foto: Ina Steinhusen

„Es gelingt auf sensible Art und Weise, dem Thema Tod und Sterben mit Wertschätzung und einer demütigen Leichtigkeit zu begegnen. Karin Schmitt verschmilzt mit dem Material, lässt die Figur ganz selbstverständlich lebendig werden, fast ohne Worte. Sie öffnet Räume und verleiht dem Abend eine zarte und klare Ästhetik. Eine große Feinheit und Ruhe durchziehen das gesamte Stück, es bleibt ein Gefühl von stiller Berührtheit.“

Damit zeichnete die Jury der Heidelberger Theatertage 2025 Karin Schmitt mit dem zweiten Preis aus.

19., 20., 21. Februar, jeweils 20 Uhr


Gemeinsam mit der CVO-Buchhandlung und dem Tigerberg e.V.

Fabienne Brozio

GRADWANDERUNG

Lesung

Vielen Flensburger*innen ist Fabienne Brozio aus sehr verschiedenen Kontexten bekannt, aber hier stellt sich zum ersten Mal als Künstlerin vor:

Ein selbst geknüpfter Teppich, zwei Füße auf dem Boden und eine Handvoll Texte.

„wenn ich alt bin dann möchte ich ganz vieles nicht

aber freundliche augen

die möchte ich haben

und so liegt die bestellung auf dem tisch

zwei augen die lächeln

ein herz das lacht

bestellung als haltungsleitfaden – wer bin ich und

wer will ich gewesen sein“

Mit Texten, Sounds und Videos wird Platz geschaffen für Zwischenräume, fürs Fragen stellen und Zweifeln. Was passiert, wenn wir den Blick heben, die Frage an uns statt an die Anderen richten und dem Tod einen Platz im Leben einräumen?

Frei nach dem Motto: „ hier haste deine mark nur füllt sie dir die faust nicht“, wird geflucht, gezweifelt, gelacht und den ca. 30-sekündigen Alltagsvideos auf unseren Handys eine Bühne gegeben.

22. Februar, 18 Uhr

Fabienne Brozio, 1988 in der Großstadt geboren und erst 30 Jahre später an der Küste richtig  erwachsen, ist viele Wege gegangen und dabei Matrosin, Handwerkerin und Trauerbegleiterin geworden. Seit gut 15 Jahren textet sie und ist dabei regelmäßiger Gast bei den „Moving Poets – Festival für zeitgenössische Kunst“ in Berlin. Neben der Freude am Schreiben packt sie immer wieder die blanke Neugierde aufs Leben.


Tafelrunde

Merle | Mischke | Klee

Herbert

In Herbert untersucht Mark Christoph Klee die Biografie seines schwulen Urgroßonkels (1924 – 2012), der auf Grund des § 175 während der NS-Diktatur in Haft war. Mit historischen Fakten über die homophobe Geschichte Deutschlands, queerer Musik aus den 50ern und 60ern sowie Archivmaterial aus seinem Familienbestand zieht er Parallelen zwischen seinem Leben als homosexueller Mann heute und dem von Herbert damals. Die intimen Szenen aus Text und Bewegung sprechen von Diskriminierungserfahrungen, erlauben Raum für Wut, Trauer, aber auch für queere Lebensfreude. Herbert macht auf emotionale Weise greifbar, was Demokratie und Diversität bedeuten, wie jung und fragil Rechte für queere Menschen sind und wie sich Rechtsextremismus heute und damals ähneln.

Parallel dazu findet ein eineinhalbstündiger Workshop für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsenen zu Methode und Inhalten des Stücks am Samstag um 11:00 in der Theaterschule statt.

26., 27., 28. Februar- jeweils 20 Uhr

Mark Christoph Klee ist Mitglied des Tanztrios Merle / Mischke / Klee, das als Teil der Tafelrunde schon öfter ihre Werke in Flensburg produziert und gezeigt hat, so zuletzt Follow the Dopamine. Er studierte Zeitgenössischen Tanz an der Amsterdam University of the Arts und ist seit 2015 freiberuflich für verschiedene Choreograf*innen europaweit tätig.

Seit 2018 ist Klee wieder in Schleswig-Holstein und arbeitet aktiv an der Förderung, Vernetzung und Sichtbarkeit der Tanzszene in Schleswig-Holstein, u. a. mit dem „Tanz und Performance Netzwerk Schleswig-Holstein“ und „TanzNord“.


Kassenöffnungszeiten

Die Abendkasse öffnet immer 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn. Bei ausverkauften Vorstellungen gibt es dort eine Warteliste, auf die man sich eintragen kann. Sollten reservierte Karten nicht abgeholt werden, können diese dann als Restkarten erworben werden.

Ticketshop: https://karten.pilkentafel.de

Wir empfehlen, Tickets online über unseren Webshop zu erwerben. Die Bezahlung erfolgt per Bankeinzug oder Kreditkarte. Sie können die Karten zu Hause ausdrucken, oder sich auf Ihr Smartphone laden. Über das Internet erworbene Karten können grundsätzlich nicht zurückgenommen oder umgetauscht werden. Für verfallene Karten wird kein Ersatz geleistet.

Vorverkauf über https://karten.pilkentafel.de oder in den Vorverkaufsstellen u.a. Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung in der Großen Straße / SHZ-Kundencenter in der Nikolaistraße und bei allen bekannten Eventim-Vorverkaufsstellen.

Solidarisches Preissystem

Solidarisches Preissystem bei freier Platzwahl  

Aufführungen: 12€ / 18€ / 25€  

Orientierung: 25,- € ist für alle, die es sich leisten können. 18,- € ist der reguläre Preis. 12,- € ist der ermäßigte Preis nach Selbsteinschätzung.

Ermäßigte Karten für Studierende gibt es im AStA-Büro der Uni Flensburg für 8€. Anmeldung für Schulklassen (8€ pro Schüler*in) direkt im Büro der Pilkentafel.

Kulturschlüssel

Für jede Aufführung kann man bis zu zwei Eintrittskarten für 1€ beim bequa-Programm Kulturschlüssel im Norden reservieren. Informationen und Reservierung https://foerdekompass.sh/ 

Barrierefreiheit

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel ist eingeschränkt barrierefrei. Der Zugang zum Foyer und in den Theatersaal sind ebenerdig und stufenlos erreichbar. Die Eingangstüren sind ausreichend breit. Die sanitären Anlagen sind leider nicht barrierefrei mit einem Rollstuhl zu erreichen. Bei Fragen oder Hilfestellungen sind wir über unsere Telefonnummer 0461- 24901 erreichbar.

KANÄLE

Newsletter und Spielplanversand: newsletter.pilkentafel.de
Facebook: fb.com/pilkentafel
Instagram: instagram.com/theaterwerkstatt_pilkentafel

Theaterwerkstatt Pilkentafel gGmbH

Pilkentafel 2 • 24937 Flensburg

Büro: 0461-24901 • Mobil: 0160 90 25 90 4

 

Keine Stadt den Nazis! – Gemeinsam gegen den AfD-Stand

Kundgebung | Samstag, 24.01.26 | 9:30 Uhr | Willy-Brandt-Platz, Flensburg

Für Samstag, den 24.01.2026, kündigt die AfD einen Stand am Nordermarkt in Flensburg an – doch das lassen wir nicht unwidersprochen zu! Bereits seit geraumer Zeit versucht die AfD sich in Flensburg zu etablieren und strebt die Gründung eines eigenen Stadtverbandes an. Bis jetzt war dies allerdings nicht von Erfolg gekrönt: der Stadtverband lässt auf sich warten, AfD-Wahlkampfstände hat es in den letzten Jahren in Flensburg nicht gegeben und selbst vermeintlich interne AfD Treffen wurden von Antifaschist:innen aus der Deckung geholt. Bisherige Versuche der AfD in Flensburg aktiv zu werden konnten durch antifaschistische Arbeit verhindert werden. Doch der Rechtsruck in der gesamten Gesellschaft macht auch vor Flensburg keinen Halt. Es zeigt sich ein neues Ausmaß und die AfD versucht nun erstmals offen auf der Straße ihre Präsenz zu zeigen. Das werden wir nicht so stehen lassen, denn für uns ist eines klar: Flensburg bleibt solidarisch, bunt und antifaschistisch.

Deswegen werden wir am 24.01. mit einem breiten Bündnis von Gewerkschaften über Klimagerechtigkeitsgruppen bis hin zu feministischen Initiativen auf die Straße gehen und klar machen, dass es weder in Flensburg noch irgendwo sonst Platz für die AfD gibt.

❗️Auf der Kundgebung sind keine Nationalflaggen und Symbole bzw. Werbematerial von Parteien oder deren Jugendorganisationen erwünscht ❗️

EA Nummer: 0152 14116682
Während der gesamten Demo wird der Ermittlungsausschuss unter der oben genannten Telefonnummer erreichbar sein. Ruft den EA an, wenn ihr Festnahmen beobachtet oder selbst festgenommen werden solltet!

Neujahrsmusik am 24. Januar 2026 um 17 Uhr in der Versöhnungskirche Harrislee mit dem Duo „Sing Your Soul“

„Accordeon, Accordeon – die bewegte Geschichte des Instruments des Jahres – ein Traum von Heimat und Meer, von Frieden und Freiheit“

ist das neue Programm des Duos „Sing Your Soul“ anlässlich der Kürung des Akkordeons zum „Instrument des Jahres 2026“. Am Samstag 24. Januar um 17 Uhr präsentieren Meike Salzmann und Ulrich Lehna ein verblüffend vielseitiges Klangspektrum mit verschiedenen Akkordeons und Klarinetten. Der Eintritt ist frei, die Musiker freuen sich über eine angemessene Spende. Reservierung und Infos unter sing-your-soul.jimdofree.com bzw. Email: Akkordeon-Salzmann@gmx.de

Das Akkordeon ist Instrument des Jahres 2026

Der Landesmusikrat Schleswig-Holsteins rief im Jahre 2008 die Initiative „Instrument des Jahres“ ins Leben, an der sich sofort alle Bundesländer beteiligten, und kürte im selben Jahr die Klarinette als erstes Instrument des Jahres. 2026 ist endlich das Akkordeon an der Reihe. Im neuen Programm des Duos „Sing Your Soul“ treten Klarinette und Akkordeon mit schönster Sensibilität und einer großen Portion Gefühl in klingenden Dialog und erzählen musikalisch die bewegte Geschichte des Akkordeons. „Das Akkordeon ist letztlich nichts anderes als eine Orgel, die man mit sich herumtragen kann. Dieses Instrument steht selten im Mittelpunkt eines Konzertes – völlig zu Unrecht – denn im Gegensatz zur Orgel hat es einen entscheidenden Vorteil: Man selbst erzeugt den Luftstrom, der das Instrument zum Klingen bringt. Damit lässt sich das Akkordeon noch nuancierter und gefühlvoller spielen als eine Orgel.“ (Akkordeonlegende Richard Galliano). Meike Salzmann mit Ihrem Instrument aus der Akkordeonmetropole Castelfidardo und weiteren Akkordeons aus verschiedenen Epochen und Ulrich Lehna mit seinen verschiedenen Klarinetten lassen mit beliebten und unbekannten Melodien aus Klassik, Klezmer, Tango, Musette, Swing u. a. besondere und erfrischende Hörerlebnisse entstehen und zeigen die Vielfältigkeit des Akkordeonklangs, der mit dem Klang der Klarinette untrennbar verschmilzt. Ein kongenialer Pas de Deux vom Barock bis heute, eine Reise von Wien über Frankreich bis nach Argentinien, von den Schtetl zu den Metropolen der Welt, den das Duo im Lauf des Jahres deutschlandweit von Flensburg bis zu den Alpen präsentieren wird.

Termine und Spielorte: sing-your-soul.jimdofree.com

Konzerte im Januar und Februar in der Musikschule Flensburg

Kammerkonzert der Musikschulen Flensburg & Aabenraa:

Sonntag, 25. Januar 2026, um 11 Uhr im Hans-Christiansen-Haus auf dem Museumsberg Flensburg – Eintritt frei

Die Musikschule Musikschule Flensburg lädt in Kooperation mit der Musikskole Aabenraa zum nächsten Lehrer-Kammerkonzert in den Saal des Hans-Christiansen-Hauses:

Das Kammerkonzert der Musikschulen Flensburg und Aabenraa ist mittlerweile eine feste Größe im Jahreslauf beider Musikschulen und diese Tradition wird auch in 2026 weitergeführt: Lehrkräfte beider Musikschulen spielen bzw. singen Werke von u.a. Cherubini, Schubert, Mendelssohn, Bartók und auch Eigenkompositionen.

Hierzu haben sich die Lehrkräfte beider Musikschulen in unterschiedlichen Kombinationen zusammengefunden: Die Werke werden solistisch mit und ohne Klavierbegleitung, als Duo oder Trio aufgeführt.

Wer also seinen Sonntag mit einem kleinen Kammerkonzert vergolden möchte, ist am 25. Januar um 11 Uhr im Saal des Hans-Christiansen-Hauses in Flensburg herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei.

63. Regionalwettbewerb Jugend musiziert Schleswig/Flensburg: Klavier-Solisten gehen am 31. Januar an den Start!

Am Samstag, 31. Januar 2026, ist es soweit: In der Musikschule Flensburg stellen sich 12 junge Pianistinnen und Pianisten der Jury. Die Wertungsspiele in der Kategorie Klavier (solo) beginnen um 11 Uhr (Altersgruppen I–II) und 13 Uhr (Altersgruppen III–VI) im Emmi-Leisner-Saal. Die Preisvergabe folgt um 17 Uhr.

Jugend musiziert ist Deutschlands größter musikalischer Nachwuchswettbewerb – seit 1964 eine Bühne für Talente. Über 136 Regionen und 35 Deutsche Schulen im Ausland starten 2026 in den Wettbewerb. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren ein Programm aus verschiedenen Epochen, spielen um Punkte und Preise – und qualifizieren sich für die nächste Ebene.

Mehr als ein Wettbewerb: Hier geht es um Begegnung, künstlerischen Austausch und erste Bühnenerfahrung. Viele heutige Musik-Profis begannen hier.

Wir danken der Nospa Sparkassenstiftung für die Förderung des Regionalwettbewerbs Jugend musiziert Schleswig/Flensburg!

Weitere Infos auf http://www.jugend-musiziert.org und in der Jugend musiziert-App. (android/apple)

14.02.: ComingHome Concerts präsentiert: “BLÌÐUR” – Lars Duppler piano & Stefan Karl Schmid sax

Emmi-Leisner-Saal, Musikschule Flensburg 14.2.2026 um 19.30 Uhr

Tickets an allen VVK-Stellen und unter http://www.chconcerts.reservix.de

18.02.: Mittwochsmusik, 19h,. Emmi-Leisner-Saal

Bis bald bei den Konzerten oder in der Musikschule!

https://www.instagram.com/musikschuleflensburg/

MUSIKSCHULE FLENSBURG

Ltg.: Felix Warnecke
Marienkirchhof 2-3
24937 Flensburg
Tel. (0461) 14 19 111

www.musikschule-flensburg.de

Sie haben mir den Friedensnobelpreis nicht gegeben, deshalb marschiere ich in Grönland ein.

Keine Satire: Angesichts der Drohung Trumps, Grönland gegen den Willen der Grönlander*innen und Dänemarks zu annektieren, dokumentieren wir untenstehend den Brief Trumps vom 18.01.26 an den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre und europäische Botschafter. Im Wesentlichen sagt Trump in dem Brief: „Sie haben mir den Friedensnobelpreis nicht gegeben, deshalb marschiere ich in Grönland ein.“

Das Schreiben wurde weltweit von mehrerern seriösen Nachrichtenagenturen und Zeitungen veröffentlicht und gilt als authentisch. Nick Schifrin ist ein amerikanischer Journalist. Er ist Außenpolitik- und Verteidigungskorrespondent der PBS NewsHour und hat über verschiedene Socialmedia-Kanäle den Brief verbreitet.

Unten die deutsche Übersetzung:

Sehr geehrter Herr Botschafter,

Präsident Trump hat darum gebeten, dass die folgende Nachricht, die Premierminister Jonas Gahr Støre übermittelt wurde, an Ihren [namentlich genannten Regierungs-/Staatschef] weitergeleitet wird:

„Lieber Jonas: In Anbetracht dessen, dass Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis dafür, dass ich 8 Kriege PLUS gestoppt habe, nicht zu verleihen, sehe ich mich nicht länger verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken – auch wenn dieser immer vorrangig bleiben wird –, sondern kann nun darüber nachdenken, was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika ist. Dänemark kann dieses Land nicht vor Russland oder China schützen, und warum haben sie überhaupt ein ‚Eigentumsrecht‘ daran? Es gibt keine schriftlichen Dokumente; es ist lediglich so, dass vor Hunderten von Jahren ein Boot dort gelandet ist – aber auch wir hatten Boote, die dort landeten. Ich habe mehr für die NATO getan als jede andere Person seit ihrer Gründung, und jetzt sollte die NATO etwas für die Vereinigten Staaten tun. Die Welt ist nicht sicher, solange wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben. Danke!

Präsident DJT“

Quelle: https://x.com/nickschifrin/status/2013107018081489006

Auch die norwegische Nachrichten-Website Verdens Gang (vg.no), eine der größten Zeitungen Norwegens, berichtet darüber. Und in diesem Artikel heisst es, der norwegische Premierminister habe dies bestätigt: https://www.vg.no/nyheter/i/q6AdB0/trump-i-melding-til-stoere-foeler-ikke-lenger-noen-forpliktelse

Auch mehrere andere Medien wie NPR, CBS und NBC berichten darüber.

BOYCOTT US-AMERICAN PRODUCTS! – STAND WITH GREENLAND!

Zurück ins Mittelalter: Gesundheitsversorgung gehört in öffentliche Hand

Der Linke-Bundestagsabgeordnete Lorenz Gösta Beutin fordert die Rekommunalisierung des Flensburger Krankenhauses – Stadt und Land müssen handeln.

Die geplante Übernahme des Diako-Krankenhauses durch die Malteser ist ein gesundheitspolitischer Offenbarungseid. Dass ab März 2026 in Flensburg keine Schwangerschaftsabbrüche mehr durchgeführt werden sollen, ist ein inakzeptabler Zustand und ein massiver Eingriff in die Selbstbestimmung von Frauen. Diese Entwicklung ist kein Unfall, sondern das direkte Ergebnis jahrelanger politischer Untätigkeit.

Lorenz Gösta Beutin, MdB, Die Linke – Pressefoto

„Was hier passiert, ist eine Rolle rückwärts, zurück ins Mittelalter“, erklärt der Bundestagsabgeordnete der Linken Lorenz Gösta Beutin. „Es kann nicht sein, dass eine rückständige Glaubensgemeinschaft darüber entscheidet, welche medizinischen Leistungen Menschen in unserer Region erhalten, oder ihnen verweigert werden.“

Beutin kritisiert scharf, dass mit der vollständigen Übernahme des Krankenhauses durch einen katholischen Träger weltanschauliche Dogmen über medizinische Notwendigkeiten gestellt werden. „Gesundheitsversorgung hat sich an wissenschaftlichen Standards und den Bedürfnissen der Menschen zu orientieren – nicht an religiösen Vorschriften“, so Beutin. „Dass Stadt und Land diesem Kurs bislang tatenlos zugesehen haben, ist ein schweres politisches Versäumnis.“

„Krankenhäuser sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie gehören in öffentliche Hand und unter demokratische Kontrolle“, betont Beutin. „Ich fordere die Stadt Flensburg und das Land Schleswig-Holstein auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und den Weg für eine Rekommunalisierung freizumachen – das UKSH könnte die Trägerschaft übernehmen. Wegducken ist jedenfalls keine Option mehr.“

Besonders skandalös ist aus Sicht Beutins, dass das Land Schleswig-Holstein bereits mit einem millionenschweren Darlehen eingesprungen ist, nun aber zulässt, dass die tatsächliche Kontrolle über die medizinische Versorgung an einen konfessionellen Träger übergeht. „Öffentliches Geld darf nicht dazu missbraucht werden, Grundrechte auszuhöhlen und die medizinische Versorgung ideologisch zu beschneiden“, stellt Beutin klar.

Die Linke steht unmissverständlich für eine flächendeckende, wohnortnahe und weltanschaulich neutrale Gesundheitsversorgung. Wer von Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und moderner Medizin spricht, darf nicht länger schweigen. Wir brauchen öffentliche Krankenhäuser, keine Beichtstuhl-Medizin im Behandlungszimmer.


Lorenz Gösta Beutin vertritt als Abgeordneter der Linken im Deutschen Bundestag den Wahlkreis Flensburg-Schleswig. Der Bundestagswahlkreis Flensburg – Schleswig (Wahlkreis 1) umfasst die Stadt Flensburg und den Kreis Schleswig-Flensburg. Mehr zu Beutin auf seiner Website: https://www.lorenz-goesta-beutin.de/

Mehr zum Thema auch in den untenstehenden Stadtblog- Beiträgen:

Starkes und geeintes Signal für Holocaust-Mahnmal der Jüdischen Gemeinde Flensburg

Vorgesehener Standort in der Innenstadt an der Nikolaikirche

Flensburg. Ein Modell am Fuße der Nikolaikirche gibt schon jetzt einen Eindruck: Zwei übermannshohe Stelen wenden sich vor der Apsis der Kirche der Fußgängerzone zu. Nicht zu übersehen ist der rote Davidstern aus Plexiglas auf der linken Stele. Hinter diesem zentralen Symbol des jüdischen Glaubens wird ein Relief schemenhaft menschliche Körper erahnen lassen. Diese Stele wird als Mahnmal für mehr als sechs Millionen Juden stehen, die die Nationalsozialisten im Dritten Reich ermordeten.

Auch Menschen jüdischen Glaubens in Flensburg wurden getötet. Ihre 45 Namen sind auf der rechten Stele aufgelistet, damit sie niemals in Vergessenheit geraten. Dort bleibt Platz für weitere Namen, falls weitere jüdische Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen bekannt werden.

Die Ratsversammlung hat am 15. Januar einstimmig im Vorfeld des bevorstehenden Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar das Bekenntnis zu diesem prominenten Mahnmal im Herzen der Stadt bekräftigt. Oberbürgermeister Fabian Geyer betonte die Bedeutung dieser gemeinsamen Willensbekundung als wichtiges Signal in die Öffentlichkeit. Die Schicksale der Menschen, die durch einen verbrecherischen Akt aus der Mitte der Gesellschaft gerissen wurden, werden sichtbar, sagte Geyer.

Denkmalschutz und Kunstkommission, die eine Förderung bis zu 20.000 Euro beschlossen, begleiten den Prozess bis zur Aufstellung des Werks des Künstlers Benjamin Fock noch in diesem Jahr. Mehrere Vertreter von jüdischer Gemeinde und Nikolaikirche verfolgten die Ratsversammlung direkt im Ratssaal und erlebten mit dem klaren Bekenntnis der Stadt zum Mahnmal ein starkes Signal zum Gedenken an den Holocaust.

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