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Klima-Demo in Flensburg im Zeichen der „COP 30“

2,8 Grad Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts als drohendes Menetekel
Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer
Rund 180 Menschen folgten am heutigen Freitagnachmittag dem Aufruf zur Klima-Demo in Flensburg. Diesmal war der Mobilisierungsgrad allerdings geringer als bei der letzten Klima-Demo im September. Startpunkt war um 16 Uhr der Platz vor dem Flensburger Rathaus am Neumarkt. Dort setzte sich der Protestzug dann nach einer Begrüßungsrede von Mitorganisator Carsten Nielsen in Richtung Innenstadt in Bewegung.
Ähnlich wie beim letzten Mal hatten die Initiatoren vom Bündnis Klima Flensburg, AKF und Fridays for Future gebeten, in schwarzer Kleidung zu erscheinen, um die Trauer über die nicht erreichten Klimaziele und die extrem prekäre Lage des Planeten und seiner Bewohnenden auszudrücken. Dazu wurden an Stöcken befestigte und beleuchtete Gasmasken während der Demo getragen, die als Symbol für den drohenden Klima- und ökologischen Kollaps stehen. Auf längere Redebeiträge verzichtete das Organisationsteam wieder, dafür wurden Audio-Trailer abgespielt, die mit Zahlen, Daten, Fakten die derzeitige Situation verständlich und anschaulich beschrieben.
In der Begrüßungsrede und besonders beim Abschluss der Kundgebung an der Hafenspitze war die derzeit im brasilianischen Belém stattfindende UN-Klimakonferenz, die COP 30, ein besonderes Thema. Sie war auch Anlass für die heutige Demo in Flensburg. Kritisiert wurde von Sprecher Carsten Nielsen, dass die großen Industrieländer und CO2-Emittenten offenbar die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt hätten. Bereits jetzt sei das 1,5 Grad-Ziel faktisch schon Makulatur. Und der neue UN-Klimareport, der wenige Tage vor Beginn der COP erschien, sagt bei einem Weiterso wie bisher, bis zum Ende des Jahrhunderts einem weltweiten Temperaturanstieg von 2,8 Grad voraus, Das würde allerdings nicht nur im globalen Süden, sondern weltweit Hungersnöte, Überschwemmungen und Dürren in einem Ausmaß bedeuten, die das Ende der menschlichen Zivilisation einleiten würden. Umso mehr sei es wichtig, alles zu tun, um umzusteuern und diese Katastrophe zu verhindern.
Inständig forderte Carsten Nielsen daher in seiner Rede an der Hafenspitze die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung auf, bei den kommenden Wahlen ihre Stimme nur denjenigen Parteien zu geben, die sich für einen konsequenten Klima- und Umweltschutz einsetzen und entsprechende Maßnahmen politisch glaubwürdig auch wirklich umsetzen wollen. Und man werde den Protest gegen die drohende Klimakatastrophe und die Forderung nach einer anderen Klima-Politik mit aller Kraft weiterhin in die Öffentlichkeit tragen.
Mehr zur Demo unten in den beiden Videoschnipseln






























































