Archiv für den Monat Februar 2026

Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg! – Aufruf anlässlich der Tarifrunde Länder

Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg! Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit!

Die Welt wird von immer neuen Kriegen erschüttert, Menschen werden getötet, Länder verwüstet. Das Risiko eines großen Krieges zwischen den Atommächten wächst und bedroht die Menschheit weltweit. Gigantische Finanzmittel und Ressourcen werden für Krieg und Militär verpulvert. Statt damit die großen Probleme von Armut und Unterentwicklung, maroder Infrastruktur und katastrophalen Mängeln in Bildung und Pflege, Klimawandel und Naturzerstörung zu bekämpfen.

Die deutsche Regierung und Parlamentsmehrheiten beteiligen sich an dieser verheerenden Politik. Sie reden über „Kriegstüchtigkeit“ und sogar über „eigene“ Atombewaffnung, statt sich mit aller Kraft für ein Ende der Kriege, für Frieden und gemeinsame Problemlösungen einzusetzen. Die Ausgaben für Militär sollen 2024 auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung, über 85 Milliarden Euro, erhöht werden und in den kommenden Jahren weiter steigen. Während in den sozialen Bereichen, bei Bildung und Infrastruktur gravierend gekürzt wird und die Lasten der Klimapolitik auf die Masse der Bevölkerung abgewälzt werden.

Die Gewerkschaften müssen sich unüberhörbar für Friedensfähigkeit statt „Kriegstüchtigkeit“ einsetzen, für Abrüstung und Rüstungskontrolle, Verhandlungen und friedliche Konfliktlösungen. Für Geld für Soziales und Bildung statt für Waffen. Das ergibt sich aus ihrer Tradition und ihren Beschlüssen. Auch und besonders in den aktuellen Auseinandersetzungen um die internationale Politik und um die Haushaltspolitik!

Wir fordern unsere Gewerkschaften und ihre Vorstände auf, den Beschlüssen und ihrer Verantwortung gerecht zu werden! Die Gewerkschaften müssen sich laut und entschieden zu Wort melden und ihre Kraft wirksam machen: gegen Kriege und gegen Aufrüstung!

Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg! – Aufruf anlässlich der Tarifrunde Länder

Sozialstaat oder Militärstaat?

Wer den Aufruf ebenfalls unterzeichen will: https://gewerkschaften-gegen-aufruestung.de/ Dort gibt es auch eine Liste der Erstunterzeichner*innen

SSW, SPD und Linkes Bündnis für die Neuwahl des Seniorenbeirats in Flensburg

Antrag für den Sozialauschuss und die Ratsversammlung

Nach der rechtlichen Klärung durch die Kommunalaufsicht setzen sich die Fraktionen von SSW, SPD und dem Linken Bündnis gemeinsam für eine zeitnahe Neuwahl des Seniorenbeirats ein.

In einem überparteilichen Schulterschluss betonen die Fraktionen, dass eine rechtssichere Neukonstituierung des Gremiums unumgänglich ist, um die demokratische Legitimation der Vertretung der Seniorinnen und Senioren in Flensburg dauerhaft zu festigen. Ziel ist es nun, das Wahlverfahren zügig und transparent einzuleiten.

Dazu erklärt der SSW-Fraktionsvorsitzende Mats Rosenbaum: „Wir freuen uns sehr, dass die Ratsfraktionen der SPD und des Linkes Bündnis unsere Forderung einer Neuwahl nun ebenfalls unterstützen. Es ist ein wichtiges Signal für die Stadt, dass mehrere Fraktionen in dieser zentralen Frage nun an einem Strang ziehen. Es ist für uns unverständlich warum sowohl die anderen Ratsfraktionen als auch die Verwaltungsspitze die Abschaffung des Seniorenbeirates befürwortet, obwohl unsere Satzung eindeutig eine Neuwahl vorschreibt.

Eine breite Einigkeit wäre ein starkes Zeichen der Wertschätzung gegenüber unseren Seniorinnen und Senioren. Wir erwarten daher, dass sich im Sozialausschuss weitere Fraktionen unserer Vorlage anschließen.“

Für die SPD-Fraktion sagt Birgit Jaspersen, sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion: „Wir halten uns an die eigenen Richtlinien, daher stimmen wir der Neuwahl des Seniorenbeirats zu. Damit sind erhebliche Kosten für den kommunalen Haushalt verbunden, die nur entstehen, weil sich das jetzige Gremium als nicht zusammenarbeitstauglich erwiesen hat. Das ist höchst bedauerlich. Angesichts der demografischen Entwicklung halten wir als SPD-Fraktion das Gremium mittelfristig für entbehrlich. Die Bevölkerung über 60 Jahre ist eine große Gruppe, die ihre Interessen über die üblichen Wege vertreten kann, während die Stimmen der Menschen mit Beeinträchtigung weiterhin nur schwer gehör bekommen. Daher regen wir an einen entsprechenden Beirat für Menschen mit Beeinträchtigung zu etablieren. Damit wird das auch das Thema der Barrierefreiheit aufgewertet“

Seitens des Linken Bündnisses ergänzt Tjark Naujoks: „Ein Seniorenbeirat gehört inzwischen zur kommunalpolitischen Standardausrüstung jeder Stadt in Deutschland. Wäre es nach uns gegangen, hätten wir schon im Sommer letzten Jahres für eine Neuwahl des Seniorenbeirats gestimmt. Umso besser, dass wir dies nun nachholen und den Weg endlich frei machen für eine neue, starke Stimme der Flensburger Senioren.“

Die beteiligten Fraktionen fordern die Verwaltung nun auf, die notwendigen Schritte für die Neuwahl ohne weiteren Zeitverzug vorzubereiten. Ein gemeinsames Handeln im Rat sei der beste Weg, um ein rechtssicheres Ergebnis im Sinne aller Flensburgerinnen und Flensburger zu erzielen.


Beschlussvorlage für die Neuwahl des Seniorenbeirats von SPD, SSW und Linkes Bündnis

Die wird auf der nächsten SuG-Sitzung am Montag, den 16.02.26 und dann später nochmal in der RV am 12.03.26.zur Beschlussfassung anstehen :

Flensburger Ratsfraktionen: SPD, SSW, Linkes Bündnis
Flensburg, 13.02.2026

RV-9/2026 2. Ergänzung – öffentlich –

Beschlussvorlage
Sozial- und Gesundheitsausschuss am 16.02.2026
Ratsversammlung am 12.03.2026

Änderung der Hauptsatzung, Aufhebung der Satzung für den Seniorenbeirat und Einsetzung eines Expertengremiums für Seniorinnen und Senioren
Ergänzungsvorlage der Fraktionen SPD, SSW, Linkes Bündnis

Antrag:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Neuwahl des Seniorenbeirats durchzuführen.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt die Satzung entlang der Empfehlungen der Kommunalauf-sicht zu überarbeiten und den Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen.

Begründung:
Durch die Unterschreitung der nach Satzung notwendigen Anzahl an Mitgliedern des Seniorenbei-rats, ist die Tatbestandsvoraussetzung für die Neuwahl eingetreten. Diese Unterschreitung in der laufenden Wahlperiode ist bedauerlich. Trotzdem gilt es der Satzung zu Folgen und eine Neuwahl in der laufenden Wahlperiode durchzuführen. Anschließend gilt es die Satzung nach den kommunalaufsichtlichen Empfehlungen anzupassen und in die Hauptsatzung zu integrieren.

Personal- und Finanzressourcen:
Es sind zusätzliche Aufgaben in Höhe von ca. 60.000 – 70.000€ überplanmäßig bereitzustellen


Mehr zu den Vorgängen um den Seniorenbeirat hier:

„Kriegstüchtig? – Nein!“ Diskussionsveranstaltung mit Andreas Zumach am 17.02.26 in Flensburg

Dienstag, 17. Februar 2026 um 19 Uhr im Ex-Sultanmarkt, Neustadt 26 – Eintritt frei!

Sicherheit neu denken – Denkanstöße von Andreas Zumach

Zweiter Weltkrieg, Holocaust und Faschismus – nach dem Zivilisationsbruch der Jahre 1933-1945 wurden durch UNO-Charta und Menschenrechtserk!ärung Angriffskriege geächtet und die Menschenrechte für universal gültig erklärt. Und jetzt, 80 Jahre später? Die Normen des Völkerrechts werden immer gröber verletzt und dreister in Frage gestellt – zuletzt durch den Staatsterrorismus der USA gegenüber Venezuela. Bundesregierung und EU tragen das lhre zur Auflösung des internationalen Rechts bei, indem sie zwar den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine wortreich beklagen, nicht aber in der Lage sind, den jüngsten Völkerrechtsbruch der USA als solchen zu benennen.

Die westdeutsche Ost- und Entspannungspolitik seit Ende der 1960er Jahre ermöglichte die Aussöhnung mit den Völkern in Osteuropa und der Sowjetunion. Sie beschleunigte das Ende des Kalten Krieges zwischen Ost und West und führte zu tatsächlicher Abrüstung. War das auf einmal alles falsch und naiv? lst die Entspannungspolitik tatsächlich gescheitert?

Und ist die (Wieder)Herstellung deutscher ,,Kriegstüchtigkeit“ die einzig mögliche Antwort auf die russische Aggression und die angeblich neue Unordnung in der Welt? Deutschland erlebt die größte und gefährlichste Aufrüstung sowie die stärkste innergesellschaftliche Militarisierung seit 1945. Die Folge sind gigantische Schuldenberge und katastrophale Kürzungen bei wirklich wichtigen Staatsausgaben. Diese Politik bedroht den sozialen Frieden und die Demokratie.

Doch die Friedensbewegung brachte bei den Demonstrationen am 3. Oktober keine 30.000 Menschen auf die Straße. Was sind die Ursachen für diese schwache Resonanz? Wie kann es der Friedensbewegung gelingen, so wie in den 1980erJahren erneut die Mitte der Gesellschaft zu erreichen? Wie ist es möglich, jüngere Generationen zu mobilisieren und Risse in der bislang völlig geschlossenen Front der Militärs und etablierten Sicherheitspolitikerlnnen herbeizuführen?

Andreas Zumach

am Dienstag, 17. Februar 2026 um 19 Uhr im ExSultanmarkt

Eine Veranstaltung von attac Flensburg und dem Friedensforum Flensburg

Rechtsextreme Einflussnahme in religiösem Kontext und kirchlichem Raum

Veranstaltungsreihe am

19. Februar 2026 – Flensburg

11. Juni 2026 – Kappeln

10. November 2026 – Schleswig

Gesellschaftliche Spannungen nehmen zu und stellen das Vertrauen zwischen Menschen, Kirchen und staatlichen Institutionen in Frage. Einen wichtigen Anteil haben daran rechtsextreme Akteur:innen, die durch Verschwörungsmythen und Untergangsszenarien Angst verbreiten. Aus dem politischen Raum ist diese Methode (leider) schon lange bekannt. Es lässt sich aber beobachten, dass auch im religiösen Bereich rechtsextreme Erzählungen zunehmend um sich greifen.

Pastor Dr. Sönke Lorberg-Fehring, Islambeauftragter der Nordkirche und Referent am Ökumenewerk in Hamburg, stellt die Versuche rechtsextremer Parteien vor, Einfluss auf Kirche und Religion zu gewinnen. Anhand von Beispielen zeichnet er diese gefährliche Entwicklung nach und macht Vorschläge, wie man ihr entgegentreten kann

Damit möglichst viele Menschen in einer Kirchengemeinde in ihrer Region an dieser Veranstaltung teilnehmen können, wird sie an drei verschiedenen Orten im Kirchenkreis angeboten:

19. Februar 2026 – FLENSBURG

17.30–20.00 Uhr: Ev.-luth. Kirche St.Gertrud

Marienhölzungsweg 51, 24937 Flensburg

11. Juni 2026 – KAPPELN

17.30–20.00 Uhr: Christophorushaus

Konsul-Lorentzen-Strasse 2, 24376 Kappeln

10. November 2026 – SCHLESWIG

17.30–20.00 Uhr: Pauluszentrum

Königsberger Str.18, 24837 Schleswig

Das Programm

(an allen drei Veranstaltungstagen gleich):

17.30–19.00 Uhr: Vortrag mit Präsentation von

Dr. Lorberg-Fehring

19.00–9.15 Uhr: Pause mit kleinem Imbiss

19.15–20 Uhr: Möglichkeit zur Reflexion und Vertiefung des Themas mit dem Referenten

Anmeldung:

Unter folgenden Link: https://t1p.de/rechtsextreme-einflussnahme

oder über den QR-Code in der untenstehenden PDF-Datei

(Anmeldeschluss ist jeweils 1 Woche vor der Veranstaltung)

Kosten: Die Veranstaltung ist für die Teilnehmenden kostenlos, für einen Abendimbiss ist gesorg

Die Veranstalter:innen

Mareike Brombacher

Referentin für Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg

E-Mail: mareike.brombacher@kirche-slfl.de

Ulrike Grote

Flüchtlingsbeauftragte Flucht, Migration und Zusammenleben

E-Mail: u.grote@diakonie-slfl.de

Pastor Dr. Sönke Lorberg-Fehring

Referent für den Christlich-Islamischen Dialog

E-Mail: s.lorberg-fehring@nordkirche-weltbewegt.de

Mehr im Veranstaltungsflyer zur Ansicht und zum Download:

Städtische Museen schließen am 14.02.2026 um 13 Uhr

 Flensburg. Wegen Wartungsarbeiten schließen alle städtischen Museen am Samstag, den 14.02.2026 bereits um 13 Uhr.

Am folgenden Sonntag sind die Museen regulär geöffnet.

Langer Atem zahlt sich aus: Nordfriesland bekommt endlich ein Frauenhaus

Es ist ein Meilenstein für besseren Gewaltschutz für Frauen in Nordfriesland: Heute hat Sozialministerin Aminata Touré in Husum einen Förderbescheid über rund 670.000 Euro für ein Frauenhaus überreicht. Eine SSW-Initiative aus dem Jahr 2020 trägt damit endlich Früchte.

Die SSW-Landtagsabgeordnete Sybilla Nitsch – Foto: SSW

Dazu erklärt die SSW-Landtagsabgeordnete aus Nordfriesland, Sybilla Nitsch: 
„Ich freue mich sehr, dass das Frauenhaus für Nordfriesland nun endlich in greifbare Nähe kommt. Damit wird es endlich auch im Nordwesten des Landes eine Anlaufstelle geben, die Frauen und ihren Kindern einen sicheren Hafen bietet. Denn leider ist der Bedarf an solchen Schutzorten hoch. Jede dritte Frau ist mindestens einmal im leben von sexueller und/oder körperlicher Gewalt betroffen; jede vierte Frau erlebt das sogar in ihrer Partnerschaft. Jüngst wurde in der Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamts deutlich, dass der Großteil von  partnerschaftlicher und sexualisierter Gewalt im Verborgenen geschieht und nicht zur Anzeige kommt. Der Grund: Angst und offenbar fehlende Zugänge zu Hilfe. Hier setzt das System der Frauenhäuser an, indem es einen niedrigschwelligen und wohnortnahen Zufluchtsort bietet. Wie gut, dass Frauen in Nordfriesland bald auch so einen Zufluchtsort ansteuern können!

Der SSW-Kreistagsabgeordnete Lukas Knöfler – Foto: SSW

Heute zeigt sich, dass sich langer Atem auszahlt. Denn bereits vor sechs Jahren haben wir als SSW die Initiative auf kommunaler Ebene gestartet und fortan auch auf landespolitischer Ebene für die Umsetzung gekämpft. Mein großer Dank gilt allen, die daran mitgewirkt haben.“

Der Vorsitzende der SSW-Fraktion im Kreistag Nordfriesland, Lukas Knöfler, ergänzt: 
„Im SSW hatten wir bereits vor mehreren Jahren den Mangel an Frauenhausplätzen im Nordwesten Schleswig-Holstein als Problem identifiziert und starteten hierzu im Jahr 2020 eine Initiative im Kreistag. Nachdem – gemeinsam mit dem Nachbarkreis Schleswig-Flensburg – ein Träger gefunden und ein Grundstück gesichert werden konnte, freue ich mich, dass wir mit dem Förderbescheid des Landes nun anfangen können, das Frauenhaus für Nordfriesland zu bauen.“

Hintergrund: Der heute symbolische überreichte Förderbescheid beinhaltet 670.000 Euro aus dem Infrastrukturmodernisierungsprogramm IMPULS. Insgesamt unterstützt das Land das Vorhaben aus verschiedenen Programmen mit rund 2,4 Mio. Euro.

Landtag lehnt Antrag für mehr Gesundheit im Schulalltag ab

Die SSW-Abgeordnete Jette Waldinger-Thiering: Die Schulgesundheitskräfte wären ein sinnvoller Baustein für starke Schulen gewesen

Im gestrigen Bildungsausschuss des Landtags wurde die gemeinsame Initiative von SSW und SPD „Mehr Gesundheit im Schulalltag fördern“ final abgelehnt. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Jette Waldinger-Thiering:

Die SSW-Landtagsabgeordnete Jette Waldinger-Thiering – Foto: SSW

Es ist sehr bedauerlich, dass das nachweislich so gut funktionierende Modell von Gesundheitsfachkräften an unseren Schulen mit der heutigen Entscheidung weggestimmt wurde. Wenn es Schwarz-Grün ernst meinen würde mit dem Versprechen, die Schulen zu stärken, wären die Gesundheitsfachkräfte ein sinnvoller Baustein gewesen. 
Fehlt es doch den Lehrkräften oft an Zeit und Raum, um sich dem Gesundheitszustand des Einzelnen zu widmen. Deshalb ist eine Schulgesundheitsfachkraft, an die sich Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler direkt wenden können, ein großer Vorteil und sichere Anlaufstelle für alle.

Wir kennen bereits gute Beispiele anhand des Modellprojektes in Flensburg, wo die zusätzlichen Kräfte durchweg als bereichernd und entlastend wahrgenommen wurden. 
Aber nicht nur in Flensburg, sondern auch bundesweit, ja sogar weltweit, hat sich das Konzept der Gesundheitsfachkraft an Schulen bewährt.
Wir müssen das Rad also nicht neu erfinden. Wir müssen nur den Mut und Willen haben, diesen Weg zu gehen. Unser Nachwuchs an den Schulen sollte uns das wert sein.“

Zum Antrag: https://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl20/drucks/02800/drucksache-20-02829.pdf

Reparieren statt Wegwerfen: Gesetz ebnet Weg für nachhaltigen Konsum

NABU begrüßt neues Reparaturgesetz

Berlin – Mit einem neuen Reparaturgesetz will das Justizministerium Reparaturen fördern, Ressourcen schonen und die entsprechende EU-Richtlinie endlich umsetzen. NABU-Kreislaufexpertin Anna Hanisch bewertet die Neuregelung positiv: „Jedes reparierte Gerät entlastet die Umwelt. Dass Hersteller künftig auch nach Ablauf der Gewährleistung Reparaturen zu fairen Preisen anbieten müssen, ist ein richtiger Schritt.” Darüber hinaus belohne das Gesetz Verbraucherinnen und Verbraucher mit einem zusätzlichen Jahr Gewährleistung, wenn sie sich für Reparatur statt Neukauf entscheiden. „Im Idealfall nutzen wir dadurch Geräte länger, produzieren weniger Elektroschrott und schonen Ressourcen.” 

Reparieren muss auch für Verbraucher*innen möglich sein – Foto: NABU/Kühnapfel Fotografie

Zugleich warnt Hanisch: „Ob Reparaturen wirklich zunehmen, hängt von den Details ab. Hohe Ersatzteilpreise verhindern schon heute viele Reparaturen und das Gesetz definiert nicht, wann ein Preis ‚angemessen‘ ist.” Zudem gelte die Pflicht nur für wenige Geräte wie Kühlschränke oder Smartphones. Andere Haushaltsgeräte wie Toaster, Kaffeemaschinen oder Kopfhörer fielen damit durchs Raster und landeten weiter auf dem Müll.  

Ein weiteres ungelöstes Problem ist der Fachkräftemangel: „Die Zahl qualifizierter Reparaturfachkräfte sinkt seit Jahren”, sagt Hanisch. „Ohne genügend Reparaturbetriebe bleibt das Recht auf Reparatur aber ein leeres Versprechen. Wenn Politik und Hersteller jetzt nicht nachlegen, droht das Gesetz im Alltag wirkungslos zu bleiben.“ 

Hintergrund 

Das Reparaturgesetz basiert auf einer EU-Richtlinie, die Teil des Green Deals ist. Sie muss bis zum 31. Juli 2026 in deutsches Recht umgesetzt werden. Durch Reparatur lassen sich Ressourcen und Emissionen einsparen.  

Mehr Informationen: Recht auf Reparatur bei Elektroaltgeräten – NABU 


Mit mehr als 900.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert für die Natur und fördert naturkundliche Kenntnisse für ein aktives Naturerleben. Mehr Infos:http://www.NABU.de/wir-ueber-uns  

Seminar: „Mit der Kommune ins Gespräch kommen“ am 07.03.26 im Rathaus in Flensburg – jetzt anmelden!

77 Jahre Grundgesetz: Demokratie – Für dich. Für uns. Für alle.

Flensburg. Wie können demokratische Prozesse konkret gestaltet, gestärkt und bereichert werden? Welche Wege gibt es für Initiativen, Vereine und engagierte Einzelpersonen, ihre Ideen wirksam in kommunale Entscheidungsprozesse einzubringen?

Zivilgesellschaftliche Initiativen, Gruppierungen und Vereine setzen sich in vielfältiger Weise für das Gemeinwohl und ein gutes Zusammenleben vor Ort ein – etwa für soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Häufig lassen sich angestrebte Verbesserungen jedoch nicht allein umsetzen, sondern benötigen die Zusammenarbeit mit Verwaltung und Politik. Genau hier setzt das Seminar an und lädt alle Interessierten dazu ein, neue Ideen, Ansätze und Erfahrungen auszutauschen.

Anhand konkreter Flensburger Praxisbeispiele werden Möglichkeiten vorgestellt, wie Engagement und Ideen erfolgreich in kommunale Prozesse eingebracht werden können. In Übungen werden Impulse, aber auch Barrieren für die Arbeit von Initiativen, Vereinen und Einzelengagierten diskutiert. Ziel ist es, eigene Strategien für den Dialog mit Kommune, Politik und Verwaltung zu entwickeln.

Es sind alle interessierten Menschen herzlich dazu eingeladen, gemeinsam (neue) Ideen, Ansätze und Gedanken auszutauschen.

Das Seminar wird in Kooperation mit der Stiftung Mitarbeit durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung über Eventbrite: https://t1p.de/585he bis zum 04.März ist erforderlich. Für Verpflegung während der Veranstaltung ist gesorgt.

Bei Fragen oder Anregungen dazu wenden Sie sich gern an die Koordinierungsstelle für Einwohner*innenbeteiligung unter 0461-85 2357 oder per Mail unter: buergerbeteiligung@flensburg.de.

Stadt Flensburg fördert erneut Projekte zur Gleichstellung – Antragsfrist endet am 13. März ’26

FLENSBURG STELLT GLEICH

Flensburg. Wie im Vorjahr stellt das Gleichstellungsbüro der Stadt Flensburg auch im Jahr 2026 20.000 Euro für die Förderung von Projekten zur Verfügung, die sich mit geschlechtsspezifischen Themen beschäftigen.

Foto: Jörg Pepmeyer

Unterstützt werden aus diesem Fördertopf Projekte und Maßnahmen, die der gezielten Förderung von Frauen und Männern, Jungen und Mädchen dienen oder die Gleichstellung der Geschlechter und die Akzeptanz sexueller, geschlechtlicher und romantischer Vielfalt vorantreiben.

Zu den förderfähigen Projekten zählen beispielsweise Veranstaltungen oder Maßnahmen, die zur Weiterbildung, zur Förderung von Bewusstseinsprozessen oder zur Stärkung von Netzwerken beitragen, aber auch solche, die der geschlechtsspezifischen Gesundheitsvorsorge, der Gewaltprävention und der Bewältigung von Lebenskrisen dienen. Grundsätzlich förderungsfähig sind außerdem Aktivitäten, die sich die Stärkung der Elternschaft und der Familie zum Ziel gesetzt haben oder aktiv gegen stereotype Rollenbilder vorgehen möchten.

„In den letzten Jahren konnten durch das großartige Engagement von Flensburger*innen zahlreiche tolle Projekte ermöglicht werden. Wir freuen uns, in diesem Jahr erneut viele, spannende Maßnahmen mit dem Fördertopf unterstützen zu können“, so Andrea Enders, die für die Anträge zuständig ist.

Alle weiteren Informationen sind unter www.flensburg.de/flensburg-stellt-gleich zu finden. Die nächste Antragsfrist endet am 13. März 2026.

Das Gleichstellungsbüro steht unter der Telefonnummer 0461 / 85-1711 gerne für Fragen zur Verfügung.

150 Jahre Museumsberg Flensburg – Visionen und Utopien

Entwurf für das Museumsgebäude, 1891 – Copyright: Museumsberg Flensburg

Jubiläumsausstellung vom 15. Februar bis 25. Oktober 2026

Der Museumsberg Flensburg feiert seine 150-jährige Erfolgsgeschichte mit einer großen Jubiläumsausstellung über gelebte Visionen und Utopien der Zukunft. Mit seiner dieser Ausstellung blickt der Museumsberg voller Stolz und gleichzeitig kritisch zurück auf eine seine lange Tradition. Neugierig und offen für Impulse wagt das Museum aber auch einen Blick nach vorne. In einem experimentellen Zukunftslabor werden im Dialog mit den Besucherinnen und Besuchern die Utopien für das Museum der kommenden 150 Jahre ausgehandelt.

Museumsgründer Heinrich Sauermann (1842-1904) – Copyright: Museumsberg Flensburg

1876 verkaufte der Tischler Heinrich Sauermann (1842-1904) seine Möbelsammlung der Stadt Flensburg. Das damals gegründete Kunstgewerbemuseum der Stadt Flensburg hatte zwar eine wachsende Sammlung von Kulturgütern aus Schleswig-Holstein und der Grenzregion, aber kein Museumsgebäude. Seine Vision, den Flensburgerinnen und Flensburgern das historische Erbe ihrer Region angemessen zu präsentieren, erfüllte sich 1903 mit der Eröffnung des heutigen Museums über den Dächern der Stadt.

Als eines der ersten Gewerbemuseen in Deutschland gegründet, ging es in Flensburg nie um ein bloßes Ausstellen von Originalen. Die damals vom Fortschritt der Industrialisierung und Fließbandproduktion geprägten Gesellschafft sollte sehen, welche meisterlichen Stücke vergangene Generationen in der Region gefertigt haben. Mit dem Blick auf historische Unikate, die die Identität mit der Region und dem Handwerk förderten, gab man Impulse für das Bewusstsein der Menschen von morgen. Mittlerweile umfasst die durch Schenkungen, Erbschaften und Ankäufe gewachsene Sammlung über 30.000 Objekte auf dem Gebiet der Kunst und Kultur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Darunter fallen äußerst wertvolle, aber auch kuriose, skandalträchtige oder gefälschte Dinge, die in der Ausstellung entdeckt werden können.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 15. Februar 2026, um 11.30 Uhr in der Aula des Hans-Christiansen-Hauses eröffnet.

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956

museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de

Vulkane – Vortrag am 17. Februar im Eiszeit-Haus Flensburg

White Island – Dec2019

Phänomene eines dynamischen Planeten – können sie auch uns in Deutschland gefährden?

Dienstag, 17. Februar 2026, 19.30 Uhr

Eiszeit-Haus, Mühlenstr. 7, 24937 Flensburg

Anmeldung nicht erforderlich!

Die Dienstagsvorträge im Eiszeit-Haus erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch im Februar steht wieder ein interessantes Thema auf dem Programm: Vulkane.

Seit ihrer Entstehung ist die Erde in einem stetigen Wandel begriffen. Dabei spielen vulkanische Phänomene eine große Rolle. Der Geophysiker Birger Lühr wird bei seinem Vortrag am 17. Februar auf die genaue Definition eines aktiven Vulkans eingehen und zeigen, wo sie auf der Welt überall zu finden sind.

Viele erinnern sich sicher noch auf die Auswirkungen des Ausbruchs des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im Jahre 2010, der den Flugverkehr massiv beeinträchtigte. Vulkaneruptionen können somit nicht nur lokale, sondern auch globale Auswirkungen nach sich ziehen. Vor diesem Hintergrund erklärt der Referent den Unterschied der Begriffe Gefährdung und Risiko und veranschaulicht anhand des derzeitigen Standes der Gefährdungseinschätzung, wie Vulkane überwacht werden und ob bzw. wann Ausbruchsvorhersagen möglich sind.

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