Archiv für den Monat Januar 2026

Petition: Boykott der Fuball-WM in den USA!

Kein Fairplay für Unrecht – Boykott der Fußball-WM 2026 in den USA

Petition auf openPetition

An die nationalen Fußballverbände (u.a. DFB, ÖFB, SFV), die FIFA sowie die Regierungen der teilnehmenden Staaten.

Die Forderung
Wir fordern die nationalen Fußballverbände und ihre Regierungen dazu auf, die Teilnahme an der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika abzusagen. Ein sportliches Großereignis dieser Tragweite darf nicht in einem Land stattfinden, dessen Regierung systematisch gegen das Völkerrecht, fundamentale Menschenrechte und rechtsstaatliche Prinzipien verstößt.

Begründung
Sport ist niemals unpolitisch. Die FIFA-Statuten verpflichten den Verband zur Einhaltung aller international anerkannten Menschenrechte. Die aktuelle Politik der US-Regierung unter Donald Trump steht in direktem Widerspruch zu diesen Werten:

  • Völkerrechtswidrige Aggressionen: Der militärische Angriff auf Venezuela sowie die aggressiven Drohungen und Annexionsbestrebungen gegenüber Grönland zeigen eine Missachtung der Souveränität fremder Staaten und brechen mit dem geltenden Völkerrecht.
  • Menschenrechtsverletzungen im Inland: Der tödliche Vorfall in Minnesota, bei dem eine amerikanische Staatsbürgerin und Mutter (Renee Nicole Good) durch einen ICE-Beamten durch 3 Schüsse in den Kopf ums Leben kam, ist nur die Spitze eines Eisbergs aus staatlicher Gewalt und fehlender Rechenschaftspflicht.
  • Abbau des Rechtsstaats: Die willkürliche Verhaftung von Einwanderern ohne richterliche Beschlüsse oder rechtliche Behelfe stellt einen massiven Bruch mit dem normativen Recht dar. Eine Regierung, die gerichtliche Entscheidungen ignoriert und außerhalb rechtsstaatlicher Standards agiert, darf nicht durch die Ausrichtung eines globalen Friedensfestes wie der Weltmeisterschaft legitimiert werden.
  • Unberechenbarkeit und Autoritarismus: Ein Land, das sich zunehmend in ein autoritäres System verwandelt, bietet weder die moralische Grundlage noch die notwendige Sicherheit für ein internationales Turnier, das Völkerverständigung zum Ziel hat.

Begründung

Fazit
Ein „Weiter so“ darf es im Weltsport nicht geben. Wenn Grundrechte mit Füßen getreten werden, darf der Fußball nicht wegschauen. Wir rufen alle Verbände dazu auf, ein klares Zeichen für die Menschlichkeit und das Recht zu setzen und die WM in den USA zu boykottieren.

Für die Freiheit, das Recht und die Integrität des Sports!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Uwe Luhmann, Mechtersen

Petition unterzeichen auf openPetition https://www.openpetition.de/petition/online/kein-fairplay-fuer-unrecht-boykott-der-fussball-wm-2026-in-den-usa

Kommentar von Jörg Pepmeyer

Ein Faschist als US-Präsident, der durch seine ICE Gestapo unbescholtene US-Bürger ermorden lässt, das ist ein No Go. Ihm dann noch die Möglichkeit zu geben, sich mit der Fußball-WM publicityträchtig zu schmücken, ist absurd. Deshalb braucht es eine Rote Karte für die WM in den USA.

Museumsberg Flensburg und Eiszeithaus: Veranstaltungen im Februar 2026

Ausstellung auf dem Museumsberg

Unterschätzt! – Starke Frauen der Künstlerkolonie Ekensund

Malerin in Ekensund, um 1903, Otto Heinrich Engel, ©Museumsberg

Nach zahlreichen Ausstellungen zur Künstlerkolonie Ekensund in der 150-jährigen Geschichte des Museumsberg Flensburg wird im Winter 2025/26 die Frauenpower von Ekensund erstmals in den Fokus gerückt. Exemplarisch für die unterschiedlichen Lebensläufe von Frauen im frühen 20. Jahrhundert werden sechs ausgewählte Biografien aus dem Ekensunder Umkreis gewürdigt.

Die Sichtbarkeit der Frauen ist abhängig von verschiedenen, historischen und lokalen Bedingungen. In der Regel verliefen die vielversprechenden Karriereanfänge neben der traditionellen Care-Arbeit mit der Zeit ins Leere. Sophie Eisenlohr, die spätere Ehefrau von Alex Eckener konnte schon während ihrer Kindheit in London so gut Tiere malen, dass sie heute als Wunderkind gelten würde. Ihre Schwägerin Toni Eckener sorgte als Netzwerkerin und Gastgeberin dafür, dass das Elternhaus ein Ort für die ganze Familie blieb. Sie vermietete auch Pensionszimmer u. a. an Ada Nolde, mit der sie freundschaftlich verbunden blieb. Ein Originalfenster aus dem heutigen Eckener-Haus mit dem eingeritzten Namen von Nolde zeugt in der Ausstellung von dem beliebten Treffpunkt in Flensburg.

Porträt Emmy Gotzmann, 1909, Fotograf: Heinrich Hinz, Flensburg

Eine Frau, die ausschließlich für die Kunst nach Ekensund kam, war die Malerin Emmy Gotzmann (1881-1950). Ihr herausragendes Talent führte sie mit Anfang Zwanzig von Berlin in die Flensburger Region. Die Akzeptanz ihrer Zeitgenossen musste sie sich erst erarbeiten. Die Qualität ihrer Werke überragte oftmals die der ihrer männlichen Kollegen. 1908 bekam sie gemeinsam dem Flensburger Bildhauer Heinz Weddig eine große Ausstellung im Flensburger Kunstgewerbemuseum, dem heutigen Museumsberg. Die Flensburger Nachrichten berichteten damals überrascht von der Ausdruckskraft in den Bildern von Gotzmanns „Künstlererscheinung, welche die Schönheit der Landschaft mit der rückhaltslosen Farbenbegeisterung des modernen Malers schaut.″ Die gesamte Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens kann nun dort bewundert werden, wo ihre Karriere begann.

Dauer: noch bis 8. März 2026

Sonntag,1. Februar, 11.30 Uhr
Unterschätzt! Starke Frauen der Künstlerkolonie Ekensund
Führung mit Melanie Huhn

Donnerstag, 5. Februar, 18.00 Uhr
Let’s talk about: Starke Frauen
Gespräch mit Dorothee Bachem, Madeleine Städtler und Melanie Huhn

Freitag, 6. Februar, 16.00 Uhr
Stark! Ein Nachmittag für Emmi Leisner
Talk mit Musik

Sonntag, 8. Februar, 11.30 Uhr
Unterschätzt! Starke Frauen der Künstlerkolonie Ekensund
Führung mit Madeleine Städtler

Sonntag, 8. Februar, 13.30 Uhr
Damengedeck
Gesprächsrunde mit Karin Brümmer, Madeleine Städtler und Melanie Huhn

Sonntag, 22. Februar, 11.30 Uhr
Unterschätzt! Starke Frauen der Künstlerkolonie Ekensund
Führung mit Madeleine Städtler

Donnerstag, 26. Februar, 18.00 Uhr
Kreuz und que(e)r durch die Ausstellung „Unterschätzt! Starke Frauen der Künstlerkolonie Ekensund“
Führung mit Gregor Dittmann


Sonntag, 1. Februar, 11.00 Uhr
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 8. Februar, 11.00 Uhr
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Donnerstag, 12. Februar, 18.00 Uhr
Interreligiöser Dialog

Sonntag, 15. Februar, 11.00 Uhr
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 15. Februar, 11.30 Uhr
Ausstellungseröffnung „150 Jahre Museumsberg – Visionen und Utopien“
Mehr dazu gleich untenstehendend

Sonntag, 15. Februar, 11.30 Uhr
Friesenstuben und Friesentee
Teeverkostung und Führung mit Martina Klose-März

Montag, 16. Februar, 15.00 Uhr
Aufgeweckte Kunstgeschichten mit Martina Klose-März
Bildbetrachtung für Menschen mit Demenz
(Anmeldung: 0461/852956)

Sonntag, 22. Februar, 11.00 Uhr
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren


Neue Ausstellung auf dem Museumsberg ab 15. Februar

150 Jahre Museumsberg Flensburg – Visionen und Utopien

Entwurf für das Museumsgebäude, 1891 – Copyright: Museumsberg Flensburg

Jubiläumsausstellung vom 15. Februar bis 25. Oktober 2026

Der Museumsberg Flensburg feiert seine 150-jährige Erfolgsgeschichte mit einer großen Jubiläumsausstellung über gelebte Visionen und Utopien der Zukunft. Mit seiner dieser Ausstellung blickt der Museumsberg voller Stolz und gleichzeitig kritisch zurück auf eine seine lange Tradition. Neugierig und offen für Impulse wagt das Museum aber auch einen Blick nach vorne. In einem experimentellen Zukunftslabor werden im Dialog mit den Besucherinnen und Besuchern die Utopien für das Museum der kommenden 150 Jahre ausgehandelt.

Museumsgründer Heinrich Sauermann (1842-1904) – Copyright: Museumsberg Flensburg

1876 verkaufte der Tischler Heinrich Sauermann (1842-1904) seine Möbelsammlung der Stadt Flensburg. Das damals gegründete Kunstgewerbemuseum der Stadt Flensburg hatte zwar eine wachsende Sammlung von Kulturgütern aus Schleswig-Holstein und der Grenzregion, aber kein Museumsgebäude. Seine Vision, den Flensburgerinnen und Flensburgern das historische Erbe ihrer Region angemessen zu präsentieren, erfüllte sich 1903 mit der Eröffnung des heutigen Museums über den Dächern der Stadt.

Als eines der ersten Gewerbemuseen in Deutschland gegründet, ging es in Flensburg nie um ein bloßes Ausstellen von Originalen. Die damals vom Fortschritt der Industrialisierung und Fließbandproduktion geprägten Gesellschafft sollte sehen, welche meisterlichen Stücke vergangene Generationen in der Region gefertigt haben. Mit dem Blick auf historische Unikate, die die Identität mit der Region und dem Handwerk förderten, gab man Impulse für das Bewusstsein der Menschen von morgen. Mittlerweile umfasst die durch Schenkungen, Erbschaften und Ankäufe gewachsene Sammlung über 30.000 Objekte auf dem Gebiet der Kunst und Kultur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Darunter fallen äußerst wertvolle, aber auch kuriose, skandalträchtige oder gefälschte Dinge, die in der Ausstellung entdeckt werden können.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 15. Februar 2026, um 11.30 Uhr in der Aula des Hans-Christiansen-Hauses eröffnet.


Ausstellung:

„Lieblingsstücke!“ Die Kunsthalle zu Kiel zu Gast auf dem Museumsberg Flensburg

noch bis 2027

Johan Christian Dahl, Der Kopenhagener Hafen im Mondschein, 1831

Ein Dutzend handverlesener Meisterwerke aus der Kieler Gemäldesammlung sind zu Gast auf dem Museumsberg Flensburg, während die Kunsthalle zu Kiel grundlegend saniert wird.

„Lieblingsstücke!“ ist die Präsentation der wertvollen Leihgaben betitelt, und das ist kein Zufall. Museumsdirektor Michael Fuhr durfte sich wirklich seine Favoriten aus der wunderbaren Kieler Sammlung aussuchen. Für die kommenden fünf Jahre haben jetzt kostbare Werke von Malergrößen wie Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff und Asger Jorn ihren Platz zwischen den Bildern der Flensburger Sammlung eingenommen. Die Spannbreite reicht vom niederländischen Barockstillleben über Porträts und Landschaften des 19. Jahrhunderts bis zu Ikonen der klassischen Moderne. Alle zwölf Leihgaben sind so gehängt, dass sie mit der Flensburger Sammlung in Dialog treten und sich den Besucher*innen so neue Zusammenhänge erschließen.

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956

museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de


Naturwissenschaftliches Museum

Dauerausstellung:

Foto: Naturwissenschaftliches Museum

Elch, Fuchs, Schweinswal und viele andere typische Tiere des nördlichen Schleswig-Holsteins und angrenzender Gebiete zeigt das Naturwissenschaftliche Museum auf dem Flensburger Museumsberg. Es veranschaulicht die Entstehung und Entwicklung der Landschaft, die durch die Eiszeiten wesentlich geprägt wurde. Ökologische Zusammenhänge und Besonderheiten werden verständlich erläutert.

Zahlreiche Entdecker- und Mitmachangebote laden Alt und Jung zum Beobachten und Experimentieren ein. Große und kleine Sonderausstellungen sowie naturpädagogische Veranstaltungen vervollständigen das Angebot.

Die Ausstellung verteilt sich auf sechs Räume: Wald, Feldmark, Stadt, Binnengewässer mit Mooren, Ostsee/Förde und Eiszeit. Der größte Teil der paläontologisch-geologischen Sammlung befindet sich im nahe gelegenen Eiszeit-Haus.

Donnerstag, 05. Februar, 18.00 Uhr
Taschenlampenführung
(Anmeldung: 0461/852504)

Aktuelle Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 10.00-17.00 Uhr

Naturwissenschaftliches Museum
Museumsberg 1
24937 Flensburg

Tel.: 0 461 – 85 25 04
Fax: 0 461 – 85 29 93
E-Mail: naturwissenschaftliches-museum@flensburg.de

https://www.naturwissenschaftliches-museum.de


Eiszeit-Haus:

Fossiliensprechstunde am 1. Februar

Versteinerter Seeigel – Foto: Jörg Pepmeyer

Am Sonntag, den 1. Februar von 11 bis 16 Uhr findet im Eiszeit-Haus, Mühlenstraße 7, wieder die beliebte Fossiliensprechstunde statt.

Versteinerungen aller Art können Besucher*innen des Eiszeit-Hauses an diesem Sonntag während der Öffnungszeiten (11-17 Uhr) einem Experten vorlegen. Ob ein vermeintlicher Saurierknochen oder eine 500 Millionen Jahre alte Koralle vom Ostseestrand, kostenlos werden die mitgebrachten Schätze aus der Erdgeschichte begutachtet und es gibt darüber hinaus auch praktische Tipps zum Sammeln von Versteinerungen in Schleswig-Holstein.

Kindermittwoch im Eiszeit-Haus

Mittwochs kannst du im Eiszeit-Haus nicht nur viele tolle Schätze entdecken, sondern auch experimentieren, basteln oder forschen. Zwischen 15-16 Uhr bieten wir dir mittwochs eine spannende Mitmachaktion an.Du hast Lust, mitzumachen? Dann komme einfach vorbei!
Anmelden musst du dich nicht, bezahlen musst du auch nichts. Wir freuen uns auf dich!

11. Februar, 17.30-19 Uhr
De Steensöker
Offenes Treffen für Gesteins- und Fossilieninteressierte

17. Februar, 19.30 Uhr
Vulkane – Phänomene eines dynamischen Planeten – können sie auch uns in Deutschland gefährden?
Dienstags-Vortrag mit Birger-G. Lühr

Aktuelle Öffnungzeiten & Preise

Mittwochs und sonntags von 11 Uhr bis 17.00 Uhr

Der Eintritt ins Eiszeit-Haus ist kostenlos, außer bei Sonderveranstaltungen.
Spenden zur Verbesserung der Ausstellung sind stets willkommen.

Eiszeit-Haus Flensburg
Mühlenstraße 7
24937 Flensburg

Telefon: 0461 / 85 – 25 77 während der Öffnungszeiten
Telefon: 0461 / 85 – 25 04
Website: https://www.eiszeit-haus.de/ E-Mail: eiszeit-haus@flensburg.de


Die Februar-Veranstaltungen auf dem Museumsberg und im Eiszeit-Haus nochmal zusammenfassend im untenstehenden Programm-Flyer zur Ansicht und zum Download: 

Wechselcafé – raus aus der digitalen Abhängigkeit am 28.01.26 im Ökolokal in Flensburg

Freie und sichere Alternativen zu Google und Co.

Teilnahme kostenlos mit Anmeldung

Nutzt Du – wie die Mehrheit der Menschen – die Suche von Google, kaufst bei Amazon ein oder postest Deine Urlaubsbilder auf Facebook und teilst sie mit Freunden über Whatsapp? Schreibst Du Briefe mit Microsoft Office und verwendest ein kostenlosen Gmail-Konto für Deine E-Mails?

Neben generellen Sicherheitsfragen und Problemen mit Deiner Privatsphäre, haben diese Anbieter gemeinsam, dass sie alle ihre Zentralen in den USA haben und damit Trump und Konsorten vollen Zugriff auf Deine Daten bieten (müssen).

Im Wechselcafé möchten wir Dich über diese Problematik informieren und Dir Alternativen zu diesen Diensten zeigen. Wir möchten Dir konkret beim Umstieg helfen und Du kannst z.B. mal Linux als Betriebssystem testen oder freie Alternativen zu Microsoft Office, Facebook/Instagram und Whatsapp ausprobieren. 

Am Mittwoch den 28.01.2025 um 17:00 Uhr
Ökolokal, Friedheim 75, 24944 Flensburg

Der Eintritt ist kostenfrei, für Getränke und Knusperkram wird um eine Spende gebeten.

Solltest Du gleich ganz auf ein neues Betriebssystem umsteigen wollen, solltest Du Deine Daten bereits auf externe Festplatten/Medien gesichert haben.
Denke auch bitte daran: Einrichtung von E-Mail-Konten usw. benötigen ggf auch Zugangsdaten. Wir helfen Dir gerne weiter und stellen mit Dir Handlungsanweisungen zusammen, so dass der Einstieg und Umstieg einfacher wird. 

Wir bitten Dich um Anmeldung, da der Platz begrenzt ist und wir ggf. auch auf einen anderen Ort ausweichen würden.

Frauenfrühstück des DGB am 1. März – Jetzt anmelden!

UN-Wasserbericht alarmiert: NABU fordert politische Wende für nachhaltiges Wassermanagement

Natürlicher Wasserspeicher und Arten-Hotspot: Ein intaktes Moor – Foto: Christof Martin, Mooratlas

Der NABU fordert die Bundesregierung auf, 2026 eine integrierte Wasserpolitik umzusetzen, die Wassermanagement, Land- und Forstwirtschaft und Landschaftsplanung zusammendenkt.

Berlin – Ein aktueller UN-Bericht warnt eindringlich vor globalem Wassermangel: In vielen Regionen wird Wasser, etwa für die Landwirtschaft, schneller genutzt, als es sich erneuert, Grundwasserleiter, Feuchtgebiete und Seen schrumpfen. „Die Warnung der Vereinten Nationen muss auch hierzulande als Weckruf verstanden werden: Wasser ist keine unbegrenzte Ressource, sondern Grundlage für Natur, Gesellschaft und Wirtschaft“, sagt Max Meister, NABU-Referent für Regenerative Landwirtschaft. „Auch in Deutschland fließt Regenwasser zu schnell ab, Böden und Auen speichern es nicht mehr genug wie entnommen wird. Nach Jahrzehnten, in denen Wasser als selbstverständlich galt, gerät unser Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht.“ Dies verschärfe Dürren, Starkregenereignisse und den Verlust biologischer Vielfalt. 

Der NABU fordert die Bundesregierung daher auf, 2026 eine integrierte Wasserpolitik umzusetzen, die Wassermanagement, Land- und Forstwirtschaft und Landschaftsplanung zusammendenkt. Ein verbindliches Wassermanagementgesetz müsse naturbasierte Lösungen wie regenerative Landwirtschaft, Humusaufbau und klimaresiliente Wälder fördern. „Wir brauchen klare Anreize für die Land und Forstwirtschaft, damit Wasser dort bleibt, wo es gebraucht wird, nämlich in Böden, Wäldern und Feuchtgebieten“, betont Meister. 

Koordinierte, finanzielle Anreize in der Agrarförderung sollen zudem wassersparende Verfahren und landschaftliche Strukturen flächendeckend unterstützen. Dringend erforderlich sei außerdem der Schutz, die Renaturierung und Wiedervernässung von Auen, Feuchtgebieten und Mooren, die als natürliche Wasserspeicher fungieren und Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten. 

„Wenn wir nicht handeln, riskieren wir nachhaltige ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Schäden“, warnt Meister. „Wasserknappheit ist kein fernes Problem. Sie betrifft die Landwirtschaft in Deutschland, unsere Städte und unsere Ökosysteme schon heute.“ Ohne konsequente Gegenmaßnahmen könnten laut einer neuen Studie von NABU und BCG die Kosten durch Wasserknappheit, Ernteausfälle, Waldschäden und Infrastrukturrisiken bis zur Mitte des Jahrhunderts auf 20 bis 25 Milliarden Euro pro Jahr steigen, mit einem kumulierten Schaden von bis zu 625 Milliarden Euro bis 2050. Frühzeitige Investitionen in natürliche Wasserspeicher seien deshalb ökologisch wie ökonomisch sinnvoll. Die Kombination naturbasierter Lösungen aus regenerativer Landwirtschaft, naturnaher Wälder und steuerbarer Drainage können zusätzlich 7 – 7,7 Mrd. Kubikmeter Wasser speichern und so die Wasserbilanz Deutschlands stabilisieren.

Jeder Tropfen zählt: Wege zur Wassersicherheit:
Gemeinsame Studie von NABU und BCG


Mit mehr als 900.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert für die Natur und fördert naturkundliche Kenntnisse für ein aktives Naturerleben. Mehr Infos:http://www.NABU.de/wir-ueber-uns  

Petition: Für Schwangerschaftsabbrüche im Flensburger Krankenhaus

Petition an den schleswig-holsteinischen Landtag

Veröffentlichungsdatum: 23.01.2026

Petentin: Birte Lohmann

Durch die Übernahme der evangelischen DIAKO durch den katholischen Malteser Orden entsteht bei der Versorgung von Schwangerschaftsabbrüchen in Flensburg und Umgebung ab dem 01.03.2026 eine Lücke, denn der katholische Malteser Orden verbietet die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen. Der katholische Träger erlaubt nur Schwangerschaftsabbrüche bei medizinischer Indikation, wenn „akute Lebensgefahr für die Schwangere“ vorliegt, welche in der Realität so gut wie gar nicht vorkommt. Der Malteser Orden lehnt Schwangerschaftsabbrüche somit komplett ab.

Das bedeutet, dass die Ärztinnen der DIAKO und Belegärztinnen in Zukunft keine Schwangerschaftsabbrüche mehr durchführen dürfen. Dabei hatte die DIAKO 1995 der Stadt Flensburg vertraglich zugesichert, Abbrüche bei allen Indikationen nach §218 (StGB) durchzuführen. Dieser Vertrag ist seit 1997 gültig und wird bisher auch erfüllt.

Dadurch entsteht eine Versorgungslücke, denn zusätzliche „externe“ Ärztinnen sind nicht vorhanden. Im Gegenteil: die Anzahl der gynäkologischen Praxen in Flensburg, die operative Abbrüche vornehmen, ist in den letzten Jahren auf zwei Praxen gesunken. Von diesen zwei Praxen behandelt eine Praxis nur ihre eigenen Patientinnen. Nur mit Unterstützung der Ärztinnen der DIAKO und der Belegärztinnen ist das medizinische Versorgungsangebot mit Schwangerschaftsabbrüchen in Flensburg und der Region ausreichend.

Es wird beantragt:

  1. Das Land Schleswig-Holstein stellt sicher, dass der Malteser Orden sich umgehend zu den Regelungen der Musterberufsordnung der Bundesärztekammer verpflichtet. Das Land Schleswig-Holstein stellt sicher, dass die Ärztinnen der DIAKO und die Belegärztinnen auch weiterhin Schwangerschaftsabbrüche durchführen können. Der Malteser Orden ist nach der Musterberufsordnung nicht berechtigt den Ärzt*innen Verbote (durch Arbeitsverträge oder Dienstanweisungen) zu erteilen.
  2. Das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Flensburg überprüfen die Rechtmäßigkeit der Aufhebung des Vertrages zwischen der DIAKO und der Stadt Flensburg, damit die Stadt Flensburg gegebenenfalls rechtliche Schritte gegen den Vertragsbruch einleiten kann. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt die Stadt Flensburg bei der juristischen Auseinandersetzung.
  3. Die Trägerschaft des neuen Fördeklinikum Katharinen Hospital ist dahingehend zu prüfen, ob die Trägerschaft in eine andere Trägergesellschaft umgewandelt werden kann, die den Malteser Orden ausschließt. Auch eine Kommunalisierung des Krankenhauses soll dazu in Betracht gezogen werden.

Annex:

In der Musterberufsordnung der Bundesärztekammer ist folgendes im § 14 klar geregelt: „Der Schwangerschaftsabbruch unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen. Ärztinnen und Ärzte können nicht gezwungen werden, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen oder ihn zu unterlassen.“

Wenn Sie diese Petition unterstützen möchten, können Sie diese mitzeichnen. Um zur Mitzeichnung zu gelangen, klicken Sie bitte hier

Hinweis:

Alle dürfen unterschreiben, egal wie alt Sie sind und und wo Sie wohnen. Dazu braucht es
nur eine e-Mail Adresse. Ab 2.000 Unterschriften gibt es eine öffentliche Anhörung im Kieler Petitionsausschuss.

Keine Stadt den Nazis! – Gemeinsam gegen den AfD-Stand

Kundgebung | Samstag, 24.01.26 | 9:30 Uhr | Willy-Brandt-Platz, Flensburg

Für Samstag, den 24.01.2026, kündigt die AfD einen Stand am Nordermarkt in Flensburg an – doch das lassen wir nicht unwidersprochen zu! Bereits seit geraumer Zeit versucht die AfD sich in Flensburg zu etablieren und strebt die Gründung eines eigenen Stadtverbandes an. Bis jetzt war dies allerdings nicht von Erfolg gekrönt: der Stadtverband lässt auf sich warten, AfD-Wahlkampfstände hat es in den letzten Jahren in Flensburg nicht gegeben und selbst vermeintlich interne AfD Treffen wurden von Antifaschist:innen aus der Deckung geholt. Bisherige Versuche der AfD in Flensburg aktiv zu werden konnten durch antifaschistische Arbeit verhindert werden. Doch der Rechtsruck in der gesamten Gesellschaft macht auch vor Flensburg keinen Halt. Es zeigt sich ein neues Ausmaß und die AfD versucht nun erstmals offen auf der Straße ihre Präsenz zu zeigen. Das werden wir nicht so stehen lassen, denn für uns ist eines klar: Flensburg bleibt solidarisch, bunt und antifaschistisch.

Deswegen werden wir am 24.01. mit einem breiten Bündnis von Gewerkschaften über Klimagerechtigkeitsgruppen bis hin zu feministischen Initiativen auf die Straße gehen und klar machen, dass es weder in Flensburg noch irgendwo sonst Platz für die AfD gibt.

❗️Auf der Kundgebung sind keine Nationalflaggen und Symbole bzw. Werbematerial von Parteien oder deren Jugendorganisationen erwünscht ❗️

EA Nummer: 0152 14116682
Während der gesamten Demo wird der Ermittlungsausschuss unter der oben genannten Telefonnummer erreichbar sein. Ruft den EA an, wenn ihr Festnahmen beobachtet oder selbst festgenommen werden solltet!

Veranstaltungsreihe für die Soziale Arbeit mit Rechtsanwalt Dirk Audörsch in Flensburg

Drei Veranstaltungen zu den rechtlichen Aspekten der Sozialen Arbeit im ersten Quartal 2026 – Start am 27. Januar

Jetzt zur kostenfreien Teilnahme anmelden!

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung unter den unten angegebenen Kontaktdaten.

Mehr zu den Veranstaltungen in der Einladung:

Einladung zur kostenfreien Veranstaltungsreihe für die Soziale Arbeit in 2026

Hiermit lade ich Sie recht herzlich zu folgenden Veranstaltungen ein:

Di, 27.01.2026 – Strafrecht für die Soziale Arbeit im Überblick

Do, 26.02.2026 – Materielles Sozialrecht im Überblick

Mi, 25.03.2026 – Sozialverwaltungsrecht im Überblick

jeweils 17:30–20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Flensburg, Johanniskirchhof 19 / 19a (kleiner Saal, Erdgeschoss).

Kostenfrei

Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden.

Den Veranstaltungsflyer als Postkarte gibt es zum Download hier

Anmeldung unter: info@mitrecht.org

Als Fachanwalt für Strafrecht und Sozialrecht sowie Referent für die Soziale Arbeit bin ich neu in Flensburg und möchte mich Ihnen gerne vorstellen sowie zur Vernetzung beitragen, so dass ich mich über Ihr Interesse sowie Ihre Anmeldung sehr freuen würde.

Viele Grüße

Dirk Audörsch, Rechtsanwalt

Bismarckstraße 46 – 24943 Flensburg ·

Mobil: 0176 219 255 40

www.rechtundschlichtung.de

Mehr über Dirk Audörsch und seine Anwaltskanzlei auch in dem untenstehenden Flyer zur Ansicht und zum Download:

Patientenorganisationen fordern mutige Reform der ambulanten Versorgung

Sieben konkrete Punkte für mehr Patientenorientierung

Perspektive der Menschen muss zentraler Maßstab für Qualität im System sein

Die maßgeblichen Patienten- und Selbsthilfeorganisationen nach § 140 SGB V – der Deutsche Behindertenrat (DBR), die BundesArbeitsGemeinschaft der PatientInnenstellen und – Initiativen (BAGP), die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e. V. (DAG SHG) sowie der Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. (VZBV) – machen sich für eine grundlegende Reform der ambulanten Primärversorgung stark, die konsequent aus Sicht der Patientinnen und Patienten gedacht ist.

Angesichts dieser Entwicklung fordert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, spürbare Entlastungen von Bund und Ländern: „Die erneute Preissteigerung ist für Pflegebedürftige und Familien ein Schock. Viele können diese Summen schon seit Langem nicht selbst tragen. Die Menschen sind verzweifelt und brauchen dringend wirksame Maßnahmen von Bund und Ländern.“

Verena Bentele – Präsidentin des Sozialverbandes VdK – Foto: © VdK / Marlene Gawrisch

VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Patientenorientierung bedeutet für mich, Menschen mit Respekt und auf Augenhöhe zu begegnen und ihre Perspektive als zentralen Maßstab für Qualität im System anzuerkennen. Eine Gesundheitsversorgung darf sich nicht an institutionellen Strukturen orientieren, sondern muss sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen ausrichten, die sie nutzen. Deshalb unterstützen wir die Forderungen nach barrierefreier, verlässlicher und bedarfsgerechter Versorgung, die integriert, digital vernetzt und kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Im Gegensatz zur Gesundheitsministerin, die die hohen Kosten des Gesundheitssystems vor allem den Patientinnen und Patienten zuschreibt, betont Verena Bentele: „Die Patientinnen und Patienten dürfen nicht zum Sündenbock für die Kostensteigerungen im Gesundheitssystem gemacht werden. Ein System, das auf möglichst viele Arztkontakte ausgelegt ist, erzeugt – ohne dass nur die Patienten etwas dafürkönnen – hohe Kosten.“

Die sieben konkreten Forderungen der Verbände für eine patientenzentrierte Reform lauten:

  • Die Gesundheitsversorgung ist gemeinwohlorientiert und wird durch barrierefreie, verlässliche, bedarfsgerechte und interprofessionelle Versorgung sichergestellt.
  • Die Versorgung erfolgt integriert und individuell bedarfsgerecht; die Bedarfe von chronisch Kranken und Menschen mit Behinderung werden in besonderer Weise berücksichtigt.
  • Die Primärversorgung ist in die regionalen Strukturen eingebettet und kooperiert mit sozialen Unterstützungssystemen und Angeboten zur Gesundheitsförderung.
  • Die Qualität der Angebote wird gewährleistet, transparent gemacht und weiterentwickelt.
  • Die Gesundheitsversorgung arbeitet digital und vernetzt.
  • Der Sicherstellungsauftrag muss neu gedacht werden.
  • Die Reformansätze werden kontinuierlich evaluiert, die Patientenorganisationen werden wirksam eingebunden.

Das vollständige Forderungspapier finden Sie hier:https://www.vdk.de/presse/pressemitteilung/patientenorganisationen-fordern-mutige-reform-der-ambulanten-versorgung/#c73991

Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. ist Mitglied des Deutschen Behindertenrates und an der Erstellung des Papiers beteiligt.


Über den VdK:

Der Sozialverband VdK ist mit über 2,1 Millionen Mitgliedern die größte sozialpolitische Interessenvertretung Deutschlands. Er setzt sich seit mehr als 70 Jahren erfolgreich für diejenigen ein, die sonst zu wenig wahrgenommen werden. Der Sozialverband VdK kämpft gegen soziale Ausgrenzung, Armut und ungleiche Chancen und für faire Bezahlung, solidarisches Miteinander und für soziale Gerechtigkeit.

Der VdK bietet außerdem kompetente Sozialrechtsberatung und vertritt seine Mitglieder vor den Sozialgerichten. Die 13 Landesverbände sind mit ihren Geschäftsstellen bundesweit vor Ort präsent und organisieren Hilfe und Beratung, Informationsveranstaltungen und gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Weitere Infos unter: www.vdk.de

Pflegekosten explodieren: VdK fordert Entlastung und Gewinnbegrenzung

Preissteigerung für Pflegebedürftige und Familien ein Schock

VdK-Präsidentin Verena Bentele fordert gute Versorgung statt Profitgier

Die Kosten für die Pflege in Deutschland steigen weiterhin stark an: Im ersten Jahr in einem Pflegeheim müssen Menschen hierzulande laut aktueller Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) im Bundesdurchschnitt inzwischen rund 3245 Euro pro Monat selbst bezahlen. Das sind 261 Euro mehr als Anfang 2025.

Angesichts dieser Entwicklung fordert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, spürbare Entlastungen von Bund und Ländern: „Die erneute Preissteigerung ist für Pflegebedürftige und Familien ein Schock. Viele können diese Summen schon seit Langem nicht selbst tragen. Die Menschen sind verzweifelt und brauchen dringend wirksame Maßnahmen von Bund und Ländern.“

Verena Bentele – Präsidentin des Sozialverbandes VdK – Foto: © VdK / Marlene Gawrisch

Der VdK schlägt schon seit Langem vor, die Investitionskosten in stationären Pflegeeinrichtungen vollständig durch die Bundesländer zu finanzieren. Dadurch könnten Bewohnerinnen und Bewohner um rund 514 Euro pro Monat entlastet werden. Zusätzlich würde die Übernahme der Ausbildungskosten für Pflegekräfte eine weitere monatliche Entlastung von etwa 124 Euro bringen. Insgesamt ergäbe sich so ein Entlastungspotenzial von bis zu 638 Euro pro Monat für Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner.

Auch die ambulante Pflege ist von deutlichen Kostensteigerungen betroffen. Grund hierfür sind in erster Linie steigende Personalausgaben. Allerdings fehlen bislang umfassend erhobene Daten zur Kostenentwicklung in diesem Bereich, was laut Bentele endlich transparent und offen dargestellt werden muss in pflegepolitischen Debatten. Sie warnt: „In der ambulanten Pflege führen steigende Kosten in der Regel zu einer Reduzierung der ambulanten Leistungen. Am Ende bedeutet das eine höhere Belastung für Angehörige oder führt sogar zur Unterversorgung.“

Darüber hinaus fordert der VdK ein Erwerbs- und Besitzverbot für Private-Equity-Fonds in der Pflegewirtschaft sowie eine strenge Grenze für Renditen. „Private-Equity-Gesellschaften nutzen die Pflegebedürftigen und ihr Umfeld aus und treiben die Preise in die Höhe, und zwar auf Kosten der Pflegebedürftigen und der Pflegequalität. Wir fordern: Gute Versorgung statt Profitgier“, so Bentele.

Der VdK spricht sich ferner für eine Dynamisierung der Leistungen der Pflegeversicherung aus, die sowohl die ambulante als auch die stationäre Pflege umfasst. Anstatt einzelne Bereiche isoliert zu betrachten, muss die Politik die Pflege unabhängig vom Ort der Pflege in den Blick nehmen, um sie langfristig finanzierbar und qualitativ hochwertig zu sichern.


Über den VdK:

Der Sozialverband VdK ist mit über 2,1 Millionen Mitgliedern die größte sozialpolitische Interessenvertretung Deutschlands. Er setzt sich seit mehr als 70 Jahren erfolgreich für diejenigen ein, die sonst zu wenig wahrgenommen werden. Der Sozialverband VdK kämpft gegen soziale Ausgrenzung, Armut und ungleiche Chancen und für faire Bezahlung, solidarisches Miteinander und für soziale Gerechtigkeit.

Der VdK bietet außerdem kompetente Sozialrechtsberatung und vertritt seine Mitglieder vor den Sozialgerichten. Die 13 Landesverbände sind mit ihren Geschäftsstellen bundesweit vor Ort präsent und organisieren Hilfe und Beratung, Informationsveranstaltungen und gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Weitere Infos unter: www.vdk.de

Land genehmigt Flensburger Haushalt

Beschränkungen in der Haushaltsführung beendet

Flensburg. Das haben auch langjährige Verwaltungsvorstände wie Kämmerer Henning Brüggemann noch nicht erlebt: Keine sechs Wochen nach Beschluss der Haushaltssatzung der Stadt Flensburg für das Haushaltsjahr 2026 genehmigt die Kommunalaufsichtsbehörde den städtischen Haushalt und führt zur Beendigung der vorläufigen Haushaltsführung. Der städtische Haushalt beinhaltet einen Jahresfehlbetrag von rund 48 Millionen Euro.

Erleichterung im Flensburger Rathaus. Das Land hat den städtischen Haushalt genehmigt. – Foto: Jörg Pepmeyer

Mit Erlass vom 20. Januar genehmigt das Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport den Kernhaushalt mit lediglich moderaten Änderungen. Im Bereich der Kreditermächtigungen werden rd. 1.98 Millionen € und bei den Verpflichtungsermächtigungen rd. 1,54 Millionen Euro gestrichen.

Damit erkennt die Behörde ausdrücklich die bisherigen haushaltspolitischen Anstrengungen der Flensburger Verwaltung im Zusammenwirken mit der Kommunalpolitik an, resümiert Oberbürgermeister Fabian Geyer angesichts der ermutigenden Signale aus Kiel. Gleichzeitig dankt er der Kommunalaufsicht für die zügige Bearbeitung, die nun mehr Planungssicherheit im weiteren Haushaltskontext bietet. Der Prozess der Haushaltskonsolidierung habe nicht nur längst begonnen, sondern ist mit externer Beratung etwa durch die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) in vollem Gange. Die Kommunalaufsicht würdigt zudem das Projekt FördeVerwaltung, die Verwaltungsstrategie und den Abbau von 170 Stellen – Maßnahmen, die allesamt bis 2030 der Konsolidierung des Haushalts dienen sollen.

All dies sei unabdingbar für den Erhalt der Handlungsfähigkeit, betont OB Fabian Geyer. Doch trotz der Anerkennung der Arbeit der Stadtverwaltung sei die Genehmigung des Haushalts „kein Freifahrtschein“, ist sich der Verwaltungschef bewusst. Er drängt darauf, konsequent den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Das Ministerium moniert indes die Entwicklung der Verschuldung und den Abwärtstrend des Eigenkapitals bis Ende 2029 von rund minus 67 Millionen Euro. Wenn der Ergebnisplan nicht wesentlich verbessert und die Investitionsvolumina nicht überarbeitet würden, könne man 2027 nicht mit nur geringfügigen Kürzungen rechnen, heißt es von der Kommunalaufsicht.

„Wir müssen weiterhin liefern“, weiß Henning Brüggemann. Als Herausforderung benennt der Kämmerer die Auflage der Kommunalaufsicht. Sie verpflichtet die Stadt Flensburg, bis zum 15. Juli 2026 dem Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport über die weiteren, anstehenden Maßnahmen, die sich derzeit noch in der politischen Beratung befinden, und über die zusätzlichen Konsolidierungspotenziale mithilfe externer Beratung einschließlich ihrer finanziellen Auswirkungen zu berichten. Für die kommenden Haushalte ist nach derzeitiger Lage absehbar, dass Maßnahmen aus der Investitionsplanung gestrichen oder zumindest gestreckt werden müssen.

Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt jeden Freitag in der Norderstraße 37

Wann: Jeden Freitag, 15:00 – 19:00 Uhr

Wo: Flensburg, Norderstr. 37, Hinterhof

Was: Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt

Du kommst mit deinem Rad vorbei und wir stellen dir den Ort und das Werkzeug zur Verfügung. Dabei unterstützen wir dich auch bei der Reparatur. Alle sind willkommen – und wir wollen speziell FLINTA* (Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen) ermutigen, sich ihren Rädern zu widmen. Vor Ort ist auch immer mindestens eine FLINTA*, die unterstützt. Es gibt keine doofen Fragen oder Probleme!

Immer freitags

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten