Archiv für den Tag 17. Januar 2026
Zurück ins Mittelalter: Gesundheitsversorgung gehört in öffentliche Hand
Der Linke-Bundestagsabgeordnete Lorenz Gösta Beutin fordert die Rekommunalisierung des Flensburger Krankenhauses – Stadt und Land müssen handeln.
Die geplante Übernahme des Diako-Krankenhauses durch die Malteser ist ein gesundheitspolitischer Offenbarungseid. Dass ab März 2026 in Flensburg keine Schwangerschaftsabbrüche mehr durchgeführt werden sollen, ist ein inakzeptabler Zustand und ein massiver Eingriff in die Selbstbestimmung von Frauen. Diese Entwicklung ist kein Unfall, sondern das direkte Ergebnis jahrelanger politischer Untätigkeit.

„Was hier passiert, ist eine Rolle rückwärts, zurück ins Mittelalter“, erklärt der Bundestagsabgeordnete der Linken Lorenz Gösta Beutin. „Es kann nicht sein, dass eine rückständige Glaubensgemeinschaft darüber entscheidet, welche medizinischen Leistungen Menschen in unserer Region erhalten, oder ihnen verweigert werden.“
Beutin kritisiert scharf, dass mit der vollständigen Übernahme des Krankenhauses durch einen katholischen Träger weltanschauliche Dogmen über medizinische Notwendigkeiten gestellt werden. „Gesundheitsversorgung hat sich an wissenschaftlichen Standards und den Bedürfnissen der Menschen zu orientieren – nicht an religiösen Vorschriften“, so Beutin. „Dass Stadt und Land diesem Kurs bislang tatenlos zugesehen haben, ist ein schweres politisches Versäumnis.“
„Krankenhäuser sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie gehören in öffentliche Hand und unter demokratische Kontrolle“, betont Beutin. „Ich fordere die Stadt Flensburg und das Land Schleswig-Holstein auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und den Weg für eine Rekommunalisierung freizumachen – das UKSH könnte die Trägerschaft übernehmen. Wegducken ist jedenfalls keine Option mehr.“
Besonders skandalös ist aus Sicht Beutins, dass das Land Schleswig-Holstein bereits mit einem millionenschweren Darlehen eingesprungen ist, nun aber zulässt, dass die tatsächliche Kontrolle über die medizinische Versorgung an einen konfessionellen Träger übergeht. „Öffentliches Geld darf nicht dazu missbraucht werden, Grundrechte auszuhöhlen und die medizinische Versorgung ideologisch zu beschneiden“, stellt Beutin klar.
Die Linke steht unmissverständlich für eine flächendeckende, wohnortnahe und weltanschaulich neutrale Gesundheitsversorgung. Wer von Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und moderner Medizin spricht, darf nicht länger schweigen. Wir brauchen öffentliche Krankenhäuser, keine Beichtstuhl-Medizin im Behandlungszimmer.
Lorenz Gösta Beutin vertritt als Abgeordneter der Linken im Deutschen Bundestag den Wahlkreis Flensburg-Schleswig. Der Bundestagswahlkreis Flensburg – Schleswig (Wahlkreis 1) umfasst die Stadt Flensburg und den Kreis Schleswig-Flensburg. Mehr zu Beutin auf seiner Website: https://www.lorenz-goesta-beutin.de/
Mehr zum Thema auch in den untenstehenden Stadtblog- Beiträgen:
Starkes und geeintes Signal für Holocaust-Mahnmal der Jüdischen Gemeinde Flensburg
Vorgesehener Standort in der Innenstadt an der Nikolaikirche

Flensburg. Ein Modell am Fuße der Nikolaikirche gibt schon jetzt einen Eindruck: Zwei übermannshohe Stelen wenden sich vor der Apsis der Kirche der Fußgängerzone zu. Nicht zu übersehen ist der rote Davidstern aus Plexiglas auf der linken Stele. Hinter diesem zentralen Symbol des jüdischen Glaubens wird ein Relief schemenhaft menschliche Körper erahnen lassen. Diese Stele wird als Mahnmal für mehr als sechs Millionen Juden stehen, die die Nationalsozialisten im Dritten Reich ermordeten.
Auch Menschen jüdischen Glaubens in Flensburg wurden getötet. Ihre 45 Namen sind auf der rechten Stele aufgelistet, damit sie niemals in Vergessenheit geraten. Dort bleibt Platz für weitere Namen, falls weitere jüdische Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen bekannt werden.
Die Ratsversammlung hat am 15. Januar einstimmig im Vorfeld des bevorstehenden Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar das Bekenntnis zu diesem prominenten Mahnmal im Herzen der Stadt bekräftigt. Oberbürgermeister Fabian Geyer betonte die Bedeutung dieser gemeinsamen Willensbekundung als wichtiges Signal in die Öffentlichkeit. Die Schicksale der Menschen, die durch einen verbrecherischen Akt aus der Mitte der Gesellschaft gerissen wurden, werden sichtbar, sagte Geyer.
Denkmalschutz und Kunstkommission, die eine Förderung bis zu 20.000 Euro beschlossen, begleiten den Prozess bis zur Aufstellung des Werks des Künstlers Benjamin Fock noch in diesem Jahr. Mehrere Vertreter von jüdischer Gemeinde und Nikolaikirche verfolgten die Ratsversammlung direkt im Ratssaal und erlebten mit dem klaren Bekenntnis der Stadt zum Mahnmal ein starkes Signal zum Gedenken an den Holocaust.
1. Digital Independence Day am 1. Februar ’26 in Flensburg
Der Chaos Computer Club Flensburg e.V. lädt alle Interessierten zur kostenlosen Teilnahme ein

Wann? So. 01.02.2026 von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Wo? Apenrader Straße 49, 24939 Flensburg
Webseite: https://c3fl.de
Was:
Wichtig: Die Uhrzeit kann sich noch ändern.
Wir laden ein zum aller ersten Digital Independence Day in Flensburg! Kommt gerne vorbei, wir können über Libre Office, Linux, das Fediverse und Mastodon und anderes sprechen.
Alle Informationen zur Anreise findet ihr auf https://c3fl.de/mitmachen/openSpace/.
Für den Termin muss man sich nicht anmelden, kommt einfach vorbei! Der Termin ist kostenlos, gegen einen kleinen Preis könnt ihr bei uns Getränke bekommen. Am besten bringt ihr alles mit was wir uns ansehen sollten. Wenn ihr vor habt auf eurem Laptop ein neues Betriebssystem zu installieren solltet ihr vorher alle eure Daten gesichert haben. Wir können keine Haftung übernehmen.
Über uns:
Der Chaos Computer Club Flensburg e.V. ist die Anlaufstelle für alle technikbegeisterten Nerds in Flensburg und Umgebung. In unserem Space steht moderne Technik zum Kennenlernen und Ausprobieren bereit. Neben 3D-Druckern, Lötkolben, VR-Headsets, Siebdruck und Werkzeugen aller Art bieten wir Schulungen und Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Wir beschäftigen uns mit allem, was mit Technik zu tun hat.






























































