Archiv für den Tag 15. Januar 2026

„So klang der Jugendstil“ – Konzert am 22.01.2026 auf dem Museumsberg Flensburg

Klavierkonzert mit Maik Beta am Donnerstag. den 22. Januar um 18 Uhr

Zu einer atmosphärischen Reise in die Zeit um 1900 laden der Museumsberg und der Pianist Maik Beta ein. In der Zeit der Belle Époque war das Klavier ein zentraler Klangträger, der Musik in Konzertsäle und Wohnzimmer brachte: Man spielte selbst, musizierte spontan für Gäste und gemeinsames Musizieren gehörte vielerorts zum Alltag.

Das Programm verbindet bekannte Werke, etwa von Debussy oder Grieg, mit vergessenen Kostbarkeiten, die einst das Herzstück des häuslichen Musizierens bildeten. Dazu gehören charmante Walzer, lyrische Miniaturen und fast vergessene Werke wie Béla Kélers „Csárdás“. Mit viel Entdeckerfreude hat sich der Pianist Maik Beta mit einem historischen Notenband von 1902 beschäftigt und dabei ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Neu- bzw. Wiederentdeckungen zusammengestellt. Diese sehr persönliche Auswahl des Pianisten bietet einen vielseitigen Blick auf den Jugendstil: von poetisch-zarten über geheimnisvoll-schillernde bis hin zu lebendig-tänzerischen Klangfarben. So entsteht ein Konzertabend, der bekannte Melodien mit ungehörten Raritäten kombiniert und das Publikum einlädt, die vielfältige Klangwelt des Jugendstils neu zu entdecken. Auch das Instrument passt zur Entstehungszeit der Musik: Das Konzert findet auf einem Ibach-Flügel aus dem Jahr 1915 in der Aula des Hans-Christiansen-Hauses statt.

Maik Beta ist in Flensburg bekannt als Chorleiter, seit über zehn Jahren begleitet er regionale Chöre wie die PopSingers Flensburg, den Neustadtchor oder den Gospelchor Nordhackstedt.

Einlass: 17.30 Uhr, Dauer: ca. 2 Stunden inkl. Pause

Tickets online unter www.museumsberg.de


Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956

museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de

Bündnis warnt: Neue Grundsicherung verschärft soziale Not und Wohnungslosigkeit

Mit einem Großplakat vor dem Bundestag fordern Wohlfahrts- und Sozialverbände sowie Gewerkschaften die Abgeordneten auf, bei der Bürgergeld-Reform nachzubessern.

Anlässlich der Bundestagsdebatte zur neuen Grundsicherung kritisieren Gewerkschaften sowie Wohlfahrts- und Sozialverbände die geplante Reform des Bürgergeldes: Die Verschärfungen bringen kaum Einsparungen, können Betroffene im schlimmsten Fall aber ihr Zuhause kosten, so die Verbände. Mit Blick auf die öffentlichen Finanzen müsste dagegen der organisierte Steuerbetrug in den Fokus der Politik rücken, der die öffentliche Hand jährlich rund 100 Milliarden Euro kostet.

Parallel zur Debatte im Bundestag unterstreichen die Organisationen ihre Forderungen auf einem Großplakat vor dem Reichstag mit der Botschaft: „Neue Grundsicherung – altes Problem: Sanktionen kosten die Wohnung. Organisierter Steuerbetrug kostet Milliarden.”

Gewerkschaften und Verbände appellieren an die Bundestagsabgeordneten, den Gesetzentwurf im weiteren Verfahren zu korrigieren und folgende Verschlechterungen zu verhindern:

  • Vermittlungsvorrang: Der Vermittlungsvorrang behindert Qualifizierung und nachhaltige Vermittlung in Arbeit. Für den dauerhaften Weg aus der Arbeitslosigkeit braucht es stattdessen gut finanzierte Förderung und Qualifizierung.
  • Sanktionen: Jede dritte Sanktion betrifft Haushalte mit Kindern. Die mögliche komplette Einstellung der Leistungen kann Menschen mit psychischen Problemen, Angehörige und Kinder betreffen. 100-Prozent-Sanktionen sollten unterbleiben. Haushalte mit Kindern, Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftigen sind besonders zu schützen.
  • Kosten der Unterkunft: Sanktionen und Verschärfungen bei der Anerkennung der Kosten der Unterkunft (KdU) können zu Mietschulden, Zwangsräumungen und somit zu mehr Wohnungslosigkeit führen. Die Wohnkosten sind deshalb von den Leistungseinstellungen und Sanktionen auszunehmen. Die Probleme des Wohnungsmarktes werden auf die Leistungsberechtigten abgewälzt. Es bedarf der Begrenzungen der Mietpreise und des Einsatzes gegen Mietwucher für alle Mietenden statt der Begrenzung der Mietkostenerstattungen allein für SGB-II-Leistungsberechtigte.

Beteiligte Organisationen: AWO, Deutscher Gewerkschaftsbund, Deutscher Mieterbund, Diakonie Deutschland, Paritätischer Gesamtverband, Sozialverband Deutschland (SoVD), Sozialverband VdK, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und Volkssolidarität.

Folgende Statements können gerne vollständig oder in Auszügen verwendet werden:

Dr. Marvin Deversi, Vorstand AWO Bundesverband e.V.: „Die verschärften Sanktionen der neuen Grundsicherung treffen Millionen Kinder und ihre Familien – und sie treffen Menschen, die z.B. aufgrund von chronischen Erkrankungen ohnehin kaum Chancen auf soziale Teilhabe haben. Ein moderner Sozialstaat muss die Teilhabe aller Menschen in den Mittelpunkt rücken und ihnen auf Augenhöhe begegnen. Statt der neuen Grundsicherung fordern wir daher armutsfeste Regelsätze, mehr Investitionen in Qualifizierung und in die Unterstützung derer, die einen Job suchen!“

Florian Becker, Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes: „Das strukturelle Problem am Wohnungsmarkt wird auf die Leistungsberechtigten abgewälzt, anstatt die Ursachen überhöhter Mieten anzugehen. Vermieterinnen und Vermieter, die gegen geltendes Recht verstoßen, müssen endlich konsequent in die Pflicht genommen und der Mieterschutz gestärkt werden.”

Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied: „Das Reformpaket der Bundesregierung ist ein sozialer Rückschritt. Die Bundesregierung wird damit nicht einmal den Zielen gerecht, die sie sich selbst gesetzt hat. Die neue Grundsicherung bringt nicht einen Menschen in existenzsichernde Arbeit, sondern verschärft stattdessen Existenzängste und soziale Härten. Die versprochenen Einsparungen sind reine Luftbuchungen. Der Haushalt lässt sich nicht auf dem Rücken der Ärmsten sanieren. Das ist der völlig falsche Fokus. Die Bundesregierung muss endlich Maßnahmen ergreifen, um die Wirtschaft anzukurbeln – dann kommen tatsächlich auch mehr Arbeitslose in Jobs. Wir fordern die Abgeordneten auf, dieses Gesetz nur zu beschließen, wenn sich daran noch etwas zum Vorteil ändert.“

Rüdiger Schuch, Präsident Diakonie Deutschland: „Verschärfte Sanktionen treiben Menschen in existenzielle Not, schlimmstenfalls in die Wohnungslosigkeit. Wer Menschen dauerhaft in Arbeit bringen und öffentliche Kassen entlasten will, sollte stattdessen in gute Arbeitsförderung und verlässliche Begleitung investieren.”

Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes: „Die neue Grundsicherung droht, Armut, Angst und Bürokratie massiv zu vergrößern. Wir brauchen einen Sozialstaat, der vor Armut schützt und echte Unterstützung bietet, der Solidarität fördert und Steuerbetrug ein Ende bereitet.”

Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des Sozialverband Deutschland (SoVD): „Das Fördern der Menschen im Leistungsbezug darf nicht am Alter festgemacht werden, damit die Leistungsberechtigten diskriminierungsfrei die benötigte Unterstützung erhalten, um ihre Hilfebedürftigkeit nachhaltig zu überwinden.”

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland e.V. (VdK): „Die Kürzungen bei den Mietkosten würden auch Rentnerinnen und Rentner sowie Erwerbsgeminderte in der Grundsicherung treffen. Hier droht eine neue Dimension von Armut und Obdachlosigkeit.”

Rebecca Liebig, Mitglied im Bundesvorstand, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di):„Die Änderungen im Vermittlungsprozess inklusive der Wiederbelebung des Vermittlungsvorrangs sind ein Rückschritt für die nachhaltige Arbeitsmarktintegration. Durch Druck werden die Menschen in prekäre und nicht existenzsichernde Beschäftigungen gedrängt. Die Folge ist, dass nach kurzer Zeit die Menschen wieder arbeitslos werden. Der Vermittlungsvorrang verhindert notwendige Qualifizierung und das Nachholen von Abschlüssen vieler Leistungsberechtigter im SGB II – und somit deren Chancen auf eine langfristig gute Arbeitsstelle.”

Susanna Karawanskij, Präsidentin der Volkssolidarität: „Die neue Grundsicherung bedeutet in erster Linie Verschlechterungen für die Betroffenen. Es werden nicht nur Vorurteile gegenüber den Betroffenen bedient, darüber hinaus werden die Lebenssituationen ignoriert und Ursachen von Armut ausgeblendet. Keines der avisierten Ziele, nämlich Einsparungen, weniger Bürokratie und mehr Menschen in Arbeit, wird damit erreicht werden. Mit großem Aufwand wird stattdessen kontrolliert, sanktioniert und bestraft. Und während man Neid und Verdacht gegen die Ärmsten schürt, bleiben großer Reichtum und Gewinne unangetastet. Diese soziale Schieflage muss endlich beseitigt werden.”

Logos: AWO, DMB Deutscher Mieterbund, DGB, Diakonie Deutschland, DER PARITÄTISCHE Gesamtverband, SoVD, Sozialverband VdK Deutschland VOLKSSOLIDARITÄT

Wildkatze nach Jahrhunderten zurück im hohen Norden

  • Genetische Haaruntersuchung liefert erstmals den 100-prozentigen Nachweis
  • Lockstock-Monitoring soll Erkenntnis über Verbreitung der Art bringen
  • Lebensräume müssen sicher sein, damit Population wachsen kann

Berlin/ Kiel. Eine kleine Sensation zum Jahresbeginn: Zum ersten Mal seit Jahrhunderten wurde in Schleswig-Holstein eine Europäische Wildkatze genetisch nachgewiesen. Damit ist die streng geschützte Art offiziell in das nördlichste Bundesland zurückgekehrt. Um mehr über eine mögliche Verbreitung der Wildkatze zu erfahren, startet der BUND gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt (LfU), der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, dem Zweckverband Schaalsee-Landschaft und weiteren Partnern in den nächsten Tagen das erste sogenannte Lockstock-Monitoring in Schleswig-Holstein – eine Sammlung von Haarproben. 

2025 – Wildkatze im Knotengitterzaun- Foto: Jan Haberkamm

Bereits im März vergangenen Jahres hatte das LfU mit einer Wildtierkamera ein Tier mit wildkatzentypischen Merkmalen, wie dem buschigen Schwanz, im Kreis Herzogtum Lauenburg fotografiert. Nun gelang ganz in der Nähe der erste genetische Nachweis einer Wildkatze.

Erster Nachweis nach Rettung aus Wildzaun
Das Tier wurde zuvor von Jäger Jan Haberkamm in höchster Not entdeckt. Er fand die Katze fest verknotet in einem Zaun hängend. Sie konnte sich nicht aus eigener Kraft befreien. Der Jäger schnitt die Katze frei und rettete ihr damit das Leben. Anschließend sammelte er Haare ab, die das Tier am Zaun hinterlassen hatte und das LfU ließ die Haare beim Institut Senckenberg in Gelnhausen genetisch analysieren. Das Ergebnis ist eindeutig: eine Europäische Wildkatze.
Viele Wildtiere verenden qualvoll an Knotengeflechtzäunen. Der BUND setzt sich seit Jahren dafür ein, diese Zäune abzubauen und durch sichere Alternativen aus Holz zu ersetzen.

Erfolg jahrzehntelanger Schutzarbeit
Martin Schmidt, Pressesprecher des LfU: „Der Nachweis der Wildkatze in Schleswig-Holstein ist ein echter Meilenstein für die Art und ein bedeutender Erfolg für den Naturschutz.“

Friederike Scholz, Koordinatorin des „Rettungsnetz Wildkatze“ beim BUND-Bundesverband: „Unsere langjährige Arbeit zum Schutz und zur Vernetzung von Wildkatzenlebensräumen zeigt Wirkung. Jetzt möchten wir herausfinden, wo die gefährdete Wildkatze im Norden genau lebt. Nur so können wir ihre Lebensräume sichern und die Art bei der Rückkehr unterstützen.“

Uta von Bassi, BUND-Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg:
„Wir von der Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg vermuten, dass sich die Wildkatze entlang des Grünen Bandes zu uns bewegt hat und von dort fächerförmig entlang von Boize, Schaale, Delvenau und Steinau in unsere Region ausgebreitet hat. Sie braucht Waldkorridore, um in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern vereinzelt liegende Wälder zu erreichen und sich dauerhaft anzusiedeln. Für diese Idee der Waldvernetzung setzt sich unsere Kreisgruppe schon seit einigen Jahren ein und arbeitet dabei mit vielen Akteuren hier im Kreis zusammen.“

Gemeinsam auf Spurensuche
Ob sich die Wildkatze dauerhaft in Schleswig-Holstein angesiedelt hat, ist noch offen. Um mehr zu erfahren, startet in Kooperation verschiedener Akteure nun das erste sogenannte Lockstock-Monitoring in Schleswig-Holstein. Dabei sammeln Freiwillige Haarproben an Lockstöcken, die mit Baldrian besprüht werden – ohne die Tiere zu stören. Sie untersuchen dabei Flächen im Umkreis des neuen Wildkatzenfundes.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern geht der BUND den Spuren der Wildkatze direkt angrenzend an Schleswig-Holstein nach auch direkt im Grenzgebiet. Gemeinsam mit dem Müritz Nationalpark und dem Naturpark Feldberger Seenlandschaft werden in beiden Schutzgebieten Lockstöcke aufgestellt und von Freiwilligen betreut.

Hintergrund: 

Die Europäische Wildkatze war als überwiegend waldbewohnende Art in Schleswig-Holstein bereits im Mittelalter ausgestorben. Die weiträumige Waldvernichtung hatte ihren Lebensraum zerstört, hinzu kam direkte Bejagung. Das Landesamt für Umwelt konnte anhand von Aufnahmen aus landeseigenen Wildkameras 2025 erstmals eine Wildkatze in Schleswig-Holstein fotografisch nachweisen. Das genetisch sicher dokumentierte nördlichste Verbreitungsgebiet der Wildkatze endete bislang in der Lüneburger Heide. Die Elbe stellte bisher eine natürliche Barriere für eine weitere Ausbreitung dar.

Um die Europäische Wildkatze nachweisen zu können, nutzt der BUND das sogenannte Lockstock-Monitoring. Freiwillige Helferinnen und Helfer bringen Holzstöcke in Gebieten aus, in denen die scheue Wildkatze vermutet wird. Sie besprühen die Stöcke mit Baldrian. Der Geruch ist den Sexuallockstoffen der Wildkatze sehr ähnlich und zieht die Tiere magisch an. Die Katzen reiben sich am rauen Holz und hinterlassen einzelne Haare. Die Naturschützer*innen sammeln diese ab. Anschließend schicken sie die Proben für eine genetische Untersuchung zur Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Im Rettungsnetz für die Wildkatze engagieren sich 13 BUND-Landesverbände sowie der Bundesverband und die BUNDjugend für den Schutz der Europäischen Wildkatze und ihrer Lebensräume. Damit decken sie das gesamte Verbreitungsgebiet der Art in Deutschland ab. Aktuell gestalten zehn von ihnen im Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“, gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt, sichere und strukturreiche Lebensräume für die Art. Unter anderem bauen sie unnötige Knotengitterzäune, die für wandernde Wildtiere tödlich sein können, gemeinsam mit den Landbesitzenden ab.


Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist mit rund 674.000 Mitgliedern und Unterstützer*innen einer der größten Umweltverbände Deutschlands. Seit über 50 Jahren engagiert er sich unter anderem für eine ökologische Landwirtschaft, den Klimaschutz, den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers. Finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ist der BUND unabhängig von Politik und Wirtschaft.

Existenz der Flüchtlingshilfe Flensburg vorerst gesichert

Die Unterstützer*innen der Flüchtlingshilfe auf einer Kundgebung am 18.9.25 vor dem Flensburger Rathaus – Foto: Flüchtlingshilfe e.V.

Flüchtlingshilfe und Stadt vereinbaren Überbrückung und erzielen Einigung über weiteres Vorgehen

Flensburg. Intensive und konstruktive Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und der Flüchtlingshilfe haben zu einer Einigung geführt. Damit ist die Arbeit der Flüchtlingshilfe in der bisherigen Form zunächst bis März 2026 gesichert.

Gegenstand war die Präzisierung und Ergänzung des bisher beschriebenen Leistungsspektrums. Dieses bildet die Grundlage für die Förderhöhe der Flüchtlingshilfe. Im Ergebnis haben Verwaltung und Verein gemeinsam Möglichkeiten identifiziert, das bisherige Aufgabenspektrum neu zu bewerten.

Die Höhe der finalen Fördersumme für 2026 wird durch die Politik und durch die Rahmengebung des Landes nach dem Ende der vorläufigen Haushaltsführung entschieden.

Oberbürgermeister Fabian Geyer ist erleichtert über diese Entwicklung. Integrationsarbeit wie sie verschiedene Vereine wie die Flüchtlingshilfe in Flensburg leisten, sind die Basis für ein friedvolles Miteinander und das Vorankommen einer Stadtgesellschaft, so der Verwaltungschef.

Für den Vorstand der Flüchtlingshilfe Flensburg e.V. sagt deren Vorsitzender Johannes Ahrens: „Nach monatelangen Verhandlungen sehen wir nun dem Abschluss einer für alle Seiten verbindlichen Ziel- und Leistungsvereinbarung entgegen. Damit kommt der Integrationsarbeit der Stellenwert zu, den sie verdient. Unser Dank gilt den Beteiligten, die sich intensiv für den weiteren Erhalt der unverzichtbaren Integrationsarbeit in Flensburg stark gemacht haben.“

Mehr zum Thema in einem Stadtblog-Beitrag vom 6. Januar 2026

Neues Zentralklinikum nur in öffentlicher Hand – Gesundheitsversorgung und Selbstbestimmung sichern

DIAKO-Krankenhaus in Flensburg – Die wirtschaftliche Situation zwingt offenbar zur Übernahme durch die Malteser. Die Linke und die Fraktion Linkes Bündnis sorgen sich um die weitere Möglichkeit für stationäre Schwangerschaftsabbrüche und fordern eine öffentliche Trägerschaft für das neue Fördeklinikum am Peelwatt. – Archiv-Foto: Jörg Pepmeyer

Die Linke Flensburg und die Fraktion Linkes Bündnis: Die aktuellen Entwicklungen rund um das geplante Fördeklinikum am Peelwatt machen einen grundlegenden Neustart erforderlich.

Nachdem die DIAKO ihre Beteiligung an der Trägerschaft aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben musste und die katholischen Malteser das bestehende DIAKO-Krankenhaus zum 1. März 2026 übernehmen wollen, fordern der Kreisverband Die Linke Flensburg und die Fraktion Linkes Bündnis in der Flensburger Ratsversammlung eine klare politische Konsequenz: Das neue Zentralklinikum in Flensburg muss in öffentlicher Trägerschaft gebaut und betrieben werden.
„Gesundheitsversorgung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und darf nicht von religiösen Vorgaben oder wirtschaftlichen Interessen abhängig sein“, erklärt Tjark Naujoks Fraktionsvorsitzender des Linken Bündnis. „Ein Krankenhaus dieser Größenordnung und Bedeutung für den Norden Schleswig-Holsteins gehört in öffentliche Verantwortung,“ ergänzt Tjark Naujoks, der gelernter Gesundheits- und Krankenpfleger ist.

Ein zentrales Problem der bisherigen Planungen ist die Haltung der Malteser, in ihren Einrichtungen keine stationären Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Für Die Linke und das Linke Bündnis ist klar: Der uneingeschränkte Zugang zu medizinisch notwendigen Schwangerschaftsabbrüchen muss auch künftig in Flensburg gewährleistet sein. Das gilt sowohl für das geplante Fördeklinikum als auch ausdrücklich für das noch bestehende DIAKO-Krankenhaus – auch nach dessen Übernahme durch die Malteser.
„Das Recht auf körperliche Selbstbestimmung von Frauen darf nicht dem Trägerprofil eines Krankenhauses untergeordnet werden. Schwangerschaftsabbrüche, ob ambulant oder stationär sind medizinische Leistungen und müssen wohnortnah verfügbar sein“, erklärt Daniela Zuze, Sprecherin der Flensburger Linken.

Der Kreisverband Die Linke Flensburg und die Fraktion Linkes Bündnis sprechen sich daher für ein öffentlich getragenes Fördeklinikum aus, an dem sich die Stadt Flensburg, die Nachbarkreise sowie das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) beteiligen sollten. Ein solches Modell würde nicht nur demokratische Kontrolle und Transparenz sichern, sondern auch die Chance eröffnen, das neue Krankenhaus als medizinisches Gesundheitszentrum und Ausbildungsstätte für das nördliche Schleswig-Holsteins zu entwickeln, mit spezialisierten Leistungen und Operationen, die bislang in Flensburg nicht angeboten werden.

Die Linke Flensburg und die Fraktion Linkes Bündnis fordern das Land und die Stadt Flensburg auf, jetzt Verantwortung zu übernehmen und die Weichen für eine zukunftsfähige, solidarische und weltanschaulich neutrale Gesundheitsversorgung zu stellen.
Sie darf keine Frage von Religion oder Rendite sein und gehört in öffentliche Hand.

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