Archiv für den Tag 11. Dezember 2025
20 Millionen Euro für Flensburger Bahnprojekte

Zukünftig neuer Bahnhalt Flensburg Stadt am ZOB und Fernbahnhof Weiche? Darüber wurde bereits auf einer Online-Veranstaltung von VCD und PRO BAHN am 4. November 2021 zum Thema Bahnreaktivierung in der Flensburger Innenstadt diskutiert: Der Landes-Nahverkehrsplan 2022-2027 (Stand Juni 2021)schlägt für Flensburg zusätzliche Haltepunkte vor. Empfohlen wird, die bestehenden Gleise auch als Vorlaufbetrieb für eine denkbare Stadt-Regionalbahn zu nutzen .
Mit dem Haushalt 2026 stellt das Land bis 2031 insgesamt 20 Millionen Euro aus den Mitteln des Sondervermögens des Bundes für den Eisenbahnknoten Flensburg bereit. Finanziert werden damit unter anderem der Innenstadtbahnhof sowie der Fernzughalt in Flensburg-Weiche.
Für die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch, ist das ein klarer Meilenstein:
„Als SSW-Landtagsfraktion haben wir lange und intensiv dafür gearbeitet, dass Flensburg endlich wieder eine zeitgemäße Schienenanbindung bekommt“, sagte Nitsch heute in Kiel.
Bereits im Juli hatte der Landtag auf Initiative des SSW beschlossen, die Innenstadtstrecke bis zum ZOB umfassend zu prüfen – mit realistischen Taktmodellen, Gleisvarianten, Fahrgastpotenzialen und Umweltaspekten. Gleichzeitig wurde die Wiederinbetriebnahme des Bahnhofs Weiche sowie der Fernzughalt in Weiche mit konkreten Arbeitsaufträgen hinterlegt“, erklärte Nitsch heute in Kiel.
„Dass das Land jetzt bis zu 20 Millionen Euro für diese Projekte bereitstellt, zeigt: Wir sind politisch auf dem richtigen Weg, und Flensburg kommt wieder auf die Schiene. Meine Erwartung ist, dass diese Entwicklungen sich auch im neuen Entwurf des LNVP der Landesregierung niederschlagen werden. Flensburg muss zu den priorisierten Projekten gehören. Das Land setzt mit dieser Finanzierungsentscheidung ein klares Bekenntnis für die Entwicklung der Bahninfrastruktur im Grenzland“, so die Verkehrspolitikerin.
Auch der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler freut sich über die Entscheidung:
„Das ist ein großer Durchbruch für eine bessere Anbindung des Grenzlandes, für die ich mich schon seit 2021 in Berlin stark mache. Nach der nachträglichen Aufnahme unserer maroden Strecke Hamburg-Flensburg in die Liste der Generalsanierungen des Bundes ist dies der zweite wichtige Erfolg für unseren Norden“, sagte Seidler.
„Mich freut besonders, dass damit Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes direkt und schnell bei uns im Grenzland investiert werden können. Genau das habe ich mir gewünscht, als ich im Bundestag für das Sondervermögen gestimmt habe. Wichtig ist nun, dass auch Flensburg nachzieht. Die Stadt sollte dem Land die Hand reichen und die nötigen Investitionen für den zügigen Bau eines Fernhaltepunktes in Weiche aus dem Flensburger Anteil des Sondervermögens bereitstellen, damit es vorangehen kann.”
Seidler betont zudem: “Von der Landesregierung erwarte ich, dass sie jetzt sehr zügig einen Förderantrag für den Knoten Flensburg nach Berlin schickt. Die Fördertöpfe des Bundes sind groß, aber auch heiß begehrt, deshalb darf man keine Zeit verlieren. Da das Projekt im Deutschlandtakt des Bundes bereits berücksichtigt ist, bestehen Chancen für eine Förderung des Bundes in Millionenhöhe.“
Der stellvertretende Vorsitzende der Flensburger SSW-Ratsfraktion, Mats Rosenbaum, sieht darin ein deutliches Signal für die Stadt:
„Das ist ein Wendepunkt. Wir haben lange dafür gekämpft, dass Flensburg im Fern- und Regionalverkehr nicht länger abgehängt bleibt. Jetzt kommt Bewegung in die Sache – und zwar auf Grundlage unseres Ratsbeschlusses vom vergangenen Jahr, mit dem wir ein neues Bahnkonzept für Flensburg auf den Weg gebracht haben“, erklärt Mats Rosenbaum.
Flensburger Bahnanbindung: Wirtschaftsausschuss in Kiel bringt Innenstadtstrecke und Fernhalt Weiche auf den Weg
Zukünftig neuer Bahnhalt „Flensburg Stadt“ am ZOB und Fernbahnhof Weiche?
Schleswig-Holsteinischer Landtag Umdruck 20/03343 „Neuen Bahnsteig für den Schienenverkehr in Flensburg-Weiche errichten“ und „Flensburg besser an den Fernverkehr anbinden“, hier: Präsentation der Stadt Flensburg im Wirtschafts- und Digitalisierungsausschuss des Landtags unter TOP 7 am 08.05.2024: Flensburg-Weiche – Haltepunkt für den Fernverkehr (Powerpoint-Präsentation als PDF-Datei) https://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl20/umdrucke/03300/umdruck-20-03343.pdf
Stadtblog-Beitrag vom 18.01.2025: Neuer Bahnhalt „Flensburg Stadt“ am ZOB? – Gutachten soll technische Machbarkeit prüfen unter: https://akopol.wordpress.com/2025/01/18/neuer-bahnhalt-flensburg-stadt-am-zob-gutachten-soll-technische-machbarkeit-pruefen/
Zug zum ZOB – Das Bahnkonzept für Flensburgs Zukunft > https://zugzumzob-flensburg.de/ – Das ist die Homepage einer überparteilichen Interessengemeinschaft Flensburger Bürgerinnen und Bürger, die über das Konzept „Zug zum ZOB“ (Verbindungen und Haltestellen) und seine Vorzüge informieren möchte. Weiterhin wird gezeigt. wie das Konzept durchgesetzt und umgesetzt werden kann.
Stadtblog-Beitrag vom 5.12.2024: Bahnreaktivierung und Bahnhalt in der Flensburger Innenstadt – Grüne jetzt dafür unter: https://akopol.wordpress.com/2024/12/05/bahnreaktivierung-und-bahnhalt-in-der-flensburger-innenstadt-grune-jetzt-dafur/
Stadtblog-Beitrag vom 22. Juni 2022: Neuer Bahnhalt „Flensburg Stadt“ am ZOB? – Debatte um Reaktivierung der Bahntrasse nimmt wieder Fahrt auf (Leserbriefe von Harro Teichmann und Elmar Westphal) unter: https://akopol.wordpress.com/2022/06/22/neuer-bahnhalt-flensburg-stadt-am-zob-debatte-um-
reaktivierung-der-bahntrasse-nimmt-wieder-fahrt-auf/
Einen Überblick und wichtige Informationen zur angedachten Bahnreaktivierung und einem Bahnhaltepunkt in Flensburg bietet auch der VCD-Beitrag vom 11.01.2021: Neuer Bahnhalt „Flensburg Stadt“ am ZOB? – Fragen und Antworten unter: Bahnreaktivierung-ZOB-Flensburg-Fragen-Antworten-17-12-2020
Eine Reaktivierung der Bahntrasse Niebüll-Flensburg hätte viele Vorteile, so das Ergebnis des Fakten-Check des VCD Nord. Das Projekt steht in Einklang mit den Klima- und Verkehrszielen des Landes Schleswig-Holstein. Es wird als wirtschaftlich und förderungsfähig eingeschätzt. Besonderer Vorteil: Die Trasse ist vorhanden, mit der Umsetzung kann also wesentlich schneller begonnen werden als bei Neuplanungen. Daher unterstützt und fördert der VCD die Diskussion über das Vorhaben. Dabei geht es auch einen Haltepunkt Flensburg Stadt.
Weitere Infos:
Vorlage für die Sitzung des Wirtschafts- und Digitalisierungsausschusses am 16. Juli 2025 zu TOP 3, Drucksachen 20/1587 und 20/1737 – Antrag der Fraktionen von CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SSW Flensburg mit neuer Bahninfrastruktur besser an den Regional- und Fernverkehr anbinden
Klicke, um auf umdruck-20-05027.pdf zuzugreifen
Powerpont-Präsentation basierend auf Vorstellungen und Strecken-Skizzen von Elmar Westphal am 27. Okt. 2021 im AKTI: Knotenpunk Flensburg Weiche -Eine Option für den zukünftigen Bahnverkehr in Flensburg WeicheFoils
Siehe zum Thema auch den mit umfangreichen Informationen gespickten Bericht über die gemeinsame Veranstaltung von VCD und Pro Bahn vom 4. November 2021: Bahnreaktivierung in der Flensburger Innenstadt: Kontroverse Diskussion mit versöhnlichem Ausklang unter: https://akopol.wordpress.com/2021/11/09/bahnreaktivierung-in-der-flensburger-innenstadt-kontroverse-diskussion-mit-versohnlichem-ausklang/
Übersichts-Liste mit Links zu Stadtblog-Beiträgen zum Thema Verkehrswende, schienengebundenes Verkehrskonzept und Reaktivierung Bahndamm und Bahnhof Weiche untenstehend zur Ansicht und zum Download
No legend no story – queere Filme zur längsten Nacht am 19. Dezember

Der Kurzfilmtag in der StadtBibliothek Flensburg – Eintritt frei!
Flensburg. Die StadtBibliothek Flensburg macht mit beim Programm des Kurzfilmtages. Gemeinsam mit FlensBunt werden am Freitag, 19.12.2025, ab 17 Uhr im Vortragssaal der StadtBibliothek queere Filme gezeigt:
In A SUMMER PLACE bekommt die frustrierte Tina eine Geburtstagsüberraschung der besonderen Art, die ihr Leben in eine unerwartete Richtung lenkt. Yael aus WAKING UP IN VEGAS muss sich dagegen mit seinem dominanten Bruder arrangieren, ohne seine Freundschaft zu Aaron zu gefährden. ANEMONE widersetzt sich dem strengen Einfluss der Familie und legt sich mächtig ins Zeug, um der erwachenden eigenen Identität Ausdruck zu verleihen. THE SAINT OF DRY CREEK ist ein Beispiel dafür, wie Eltern ihre Kinder manchmal besser kennen als diese sich selbst. Und wie ANGELIQUE aus der bayerischen Provinz mit viel Mut ihre ganz eigene Lebensgeschichte schreibt, zeigt der letzte Film.
Die Filme sind empfohlen ab 15 Jahren.
Der Eintritt ist frei!
Unser Kooperationspartner FlensBunt ist mit einem Infotisch dabei.
Die Veranstaltung wird gefördert durch „Echte Vielfalt“, dem Aktionsplan für die Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten des Landes Schleswig-Holstein.
SSW: Keine Kürzungen bei der Verbraucherzentrale!

Standort Flensburg von Schließung bedroht
„Wenn der Standort in Flensburg der Spar-Axt zum Opfer fällt, dann hat der gesamte nördliche Landesteil keine generelle Beratungsstelle der Verbraucherzentrale mehr. Das können wir als SSW nicht akzeptieren, denn den Menschen muss dort Hilfe angeboten werden, wo sie benötigt wird und wo sie auch erreichbar sind.“
Und Dr. Michael Schunck weiter zu TOP 04+28+33 in der Haushaltberatung 2026 des Kieler Landtags: „Nach dem pädagogischen Prinzip der Wiederholung möchte ich die Gelegenheit nutzten, die Situation der Tierheime anzusprechen. Angesichts der Debatten, die wir auch im Laufe dieses Jahres zu den Tierheimen geführt haben, hätte ich mir gewünscht, dass die Landesregierung endlich ihrer Verantwortung gegenüber den Tierheimen gerecht werden würde. Aber leider Fehlanzeige. Ja, das Leben ist kein Wunschkonzert.
Die Landesregierung erkenne zwar an, dass die Streichung der Mittel für die „Zuwendung für den Betrieb von Tierheimen“ zweifellos eine Herausforderung darstelle und sie die Sorgen ernst nehme. Aber ich sage; mit Verständnis ist keinem Tierheim geholfen.
Die Koalition in Berlin hat in ihrem Vertrag festgeschrieben; „Ebenso unterstützen wir Tierheime bei Investitionen“. Doch im Bundeshaushalt sind keine Mittel dafür eingestellt. Hilfe vom Bund? Fehlanzeige. Die Tierheime brauchen kein Verständnis oder blutleere Aussagen. Die Tierheime brauchen Geld, um die ihnen auferlegten Aufgaben erfüllen zu können. Das machen sie mit Hingabe und Zuverlässigkeit und in weiten Teilen ehrenamtlich. So lange keine dauerhafte und auskömmliche finanzielle Struktur geschaffen wurde, sind die Tierheime angewiesen auf Unterstützung vom Land. Leider sieht die Regierung das anders und solange das so ist, werden wir entsprechende Haushaltsanträge stellen.
Anfang Dezember konnten wir einer Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein entnehmen, dass Sie, Frau Ministerin Schmachtenberg, dort zu Besuch waren, um sich einen Überblick über die Arbeit der Verbraucherzentrale zu verschaffen. Das finde ich richtig gut, denn damit konnten Sie einen Eindruck gewinnen, was die Verbraucherzentrale für die Bürgerinnen und Bürger hier im Land leistet. Steigende Lebenshaltungskosten stellen viele Verbraucherinnen und Verbraucher vor große finanzielle Herausforderungen. Aber auch die digitale Welt, mit ihren damit verbundenen Risiken, nimmt einen immer größeren Teil der Beratungsarbeit ein. Die Stärke der Verbraucherzentrale ist ihre Unabhängigkeit, aber ganz klar auch ihre Kompetenz, um entsprechend zu beraten und zu helfen. Diese Unabhängigkeit wollen wir als SSW erhalten. Daher haben wir auch den Ansatz im Haushalt entsprechend erhöht. Nur so, kann gewährleistet werden, dass sie wirklich in die Lage versetzt werden die originären Beratungsaufgaben zu erfüllen.
Was bedeuten die Kürzungen konkret? Mir wurde zugetragen, dass damit ein Standort künftig wegfällt. In Rede steht hier der Standort in Flensburg. Grundsätzlich gilt, dass wir auf keinen der fünf Standort im Land verzichten können. Aber, wenn der Standort in Flensburg der Spar-Axt zum Opfer fällt, dann hat der gesamte nördliche Landesteil keine generelle Beratungsstelle mehr. Das können wir als SSW nicht akzeptieren, denn den Menschen muss dort Hilfe angeboten werden, wo sie benötigt wird und wo sie auch erreichbar sind.
In unserer immer komplexeren Welt mit ihren zunehmenden globalen Herausforderungen ist es von unschätzbarem Wert, dass wir auf der regionalen Ebene eng und vertrauensvoll mit anderen demokratischen Partnern zusammenarbeiten, die unsere Werte und Ziele teilen. Wir fordern daher die Landesregierung auf, wieder in die Nordseekommission einzutreten. Sie setzt sich ein für eine nachhaltige, saubere, gut vernetzte und digitalisierte gemeinsame Nordseeregion. Das sind genau die Ziele, die auch wir als Land verfolgen. Die Chance, dies partnerschaftlich zusammen mit unseren Nachbarn in der Nordseeregion zu tun, sollten wir nutzen. Unsere Lage an der Nordsee ist hier eben nicht nur Privileg, sondern auch Verantwortung. Und aus dieser haben wir uns rausgeschlichen mit dem Argument: kostet Geld, bringt wenig.
Nur als Mitglied der Kommission werden wir der gemeinsamen Verantwortung für den Nordseeraum gerecht. Es wäre ein Signal an unsere skandinavischen Nachbarn, dass wir die Zusammenarbeit auf allen Ebenen ernst nehmen. Schleswig-Holstein ist die sichtbare Lücke zwischen Dänemark und Niedersachsen. Das ist ein unglückliches Signal an unsere Nachbarn von Norwegen über Dänemark bis nach Niedersachsen. Der Ausstieg ist eine vertane Chance für eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit im Rahmen dieses etablierten Gremiums.“
NABU: Infrastruktur-Turbo nicht auf Kosten von Natur- und Umweltschutz
Krüger: Ergebnisse sind ein Paukenschlag für den Naturschutz in Deutschland
Berlin, 11.12.2025 – Im Koalitionsausschuss haben sich die Spitzen von Schwarz-Rot auf weitreichende Maßnahmen zur Beschleunigung des Infrastrukturausbaus verständigt – mit negativen Auswirkungen auf bestehende Umweltschutzstandards. Das kritisiert Jörg-Andreas Krüger, Präsident des Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V.:
„Die Ergebnisse aus dem gestrigen Koalitionsausschuss sind ein Paukenschlag für den Naturschutz in Deutschland. Das Grundprinzip, wonach der Verursacher einer Beeinträchtigung von Lebensräumen und Ökosystemen ortsnah für einen Ausgleich dieser Schäden sorgt, gerät somit massiv unter Druck. Wird statt dieses direkten Ausgleichs nur eine einfache Geldzahlung gezahlt, besteht die Gefahr eines Ablasshandels ohne reale Wirkung . Die Koalition müssen mit dem angekündigten Naturflächenbedarfsgesetz jetzt den Rahmen für schnell umgesetzte und wirksame Naturschutzmaßnahmen setzen, um die ökologische Qualität unserer Landschaften nicht zu gefährden !”
Positiv hebt der NABU-Präsident hervor, dass die Koalitionsspitzen die große Bedeutung der Verbandsklagerechts bestätigt haben. “ Verbandsklagerechte sichern die Qualität von Planungen und sind ein effektives Instrument, Planungsfehler und Rechtsverstöße aufzudecken und sorgen so für Qualität und Transparenz. Die gestern Abend angekündigten Neuregelungen dürfen die Wirksamkeit des Verbandsklagerechts nicht schwächen.
„Die Bundesregierung strebt Schnelligkeit beim Infrastrukturausbau an – zu Recht. Das muss auch für mehr Schnelligkeit bei dem Schutz und der Renaturierung von Lebensräumen und Ökosystemen gelten. Ihr Zustand ist durch intensive Nutzung und Klimawandel schon heute schlecht. Wer jetzt weitere Belastungen beschleunigt, muss auch im Naturschutz Gas geben, damit wir Landschaften und Lebensgrundlagen in ihrer Qualität zukunftsfähig machen“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.
Mit mehr als 900.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert für die Natur und fördert naturkundliche Kenntnisse für ein aktives Naturerleben. Mehr Infos:http://www.NABU.de/wir-ueber-uns
BUND SH: Gutes Geld für PFAS-Überwachung – zu wenig für Naturwiederherstellung
BUND SH kommentiert Landeshaushalt
- PFAS-Überwachungsprogramm deutschlandweit vorbildlich
- Geld aus Wasserabgabe muss zur Reduzierung der Nährstoffeinträge verwendet werden
- Zu wenig Geld zur Wiederherstellung der Natur eingeplant
Kiel.„Mit dem PFAS-Sonderprogramm ist Schleswig-Holstein bundesweit ein Vorreiter“, sagt Bini Schlamann, Agrar- und Biodiversitätsreferentin im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein e. V. (BUND SH) mit Blick auf die Verabschiedung des Landeshaushalts. Darin hat die Landesregierung für ein Programm zur Messung und Überwachung von PFAS in Boden und Grundwasser in Schleswig-Holstein 200.000 Euro für das kommende Jahr und weitere 3,7 Millionen Euro bis 2030 eingeplant. „Das ist ein notwendiger Schritt, und ich hoffe, dass weitere Bundesländer sich anschließen“, erklärt Schlamann, „Aber es löst nicht das Problem. Es dürfen nicht noch mehr Ewigkeitschemikalien in die Umwelt gelangen! Die Länder müssen sich auf Bundes-, EU- und globaler Ebene auf einen vollständigen Ausstieg aus der Produktion und Verwendung von PFAS einigen.“
Das schleswig-holsteinische Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Naturschutz (MEKUN) hatte beim jüngsten Beteiligungstermin zu diesem Thema jedoch erläutert, dass die Schutzgebiete erst 20 Meter seewärts der Küstenlinie beginnen und somit nur Flächen berücksichtigen, die nicht zum Gebiet einer Gemeinde gehören. Dies hatte der BUND SH bereits in seiner Stellungnahme kritisiert.
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind auch als „Ewigkeits-Chemikalien“ bekannt, weil sie nur schwer bis gar nicht abbaubar sind und sich im Boden, im Wasser und zunehmend auch in menschlichen Körpern anreichern. Einige dieser Substanzen stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Trotzdem werden sie wegen ihrer wasserabweisenden Eigenschaften weiterhin in vielen Alltagsprodukten wie Pfannen oder Regenmänteln verwendet. Bei einem deutschlandweiten Trinkwasser-Test des BUND wurden bereits in 42 von 46 Proben PFAS nachgewiesen.
„Nicht nur chemische Spurenstoffe sind eine Gefahr für unser Wasser, sondern auch Düngemittel aus der Landwirtschaft“, betont BUND-SH-Vorstandsmitglied Jürgen Leicher. „Nitrate und Phosphate landen im Grundwasser, in Flüssen und Seen und letztlich in Nord- und Ostsee. Sie gefährden unser Trinkwasser und die Artenvielfalt. Das Umweltministerium hat in seiner Haushaltsanmeldung angekündigt, dem Landwirtschaftsministerium eine Million Euro aus der Erhöhung der Landeswasserabgabe für Maßnahmen zur Umsetzung des Aktionsplans Ostseeschutz zur Verfügung zu stellen. Dieses Geld muss jetzt schnellstens in Agrar-Umweltmaßnahmen investiert werden, die wirklich nachhaltig den Nährstoffeintrag in Gewässer stoppen, zum Beispiel düngefreie Gewässerrandstreifen.“
„Wenn weniger Düngemittel und Pestizide in Gewässer, Knicks und andere wertvolle Lebensräume gelangen, nützt das Insekten, Fröschen und Fischen und trägt damit zur Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung bei“, ergänzt Bini Schlamann.
Die EU-Wiederherstellungsverordnung verpflichtet die Mitgliedsstaaten dazu, 20% ihrer Land- und Meeresnatur bis 2030 wiederherzustellen. „Für die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung sind nur 50.000 Euro im Landeshaushalt 2026 eingeplant. Das ist viel zu wenig!“, sagt Schlamann und führt aus: „Diese EU-Verordnung wurde eingeführt, weil trotz aller vorherigen EU-Richtlinien wie Natura 2000 oder Wasserrahmenrichtlinie wertvolle Lebensräume und Arten einfach verschwinden. Es gibt nur noch einen Bruchteil an den einst so prägenden Sumpfdotterblumenwiesen, und wo früher Hunderte Feldlerchen sangen, findet man jetzt mit Glück noch eine einzige! Um das Artensterben zu stoppen, muss das Land in das Management und die Überwachung der Schutzmaßnahmen investieren – mit Personal, mit Geld und mit mehr politischem Willen.“
Weitere Informationen zur EU-Wiederherstellungsverordnung:
https://www.bund-sh.de/meldungen/detail/news/bund-auf-dem-naturschutztag-sh/
Der BUND auf seinen sozialen Medien:
bei Twitter unter @SHBUND, bei Facebook unter @BUNDSchleswigHolstein und bei Instagram unter @bund_sh und auf seiner Website unter: https://www.bund-sh.de/
Benefizkonzert für die Aktion „Winterzeit in der Nordstadt“: ENGINES am 13. Dezember 2025 in der Bergmühle Flensburg

Wer Lust auf knackige Rockmusik, gefühlvolle Balladen, Edelsteine aus der Popgeschichte und handgemachte Live-Mugge hat, ist bei der fünfköpfigen Kapelle ENGINES genau richtig. Gegründet einst im Newsroom des sh:z an der Fördestraße als reine Journaille-Band, gehören heute immerhin noch drei Journalisten der Gruppe an. Im Zentrum steht die charismatische Sängerin Antje Walther, die stil- und genresicher Songs von Alanis Morrisette und Edie Brickell, von Jefferson Airplane und Cranberries, von Sheryl Crow und Skunk Anansie interpretiert.
Der Eintritt ist frei. Der Hut geht ’rum.
Vorverkauf oder Platzreservierung ist nicht möglich. Alle Überschüsse aus dieser Veranstaltung gehen an Institutionen in unserer Stadt, die sich nachhaltig um sozial oder emotional benachteiligte Kinder und Jugendliche kümmern. Weitere Informationen stehen zur Verfügung unter www.flensburger-winterzeit.de
Hinweis: Der Eintritt ist frei, der Hut geht rum. Vorverkauf oder eine Platzreservierung ist nicht möglich.
Samstag, 13. Dezember 2025, 20 Uhr, Einlass 19.00 Uhr, Bergmühle Flensburg

Alle weiteren Veranstaltungen sind auch unter www.bergmuehle-flensburg.com abrufbar.
Bergmühle, An der Bergmühle 7
Veranstalter: Verein zur Erhaltung der Bergmühle e.V.




































































