Archiv für den Tag 4. Dezember 2025

Vortrag: „Aus dem Oluf, aus dem Sinn? Die Verdrängung der Prostitution und ihre Folgen“ am 11. Dezember im Schifffahrtsmuseum Flensburg

Berühmt ist der Oluf für vieles: angeblich erster sozialer Wohnungsbau in Flensburg, Heimstätte für Arbeiter und einfache Leute, Puschenpuff und Ferienwohnungskonflikt. Doch was davon lässt sich nachweisen, was ist reiner Mythos? Das Schifffahrtsmuseum widmet sich daher dem Gang in einer Sonderausstellung. In der Ausstellung wird die über 400-jährige Geschichte des Olufs als Straße der Schiffer und des Handwerks erzählt. Außerdem werden die Schicksale der gesellschaftlichen Randgruppen beleuchtet und nachgespürt, was dran ist an seinem Ruf als ehemals gemütlichste Bordellstraße des Nordens. Dazu gibt es im Rahmen der Ausstellung zahlreiche Vortragsveranstaltungen. Zur Eröffnung der Ausstellung Mitte Juli erschien ebenso eine Buch über den Oluf.

Vortrag am 11.12.: „Aus dem Oluf, aus dem Sinn? Die Verdrängung der Prostitution und ihre Folgen“

Seit den 1980er Jahren verdrängte die Flensburger Stadtverwaltung aktiv die Prostitution aus dem Oluf und dem Hafenquartier, obwohl zahlreiche damit befassten Institutionen davor warnten. Doch wie ging es im Oluf wirklich zu? Wohin wurde die Flensburger Sexarbeit verdrängt und wie sind die heutigen Arbeitsbedingungen? Diese Fragen beantworten Christina Wacker von cara*SH, der Fachberatungsstelle für Prostituierte in Schleswig-Holstein, und Dr. Martin Müller, Kurator der Sonderausstellung im Flensburger Schifffahrtsmuseum.

Eintritt frei

Donnerstag, 11.12.2025 um 18:30 Uhr, Schifffahrtsmuseum Flensburg, Schiffbrücke 39, 24939 Flensburg

Offene Führung und Techniksonntag am 7. Dezember im Schifffahrtsmuseum Flensburg

Der erste Sonntag des Monats naht und das bedeutet bei uns, der Techniksonntag steht vor der Tür. Dann wird unser Schiffsimulator angeschmissen und die Technik-Crew beantwortet alle Fragen zum Thema Schifffahrt – sei es nun über die Mechanik oder das Leben an Bord.

Offene Familienführung: Weihnachten an Bord

Wie sieht eigentlich das Leben an Bord aus – wie im Alltag und wie zum Beispiel an Weihnachten? Familienführung mit vielen Geschichten rund um die Seefahrt und kleinem Knoten-Praxisteil.

Beginn: 11.30 Uhr
Kosten: 2 EUR + Eintritt

Auch erwachsene Einzelpersonen sind erwünscht.

Ab 12 Uhr Techniksonntag, Eintritt (Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt)

Mehr und weitere Infos auf der Website des Schifffahrtsmuseum

Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt jeden Freitag in der Norderstraße 37

Wann: Jeden Freitag, 15:00 – 19:00 Uhr

Wo: Flensburg, Norderstr. 37, Hinterhof

Was: Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt

Du kommst mit deinem Rad vorbei und wir stellen dir den Ort und das Werkzeug zur Verfügung. Dabei unterstützen wir dich auch bei der Reparatur. Alle sind willkommen – und wir wollen speziell FLINTA* (Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen) ermutigen, sich ihren Rädern zu widmen. Vor Ort ist auch immer mindestens eine FLINTA*, die unterstützt. Es gibt keine doofen Fragen oder Probleme!

Immer freitags

Sozialticket bezahlbar halten – Mobilität für alle sichern!

Linkes Bündnis fordert: Keine Preissteigerung über der Teuerungsrate – Stadt soll Zuschuss erhöhen

Die Fraktion Linkes Bündnis setzt sich mit einem Antrag auf der kommenden Sitzung des Sozialausschuss am 8.12.   dafür ein, dass das Flensburger Sozialticket auch weiterhin bezahlbare Mobilität für Menschen mit geringen Einkommen ermöglicht.

Foto: tpsdave / pixabay

„Die geplante Preissteigerung von 29,50 Euro auf 34,50 Euro übersteigt deutlich die allgemeine Teuerungsrate und belastet Menschen mit niedrigen Einkommen besonders stark“, erklärt Fraktionsvorsitzender Tjark Naujoks die ablehnende Haltung der Fraktion zur Erhöhung des Ticket-Preises.

Sein Fraktionskollege Jörg Pepmeyer, Mitglied im Sozialausschuss, macht deutlich, dass es um mehr als eine Preiserhöhung geht: „Wer jeden Euro dreimal umdrehen muss, darf nicht vom Bus ausgeschlossen werden. Mobilität ist kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb muss das Sozialticket in Flensburg bezahlbar bleiben – heute und in Zukunft“.

Mobilität als soziale Daseinsvorsorge

Der öffentliche Nahverkehr sei ein zentraler Baustein der Daseinsvorsorge und der sozial-ökologischen Verkehrswende, so das Linke Bündnis. Für den Erfolg einer klimagerechten Mobilitätsstrategie müsse gewährleistet sein, dass alle Bevölkerungsgruppen den ÖPNV nutzen können – und das deutschlandweit statt regional.

„Flensburg hat einen überdurchschnittlich hohen Anteil einkommensarmer Haushalte. Genau diese Menschen wären von der Erhöhung des Ticketpreises besonders hart getroffen“. Zusätzlich hätten Mieten, Energie und Lebensmittel auch in Flensburg in den letzten Jahren massiv angezogen. „Es ist ein falsches Signal, jetzt ausgerechnet bei der Mobilität zu sparen“, so Christiane Schmitz-Strempel, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion.

Forderung: Zuschuss der Stadt langfristig sichern

Die Fraktion verlangt, die Preisanpassung allein an die jährliche Teuerungsrate zu koppeln. Noch besser wäre es, den gegenwärtigen Preis einzufrieren. Zugleich müsse die Stadt den kommunalen Zuschuss zum Sozialticket erhöhen und dauerhaft als eigenen Haushaltsposten sichern.

„So sorgen wir für Planungssicherheit – sowohl für den Nahverkehr als auch für die Menschen, die auf das Ticket angewiesen sind“, betont abschließend Paul Piek, Mitglied der Fraktion Linkes Bündnis im Finanzausschuss.


Hintergrund: Flensburg braucht eine faire Mobilitätswende

  • Mobilität entscheidet über Zugang zu Arbeit, Bildung, medizinischer Versorgung und sozialem Leben.
  • Bezahlbare ÖPNV-Angebote sind ein Schlüssel zur Armutsprävention.
  • Eine soziale Preisgestaltung stärkt die ökologische Verkehrswende, statt sie auszubremsen.

Den Antrag zum Nachlesen und Download gibt es hier:

The Playfords – Weihnachtskonzert „Nova! Nova!“ am 13.12. um 19 Uhr in der Kirche St. Jürgen Flensburg

Advents- und Weihnachtsmusik aus Renaissance und Frühbarock

Unter dem Titel „Nova! Nova!“ („Neues! Neues!“) widmen sich The Playfords weihnachtlicher Musik aus dem 14. bis 18. Jahrhundert. Um bekannte deutsche Melodien gruppieren sich Lieder und Tänze aus England, Frankreich und Spanien.

Als Ensemble aus Spezialisten für Alte Musik stellen sich The Playfords in die beinahe verlorene Tradition improvisierender Renaissance- und Barockmusiker. Mit ihrer spielerischen wie stilechten Herangehensweise ermöglichen sie es der Musik vergangener Tage, die ganze Palette weihnachtlicher Emotionen auszuleben, von stiller Ergriffenheit bis zum ausgelassenen Freudentaumel, augenzwinkernde aktuelle Bezüge inbegriffen.

VVK im Gemeindebüro

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