Archiv für den Tag 24. November 2025
Flensburg gewinnt Bibliothekspreis des Landes
„Bibliotheken als Orte der Demokratie“
Flensburg. Bibliotheken sind längst nicht mehr verstaubt. Manchen gelten sie nach dem Zuhause und dem Arbeitsplatz als „dritter Ort“, als sozialer Raum, wo Identität gestiftet wird und wo man sich begegnet. „Bibliotheken als Orte der Demokratie“ ist das Motto des diesjährigen Bibliothekspreises des Landes, der seit 2016 alle zwei Jahre ausgeschrieben und an Kommunen verliehen wird. In diesem Jahr hat Flensburg die Jury überzeugt in der Kategorie „Bibliotheken in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern“.

Kulturministerin Dr. Dorit Stenke zeichnete die Stadtbibliothek in der Flensburg-Galerie am 24. November aus. „Die Stadtbibliothek Flensburg zeigt, was es bedeutet, Demokratie mit Leben zu füllen. Durch Kooperationen mit Schulen, Vereinen und Initiativen, durch mehrsprachige Angebote, kreative Formate und ihr starkes Engagement gegen Diskriminierung trägt sie dazu bei, unsere Gesellschaft offener, informierter und solidarischer zu machen“, lobte Stenke.
Allein das Programm der Stadtbibliothek für dieses Jahr ist beeindruckend. Anlass dafür, 2025 zum Jahr der Demokratie auszurufen und die Veranstaltungen danach auszurichten, waren zwei historische Zäsuren: der 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges und die (vorgezogenen) Bundestagswahlen. Von Ausstellungen, Themenräumen und Thementagen, über bilinguale Lesungen und Sommer-Auto-Kino bis hin zu Reading Challenges und Schulungen reicht das Spektrum. Angesichts dieser Vielfalt wundert es kaum, dass Stadtbibliotheksleiterin Stefanie Klenk ihren Gästen bei der Verleihung anvertraute, dass sich die Antragsstellung „nicht nach Arbeit“ anfühlte, sondern geradezu leicht von der Hand ging.
Klenk freut sich über die Anerkennung des Bestrebens, „demokratische Werte wie gesellschaftliche Vielfalt sichtbar zu machen und zu verteidigen.“ Durch gezielte Angebote versuche die Stadtbibliothek, „die Informations- und Medienkompetenz der Kundschaft zu stärken, was wiederum deren Mündigkeit erhöht und sie weniger anfällig für fake news und stark vereinfachte, hetzerische Falschmeldungen macht.“ Auch Klenk spricht vom „Dritten Ort“. Als solcher stünde die Stadtbibliothek „einem sehr heterogenen Publikum für Aufenthalt, Begegnung und Inspiration zur Verfügung“.
Dass dies ein offener Ort ist, sei sofort erkennbar, lobte Jury-Mitglied Claudia Knauer. Die Büchereidirektorin des Verbandes Deutscher Büchereien Nordschleswig würdigte auch das Team, das sich für Demokratie stark machte. Ralf Loell als stellvertretender Stadtpräsident belegte das Engagement allein mit der erstaunlichen Zahl von 500 Veranstaltungen jährlich.
Der Landespreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Und zur Erinnerung: Seit dem Frühjahr 2024 verzichtet die Stadtbibliothek auf Gebühren für Bibliotheksausweise. Eine höchst demokratische Einrichtung!
IW-Studie zu Sozialausgaben: Paritätischer und DGB üben scharfe Kritik
Stellungnahmen von Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes und Anja Piel, DGB-Vortsandsmitglied, aus Anlass der heute veröffentlichten IW-Studie zu Sozialausgaben des Staates.
Berlin, 24. November 2025

Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes: „Die heute diskutierte Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft behauptet, dass Deutschland überhöhte Sozialausgaben habe, doch die Auswahl der Vergleichsländer greift zu kurz. Entscheidend ist: Nimmt man den EU-Durchschnitt, liegen die deutschen Sozialausgaben im Mittelfeld, bei der Alterssicherung sogar seit Jahren darunter. Das überrascht nicht angesichts durchschnittlicher Renten von nur 1.100 Euro.
Zudem berücksichtigt die Studie nur staatliche Ausgaben und blendet private Vorsorgekosten, die der Staat den Bürgerinnen und Bürgern häufig abnimmt, vollständig aus. Rechnet man beides zusammen, zeigt selbst die OECD:
Deutschland gibt im Verhältnis zum BIP weniger für soziale Sicherung aus als viele Vergleichsländer, weniger noch als die USA. Kürzungen bei den staatlichen Ausgaben kämen den Arbeitgeberverbänden zu Gute, die Bürgerinnen und Bürger müssten sich teuer selbst absichern. Sie würden draufzahlen.
Die Schlussfolgerung ist klar: Notwendig ist eine verlässlichere und solidarisch finanzierte Absicherung – besonders im Alter. Konzepte, die vor allem Arbeitgeber entlasten und die Kosten auf Einzelne verlagern, führen in die falsche Richtung.“
Zur Studie des Institut der deutschen Wirtschaft (IW)zu den Ausgaben Deutschlands für Soziales hier ein Statement von Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied:

„Es ist wenig überraschend, wenn arbeitgebernahe Institute uns das Märchen erzählen wollen, dass der Sozialstaat in Deutschland zu teuer sei. Das Ergebnis entspricht punktgenau den Interessen der Arbeitgeber: weniger Verantwortung für die soziale Sicherheit der Beschäftigten.
Ein Vergleich auf fragwürdiger Grundlage: Das IW führt vorwiegend Länder an, die ins gezeichnete Bild passen und bei denen Deutschland im Vergleich so wirkt, als würde es zu viel für Sozialleistungen ausgeben. Benelux, Österreich/Schweiz und die nordischen Länder haben allerdings zusammen nicht einmal die Bevölkerungsgröße Deutschlands – dennoch sollen sie beim Vergleich als Maßstab taugen. Die Daten von Eurostat zeichnen dabei ein deutlich klareres Bild: Der EU-Durchschnitt für Sozialausgaben lag im letzten Jahr bei 27 Prozent. Deutschland lag mit 28,8 Prozent übrigens gerade mal auf Rang 4 – hinter Finnland, Frankreich und Österreich.
Was viel wichtiger ist, die Arbeitgeber aber nicht gern lesen: Im OECD-Vergleich hat Deutschland eine der niedrigsten Vermögensteuern, überaus moderate Erbschaftsteuern mit zahlreichen Ausnahmen für Betriebsvermögen. Und Deutschland hat im Vergleich hohe Abgaben auf Arbeit bei gleichzeitig niedrigen Abgaben auf Kapital. Gute Haushaltspolitik schaut aber nicht nur auf die Ausgaben, sondern immer auch auf die Einnahmenseite. Niedrige Sozialausgaben sind selten Ausdruck staatlicher Leistungsfähigkeit, sondern eher Hinweis auf mangelnde staatliche Verantwortung. Staaten, die bei ihren Bürger*innen sparen und gleichzeitig die Kapitalseite schonen, sind nicht stark. Sondern sie handeln verantwortungslos.“
VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Gewalt gegen Frauen geht uns alle an“
Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ist starkes Zeichen der Solidarität
Verena Bentele: Die Würde, der Respekt und der Schutz von Frauen und Mädchen sind nicht verhandelbar
Gewalt stellt laut der Weltgesundheitsorganisation eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen dar. VdK-Präsidentin Verena Bentele warnt anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November vor dem alarmierenden Ausmaß geschlechtsspezifischer Gewalt auch in Deutschland:

Verena Bentele – Präsidentin des größten deutschen Sozialverbandes VdK – Foto: © VdK / Marlene Gawrisc
„Die Zahlen zeigen einen erneuten Anstieg der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Noch immer wird viel zu oft darüber geschwiegen. Dieses Schweigen schützt die Täter und lässt die Betroffenen allein. Gewalt gegen Frauen betrifft uns alle. Wir müssen gemeinsam das Schweigen brechen. Am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen setzen wir ein starkes Zeichen der Solidarität und sagen: Schaut nicht weg! Die Würde, der Respekt und der Schutz von Frauen und Mädchen sind nicht verhandelbar.
Wir dürfen nicht hinnehmen, dass statistisch gesehen eines von drei Mädchen im Laufe seines Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt erlebt. Als Gesellschaft müssen wir aktiven Schutz bieten. Das neue Gewalthilfegesetz ist ein zentraler Schritt in diese Richtung. Seine langsame Umsetzung führt jedoch weiterhin zu Lücken. Dass der geplante Rechtsanspruch auf Schutz und fachkundige Beratung für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder erst 2032 in Kraft treten soll, ist aufgrund der erneuten Zunahme der Gewalttaten für die Betroffenen dramatisch. Sie brauchen sofort Schutz, kompetente Beratung, Begleitung und ausreichend Plätze in Frauenhäusern.
Für Mädchen und Frauen mit Behinderung ist es sogar noch erschreckender: Rund jede zweite Frau in dieser Gruppe ist von sexualisierter Gewalt betroffen. Damit auch sie wirksam vor Gewalt geschützt werden, müssen alle Angebote barrierefrei ausgebaut werden. Außerdem muss sichergestellt sein, dass Leistungserbringer von Hilfen für Menschen mit Behinderungen verbindliche Gewaltschutzkonzepte vorlegen und umsetzen.“
Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2024 wurden 53.451 Frauen und Mädchen Opfer von Sexualdelikten, fast die Hälfte davon war minderjährig. Zudem registrierte die Polizei 308 Tötungsdelikte an Frauen und Mädchen, 132 davon im Zusammenhang mit Partnerschaftsgewalt. Auch bei der häuslichen Gewalt gibt es mit 265.942 Opfern einen neuen Höchststand: ein Anstieg um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um 17,8 Prozent innerhalb der letzten fünf Jahre. Zu rund 70 Prozent sind die Opfer Frauen und Mädchen.
Über den VdK:
Der Sozialverband VdK ist mit über 2,1 Millionen Mitgliedern die größte sozialpolitische Interessenvertretung Deutschlands. Er setzt sich seit mehr als 70 Jahren erfolgreich für diejenigen ein, die sonst zu wenig wahrgenommen werden. Der Sozialverband VdK kämpft gegen soziale Ausgrenzung, Armut und ungleiche Chancen und für faire Bezahlung, solidarisches Miteinander und für soziale Gerechtigkeit.
Der VdK bietet außerdem kompetente Sozialrechtsberatung und vertritt seine Mitglieder vor den Sozialgerichten. Die 13 Landesverbände sind mit ihren Geschäftsstellen bundesweit vor Ort präsent und organisieren Hilfe und Beratung, Informationsveranstaltungen und gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Weitere Infos unter: www.vdk.de
BUND SH: Ostsee-Schutzgebiete schützen zu wenig
Neue Ostsee-Naturschutzgebiete sparen Strände sowie wichtige Seevogel-, Robben- und Schweinswalgebiete aus
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BUND SH fordert: Schutzgebiete ausweiten, strengen Schutz konsequent umsetzen
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Nährstoff-Eintrag in die Ostsee muss gestoppt werden
Kiel. „Strände und Küstensäume sind wichtig für Seegras, Jungfische, Seevögel und Robben! Deshalb müssen die neuen Ostsee-Schutzgebiete dringend entsprechend erweitert werden“, betont Verena Platt-Till, Meeresschutz-Referentin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein e. V. (BUND SH).
Das schleswig-holsteinische Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Naturschutz (MEKUN) hatte beim jüngsten Beteiligungstermin zu diesem Thema jedoch erläutert, dass die Schutzgebiete erst 20 Meter seewärts der Küstenlinie beginnen und somit nur Flächen berücksichtigen, die nicht zum Gebiet einer Gemeinde gehören. Dies hatte der BUND SH bereits in seiner Stellungnahme kritisiert.
„Trotz umfassender Hinweise aus Naturschutz, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bleiben die Schutzgebiete in ihrem Zuschnitt nahezu unverändert und damit weit hinter ihren Möglichkeiten zurück“, sagt Jürgen Leicher vom Vorstand des BUND SH. „Damit es auch morgen noch Fische gibt, muss parallel zur Ausweisung der Schutzgebiete dringend der Nährstoff-Eintrag aus der Landwirtschaft in die Ostsee gestoppt werden. Die Maßnahmen, die im Aktionsplan Ostseeschutz dazu genannt werden, reichen nicht aus. Hier wollen wir vom Landwirtschaftsministerium konkrete Lösungen sehen.“
Positiv merkt Jürgen Leicher an: „Wir haben uns gefreut zu hören, dass der Erlass der Schutzgebietsverordnung für die erste Jahreshälfte 2026 geplant ist, denn die Fischbestände sind so stark bedroht, dass wir keine Zeit zu verlieren haben.“
Der BUND SH lobt deshalb auch, dass jegliche Fischerei einschließlich der Freizeitfischerei in den Schutzgebieten ausgeschlossen werden soll. Für die Gebietsschließungen soll es finanzielle Kompensationsmaßnahmen für die Fischerei geben. Gleichzeitig soll das Strandangeln überall erlaubt bleiben ̶ aus Sicht des BUND ein fachlich widersprüchlicher Kompromiss, der die Schutzwirkung schwächt.
Die EU-Biodiversitätsstrategie verlangt für streng geschützte Gebiete störungsfreie Nullnutzungszonen. In den neuen Ostsee-Schutzgebieten sollen aber laut aktueller Planung Wasserfahrzeuge weiterhin zugelassen bleiben.
Der BUND SH fordert, dass die Schutzgebiete frei von Durchfahrten motorisierter Wasserfahrzeuge mit Ausnahme von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen bleiben sollen, um Lärm und Wellenschlag für sensible Arten und Lebensräume zu minimieren. Eine solche Befahrensverordnung muss allerdings vom Bundesverkehrsministerium geregelt werden.
Wichtige Rast- und Fortpflanzungsbereiche von Robben, zentrale Vogelrast- und Nahrungsgebiete sowie Gebiete mit hoher Aufenthaltsdichte von besonders bedrohten Schweinswalen wurden nicht in die Schutzkulisse aufgenommen, obwohl deren Bedeutung vielfach benannt und fachlich belegt wurde. „Wir fordern eine konsequent naturschutzfachlich begründete Gebietskulisse, Maßnahmen zur Reduzierung des Nährstoffeintrags und Nullnutzungszonen, damit die Ostsee die Chance hat, sich zu erholen“, fasst Verena Platt-Till zusammen.
Hier finden Sie die Stellungnahme des BUND SH zu den geplanten Ostsee-Schutzgebieten:
Der BUND auf seinen sozialen Medien:
bei Twitter unter @SHBUND, bei Facebook unter @BUNDSchleswigHolstein und bei Instagram unter @bund_sh und auf seiner Website unter: https://www.bund-sh.de/
Vortrag: „Der Oluf – die ganze Geschichte von Idylle und Konflikt“ am 27. November im Schifffahrtsmuseum Flensburg

Berühmt ist der Oluf für vieles: angeblich erster sozialer Wohnungsbau in Flensburg, Heimstätte für Arbeiter und einfache Leute, Puschenpuff und Ferienwohnungskonflikt. Doch was davon lässt sich nachweisen, was ist reiner Mythos?
Dr. Martin Müller, Kurator der Sonderausstellung im Flensburger Schifffahrtsmuseum, präsentiert in seinem Vortrag die Geschichte des Oluf auf der Basis neuester Forschungen.
Donnerstag, 27.11.2025 um 18:30 Uhr, Schifffahrtsmuseum Flensburg, Schiffbrücke 39, 24939 Flensburg
40 Jahre Frauennotruf Flensburg: „Witches, Bitches, It-Girls“ – LESUNG mit REBEKKA ENDLER am 27.11. in der Stadtbibliothek
Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen
LESUNG mit REBEKKA ENDLER in der Stadtbibliothek Flensburg
am 27.11.2025 um 19:00 Uhr, Vortragsaal Stadtbibliothek – Eintritt 5 €
Witches, Bitches, It-Girls
Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen

Das Patriarchat ist kein Mythos. Bestsellerautorin Rebekka Endler macht sich in ihrem neuen Buch auf die Suche nach den Ursachen des Patriarchats und geht der Frage nach, welche misogynen Mythen bis heute unser Denken und Handeln bestimmen.
Witches, Bitches, It-Girls ist eine anekdotische Spurensuche, die durch die lange Menschheitsgeschichte führt. Rebekka Endler blickt dabei in den Maschinenraum des Patriarchats, beschäftigt sich mit der Kanonisierung in der Kunst, mit der Epoche der Romantik, mit der sogenannten Normalität und mit feministischen Wellen, mit Cancel-Culture und Transfeindlichkeit – und fragt: Was bringt so viele Frauen heute noch dazu, von einem rettenden Märchenprinzen zu träumen? Warum werben sogenannte Tradwives für ein Leben als Hausfrau und Mutter? Was steckt hinter der Mommy-Blogger-Welle, und welche Funktion haben Frauenbilder wie Witches, Bitches und It-Girls?
Humorvoll, schlagfertig und kämpferisch zeigt Rebekka Endler, wie wir alle das Patriarchat Tag für Tag am Laufen halten – und wie wir es dennoch verändern können, wenn wir das System dahinter verstehen und angreifen.
«Rebekka Endler erzählt […] mit Ironie und Humor von den unhinterfragten Ungerechtigkeiten im Alltag zwischen Frau und Mann.» NDR KULTUR über Das Patriarchat der Dinge
Zum weiteren Programm im November:
Der Frauennotruf Flensburg begeht in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum und blickt in diesem Jahr auf 40 Jahre engagierte Arbeit gegen häusliche und sexualisierte Gewalt zurück.

Vier Jahrzehnte kämpferischer Arbeit, Unterstützung und Solidarität für Frauen in Not. Unser Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zum Rückblick, sondern auch eine wichtige Gelegenheit, um die Bedeutung unserer Arbeit und die Dringlichkeit, das Thema häusliche und sexualisierte Gewalt in die Öffentlichkeit zu tragen, hervorzuheben.
Anlässlich dieses Jubiläums finden rund um den 25. November 2025, der gleichzeitig das Gründungsdatum des Frauennotrufs und der „Internationale Tag gegen Gewalt“ an Frauen ist, öffentliche Veranstaltungen statt. Der Frauennotuf Flensburg lädt zu einem vielfältigen Programm ein: Lesungen, Theater, Vorträge, Konzerte und Ausstellungen, die sich mit feministischen Themen, Gewaltprävention und der Geschichte sowie der Gegenwart frauenpolitischer Arbeit befassen.
Untenstehend die Programmübersicht für den Rest des Novembers. Mehr und detaillierte Infos zum Programm hier: https://fin-flensburg.de/veranstaltungen/
Noch bis zum 08.03.2026 | UNTERSCHÄTZT! STARKE FRAUEN DER KÜNSTLERKOLONIE EKENSUND
Museumsberg Flensburg, Heinrich-Sauermann-Haus
Noch bis 29.11.2025 | KUNSTAUSSTELLUNG der Studierenden der EUF – MODUL 1 | Rathaus Flensburg
STUDIERENDE SETZEN EIN KÜNSTLERISCHES ZEICHEN FÜR „40 JAHRE FRAUENNOTRUF“ IN EINER AUSSTELLUNG
Ausstellung im MODUL1, Künstlerischer Infopoint im RATHAUS FLENSBURG im Gang zwischen Europa-Raum und Bürgersaal zu den Öffnungszeiten des Rathauses
25.11.2025 | JUBILÄUMSFEIER 40 Jahre Frauennotruf
Beginn 18:00 Uhr – EX Sultanmarkt, Neustadt
Rednerinnen und Grußworte aus Politik & Gesellschaft, Musik von Birga Görtz, Snacks und was zum Anstoßen. Birga Görtz spielt mit ihrer neuen Band „Glückskind“ einige eigene Songs mit kraftvollen deutschen Texten.
Noch bis 27.11.2025 | BUCHAUSLAGE Stadtbibliothek Flensburg
Es wird in der Stadtbücherei Flensburg einen Büchertisch mit Medien rund um den Anlass Orange Day geben.
Noch bis 25.11.2025 | BUCHAUSLAGE Carl von Ossietzky Buchhandlung
Eine breite Auswahl an Sachbüchern und erzählender Literatur zu Feminismus und sexualisierter Gewalt
27.11.2025 | LESUNG mit REBEKKA ENDLER in der Stadtbibliothek: Witches, Bitches, It-Girls
Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen
19:00 Uhr – Eintritt 5 €
Theaterwerkstatt Pilkentafel: Programm für den Dezembert 2025 – Jetzt Karten bestellen!
Die Termine in der Übersicht:
| IBSEN: Gespenster | Donnerstag | 4.12. | 20:00 Uhr |
| IBSEN: Gespenster | Freitag | 5.12. | 20:00 Uhr |
| IBSEN: Gespenster | Samstag | 6.12. | 20:00 Uhr |

NFT-Gastspiel
Markus&Markus THEATERKOLLEKTIV
IBSEN: GESPENSTER
EIN FAMILIENDRAMA IN DREI AKTEN MIT MARGOT & dem MARKUS & MARKUS THEATERKOLLEKTIV
Wie schon 2023 in „Titanic 2“ geht das Markus&Markus Theaterkollektiv auch hier von einer berühmten Vorlage aus.
In Ibsens Drama Gespenster bittet Osvald seine Mutter, ihm zum Sterben zu verhelfen. Sie zweifelt. Und mit ihr zweifeln noch immer Gesellschaften überall auf der Welt, ob es ein Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben gibt.
Das Markus&Markus Theaterkollektiv traf seinen Osvald, die 81-jährige Margot, am 1. April und begleitete sie mit der Kamera während ihrer letzten Tage beim Ordnen ihrer Dinge, den letzten Arztbesuchen, Abschiedsfesten und schließlich auch auf ihrem Weg in die Schweiz. Dorthin, wo einige wenige Organisationen seit Jahren Sterbehilfe leisten auf dem schmalen Grat, den die Justiz ihnen lässt. Am 22. Mai waren sie auf Margots Beerdigung.
Ibsen: Gespenster dokumentiert diese besondere Begegnung. Das Stück ist eine Feier des Lebens, ein Dinner for One, bei dem die Tischdame ihren verstorbenen Freund*innen bereits gefolgt ist. Auf der Bühne sind nur noch Markus&Markus. Ein kontroverser Diskurs prallt auf ein Drama, dessen Protagonistin bereits tot ist. Ibsen: Gespenster ist ein Stück über das Sterben und zugleich Überlebenselixier, denn: „So lange man über mich redet und meine Geschichte erzählt wird, so lange bin ich nicht tot.“
Die Aufführung am Samstag findet in Kooperation mit Winterzeit dem Rotarierclub Nordertor statt.
4., 5., 6. DEZEMBER – jeweils 20:00 Uhr
KONZEPT UND UMSETZUNG Lara-Joy Bues, Katarina Eckold, Manuela Pirozzi, Markus Schäfer, Markus Schmans und als Gast Margot. Markus&Markus Theaterkollektiv sagt über sich: „Niemand recherchiert mehr als wir, haben wir recherchiert.“ Seit dem Ende ihres Studiums der Szenischen Künste in Hildesheim 2012 arbeiten die vier kontinuierlich zusammen und haben eine sehr eigene und erfolgreiche Methode und Handschrift entwickelt. Sie spielen an vielen deutschen Theatern und auf internationalen Festivals. Sie interessieren sich aber für nachhaltige Beziehungen zu Theaterhäusern und Regionen und wurden mit dem George Tabori Förderpreis und dem Preis des Best-Off-Festivals Freier Theater der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet. Nach „Titanic 2“ im Jahr 2023 zeigen sie ihr berühmtes Stück „Gespenster“ in der Theaterwerkstatt Pilkentafel.
SERVICE:
Kassenöffnungszeiten
Die Abendkasse öffnet immer 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn. Bei ausverkauften Vorstellungen gibt es dort eine Warteliste, auf die man sich eintragen kann. Sollten reservierte Karten nicht abgeholt werden, können diese dann als Restkarten erworben werden.
Ticketshop: https://karten.pilkentafel.de
Wir empfehlen, Tickets online über unseren Webshop zu erwerben. Die Bezahlung erfolgt per Bankeinzug oder Kreditkarte. Sie können die Karten zu Hause ausdrucken, oder sich auf Ihr Smartphone laden. Über das Internet erworbene Karten können grundsätzlich nicht zurückgenommen oder umgetauscht werden. Für verfallene Karten wird kein Ersatz geleistet.
Vorverkauf über https://karten.pilkentafel.de oder in den Vorverkaufsstellen u.a. Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung in der Großen Straße / SHZ-Kundencenter in der Nikolaistraße und bei allen bekannten Eventim-Vorverkaufsstellen.
Solidarisches Preissystem
Solidarisches Preissystem bei freier Platzwahl
Aufführungen: 12€ / 18€ / 25€
Orientierung: 25,- € ist für alle, die es sich leisten können. 18,- € ist der reguläre Preis. 12,- € ist der ermäßigte Preis nach Selbsteinschätzung.
Ermäßigte Karten für Studierende gibt es im AStA-Büro der Uni Flensburg für 8€. Anmeldung für Schulklassen (8€ pro Schüler*in) direkt im Büro der Pilkentafel.
Kulturschlüssel
Für jede Aufführung kann man bis zu zwei Eintrittskarten für 1€ beim bequa-Programm Kulturschlüssel im Norden reservieren. Informationen und Reservierung https://foerdekompass.sh/
Barrierefreiheit
Die Theaterwerkstatt Pilkentafel ist eingeschränkt barrierefrei. Der Zugang zum Foyer und in den Theatersaal sind ebenerdig und stufenlos erreichbar. Die Eingangstüren sind ausreichend breit. Die sanitären Anlagen sind leider nicht barrierefrei mit einem Rollstuhl zu erreichen. Bei Fragen oder Hilfestellungen sind wir über unsere Telefonnummer 0461- 24901 erreichbar.
KANÄLE

Newsletter und Spielplanversand: newsletter.pilkentafel.de
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Instagram: instagram.com/theaterwerkstatt_pilkentafel
Theaterwerkstatt Pilkentafel gGmbH
Pilkentafel 2 • 24937 Flensburg
Büro: 0461-24901 • Mobil: 0160 90 25 90 4

































































