Archiv für den Tag 15. November 2025

40 Jahre Frauennotruf Flensburg – Benefizkonzert mit „DUO LYRIQUE“ am 16.11. auf dem Museumsberg

Matinée Konzert mit dem „DUO LYRIQUE“ für den Frauennotruf Flensburg

Sonntag, 16.11.2025 | MATINÉE KONZERT „DUO LYRIQUE“ Museumsberg

11.30 Uhr | Museumsberg Flensburg – Heinrich Sauermann Haus | Der Eintritt ist frei – wir bitten um eine großzügige Spende!

DUO LYRIQUE, Foto: Ute Weller

Elisabeth Kestel, Stuttgart, absolvierte ihr Violinstudium in Basel bei Sandor Zöldy. Sie war Mitglied des Philharmonischen Orchesters Freiburg, des Münchener Kammerorchesters und am Stuttgarter Kammerorchester engagiert. Heute spielt sie in diversen Kammermusikensembles.
Ingrid Maier widmete sich nach ihrer Tätigkeit als Schulleiterin in Stuttgart ganz der Klaviermusik. Die Begegnung der beiden Musikerinnen fand im Tübinger Kammerorchester SinfoNeA Piccola statt, woraus seit 2020 eine intensive Zusammenarbeit entstand: Das DUO LYRIQUE.

Im Rahmen des Programms zum 40-jährigen Jubiläums des Frauennotrufs Flensburg spielen sie auf dem Museumsberg Werke von G.F. Händel, W.A. Mozert, Emilie Mayer und Antonin Dvorak.

Georg Friedrich Händel
Sonate für Violine und Klavier Nr. IV in D-Dur
Adagio – Allegro – Larghetto – Allegro

Wolfgang Amadeus Mozart
Sonate Nr. 1 für Klavier und Violine in G-Dur, KV 301
Allegro con spirito – Allegro

Emilie Mayer
Sonate für Violine und Klavier in Es-Dur
Allegro maestoso – Andante – Rondo (Allegro assai) – Finale (Adagio-Presto-Adagio-Presto)

Antonin Dvorak
Sonatina für Violine und Klavier in G-Dur, op. 100
Allegro risoluto – Larghetto – Scherzo (Molto vivace) – Finale (Allegro)


Der Frauennotruf Flensburg begeht in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum und blickt in diesem Jahr auf 40 Jahre engagierte Arbeit gegen häusliche und sexualisierte Gewalt zurück.

Vier Jahrzehnte kämpferischer Arbeit, Unterstützung und Solidarität für Frauen in Not. Unser Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zum Rückblick, sondern auch eine wichtige Gelegenheit, um die Bedeutung unserer Arbeit und die Dringlichkeit, das Thema häusliche und sexualisierte Gewalt in die Öffentlichkeit zu tragen, hervorzuheben.
Anlässlich dieses Jubiläums finden rund  um den 25. November 2025, der gleichzeitig das Gründungsdatum des Frauennotrufs und der „Internationale Tag gegen Gewalt“ an Frauen ist, öffentliche Veranstaltungen statt. Der Frauennotuf Flensburg lädt zu einem vielfältigen Programm ein: Lesungen, Theater, Vorträge, Konzerte und Ausstellungen, die sich mit feministischen Themen, Gewaltprävention und der Geschichte sowie der Gegenwart frauenpolitischer Arbeit befassen.

Untenstehend die Programmübersicht. Mehr und detaillierte Infos zum Programm hier: https://fin-flensburg.de/veranstaltungen/

Besetzung der katholischen Kirche St. Marien in Flensburg

Die Aktivist*innen der Kirchenbesetzung – Alle Fotos dieses Beitrags auf Instagram https://www.instagram.com/antifa_info_fl/

Aktion im Streit um Schwangerschaftabbrüche im geplanten Förde-Klinikum

Am heutigen Sonnabend vormittag hat eine Gruppe von Aktivistinnen die katholische Kirche am Südergraben besetzt. Nach wenigen Stunden wurde gegen 16 Uhr die Aktion von der Polizei beendet und die BesetzerInnen aus der Kirche herausgetragen.

Zum Anliegen der BesetzerInnen die untenstehende Mitteilung:

Protesttransparent in der Kirche

Gerade hat eine Gruppe autonomer Aktivist*innen die katholische Kirche »St. Marien Schmerzhafte Mutter« im Nordergraben 36 besetzt.

Die katholische Kirche verbietet grundsätzlich alle Schwangerschaftsabbrüche. Mit dieser Besetzung reagieren die Aktivist*innen mit Fassungslosigkeit und Unverständnis auf die katholische Ideologie, denn statt wie bisher in der DIAKO werden ab 2026 durch den Einfluss der Kirche keine Abtreibungen mehr im Krankenhaus durchgeführt. 

Das körperliche Selbstbestimmungsrecht ist nicht verhandelbar, deswegen fordern sie:

-Die Trennung von Kirche und Staat: Gesundheit ist ein Grundrecht und jedes moderne Krankenhaus gehört in öffentliche Hand!

Räumung durch die Polizei am späten Nachmittag

-Die Landesregierung darf die Trägerschaft des neuen Förde Klinikums am Peelwatt nicht dem Malteser Orden übertragen!

-Das Land muss die Finanzierung einfrieren, solange es keine Lösung für die Versorgung für Schwangerschaftsabbrüche gibt!

-Gegen den Vertragsbruch der DIAKO muss die Stadt Flensburg rechtliche Schritte einleiten!

Wer seiner Wut gegen die Fremdbestimmung der Kirche Ausdruck verleihen möchte, ist dazu eingeladen, an der Mahnwache (Nordergraben 36) vor der Kirche teilzunehmen oder die Besetzung zu besuchen.

Gemeinsam zeigen wir der katholischen Kirche, was wir davon halten, dass sie über unsere Gesundheit und Körper entscheiden wollen.

Weg mit §218!

Kirche raus aus dem Krankenhaus!

Für Selbstbestimmung!

Mehr auch auf Instagram: https://www.instagram.com/antifa_info_fl/

Die Möllner Briefe – Filmvorführung am 19.11. im Christesenhaus Unewatt

Filmvorführung und Gespräch mit Regisseurin Martina Priessner

Im November 1992 zerstörten rassistische Brandanschläge in Mölln das Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der 7-jährige Junge überlebte das Feuer, verlor aber auf tragische Weise seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. In der Folgezeit erhielt die Stadt Hunderte von Solidaritätsschreiben, die archiviert wurden und fast drei Jahrzehnte lang in Vergessenheit gerieten.  Verwoben mit İbrahims Erinnerungsreise und seinen Begegnungen mit drei Briefschreiberinnen, bilden die vergessenen Botschaften eine visuelle Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die Film- und Literaturreihe „Mittwoch ins Unewatt“ zeigt den vielfach ausgezeichneten Dokumentarfiln. Im Anschluss spricht Filmemacherin Jytte Hill mit der Regisseurin Martina Priessner. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den Flensburger Kurzfilmtagen (Filmkorte e.V.) statt.

Abendkasse 10€ / 8€

Mittwoch, 19.11.2025 um 19:00 Uhr Christesenhaus Unewatt

Podcast-Tipp: “Kapitalismus ist verfassungswidrig“ – Sabine Nuss

Ein Wirtschaftspodcast aus der Reihe „Armutszeugnis“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die aktuellen Großkonflikte spitzen sich zu, allen voran der Klimawandel mit seinen sozialen Verwerfungen. Die herrschenden liberalen Antworten setzen auf den Markt, mithin einen «grünen Kapitalismus», unterschlagen aber den sozialen Ausgleich. Dies stärkt die rechten Parteien und Ideologien.

Seit einiger Zeit nun wird als Antwort auf die vielfachen Krisen die Forderung nach «Vergesellschaftung» laut: Grund und Boden, Produktionsmittel und Naturschätze sollen der privaten, profitorientierten Verfügungsgewalt entzogen werden. Auch soziale Ungleichheit möchte man damit beseitigen und so zugleich rechten Ideologien den Nährboden entziehen.

Doch was genau verbirgt sich dahinter, inwiefern könnte das ein Ausweg sein und wieso wäre damit ein Ende der permanenten Enteignung eingeläutet? Und wieso sollte Kapitalismus verfassungswidrig sein?

Mitwirkende Sabine Nuss, Eva Völpel

Dauer 58:36 min

Hört jetzt die neue Folge des Podcast «Armutszeugnis» 👇
https://www.rosalux.de/mediathek/media/element/2664

40 Jahre Frauennotruf Flensburg: „Unsichtbar? Nein!“ – Kunstausstellung von Studierenden der EUF und Vernissage am 19.11.

STUDIERENDE SETZEN EIN KÜNSTLERISCHES ZEICHEN FÜR „40 JAHRE FRAUENNOTRUF“ IN EINER AUSSTELLUNG – Vernissage am 19. November im MODUL1  – Rote Straße 17 um 19:00 Uhr

Der Frauennotruf Flensburg feiert im November sein 40-jähriges Bestehen. Seit vier Jahrzehnten unterstützt die Einrichtung Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Kunststudierende der Europa-Universität Flensburg haben dafür im Seminar Schnittstellen (Leitung: Werner Fütterer) eine Ausstellung konzipiert, die Themen wie Prävention, Empowerment und gesellschaftliche Verantwortung in vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen sichtbar macht. Mit eigenständig weiterentwickelten Arbeiten verbinden sie wissenschaftliche Reflexion mit künstlerischer Praxis und würdigen so die Arbeit des Frauennotrufs auf besondere Weise.

Der Eintritt ist frei!

Ausstellung bis 29.11.2025
im MODUL1, Rote Straße 17 • Vernissage am 19. November 19 Uhr

Künstlerischer Infopoint
im RATHAUS FLENSBURG im Gang zwischen Europa-Raum und Bürgersaal zu den Öffnungszeiten des Rathauses

Öffnungszeiten Modul1
Mo-Do : 14:30-17:30 Uhr
Fr – So : 11-14 Uhr


Der Frauennotruf Flensburg begeht in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum und blickt in diesem Jahr auf 40 Jahre engagierte Arbeit gegen häusliche und sexualisierte Gewalt zurück.

Vier Jahrzehnte kämpferischer Arbeit, Unterstützung und Solidarität für Frauen in Not. Unser Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zum Rückblick, sondern auch eine wichtige Gelegenheit, um die Bedeutung unserer Arbeit und die Dringlichkeit, das Thema häusliche und sexualisierte Gewalt in die Öffentlichkeit zu tragen, hervorzuheben.
Anlässlich dieses Jubiläums finden rund  um den 25. November 2025, der gleichzeitig das Gründungsdatum des Frauennotrufs und der „Internationale Tag gegen Gewalt“ an Frauen ist, öffentliche Veranstaltungen statt. Der Frauennotuf Flensburg lädt zu einem vielfältigen Programm ein: Lesungen, Theater, Vorträge, Konzerte und Ausstellungen, die sich mit feministischen Themen, Gewaltprävention und der Geschichte sowie der Gegenwart frauenpolitischer Arbeit befassen.

Untenstehend die Programmübersicht. Mehr und detaillierte Infos zum Programm hier: https://fin-flensburg.de/veranstaltungen/

Familienkonzert mit internationaler Besetzung am 22. November in der Dansk Centralbibliotek Flensburg

Am Samstag, den 22. November spielt das internationale Trio Bon Noir in der dänischen Bücherei in Flensburg- und der Eintritt ist frei.

Jetzt heißt es die Flügel auszubreiten und sich auf die lange Reise nach Afrika mit den Zugvögeln zu begeben.

Das internationale Trio Bon Noir sprüht vor Liebe zur Musik und spielt sie sowohl kraftvoll als auch meditativ, lyrisch und groovig, mit viel Raum für die Magie des Augenblicks.

Die drei Musiker kommen aus Burkina Faso, Ghana und Dänemark und lassen sich von traditioneller Musik aus Westafrika, Skandinavien und den USA inspirieren. Man entdeckt ungewöhnliche Instrumente, lernt mehr über die Musik der Welt und wird mitgerissen, wenn Bon Noir seine Flügel ausbreitet und Kurs auf die Küste Afrikas nimmt.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter: nina@syfo.de

Familienkonzert mit

Bon Noir

Samstag, 22.11.25  um 11:00 Uhr

Dansk Centralbibliotek, Flensburg

Veranstalter: Sydslesvigsk Forening (SSF), Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig, Sydslesvigs danske Ungdomsforeninger (SdU) & Dansk Skoleforening for Sydslesvig

 

Neue Zahlen: Wolfsbestand in Deutschland stagniert erstmals 

NABU zur UMK: Bejagung ist kein Herdenschutz 

Berlin – Der NABU sieht die neuen Ergebnisse des offiziellen Wolfsmonitorings als Beleg dafür, dass sich die Wolfspopulation in Deutschland stabilisiert und keineswegs unkontrolliert wächst. Gleichzeitig warnt der Verband vor den politischen Plänen, den Wolf ins Bundesjagdrecht aufzunehmen – ein Schritt, der aus NABU-Sicht weder notwendig noch zielführend wäre. 

Der Wolf besiedelt in Deutschland vorwiegend deckungsreiche offene und locker bewaldete Lebensräume, auch in Schleswig-Holstein. Foto: Wikimedia Commons

„Der Wolf ist, wie auch Umwelt- und Agrarminister*innen immer wieder betonen, Teil Deutschlands. Ein Tier, das nach Jahrhunderten in unsere Landschaft zurückgekehrt ist und hier seinen Platz gefunden hat“, sagt NABU-Wolfsexpertin Marie Neuwald. „Eine Aufnahme ins Jagdrecht wäre eine politische Fehlentscheidung, die uns bei der Akzeptanz und Koexistenz mit dem Wolf um Jahre zurückwerfen könnte.“ 

Im Monitoringjahr 2024/25 wurden laut DBBW (Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf) 219 Wolfsrudel, 43 Paare und 14 sesshafte Einzeltiere in Deutschland festgestellt – insgesamt demnach 276 Wolfsterritorien. Eine Stagnation zum Vorjahr, in dem 274 Territorien nachgewiesen wurden. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Das Wachstum verlangsamt sich deutlich. 

Neuwald betont: „Die Zahlen der letzten Jahre zeigen klar: Der Wolfsbestand wächst nicht unbegrenzt weiter, in manchen Regionen ist bereits eine Sättigung zu verzeichnen. Es gibt daher keine Notwendigkeit, eine reguläre Bejagung einzuführen. Zudem lernen Wölfe durch Abschüsse nicht, Abstand zu Weidetieren zu halten, das kann nur ein funktionierender Herdenschutz.“
Klar ist: Auch eine Bejagung wird nicht von der grundsätzlichen Notwendigkeit des Herdenschutzes entbinden, wenn das Ziel eine geringere Anzahl an Rissen ist. 

Tatsächlich sank 2024 die Zahl der registrierten Nutztierrisse um rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr, vor allem dank wirksamer Schutzmaßnahmen und engagierter Weidetierhalter*innen. Der NABU fordert daher, Mittel und Unterstützung für Herdenschutz weiter auszubauen, anstatt mit „Scheinlösungen“ wie der Jagd falsche Erwartungen zu wecken. 

Besorgt zeigt sich der NABU auch über die alarmierende Zahl illegaler Wolfstötungen: 2025 wurden bislang acht, im Jahr 2024 sogar 16 illegal getötete Wölfe gefunden – mit vermutlich hoher Dunkelziffer. „Eine reguläre Bejagung könnte die Hemmschwelle für illegale Abschüsse sogar weiter sinken lassen“, so Neuwald.  

Vor der bevorstehenden Umweltministerkonferenz (UMK) richtet der NABU daher klare Forderungen an Bund und Länder: 

  • Keine reguläre Bejagung des Wolfs – Abschuss darf es nur dort geben, wo konsequenter Herdenschutz überwunden wird. 
  • Klare Regeln im Problemfall – Sollte ein Wolf auffälliges Verhalten zeigen, muss es klar abgestimmte Regeln und Zuständigkeiten geben, ggf. auch für einen Abschuss. 
  • Wissenschaftliches Monitoring – nicht nur des Wolfsbestands, sondern auch des Rissgeschehens. Im Großteil der Risse war auch heute noch kein Herdenschutz vorhanden, wodurch es den Wölfen somit leicht gemacht wurde. 
  • Bejagung nicht als Herdenschutz verkaufen – auch in einer bejagten Wolfspopulation wird technischer Herdenschutz nötig sein, solange es Wölfe in einer Region gibt. 
  • Herdenschutz ermöglichen durch gezielte Förderung, Beratung und Bürokratieabbau. 
  • Klare Haltung gegen illegale Tötungen und mehr Kapazitäten für Aufklärung. 

Grundsätzliche Stärkung der Weidetierhaltung – durch eine gezielte Finanzierung durch die künftige Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik. 

Deutsch-dänische Archivpartnerschaft wird fortgesetzt

Flensburg. Das deutsch-dänische Archivprojekt „Archive beiderseits der Grenze – Relevanz, Herausforderungen und Zusammenarbeit“, das mit Mitteln aus dem Bürgerprojektfonds/Interreg Deutschland-Danmark und der Europäischen Union gefördert wurde, war ein voller Erfolg. Daher wird die Archivkooperation über die Grenze hinweg auch nach dem offiziellen Projektende fortgeführt.

Am Dienstag, den 18. November um 16 Uhr, findet im Flensburger Rathaus eine Abschlussveranstaltung im Rahmen des deutsch-dänischen Archivprojekts „Archive auf beiderseits der Grenze – Relevanz, Herausforderungen und Zusammenarbeit“ statt.

Am Dienstag, den 18. November um 16 Uhr, findet im Flensburger Rathaus eine Abschlussveranstaltung im Rahmen des deutsch-dänischen Archivprojekts „Archive auf beiderseits der Grenze – Relevanz, Herausforderungen und Zusammenarbeit“ statt. Damit endet ein Jahr voller Veranstaltungen, die die wichtige Rolle der Archive für das Verständnis unserer gemeinsamen deutsch-dänischen Geschichte in den Mittelpunkt gestellt haben. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wird ein Teilprojekt vorgestellt, das den Bürgerinnen und Bürgern helfen soll, sich im deutsch-dänischen Archivwesen besser zurechtzufinden.

Das Archivprojekt war ein Erfolg, und deshalb setzen die Projektpartner ihre gute Zusammenarbeit auch nach Projektende fort. „Wir haben im vergangenen Jahr immer wieder den großen Wunsch sowohl der Archive als auch der Bürgerinnen und Bürger erlebt, mehr über die jeweils andere Seite und unsere Sammlungen zu erfahren. Diesem Wunsch wollen wir nachkommen. Deshalb haben wir gemeinsam beschlossen, die deutsch-dänische Archivpartnerschaft fortzuführen – zum Nutzen von Bürgern und Archiven“, sagt Sidsel von Qualen, Archivarin bei Historie Haderslev und Leadpartner des Projekts, und fährt fort: „Wir haben bereits mehrere Ideen für das kommende Jahr. Doch bevor wir auf die Zukunftspläne eingehen, wird am 18. November der letzte Teil des Projekts vorgestellt.“

Das Teilprojekt, das im Flensburger Rathaus präsentiert wird, umfasst zum einen eine Broschüre, die eine Einführung in die grundlegenden Archivregeln in Dänemark und Deutschland gibt, und zum anderen eine Website, auf der diese Regeln vertieft werden und auf der künftig die Archive des Grenzlandes in einer Übersicht zu finden sein sollen. „Wir möchten die Website so ausbauen, dass sie als Zugang zu den Archiven des Grenzlandes für Bürgerinnen und Bürger sowie für andere Archive dient“, erklärt Jessica von Seggern, Leiterin des Flensburger Stadtarchivs. „Sowohl die Broschüre als auch die Website sind zweisprachig, und wir hoffen, dass viele Archive im Grenzland diese neuen Werkzeuge in ihrer täglichen Arbeit und im Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern nutzen werden“, ergänzt Jessica von Seggern.

Bahnhofswald vor Gericht – voller Erfolg für BUND und BI Bahnhofsviertel

Die Aktivisten von BUND und Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg vor dem Verwaltungsgericht in Schleswig – Günter Strempel, MItte, im Interview mit einem Journalisten. Christiane Schmitz-Strempel an der linken Ecke des Bahnhofswald-Transpi. (Zum Vergrößern Doppelklick) – Foto: Conny Christ

Bürgerinitiative sieht sich in all ihren Zweifeln bestätigt

Stellungnahme der BI Bahnhofsviertel Flensburg zum Urteil des schleswig-holsteinischen Verwaltungsgerichts:

Das jahrelange Tauziehen um den Hotelneubau an der Bahnhofstraße ist entschieden. Die Stadt Flensburg hatte den Investoren im Januar 2021 die umstrittene Baugenehmigung erteilt. Dagegen klagte der BUND unterstützt von der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel.

Nun fiel die Entscheidung vor dem Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht: Die Baugenehmigung wird aufgehoben! Der der Genehmigung zugrundeliegende Bebauungsplan verstößt nach Auffassung des Gerichts gegen gleich mehrere umweltbezogene Rechtsvorschriften. Tiefgreifende Mängel wurden festgestellt sowohl was den Arten- wie auch den Biotopschutz betrifft. Das Gericht rügte insbesondere die fehlende Abwägung hinsichtlich der im Baugebiet vorhandenen Quelle, aber auch die unzureichende Beachtung des Biotops „Artenreicher Steilhang“. Grundsätzlich müsse vor der Erstellung eines Bebauungsplans weitaus sorgfältiger geprüft werden, ob sich Hindernisse ergeben könnten, die aus Gründen des Naturschutzes einer Bebauung des Gebietes entgegenstehen.

Die Bürgerinitiative sieht durch das Urteil des Verwaltungsgerichts all die Zweifel bestätigt, die sie von Anbeginn gegen das Bauprojekt anführte. BI-Sprecherin Christiane Schmitz-Strempel sagt:“ Wir sind sehr froh darüber, dass das Gericht die Einwände aus der Sicht des Naturschutzes bestätigt hat. Natur-und Waldschutz haben mit diesem Urteil einen deutlichen Sieg errungen. Aber wir blicken nach vorn. Jetzt kommt es darauf an, dass die Stadt Flensburg die richtige Konsequenz zieht. Und die kann nur heißen: Keinerlei Bebauung auf der Fläche des Bahnhofswalds! Hier muss die Natur Vorrang haben. Bäume sollen wieder wachsen, das Biotop sich erholen dürfen. Unsere BI wird dieser Forderung mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln Nachdruck verleihen!“

Zum Urteil auch die Presseinformation des schleswig-holsteinischen Verwaltungsgerichts in Schleswig vom 13.11.2025 zum Download

Sowie ein Kommentar von Jörg Pepmeyer, Mitglied der Flensburger Ratsversammlung und der Fraktion Linkes Bündnis:

Ein Desaster und eine Ohrfeige für die Flensburger Verwaltung. Nun drohen millionenschwere Schadenersatzforderungen durch die Investoren. Zum Schaden der Stadt und all ihrer Bürger. Warum, weil man die sehr gut begründeten Argumente und Bedenken der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel, des BUND und anderer zivilgesellschaftlicher Akteure konsequent ignorierte. Als Linke-Ratsherr und Mitglied der Fraktion Linkes Bündnis erwarte ich eine schonungslose und selbstkritische Aufarbeitung der Vorgänge um das Hotelprojekt am Bahnhofswald durch die Verwaltung, den Oberbürgermeister und die politischen Gremien, damit so etwas nicht wieder passiert.

Tatort Bahnhofswald im Juli 2022: Mit Sand aufgefüllte Fläche des vernichteten Naturhabitats. Rechts am Bildrand die vom Bagger zusammengeschobenen Reste der Biotop-Vegetation. Sickerquelle: Auf der linken Seite tritt weiterhin Wasser aus dem Boden aus, sammelt sich und fließt anschließend zum Parkplatz ab. – Foto Jörg Pepmeyer
Bahnhofswald im Mai 2020: Ehemaliges Quellgebiet und Feuchtbiotop. Ursprünglich führte sogar eine Bach durch das Gebiet, der später verrohrt wurde. Nach Ansicht der Stadt Flensburg nicht schützenswert. Das sah das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) vollkommen anders und stellte  Anfang August 2020 das Quellgebiet unter gesetzlichen Biotopschutz .  Foto: Dr. Helmreich Eberlein

Untenstehend dokumentieren wir ebenso den Beitrag des Flensburger Tageblatt zum Urteil:

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