Archiv für den Tag 9. November 2025

200 Menschen beim Stadtbild-Protest in Flensburg

Die Versammelten im „Stadtbild“ – Foto: Jörg Pepmeyer

Stadtbild mit Freunden und Nachbarn

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Rund 200 Menschen trafen sich heute Nachmittag zum gemeinsamen „Stadtbild“ am Renate-Delfs-Platz an der Westseite des Flensburger Hafens. Sie setzten damit ein Zeichen gegen die skandalösen und rassistischen Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zum Thema „Stadtbild“. Mit dabei viele Menschen aus zivilgesellschaftlichen Gruppen und Partein, aus der Neustadt, mit Migrationshintergrund und ohne. Ebenso ganze Familien mit ihren Kindern.

Torsten Schütte und Lotta Bohde von der Theaterwerkstatt Pilkentafel legten in einem szenischen Dialog dar, was die auf dem Renate-Delfs-Platz Versammelten und den Bundeskanzler voneinander unterscheidet, wen Friedrich Merz mit seinen Äußerungen hofiert und wessen Geistes Kind er letztlich ist. Am Schluss der Redebeiträge rückten die Teilnehmer für das Gruppenfoto bzw. zum „Stadtbild“ zusammen. Übrigens, die dafür genutzte Drohne versetzte keine Beteiligte in Panik….

Alles in allem war der Nachmittag von einer lockeren und entspannten Atmosphäre gekenzeichnet. So gab es für die Versammelten auf dem Platz im Anschluss an die eigentliche Kundgebung und dem Gruppenfoto, Musik, heiße Getränke, Crepes, Kuchen und Croissants. Somit war das Ganze, verbunden mit einem Spaziergang an der neuen Hafenpromenade, für viele auch ein netter Ausflug mit anschließendem Nachmittagskaffee und Klönschnack.

Unten noch eine kleine Fotostrecke

VdK fordert Energiegerechtigkeit bei Stromsteuersenkung

VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Verschärfung sozialer Ungerechtigkeiten vermeiden“

VdK sieht Menschen mit geringem Einkommen überproportional belastet

Verena Bentele – Präsidentin des größten deutschen Sozialverbandes VdK – Foto: © VdK / Marlene Gawrisc

Der Sozialverband VdK begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, die Stromsteuer für das produzierende Gewerbe sowie für die Land- und Forstwirtschaft ab Januar 2026 dauerhaft auf das europäische Mindestniveau von 0,05 Cent pro Kilowattstunde zu senken. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit dieser Branchen gestärkt und die Energiekostenbelastung reduziert. Zugleich unterstützt der VdK ausdrücklich die Forderung der Bundesländer, auch die privaten Haushalte durch eine Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Minimum oder alternativ auf 0,1 Cent pro Kilowattstunde zu entlasten – insbesondere vor dem Hintergrund, dass derzeit für Privathaushalte noch 2,05 Cent pro Kilowattstunde fällig werden. Nur so wird eine gerechte und umfassende Entlastung aller Stromkundinnen und -kunden erreicht. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele:

„Als Sozialverband sprechen wir uns mit Nachdruck dafür aus, dass die Bundesregierung bei der anstehenden Änderung des Energie- und Stromsteuergesetzes alle Menschen im Blick behält. Energiegerechtigkeit bedeutet, dass nicht nur Unternehmen, sondern auch private Haushalte von steuerlichen Entlastungen profitieren müssen. Alles andere verschärft bestehende soziale Ungleichheiten.

Die Stromsteuer ist eine pauschale Verbrauchssteuer, die alle Haushalte unabhängig vom Einkommen trifft. Besonders für Menschen mit geringem Einkommen ist die Belastung überproportional hoch, denn Energiekosten nehmen einen größeren Anteil ihres Budgets ein. Wer wenig verdient, wohnt oft in schlecht gedämmten Wohnungen mit höheren Verbrauchswerten und hat kaum Möglichkeiten, in Energiesparmaßnahmen zu investieren. Ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, chronischen Erkrankungen oder Pflegebedarf sind zusätzlich betroffen, da sie höhere Stromverbräuche kaum vermeiden können.

Eine Senkung der Stromsteuer wäre ein konkreter Schritt zu mehr sozialer Fairness und würde die Kaufkraft insbesondere jener stärken, die am meisten von steigenden Lebenshaltungskosten betroffen sind. Die aktuell geplante Entlastung nur für Unternehmen wäre ein falsches Signal. Eine gerechte Energiepolitik braucht gleiche Bedingungen für alle Verbraucherinnen und Verbraucher.

Wir appellieren deshalb an die Bundesregierung und den Bundestag, die Stromsteuersenkung auf alle Haushalte auszuweiten und dadurch gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie die Akzeptanz für die Energiewende zu stärken.“


Über den VdK:

Der Sozialverband VdK ist mit über 2,1 Millionen Mitgliedern die größte sozialpolitische Interessenvertretung Deutschlands. Er setzt sich seit mehr als 70 Jahren erfolgreich für diejenigen ein, die sonst zu wenig wahrgenommen werden. Der Sozialverband VdK kämpft gegen soziale Ausgrenzung, Armut und ungleiche Chancen und für faire Bezahlung, solidarisches Miteinander und für soziale Gerechtigkeit.

Der VdK bietet außerdem kompetente Sozialrechtsberatung und vertritt seine Mitglieder vor den Sozialgerichten. Die 13 Landesverbände sind mit ihren Geschäftsstellen bundesweit vor Ort präsent und organisieren Hilfe und Beratung, Informationsveranstaltungen und gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Weitere Infos unter: www.vdk.de

40 Jahre Frauennotruf Flensburg – Lesung von Christina Clemm „GEGEN FRAUENHASS“ am 12.11. und Jubiläums-Programm

LESUNG VON CHRISTINA CLEMM „GEGEN FRAUENHASS“

am 12.11.2025 | Robbe & Berking Museum | Harniskai 13 |
Einlass: 19 Uhr – Beginn 19:30 Uhr | Reservierungen über: frauennotruf@fin-flensburg.de, Abendkasse 12 €/6€

„Alle, wirklich alle Frauen können betroffen sein. Und alle, wirklich alle Männer können Täter sein.“ Die Rechtsanwältin Christina Clemm zeigt, wie allgegenwärtig die Gewalt gegen Frauen ist, und was wir verändern müssen – politisch wie privat. Lisa M. trifft Mirko im Studium. Sie verlieben sich, streiten kaum. Dann wird sie schwanger, sie ziehen zu seiner Mutter, haben bald drei Kinder. Eine Familie wie im Bilderbuch, wäre da nicht seine Wut. Anfangs muss Lisa die Hämatome noch verstecken, mit der Zeit wird er zielsicherer. Sie versucht zu fliehen, doch vergeblich. Christina Clemm ist Strafverteidigerin, sie hat hunderte Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt vertreten. Und sie ist wütend – weil in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau von ihrem (Ex-)Partner umgebracht wird. Weil Frauen beim Arzt, in der Arbeit und auf offener Straße Gewalt erleben und niemand etwas dagegen tut. Warum nicht? Ist es Unkenntnis, Hilflosigkeit, Desinteresse? Oder liegt dem Ganzen ein tief verwurzelter Frauenhass zugrunde? Christina Clemm führt uns durch die Spirale patriarchaler Gewalt und zeigt, was getan werden muss.


Der Frauennotruf Flensburg begeht in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum und blickt in diesem Jahr auf 40 Jahre engagierte Arbeit gegen häusliche und sexualisierte Gewalt zurück.

Vier Jahrzehnte kämpferischer Arbeit, Unterstützung und Solidarität für Frauen in Not. Unser Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zum Rückblick, sondern auch eine wichtige Gelegenheit, um die Bedeutung unserer Arbeit und die Dringlichkeit, das Thema häusliche und sexualisierte Gewalt in die Öffentlichkeit zu tragen, hervorzuheben.
Anlässlich dieses Jubiläums finden rund  um den 25. November 2025, der gleichzeitig das Gründungsdatum des Frauennotrufs und der „Internationale Tag gegen Gewalt“ an Frauen ist, öffentliche Veranstaltungen statt. Der Frauennotuf Flensburg lädt zu einem vielfältigen Programm ein: Lesungen, Theater, Vorträge, Konzerte und Ausstellungen, die sich mit feministischen Themen, Gewaltprävention und der Geschichte sowie der Gegenwart frauenpolitischer Arbeit befassen.

Untenstehend die Programmübersicht. Mehr und detaillierte Infos zum Programm hier: https://fin-flensburg.de/veranstaltungen/

Krimi trifft Plattschnack: Anja Gust & Fidi Thordsen am 13.11. auf der GESINE an der Schiffbrücke in Flensburg

Dat geiht nicht gut … dat geiht mörderisch
Tatzeit: Donnerstag, 13.11.2025 um 19 Uhr
Tatort: Das Motorgüterschiff GESINE
(neben der ALEXANDRA) Schiffbrücke, 24939 Flensburg
Täterprofil: Wortkunst live
Tonspur auf dem Akkordeon: Heinz Nielsen

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten