Archiv für den Tag 5. November 2025
Neuer Anlauf für den Erhalt des Ex-Sultanmarkts am 11.11. im Hauptausschuss und am 13.11. in der Ratsversammlung

Umwelt- und Planungsausschuss lehnt Befassung des Antrags des Linken Bündnis ab
Antrag sei nicht fristgerecht eingereicht worden und es läge keine Dringlichkeit vor
Der Umwelt- und Planungsausschuss hat am Dienstag über den Antrag des Linken Bündnis zum Erhalt des Kulturzentrums Ex-Sultanmarkts nicht entschieden. Im Rahmen einer kurzen, aber engagiert geführten Debatte lehnte der SUPA eine Befassung ab: Der Antrag sei nicht fristgerecht eingereicht worden, und die von Gabi Ritter vom Linken Bündnis vorgebrachte Forderung, ihn dennoch wegen der Dringlichkeit einer drohenden Kündigung auf die Tagesordnung zu setzen, lehnte der Auschuss ebenso mehrheitlich ab.
Nun wird der Antrag, zu dem es bereits einen Ergänzungsantrag der Grünen gibt, der unter anderem eine verbindliche Verlängerung des Mietvertrages zwischen dem städtischne Sanierungsträger Ihrsan und dem Trägerverein des ExSultanmarkts bis zum 31.12.2026 vorsieht, am 11.11. im Hauptausschuss und am 13.11. in der Ratsversammlung zur Beratung und Beschlussfassung anstehen. Beide Sitzungen finden jeweils um 16 Uhr im Ratssaal statt. Interessierte Gäste sind bei beiden Sitzungen herzlich willkommen! Einlasskarten für die Ratsversammlung am 13.11. können im Büro des Stadtpräsidenten bei Frau Frankenberg bestellt werden. Tel.: 852297 oder per E-Mail: stadtpraesident@flensburg.de
Worum geht es bei den beiden Anträgen in der Sache?
Dem Kulturzentrum Ex-Sultanmarkt droht das Aus. Der städtische Sanierungsträger Ihrsan beabsichtigt den Mietvertrag mit dem Trägerverein zu kündigen.
Die Fraktion Linkes Bündnis setzt sich in ihrem Antrag daher für den Erhalt des Kulturzentrums Ex-Sultanmarkt in der Flensburger Neustadt ein. Ziel des Antrags ist es, die Stadtverwaltung zu beauftragen, Gespräche mit dem Vermieter, dem städtischen Sanierungsträger Ihrsan aufzunehmen. Damit soll eine drohende Kündigung des Mietvertrags durch die Ihrsan abgewendet und eine Fortsetzung der kulturellen Nutzung des Gebäudes in der Neustadt 26 durch den Träger-Verein Kunst- und Kultur Baustelle 8001 e.V. sichergestellt werden.
Das Kulturzentrum Ex-Sultanmarkt ist in den vergangenen Jahren zu einem lebendigen Treffpunkt für Kunst, Kultur, Begegnung und nachbarschaftliches Engagement in der Neustadt geworden. Das Linke Bündnis sieht einen herben Verlust für die kulturelle Vielfalt und soziale Stabilität des ohnehin schon gebeutelten Stadtteils, sollte es tatsächlich zu einer Kündigung kommen.
Tjark Naujoks, Fraktionsvorsitzender des Linken Bündnis:
„Der Ex-Sultanmarkt ist weit mehr als ein Gebäude – er ist ein Ort gelebter und interkultureller Vielfalt, sozialer Teilhabe und kreativer Energie. Dass der Fortbestand dieses Kulturzentrums gefährdet wird, ist kulturpolitisch und stadtentwicklungspolitisch ein fatales Signal. Wir fordern die Ihrsan auf, gemeinsam mit der Stadt und dem Trägerverein des Ex-Sultanmarkt eine tragfähige und vertraglich verbindliche Lösung zum Weiterbetrieb zu finden.“
Jörg Pepmeyer, Ratsherr des Linken Bündnis und langjährig im Stadtteil Neustadt und Duburg engagiert:
„Das Ex-Sultanmarkt-Kollektiv hat in den letzten Jahren gezeigt, was Nachbarschaft, Kultur und Engagement bewirken können, wenn man Räume dafür lässt. Der Verlust dieses Zentrums wäre ein Schlag für die Neustadt und das ganze kulturelle Leben und die Integrationsarbeit in Flensburg. Es gibt derzeit keinen Investor, der das Gebäude kaufen oder entwickeln will – es gibt also keinerlei sachlichen Grund, durch die Ihrsan vollendete Tatsachen zu schaffen.“
Gabi Ritter, Ratsfrau des Linken Bündnis, die den Antrag in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschuss am 4. November einbringen und begründen wird:
„Gerade in einem Stadtteil wie der Neustadt brauchen wir Orte, die Begegnung und Miteinander fördern. Der Ex-Sultanmarkt ist so ein Ort – niedrigschwellig, offen, vielfältig. Als Stadt dürfen wir nicht tatenlos zusehen, wie ein so wichtiges Stück kultureller Infrastruktur droht, verloren zu gehen. Wir erwarten, dass die Verwaltung aktiv vermittelt und sich klar zum Erhalt dieses Kulturzentrums bekennt.“
Das Linke Bündnis betont, dass die Stadt Flensburg eine besondere Mitverantwortung trägt, wenn es um den Schutz und die Förderung gemeinwohlorientierter Räume geht. Private Renditeinteressen dürften nicht Vorrang vor sozialer und kultureller Stadtentwicklung haben.
„Der Ex-Sultanmarkt steht beispielhaft für das, was in Flensburg gut funktioniert, wenn Menschen selbst aktiv werden und Kultur von unten gestalten. Genau solche Orte braucht diese Stadt – und sie müssen politisch geschützt werden“, so Naujoks abschließend.
Mehr zum Ex-Sultanmarkt: https://www.ex-sultanmarkt.de/
Der entsprechende Antrag des Linken Bündnis und der Ergänzungsantrag der Grünen untenstehend zur Ansicht und zum Download:
Flensburger Kurzfilmtage 2025 vom 12. bis 16. November

Mittwoch, 12.11.25 19:30 Uhr – Sonntag, 16.11.25 19:30 Uhr
51 Stufen Kino im Deutschen Haus und Theaterwerkstatt Pilkentafel
Das Programm 2025 ist online
Autorin Nicola Techel
30 Kurzfilme in sechs Wettbewerbsprogrammen – zwei neue Sektionen – vier Jurys – fünf Festivaltage – viele spannende Gäste. Wir freuen uns auf die Vielfalt von Kurzfilmen, lebendige Diskussionen und ein tolles Publikum vom 12. – 16. November in Flensburg!
Das diesjährige Wettbewerbsprogramm entlässt uns »mit anderen augen« aus dem Kino.
Von Ærø reisen wir im Zeitsprung nach Teneriffa in die Nebensaison – zwischen Urlaub und Leben – üben uns in Gratwanderungen zwischen Freundschaft und Gemeinschaften. Die Figuren der Filme reiben die Zähne aufeinander, suchen das Glücksspiel, streben nach Perseiden und Gleichberechtigung. Eine Heimsuchung wird zur Trauerarbeit zwischen Vater und Sohn oder zur Annäherung zweier Frauen. Im Stimmbruch suchen wir andere Töne, Spuren oder Chancen, um die eigene Stimme wieder erheben zu können. Unterschiedliche Generationen vereinen sich, helfen und solidarisieren sich, feiern das Leben – und das Kino!
Ergänzt wird das Programm durch weitere Sektionen und ein vielfältiges Rahmenprogramm für Flensburger Filmbegeisterte, Filmnachwuchs und Filmbranche.
gesprächs:bedarf zeigt die Flensburg-Premiere von Die Möllner Briefe. Wir freuen uns sehr auf Martina Priessner und İbrahim Arslan.
Die neue Sektion Am Anfang war der Kurzfilm präsentiert die Kurzfilme von Bernhard Marsch – Filmemacher, Sammler und Gründer des Filmclub 813 Köln.
Im Rolle Vorwärts Special präsentieren wir ein kuratiertes Kinder- und Jugendprogramm am Festivalsonntag.
Erkundet das gesamte Programm hier. Vorverkauf online und an allen Vorverkaufsstellen.
Verkaufsstart von Tickets und Akkreditierungen
Tickets für die Wettbewerbsprogramme und weitere Sektionen können jetzt über Reservix erworben werden.
Die Akkreditierungsgebühr beträgt für Vertreter·innen der Film- und Medienbranche sowie Partner·innen 45 Euro, für Studierende 25 Euro.
Hier könnt ihr euch akkreditieren.
Die Akkreditierung ist personalisiert und nicht übertragbar. Eine Akkreditierung beinhaltet keinen Zutritt zur Eröffnungsveranstaltung oder der Preisverleihung.
Die Akkreditierungsfrist ist der 10. November 2025.
Mehr zu den Flensburger Kurzfilmtagen 2025 und das vollständige Programm auf https://filmkorte.de/was-wir-machen/flensburger-kurzfilmtage/
Interkulturelle Wochen Flensburg: Fest der Begegnung am 8. November in der Duborg Skolen
Fest der Begegnung
Samstag, 08. November, von 14 – 18 Uhr
Duborg Skolen, Eingang Mitte Königstraße
Eintritt frei
Das Fest ist der Höhepunkt der Interkulturellen Wochen in Flensburg. Es erwartet sie ein Feuerwerk an kulinarischen Köstlichkeiten, ein viel-fältiges Bühnenprogramm mit Gesang, Tanz, Theater und unzähligen interessanten Menschen aus verschiedenen Ländern.
PROGRAMMPUNKTE
(diese sind nicht die Reihenfolge der Bühnenauftritte)
• Mosaik der Bewegungen | Lucila
• Persische Lieder | Azam
• Die Kinder von Piräus | Irini
• Somalische Musik und Tanz | Dahir
• Im Rhythmus Kroatiens | Andrea
• Klavier und Gesang | Anastasia
• Interkulturelles Musikprojekt | Jan
• Folkloregruppe Malve | Viktoriya
• Palästinensische Trachten Show | Jalal
• Bosnische Tänze | Haris
• Tanzen mit Allen | Jaleh
Eltern achten bitte beim Fest auf ihre Kinder.
Kommen Sie bitte mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zum Fest.
Ansprechperson: Peter Rohrhuber, 0461 – 85 11 88 rohrhuber.peter@flensburg.de































































