Archiv für den Tag 4. November 2025
Webinar-Reihe im November: Boden als öffentliche Infrastruktur

Drei Termine im November – Jetzt anmelden!
Jeweils Donnerstag von 13-16 Uhr
Die vierteilige Vortragsreihe unter Federführung des Norbert Elias Center (NEC) der Europa-Universität Flensburg beleuchtet den Zusammenhang zwischen Bodenpolitik, bezahlbarem Wohnraum und nachhaltiger Nutzung – und zeigt auf, wie Boden gerechter, zukunftsfähig und gemeinwohlorientiert gestaltet werden kann. Es geht unter anderem um Fragen von Boden als Gemeingut, innovative Modelle nachhaltiger Bodenpolitik, Wege hin zu einer Flächenkreislaufwirtschaft und suffizienzorientierte Stadtentwicklung.
Am 6. N0vember:
Impuls #3: Stolpersteine und Trittsteine auf dem Weg zu einer nachhaltigen Bodenpolitik in Österreich
Gerlind Weber studierte Soziologie, Raumplanung und Rechtswissenschaften in Wien. Sie startete ihre wissenschaftliche Laufbahn 1976 an der Technischen Universität Wien. 1991 wurde sie als Universitätsprofessorin für Raumplanung und Raumforschung an die Universität für Bodenkultur Wien berufen, wo sie bis 2012 das Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung leitete. Im Ruhestand setzt sie als Selbstständige ihre Arbeit als Lehrende und Forschende zu nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume sowie Bodenpolitik fort.
Impuls #4: Die Bodenfrage in zivilgesellschaftliche Hände nehmen. Das Potential der Community Land Trusts
Sabine Horlitz ist Architektin und Stadtforscherin. Sie hat über den US-amerikanischen Sozialwohnungskomplex Pruitt-Igoe promoviert und forscht u.a. zu Modellen kollektiven Eigentums. Sie ist Mitbegründerin der vom Community Land Trust Modell inspirierten Berliner Stadtbodenstiftung und Mitglied des Stiftungsvorstands. Zusammen mit Oliver Clemens gründete sie das Architekturbüro Studio CHplus, das ausschließlich für nicht gewinnorientierte Auftraggeber, für Mieterprojekte und gemeinwohlorientierte Träger arbeitet.
Mehr Infos & Anmeldung: https://www.uni-flensburg.de/nec/nec-termine/event/webinar-reihe-boden-als-oeffentliche-infrastruktur
Mitveranstalter und Kooperationspartner:
Economists for Future | Forschungsbereich Finanzwissenschaft & Infrastrukturpolitik (IFIP), TU Wien | Kompetenzzentrum Alltagsökonomie | Norbert Elias Center for Transformation Design & Research (NEC), Europa-Universität Flensburg
Seniorenbeiratsmitglieder tagen am 6. November im Aktivitetshuset – weiterhin im Rathaus Flensburg unerwüncht
Zu einer öffentlichen Sitzung treten als Geschäftsführender Seniorenbeirat die vier verbliebenen, mit einem Mandat der älteren Bürger Flensburgs gewählten Seniorenbeirats-Mitglieder am Donnerstag, den 6. November 2025 zusammen.
Und zwar im Aktivitetshuset, Norderstrasse 49, um 9:30 Uhr.
Der Verwaltungsvorstand der Stadt Flensburg hatte den vier verbliebenen Seniorenbeirats-Mitgliedern die Anerkennung verweigert, die Nutzung des sonst üblichen Tagungsraums im Rathaus untersagt und das Seniorenbeirats-Büro geschlossen.
Gäste sind wie immer willkommen.
Mehr zu den Vorgängen um den Seniorenbeirat auch hier:
Stadt schaltet E-Mail-Adressen des Flensburger Seniorenbeirats ab – Beirat unter neuer Adresse erreichbar
Ratsversammlung beschließt Entmachtung und Abschaffung des Seniorenbeirats
Ein Beitrag der Wochenzeitung »|wirklich Flensburg auf ihrem Instagram-Kanal vom 26.6.2025:

Die Stadtverwaltung hat den vier Vorstandsmitgliedern des Seniorenbeirates heute, kurz vor der entscheidenden Ratsversammlung die Emailerreichbarkeit gekappt. Vorausgegangen war, dass dem Beirat mittels Brief mitgeteilt worden war, dass ihnen die Erlaubnis entzogen wird, im Namen des Seniorenbeirates zu fungieren. Auslöser war, dass der Vorstand nach einigen Rücktritten noch 4 Vorstandsmitglieder hat, laut Satzung aber 5 benötigt. Der Seniorenbeirat hatte bereits deutlich gemacht, dass er weiter arbeiten möchte und sich auch in der Lage dazu sieht. Er bevorzugt eine Nachwahl von Vorstandsmitgliedern. Gewählt wird der Seniorenbeirat von den Menschen der Stadt, weshalb eine Nachwahl mit einem gewissen Vorlauf verbunden wäre. Nun hat die Stadt Flensburg kurz vor der entscheidenden Ratsversammlung die Emailadressen der Beiratsmitglieder einfach abgeschaltet.
Darauf reagiert der Beirat mit einer neuen Erreichbarkeit. Er ist per Email unter Seniorenbeirat-fl@posteo.de erreichbar.
Nachtrag der Stadtblog-Redaktion: Die Ratsversammlung hat der Entmachtung und faktischen Abschaffung des Seniorenbeirats im Rahmen einer entsprechenden Vorlage der Verwaltung (RV-59/2025) mit großer Mehrheit zugestimmt. Die entsprechende Beschlussvorlage gibt es hier zur Ansicht und zum Download
Mehr zum Thema auch in dem Stadtblog-Beitrag vom 2. Juni 2025
VdK-Präsidentin Verena Bentele: Regierung muss nachhaltiges Finanzkonzept für Krankenkassen vorlegen
Fraglich, ob vorgeschlagene Ausgabenbegrenzungen Beitragserhöhungen verhindern
VdK: GKV zu einer echten solidarischen Krankenversicherung entwickeln

Verena Bentele – Präsidentin des größten deutschen Sozialverbandes VdK – Foto: © VdK / Marlene Gawrisc
Die Bundesregierung plant unter anderem Ausgabenbegrenzungen bei den Krankenhäusern. Diese sollen erneute Erhöhungen der Zusatzbeiträge in den gesetzlichen Krankenversicherungen im kommenden Jahr verhindern. VdK-Präsidentin Verena Bentele sieht das kritisch:
„Die von der Regierung vorgeschlagenen Änderungen sind nicht nachhaltig. Trotz der angekündigten Ausgabenbegrenzungen gehen die Krankenkassen von einer weiteren Beitragssteigerung aus, Zusatzbeiträge von über drei Prozent könnten die Regel sein.
Der Bundesregierung fehlt ein nachhaltiges Konzept zur Stabilisierung der Beiträge. Kurzfristige Ad-hoc-Lösungen dürfen nicht die Regel werden. Auch dieses Mal hat die Regierung es verschlafen, notwendige Maßnahmen abzustimmen: Die Steuerzuschüsse müssen angehoben, die Ausgaben für Leistungserbringer auf dem aktuellen Niveau in Form eines Ausgabenmoratoriums eingefroren werden.
Die gesetzliche Krankenversicherung muss zu einer echten solidarischen Krankenversicherung ausgebaut werden, ohne die Flucht von Spitzenverdienern in die private Krankenversicherung zu begünstigen. Nur so kann sie dauerhaft ein wirtschaftlich tragfähiges Fundament erhalten.“
Über den VdK:
Der Sozialverband VdK ist mit über 2,1 Millionen Mitgliedern die größte sozialpolitische Interessenvertretung Deutschlands. Er setzt sich seit mehr als 70 Jahren erfolgreich für diejenigen ein, die sonst zu wenig wahrgenommen werden. Der Sozialverband VdK kämpft gegen soziale Ausgrenzung, Armut und ungleiche Chancen und für faire Bezahlung, solidarisches Miteinander und für soziale Gerechtigkeit.
Der VdK bietet außerdem kompetente Sozialrechtsberatung und vertritt seine Mitglieder vor den Sozialgerichten. Die 13 Landesverbände sind mit ihren Geschäftsstellen bundesweit vor Ort präsent und organisieren Hilfe und Beratung, Informationsveranstaltungen und gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Weitere Infos unter: www.vdk.de
Salonmusik mit den »Flensburger Sahneschnittchen« am 9.11. in der Bergmühle

Sonntag, 09.11. um 16 Uhr
Bergmühle Flensburg, an der Bergmühle 7, 24939 Flensburg
Hutkonzert (keine Reservierungen)
Die „Flensburger Sahneschnittchen“ servieren Tonfilmschlager und musikalische Confiserien mit Werken von Johann Strauß, Gerhard Winkler und anderen. Es singen und spielen Sylvia Wieland (Gesang), Kasia Bikowska (Violine), Ulrike Stüve-Koeppen (Flöte), Gabriel Koeppen (Gitarre, Cello, Gesang), Kai Stemmler (Kontrabass) und Christian Spevak (Klavier).
Salonmusik ist ein Ausdruck für unterhaltsame, leicht fassliche, oft besonders virtuose oder sentimentale Musik. Die Salonmusik als Genre setzt sich vorwiegend aus Bearbeitungen von Opern- und Operetten-Arien sowie von Gesellschaftstänzen zusammen. Ferner besteht sie aus „poetischen“ Instrumentalstücken, die eine Geschichte erzählen oder eine Atmosphäre schaffen sollen. Franz Schubert schrieb Musik für die biedermeierlichen Salons in Wien, die heute noch als Konzertmusik akzeptiert wird. Neben den musikalischen Dilettanten, die sich der Salonstücke annahmen, gab es professionelle, vornehmlich artistische Salonmusik: Der Komponist Jacques Offenbach etwa begann seine Karriere in den Pariser Salons als Virtuose auf dem Cello. Franz Liszt glänzte als Klaviervirtuose in den Salons.
Friedenscafé am 7. November im Café Jetzt und weitere Termine der Flensburger Friedensbewegeten
Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
das nächste Friedenscafé findet
am Freitag, den 7. November 2025 um 14.00 Uhr
im Café Jetzt, Norderstraße 134 am Nordertorplatz
statt und dazu laden wir herzlich ein.
Diesmal wir das Thema vorbereitet:
Gewaltfreier Widerstand und Soziale Verteidigung
Diese beiden Begriffe werden oft gleichbedeutend verwendet. Zwar gibt es Gemeinsamkeiten dieser beiden Konzepte, aber auch klare Unterschiede.
Dieses wird in einführenden kurzen Beiträgen dargestellt und dann wollen wir darüber diskutieren.
Gewaltfreier Widerstand
Beim gewaltfreien Widerstand werden verschiedene gewaltfreie Aktionen miteinander abgestimmt, er ist also eine koordinierte Form gewaltfreier Aktion. Ziel ist dabei die Beseitigung einer Unrechtsituation. Der Ausdruck wird meist dann verwendet, wenn sich Teile der Bevölkerung gegen Übergriffe der Regierung, also Inhaber der Staatsgewalt, mit gewaltfreien Mitteln zur Wehr setzen. Ausführlich hat Erica Chenoweth in ihrem Buch CIVIL RESISTANCE – WHAT EVERYONE NEEDS TO KNOW belegt, Gewaltfreier Widerstand führt doppelt so häufig zum Erfolg im Vergleich zum Einsatz militärischer Mitteln.
Soziale Verteidigung. Darüber hatten wir schon ein Friedenscafé durchgeführt und eine Rezension zu Ericas Buch findet sich auf https://dkpflensburg.wordpress.com/rezensionen-literatur/
Soziale Verteidigung
Das Konzept der Sozialen Verteidigung wurde in den 1960er und 1970er Jahren als Alternative zu Krieg und militärischen Versuchen der Konfliktlösung entwickelt. Schwerpunkt ist nicht die Verteidigung eines Territoriums, sondern der Strukturen der Zivilgesellschaft. Eine Gesellschaft verteidigt gewaltfrei ihre (zivilen) Institutionen, ihre Identität und ihre Lebensweise gegen einen gewaltsamen Angriff. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn ein Land von außen militärisch angegriffen wird oder wenn Gruppen innerhalb eines Landes mit illegalen Mitteln, z.B. einem Putsch, versuchen, die Macht an sich zu reißen. Dabei geht es nicht um die Verteidigung von Staatsgrenzen, sondern um den Schutz des Landes vor großflächiger Zerstörung durch den Verzicht auf gewaltsamen Widerstand.
www.imi-online.de/2023/03/09/soziale-verteidigung-als-alternative-zu-militaerischen-optionen
https://friedensbildung.ekir.de/inhalt/soziale-verteidigung
Weitere Termine der Flensburger Friedensbewegten:
Die Friedenswache am Samstag, 8. November 2025 ist auf dem Holm vor Hypo-Vereinsbank / TeDi von 11 – 12 Uhr.
Die Frauen in Schwarz sind am Samstag, den 8. November 2025 bei der Holmnixe von 11.30 bis 12.00 Uhr
Vorankündigung:
Kultur gegen die Kulturlosigkeit der Kriegslust
Tino Eisbrenner kommt nach Flensburg
Sonntag, 23. November 2025, 18.30 Uhr (Einlass 18.00 Uhr)
Gemeindehaus St. Jürgen, Flensburg, Jürgensgaarder Straße 1
Eintritt frei, freie Platzwahl, Spenden nötig (Hutkonzert)
´Der Songpoet und Friedensberichterstatter Tino Eisbrenner ist als Aktivist bei vielen Friedensaktionen dabei und macht jährlich ein Festival „Musik statt Krieg“ auf seinem Vier-Winde-Hof in Mecklenburg. Er setzt seine künstlerischen Mittel zum Bau von Brücken ein, was in seinen über vierzig Bühnenjahren auch immer wieder über die deutschen Grenzen hinaus zu Engagements führte und führt. Wer Frieden will, muss Frieden denken, ist ein Grundsatz in Eisbrenners Arbeit. Musikalisch ist Tino Eisbrenner ein passionierter Grenzgänger. Längst genügt ihm sein anfängliches Ausdrucksmittel Rock/Pop nicht mehr. Heute ist Eisbrenner ebenso Rockpoet und Singer-Song-Writer wie Chansonnier oder Jazz-Interpret, ein Weltmusiker, ein Troubadour im modernsten Sinn des Wortes. In seinen Liedern stellt er sich den Themen und Fragen unserer Zeit. Als Ostdeutscher und Friedensaktivist wird er von unseren westlichen öffentlich rechtlichen Qualitätssendern weitgehend boykottiert. Aber wir bieten hier die Gelegenheit zur persönlichen Begegnung.
Wir bitten um rege Beteiligung und Weiterverbreitung der Terminankündig
Mit freundlichen Grüßen
Siglinde und Ralf Cüppers
Deutsche Friedensgesellschaft –
Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Siglinde & Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de






























































