Archiv für den Monat November 2025

Gegen den „autoritären Sozialstaat“ – Die Verschärfung des Sozialrechts bedroht die Rechte aller

Mit einer Erklärung vom 27. November 2025 wenden sich sechs Bürgerrechtsorganisationen, darunter die Vereinigung Demokratischer Jurist:innen e.V. (VDJ, gegen die Pläne der Regierungskoalition zur Einführung einer „Neuen Grundsicherung“.

Gegen den „autoritären Sozialstaat“ – Die Verschärfung des Sozialrechts bedroht die Rechte aller

Gemeinsame Erklärung von sechs Bürgerrechtsorganisationen vom 27.11.2025

Die Bundesregierung hat einen „Herbst der Reformen“ angekündigt – hinter dem scheinbar zukunftsgewandten Begriff verbergen sich jedoch umfassende Angriffe auf sozialrechtliche Errungenschaften. Das Sozialrecht soll mehr denn je als Strafinstrument gegenüber Betroffenen eingesetzt werden. Um Maßnahmen eines zunehmend autoritären Sozialstaats zu legitimieren, betreibt die Bundesregierung eine Rhetorik der Spaltung und Abwertung gegenüber armen Menschen. Nicht nur der Sozialstaat wird repressiver, auch die bürgerlichen Freiheiten stehen unter Druck.

Das Bundesverfassungsgericht leitet aus der Würde des Menschen (Artikel 1 GG) und dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 GG) ein „Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums“ ab, das auch die Gesetzgebung beachten muss. Sanktionen, mit denen Leistungen unter das Niveau des Existenzminimums abgesenkt werden, hat das Bundesverfassungsgericht nur in sehr engen Grenzen für zulässig erklärt. Sanktionen, die einen strafenden Charakter haben, sind grundsätzlich verboten.

Mit dem Gesetzesvorschlag für eine „Neue Grundsicherung“ unternimmt die Bundesregierung einen systematischen Angriff auf die Würde des Menschen und das Sozialstaatsprinzip. Geplant sind u.a. Totalsanktionen bei drei versäumten Terminen, eine Begrenzung der Unterkunftskosten für Betroffene ab dem ersten Tag des Leistungsbezugs und umfangreiche Nachweispflichten für Bewerbungen, die bei Nichterbringen auch Sanktionen zur Folge haben können. Es steht bereits fest, wen diese Maßnahmen besonders hart treffen werden: psychisch kranke und vulnerable Menschen. Anstatt ihnen mit einem Ausbau Sozialer Arbeit zu helfen, werden sie schikaniert. Auch Kinder werden überproportional von den Sanktionen betroffen sein. Mittlerweile lebt jeder vierte Minderjährige in einem Haushalt, in dem Sozialleistungen bezogen werden. Zunehmend werden auch mächtige digitale Werkzeuge zur detaillierten Überwachung und Repression eingesetzt, siehe etwa Ideen ähnlich der „Asylcard“ oder Socialmedia-Überwachung.

Die Angriffe auf den Sozialstaat laufen parallel zu einer stark steigenden Staatsverschuldung. Diese Verschuldung ist aber nicht die Folge eines ausufernden Sozialstaats, sondern einer beispiellosen Aufrüstung der Bundesrepublik. Wirksame Maßnahmen, um Finanzbedarfe zu decken oder das Leben der Menschen zu verbessern, wie eine gerechte Besteuerung von Reichen und Erbschaften, die Verfolgung von Steuerhinterziehung oder eine Deckelung der Mieten und Vergesellschaftung von Wohnraum, geht die Bundesregierung nicht an. Der Kampf der Regierung gegen arme und hilfebedürftige Menschen soll von diesen sozialpolitischen Leerstellen ablenken.

Die Verschärfung des Sanktionsregimes im Sozialrecht ist zugleich ein Angriff auf die Arbeitnehmer*innen. Im Kontext von Werkschließungen und einer angespannten wirtschaftlichen Lage droht vielen Beschäftigten in die soziale Bedürftigkeit zu fallen, wo nun sogar der Verlust der eigenen Wohnung droht. Damit wird der Druck erhöht, schlechtbezahlte Jobs zu akzeptieren und unterhalb der eigenen Qualifikation zu arbeiten. Angriffe auf den Sozialstaat sind immer auch Instrumente, um Lohndumping zu vereinfachen. Die Verteidigung eines Sozialstaats, der eine angemessene Sicherheit des Lebensstandards effektiv sicherstellt, ist deshalb das Interesse aller Lohnabhängigen.

Unterzeichnende Organisationen:

Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF)
Humanistische Union (HU)
Komitee für Grundrechte und Demokratie
Neue Richtervereinigung (NRV)
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV)
Vereinigung Demokratischer Jurist:innen (VDJ)

Erklärung: Gegen den „autoritären Sozialstaat“ – Die Verschärfung des Sozialrechts bedroht die Rechte aller, Download: https://t1p.de/6up3c

Museumsberg Flensburg und Eiszeithaus: Veranstaltungen im Dezember 2025

Ausstellung auf dem Museumsberg

Unterschätzt! – Starke Frauen der Künstlerkolonie Ekensund

Malerin in Ekensund, um 1903, Otto Heinrich Engel, ©Museumsberg

Nach zahlreichen Ausstellungen zur Künstlerkolonie Ekensund in der 150-jährigen Geschichte des Museumsberg Flensburg wird im Winter 2025/26 die Frauenpower von Ekensund erstmals in den Fokus gerückt. Exemplarisch für die unterschiedlichen Lebensläufe von Frauen im frühen 20. Jahrhundert werden sechs ausgewählte Biografien aus dem Ekensunder Umkreis gewürdigt.

Die Sichtbarkeit der Frauen ist abhängig von verschiedenen, historischen und lokalen Bedingungen. In der Regel verliefen die vielversprechenden Karriereanfänge neben der traditionellen Care-Arbeit mit der Zeit ins Leere. Sophie Eisenlohr, die spätere Ehefrau von Alex Eckener konnte schon während ihrer Kindheit in London so gut Tiere malen, dass sie heute als Wunderkind gelten würde. Ihre Schwägerin Toni Eckener sorgte als Netzwerkerin und Gastgeberin dafür, dass das Elternhaus ein Ort für die ganze Familie blieb. Sie vermietete auch Pensionszimmer u. a. an Ada Nolde, mit der sie freundschaftlich verbunden blieb. Ein Originalfenster aus dem heutigen Eckener-Haus mit dem eingeritzten Namen von Nolde zeugt in der Ausstellung von dem beliebten Treffpunkt in Flensburg.

Porträt Emmy Gotzmann, 1909, Fotograf: Heinrich Hinz, Flensburg

Eine Frau, die ausschließlich für die Kunst nach Ekensund kam, war die Malerin Emmy Gotzmann (1881-1950). Ihr herausragendes Talent führte sie mit Anfang Zwanzig von Berlin in die Flensburger Region. Die Akzeptanz ihrer Zeitgenossen musste sie sich erst erarbeiten. Die Qualität ihrer Werke überragte oftmals die der ihrer männlichen Kollegen. 1908 bekam sie gemeinsam dem Flensburger Bildhauer Heinz Weddig eine große Ausstellung im Flensburger Kunstgewerbemuseum, dem heutigen Museumsberg. Die Flensburger Nachrichten berichteten damals überrascht von der Ausdruckskraft in den Bildern von Gotzmanns „Künstlererscheinung, welche die Schönheit der Landschaft mit der rückhaltslosen Farbenbegeisterung des modernen Malers schaut.″ Die gesamte Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens kann nun dort bewundert werden, wo ihre Karriere begann.

Dauer: noch bis 8. März 2026

Sonntag, 07. Dezember, 11.30 Uhr
Unterschätzt! Starke Frauen der Künstlerkolonie Ekensund
Führung mit Heidrun Schlüter-Gräber

Sonntag, 21. Dezember, 11.30 Uhr
Unterschätzt! Starke Frauen der Künstlerkolonie Ekensund
Führung mit Heidrun Schlüter-Gräber


JUGENDSTIL HOCH ZWEI: Hans Christiansen und sein Lieblingsschüler Robert Gercke

noch bis 25. Januar 2026

Hans Christiansen (1866-1945), zentraler Künstler des Jugendstils mit Flensburger Wurzeln, sah sich zeitlebens nie als Lehrer. Dabei bildete er über viele Jahre Lehrlinge aus und gab sowohl an einer Kunstschule als auch privat Zeichenunterricht. Dieser Teil seines Schaffens ist bisher ebenso unerforscht wie das Werk seiner Schüler.

Daher kommt es einer Sensation gleich, dass jetzt der komplette Nachlass eines seiner wichtigsten Schüler aufgetaucht ist: Robert Gercke (1877-1914) war zunächst Lehrling, später Assistent Hans Christiansens und unterstützte seinen Lehrer bei dessen Hauptwerk, dem Gesamtkunstwerk „Haus in Rosen“ auf der Darmstädter Mathildenhöhe. Gercke wurde selbst Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Aachen, bevor er mit nur 37 Jahren einer schweren Krankheit erlag. Christiansen nannte Gercke in einem Brief an dessen Witwe „von all meinen jungen Leuten der liebste“.

Der bislang unveröffentlichte Nachlass Robert Gerckes umfasst Gemälde, Zeichnungen und zahlreiche Entwürfe für Kunstgewerbe, Illustrationen und Plakate. Erstmals zeigt der Museumsberg Flensburg das Werk von Schüler und Lehrer gemeinsam, ergänzt um Werke weiterer Schüler und Schülerinnen Hans Christiansens wie Paul Bürck, Dora Wenneker-Iven und Olaf Christiansen.

Sonntag, 14. Dezember, 11.30 Uhr
JUGENDSTIL HOCH ZWEI
Führung mit Dr. Michael Fuhr

Sonntag, 28. Dezember, 11.30 Uhr
JUGENDSTIL HOCH ZWEI
Führung mit Elke Wolny


Sonntag, 07. Dezember, 11.00 Uhr
Positiv Denken
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 07. Dezember, 11.15 Uhr, Museumsberg Flensburg

2. Kammerkonzert
mit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sonate Nr. 7 c-Moll für Klavier und Violine op. 30 Nr. 2

Sigfrid Karg-Elert (1877–1933)
Sonate B-Dur für Flöte und Klavier op. 121

Mario Castelnuovo-Tedesco (1895–1968)
Sonatina für Flöte und Gitarre op. 205

Festliche Musik für Hornquartett

Mit
Horn: Jacob Christopher Dean
Violine: Aslı Doğan
Klavier: Peter Geilich
Klavier: Petr Karlíček
Flöte: Anja Kreuzer
Horn: Thibauld Le Pogam
Horn: David Ritsch
Gitarre: Alex Vergara
Horn: Hanna Warrink

Tickets


Samstag, 13. Dezember, 19.30 Uhr
Champagner-Konzert
mit Marius Rothe und Nikolai Juretzka

Marius Rothe – Foto von Frank Siemers

Für das Champagnerkonzert am 13. Dezember um 19.30 Uhr auf dem Museumsberg Flensburg haben Marius Rothe und Nikolai Juretzka ein kurzweiliges vorweihnachtliches Programm zusammengestellt. Mit stimmungsvollen Weihnachtsmelodien aus dem Great American Songbook wie „Winter Wonderland“ und „Santa Claus Is Comin‘ to Town“ sorgen die beiden an diesem besonderen Abend für die richtige Adventsstimmung in der festlich dekorierten Aula auf dem Museumsberg.  Ausgewählte, mit einem frischen Augenzwinkern vorgetragene Tonfilmschlager runden das exklusive Programm ab.

Marius Rothe tritt mit amüsanten Solo-Programmen auf und war als Gesangssolist schon in diversen Theaterproduktionen engagiert wie dem St. Pauli Theater, dem Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt und Quedlinburg sowie Galakonzerten in Shanghai. Bereits im Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg war Marius Rothes Arbeit heiß begehrt. Er wird immer dann angefragt, wenn das ganz besondere i-Tüpfelchen gebraucht wird.

Nikolai Juretzka bewegt sich als Pianist genreübergreifend zwischen Klassik und Pop und ist in unterschiedlichen Besetzungen aktiv. Den Schwerpunkt seiner Arbeit hat der vielseitige Flensburger auf die Klavierbegleitung gelegt und konzertiert in unterschiedlichen Besetzungen deutschlandweit.

Freuen Sie sich auf einen einmaligen, unterhaltsam moderierten Vorweihnachtsabend mit Musik und Champagner! Tickets gibt es online unter http://www.museumsberg.de.


Sonntag, 14. Dezember, 11.00 Uhr
Schneekugel-Glanz
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Montag, 15. Dezember, 15.00 Uhr
Aufgeweckte Kunstgeschichten mit Martina Klose-März
Bildbetrachtung für Menschen mit Demenz
(Anmeldung: 0461/852956)

Sonntag, 21. Dezember, 11.00 Uhr
Bedruckte Box
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 28. Dezember, 11.00 Uhr
Kunstvolle Konfettikanone
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren


Weitere Ausstellung:

„Lieblingsstücke!“ Die Kunsthalle zu Kiel zu Gast auf dem Museumsberg Flensburg

noch bis 2027

Johan Christian Dahl, Der Kopenhagener Hafen im Mondschein, 1831

Ein Dutzend handverlesener Meisterwerke aus der Kieler Gemäldesammlung sind zu Gast auf dem Museumsberg Flensburg, während die Kunsthalle zu Kiel grundlegend saniert wird.

„Lieblingsstücke!“ ist die Präsentation der wertvollen Leihgaben betitelt, und das ist kein Zufall. Museumsdirektor Michael Fuhr durfte sich wirklich seine Favoriten aus der wunderbaren Kieler Sammlung aussuchen. Für die kommenden fünf Jahre haben jetzt kostbare Werke von Malergrößen wie Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff und Asger Jorn ihren Platz zwischen den Bildern der Flensburger Sammlung eingenommen. Die Spannbreite reicht vom niederländischen Barockstillleben über Porträts und Landschaften des 19. Jahrhunderts bis zu Ikonen der klassischen Moderne. Alle zwölf Leihgaben sind so gehängt, dass sie mit der Flensburger Sammlung in Dialog treten und sich den Besucher*innen so neue Zusammenhänge erschließen.

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956

museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de


Naturwissenschaftliches Museum

Dauerausstellung:

Foto: Naturwissenschaftliches Museum

Elch, Fuchs, Schweinswal und viele andere typische Tiere des nördlichen Schleswig-Holsteins und angrenzender Gebiete zeigt das Naturwissenschaftliche Museum auf dem Flensburger Museumsberg. Es veranschaulicht die Entstehung und Entwicklung der Landschaft, die durch die Eiszeiten wesentlich geprägt wurde. Ökologische Zusammenhänge und Besonderheiten werden verständlich erläutert.

Zahlreiche Entdecker- und Mitmachangebote laden Alt und Jung zum Beobachten und Experimentieren ein. Große und kleine Sonderausstellungen sowie naturpädagogische Veranstaltungen vervollständigen das Angebot.

Die Ausstellung verteilt sich auf sechs Räume: Wald, Feldmark, Stadt, Binnengewässer mit Mooren, Ostsee/Förde und Eiszeit. Der größte Teil der paläontologisch-geologischen Sammlung befindet sich im nahe gelegenen Eiszeit-Haus.

Donnerstag, 04. Dezember, 18.00 Uhr
Taschenlampenführung
(Anmeldung: 0461/852504)

Aktuelle Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 10.00-17.00 Uhr

Naturwissenschaftliches Museum
Museumsberg 1
24937 Flensburg

Tel.: 0 461 – 85 25 04
Fax: 0 461 – 85 29 93
E-Mail: naturwissenschaftliches-museum@flensburg.de

https://www.naturwissenschaftliches-museum.de


Eiszeit-Haus:

Fossiliensprechstunde am 7. Dezember

Versteinerter Seeigel – Foto: Jörg Pepmeyer

Am Sonntag, den 7. Dezember von 11 bis 17 Uhr findet im Eiszeit-Haus, Mühlenstraße 7, wieder die beliebte Fossiliensprechstunde statt.

Versteinerungen aller Art können Besucher*innen des Eiszeit-Hauses an diesem Sonntag während der Öffnungszeiten (11-17 Uhr) einem Experten vorlegen. Ob ein vermeintlicher Saurierknochen oder eine 500 Millionen Jahre alte Koralle vom Ostseestrand, kostenlos werden die mitgebrachten Schätze aus der Erdgeschichte begutachtet und es gibt darüber hinaus auch praktische Tipps zum Sammeln von Versteinerungen in Schleswig-Holstein.

Kindermittwoch im Eiszeit-Haus

Mittwochs kannst du im Eiszeit-Haus nicht nur viele tolle Schätze entdecken, sondern auch experimentieren, basteln oder forschen. Zwischen 15-16 Uhr bieten wir dir mittwochs eine spannende Mitmachaktion an.Du hast Lust, mitzumachen? Dann komme einfach vorbei!
Anmelden musst du dich nicht, bezahlen musst du auch nichts. Wir freuen uns auf dich!

9. Dezember, 19.30 Uhr
Die Tierpräparation – ein klassischer und moderner Beruf
Dienstags-Vortrag mit der Präparatorin Yvonne Fritzsche-Nehls
Eiszeit

10. Dezember, 17.30-19 Uhr
De Steensöker
Offenes Treffen für Gesteins- und Fossilieninteressierte

Aktuelle Öffnungzeiten & Preise

Mittwochs und sonntags von 11 Uhr bis 17.00 Uhr

Der Eintritt ins Eiszeit-Haus ist kostenlos, außer bei Sonderveranstaltungen.
Spenden zur Verbesserung der Ausstellung sind stets willkommen.

Eiszeit-Haus Flensburg
Mühlenstraße 7
24937 Flensburg

Telefon: 0461 / 85 – 25 77 während der Öffnungszeiten
Telefon: 0461 / 85 – 25 04
Website: https://www.eiszeit-haus.de/ E-Mail: eiszeit-haus@flensburg.de


Die Dezember-Veranstaltungen auf dem Museumsberg und im Eiszeit-Haus nochmal zusammenfassend im untenstehenden Programm-Flyer zur Ansicht und zum Download: 

Über 50 Organisationen warnen: Bürgergeldreform macht Gesellschaft kränker

Gesundheit Unteilbar

Gemeinsam gegen Ausgrenzung – Aufruf anlässlich der Bürgergeldreform

Mehr Armut, schlechtere Gesundheit: 52 Organisationen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen – darunter Ärzte der Welt, AWO, Diakonie, der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Paritätische Wohlfahrtsverband – warnen in einer gemeinsamen Stellungnahme vor den Folgen der geplanten Bürgergeldreform. Anlass ist die Veröffentlichung des Gesetzesentwurfs zur „Neuen Grundsicherung“.

Kontakt: Janina Gach, Ärzte der Welt e.V., janina.gach@aerztederwelt.org

Der Appell: https://t1p.de/ie37j

Champagnerkonzert am 13. Dezember um 19:30 Uhr auf dem Museumsberg

Marius Rothe – Foto von Frank Siemers

Für das Champagnerkonzert am 13. Dezember um 19.30 Uhr auf dem Museumsberg Flensburg haben Marius Rothe und Nikolai Juretzka ein kurzweiliges vorweihnachtliches Programm zusammengestellt. Mit stimmungsvollen Weihnachtsmelodien aus dem Great American Songbook wie „Winter Wonderland“ und „Santa Claus Is Comin‘ to Town“ sorgen die beiden an diesem besonderen Abend für die richtige Adventsstimmung in der festlich dekorierten Aula auf dem Museumsberg.  Ausgewählte, mit einem frischen Augenzwinkern vorgetragene Tonfilmschlager runden das exklusive Programm ab.

Marius Rothe tritt mit amüsanten Solo-Programmen auf und war als Gesangssolist schon in diversen Theaterproduktionen engagiert wie dem St. Pauli Theater, dem Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt und Quedlinburg sowie Galakonzerten in Shanghai. Bereits im Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg war Marius Rothes Arbeit heiß begehrt. Er wird immer dann angefragt, wenn das ganz besondere i-Tüpfelchen gebraucht wird.

Nikolai Juretzka bewegt sich als Pianist genreübergreifend zwischen Klassik und Pop und ist in unterschiedlichen Besetzungen aktiv. Den Schwerpunkt seiner Arbeit hat der vielseitige Flensburger auf die Klavierbegleitung gelegt und konzertiert in unterschiedlichen Besetzungen deutschlandweit.

Freuen Sie sich auf einen einmaligen, unterhaltsam moderierten Vorweihnachtsabend mit Musik und Champagner! Tickets gibt es online unter http://www.museumsberg.de.


Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de

Theaterwerkstatt Pilkentafel: Programm für den Dezembert 2025 – Jetzt Karten bestellen!

Die Termine in der Übersicht:

IBSEN: GespensterDonnerstag4.12.20:00 Uhr
IBSEN: GespensterFreitag5.12.20:00 Uhr
IBSEN: GespensterSamstag6.12.20:00 Uhr
Gespenster – Foto: Robin Junicke

NFT-Gastspiel

Markus&Markus THEATERKOLLEKTIV

EIN FAMILIENDRAMA IN DREI AKTEN MIT MARGOT & dem MARKUS & MARKUS THEATERKOLLEKTIV

Wie schon 2023 in „Titanic 2“ geht das Markus&Markus Theaterkollektiv auch hier von einer berühmten Vorlage aus.

In Ibsens Drama Gespenster bittet Osvald seine Mutter, ihm zum Sterben zu verhelfen. Sie zweifelt. Und mit ihr zweifeln noch immer Gesellschaften überall auf der Welt, ob es ein Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben gibt. 
Das Markus&Markus Theaterkollektiv traf seinen Osvald, die 81-jährige Margot, am 1. April und begleitete sie mit der Kamera während ihrer letzten Tage beim Ordnen ihrer Dinge, den letzten Arztbesuchen, Abschiedsfesten und schließlich auch auf ihrem Weg in die Schweiz. Dorthin, wo einige wenige Organisationen seit Jahren Sterbehilfe leisten auf dem schmalen Grat, den die Justiz ihnen lässt. Am 22. Mai waren sie auf Margots Beerdigung. 

Ibsen: Gespenster dokumentiert diese besondere Begegnung. Das Stück ist eine Feier des Lebens, ein Dinner for One, bei dem die Tischdame ihren verstorbenen Freund*innen bereits gefolgt ist. Auf der Bühne sind nur noch Markus&Markus. Ein kontroverser Diskurs prallt auf ein Drama, dessen Protagonistin bereits tot ist. Ibsen: Gespenster ist ein Stück über das Sterben und zugleich Überlebenselixier, denn: „So lange man über mich redet und meine Geschichte erzählt wird, so lange bin ich nicht tot.“

Die Aufführung am Samstag findet in Kooperation mit Winterzeit dem Rotarierclub Nordertor statt.

KONZEPT UND UMSETZUNG Lara-Joy Bues, Katarina Eckold, Manuela Pirozzi, Markus Schäfer, Markus Schmans und als Gast Margot. Markus&Markus Theaterkollektiv sagt über sich: „Niemand recherchiert mehr als wir, haben wir recherchiert.“ Seit dem Ende ihres Studiums der Szenischen Künste in Hildesheim 2012 arbeiten die vier kontinuierlich zusammen und haben eine sehr eigene und erfolgreiche Methode und Handschrift entwickelt. Sie spielen an vielen deutschen Theatern und auf internationalen Festivals. Sie interessieren sich aber für nachhaltige Beziehungen zu Theaterhäusern und Regionen und wurden mit dem George Tabori Förderpreis und dem Preis des Best-Off-Festivals Freier Theater der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet. Nach „Titanic 2“ im Jahr 2023 zeigen sie ihr berühmtes Stück „Gespenster“ in der Theaterwerkstatt Pilkentafel.


Kassenöffnungszeiten

Die Abendkasse öffnet immer 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn. Bei ausverkauften Vorstellungen gibt es dort eine Warteliste, auf die man sich eintragen kann. Sollten reservierte Karten nicht abgeholt werden, können diese dann als Restkarten erworben werden.

Ticketshop: https://karten.pilkentafel.de

Wir empfehlen, Tickets online über unseren Webshop zu erwerben. Die Bezahlung erfolgt per Bankeinzug oder Kreditkarte. Sie können die Karten zu Hause ausdrucken, oder sich auf Ihr Smartphone laden. Über das Internet erworbene Karten können grundsätzlich nicht zurückgenommen oder umgetauscht werden. Für verfallene Karten wird kein Ersatz geleistet.

Vorverkauf über https://karten.pilkentafel.de oder in den Vorverkaufsstellen u.a. Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung in der Großen Straße / SHZ-Kundencenter in der Nikolaistraße und bei allen bekannten Eventim-Vorverkaufsstellen.

Solidarisches Preissystem

Solidarisches Preissystem bei freier Platzwahl  

Aufführungen: 12€ / 18€ / 25€  

Orientierung: 25,- € ist für alle, die es sich leisten können. 18,- € ist der reguläre Preis. 12,- € ist der ermäßigte Preis nach Selbsteinschätzung.

Ermäßigte Karten für Studierende gibt es im AStA-Büro der Uni Flensburg für 8€. Anmeldung für Schulklassen (8€ pro Schüler*in) direkt im Büro der Pilkentafel.

Kulturschlüssel

Für jede Aufführung kann man bis zu zwei Eintrittskarten für 1€ beim bequa-Programm Kulturschlüssel im Norden reservieren. Informationen und Reservierung https://foerdekompass.sh/ 

Barrierefreiheit

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel ist eingeschränkt barrierefrei. Der Zugang zum Foyer und in den Theatersaal sind ebenerdig und stufenlos erreichbar. Die Eingangstüren sind ausreichend breit. Die sanitären Anlagen sind leider nicht barrierefrei mit einem Rollstuhl zu erreichen. Bei Fragen oder Hilfestellungen sind wir über unsere Telefonnummer 0461- 24901 erreichbar.

KANÄLE

Newsletter und Spielplanversand: newsletter.pilkentafel.de
Facebook: fb.com/pilkentafel
Instagram: instagram.com/theaterwerkstatt_pilkentafel

Theaterwerkstatt Pilkentafel gGmbH

Pilkentafel 2 • 24937 Flensburg

Büro: 0461-24901 • Mobil: 0160 90 25 90 4

 

Mühlenflimmern: »Lionhearted – Aus der Deckung« am 3. Dezember 2025 in der Bergmühle Flensburg

 Eine cineastische Reise durch die Welt – die Bergmühle zeigt Kinofilme aus anderen Ländern und Kulturkreisen und bietet Gelegenheit für interkulturelle Begegnungen. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der »Interkulturellen Woche« in Flensburg statt.

Die Bergmühle zeigt den Dokumentarfilm »Lionhearted – Aus der Deckung«, Deutschland/Ghana (2019) von Antje Drinnenberg.

Burak, Saskia und Raschad sind drei der Schützlinge von Boxtrainer Ali Cukur. Woche für Woche treffen sie sich zusammen mit zahlreichen anderen jungen Boxern in einer kleinen Halle des TSV 1860 München. Die meisten von ihnen haben viel durchgemacht im Leben. Für sie ist Ali Vorbild, Vater, Lebensretter. Im Ring bringt er ihnen bei, ihre Wut zu bändigen, die Kontrolle zu behalten. Boxen als Training für das echte Leben. Die Chance, Anerkennung zu finden und nicht auf die schiefe Bahn zu geraten.

LIONHEARTED ist ein berührender Film über das Erwachsenwerden. Eine Widmung an die Kraft der Zuneigung. Und eine Hommage an das Zusammenleben in Deutschland und die vielfältigen Chancen, die man bekommt, wenn man sich mutig den Herausforderungen des Lebens stellt.

Der Film ist in deutscher Sprache und dauert ca. 90 Minuten. Der Eintritt ist frei. Der Hut geht ’rum.

Alle weiteren Veranstaltungen sind auch unter www.bergmuehle-flensburg.com abrufbar.

Bergmühle, An der Bergmühle 7

Veranstalter: Verein zur Erhaltung der Bergmühle e.V.

Halbzeitbilanz der Flensburger SSW-Ratsfraktion erschienen

SSW: Entscheidende Weichen für Flensburgs Zukunft gestellt!

Die SSW-Ratsfraktion hat zur Hälfte der Wahlperiode einen Bericht über ihre Arbeit herausgegeben. Dieser Bericht wird in der Dezemberausgabe des Flensburg Journals erscheinen und die dänische Version über Flensborg Avis verteilt werden. (Die entsprechenden Links zum Bericht auch am Ende dieses Beitrags)

Dazu sagte Stadtpräsidentin Susanne Schäfer-Quäck: „Die letzten Jahre waren geprägt von vielen Herausforderungen für unsere schöne Stadt. Die angespannte wirtschaftliche Entwicklung hat viele Arbeitsplätze in Gefahr gebracht und auch zu großen finanziellen Schwierigkeiten im städtischen Haushalt geführt. Das Jahrhunderthochwasser im Oktober 2023 hat den schlechten Zustand unserer Kaimauern und auch Mängel in der Krisenbewältigung der Verwaltung aufgezeigt. Dazu kommt, dass durch die Versäumnisse der Vergangenheit nahezu alle Schulen und viele kulturell bedeutende Gebäude dringend saniert werden müssen. Zeitgleich damit müssen wir den Kitaausbau voranbringen und neue Feuerwehrwachen bauen.

Zur deutschen Version mit Klick auf das Bild

Der Fraktionsvorsitzende Martin Lorenzen: „Als größte Fraktion im Flensburger Rat bemühen wir uns seit Mai 2023 in konstruktiver Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen und der Verwaltung im Rahmen unserer Möglichkeiten, diese vielen Herausforderungen anzugehen. Damit lassen wir uns als Partei der dänischen Minderheit von unserer skandinavischen Vernunft und von Impulsen unserer dänischen Nachbarn leiten und versuchen Stück für Stück Flensburg durch diese schwierige Phase zu bringen. Sehr wichtig ist dabei für uns, dass der kulturelle und soziale Zusammenhalt in Flensburg erhalten bleibt und wir an unserem Ziel „Ein Flensburg für Alle“ festhalten.
Mit diesem Bericht wollen wir zeigen, was uns als ehrenamtlichen Politikern trotz der schwierigen Ausgangslage in den letzten Jahren politisch gelungen ist und wo wir bereits positive Weichen für eine bessere Zukunft gestellt haben“.
Lorenzen verwies insbesondere auf drei wichtige Weichenstellungen, die für die Zukunft Flensburg entscheiden sein werden: Der Beschluss für einen Innenstadtbahnhof und eine Haltestelle in Weiche, den Wirtschaftshafen zu erhalten, aber gleichzeitig Wohnungsbau am Hafen zuzulassen und die Umsetzung des Konzeptes für eine digitale und effektivere Verwaltung nach skandinavischem Vorbild.

Der Bericht der SSW-Ratsfraktion kann unter folgenden Links eingesehen werden: 

Dänische version

Deutsche version

„Oh Happy Day“ – Benefizkonzert am 30. November in St. Marien Flensburg

„Oh Happy Day“ – Benefizkonzert am 30. November um 17 Uhr in St. Marien Flensburg

Großes Benefizkonzert zugunsten des Hospizes Flensburg und der Flensburger Tafel.

Mitwirkende:

– Something Special: George Nussbaumer & Richard Wester

– Kerstin Sund / Gitarren, Fabian Ahrens / Cello, Taleja Grossmann / Perkussion

– Das Köörlein Flensburg unter Leitung von Ronald Balg

– Der NorderPopChor unter Leitung von Leon Mancilla

Eintritt ab € 12,-

VVK bei allen bekannten Vorverkaufsstellen / www.reservix.de oder
the-project.reservix.de

Veranstalter: the project GbR  in Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Marien / Flensburg und dem Round Table 53 Flensburg

Schirmherrschaft:  Oberbürgermeister der Stadt Flensburg, Fabian Geyer

Sponsoren: Stadtwerke Flensburg GmbH, VR Bank Nord eG, Klaus+Co,

George Nussbaumer (Klavier / Stimme) blinder Pianist und Sänger, gilt als „die schwärzeste Stimme Österreichs“,  10. Platz beim Grand Prix International 1996 in Oslo,
www.george.ch

Richard Wester (Saxophone / Flöten),spielte u.a. bei und mit Ulla Meinecke, BAP, Joe Cocker, Reinhard Mey oder Udo Lindenberg, 1991 zusammen mit Manfred Maurenbrecher Deutscher Kleinkunstpreis.
www.richardwester.de
 
über 150 Sängerinnen und Sänger und eine eigens zusammengestellte, exzellente Band in der Besetzung 2 Pianos, Gitarre, Cello, Perkussion und Saxofon:
massive Power für einen massiven Bedarf bei Hospiz und Tafel

Sonntag, 30. November 2025 um 17:00 Uhr in der St. Marien-Kirche, Marienkirchhof 7, 24937 Flensburg

2. Kammerkonzertmit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester am 7.12. auf dem Museumsberg Flensburg

Sonntag, 07. Dezember, 11.15 Uhr, Museumsberg Flensburg

Programm:

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sonate Nr. 7 c-Moll für Klavier und Violine op. 30 Nr. 2

Sigfrid Karg-Elert (1877–1933)
Sonate B-Dur für Flöte und Klavier op. 121

Mario Castelnuovo-Tedesco (1895–1968)
Sonatina für Flöte und Gitarre op. 205

Festliche Musik für Hornquartett

Mit
Horn: Jacob Christopher Dean
Violine: Aslı Doğan
Klavier: Peter Geilich
Klavier: Petr Karlíček
Flöte: Anja Kreuzer
Horn: Thibauld Le Pogam
Horn: David Ritsch
Gitarre: Alex Vergara
Horn: Hanna Warrink

Tickets

SoVD-Umfrage: Nur jeder Zehnte erwartet gute Pflege – Breite Zustimmung zur Bürgerversicherung

– Knapp zwei Drittel rechnen mit eher schlechter Pflege; nur jede zehnte Person erwartet eine gute Versorgung.

– Rund 80 Prozent der Bevölkerung bewerten die Idee einer Bürgerversicherung bei der Pflege positiv.

– Fast 80 Prozent der Betroffenen finden die staatliche Unterstützung für pflegende Angehörige unzureichend.

Berlin. Eine vom Sozialverband Deutschland (SoVD) in Auftrag gegebene Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zeigt: Die Sorge um die eigene Pflege im Alter ist tief in der Gesellschaft verankert. Knapp zwei Drittel der Menschen rechnen mit einer schlechten Versorgung im Pflegefall, nur rund jeder Zehnte erwartet eine gute Pflege. Besonders pessimistisch sind Frauen (70,6 %) und die 40- bis 49-Jährigen (79,7 %). 

Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier – Foto: Susie Knoll / SoVD

Viele Frauen tragen privat Pflegeverantwortung, während die „Sandwich-Generation“ oft schon selbst pflegt und zugleich an die eigene Versorgung denkt. „Dass nur jeder Zehnte auf eine gute Versorgung im Alter vertraut, offenbart den massiven Vertrauensverlust gegenüber der Pflegepolitik. Über Jahre hinweg wurden notwendige Reformen verschleppt, während immer neue Sparvorgaben diskutiert wurden. Das hat Spuren hinterlassen“, so SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier.

Große Mehrheit befürwortet Pflege-Bürgerversicherung

Zugleich zeigt die Umfrage eine klare Richtung für die Politik: Rund 80 Prozent der Bevölkerung befürworten eine solidarische Pflegeversicherung, die alle Bürgerinnen und Bürger einbezieht unabhängig vom Berufsstatus. Selbst unter Beamten ist der Zuspruch mit rund 42 Prozent überraschend hoch, bei Selbstständigen liegt er sogar über 69 Prozent. „Wenn selbst Beamte, die bisher klare Vorteile im dualen Pflegesystem genießen, sowie viele Selbstständige, die bisher außen vor bleiben, sich in großer Zahl für eine Bürgerversicherung bei der Pflege aussprechen, ist das ein starkes Signal an die Politik“, betont Engelmeier.

Der SoVD fordert seit langem eine Pflege-Bürgerversicherung, in die alle einzahlen und die das Pflegerisiko solidarisch und gerecht absichert.

Pflegende Angehörige brauchen endlich echte Entlastung

Ein weiteres zentrales Ergebnis betrifft die Perspektive pflegender Angehöriger: Fast 80 Prozent von ihnen halten die staatlichen Unterstützungsangebote für unzureichend. Dieses Urteil wiegt schwer – denn ein Großteil der Pflegebedürftigen in Deutschland (rund 86 %) wird zu Hause versorgt, überwiegend durch Angehörige, oft unter enormer körperlicher, emotionaler und finanzieller Belastung.

Der SoVD fordert daher gezielte Entlastungen, etwa durch den Ausbau der Tages- und Verhinderungspflege, die Einführung von Pflegezeiten mit Entgeltersatz analog zum Elterngeld sowie eine bessere rentenrechtliche Absicherung pflegender Angehöriger. „Sonntagsreden helfen pflegenden Angehörigen nicht – sie brauchen endlich konkrete Entlastung“, so Engelmeier.

Weitere Infos unter: www.sovd.de

VdK Präsidentin Verena Bentele zum Barmer-Pflegereport: „Realistisches Bild der Pflegebedürftigkeit in Deutschland“

VdK fordert Einführung einer einheitlichen Pflegeversicherung für alle Bürgerinnen und Bürger

Verena Bentele: Verlässliche und niedrigschwellige Präventions- und Reha-Angebote sind unumgänglich

Laut dem Barmer-Pflegereport 2025 ist die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland zwischen 2015 und 2023 von 3 auf 5,7 Millionen gestiegen. VdK-Präsidentin Verena Bentele sieht darin ein wichtiges Zeichen für Politik und Gesellschaft: „Der Pflegereport zeigt ein realistisches Bild der Pflegebedürftigkeit. Er ist kein Alarmsignal, sondern eine klare Grundlage für bedarfsgerechte Unterstützung. Die Zahlen verdeutlichen, wie zentral das Thema für unsere Gesellschaft ist und dass die Bund-Länder-Arbeitsgruppe entschlossen handeln muss, um die Pflegeversicherung finanziell zu stabilisieren.“

Verena Bentele – Präsidentin des Sozialverbandes VdK – Foto: © VdK / Marlene Gawrisch

Bentele fordert, dass Bund und Länder ihrer finanziellen Verantwortung gerecht werden. So schuldet der Bund den Pflegekassen beispielsweise 5,2 Milliarden Euro für pandemiebedingte Kosten. Außerdem müssen die Pflegebedürftigen selbst entlastet werden: Ihre finanzielle Belastung würde deutlich sinken, wenn die Länder die Investitionskosten für die Pflegeinfrastruktur vollständig übernehmen würden. Diese Ausgaben werden momentan größtenteils auf die Pflegebedürftigen abgewälzt.

Der VdK plädiert darüber hinaus für die Einführung einer einheitlichen Pflegeversicherung. „Alle Bürgerinnen und Bürger – einschließlich Beamter, Abgeordneter und Selbstständiger – sollen einbezogen werden“, so Bentele. „Sämtliche Einkünfte wie Vermögen, Gewinne oder Mieten müssen beitragspflichtig sein.“ Zudem sei eine Zusammenführung von gesetzlicher und privater Pflegeversicherung schnell umsetzbar, da die Leistungen identisch sind. Auch sollte die Beitragsbemessungsgrenze der Pflegeversicherung an die der Rentenversicherung angeglichen werden.

Bentele betont abschließend: „Wir dürfen nicht vergessen, dass viele Menschen ihre Ansprüche wegen fehlender Angebote oder komplizierter Strukturen nicht nutzen können. Wir brauchen deshalb dringend verlässliche, niedrigschwellige Präventions- und Reha-Angebote, um die Zahl der Pflegebedürftigen langfristig stabil zu halten.“


Über den VdK:

Der Sozialverband VdK ist mit über 2,1 Millionen Mitgliedern die größte sozialpolitische Interessenvertretung Deutschlands. Er setzt sich seit mehr als 70 Jahren erfolgreich für diejenigen ein, die sonst zu wenig wahrgenommen werden. Der Sozialverband VdK kämpft gegen soziale Ausgrenzung, Armut und ungleiche Chancen und für faire Bezahlung, solidarisches Miteinander und für soziale Gerechtigkeit.

Der VdK bietet außerdem kompetente Sozialrechtsberatung und vertritt seine Mitglieder vor den Sozialgerichten. Die 13 Landesverbände sind mit ihren Geschäftsstellen bundesweit vor Ort präsent und organisieren Hilfe und Beratung, Informationsveranstaltungen und gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Weitere Infos unter: www.vdk.de

Lebendiger Dezember in der Flensburger Neustadt 

Viele engagierte Akteur*innen haben sich zusammengetan, um den Lebendigen Dezember möglich zu machen – ein Projekt voller Herz, Begegnung und Wärme in der dunklen Jahreszeit. Ob kreativ, gemütlich, bewegt oder besinnlich: Für die Bewohner*innen der Flensburger Neustadt gibt es im Dezember viele tolle Angebote, die durch den Winter begleiten.

Das Beste daran? Alles ist kostenfrei und für euch da – um Gemeinschaft zu stärken, Licht in den Alltag zu bringen und einfach gut durch diese Zeit zu kommen.

Kommt vorbei, macht mit und lasst den Dezember lebendig werden!

Achtung: Bei den markierten Veranstaltungen ist eine Anmeldung notwendig

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