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Nachbarschaftsinitiative begrünt Hang in der Flensburger Schloßstraße

Musikalische Einweihung der Grünfläche: Rechts neben der Skulptur Bildhauerin Wibke Kaese

Mit einem Fest wurde die Neugestaltung der Grünfläche gefeiert

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Am Samstagnachmittag feierte die „Nachbarschaftsinitiative Hangbegrünung Schloßstraße“ den vorläufigen Abschluss ihrer Aktion auf der öffentlichen Grünfläche unterhalb der ehemaligen Paulus Paulsen Schule im Stadtteil Duburg. Gleichzeitig wurde zu diesem Anlass eine Skulptur enthüllt.
Mit dabei zahlreiche Anwohner und ihre Familien, und all diejenigen, die an der Umsetzung des Projektes beteiligt waren. Sie erlebten eine äußerst bunte Feier, bei der viel geklönt und gelacht, und bei handgemachter Musik ebenso viel gesungen wurde.

Gundolf Matthiesen und Gartenbaumeister Oleg Ceban sprechen über die Pflege der Weinstöcke

Rückblick: Bereits im letzten Sommer hatten sich Anwohner aus der Flensburger Schloß- und Burgstraße zu einer Nachbarschaftsinitiative zusammengetan. Ein Beweggrund war der Verlust eines den Hang prägenden, fast hundertjährigen Mirabellenbaums durch Pilzbefall und Windbruch.
Gemeinsam überlegte man daher, wie man das Areal neu gestalten könne. Es wurden Ideen gesammelt und Pläne entwickelt. Mit viel Engagement warb die Initiative dann in den folgenden Monaten um Unterstützung für ihr Vorhaben. Mit dem TBZ der Stadt Flensburg wurde ein entsprechender Pachtvertrag abgeschlossen. Es wurden Geld und Sachspenden, Sträucher und Blühpflanzen gesammelt. Anschließend wurden von Mitgliedern der Nachbarschaftsinitiative in diesem Frühjahr verschiedene Pflanzen gesetzt, darunter auch Weinstöcke und ein Feigenbaum. Die Gärtnerei von Oleg Ceban aus Sörup unterstützte das Projekt durch die Pflanzung von drei Obstbäumen.
Über die Flensburger Werkkunstschule konnte mit Wibke Kaese eine junge Holzbildhauerin gewonnen werden, die den verbliebenen Mirabellen-Stumpf in den vergangenen zwei Wochen zu einer Skulptur umgestaltete. Eine finanzielle Unterstützung gab es hierfür durch den Flensburger Stadtteilfond “Wir im Quartier”.

Die Nachbarschaft beim Feiern

Mittlerweile ist die Grünfläche zu einem wahren Paradies für Insekten geworden. Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge bevölkern die blühenden Sträucher und Blumen. Da im Sommer nicht gemäht wird, finden sich dort ebenso verschiedene Wildgräser, seltene Kräuter und Blumen. Zusätzlich wurde eine Futter- und Wasserstelle für Singvögel eingerichtet.

Die Mitglieder der Nachbarschaftsinitiative werten ihre Aktion als besonderen Erfolg und als wirksames Mittel, um nicht nur etwas für den Arten- und Umweltschutz zu tun, sondern auch um den Zusammenhalt der Menschen im Stadtviertel zu stärken. Sie wünschen sich daher, dass auch in anderen Stadtteilen sich BürgerInnen zusammenfinden, um öffentliche Grünflächen und Brachen ökologisch aufzuwerten, entsprechend zu bepflanzen und zu gestalten. “Dazu ist es nicht notwendig einen Verein zu gründen. Man kann sich auch wie eine Bürgerinitiative organisieren. Allerdings braucht es Verantwortliche, die dann auch den Vertrag mit dem TBZ unterzeichnen, in dem festgelegt wird, wie die zukünftige Betreuung solch einer Fläche organisiert wird. Und man sollte sich darüber im Klaren sein, dass damit ein regelmäßiger Arbeitseinsatz verbunden ist,” so abschließend Gundolf Matthiesen, einer der Initiatoren des Projekts.

Mediterranes Flair in der Schloßstraße: Palme gepflanzt!

Nachtrag: Hier ein aktuelles Video vom 21.04.2020 von Gundolf Matthiesen vom Hang in der Schloßstraße
Da steht neuerdings nicht nur eine Hanf-Palme, sondern unter anderem auch ein Feigenbaum, ein Olivenbaum und ein Zitronenbäumchen.

Wir im Quartier! – Bis zu 100.000 € für Stadtteilprojekte

Flensburg. Die Stadt Flensburg, Fachbereich Soziales und Gesundheit, hat eine neue Möglichkeit geschaffen, damit Flensburgerinnen und Flensburger ihre Ideen und Projekte in ihrem Stadtteil noch einfacher verwirklichen können. Unter dem Titel „Wir im Quartier!“ werden allen Einwohner*innen rund 100.000 € zur Verfügung gestellt.

Den Ideen sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Gelder für Stadtteilfeste, Infokästen im Quartier, Konzerte und vieles mehr können beantragt werden. Grundsätzlich sollen die Projekte möglichst allen Einwohner*innen im Quartier und auch darüber hinaus zugänglich sein.

Pro Projekt können bis zu 3.000 € beantragt werden. Diese Förderung wird als Zuschuss bis zu 100% der Gesamtkosten gewährt.

Welcher Antrag mit welcher Summe gewährt oder aber auch nicht gewährt wird, entscheidet nicht die Stadt Flensburg, sondern die Menschen vor Ort. Ehrenamtliche Förderbeiräte beraten und stimmen in zwei jährlichen Sitzungen ab, welche Projekte in ihrem Quartier umgesetzt werden sollen. Mitarbeiter*innen der Stadt Flensburg stehen beratend zur Seite und übernehmen das Entgegennehmen der Anträge sowie den Zahlungsverkehr gemäß Entscheidung des jeweiligen Förderbeirates.
Anträge können jederzeit gestellt werden. Weiterführende Informationen und die Antragsunterlagen finden Sie ab sofort unter www.flensburg.de und unter www.engagiert-in-flensburg.de

Bei Fragen steht Ihnen unter 0461-85 2743 Björn Staupendahl zur Verfügung.

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