Blog-Archive

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ mit Prof. Dr. Peter Heering am 2. Dezember um 18 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften

Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF

Montag, 2. Dezember 2019 von 18:00 bis 21:00
Phänomenta Flensburg
Norderstrasse 157-163, 24939 Flensburg

In Hartmut Rosas gesellschaftstheoretischen Analyse erscheinen die Naturwissenschaften als einer der Faktoren, die die (scheinbar) zunehmende Verfügbarkeit innerhalb der Welt erzeugen und damit die Resonanz immer weniger auftreten lassen. Fraglich bleibt hierbei, welches Bild von Naturwissenschaft dieser Darstellung zugrunde liegt und wie ein derartiges Bild entstehen kann. Neben naturwissenschaftlichem Unterricht kommen hier vermutlich auch populärwissenschaftliche Darstellungen sowie öffentlichkeitswirksam agierende Akteur*innen aus dem Bereich der Naturwissenschaften in Frage. Gerade vor diesem Hintergrund lassen sich dann auch Beiträge zu aktuellen Diskussionen, die auf eine technische Lösbarkeit aktueller Probleme setzen, in eine andere Perspektive setzen.
Am Montag den 02.12. um 18.00 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ mit Prof. Dr. Susanne Royer am 18. November um 18 Uhr in der Phänomenta Flensburg

(Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften

Prof. Dr. Susanne Royer, International Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und internationales Management, EUF

Montag, 18. November 2019 von 18:00 bis 21:00
Phänomenta Flensburg
Norderstrasse 157-163, 24939 Flensburg

In meinem Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung geht es um (Un-)Verfügbarkeit und Knappheit im Hinblick auf das Wirtschaften. Der Fokus liegt auf unternehmerischen Organisationsstrukturen als Grundlage für eine Auseinandersetzung mit (Un-)verfügbarkeit und Knappheit im Kontext von Wirtschaften. Eine über die reine Binnenorientierung hinausgehende Organisationslehre wird skizziert, indem Spielregeln und deren ineinandergreifende Wirkung – innerhalb des Unternehmens, aber auch über Unternehmensgrenzen hinaus – aufgezeigt werden.
Am Montag den 18.11. um 18.00 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
18.11. Prof. Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und Internationales Management, EUF (Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften
25.11. Andrea Jänisch, Reitlehrerin und Pferdetrainerin Unverfügbarkeit im Mensch-Tier-Verhältnis
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ mit Mignon Remé am 11.11. um 18 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Unverfügbarkeit und Improvisation

Mignon Remé, Schauspielerin, Mitbegründerin des Improtheaters „Hidden Shakespeare“

Montag, 11. November 2019 von 18:00 bis 21:00
Phänomenta Flensburg
Norderstrasse 157-163, 24939 Flensburg

Was hat Improvisationstheater mit Unverfügbarkeit – so wie sie von Hartmut Rosa in seinem gleichnamigen Essay beschrieben wird – zu tun?
Auf den zweiten Blick eine ganze Menge.
Improvisationstheater ist eine flüchtige Kunst, die nur entstehen kann, wenn alle Beteiligten sich darauf einlassen, das Ergebnis des Vorgangs nicht beherrschen zu wollen, sondern es entstehen zu lassen. Dieser Vorgang verlangt die Bereitschaft, nur bedingte Kontrolle über das Ergebnis zu haben, was wiederum nur dadurch geschehen kann, dass die Improvisierenden ganz „im Moment“ sind, hören, sehen, sich berühren lassen und reagieren.
Das klingt so einfach und ist dennoch schwieriger als gedacht.
Eine Herausforderung ist der Umgang mit der Bewertung.
Da sowohl der Vorgang des Improvisierens, als auch dessen Ergebnis fast immer unserer und der Bewertung dritter unterliegen – und wir wünschen uns so sehr, dass diese Bewertung positiv ausfällt – versuchen wir gern, die Außenwirkung zu beeinflussen und das Ergebnis zu planen – soll es doch lustig, gehaltvoll, spannend oder berührend sein.
Doch genau die Berechnung, Einflussnahme und die Planung – also der Wunsch, das Ergebnis verfügbar zu machen – widersprechen dem Anspruch des Improvisationstheaters, offen für das Unerwartete zu sein, spontan zu reagieren und darauf zu vertrauen, dass unsere Geistesgegenwart, unsere Emotionalität und unsere Phantasie uns helfen, so zu reagieren, dass etwas entsteht und sich entwickelt – ein Dialog, eine Szene, ein ganzes Drama.
Gerade die Unberechenbarkeit macht den Kern und den Reiz des Improvisationstheaters aus – das Tun ist tatsächlich spannender als das Ergebnis – und die Bereitschaft, sich unvoreingenommen und ohne Plan auf Situationen und Ideen eines Gegenübers einzulassen, ist eine Fertigkeit, die uns in allen Lebensbereichen zu Gute kommt.
Zu diesem Thema werde ich also sprechen und Fragen beantworten und im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten Übungen mit den Anwesenden durchführen, denn die Erfahrung am eigenen Leib ist eindringlicher als eine rein theoretische Abhandlung.
Für die Teilnahme an den Übungen braucht es keine Vorbildung, allenfalls ein bisschen Neugier, Mut und Humor.

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
11.11. Mignon Remé, Schauspielerin, Mitbegründerin des Improtheaters „Hidden Shakespeare“ Unverfügbarkeit und Improvisation
18.11. Prof. Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und Internationales Management, EUF (Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften
25.11. Andrea Jänisch, Reitlehrerin und Pferdetrainerin Unverfügbarkeit im Mensch-Tier-Verhältnis
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ mit Dr. Jörn Bockmann am 04.11. um 18 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Himmel, Hölle, Fegefeuer. Über die (Un)-Verfügbarkeit des Jenseitsschicksals im Mittelalter

PD Dr. Jörn Bockmann, Institut für Sprache, Literatur und Medien, Semiar für Germanistik, EUF

Montag, 4. November 2019 von 18:00 bis 21:00
Phänomenta Flensburg
Norderstrasse 157-163, 24939 Flensburg

Die Menschen in Zeiten Zeit vor der Aufklärung sahen sich einer beständigen Angst vor einem schrecklichen Jenseitsschicksal ausgesetzt. Nach der Einschätzung des Kirchenvaters Augustinus waren die meisten zur Hölle verdammt (‚massa damnata‘) und nur wenige für das Himmelreich bestimmt. Wen wundert es, wenn angesichts dieser Bedrohung alles unternommen wurde, um das abzuwenden? Im Spätmittelalter war die Jenseitsfüsorge bekanntlich ein nicht geringer Teil des geistlichen und auch täglichen Lebens geworden. Stifungen für Klöster und Kirchen, die ein ewig währendes Fürbitten gewähren sollten, sind genauso Ausdruck davon wie der Ablasshandel – lauter Versuche, das Unverfügbare verfügbar zu machen.
DIe theologischen Positionen des Mittelalters in Bezug auf die Verfügbarkeit oder Unverfügbarkeit des Jenseitsschicksals sind keineswegs einheitlich: Ihnen lässt sich in der dennoch das Problembewusstsein ablesen, auf der einen Seite Gott und seinen Willen nicht verfügbar zu machen, auf der anderen Seite dem Menschen die Handlungssouveränität nicht ganz zu nehmen. Im Vortrag geht es nicht so sehr um die expliziten theologischen Diskussionen der Vormoderne, sondern um die Reflexe des Problems in der Literatur. Dazu werden Stationen aus der (hauptsächlich: volkssprachigen Literatur) vom 12. bis zum 15. Jahrhundert behandelt, die Fragen stellen und oft genug auch Antworten geben, die überraschen.

Am Montag den 04.11. um 18.00 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
04.11. PD Dr. Jörn Bockmann,  Institut für Sprache, Literatur und Medien, Seminar für Germanistik, EUF Himmel, Hölle, Fegefeuer. Über die (Un)-Verfügbarkeit des Jenseitsschicksals im Mittelalter
11.11. Mignon Remé, Schauspielerin, Mitbegründerin des Improtheaters „Hidden Shakespeare“ Unverfügbarkeit und Improvisation
18.11. Prof. Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und Internationales Management, EUF (Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften
25.11. Andrea Jänisch, Reitlehrerin und Pferdetrainerin Unverfügbarkeit im Mensch-Tier-Verhältnis
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ mit Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer am 28.10. um 18 Uhr in der Phänomenta Flensburg

„Vom Mangel an Resonanz“
Die Zunahme gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
Soziologe und Gewaltforscher, Universität Bielefeld

Montag, 28. Oktober 2019 von 18:00 bis 21:00
Phänomenta Flensburg
Norderstrasse 157-163, 24939 Flensburg

„Das soziale und politische Klima hat sich in den letzten beiden entsicherten Jahrzehnten dramatisch abgekühlt, es ist z.T. vereist. Dazu gehören die Entwicklungen von Einstellungen in Teilen der Bevölkerung zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Danach geraten Menschen allein aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit und unabhängig von ihren individuellen Verhalten in die Abwertung und Diskriminierung oder auch Gewalt.
Was sind Ursachen? Das Erklärungskonzept basiert auf einer Theorie sozialer Desintegration, in der Anerkennungsprobleme und auch Wahrnehmungsdefizite, also auch mangelnde Resonanzen, eine wichtige Rolle einnehmen.“ – Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
28.10. Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Institut für interdisziplinäre Gewalt-und Konfliktforschung der Universität Bielefeld Vom Mangel an Resonanz II: Die Zunahme gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
04.11. PD Dr. Jörn Bockmann,  Institut für Sprache, Literatur und Medien, Seminar für Germanistik, EUF Himmel, Hölle, Fegefeuer. Über die (Un)-Verfügbarkeit des Jenseitsschicksals im Mittelalter
11.11. Mignon Remé, Schauspielerin, Mitbegründerin des Improtheaters „Hidden Shakespeare“ Unverfügbarkeit und Improvisation
18.11. Prof. Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und Internationales Management, EUF (Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften
25.11. Andrea Jänisch, Reitlehrerin und Pferdetrainerin Unverfügbarkeit im Mensch-Tier-Verhältnis
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ der Europa-Universität, Phänomenta und Volkshochschule Flensburg

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
16.09. Dr. Bernd Sommer, Norbert Elias Center for Transformation Design & Research, EUF Beschleunigung, Resonanz, Unverfügbarkeit. Eine Einführung in Hartmut Rosas kritische Theorie der Gesellschaft
23.09. Samira El Ouassil, Schauspielerin und Medienwissenschaftlerin Vom Mangel an Resonanz I: Rezo und die Politik
30.09. Prof. Dr. Anders Ehlers Dam, Institut für Sprache, Literatur und Medien, Dänisches Seminar, EUF Unverfügbarkeit und Intensität. Kulturkritische Perspektiven bei Sören Kierkegaard und Hartmut Rosa
07.10. Renate Kuschke, Qigong und Taijiquan Lehrerin Vom Nutzen des Nutzlosen – Einblick in die Weisheitstradition des Daoismus
21.10. Dr. Pascal Delhom, Interdisziplinäres Institut für Sozial- und Humanwissenschaften, Philosophisches Seminar, EUF Unverfügbarkeit: Eine Frage der Haltung?
28.10. Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Institut für interdisziplinäre Gewalt-und Konfliktforschung der Universität Bielefeld Vom Mangel an Resonanz II: Die Zunahme gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
04.11. PD Dr. Jörn Bockmann,  Institut für Sprache, Literatur und Medien, Seminar für Germanistik, EUF Himmel, Hölle, Fegefeuer. Über die (Un)-Verfügbarkeit des Jenseitsschicksals im Mittelalter
11.11. Mignon Remé, Schauspielerin, Mitbegründerin des Improtheaters „Hidden Shakespeare“ Unverfügbarkeit und Improvisation
18.11. Prof. Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und Internationales Management, EUF (Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften
25.11. Andrea Jänisch, Reitlehrerin und Pferdetrainerin Unverfügbarkeit im Mensch-Tier-Verhältnis
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „blau“ Teil II der Europa-Universität, Phänomenta und Volkshochschule Flensburg im Wintersemester 2018

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt.

Ringvorlesung „blau“ – Teil II

Blau ist mehr als eine Farbe. Blau zeichnet sich durch vielschichtige und differente kulturelle Bedeutungen aus: Menschen sind blau, machen blau und haben manchmal sogar blaues Blut, sie fahren ins Blaue und einige erhalten blaue Briefe. Je nach künstlerischer Präferenz schätzen Menschen den blauen Reiter, die blaue Blume, oder „Drei Farben: Blau“. Selbst der Blaue Engel ist mehrdeutig. Blau ist die Farbe Europas (aber auch anti-europäischer Bewegungen), blau steht in christlicher Malerei für die Mutter Gottes, in der Romantik für die Sehnsucht, und je nach Region für Hertha BSC, Schalke 04 oder den HSV.

Die Bedeutungskomplexität von blau ist nicht auf den deutschen Sprachgebrauch beschränkt: aus dem Englischen finden wir den Blues und die Blue Jeans; aus dem Französischen das Cordon bleu (in all seinen Bedeutungen).

Blau ist aber auch nur eine Farbe: Blau sind das Meer und der Himmel, blau blüht der Enzian und wir leben auf dem Blauen Planeten. Naturwissenschaftlich gesehen wird Licht als blau bezeichnet, dessen Wellenlänge im Intervall 460 und 480 Nanometer liegt.

Die 6. Reihe der Flensburger Ringvorlesung beschäftigt sich mit den vielfältigen Perspektiven und Bedeutungszuschreibungen, die der Begriff „blau“  in verschiedenen Zusammenhängen und Kontexten hat. Forschende der Europa-Universität Flensburg werden diesen aus der Sicht ihrer jeweiligen Fachdisziplin im Herbst und Winter 2018 darstellen, diskutieren und dekonstruieren.

Programm

Termin Vortragende*r Thema
24. Sep. Dr. Andreas Junk,
Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte
„Das konnte nicht funktionieren!“ – der lange Weg zum Physik-Nobelpreis 2014 für die Erfindung der blauen LED

Der Nobelpreis 2014 wurde geteilt an die Physiker Akasaki, Amano und Nakamura für die Erfindung der blauen LED gegeben. Hiermit wurde eine für die Moderne wichtige Entwicklung ermöglicht: die Herstellung von weißen Lichtquellen, die darüber hinaus im Betrieb nur sehr wenig Energie verbrauchen. Die Entwicklungsgeschichte der LED ist buchstäblich eine farbige, denn die Grundlagen in der Halbleitertechnologie wurden nach der Entdeckung eines lichtelektrischen Effektes 1907 während des zweiten Weltkrieges gelegt und es dauerte lange Zeit bis es neben den roten und grünen Laserdioden auch solche gab, die blaues Licht emittieren konnten. Die Lehrmeinung hierzu war lange Zeit dogmatisch, dass die Entwicklung einer blauen LED nicht fuktionieren konnte – das Bereiten des Weges ist die Geschichte, wie dieses wissenschaftliche Dogma zu Fall gebracht wurde.

8. Oct. Dr. Dominique Rosenberg,
Abteilung für Chemie und ihre Didaktik
„Blue Bottle“ und Experimente in blau

Blaue Tinte, blaue Smarties und Blaukraut – im Alltag finden sich viele Gegenstände in blau wieder. Aber wie lässt sich beispielsweise aus Blaukraut eine Batterie betreiben? Oder kann man mit blauer Tinte Säuren und Basen nachweisen? Was haben die „blauen Leute von Troublesome Creek“ mit dem bekannten Schulversuch „Blue Bottle“ zu tun? Diese spannenden Fragen und noch weitere Inhalte werden im Vortrag beleuchtet. Dabei gehen die Themen von der Energiewende bis zu forensischen Chemie. So wird unter anderem eine Redox-Flow-Batterie als Speichermöglichkeit vorgestellt, die sich mit Blaukraut betreiben lässt oder ein Fingerabdruck mit Berliner Blau sichtbar gemacht. In dem Vortrag werden alltägliche, blaue Gegenstände chemisch eindrucksvoll vorgestellt und in farbenfrohen und spannenden Experimenten veranschaulicht, die ebenso zum Mitexperimentieren einladen!

22. Oct. Dr. Tabea Scheel,
Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung
Humor im (Arbeits)Leben – das blaue Wunder
5. Nov. Prof. Dr. Ralf Wüstenberg,
Seminar für evangelische Theologie
Gott aus der Natur erkennen – die Farbe blau und ihre theologische Symbolik
19. Nov. Anke Beger,
Seminar für Anglistik und Amerikanistik
Warum Studierende lieber nicht blau machen sollten: Wenn Lehrende spannende und hilfreiche Metaphern in ihren Seminaren verwenden

Dass Liebe metaphorisch gerne als Droge beschrieben wird, ist vielen von uns sicherlich bekannt – aber was hat solch scheinbar laienhafte Metaphorik an einer Universität in einem Seminar über Sozialpsychologie verloren? Und inwiefern passt diese Metaphorik zu der Idee, dass Liebesbeziehungen eigentlich wie eine geschäftliche Partnerschaft funktionieren, in der Handel getrieben wird? In diesem Vortrag wird solchen und anderen Fragen nachgegangen und aufgezeigt, welchen Nutzen solch auffällige Metaphern in Seminaren im Hochschulbereich haben. Ich werde argumentieren, dass gerade auffälligen Metaphern, die zum Beispiel Konzepte Freuds mit „Star Wars“-Metaphorik beschreiben oder den Sinn unbekannter Spermientypen anhand Spielerpositionen im American Football erklären, sehr wichtige Funktionen in Seminaren zukommen. Dabei geht es oftmals nicht nur um den Unterhaltungsfaktor der Lehrenden, sondern um Vermittlung komplexer Inhalte anhand von Konzepten, die für die Studierenden zugänglicher sind. Wie wir anhand zahlreicher Beispiele von Metaphern sehen werden, sollten Studierende jedoch aus beiden Gründen nicht blau machen: zum einen um durch die teilweise amüsante Metaphorik unterhalten zu werden; und zum anderen um sich mit Hilfe der Metaphern das Fachwissen besser aneignen zu können.

3. Dec. PD Dr. Christian Stolz,
Abteilung für Biologie und ihre Didaktik
Blau wie das Meer: Wasser formt die Erdoberfläche

Wasser ist gar nicht blau, wie wir alle wissen. Es ist die selektive Absorption des Sonnenlichts, die uns ab und an zu diesem Trugschluss verleitet. 71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt; das restliche knappe Drittel ist überwiegend feste Landoberfläche. Und dennoch formt und formte auch dort das Wasser Küsten und Kontinente. Täler entstanden, Schwemmländer und auch Glaziallandschaften, die auf Gletschereis – gefrorenes Wasser – zurück zu führen sind. Und an den Küsten? Da nagt das Meer fortan, formt, trägt ab und schüttet auf. Überdies ist Wasser der Garant allen Lebens, Motor der Vegetation und nicht zuletzt Lebensgrundlage für den Menschen, den es gleichzeitig bedroht. Nicht nur Hochwässer, Sturmfluten und Schneelawinen sind bedrohliche Aspekte des Wassers. Auf Abspülung basierende Bodenerosion vernichtet alleine in Deutschland jährlich mehrere Tonnen Bodenmaterial pro Hektar.

Begeben Sie sich auf eine Weltreise und bleiben Sie gemeinsamen mit dem Referenten immer auf der Spur des Wassers und seiner formenden Kräfte – vom Grand Canyon bis ins heimische Wattenmeer.

17. Dec. Wai Cheung,
Studiengang Kultur – Sprache – Medien
Bindeglied zwischen Europa und Asien: Die Bedeutung und kulturelle Relevanz des Blaus

 

Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „Nichts“ der Europa-Universität, der Phänomenta und der Volkshochschule Flensburg im Wintersemester 2016/17

Beginn am Montag, dem 07.11.2016

nichtsSeit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Untenstehend ist das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen zu finden.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt.

Ringvorlesung „Nichts“

Eine Kooperation der Europa-Universität, der Phänomenta und der Volkshochschule Flensburg.

Viel Lärm um Nichts, so ließe sich das Thema der aktuellen Ringvorlesung interpretieren. Andererseits, wenn die Alternative zwischen Alles oder Nichts besteht, was bedeutet es dann, wenn in der aktuellen Ringvorlesung das Nichts thematisiert werden soll? Was ist überhaupt Nichts, hat Nichts eine Bedeutung, und wenn ja, welche? Nichts kann gemacht, bereut, gestanden oder abgestritten werden, Nichts sehen, hören oder sagen die drei Affen, Nichts kann süß oder ein nutz sein … Wie lässt sich eigentlich über etwas sprechen, das gerade durch eine absolute Verneinung bestimmt ist und sich in somit auch als ausgesprochen unzugänglich erweist … aber andererseits dennoch steigerungsfähig erscheint? Denn immerhin gibt es ja auch noch gar nichts, was noch weniger als „nichts“ zu sein scheint. Ist Nichts dann also etwas? Oder doch nichts?  Und welche Rolle spielt Nichts in politischer, gesellschaftlicher, philosophischer, religiöser oder naturwissenschaftlicher Hinsicht? Mit diesen Fragen werden sich die Vortragenden der aktuellen Ringvorlesung auseinandersetzen – und somit ist an den angegebenen Terminen in der Phänomenta: Nichts los.

Weiter Infos unter: https://www.uni-flensburg.de/physik/studium-lehre/ringvorlesung/

Programm

Termin Person Titel
7.11. Prof. Dr. Christian Filk,
Seminar für Medienbildung
„Nichts“ – Wegmarken einer ‚Negativen Anthopologie‘: Martin Heidegger – Jean-Paul Sartre – Günther Anders
21.11. Dr. Michael Meier,
Abteilung Erziehungswissenschaft
Das Nichts in der Pädagogik
5.12. Prof. Dr. Hedwig Wagner,
Europäische Medienwissenschaft
Das Medium und das Nichts: zwischen Dazwischenliegendem und Wesen
19.12. Prof. Dr. Volkmar Herkner,
Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik (biat)
Auf der Suche nach dem berufspädagogischen Nichts – Ein disziplinengeschichtlicher Exkurs zu den Ursprüngen von Berufen und Berufsbildung
9.1. Dr. Lydia Schulze Heuling,
Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte
Wenn der Vorhang gefallen ist – Eine performative Spurensuche ums Nichts
23.1. Prof Dr. Iulia-Karin Patrut,
Seminar für Germanistik
Aus dem Nichts heraus: Zäsur und Transformation in der Literatur
6.2. Prof. Dr. Birgit Däwes,
Seminar für Anglistik & Amerikanistik
Nothing But the Truth: Nichts & Wissen in US-amerikanischer Literatur und Kultur
%d Bloggern gefällt das: