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„READ THIS OUT LOUD – NENNE IHRE NAMEN“ – am 9. und 10. September in der NORDER147

Ein Projekt gegen Rassismus.

Von Birgit Nielsen und Ann-Carolin Renninger

Nach dem Mord an George Floyd sammelte die US-amerikanische Buchkünstlerin Sarah Bryant die Namen der fast 2000 Schwarzen, die zwischen 2013 und 2019 in den USA durch Polizeigewalt starben. Mit einfachsten Mitteln band sie daraus ein Buch, das in die Hosentasche passt, damit es mitgetragen und die Namen jederzeit gelesen und vorgetragen werden können.
Ann Carolin Renninger, Buchkünstlerin und Filmemacherin, und Birgit Nielsen, deutsch-amerikanische Wort- und Buchkünstlerin, tragen dieses Projekt aus den USA nach Flensburg, um aktiv gegen Rassismus zu stehen. Sie replizieren das Projekt READ THIS OUT LOUD und erweitern es auf die Opfer von Rassismus und rechter Gewalt in Deutschland.

Passantinnen und Besucherinnen sind am Mittwoch, 9.9. und Donnerstag, 10.9., zwischen 17 und 19 Uhr eingeladen, in unserer Popup-Buchbinderwerkstatt ein altes Handwerk zu erlernen, ihr eigenes Buch zu binden und den Namen eines Opfers als Tonaufnahme festzuhalten zu lassen.
Buchbinden gegen Gewalt. Namen sind keine Statistiken.

Kurz-Vitae der Künstlerinnen:

Die gebürtige Flensburgerin Birgit Nielsen hat zwei Pässe, mehr als die Hälfte ihres Lebens fern von Deutschland verbracht und ist als Lektorin, Publizistin und Übersetzerin tätig. Grenzgang, Umbrüche und Neuanfang sind wiederkehrende Themen ihres Lebens und ihrer Arbeiten. Zu ihren Projektarbeiten zählen neben Schriftwerk auch Strandmüllskulpturen und Handsatz und Druck auf alten Druckpressen.

Ann Carolin Renninger ist in Flensburg geboren, in Glücksburg aufgewachsen, studierte Kulturwissenschaften in Leipzig, Straßburg und Paris. Gründete 2010 in Berlin joon film, eine Plattform für künstlerische Zusammenarbeiten im Filmbereich. Sie hat eine Leidenschaft für nonkonformistische Ideen und Herangehensweisen, die die gängige Wahrnehmung von Film in Frage stellen und sich in den Grenzbereichen zu Literatur, Grafik und Druckkunst bewegen. 2016 stellte sie den abendfüllenden Dokumentarfilm „Aus einem Jahr der Nichtereignisse“ in Zusammenarbeit mit René Frölke fertig, der in Glücksburg gedreht wurde, und 2017 auf der Berlinale uraufgeführt wurde. Neben dem Film widmet sie sich unterschiedlichen Kunstbuchprojekten.

Das Buch „Les Choses 01-12“ war 2020 in der Ausstellung „Vielfältig Mehrseitig“ in der Weserburg/Museum für moderne Kunst zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Siegum. http://www.joonfilm.de

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

Sonderausführung Local AIR: WE AM – Installation und Film am 26. Juli 2020 in der NORDER147

Wais Labi aus Spanien hat einige Jahre in Flensburg gelebt, ist im Zuge des Corona-Ausbruchs in seine Heimat zurückgekehrt und hat dort seine internationalen Kontakte genutzt, um an dem Projekt „WE AM“ zu arbeiten.

Die Farben der LGBTQI-Fahne sind Basis für seine Arbeit an an einer Installation, die er am Sonntag, 26. Juli gemeinsam mit einem Kurz-Film präsentiert, der sich aus Beiträgen verschiedenster Künstler*innen zusammensetzt. Mode und Tanz sind die Kunstformen der Wahl, mit denen diese Künstlerinnen sich selbst, ihre Persönlichkeit, ihren Stil, ihr Selbstbewusstsein und die Solidarität untereinander auszudrücken.

Aktueller könnte ein Thema kaum sein… In vielen Ländern sind Menschen der LGBTQI+ Gemeinschaft seit Monaten verstärkt Ziel von Angriffen und Ausgrenzung. Eine Entwicklung, der Wais Labi und wir gezielt und demonstrativ etwas entgegensetzen wollen.

Sonntag, 26. Juli, 10 – 20 Uhr @ NORDER147, Flensburg

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
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