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Kongress der Hochschule Flensburg am 27.05.2021: Wasserstoff aus Afrika – Ein Weg zur Klimaneutralität Deutschlands?

Fachleute aus dem In- und Ausland diskutieren online und öffentlich am 27. Mai über Wasserstoffprojekte zwischen Norddeutschland und Afrika

Das Afrika-Zentrum der Hochschule Flensburg erwartet Minister aus Mauretanien, Unternehmer aus Heide und Politiker aus Brüssel zu einem Online-Kongress am 27. Mai. Die Online-Veranstaltung ist öffentlich. Anmeldung erbeten.

Deutschland importiert derzeit rund zwei Drittel seines Energiebedarfs in Form fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas. Um CO2-neutral werden zu können, scheint neben dem Zubau von Wind- und Solaranlagen in Schleswig-Holstein auch der Import grüner Energie aus dem Ausland notwendig zu werden.

Bundesregierung und Energiewirtschaft setzen dabei vor allem auf Wasserstoff als Energieträger. Die Idee: Günstiger Solar- und Windstrom wird in Afrika zur Herstellung von Wasserstoff verwendet, dieser dann nach Deutschland transportiert.

Afrika gilt als besonders vielversprechend für solche Konzepte wegen der besonders ertragreichen Wind- und Solarstandorte, aber auch wegen der geographischen Nähe zu Europa.

Die Hochschule Flensburg wirft jetzt einen genaueren Blick auf die Rahmenbedingungen. Am 27. Mai von 15 bis 17 Uhr wird das „Centre for Business and Technology in Africa” der Hochschule zahlreiche Fachleute zum Thema im Rahmen einer Online-Konferenz zu Gast haben.

Zugesagt haben hochrangige Gäste, die vor allem über Potentiale für die Zusammenarbeit zwischen Norddeutschland und Afrika auf diesem Gebiet sprechen wollen. Den Auftakt machen wird ein Vortrag von Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, gefolgt von Ousmane Kane, dem Wirtschaftsminister von Mauretanien und Professor Bernd Möller von der Europa-Universität Flensburg vom Zentrum für nachhaltige Energiesysteme der Hochschulen in Flensburg.

Danach werden weitere hochkarätige Gäste in zwei Podiumsdiskussionen das Thema vertiefen. In der ersten Runde geht es um die Frage, welche politischen Strategien für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft erforderlich sind. Hildegard Bentele, als Europaabgeordnete im Europäischen Parlament zuständig für die Wasserstoffstrategie, Andreas Hein aus dem Kieler Landtag sowie Markus Exenberger von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) werden darüber informieren.

Anschließend befasst sich eine zweite Runde mit Möglichkeiten für die norddeutsche und die afrikanische Wirtschaft. Vertreter von Sasol aus Johannesburg, vom Windparkentwickler PNE AG aus Cuxhaven und der Geschäftsführer der Entwicklungsagentur für die Region Heide werden darstellen, welche konkreten Vorhaben sie bereits verfolgen und wie sich eine Zusammenarbeit von Unternehmen positiv auf die Energiewende in Afrika und in Norddeutschland auswirken könnte.

Die Veranstaltung ist öffentlich und wird geleitet von Prof. Dr. Kay Pfaffenberger, Direktor des Afrika-Zentrums der Hochschule Flensburg. Das detaillierte Programm sowie der Anmeldelink zur Online-Veranstaltung finden sich unter www.africacentre.de.

Das Programm der Veranstaltung mit den Anmeldeinformationen:

Programm Wasserstoff Konferenz

Das Programm als PDF zum Download

Grüner Wasserstoff als goldener Weg der Flensburger Energiewende?

Energie-Puzzle – Grafik: CC by oemof-developer group

Ein Beitrag von Simon Hilpert & Jonas Lage

Das Thema Wasserstoff (H2) wird von verschiedenen Initiativen und Akteur*innen im Zuge der Diskussion um die Zukunft der Strom- und Wärmeversorgung der Stadtwerke Flensburg immer wieder auf den Tisch gebracht. Die Diskussionen werden seit dem Jahr 2020 zudem durch die verkündete nationale Wasserstoffstrategie[1] der Bundesregierung befördert. Von zivilgesellschaftlichen Initiativen, wie dem Verein Erneuerbare Energien & Speicher e. V., wird grüner Wasserstoff schon länger als ein Lösungsansatz für eine klimafreundliche Flensburger Fernwärmeversorgung befürwortet. Die Idee: es könne lokaler Überschussstrom, der aufgrund von Netzengpässen anfällt, sinnvoll genutzt werden. Und auch die Stadtwerke Flensburg haben bei der neuen Gas- und Dampfturbinen (GUD)Anlage in wasserstofffähige Gasturbinen investiert, um in Zukunft auch Wasserstoff statt Erdgas einsetzten zu können.

Nun ist im Dezember 2020 eine Studie im Auftrag von Greenpeace Energy mit dem Titel „Grün oder Blau? Wege in die Wasserstoffwirtschaft 2020-2040[2] veröffentlicht worden. In dieser Studie wird die zukünftige Nutzung von Wasserstoff aus ökologischer und wirtschaftlicher Perspektive analysiert. Die Studie zeigt, dass sogenannter „grüner“ Wasserstoff – hergestellt durch Elektrolyse von Wasser mit erneuerbarem Strom – sowohl aus Kosten- als auch Klimaschutzgesichtspunkten  „blauem“ Wasserstoff – in der Regel hergestellt aus Erdgas mit nachgelagerter CO2 Speicherung – überlegen ist. Für uns ist die Studie ein Anlass, die Zukunft von Wasserstoff in Flensburg noch einmal unter die Lupe zu nehmen.

Wasserstoff – die Zukunftstechnologie für Strom- und Wärmewende?

Grüner Wasserstoff ist knapp und wird es auf absehbare Zeit auch bleiben, da das inländische wirtschaftliche und technische Potential begrenzt ist. Konsequenterweise kommen viele Studien zu dem Schluss, dass Wasserstoff vorwiegend dort eingesetzt werden sollte, wo keine Alternativen zur Verfügung stehen und ein hohes CO2-Minderungspotential besteht. Dazu zählen u.a. die Bereitstellung von Prozessdampf in der Chemieindustrie, die CO2-neutrale Eisenerzreduktion  in der Stahlindustrie sowie der Schwerlastgütervekehr. Die Strom- und Wärmeversorgung stehen in diesen Studien in der Regel nicht an erster Stelle. Allerdings entwickelt eine Studie[3] der Agora Energiewende aus dem November 2020 Szenarien, nach denen im Jahr 2050 durchaus 156 TWh H2 zur Produktion von Strom und Fernwärme eingesetzt werden. Gleichzeitig, so nimmt die Studie an, beläuft sich der Import von H2 im Jahr 2050 auf 184 TWh. Von wo dieser Wasserstoff importiert wird, steht nicht fest, zumal andere westliche Industrieländer vor genau demselben Problem des hohen Energiebedarfs bei begrenzten einheimischen Ressourcen stehen dürften.

Anders als die Studie von der Agora Energiewende, hat die Bundesregierung schon Ideen, wo der Wasserstoff herkommen könnte: aus Afrika. Unlängst hat der Afrikabeauftragte der Bundesregierung den Kongo als möglichen Produzent für Wasserstoff für Deutschland ins Spiel gebracht[4], schon zu Beginn des vergangenen Jahres, hatte Entwicklungsminister Müller ein Wasserstoffabkommen mit Marokko angebahnt[5].  Diese Logik ist schon lange bekannt: Der Ressourcenhunger der reichen Länder des Globalen Nordens soll durch Ausbeutung von Ressourcen vornehmlich in Ländern des Globalen Südens gestillt werden. Ermöglicht wurde dies früher durch Beherrschung und Ausbeutung von Kolonien, heutzutage durch ungleiche Machtverhältnisse auf dem Weltmarkt. Ein solcher Import von Energie lagert die Kosten unserer Lebensweise im Globalen Norden aus und schreibt damit koloniale Ungerechtigkeiten und Ausbeutung fort.

Darüber hinaus spricht auch die praktische Erfahrung mit derartigen internationalen Großprojekten im Energiebereich gegen diese Strategie. So etwa das an kulturell-politischen und techno-ökonomischen Herausforderungen gescheiterte DESERTEC Projekt, bei dem Strom aus der MENA Region (Middle East & North Africa) nach Europa importiert werden sollte. Auch hier gab es seinerzeit schon massive Kritik aufgrund der Auslagerung von Kosten, der Ausnutzung und Fortschreibung kolonialer Machtverhältnisse.

Als weiteres Argument spricht der Klimaschutz selbst gegen Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für die (Flensburger) Wärmewende: Der Fokus auf Wasserstoff führt zur weiteren Nutzung von Gas in der Übergangsphase bis ausreichend Wasserstoff zur Verfügung stehen könnte, wodurch zusätzliche CO2 Emissionen verursacht werden. Mit diesen kumulierten Emissionen ist mit Blick auf das verbleibende CO2-Budget davon auszugehen, dass Flensburg seinen Beitrag für die Erreichung des 1.5 °C Ziels deutlich verfehlen würde. Berechnungen hierzu, die am Zentrum für nachhaltige Energiesysteme der Univerität Flensburg angefertigt wurden, befinden sich aktuell im Veröffentlichungsprozess.

Was heißt das für die Strom- und Wärmeversorgung in Flensburg?

Angesichts der stark wachsenden Nachfrage nach Wasserstoff hebt die Greenpeace Studie hervor, dass dieser aus Kosten- und Klimagesichtspunkten erst nach (in dieser Reihenfolge) Suffizienz-, Effizienz- und Elektrifizierungsmaßnahmen eingesetzt werden sollte. Konkret für Flensburg könnte diese Priorisierung der Maßnahmen der Greenpeace Energy Studie folgendes bedeuten:

  • Suffizienz: Forderung der Reduktion von Wohnflächen pro Kopf, da in den vergangenen fünf Jahrzehnten die Wohnfläche pro Kopf um 250 Prozent gestiegen ist und damit alle Effizienzgewinne durch bessere Dämmung zunichtegemacht worden sind. Dies kann z.B. durch die Begrenzung von Neubaugebieten für Einfamilienhäuser bei einer gleichzeitigen Förderung gemeinschaftlicher Wohnprojekte – etwa durch Konzeptvergaben – geschehen. Eine soziale Wohnraumförderung im Bestand, wie es sie beispielsweise in Tübingen gibt, könnte dazu beitragen bestehende Wohnfläche besser auszunutzen und sozial verträglichen Wohnraum zu schaffen.
  • Effizienz: Energetische Sanierungen sollten auch in Flensburg vorangetrieben werden. Dabei ist es wichtig von den Stadtwerken Flensburg Strategien einzufordern, wie das Fernwärmenetz mit der höchsten Anschlussdichte in Deutschland auch bei einem stark reduzierten Wärmebedarf ökonomisch und ökologisch sinnvoll betrieben werden kann – oder eben auch nicht. Möglicherweise hat die Fernwärme, wie wir sie jetzt kennen, dann auch keine oder nur eine eingeschränkte Zukunft in Flensburg? Gerade bei einer großen Infrastruktur mit langfristigen Investitionen ist die fehlende langfristige Strategie der Stadtwerke hoch problematisch. Hier blindlings allein auf Wasserstoff zu setzen verlagert das Problem nur, anstatt es zu lösen.
  • Elektrifizierung als Alternative: Großwärmepumpen, genutzt in Zeiten hoher Wind- und PV-Erzeugung und damit korrespondierenden niedrigen Börsenpreisen, könnten schon vor 2030 dazu beitragen, die Emissionen der Stadtwerke zu senken. Aus Perspektive des deutschen Stromsystems haben wir in Flensburg an der Küste einen Vorteil, da wir das Wasser als Wärmequelle nutzen können. Anderen Städten in Deutschland steht eine solche Wärmequelle für Wärmepumpen wie die Förde nicht zur Verfügung. Solidarisch und systemisch kosteneffizient wäre es daher, sich diesen Vorteil zu Nutze zu machen, um die begrenzten Wasserstoffmengen, für Spezialanwendungen oder in Sonderfällen auch für die Wärmeversorgung für andere Stadtwerke in Deutschland frei zu machen.

Die Aufgabe für die Stadtwerke Flensburg ist zugegebener Maßen eine große techno-ökonomische und soziale Herausforderung. Daher ist es wichtig, dass sich zivilgesellschaftlichen Initiativen wie beispielsweise Bündnis Fossilfreies Flensburg, Aktionsgruppe Klima oder Fridays for Future weiter kritisch mit den Plänen der Stadtwerke auseinandersetzen und sich in die Debatte einschalten. Im Hinblick auf den Klimaschutz ist Wasserstoff zur Strom- und Wärmeproduktion in Flensburg allerdings weder global sozial gerecht noch systemisch sinnvoll. Natürlich kann ein kleiner Teil für Spitzenlastzeiten oder sogenannte Dunkelflauten auch in wasserstofffähigen Gasturbinen verwendet werden. Als grüner, zukunftsfähiger Hauptenergieträger der Stadtwerke Flensburg sollte Wasserstoff allerdings nicht verstanden werden. Im Gegenteil: die alleinige Fokussierung auf Wasserstoff behindert aus unserer Sicht eine konstruktive Debatte über sinnvolle Lösungsansätze zur Transformation hin zu einer langfristig klimaneutralen Flensburger Energieversorgung, die eine Reduktion des Energieverbrauchs sowie alternative Technologien einschließt.


[1]  https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/die-nationale-wasserstoffstrategie.html

[2]  https://www.greenpeace-energy.de/fileadmin/docs/pressematerial/2020_Studie_Gruen_oder_Blau_final.pdf

[3]  https://static.agora-energiewende.de/fileadmin2/Projekte/2020/2020_10_KNDE/A-EW_195_KNDE_WEB_V111.pdf

[4]  https://taz.de/Energiewende-auf-Kosten-Afrikas/!5717316/

[5] https://www.wiwo.de/politik/deutschland/csu-entwicklungsminister-mueller-will-wasserstoff-produktion-mit-marokko-aufbauen/25544390.html

EES e.V. lädt ein zum monatlichen Info-Treffen am 07.03.2018 um 19 Uhr in der Alten Apotheke

Mittwoch, 7. März 2018 um 19 Uhr
GASTSTÄTTE ALTE APOTHEKE
Friesische Straße 31
24937 Flensburg

Liebe Mitglieder und Freunde des EES,

Unser regelmäßiger monatlicher Info Abend Termin,
Bei einem „Süppchen“, dass uns sicherlich dann gut tut, sollten wir die Auswirkungen und Folgen für Flensburg und für den EES reflektieren und Wolfgang wird über seinen Besuch der JHV des DWV – Dachverband Wasserstoff- und Brennstoffzellen – zum nationalen und internationalen Stand der grünen Wasserstofftechnologie berichten. Damit bekommt der „Ess- Küchentisch“ eine besondere Bedeutung am Abend.
Für Katie, die immer gern für unser leibliches Wohlbefinden sorgt, wäre eine Anmeldung für die „Größe des Suppentopfes“ hilfreich. Auch hier nimmt Wolfgang Anmeldungen bis zum 5.3. entgegen. Auch dafür Danke im Voraus.

Danach wird der Vorstand über weitere Themen des Abends nach Dringlichkeit berichten:

1. Besuch und Messestandbeteiligung auf der New Energy Messe in Husum vom 15.-18.3.
2. Auskunft über den Stand zur H2 Tankstelle in Handewitt
3. Auskunft über den Stand des Besuches Claudia Kempfert am 31.5.
4. Sonstiges

I. A. des Vorstandes

 

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung und den Aktivitäten des EES e.V. finden sich unter: http://ees-ev.de

 

EES e.V. lädt ein zum Round-Table-Gespräch mit Oberbürgermeisterin Simone Lange am 08.11.2017 im Flenburger Borgerforeningen

Mittwoch, den 8.11.2017 um 19:00 Uhr
Borgerforeningen, Holm 17, 24937 Flensburg

Liebe Mitglieder und Freunde des EES,

am 8.11. laden wir Euch alle ein, zu einem Round-Table Gespräch mit Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange, dem H2- Busexperten Uffe Borup, NEL, aus Dänemark und Experten aus der Region.

Wir haben die einmalige Chance für die Region Flensburg. Eine H2-Tankstelle soll im Herbst 2018 kommen.
Nun gilt es H2-Autos und H2-Busse für die Region privat und kommunal anzuschaffen. Statt Strom für 380 Millionen Euro wegzuwerfen, wollen wir ihn hier veredeln.
Wir wollen daraus Wasserstoff machen und damit unsere neuen H2-Fahrzeuge antreiben. Dafür brauchen wir eine H2-Technologie, die in der Region aufgebaut werden soll.
Das schaft viele Arbeitsplätze.
Damit kann die Region Flensburg zur Modellregion für erneuerbare Energien werden.

Liebe Grüße
Peter Helms

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung und den Aktivitäten des EES e.V. finden sich unter: http://ees-ev.de

 

Energie-Stammtisch des EES e.V. mit hochkarätigen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik am 13.07.2017 um 19 Uhr im Flensburger Borgerforeningen

„Berlin gibt grünes Licht für den Bau einer Wasserstoff- Tankstelle für unsere Region Flensburg“

Am Donnerstag, 13. Juli von 19:00 – 21:00
im Borgerforeningen, Holm 17 in Flensburg

Wir wollen an diesem Abend unsere Mitglieder des EES-e.V. und die Gäste und Bürger der Region Flensburg über den letzten Stand der Entwicklung informieren und gleichzeitig alle Fragen im Zusammenhang mit der neuen H2-Tankstelle mit  unseren Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutieren.

„Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft“

Eingeladen sind:

Prof. Jens Born, als Vertreter der Hochschulen aus Flensburg,

Dirk Burmeister als Leiter und Promoter des Heider Energie Projektes,

Rasmus Andresen, unser neues Mitglied und Vizepräsident im neuen Landtag,

Uffe Borup vom Norwegischen Wasserstoff- Tankstellenbauer NE, der gerade die neue H2-Tankstelle in Rostock eingeweiht hat und

Simone Lange, Flensburger Oberbürgermeisterin

Natürlich werden alle wichtigen „Player“ , die an der Verwirklichung dieses Projekts in unserer Region beteiligt sind, ebenso eingeladen wie der Landrat Buschmann und die Klimamanager unserer Stadt.  Wir hoffen mit dieser letzten Veranstaltung vor der Sommerpause auf einen hochspannenden Abend. Auf dem Weg zur Hauptstadt der Erneuerbaren Energien werden wir diesen wichtigen Schritt für Flensburg und die Region vorstellen.

Peter Helms und der Vorstand des EES-e.V.

Der Eintritt ist frei

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung und den Aktivitäten des EES e.V. finden sich unter: http://ees-ev.de

EEs e.V.

Zukunft zum Greifen nah – Bald Wasserstoff-Tankstelle in Flensburg?

Projektleiter der H2 Mobilty GmbH & Co.KG nehmen Flensburger Standorte ins Visier

Flensburg. Kein Verkehrslärm, keine Abgase und regionale Ressourcen als Antriebsenergie – das Konzept von Wasserstoffautos, deren Tank innerhalb von drei Minuten zu Dieselkosten befüllbar ist und deren Reichweite derzeit rund 500 km beträgt, überzeugt viele.  Voraussetzung zur alltäglichen Nutzung der modernen Wasserstofftechnologie ist jedoch eine entsprechende Tank-Infrastruktur, die bislang in Deutschland nur spärlich vorhanden ist. Mit dem Ausbau dieser Infrastruktur hat die Bundesregierung daher im Rahmen eines Projekts die zu diesem Zweck gegründete Firma H2 Mobility GmbH & Co.KG aus Berlin beauftragt. Deren Aufgabe ist es derzeit, bis 2018/2019 insgesamt 100 mit Bundesmitteln geförderte Wasserstofftankstellen in Deutschlands Metropolen zu errichten.

Dass nun auch Flensburg in die nähere Betrachtung gekommen ist, verdankt die  Stadt u.a. dem Engagement des Vereins „Erneuerbare Energie und Speicher e.V.“ und der  „Energie des Nordens GmbH & Co.KG“.  Diese waren nach Beteiligung an einer im März von H2 Mobility ausgelobten Ausschreibung und anschließender Präsentation in Berlin zwar in erster Instanz gescheitert. Dennoch scheinen die Flensburger mit ihren Argumenten  – Flensburgs Klimapakt, die Lage an der A7 und im Zentrum eines Einzugsgebiets von Kolding bis Hamburg und nicht zuletzt ihrem entschlossenen Engagement – nachhaltigen Eindruck in Berlin hinterlassen zu haben.

Am heutigen Donnerstag, 6. Juli kamen daher zwei Projektmanager der H2 Mobility nach Flensburg, um gemeinsam mit Paul Hemkentokrax, Vertretern von „Erneuerbare Energie und Speicher e.V.“ und  „Energie des Nordens GmbH & Co.KG“ sowie Oberbürgermeisterin Simone Lange mögliche Standort für eine Wasserstoff-Tankstelle in Flensburg ins Visier zu nehmen.

Oberbürgermeisterin Simone Lange, die im Januar dieses Jahres eine Woche lang Gelegenheit hatte, selbst ein modernes Wasserstoffauto zu testen, ist begeistert:  „Für mich klingt das nach Zukunft- zum Greifen nah. Für Flensburg, unsere Stadt des Klimapakts, würde ich mir eine Wasserstoff-Tankstelle sehr wünschen.“ „Ich bin auf jeden Fall überzeugt, sollte es mit dem Ausbau  klappen, bin ich als erste mit am Start.“ so die Oberbürgermeisterin weiter.

Auf dem Foto (von links nach rechts): Paul Hemkentokrax (Geschäftsführer Aktiv Bus), Mike Hutmacher (Projektmanager H2 Mobility), Lorenz Jung (Projektleiter H2 Mobility), Marko Bartelsen (Energie des Nordens GmbH & Co KG), Oberbürgermeisterin Simone Lange, Dr. Peter Harms (Vorsitzender Verein Erneuerbare Energie und Speicher e.V.) und Ulrich Jochemsen (Pionier Erneuerbare Energien)

 

Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange testet Wasserstoff-Auto

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Henning Brüggemann (Klimapakt-Vorsitzender), Simone Lange (Oberbürgermeisterin Stadt Flensburg) sowie Reinhard Christiansen und Marko Bartelsen (beide Energie des Nordens GmbH) (v.l.n.r.). freuen sich über das Zukunftspotenzial der innovativen Wasserstoff-Mobilität.

2018 erste Wasserstofftankstelle in Haurup

Flensburg. Gleich zu Beginn Ihres Amtsantrittes testet Oberbürgermeisterin Simone Lange für drei Tage ein Wasserstoff-Auto. Das innovative Fahrzeug der Marke Hyundai ix35, das eine maximale Reichweite von 594 Kilometern besitzt, hinterlässt im Fahrbetrieb keine Emissionen. „Es ist ein völlig neues Fahrgefühl – nicht nur wegen der Geräuschlosigkeit, sondern auch weil man überhaupt kein schlechtes Gewissen mehr beim Autofahren haben muss“, so Simone Lange. Auch Bürgermeister und Klimapakt-Vorsitzender Henning Brüggemann ist begeistert: „Die Wasserstoff-Technologie besitzt ein enormes Zukunftspotenzial und wird damit auch zunehmend ein Thema für den Klimapakt Flensburg werden“. Initiator der außergewöhnlichen Probefahrt war Reinhard Christiansen, Geschäftsführer der Firma „Energie des Nordens“, der mit seinem Unternehmen den Bau einer Wasserstoff-Tankstelle plant. Im 1. Quartal 2018 soll die erste Wasserstoff-Tankstelle Schleswig-Holsteins in Haurup (Amt Handewitt) eröffnet werden: „Ohne die entsprechende Tankinfrastruktur können keine Wasserstoff-Autos gekauft werden. Deshalb fangen wir mit dieser Pionierarbeit jetzt an. Damit hat Schleswig-Holstein gute Chancen Vorreiter auf allen Gebieten der Erneuerbaren Energien zu werden“, so Christiansen. Nicht nur deswegen denkt Simone Lange auch schon zukunftsorientiert an die mögliche Anschaffung eines neuen Dienstwagens nach. Damit setzt sie ein klares Zeichen für den Einsatz von weiteren erneuerbaren Energien in der Klimastadt/Region Flensburg.

Hintergrund: Bau einer Wasserstoff-Tankstelle in Haurup
Die Energiewende umfasst viele Sektoren: Strom, Wärme und Mobilität. Im Rahmen des Förderprogramms NEW4.0 wird der Elektrolyseur im Raum Handewitt gefördert. Der geplante Elektrolyseur wandelt den Windstrom um in Wasserstoff. Dieser soll nicht nur in die naheliegende Gasleitung eingespeist werden, sondern auch über eine Tankstelle an Kraftfahrzeuge abgegeben werden. Erst wenn im Norden Schleswig-Holstein eine Tankstelle für Wasserstoff zur Verfügung steht, kann die Mobilitätswende ausgedehnt werden auf Kraftfahrzeuge mit Brennstoffzellentechnik. Der zurzeit noch große Vorteil gegenüber Kraftfahrzeugen mit Akkus und Kabelbetankung besteht in der kurzen Betankungszeit in nur drei Minuten und in der großen Reichweite.

Windgas aus Flensburg – Die EnergieGenossenschaft lädt ein zu Information und Diskussion am 25.3.2014 in Flensburg

EnergiegenossenschaftDie Energiewende nördlich und südlich der deutsch-dänischen Grenze

Zeit: Dienstag, 25. März 2014 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr
Ort: Stadtwerke Flensburg, Batteriestraße 48, 24939 Flensburg

Die EnergieGenossenschaft Flensburg lädt ein zum Austausch mit Experten aus der Wind – und Wasserstoffbranche, aus der Politik, der Wirtschaft und mit Bürgern und Bürgerinnen.
Diskutieren Sie mit uns über unser Konzept Power to Gas, als die zukünftige wirtschaftliche Chance für Flensburg und Umgebung, um lokale und regionale Kreisläufe nachhaltig zu sichern.

Im Podium:
• Simone Lange, MdL für Flensburg
• Maik Render, Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg
• Reinhard Christiansen, ARGE Netz
• Dr. Werner Diwald, Encon-Europe, Berlin und Prenzlau
• Ove Petersen, GP Joule, Reußenköge
• Frank von Bahlen, Greentec Campus Nordfriesland
• Ulrich Jochimsen, Aufsichtsrat EnergieGenossenschaft Flensburg

Als Gast wird Dr. Frank Nägele, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein anwesend sein. Wir werden
ihm im Rahmen dieser Veranstaltung unser Konzept überreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Ursula Thomsen-Marwitz / Otto Hübner
Vorstand EGFL eG i. G.

Flensburg * Brixstraße 34c * post@energiegenossenschaft-flensburg.de

Tel. 0461 3155521 * Mobil: 015153712913 *

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