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Ausstellung: „Haus der Ewigkeit – Jüdische Friedhöfe“ vom 08.11.2019 – 09.02.2020 im Jüdischen Museum Rendsburg

Vernissage und Eröffnung

am Donnerstag, den  07.11.2019 um 19:00 Uhr
Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8
24768 Rendsburg

Jüdische Friedhöfe. Für die Ewigkeit geschaffen. Scheinbar aus der Zeit gefallen. Versunken und geheimnisvoll liegen sie da und erzählen etwas über die prächtige Vielfalt der einstigen jüdischen Bevölkerung. Die Grabsteine berichten vom sozialen Status und Berufsstand der Menschen und sind so ein Spiegel der reichhaltigen jüdischen Kultur vergangener Zeiten.

Die Ausstellung zeigt 40 schwarz-weiß Fotografien von jüdischen Friedhöfen in Deutschland, Polen, Ukraine und der Tschechischen Republik. Die Fotografen Marcel-Th. und Klaus Jacobs bereisten über 50 Orte und hielten ihre Eindrücke dokumentarisch fest. Aus mehreren Tausend Kleinbildnegativen wurde eine Auswahl erstellt, welche einen kleinen Eindruck der vergangenen Sepulkralkultur wiedergibt. Der Rückblick auf die Geschichte der jeweiligen jüdischen Gemeinden und deren letzte Ruhestätten machen das Ausmaß der Auslöschung jüdischen Lebens und Wirkens in allen vier Ländern deutlich.

Öffnungszeiten:

Di – Sa 12 – 17 Uhr, So 10 – 17 Uhr (Sonntags freier Eintritt)
Schulklassen und andere Gruppen können das Museum nach vorheriger Absprache auch vormittags besuchen

Kontakt:

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | https://jmrd.de/
Information, Reservierung, Buchung: +49 (0) 4331 440 430 | service@landesmuseen.sh

 

Die Hamburger Curiohaus-Prozesse – Ausstellung vom 14.06. – 25.08.2019 im Jüdischen Museum Rendsburg

Herbert Schemmel (rechts), Überlebender des KZ Neuengamme, identifiziert im Hof des Altonaer Gerichtsgefängnisses SS-Angehörige, 1945 © ANg, F 1981-071

NS-Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten

Eine Wanderausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

„Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht“, schworen die Überlebenden des KZ Buchenwald wenige Tage nach ihrer Befreiung.

Die Bestrafung der für die nationalsozialistischen Gewaltverbrechen Verantwortlichen war ein wichtiges Anliegen der im Krieg gegen Deutschland verbündeten Länder. Der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess fand weltweit Beachtung und gilt als Meilenstein der Rechtsgeschichte. Weniger bekannt ist, dass die Alliierten hunderte weitere Prozesse durchführten.

Das Curiohaus in Hamburg-Rotherbaum war von 1945 bis 1949 der wichtigste Gerichtsort für die Kriegsverbrecherprozesse in der britischen Besatzungszone. Hier fanden 188 Militärgerichtsverfahren gegen 504 Angeklagte statt. Wer waren diese Angeklagten, für welche Verbrechen wurden sie zur Rechenschaft gezogen? Wer waren ihre Opfer?

Die Ausstellung gibt einen Überblick über diese im Curiohaus verhandelten Prozesse und zeigt den Anteil ehemaliger Verfolgter an der juristischen Ahndung. Einführend stellt die Ausstellung Besonderheiten der britischen Strafverfolgung vor. Sie thematisiert Prozesse gegen unterschiedliche Gruppen von Täterinnen und Tätern.

Ein großer Teil der Verfahren richtete sich gegen das Lagerpersonal des KZ Neuengamme. Aber auch Verbrechen an Häftlingen anderer Konzentrationslager wie Ravensbrück, Bergen-Belsen und Groß Rosen kamen hier vor Gericht. Zu den Angeklagten zählten auch Unternehmer und Firmenangestellte, etwa der Hamburger Firma „Tesch & Stabenow“, die „Zyklon B“ an die SS verkaufte und die Konzentrationslager belieferte. Weitere Prozesse richteten sich gegen die Verantwortlichen für Verbrechen an Gestapo-Häftlingen, an Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern und an Kriegsgefangenen.

Ein eigener Ausstellungsabschnitt ist den Nachwirkungen der Prozesse gewidmet. Angesichts des Kalten Krieges kam die alliierte Strafverfolgung abrupt zum Stillstand. Als Kriegsverbrecher Verurteilte wurden in den 1950er-Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen und konnten nach bundesdeutscher Rechtsprechung Entschädigung beantragen. Viele Täterinnen und Täter wurden nie zur Verantwortung gezogen.

Öffnungszeiten:

Di – Sa 12 – 17 Uhr, So 10 – 17 Uhr (Sonntags freier Eintritt)
Schulklassen und andere Gruppen können das Museum nach vorheriger Absprache auch vormittags besuchen

Kontakt:

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | https://jmrd.de/
Information, Reservierung, Buchung: +49 (0) 4331 440 430 | service@landesmuseen.sh

 

Ausstellung zur Revolution 1918 noch bis zum 22.07.2018 auf dem Geländes des Flensburger Museumshafens

Ausstellungscontainer Revolution 1918 am Flensburger Museumshafen

Als die Revolution nach Flensburg kam….

Flensburg. Auf dem Gelände des historischen Museumshafens, nur einen Steinwurf vom Schifffahrtsmuseum entfernt, ziehen zwei rote Überseecontainer die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Doch nicht nur ihre Optik, auch die „Fracht“ ist außergewöhnlich: Die Container beherbergen die Wanderausstellung „Revolution 1918 – Aufbruch in Schleswig-Holstein“. Noch bis zum 22.7. 2018 können Besucher hier täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr einen spannenden Einblick in einen wichtigen Wendepunkt deutscher Geschichte erhalten: Die Ausstellung befasst sich mit dem Kieler Arbeiter- und Matrosenaufstand und zeichnet die revolutionären Ereignisse an unterschiedlichen Orten Schleswig-Holsteins bis 1919 aufwändig nach.

Zum Teil erstmals veröffentlichte historische Bilddokumente und vertonten Quellen machen deutlich, dass die Novemberrevolution nicht nur ein wichtiges Ereignis der deutschen, sondern auch der Flensburger Geschichte ist: Als die Revolution am 9. November Berlin erreichte, gab es in Flensburg bereits einen vereinigten Arbeiter- und Soldatenrat, dem es gelungen war, die militärische und administrative Entscheidungsgewalt zu übernehmen. Und noch in anderer Hinsicht konnte Flensburg eine „Vorreiterrolle“ übernehmen: Hier wurde, an einem der ersten Orte überhaupt, der Acht-Stunden Tag eingeführt. Die vor Ort tätigen Vermittlerinnen und Vermittler haben darüber hinaus noch viele weitere spannende Geschichten rund um die über einhundert Jahre zurückliegenden Ereignisse parat und stehen bei Fragen und Anregungen gern zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

Dazu auch als Lesempfehlung ein spannendes Essay aus dem Jahr 2007 von Christopher Andresen: „Arbeiter- und Soldatenräte in Flensburg 1918/19“ unter: https://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_18/Demokratische_Geschichte_Band_18_Essay_2.pdf

Der Fall Dr. Hartwig Schlegelberger – Vortrag von Dr. Sebastian Lehmann am 17.1.2012 in Flensburg

Am Dienstag, den 17. Januar um 19 Uhr hält Dr. Sebastian Lehmann vom Institut für Schleswig-Holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte einen Vortrag in der Bürgerhalle des Flensburger Rathauses mit dem Titel:

„Der Fall Dr. Hartwig Schlegelberger – dreifache Vergangenheitspolitik“.

Diese Veranstaltung ist Teil des Programms der Wander-Ausstellung „Was damals Recht war … – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“, die noch bis zum 23.02.2012 in der Bürgerhalle des Flensburger Rathauses für Besucher geöffnet ist.
Weitere Vorträge und Veranstaltungen sind dem Flyer zur Ausstellung zu entnehmen: Was damals Recht war … Leporello

Zum Fall Dr. Hartwig Schlegelberger auch noch ein sehr aufschlussreicher Artikel: Schlegelbergers Vergangenheit – Fällte DRK-Präsident Todesurteile? aus der PARTOUT 8/1989 Schlegelberger Partout 8 1989 sowie das Faksimile des dort zitierten Schreibens Faksimile Schlegelberger

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo-Mi, 7:30-16:30 Uhr
Do 7:30-19:00 Uhr
Fr 7:30-12:30 Uhr
Sa und So 10:00-17:00 Uhr

Anmeldungen für Gruppenbuchungen mit Führungen z. B. für Schulklassen werden gerne unter Tel. (0461) 85 21 00 oder unter sabine.moller@uni-flensburg.de entgegen genommen. Mehr Informationen, besonders auch für Lehrer unter: lehrerinformationen

Mehr zur Ausstellung auch in einem AKOPOL-Blog-Beitrag unter: https://akopol.wordpress.com/2011/12/27/was-damals-recht-war-wanderausstellung-vom-10-01-23-02-2012-in-der-burgerhalle-des-flensburger-rathauses/

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