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Volkstrauertag: Ehrung der Opfer von Faschismus und Krieg am 18.11.2018 in Flensburg

Niederlegung von Blumengebinden am Sonntag, 18. November 2018

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich des Volkstrauertages 18. November laden wir hiermit dazu ein, Blumen und Gebinde am Denkmal für die Opfer des Faschismus und am Deserteursdenkmal abzulegen.

Treffpunkt ist am Sonntag, 18. November um 11.00 Uhr

vor dem Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus am ZOB gegenüber der Polizeidirektion.

Wir gehen dann durch die Innenstadt zum Deserteursdenkmal am Platz der Gärtner und legen auch dort gegen 12.00 Uhr Blumen und Blumengebinde ab.

Wir freuen uns über Euer/Ihr Kommen.

Mit herzlichen, pazifistischen und antifaschistischen Grüßen

Anne und Ludwig Hecker VVN-BdA

Veranstalter:

DFG-VK Gruppe Flensburg,  Ralf & Siglinde Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.

 

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

VVN/BdA Gruppe Flensburg c/o Ludwig Hecker, Schulze-Delitzsch-Straße 43, 24943 Flensburg

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Ehrung der Opfer von Faschismus und Krieg am Volkstrauertag 2017 in Flensburg

Ehrung am Deserteursdenkmal, Platz der Gärtner

Vertreter der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten legten unter Teilnahme etlicher Flenburger am Deserteursdenkmal und dem Denkmal für die Opfer des Faschismus Blumengebinde nieder.

Dazu ein Beitrag, der die besonderen Beweggründe der Initiatoren dieser Gedenkveranstaltung erläutert:

Wir wollen die Kriegsdienstverweigerer, Deserteure und Opfer aller vergangenen und gegenwärtigen Kriege ehren. Diese Ehrung soll zur Mahnung beitragen, daß wir Kriege beenden und Militär weltweit und die Bundeswehr hier abschaffen, um den Krieg insgesamt abzuschaffen. Wir hatten zu dieser Veranstaltung eine Presseerklärung versendet.

Im Flensburger Tageblatt war jedoch nur zu lesen, daß zum Volkstrauertag die Gedenkfeier auf dem Friedenshügel stattfindet “mit anschließenden Kranzniederlegungen der Flensburger Verbände und Vereine” , also eine offenkundige und Verwirrung stiftende Falschmeldung.

Ehrung am Denkmal für die Opfer des Faschismus, Norderhofenden

Mindestens zwei der Flensburger Verbände und Vereine, nämlich die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen haben ihre Blumengestecke nicht dort niedergelegt sondern am Denkmal für die Opfer des Faschismus Norderhofenden und am Deserteursdenkmal am Platz der Gärtner. Dieses machen wir schon seit vier Jahren so.

Die Begründung dafür, weshalb wir unser Gedenken als eigenständige Veranstaltung durchführen und uns nicht der vom „Volksbund“ veranstalteten Gedenkfeier anschließen, wurde von Ralf Cüppers (DFG-VK) erläutert: Als wir an einer solchen vom „Volksbund“ veranstalteten Gedenkfeier teilgenommen hatten, mußten wir feststellen, daß dort einige Teilnehmer den Kriegsverbrechern, SS-Leuten und Soldaten gedacht hatten. Wir meinen, es ist ungehörig, Tätern und Opfern undifferenziert und gleichermaßen zu Gedenken. Wenn wir den Opfern gedenken, müssen wir uns von den Tätern distanzieren. Damit sich solche Verbrechen nie wiederholen.

Ludwig Hecker (VVN-BdA) stellte klar: Eine Versöhnung über den Gräbern, wie die Veranstalter es gerne hätten, kann es nicht geben, da die Opfer nicht mehr dazu gefragt werden können, ob sie mit ihren Mördern versöhnt werden wollen. Er nannte dazu als Beispiel den Kriegsverbrecher Richard Glücks, der auf der Veranstaltung am Friedenshügel selbstverständlich mit geehrt wird, sein Grab dort wird immer noch erhalten:

Grabstein von Richard Glücks auf dem Friedenshügel

1927 wurde Glücks Mitglied des Stahlhelms. Bereits im März 1930 trat er der NSDAP unter der Mitgliedsnummer 214.855 bei und wurde im November 1932 Mitglied der SS (-Nr. 58.706). Bei der SS war Glücks zunächst als Stabsführer bei verschiedenen SS-Standarten tätig und wurde 1935 zum Standartenführer befördert. Seit April 1936 gehörte Glücks innerhalb des SS-Führungshauptamtes dem Stab des Inspekteurs der Konzentrationslager an. Und wurde 1939 Glücks selbst der Inspekteur. In der Dienststellung eines Inspekteurs der Konzentrationslager war Glücks Vorgesetzter aller KZ-Kommandanten und damit bis Kriegsende direkt verantwortlich für alle dort begangenen Verbrechen. Auf Glücks’ Anweisung wurde u. a. im Januar 1940 eine Delegation in den Ort Auschwitz gesandt, um das Gelände für ein neues Konzentrationslager zu sondieren, das dann auch gebaut wurde. Am 25. Januar 1945, zwei Tage vor der Befreiung von Auschwitz, erhielt Glücks das „Deutsche Kreuz in Silber“ Er wurde in seiner Rolle als Schreibtischtäter belobigt: „Wenn sich hier in den ganzen Kriegsjahren keinerlei Schwierigkeiten ergeben haben und die Kriegsindustrie in kürzester Zeit mit den angeforderten Arbeitskräften versorgt werden konnte, dann ist das das Verdienst des SS-Gruppenführers Glücks. Er hat durch diese Leistung einen wesentlichen Beitrag zur Kriegsrüstung und damit zur Kriegsführung geleistet.“

Die Gleichsetzung von Tätern und Opfern durch gemeinsames Gedenken halten wir für nicht möglich. Die Distanzierung bringen wir dadurch zum Ausdruck, daß wir dann nicht zum Friedenshügel gehen, sondern zum Denkmal für die Opfer des Faschismus Norderhofenden und zum Deserteursdenkmal am Platz der Gärtner. Wir sind der Stadt Flensburg dankbar, daß sie mit diesen zwei Gedenkstätten die Möglichkeit geschaffen hat, den Volkstrauertag würdig zu begehen.

Khaled, ein Flüchtling aus Syrien, berichtet bewegend von seiner Weigerung, für irgendeine Seite in den Krieg zu ziehen und über seinen Kampf um den Nachzug seiner Familie. Für ihn ist der Krieg ein Ausdruck des Imperialismus, denn sein Land Syrien habe in seiner mehrtausendjährigen Geschichte niemals einen Krieg begonnen.

Volkstrauertag: Ehrung der Opfer von Faschismus und Krieg am 19.11.2017 in Flensburg

Niederlegung von Blumengebinden am Sonntag, 19. November 2017

11.00 Uhr am Denkmal für die Opfer des Faschismus, Norderhofenden (bei der Polizei)

12.00 Uhr am Deserteursdenkmal am Platz der Gärtner

Wir wollen die Kriegsdienstverweigerer, Deserteure und Opfer aller vergangenen und gegenwärtigen Kriege ehren. Diese Ehrung soll zur Mahnung beitragen, daß wir Kriege beenden und Militär weltweit und die Bundeswehr hier abschaffen, um den Krieg insgesamt abzuschaffen.

Veranstalter:

DFG-VK Gruppe Flensburg,  Ralf & Siglinde Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.

 

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

VVN/BdA Gruppe Flensburg c/o Ludwig Hecker, Schulze-Delitzsch-Straße 43, 24943 Flensburg

Veranstaltungsreihe „erinnern um zu lernen – gedenken um zu verändern“ im Januar und Februar 2017 in Flensburg

nichts-war-vergeblich-iNichts war vergeblich

Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Eine Ausstellung des Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945

12. Januar bis 5. Februar 2017
Campelle, Hochschulcampus Flensburg

6. Februar bis 19. Februar 2017
Nikolaikirche Flensburg

Was für eine Rolle spielten Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus? Das wissen bis heute nur wenige.
Die Ausstellung ,,Nichts war vergeblich“ stellt Frauen vor, die mutig und eigenständig innerhalb der Widerstandsbewegung gegen das Nazi-Regime agierten. Es sind Portraits und Lebensläufe von weitgehend unbekannten Frauen, die in einer Ausstellung des Studienkreises deutscher Widerstand gezeigt werden. Gleichzeitig gibt es begleitend zur Ausstellung vom 12. Januar bis 19. Februar 2017 ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm:nichts-war-vergeblich-ii

Untenstehend noch ein paar zusätzliche Infos zum Programm und zum Trägerkreis der Veranstaltungsreihe und Ausstellung sowie der Veranstaltungs- und Programmflyer: frauen-im-widerstand-4c-netz_3  nichts-war-vergeblich-iii

 

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