Blog-Archive

THE FEMALE ANSWER: „BOXED IN“- Kara Michelle (USA) vom 13. – 15. August 2021 in der NORDER147 in Flensburg

Die neue Künstlerin in der Reihe THE FEMALE ANSWER  der NORDER147

„BOXED IN“, Kara Michelle, Bodypainting

Die amerikanische Künstlerin Kara Michelle setzt sich während ihrer Residenz in der NORDER147 mit der Tatsache auseinander, dass Frauen in den USA, besonders dann, wenn sie nicht vermögend und allein erziehend sind, wenig oder keine öffentliche Unterstützung erhalten. Oft genug werden sie auch sozial geächtet.

Achtung, Respekt, Teilhabe in der Gesellschaft, Karriere… All das ist davon abhängig, dass Frauen sich anpassen, heiraten, in konservative Schubladen passen, sich fügen und möglichst wenig Platz und Aufmerksamkeit für sich einnehmen.

Bodypainting ist eine der künstlerischen Techniken, die es Kara Michelle ermöglichen, ihre Position, Kritik und Perspektive darzustellen. Ein spannender Prozess, der sich über drei Tage erstrecken wird.

Die Künstlerin arbeitet am Freitag 13. und Samstag 14. August jeweils von 11 – 20 Uhr in der NORDER147, am Sonntag, 15. August, von 11 – 18 Uhr. Publikum ist erwünscht, natürlich mit angemessenem Abstand.

Bittet beachtet die aktuell geltenden Regeln in Bezug auf die Corona-Situation, es wird außerdem, wie üblich, eine Liste ausliegen.

THE FEMALE ANSWER wird finanziell vom Bundesverband Soziokultur/ Projektbüro NEUSTART KULTUR e.V. und vom Kultusministerium des Landes SH getragen.

KUENDA Productions/ Cindy Jänicke unterstützt uns tatkräftig.

Und ein bisschen Werbung in nicht-ganz-eigener Sache:

Am kommenden Mittwoch, den 4. August, hat die Musikerin CATT im Hof des Schifffahrtsmuseums ihren Auftritt im Rahmen der Hofkultur 2021, sehens- und vor allem hörenswert.

CATT trat im Januar 2020 im Rahmen der Veranstaltung „Zukunft(s)gestalten der EU-Universität Flensburg/ Fachschaft Transformationsstudien, in der NORDER147 auf und hat uns damals überzeugend verzaubert. Es gibt noch Tickets!

https://www.flensburger-hofkultur.de/programm/kuenstler/catt-04-08-2021-20-30/

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

 

THE FEMALE ANSWER: Fotoarbeiten von Aleksandra Velickovic vom 11. – 13. Juni 2021 in der NORDER147 in Flensburg

Die serbische Künstlerin Aleksandra Velickovic und ihre Fotoarbeiten zu Gast in der NORDER147.

Da Corona in Serbien noch sehr viel präsenter ist, als bei uns, und die Quarantänezeit von 10 und 14 Tagen eingehalten werden müsste, kann Aleksandra zu ihrem und unserem großen Bedauern nicht anreisen und ihre Arbeiten in der NORDER147 persönlich vertreten.

Sie werden jedoch am 11./ 12. und 13. Juni jeweils von 17 – 20 Uhr als Projektion in der Norderstraße 147 zu sehen sein!

Besucher*innen sind zu den aktuell geltenden Regeln herzlich willkommen!

English description

WHERE THE COPPER AND BLOOD FLOW

6nph2This project is based on a composition of raw photography taken in different conditions – by night, in day light, summer/ winter – showing what I saw without trying to edit and conceal in order to keep them in the essence.

My photographies show the cruel reality of industry (as the male principle) and the exploitation of Mother Earth (as the feminine principle) in the biggest copper mine in the middle of the Balkan, East Europe/ Bor.

Nowadays owned by Chinese with 90% of men as employees, showing the male domination within the ruling patriarchat. Women are forced to compromised marriages. Being mostly unemployed the majority of them stays at home being traditional examples of wife, mother and housewife.

Women have a leading role in traditional and cultural inheritance though. Celebrating saints as family protectors they prepare rich meals for guests and they are executing rituals coming with dying, death and funerals. With the deep belief in afterlife, women in Bor are „boatmen“ transcending a passed away from this known dimension to wherever they go.

My critical view through the camera lense wants to explore and put in the open the unjust and harsh conditions under which people in my hometown -and especially the women- have to exist and try to survive.

Aleksandra Velickovic

„THE FEMALE ANSWER“ ist eine Folge von sechs Kurz-Residenzen internationaler Künstlerinnen verschiedener Genres in 2021. Aus der Perspektive ihrer Kultur reflektieren sie künstlerisch kritisch auf ein selbst gewähltes Thema, das eigene oder ein anderes Land betreffend. 

Wir wollen damit einen Diskurs über kulturelle, gesellschaftliche und politische Themen anregen und in die Öffentlichkeit bringen, trotz oder gerade wegen der aktuellen Situation.

Ausgestellt werden die Arbeiten in den Schaufenstern der NORDER147, es lohnt sich am kommenden Wochenende also noch mehr, einen Frühlings-Spaziergang durch die Norderstraße zu machen.

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

 

THE FEMALE ANSWER: Anna Möller mit „Female Identity“ vom 16. – 18. April 2021 in der NORDER147 in Flensburg

Das internationale Residenzprogramm

„THE FEMALE ANSWER“ 2/2021 der NORDER147

wird vom 16. – 18. April von

der gebürtigen Flensburgerin Anna Möller bestritten.

66i9wFemale Identity

“Female Identity” beschäftigt sich mit sexueller Belästigung und Gewalterfahrungen von Frauen. Anlass sind unzählige Erlebnisse sowohl der Künstlerin selbst, als auch von Frauen aus ihrem direkten Umfeld, als bloße Objekte angesehen und behandelt zu werden.

Diese Erfahrungen werden in Anna Möllers künstlerischer Interpretation durch „sexualisierte Materialien“ wie Nylonstrumpfhosen oder Latex symbolisiert, die für Haut stehen. Rote Elemente wie Satin, Seide, Nähte oder Fransen symbolisieren die durch übergriffige Handlungen entstehenden psychischen und physischen Verletzungen.

Die engen Silhouetten der Outfits verkörpern die Erwartungshaltung gegenüber Frauen,  in mehrfacher Hinsicht so wenig Raum wie möglich einzunehmen. Die unförmig-weiten, wie aufgeplatzten Formen anderer Modelle stehen für die überwältigende Macht, die sexuelle Belästigung und Gewalt auf ihre Opfer ausübt und dafür, wie diese Gewalterfahrungen weibliche Identität definiert, häufig auch übernimmt.

Mit dem Projekt “Female Identity” wird ein Schlaglicht auf sexualisierte Gewalt gegen Frauen gerichtet und aufgezeigt, dass all das nicht nur nachts in „dunklen Gassen“ passiert, sondern dass diese Situationen für Frauen alltäglich sind, überall passieren können und passieren.

PARTIZIPATION

Der Ausgangspunkt für dieses Projekt sind anonyme Aussagen über sexuelle Belästigung und Gewalt. Hast du auch solche Erfahrungen gemacht? An der NORDER147-Eingangstüre befindet sich eine Briefeinwurfklappe. Wenn du möchtest, kannst du deine Geschichte anonym einwerfen oder sie an der Türe übergeben, sie wird dann Teil der Ausstellung. 66i9x

KURZVITA

Anna Möller studiert aktuell Modedesign in Hannover. Die gebürtige Flensburgerin ist in der Dänischen Minderheit aufgewachsen und nach ihrem Schulabschluss nach Kopenhagen gezogen, um dort Design Technologie zu studieren. In Dänemark gab es erstmals Berührungspunkte mit Feminismus, durch die „Me, too“-Bewegung entstand das ernsthafte Interesse an feministischen Inhalten, da plötzlich viele Verhaltensstrukturen in Frage gestellt wurden, die vorher als gegeben galten. 

Um einen kreativeren Zugang zur Mode zu finden, ging Anna Möller nach ihrem Abschluss als Designtechnologin nach Hannover, um zusätzlich Modedesign zu studieren. Im Laufe ihres Studiums beschäftigte Anna sich intensiver mit feministischen Themen und lässt diese häufig in Ihre Arbeiten einfließen. 

Mail: an-mo94@hotmail.de

Telefonummer: 01515460025

English:

FEMALE IDENTITY 

a project by Anna Möller  The project “Female Identity” centers around the sexual harassment and abuse women experience on a daily basis. I drew inspiration from the numerous unfortunate experiences my friends and I have gathered throughout our lives, where we have been treated as mere objects as supposed to subjects.

By using sexualized materials, such as women’s stockings and latex, representing women’s skin, and using red satin, silk, seams and fringe, resembling wounds inflicted on women’s skin through assault and abuse, I have tried to recreate the horrific act itself and the normalized degrading view on women in our society.

Through the use of slim silhouettes, the outfits mirror the cultural expectations most women are met with, and how we are supposed to claim as little space as possible. In contrast to that, the wider silhouettes express the overwhelming affect sexual assault and harassment can have on its victims, and how it shapes the way we view ourselves and ultimately becomes a part of the female identity.

With “Female Identity”, I wanted to put the limelight on sexual harassment and abuse, and call attention to the fact that it doesn’t merely happen in sketchy alleyways but everywhere and anytime. It happens more often, than one might think.

„THE FEMALE ANSWER“ ist eine Folge von sechs Kurz-Residenzen internationaler Künstlerinnen verschiedener Genres in 2021. Aus der Perspektive ihrer Kultur reflektieren sie künstlerisch kritisch auf ein selbst gewähltes Thema, das eigene oder ein anderes Land betreffend. 

Wir wollen damit einen Diskurs über kulturelle, gesellschaftliche und politische Themen anregen und in die Öffentlichkeit bringen, trotz oder gerade wegen der aktuellen Situation.

Ausgestellt werden die Arbeiten in den Schaufenstern der NORDER147, es lohnt sich am kommenden Wochenende also noch mehr, einen Frühlings-Spaziergang durch die Norderstraße zu machen.

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

 

THE FEMALE ANSWER: Nejla Yilmazturk mit „Female Rhapsody“ vom 19. bis 22.02.2021 in der NORDER147 in Flensburg

Das internationale Residenzprogramm

„THE FEMALE ANSWER“ 1/2021 der NORDER147

wird vom 19. – 22. Februar, jeweils zwischen 16 und 22 Uhr von

Nejla Yilmazturk

bestritten. Sie stammt aus Istanbul und lebt abwechselnd in der Türkei und in Deutschland.

„Female Rhapsody“ by Nejla Yilmazturk

Ein Aufschrei in der von Männern dominierten Kunstwelt.

Das heutige Verständnis eine Rhapsodie ist an keine spezielle Form der Musik gebunden, und so werde ich In meinem experimentellen Prozess, der mich an ein feministisches Labor erinnert, die Begriffe „Kampf & Feminismus“ für mich neu definieren.

In unterschiedlichen Medien wie Malerei, Illustration und Linolschnitt wird die Ungerechtigkeit verarbeitet, die mir seit Anbeginn der Zeit als Frau auf dieser Erde begegnet.

Mein Leben in der Türkei, die Reisen durch Europa und der jetzige Lebensmittelpunkt in Deutschland bilden hier wichtige Standorte für meinen Erkenntnisgewinn bezüglich meiner „Weiblichkeit“. Wie gestalte ich den freien Umgang mit dieser „Konstruktion der Weiblichkeit“.

Die Kernfragen die mich bewegen sind folgende: Welche weiblichen „Idole“ dienten mir als Vorbild?

Wieso all diese Verbrechen gegen Frauen in der Türkei?

Freiheit & Weiblichkeit?

Manchmal reicht ein einziges Bild um ein Thema neu zu beleuchten. Ich werde meine Stimme für einen Aufschrei nutzen. Lasst die „Female Rhapsody“ beginnen!

Nejla Yilmazturk

Fashion Designer, Künstlerin, Illustratorin

Für „THE FEMALE ANSWER“ NORDER147 – Flensburg/Germany

English version:

“Female Rhapsody“ by Nejla Yilmazturk

An outcry in the male-dominated art world.

The current understanding of a rhapsody is not tied to any particular form of music, and so in my experimental process, which reminds me of a feminist laboratory, I will redefine the terms “Fight and Feminism” for myself.

In various media such as painting, illustration and linocut, the injustice that I have encountered as a woman on this earth since the beginning of time is processed.

My life in Turkey, the travels through Europe and the current center of my life in Germany are important locations for me to gain knowledge about my „femininity“.

How do I design the free use of this „construction of femininity“.

My main questions are:

Which female “idols” served as models?

Why all these crimes against women in Turkey?

Freedom & Femininity?

Sometimes a single picture is enough to shed new light on a topic. I will use my voice to scream. Let the “Female Rhapsody” begin!

Nejla Yilmazturk

Fashion Designer, Artist, Illustrator

For „THE FEMALE ANSWER“ NORDER147 – Flensburg/Germany

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

 

THE FEMALE ANSWER: Syrena Fong mit „WHERE IS THE LINE?“ vom 4. bis 6. Dezember in der NORDER147

„WO ZIEHST DU DIE GRENZE?“

Zum 23.sten Jahrestag der Übergabe Hongkongs an die chinesische Regierung trat das „National Security Law“, NSL, in Kraft. Dieses Gesetzt ist die Antwort auf die größte demokratische Protest-Bewegung Hongkongs, die im vergangenen Jahr vonstatten ging. Es wurde verabschiedet, um die Stadt als „gesetzestreuen Teil Chinas zu bewahren“ und „die Stadt vor Aufständischen, die Terrorismus praktizieren“ zu sichern.

Die Maximalstrafe sowohl für ständige, als auch für nicht permanente Bewohner*innen der Stadt, im und außerhalb des Landes, ist die Verurteilung zu lebenslänglicher Haftstrafe. Das Gesetzt ist schwammig genug formuliert, um es der Regierung zu ermöglichen alles, was ihr missfällt, als „subversiv, terroristisch oder als Verbündung mit dem Feind“ zu interpretieren. Dadurch ist eines mehr als sicher: Der Kampf Hongkongs, den Status als „freieste Stadt Chinas“ zu behalten, wird immer schwieriger.

Dieses künstlerische Projekt zielt darauf ab, die nicht ganz so offensichtlichen Auswirkungen des National Security Laws zu untersuchen und die der demokratischen Bewegung zugrundeliegende „fluidity“ (Beweglichkeit) als ihre Grundvoraussetzung zu untersuchen.

Was bedeutet es, in einem Klima der Überwachung und der Unterdrückung zu leben? Was bedeutet es für die Einwohner*innen Hongkongs, die außer Landes leben, wenn ihnen bei ihrer Rückkehr in die Heimatstadt Verurteilung droht? Wie weit kannst du mit deiner Kritik an den Autoritäten gehen? Welche Rolle spielst du selbst in all dem?

Angst, Selbst-Zensur, Überwachung, Sicherheit…. Wo ziehst du selbst die Grenze?

Für nähere Informationen, meldet euch bitte per Mail unter danyheck147@gmail.com

THE FEMALE ANSWER – International residency program of NORDER147

Haben Frauen einen „anderen Blick“ auf unsere Welt, ihre Krisen und Konflikte? Haben weibliche Reaktionen, Antworten, Lösungsansätze eine andere Ausrichtung als die der Männer? Und welche Formen und Ausformungen nehmen entsprechende künstlerische Auseinandersetzungen von Künstlerinnen an?

Mit diesen plakativen Fragestellungen, möchten wir sowohl Raum, als auch Öffentlichkeit schaffen für kritische engagierte Künstlerinnen. Die NORDER147 lädt im Rahmen des Projekts „THE FEMALE ANSWER“ Künstlerinnen aus den verschiedensten Ländern ein, zu aktuellen Situationen auf der Welt oder in ihren Heimatländern Positionen zu entwickeln.

Bedingt durch die sehr unterschiedlichen Erfahrungen in den jeweiligen Gesellschaften unter sehr verschiedenen politischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen, werden subjektive Perspektiven und kontroverse Standpunkte entstehen.

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

 

THE FEMALE ANSWER: Kirstine Skov-Hansen, DK, mit „Black Marias“ vom 6. bis 8. November in der NORDER147

Aufgrund des Bund-Länder-Beschlusses vom 28.10. zur Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden auch in Flensburg viele Kulturveranstaltungen im November nicht stattfinden können. Deshalb empfiehlt es sich bei den Veranstaltern nachzufragen, ob diese überhaupt noch stattfinden, oder wie und in welchem Umfang sie nachgeholt werden.

Kirstine Skov-Hansen sagt über „Black Marias“:

„Meine künstlerische Arbeit untersucht soziale Strukturen in lokalen und globalen Realitäten. Besonderes Augenmerk schenke ich dabei der bildlichen Verarbeitung aktueller Themen in sozialen und kulturellen Phänomenen.

Mit „Black Marias“ untersuche ich die komplexe Beziehung zum Tod und der begleitenden Trauer in der westlichen Kultur. Die individualisierte Gesellschaft hat den Tod zu einer privaten Angelegenheit gemacht, die keinen Platz in unserem alltäglichen Leben hat. Im Kontrast zu der Tatsache, dass die Unterhaltungsindustrie den Tod immer mehr instrumentalisiert.

Trauernde Frauen in anderen Kulturen ermöglichen den Gestorbenen den Übergang vom Leben zum Tod und verkörpern dadurch sowohl den Mutterleib als auch das Grab. Diese Einheit wird in meinen künstlerischen Arbeiten durch flüssige und feste Materialien symbolisiert. „Black Marias“ erschafft mittels Drucktechniken und skulpturalen Installationen zeremonielle Arbeiten.

Schwarz ist die Farbe, die für Trauer, Tod und Dunkelheit steht. Ebenso existiert die Vorstellung, dass aus der Dunkelheit alles Leben kommt. Ich möchte Raum für die Interaktion meiner Arbeiten mit dem Betrachter schaffen und es ihnen ermöglichen, persönliche Erfahrungen von Tod und Trauer zu visualisieren, vielleicht sogar weiter zu verarbeiten.

Die Besucher sind eingeladen, eigene kleine Arbeiten in Drucktechniken zu schaffen und diese in die Ausstellung zu integrieren, sofern sie das möchten.“

Für nähere Informationen, meldet euch bitte per Mail unter danyheck147@gmail.com

THE FEMALE ANSWER – International residency program of NORDER147

Haben Frauen einen „anderen Blick“ auf unsere Welt, ihre Krisen und Konflikte? Haben weibliche Reaktionen, Antworten, Lösungsansätze eine andere Ausrichtung als die der Männer? Und welche Formen und Ausformungen nehmen entsprechende künstlerische Auseinandersetzungen von Künstlerinnen an?

Mit diesen plakativen Fragestellungen, möchten wir sowohl Raum, als auch Öffentlichkeit schaffen für kritische engagierte Künstlerinnen. Die NORDER147 lädt im Rahmen des Projekts „THE FEMALE ANSWER“ Künstlerinnen aus den verschiedensten Ländern ein, zu aktuellen Situationen auf der Welt oder in ihren Heimatländern Positionen zu entwickeln.

Bedingt durch die sehr unterschiedlichen Erfahrungen in den jeweiligen Gesellschaften unter sehr verschiedenen politischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen, werden subjektive Perspektiven und kontroverse Standpunkte entstehen.

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

 

Retrospektive „Körper von Gewicht“ – Malerei von Imke Blaue am 31.10.2020 in der NORDER147

Samstag, 31. Oktober 2020 ab 17 Uhr

Ausstellungsort:

NORDER147 atelier·projektraum·salon

Norderstraße 147, 24939 Flensburg

Vernissage:

31.10.2020 ab 17 Uhr

Finissage:

15.11.2020 ab 15 Uhr

Corona bedingt bitten wir um Anmeldung mit Datumsangabe:

Tel.:  04605 359

Fax.: 04605 759

Mail: sb@soenkeblaue.de

 

Imke Blaue   „Körper von Gewicht“

Am 25.7.1942 in Berlin geboren und in Celle aufgewachsen, wurde Imke Blaue von 1960- 1963 in Hameln zur Töpferin ausgebildet.

Von 1963-1966 arbeitete sie als Gesellin in Flensburg. Nach ihrer Heirat mit dem Architekten Sönke Blaue nahmen sie neben drei eigenen Kindern für mehrere Jahre zwei Pflegekinder an.

Trotz eigener Werkstatt, die sie sich 1970 in Jardelund einrichtete, fand sie erst Zeit zum konzentrierten, nun bildkünstlerischen Arbeiten, als sie von 1982-1986 ein Atelier im 40 km entfernten Marienkoog/Nordfriesland zusammen mit anderen Malern bezogen hatte.

Von 1977-1983 nahm sie jährlich an der „Bildnerischen Werkstatt“ in Scheersberg teil. 1978 besuchte sie als Gast die Werkkunstschule in Flensburg.

Seit 1972 wurden ihre Bilder in zahlreichen Einzelausstellungen in Dänemark und im norddeutschen Raum ausgestellt. Ab dieser Zeit hatte sie ständig Malschülerinnen. 

Sie bezog 1988 ein großes Ateliergebäude in Flensburg in der Segelmacherstraße. 1987 lebte sie für ein Jahr in Portugal.

Seit 1985 ist sie Mitglied im BBK-SH, seit 1990 in der GEDOK. Sie erkrankte an Krebs und starb mit 53 Jahren am 25.8.1995 in Holt bei Flensburg.

EINZELAUSTELLUNGEN

1972 Faaborg, Dänemark

1981 Galerie Jevenstedt

1984 Lagerhaus, Flensburg

1985 Galerie Jevenstedt

1987 Kampnagelfabrik, Hamburg

1988 Wallgalerie, Braunschweig

1989 Galerie Könning, Schleswig

1990 Galerie Jevenstedt

1990 Atelier Beck, Berlin

1991 BBK Oldenburg

1991 Galerie Leviatan, Bordenholm

1992 Galerie Könning, Schleswig

1993 Franziskus Hospital, Flensburg

GEMEINSCHAFTSAUSSTELLUNGEN

1983-1995 Landeschauen 1991 Art Messe, Hamburg

1992 Galerie Altholzkrug, Flensburg

1993 Museum im Rathaus, Mölln

ÖFFENTLICHE ANKÄUFE

1985 Kultusministerium Kiel

1988 Altersheim Flensburg

1991 Kultusministerium Kiel

1993 Franziskus Hospital, Flensburg

1995 Kultusministerium Kiel

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

 

THE FEMALE ANSWER: Marta Shoimann mit FLOWERS FOR EVIL vom 16. bis 18. Oktober in der NORDER147

THE FEMALE ANSWER

Haben Frauen einen „anderen Blick“ auf unsere Welt, ihre Krisen und Konflikte? Haben weibliche Reaktionen, Antworten, Lösungsansätze eine andere Ausrichtung als die der Männer? Und welche Formen und Ausformungen nehmen entsprechende künstlerische Auseinandersetzungen von Künstlerinnen an?

Mit diesen plakativen Fragestellungen, möchten wir sowohl Raum, als auch Öffentlichkeit schaffen für kritische engagierte Künstlerinnen. Die NORDER147 lädt im Rahmen des Projekts „THE FEMALE ANSWER“ Künstlerinnen aus den verschiedensten Ländern ein, zu aktuellen Situationen auf der Welt oder in ihren Heimatländern Positionen zu entwickeln.

Bedingt durch die sehr unterschiedlichen Erfahrungen in den jeweiligen Gesellschaften unter sehr verschiedenen politischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen, werden subjektive Perspektiven und kontroverse Standpunkte entstehen.

Den Auftakt macht im Oktober 2020 Marta Shoimann aus der Ukraine. Sie ist Malerin und Streetart-Künstlerin.

FLOWERS FOR EVIL

(anschließend an den englischen Text eine Zusammenfassung ins Deutsche)

Current events in Belarus were not represented in the Western news as something worth particular attention. On the scale of political impoliteness this indifference should be considered as “outraging”. Not only because what is going on there is a historical gem of the birth of a nation with cultural, linguistic, vexillological changes, unimaginable for a modern west European citizen. The crucial importance of the ongoing demonstrations is that it is incomparable to anything we knew or saw for the last couple of decades. The peculiar beauty of the protests, and weird, almost “vegetarian” behaviour of protesters gradually undermine the conventional double-sided violence of revolutions. This project however is dedicated to that one special side of the Belarusian protests, which has gotten me speechless since the first moment i saw it – the participation of women.

The peaceful alienation of these events is decorated with flowers, carried by women of all ages and occupations. Self-coordinated and stubborn columns of women outgrew the dissatisfaction with the government and took a form of pure sisterhood solidarity and mutual assistance.

We all share the evident hatred towards police and militaries, who are abusing the power. Most of us, however, have never experienced physical violence from the hand of a policeman. Bruised faces, broken ribs and threats from people who eat their lunches from our taxes – all of this is not about our lives. Instead of burning tires and throwing Molotov’s at the parliament, Belarusian protesters turn the other cheek over and over again.

Current experience of solidarity, and belonging to the community allowed different people to cooperate together. I want to pay my tribute to the brave women who do not stop holding hands, protecting each other from police cruelty and fight for the white-red-white future free from dictatorship and centralization.

This project is aimed as a gesture of support for all the protesters in Belarus, who are fighting already for two months. The peaceful dignity and stubborn rejection of violent actions makes this event one of a kind.

Marta Shoimann

https://www.instagram.com/katarse_

https://martashoimann.myportfolio.com/


Blumen für das Böse

Marta Shoimann ist empört über die Ignoranz der westlichen Medien gegenüber den Ereignissen in Belarus/ Weißrussland, die dem Aufstand der dortigen Bevölkerung so gut wie keinen Platz in der Berichterstattung einräumen. Und sie ist nachdrücklich beeindruckt von einem besonderen Aspekt der schon lange anhaltenden friedlichen Demonstrationen: der großen Beteiligung von Frauen aller Generationen und Berufe. Eine friedliche Revolution im Kontrast zu der sonst in vielen Fällen von beiden Seiten ausgetragenen Gewalt. Die Frauen antworten auf die Brutalität der Polizei und des Militärs mit Blumen und bleiben bei allen ertragenen Demütigungen und Verletzungen bei ihrem gewaltfreien Protest.

Marta Shoimann schreibt: „Ich möchte diesen mutigen Frauen meine Anerkennung zollen, die nicht damit aufhören, sich an den Händen zu halten, sich gegenseitig vor der Brutalität der Polzeikräfte zu schützen und weiter für eine Zukunft ohne Diktatur und Zentralisierung zu kämpfen. Dieses künstlerische Projekt ist als Geste der Unterstützung für alle seit zwei Monaten Protestierenden gemeint. Die friedvolle Würde und sture Zurückweisung der gegen sie ausgeübten Gewalt macht diesen Protest einzigartig.“

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

 

%d Bloggern gefällt das: