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Stadtwerke Flensburg erneuern Fernwärmeleitung – Wichtiger Leitungsschacht in der Apenrader Straße wird noch vor der Heizperiode saniert

Verkehrsbehinderungen durch Teilsperrung der Apenrader Straße und kurzfristige Unterbrechungen der Fernwärmeversorgung

Flensburg: Anfang der nächsten Woche sanieren die Stadtwerke einen ihrer wichtigsten Fernwärme-Leitungsschächte in Flensburgs Norden an der Kreuzung Apenrader Straße und Tondernweg.

In dem Fernwärmeschacht, durch den eine große 500 mm und eine 200 mm „dicke“ Fernwärmeleitung führen, müssen dringend vor Beginn der Heizperiode mehrere Reparaturen durchgeführt werden, damit die Wärmeversorgung im Winter sicher funktioniert. So halten die Armaturen nicht mehr dicht und müssen ausgetauscht werden. Die beiden großen Leitungen selbst sind zum Teil vorgeschädigt, so dass sie ebenfalls zu reparieren sind. Nach den Arbeiten sind die Leitungen erneuert, so dass deswegen längerfristig keine Eingriffe mehr zu erwarten sind.

Mehrere Absperrarmaturen mit den entsprechenden Rohren, die im Schacht verbaut bzw. verschweißt werden. Die Armatur für die 500 mm-Leitung wiegt allein 1,2 Tonnen.

Mehrere Absperrarmaturen mit den entsprechenden Rohren, die im Schacht verbaut bzw. verschweißt werden. Die Armatur für die 500 mm-Leitung wiegt allein 1,2 Tonnen.

Die Vorbereitungen haben bereits in der 35. Woche begonnen. Teils über Nacht bereiten die Stadtwerke alles so weit wie möglich vor, damit Unterbrechungen der Fernwärmeversorgung so kurz wie möglich ausfallen. Ab Montag-Nachmittag 17:00 Uhr bis Mittwoch-Morgen gegen 6:00 Uhr müssen die Anwohner aber in den Flensburger Stadtteilen nördlich der Terassen- und rund um die Apenrader Straße mit teilweise mehrstündigen Unterbrechungen der Fernwärmeversorgung rechnen. Betroffen sind Haushalte im Bereich in Klues, Ostseebad, Wassersleben, Ramsharde und Kupfermühle.

Nachdem die Fernwärmeleitungen vom Netz getrennt sind, beginnen die Stadtwerke noch am Montagabend den 26. September mit der Entleerung der Leitung. Wenn das Wasser entfernt ist, wird noch in der Nacht mit den Schweißen begonnen.

Carsten Schreiber, als Techniker bei den Stadtwerken für die Baustelle verantwortlich, erklärt: „Wir arbeiten ab Montagabend Tag und Nacht in mehreren Schichten ohne Unterbrechung durch, um die Beeinträchtigungen in der Fernwärmeversorgung so kurz wie möglich zu halten. Darüber hinaus werden wir zusätzlich Provisorien und Umleitungen einrichten, damit Fernwärme und Warmwasser weiter fließen können.“ Vadim Korogodski, Abteilungsleiter Fernwärme ergänzt: „Wir versuchen, in unserer Baustellenplanung immer alles zu berücksichtigen, aber den richtigen Zeitpunkt für eine Reparatur gibt´s eigentlich nie. Das ist immer ein Kompromiss. Im Sommer, wenn nur wenig Wärme benötigt wird, haben wir viele Touristen in der Stadt und wollen den Verkehr nicht behindern, im Winter sind zwar kaum Touristen da, aber wir können die Fernwärmeversorgung aus naheliegenden Gründen nicht unterbrechen. Wir haben diese Baustelle jetzt in die Zeit nach den Sommerferien und vor die Heizperiode gelegt und alles getan, um eine möglichst kurzfristige Reparaturdauer zu gewährleisten. Schneller geht so eine Aktivität aus unserer Sicht nicht.“

Damit an der Baustellen richtig gearbeitet werden kann und ausreichend Platz für Geräte und Maschinen vorhanden ist, muss die Apenrader Straße im Bereich Tondernweg ab Montag dem 26. September bis Freitag 30. September komplett für den Verkehr gesperrt werden. Auch wenn das Ende der Arbeiten an der reinen Wärmeversorgung für Mittwoch geplant ist, sind noch umfangreiche Nacharbeiten im Schacht notwendig. So dauert das Isolieren der Leitungen und Bauteile einen und das Wiederherstellung der Schachtdecke aus Beton einen weiteren Tag.

Die Umleitung stadtein- bzw. stadtauswärts läuft über verschiedene Straßenzüge, da es aufgrund des Bus- und LKW-Verkehrs sonst bei einer Begegnung zu eng werden würde. Die Strecken sind ausgeschildert und Details auf dem Verkehrsticker der Stadt Flensburg gelistet.

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Teilsperrung der Rader Hochbrücke: Politik und Wirtschaft in Flensburg fordern Landesregierung zum Umdenken auf

Oberbürgermeister Faber: Nord-Süd-Achse muss Priorität haben!

(Pressemitteilung der Stadt Flensburg) Die am Freitag, den 26. Juli 2013 aus dem Verkehrsministerium Schleswig-Holstein eingegangene Meldung über die Sperrung der Rader Hochbrücke für LKW ab 7,5 T sowie die Reduzierung der Brücke auf zwei statt vier Spuren für den übrigen Verkehr löst auch im Flensburger Rathaus Unmut aus. Durch jahrelange unzureichende Instandhaltung sei eines der wichtigsten Nadelöhre für den Landesteil Schleswig, den Standort Flensburg und einen großen Teil Dänemarks nahezu unpassierbar geworden, kritisiert Faber die mangelnde Weitsicht bei der Instandhaltung der Brücke. Dies betrifft einerseits den Ferienverkehr im Tourismusland Schleswig-Holstein, in erster Linie aber den Wirtschaftsverkehr.

„Für die Flensburger Unternehmen ist die A7 die mit Abstand wichtigste Lebensader. Betroffen ist nicht nur das logistische Gewerbe, das derzeit mit erheblichen Investitionen auf die Grenzregion setzt. Auch Industrie und Handel sind auf zuverlässigen Warentransport Richtung Hamburg angewiesen. Die vorgeschlagene Ausweichstrecke über Husum und die B5 ist eine absolute Notlösung und wird im Alltag zu erheblichen Schwierigkeiten führen.“

Der Oberbürgermeister weist darauf hin, dass die akute Situation nicht nur ein Thema für Schleswig-Holstein ist: „Der industrielle Schwerpunkt Dänemarks liegt westlich des Großen Belts. 65% der dänischen Exportgüter stammen aus Jütland und Fünen. Nicht ohne Grund war die Nachricht der Sperrung auch in Dänemark eine sehr deutliche Negativ-Schlagzeile.“

Während die aktuelle Entscheidung der Landesregierung respektiert wird, mahnt der OB für die weitere Planungen nun ein Umdenken in Bund und Land an: Es sei natürlich richtig, jetzt kein Sicherheitsrisiko einzugehen. „Ich unterstütze auch die Forderung des schleswig-holsteinischen Verkehrsministers an den Bund, eine schnelle Lösung herbeizuführen.“

Grundsätzlich mache der Brückenverfall aber deutlich, dass die Schwerpunkte zukünftig anders liegen müssen: „Die Nord-Süd-Achse zwischen Aarhus, Flensburg und Hamburg ist für Dänemark und Schleswig-Holstein die mit Abstand wichtigste Verkehrsader. Nun zeigt sich, dass neben der bekanntermaßen nicht zeitgemäßen Bahnverbindung auch noch die Autobahn droht, zum Dauerproblem zu werden. Es kann aber nicht sein, dass die historisch und aktuell wichtigste Hauptverkehrsachse derart stiefmütterlich behandelt wird, während die Planungskapazitäten in Kiel und Kopenhagen sich an neuen Quer- und Diagonalverbindungen erschöpfen.“

Stattdessen sollten nun Nägel mit Köpfen gemacht werden: „Ich möchte der Deutsch-Dänischen Verkehrskommission empfehlen zu prüfen, ob nicht eine leistungsfähige Ersatzbrücke, die nicht nur die Autobahn über den Nord-Ostsee-Kanal führt, sondern auch das kaiserliche Denkmal der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke endlich ersetzt, nun die angezeigte Maßnahme sein kann.“

Clemens Teschendorf, Pressestelle der Stadt Flensburg

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